Indiana Tribüne, Volume 24, Number 53, Indianapolis, Marion County, 10 November 1900 — Page 2
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Jndiana Tribüne. Samstag, den IG. November HttßßG.
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X Wet's Meifterftreich,.
U3cn em 'Helden von Transvaal" tocife ein französischer EonespMlMi inreieffaute Geschichten zu erzählen. tzr schildert, wie es dem IbraatßfyKi MKmge ist. stch wider a0e Erwartungen MYKN V ?.cuem seinen Gegnern entziehen und wie selbst der MÜrchUU Lord KiUKen seiner nicht habhaft iwrben konnte. Und zum Schluß erählt er von ihm zwei lustige Stückzchen: ,In einem der zahlreichen 3t, n denen man De Wet bestimmt zu sangen dachte, kam Lord Mcthue, der seines Coups schon ganz sicher war. Morns zu einem Lager, in dem alles Zu schkafkn schien; nur eine unbeveg lirfe Sch ildwache stand vor einem aroßen Zelt, das zweifellos dem jungen Vurengeneral gehörte. Verstohlen schlich flcr) das Heer heran, und nach unerbörten Anstrengungen km die Ylvantzare bis zu den ersten Zelten. Sie .varen leer.' By Jove! Was be deutet das?. . Ein wenig kühner geworden, dringt man in das Lager ein und nimmt die Schildwach? aefan$en: Oh weh. sie war ai'6 Holz! Aber sie trug wenigstens in der Hand" inen Brief, auf dem man Lord 9U Zhuens 'Adresse las. Das Schreiben lautete: (Urlauben Sie mir. Jk?nen Kiese r.Hen leeren Zelte in V?r?adrung zu treten. Ich yade in 'dieser Woche eine Ladung neuer Zelte erbeutet, die für das englische Heer bestimm: waten und über deren Vollkommenheit ich 'Ihnen meine Compnmcnte mache. Entschuldigen 6iC mich, daß ich Sie nicht erwartet habe, aber Sie konnten ja in zwei 'Jahren hier einmal wieder vorbeikommen. Christian Te Wet." Die Engländer war?n klug genug, über dieses Abenteuer zu lachen, md brachen Zviede? auf. um "ich f$rifKag e Weis m nächsten Tage zu taachnaen. Äber den tollsten Streich hat er Lord Roberts-selbst gespielt. Te Wet. der lle Augenblicke die Züge ausheilt, versiel eines Tages auf die Idee, die Teleropcndrähte auf der Linie von Heilde?berq zu durcvschneiden und sie an sein kicicnes Morlesnstem anzuschließen. Sedr bald kam auch eine Depesche bei ihm an. Sie war vom GeneMl Hunter und für Lord Roberts bestimmt. $ch habe De Wet. Schicken Sie mir erficrfung." Ausaezeichet. dachte Freund Christian. Und als ncNicter Mensch, der diese hohen Dsficere nicbt ohne Nachr-.cht laffcn wollte, ttlegraphirie er an Hunter: Einverstanden, erbalten Verstärkungen. Gezeichnet: Roberts." Und an Lord Roberts: ..Unnothig, Verstärk Zungen zu sckicken. 2 Wet ift mit W)00 Mann gefangen. Gezeichnet: Hunter." Man kann sich die Freude in Pretoria vorstellen.' Zu Depesche kam dort zu spät an, um sie noch dem Vott zu verkünden, aber die Ofsiciere wurden benackrichtigt, und nun feierten sie den Sieg mit Champagner, Miskn. iol süv- fhe QaeeB u. s. w. Und man saß bis weit in die Nacht hinein beisammen. Am anderen Morgen klang die Tonart anders. Eine neue Depescke. die 'diesmal von Vloemfontein kam, bat Lord Roberts 11 in schleunige Hilfe, um General Hunler aus seiner schlechten Stellung zu befreien. Ter Gentleman Christian De Wet hatte selbst die Don seinem Oegner am Abend vorher verlangten Verstärkungen" herbeigeführt. Zuvorkommender kann man doch nicht sein! Nur hatten diese Verstärkun--kn", anstatt Hunter zu unterstützen, "den schlechten Einsall gebabt. ihn anuyre:'?n. Sa stand es allerdings -nicht im Programm. Und darum geht Das Biindekuhspiel weüer " Cook erfte Weltumsegelung i Die wissenschaftlichen Ergebnisse einei der berühmtesten Weltreisen werden erst jetzt, nachdem 130 Jabre seit der?n Ausführung vergangen sind, veröffentlichr. Es war die erste Weltumsegelung von James Cool auf dem Schiffe ..ndeavour" in ven Jahren 1768 bis 1771, deren arößte Tbat dieEnideckung Der Ostküste des australischen FestlanDee vor. Als Naturforscher machten ie Reise Sir Joseph Banks und Dr. Solander mit. Tie Ergebnisse waren, auch in naturwissenschaftlicher Bezie Atzung, ganz besonders mit Rücksicht auf ibie Pslanzenkunde. hervorragend, aber übet ihrer Ausarbeitung undBerösentkichung hat bis auf den heutigen Tag in Unstern gewaltet. Sogar das Taaebuch von Eapitan Eock wurde nicht früher als im Jahre 1893 herausgegeben. dri Jahre später erst das "Tagebuch von Banks durch den Nester Der Botanik, den berühmten Gelehrten Sir Joseph Hooker. Jetzt endlich hat auch .'ine Beschreibung und Abbildung der auf der damaligen Weltreise aesammelten Pflanzen zu erscheinen begönnen, nachdem sich das BritischeMujeum mit Thatkraft der Aufgabe angeommen hat. die Vernachlässigung diesses wissenschaftlichen Materials aus wem Schuldbuch der englischen WissenSchaft zu tilgen. Erst ietzt, wo die erfte Lieferung des Wers über die austra lischen Pflanzen, die von den Natur.kundigen der Evokseben Reise gesam?ne!t wurden, vorliegt, erhält man eine echte Vorstellung davon, in welch n glaublichem Grade man sich durch die Vleichgiltigkeit gegen dieses Material an Der Wissenschaft versündigt hat. Ais auf eine verhältnißmäßig kleine ihl sind sämmtliche in dem ersten Heft des begonnenen Wertes adgevildete m. Wrtdc ZVzm M Zjt
Wissenschaft neu und erscheinen überHaupt zum ersten Male in der Littera. tur. Es muh als höchst bedauerlich begcichuet inerdcn. daß all die vielen pflanzenkundlichen Werke, die imLaufe der letzten 130 Jahre über das australitöe Erdgebiet erschienen sind, Diese umfassenden Entdeckungen gar nicht haben benutzen können. Allerdings mag zugegeben werden, daß nur ein besonderes Mißgeschick der Anlaß 'rn konnte, die Zeichnungen und Beschreibunn der Pslanzensammlung jener Weltreisen so lanse in eincni Winke!
liegen zu lassen. Der Kunst kr. der zur Aufzeichnung der gesammelten Lslanen und Tlnere'schon auf der er ften Reise mitgewirkt hatte, starb während der zweiten, mit $m auch noch zwei andere Künstler, deren man sich zu dem gleicken Zweck bedienen wellte, und so blieb die Arbeit, die schon auf der Reise geleistet werden sollte, unvollendet. Mit einem beinahe wehmüthigen Gefühl muß der moderne Geiebrte die Nachbildung dieser Pflanzenzeichnrn gen anschauen, die ihm als neueste Erscheinung der wiffenschaftlien Litteratur zugehen. Sie stehen leider keineswegs auf einer künstlerischen Hohe und können sich nicht einmal mit denen Biese, die nur kurze Zeit darauf in ähnlichen Werken erscheinen. Nichtsdcftoweniger ist ihre Veröffentlichune, tin Ereigniß von unbestreitbarem und allgemein anerkanntem Werthe. Xic Bettler im alten Wien. De Äariabilfcr Bettlerstieae", ein -cr Ucberrest aus dem milteialteilicen Wien, wird zur Zeit vollüändig inngeftaltet. Einst lungerten in der 'teilen, engen Passage Schaaren von :M.U:x Krüppeln ufid Vaganten auf den Stufen. Das zerlumpte Volt '.::de immer zudringlicher, und ''s ü'aren akfihrÜlZ'? Burschen darunter, sticht allein auf der Bettlerstiege haticn ftk ihr Lc:c-,er aufgeschlagen, vor allen Kirchen' liren, auf dem FriedHose waren sie in Schaaren anzutreffen. Se wollten Mitleid jeder Art erwecken, und mancher arbeitssZ'euc Müßiggänger schloß sich dem einträglichen Gewerde an. malte und schminkte sich H-l'.:t!rankHeitcn, Geschwüre auf. falchc Epileptiker produzirien sich auf offener Straße. Diesen immer "nleid'ickeren Mißbrauchen trat eine am 26. März 1443 erlassene Bcttlervc Ordnung streng entgegen. Es wurde ein sogenannter Sterzen - Meisteroder Bettelvoot angestellt; der erste des Amtes war Hans Weydenberger, ..prius Sterczermeifter-. Dieser Bettel lichter hatte Strafgewalt über e fremden und .einheimischen Bettler, züchtigte sie mit Brecheln" und ..Stöcken". Die nöthigen Strafwerkzeuge waren auf jedem Friedbof vornanden. Wen unverschuldet Notdlage zwang, wer kein Erbgut und keinen Broterwerb besaß, hatte sich beim Sterczermeister" zu melden, der den Nachweis begehrte, ob der Petent auch die christlichen Gebete kannte, einmal mindestens im Jabre zur Beichte gegangen war und die Sakramente empfangen habe. War dies der Fall, so ertheilte er ihm die Erlaubniß zum Tragen des Bcttlerzeichens, das in den ältesten Zeiten aus einem um den Hals geschlungenen gelben Tuche bestand. Dem neuen Mitglied? der Gilde wurde eingeschärft, daß es nicht sitzend oder stehend singen dürfe auf offcnertraße, daß es schweigend das Almosen abzuwarten habe". Singende Bettler hatten umherzuziehen, durften sich in den Höfen aufhalten, wofern es den Haus - besitzern genehm war. Bettelbriefe, Bettelzeichen waren an die Person geknüpft, durften nicht verkauft werden. Das Vorspiegeln von Krankheiten, das Entlehnen fremder Kinder wurde streng bestraft. Als 1683 'die Türken anrückten, wies man 700 Bettler aus der Stadt. Nach der Belagerung kehrten i in noch viel größerer Zahl zurück, faulenzten bei Tage, stahlen des Nachts und gaben der Stadt-Quarvia und Rumorwache diel zu thun. Die sogenannten ..Audienzbrüder" wußten M bei Hose und in die Häuser des Hochadels Eingang zu verschaffen und waren von vordringlicher, nicht abzuwehrender Lästigkeit und Frechheit. Im 16. Jahrhundert befand sich der Bettelkotter" aus dem Tiefen Graben und Salzgries. 1638 gründete Kaiser Ferdinand HL eine Armenkasse (caa panpermn); 1671 errichtete Kaiser Leopold L ein Zucht- und Arbeitshaus in der Leopoldstadt. Am 12. September 1.718 erließ Kaiser Kar! VI. eine neue, den geänderten Zeitveihältnissen entsprechende Bettlerverordnuna. Die Bettler und ..Sterzer" wurden immer mehr in die Vorstädte zurückgedrängt, auf den Bettlerbühi", auf die ..Bettlerstieae". die nun auch verschwinden soll, nachdem feit Jahrzehnten nur mehr der Name an ihre Vergangenheit erinnert hatte. In Schwarzenbach a. W. wurde der praktische Arzt Dr. Pracht plötzlich irrsinnig. Er verbarrikadirte sich in seiner Wohnung, warf Geld. Briefschaften und alles bewegliche Inventar zum Fenster auf dieStraße hinaus. Den sich ihm nahenden BerloI nen trat er mit einem scharf geladenen i Revolver entgegen. Einige Stunden darauf stieg er in den offenen Brunnen am Marktplätze, wo eö einem Gendarmen gelang, den Unglücklichen jestzunctjne nd in die Irrenanstalt nach AMwS i. AttM. .
Pöhrend des ganzen Jahres. Au jttrt Eaison des Jakr I e und grde unserelikeiden und Unord det Vkagkns. Dyspepsie und Unt erdaulichkeit
machen eine Behandlung miß D?.Ä,MUSbKttlKS Hamburger Tropfen
vthtg, zu, augenbiitkttchen Linderung und vvfiändige Heilung.
Eine Erpedition nach Kranz Josefs. Land. Eint Hilfs Expedition nach der 2eplitz-Bay auf Franz Josefs Land wird in den Seefahrtskreifen von Ehristiania zur Zeit Zeit eifrig voroereitet Wie erinnerlich. Mußten drei Mitglieder der iialienischen Polar-Ex-pedition nämlich der Leutnant Querini und die Matrosen Qllier und Stökken -Sandefjord an dem genannten Punkte zurückgelassen werden, da sie am 15. Juli, dem Tage der Ab fahrt der Stella Polare", weder zur Winterstation zurückgekehrt waren, noch von den zu ihrer Hilfe ausacHndten Rettungsmannschaften in Sicherde!t gebracht werden tonnten. Ein pttiVN Beweiö. daß die drei verschollenen Personen durch einen Unglückseben Zwischenfall ihr Leben eingebüßt tciUn, liegt nicht vor, nxnn schon die äußeren ttrkistände eine solü Annahme b:sond?rs wahrscheinlich gestalten. In cvttanrtsfrenen glauot man ana'fichts früherer Erfahrungen gleichwohl :nit der Ioc.lichkeit rechnen u dürfen, daß die vermißten Polarfahrer unter gewissen Voraussetzungen noch am Leden sein tonnen und daß es sich aus diesem Grunde empfiehlt, die Absendung einer Hilfserpedition noch vor Eintritt des arktischen Winters ins Werk zu setzen. Erfahrene Polarfischer undWaljager weisen darauf hin. daß in der zweiten Hälfte des polaren Herbstesdie Eisverhältnisse im Gebiete von König Karls- und Franz Josefs-Land gewöhnlich recht gute find und daß die Ausschiebung des Rettungswerkes bis zum nächsten Sommer eine Verzögerung für die Vermißten bedeutet, die vielleicht deren Untergang zur Folge haben könnte. Die norwegische Regierung hat es sich angelegen sein lasscn. durch umfassende Vernehmungen der heimgekebrten Expeditionsmitglieder ein möglichst klares Bild über das Schicksal der drei Vermißten zu gewinnen. Am 23. Sevtenber wurden die italienischen Mitglieder an Bord der Stella Polare" vor dem Ehistianiaer Stadtgerichte vernommen. Diesem Verhöre folgte jetzt die amtliche Seeverklarung durch den Führer des Expeditionsfahrzeuges. Eapitän Evensen und die Besatzungsleute norwegischer Nationalität. Die Bekundungen der Letzteren lxanspruchen insofern Aufmerksamkeit, als sie von erfahrenen Eismeerlootsen ausgehen, die im Ge-, gensatz zu der italienischen Mannschaft über die allgemeinen Aussichten einer Rettungsaction technische Vorschläge machen können. Nach den bisherigen Feststellungen ist bestätigt, daß die vermißten drei Reisenden in den Tagen vom 24. bis 27. April von. dem verabreten Eurse abgekommen sein müssen und entweder infolge offener Wasserrinnen im Treibeise, die eine Rückkehr verhinderten, an irgend einem Punkte unweit der Teplitz-Bay eine Art Nothquartier errichteten, oder auch bei dem Versuche, zur Hauptstation zu stoßen, ihren Untergang fanden. Die Vermißten hatten am 11. März mit stcven anderen Bestitzungsmitgliedern einen Recoanoscirungsmarsch in nördlicher Richtung über das Packeis angetreten. Die Reisenden waren in drei S -:io-nen getheilt, deren erste vom Kapitän Eagni als Chef und den beiden Alperührern Petigar und Feuoillet gebildet wurde. Die zweite Section stand unter dem Leutnant Querini; zu ibr gehörten die Matrosen Eanepa und Eardenti (alle Drei Italiener). Die driltc Äction endlich stand unter Befehl des chisfsarztes Dr. CavaUi und setzte sich auj den Matrosen Savoi. Dih'r und Stätten (Letzterer No:w?czer) zu sammen. Als Hilfsexpedition zur legentlichen Erleichterung des Provianttranspories folate in einiae:. Adstande der Capitan der Stella Polare" Evensen mit den Matrosen Ole und Haus (sämmtlich Norweger). Die letz.erwälnte Abtheilung kehrte schon am 13. März zur Winterstaticn zurück. wähd die drei Sektionen den Weiteimarsch argen Norden fortsetzten. Am 23. März wurde eine Veränderung in der .Zusammensetzung der einzelnen Sectionen vorgenommen, indem Eapitän Cagni die Matrosen Stökken und Ollier unter Führung des Leutnants Querini den Heimweg antreten ließ. Als am 18. April Dr. Cavalli mit seinen Leuten in's Hauptquartier zurückkehrte, erfuhren sie zu idrer Ueberraschung, daß man von der Querini'schcn Abtheilung dort noch nichts vernommen hatte. Bon bangen Ahnungen erfüllt, traf man ungesäumt Anstalten zu eiser Rettungsexpedition, welche am 22. April unter Eommando des ersten StuerrnannH der Stell Volare" An-
dttoi Andrehn abging Inzwischen geriethen die vor der ,Tep!itz-Bay aufgestauten Packeismassen in Trift, es bildeten sich dreite ..Raaks (Rinnen), die sich nächllicheriveile mit einer dünnen Eisdecke überzogen und in ihrem Aussehen dem arktischen Kerneisc täusehend ähnelte. Die Annahme lag nahe, daß die Querini'sche Artheilung versehentlich auf eines dieser gefürchte:en Raaks gerathen sei und dort ihren Untergang gefunden habe. Am 10. Mai kehrte die Rettungsevoedition unverrichteter Dinge zurück. Als am 3. Juni auch Cagni von seiner mübseligen RecognoscirungSfahrt gegen X0t den zur Hauptstation stieß, ohne irgend ivelcheAnzeichen von den verschollenen entdeckt zu haken, wurde auf Befehl des Herzogs Luigi eine Anzahl Depots auf Eap Flora, der TeplitzBay und anderen Orten angelegt. Erst am 15. Juli ging das Packeis endgiltig auf und die Stella Polarc" trat die Heimreise an. An dr Hand der vorstchenden Da:en läßt sich ermessen, daß wenn auch keine sonderlich große Awartschaft auf die Bergung der Querini''chen Abtheilung gegeben ersclint immerhin mit der Eventualität zu rechnen ist, d-aß die vermißten Reisenden noch nachträglich zur Hauptstation langt sind und hier mit Sehnsucht des Entsatzes harren. Herzog Luigi bat die Absicht ausgedrückt, eine Rettungsexvedition im nächsten Früdjabre auszurüsten: diesem vorschlage ist auch der Capitan deigetreien. wahrend man in interessirten Kreisen und auch auf Seiten der Regierung einer Action bereits im gegenwärtigen Herbste den Vorzug gi'bt. Bon einem berühmten Gehängten In Tunis ist der seiner Zeit vielbe''procbene Gehängte von Bando. der wieder lebend: wurde, als rnan ihn begraben wollte, im Bagno ron Goletla geftoröen. Mohammed war tein Tugendfpiegel, sein Ruf war i?. Biserta. wo er wohnte, verdientermaßen sehr 'cylecbt. In der Wuth tödtete er eines ages seine Frau und seine beiden Kinder, später schoß er den S?bn des Notars todt, sctoß auf die ihn verfo!genden Gendarmen, wurde dabei aber auch selbst verwundet und mit großer Muhe, unter Amputation eines Armes, geheilt, nur um vor Gericht gestellt und zum Tode verurtheilt zu werden. r ward auch regelrecht gehängt, baumelte 10 Minuten zwischen Himmel und iide. wurde dann abgenommen und auf den Friedhof gebracht. Als aber der Leichenwäscher die vorgeschriebenen Abwaschungen vornahm, wurde Mochammed wieder munter, setzte sich auf und verlangte zu trintcn. Der Leichenwäscher lief davon, so 'cknell er tonnte; sein Schreck war o groß, daß er daran starb. Mohammed wurde zunächst in's Hospital gebrockt, denn obgleich kein salswirbe! vernntt war. hatte die überstandene Hinrichtung 'doch auf sei Besinden einen einigermaßen nachteiligen Einfluß gekabt. ö-r erholte sich schnell und war bald wieder ganz hergestellt. Unterdessen stritten die Rechtsgclehrten über den Fall. Hatte er seine Strafe abgebüßt? Gewiß, in dem Sinne, daß er Todesfurcht und das Hängen duragemacdt dattc. Daß er nicht wirklich todi blieb, war ja nicht seine Scbuld. An-r-ererseits soll doch der Verurtheilte den Tod erleiden und zu diesem Zwecke "so lanae am Halse aufgebänot Mrden. li er stirbt". Hhe die Necbtgeledrten einig wurden vielleicht streiten sie noch befahl der Bey. daß Mohammed in's Bagno geschafft werden und lebenslänglich darin bleiben solle. Im Vagno erholte er sich auch rcn dieser letzten Aufregung. Die Luft in Goletta ist gesund und die Nahrung reichlich. Mohammed überstand fcgar einen großen Absceß am Halse, eine nachträgliche Folge der ausgestandenen Mißhandlung, der ihn noch einmal dem Rande des Grabes sehr nahe trachte, und lebte dann noch fünf Jahre sehr vergnügt, als Einarmiger mit Arbeit verschont, von Wächtern und Aerzten, die sich für ihn interessirren. verhätschelt. Eine Lungenentzündung rarste ihn schließlich hinweg. Im muhamedanlschen Paradies wird er wool auch 'einen '.'.nten Arm wiederfinden, den Unoläubicie ibm abceschnit ien na den. ki jjt Hv M j. - , tf. . f .(-.cn Hm E I drf r 1s ' " ' ' vr l"r MI S E wA mP H ' "" f" ' !; "W, nä in : 19 k 11 I t-wa tlm.v'jeilb7 li. , lll VI Hin rs( i. cd X 0. i tc Ir Um .iitiM .MIK.tMeMlt; it.rsf tf mm ACT n ftimish ffjlhir.ir. VT start ca. Ko hakt. 1 . rmu c f !H-t. out vrgm nxin.fr i. ur all i r l,n to .. wctL Tat kt atiraW MülcadAod WDZ o&ot rt u ) wm c tot tmfj ull
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