Indiana Tribüne, Volume 24, Number 53, Indianapolis, Marion County, 10 November 1900 — Page 1

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. - Zndin nn Tribune W --iar X -:tX Ssontags- $ Blau 1-perWoch MI Hnt s "- k i Grsctxclttt seden Hadjmtttstö und Sonntag Morgens. Jahrgang 2X. Indianapolis, Ind.. Samstag, den 10. November 1900. No. 53

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Ausland Depeschen

Lord Wapors-Hag in London. Das Bankett in der mld Hall. G des Mmpzzß sf 2i bi!ttj. Jßm yuifc in IMAsrA. - TeWet erleidet eine Niederlage. W Verschiede! au China. m Viel ßobe chinesische Beamte i Pao Titt'k M Kiugerichtet. - 2wbfa4&9tfm im 8ml Grunzn: Sceleute crlruM. SaftictaKl ans dem dcntschcu Reich. Lord MahOK-Tag in L o n d o n. London, 10. Noo. Die übliche Prozenten zu Ehren der Inauguration oes neuen Lord-Mayors. der am Don-ne-5:ag KmtS den Xnttkft abgelegt bat, fand ani Freitag statt. Die Straßen wyctn mit einer riesigen MenfierrrieiiQe angefüllt, die Letztere war dn leicht in Zaum, zu hatten und es tarnen weder Störung noch Unglücksfälle oor. öS befanden sid diesmal keine Schauwagen im Zug, aber Be-rt:t-:ne in alle britischen Uniformen, die von 1800 oi-j 1870 in England im Gebrauch waren, wie auch Reiter, die Indien. Canaoa und Australien reprafentiiten. las $ i n t z 1 t in G u i l d h o. l l. Lon: ; n. 10. Noo. Wobl das aläu;en)sie aller Staatsbankett? in Enzland. tc 3 Lord MavorS Bankett, faafi am Freitag Abend iv. der Guildtill statt. Xki Bankett tcird auch in .'lmeiitz u?:ge?vöhnlwes Interesse erreaen weaer? folgender Aeußerungen Vor) SalkSvu"N's, tvelcye? in Gegen ; wart von 900 Gästen, unler welchen sich auch eer Ver. Slaaten Botschafter Choate, oie Mitglieder oes englischen Kabinet- und viele andere hochgestellte 'Lersönlichkeiien befanden, sich über die War,l in ter. Ber. Staaten folgendermaßen äußerte: Wir glauben, daß oer Sieg bei den amerikanischen Wahlen der Sache der (5irilisatio' und der kommerziellen (5hr?nhaftiz:ei: zugefallen ist. Wir glauben ferner, daß diese Prinzipien ie Wmzel aller Prosperität uno allen Fortschritts in der Welt sin). Taber Haber, wir eben so oie! Grund, uns übet das Äslfuliai i Amerika zu freuen wie der rochgeftellle Herr lau? Herrn Cbote ansoieleudi. welcher uns zur Seite sitzt." Stürmischer Applaus folgte diesen Ausführungen de- Premier, so daß Salisbur erst nach längere? Pause sein Rede fortsetzen konnte. Lord SaUsbun schickte seinen Bemerkungen über die innere Politik der Bereinigten Staaten eine Art Entsch'ldigung. daß er dieses Gebiet be-. rühre. vorruZ. worin er unter anderm folaendes sagte : Wa? mich im verflossenen Jahre mit besondere? Genüge thuung erfüllt har, ist die herzliche Freundschaft zwischen England und den Vereinigten Staaten. Ich boffe. Her? Choate wird mir oerzeiden. wenn ich von der üblichen Siolomatlschen Negel abweiche und auf das Gebiet der inneren Politik seines- Landes übergede. da ick aber binnen Kurzem aus meiner Stellung als Minister des Auswattigen scheioe. so hoffe ich, daß Her? Choate mir den Ausdruck meiner höchsten Besriediaung g??atten wird üfcr das. was sich vor einiger. Tagen in den Ver. Staaten ereignet bat." Herr Cboate erwiderte einige Minii itn später, als er auf den Toast auf das Diplomatische Coros antwortete, daß Lord Salisbury da- Resultat der Wahl ont solch richtigen Worten gekennzeichnet hätte, daß ihm nichts hinzuzufügen übrig'bliebe. aber er qratulire doch dem Lord Salisbury. daß diese Bemerkungen nach der Wahl statt vor oer Wabl gefallen wären. Diese Aeußerung des Herrn Cboate wurde mit allgemeiner Heiterkeit aufgenommen. Abgesehen von diesen Bemerkungen über die Bereinigten Staaten, verursackte die Rede des Premiers ee äußerft gedrückte Stimmung bei dem Bankett. Herr Salisbury sprach zirnächst mit schlecht verheblter Berachtung von dem künstlich erzeugten Kriegsfieoer in England, doch pries er die Tapferkeit des Heeres und wies darauf hm, daß die aufrichtige Benderuna des enalischen Bolkeö für

die mllltarljche Tapferkeit seiner Soldaten nicht verfehlen könne, einen großen Eindruck auf das Ausland zu machen. Dann aber sprach er mit gesenkter Stimme und tiefer Bewegung von dem unerhörten Preis, den England für den Sieg bezahlt habe; er wies darauf hin. wie auch die Königin einen Angehörigen, den Prinzen Christian Victor, verloren hade nd mit einer Geste, die nahezu Hfl ein Gebet gemahnte, sprach er die Hoffnung aus, daß Lord Roberts von dem schweren Verluste, mit welchem ihn die schwere Krankheit seiner Tochter bedrohe, der schoi ? bleiben möge. Lord Salisburtz spra & mit so tiefer innerer Bewegung, daß vielen der Anwesenden Thränen i die Augen traten und sich ein beängstigendes Schweigen über die Ver sammlung legte. Dann ging öcnisburo auf die anderen Ereigniffc des letzten Jahres über. Herr Krüger, sagte er. und die Kckiserin von China hätten O-naud zum Kriege gezwungen und das englische Kriegsamt habe die ihn dadurch gestellten Aufgaben in lobenswert!? Weise erledigt. Trog der zum Tbeil unbegründeten Angriffe auf das rregsministerium. würde auch er frob sein, alle etwaigen Mängel dieses Ressorts bese:tigen zu tonnen. Aber eine gehässige Untersuchung und Kritik desselben hatte er im Jntereffe der militärischen Disziplin und der Armee nicht für angebracht. Salisbury mawte dann noch einige Bemerkungen über die chinesi'che Lage, worin er als das unoerrückte Ziel Englands die Poliilt der offenen Thür" bezeichnete. Die Ereignine des letzten Jahres hätten die Bestrebungen des vom C,zaren einberufenen r:even-' - Kongresse nahezu illuforis'y aemactn. ö? schloß daher .eine Rede, indem er die Engländer arftoroerte. ilzre VertheivigungsMittel in so perfettem Zustande zu balten. daß sie keinen Brück des Friedens, auf welchem ihr Wohlstand beruhe, zu fürchten brauchten. Der letzte Passus ''einer Rebe war. wie die Zuhörer allgemein annahmen, gegen Frankreich gerichtet Aus dem deutschen Reich. Berlin. 10. Nov. Der Torwarts" ver'.'e?!. daß der Leutnant Prinz Prosper von Arenberg. der kürzlich wegen der brutalen Ermordung eines prominenten Eingeborenen in Deutsch Südwest -Afrika zu 15 Jahren Gefängniß verurtheilt wuroe. im Zuchthaus zu Hannover, wo er internirt ist. mit ..Ew. Hohei:" angeredet wird: daß er nur mit den höheren Zuchthausbeamten verkehrt und ausgewählte Speisen erhält. Die Enthüllungen über die Zweifel hafte Thätigkeit der Krim-nalpolizei. welche der Prozeß gegen den Bankier Sternberg wegen ittiichkeitsoergehen mit sich gebracht, baben bereits verschieden folgen gezeitigt. Nachdem der Kriminalpolizei-Direkwr Freiherr von Meerscheidt -Hüllessen und andere am stärksten kompromitnrte Beamte suspendirt worden, haben jetzt die Subalternbeamten der Kriminalpolizei ihrerseits Stellung genommen und zwar eine recht herauzforoernde. Sie haben sich nämlich mit dem Kriminalschutzmann Stierstädter, einem der suspendirten Beamten, ivenrifizirt und sich verpflichtet, um ihren Abschied einzukommen, falls Stierstädter entlassen werden sollte. Damit haben sie sich aber keine Freunde gemacht: die Presse verurtheilt im Allgemeinen sehr sckarf dieses Verhalten einer ganzen Beamtenklasse. Auf den Mili:ä?'Schietzplätzen bei Kunersoorf und Jüterbock finden augenblicklich interessante Schießübungen mit dem neuen Modell der Mausergewehre und den neuen Feldgeschützen statt. Das neue Mauser-Gewehr wird jetzt in der Armee eingeführt. Als Scheiben werden mehrere hundert Leieben von in Armenhäusern Gestorbenen benutzt. Wenn, die Kugeln auf Verhältnißmähig kurze Distanz abgefeuert werden. reißen sie alle inneren Organe auseinander unv ore Körper roerden in furchtbarer Weise verstümmelt. Die Ver. 2:. Zo:sazaft wt;d mit Hilfsgefuchcn vor Elsässern und Lothringern überschüttet, oie. jetzt amerikanische Bürger, nach dem Besuch der Pariser Ausstellung ihre alte Heimath besuchen wollren. von oen deutschen Be Horden aber ohn? Weiteres ausgewiesen wurden. Die L a z c jl Hl (v j ; n a . Danton. 10. Aop. Der Reformer SzkiHu. Hauptar.führc? der anti-dn-nastischen Partei, die von Sun L)at Sen organisirt wuroe und der in Aerbindung mit der Erolosion, die kürzlich neben dem Aamen des Gouvernemenis stattfand, zum Tode oerurtbeilt wurde, ist wiederholt gemartert worden, 'um ttn zu zwingen, ein Gestär.dniß abzulegen, er weigert sich aber, irqend ?:was über diese Explosion zu waen.

Rom. 10. ?!ov. Der Tribuna" wird aus Peking telegraphirt, daß die französischen Kommandeure dagegen pri,testirt haben, daß die .Deutschen und Italiener &e Chinesen bei Pao Tiug angriffen. Sie behaupten, daß die dortigen Chinesen sich unter französischem Schutz liefinden. ..Die italicniscfn Truppen waren im köpften Grade irritirt, weil ein französischer uave irrtbümlicher Weile einen itiZli?n:schen Soldaten erschufen ..t, SS aclang den Offi-zier-n cilvr. die Leute ii beruhigen. L 0 n D o n, 10. N?). Eine Depesche aus Tien Tsin. vom 7. d. M. datirt. sagt, daß eine Abtheilung italienischer Truppen, die nach Peking zurückkehrten, bei Kun An Hsien auf drei chinesische Bataillone stieß, die sich ergaben, ohne einen Schuß abzufeuern. Aus S ü d a f r i k a. L o n d o n, 11. Kdvembcr. Lord Roberts telegraphirt aus Johannesbürg, daß die Boeren nach heftigem Kampfe in der .'cähe von Bothille geschlagen worden seien. 2tt Mann an Todten, M an Be:,..'unoeten und 100 Gefangene verloren hätten und auch sieben Geschütze den Briten in die Hande gefallen seien. Aus Seite der Briten wurden drei. Offiziere und vier Mann aetödtet. Lord Roberts fügt dann weitere Einzelheiten wie folgt hinzu : Oberst Legal'.ais hatte fünf Stunden, lang einen heftigen Kampf gegen 1000 Boeren zu führen. General Knor brachte Legallis Aeestärtunzen und die Boeren erlitten oann eine vollständige Niederlage, De Wet und Steyn zogen in großer Eile ab und wurden einige Meilen in südöstlicher Richtung oerfolzt. Der Feind loste sich in kleine Abtheilungen auf. Oberst LegalZa-s biüi tei sich unter den Todten. Der Sekretär Steyn's, DeBilliers, wurde oerwundet gefangen genommen." Lord Roberts stattet ferner Bericht über eine Anzahl kleinerer Gefechte ab. Das wichtigste daozn war ein Gefecht, das General Smirh-Dorrien am 6. November südlich von Dalmanutha hatte und das zur Folge gehabt, daß die Boeren über den Komari Fluß getrieben wurden. Kapstadt. 10. November. Boeren sind wieder in der Nähe von Kimberley aufgetaucht, Sie haben auf der. Rhodesia mit d?!r verbindenden Eisenbabn einen Prooiantzug unmittelbar bei Kimberley angehalten und ausgeplündert. Einer Mittheilung des französischen Konsuls in Pretoria an den Minister des Aeußeren. Deasse, zufolge hatten die Generäle Botha, Delarey und De We: und Präfioent Steyn den Boeren die Frage vorgelegt, ob sie mit der beabsichtigten Reise des Präsidenten Krüger nach Europa einverstanden seien. Da die Boeren dies begabten, sei Krüger abgereist. In Paris heißt es aber wieder, eine europäische Macht bade den Präsidenten zu der Reise ver inlaßt. Dr. Levds. der europäische Vertreter Transoaal's. soll behauptet haben, der Zar habe ihm versprochen, seine Vermittlung zwischen Großbritannien und den südafrikanischen Republiken anzubieten, falls ihm freie Hand in China gelassen würde. Dabei habe Kaiser Nikolaus aber selbst den Einwand erhoben, was Kaiser WilHelm thun werde, worauf Dr. Leyds ?rmioer: haben will; Majestät wissen das besser, als ich!" KeneralBuller inEngland a n g e k o m m e n. S o u t h a m p ko n, 10. November. General Sir Redvers Buller ist mit dem Dampfer Tunvezan Castle in Southliampton angekommen. Er wurde am Dock von Lord Wolseley und seinem Stab sowie einer riesigen Menschenmenge mpfangen. Am Abend nahm er ar einen'. Bankett theil, das der Maior der Stadt ihm zu Ehren veranstaltet hatte. Zum Schutze des Königs. R o m. 10. 'Nov: Die italienische Regierung hat beschlossen, weitgehende Vorsia?: -maßregeln für den Schutz des Königs i':or Emanuel zu ergreifen. E3 wird eine besondere Sektion der Polizei organisirt, deren einzige Aufgabe ec- sein wird, über die Sicherheit des Königs zu wachen. Dampfer jn den Grund gebohrt. London. .10 Noo Der Kohlendampft r ..E:l:-. of Bienna" ist auf der Fahrt rSr S:?ansea nach Rotterdam von einem bis j?tzt noa) unbekannten Fahrzeug in den Grund gebohrt worden. Ter einzige Ueöerlebeude des Koh. lendampfers. ein d?u:scher Heizer, brachte 27 Stunden auf dem Kiel des umgeschlagenen Lanabootes des Dampfers zu. Zwei Kameraden. Holländer. fielen, als sie ganz erschöpft waren. in die See

Inland Depeschen. M HkichjiflÄM fc$ eiks. Große Fenersbrunst in loxi, Miss. , ,

khr als M) bebrillte Schott ml $300,000 Schade. Koszllztt Zcrrcll nm Tode ociuc theilt. 9 Die Hinrichtn soll am 1. MSrz stattfinden. , G Die San Lose Schildlaus im ?iideu. . Weiteres über die Wahlen. In Neiraska die Republikaner siegreich. . - aulranb in Barbonrsvillc, gtz. Erhöhung der fVcischpreise -eiteus der Chicagoer Packer. m Feuer in B i l ox i. New O r l e a n s. 10. Nov. Bilori. in Mississippi, achtzig Meilen von hier am Mississippi Sund gelegen, wurde am' Freitag von einer furchtbaren Feuersbrunst heimgesucht, die mehr als wundert Gebäude zerstörte und Hunderte von Leuten obdachlos machte. ' Blwri ist eine Stadt von 7000 Einwohnern. ein Sommer-Resort für die Südländer und im Winter viel von Leuten aus dem Norden besucht. Die Häuser sind zum größten Theil aus Holz erbaut und da die Feuerwehr gänzlich unzulänglich ist, brannte das Feuer, bis es schließlich in Folge Mangels an weiterer Nahrung erlosch. Das Feuer kam um Mitternach! in einer Wirthschaft beim Louisville & Ngshvtlle Bahnhof zum Ausbruch und um fünf Uhr Morgens war es erloschen. Mehrere ganze Häusergevierte wurden eingeäschert und viele arme Leute verloren ihre ganze Habe. Unter den zerstörten Gebätlden befinden sich die katholische Kirche, mit der Schule und dem Kloster, zwei Zeitungs-Gebäude und mehrere hübsche, au Backsteinen erbaute Geschäftshäuser. Der Gesammtverlust wird auf $300,000 abgeschätzt und die Versicherung auf $125,000. Die größten Verluste erleiden: D. T. Dullins. Dry GoodsHändler. $40.000; Orleans Hotel. $4000; katholisches Kloster. Kirche und Schule. $15.000; Lope & Co., Grocers. $30.000. Weiteres über dieMablen. T o p e k a. Kas. 10. Nov. Unoffinellen Berichten aus sämmtlichen Counties des Staates zufolge hat Wm. McKinley in Kansas eine Pluralität von 23.835 Stimmen erhalten und der republikanische Gouverneurskandidat Stanley eine solche von 19,460. N e b r a s k a. Omaha. Nb., 10. Nov. Den jetzt fast vollständigen Wahlberichten zufolge hat Wm. McKinley in Nebrasta eine Pluralität von mehr als 6000 erhalten; und das republikanische Staatsticket ist anscheinend mit einer Pluralität von 1500 bis 2000 erwählt. Die Republikaner haben KongreßRepräsentanten im ersten und zweiten Distrikt und die Fusionisten solche im 3.. 4.. 5. und 6. Distrikt. Die Legislatur wird wahrscheinlich wie folgt zusammengesetzt sein: Senat: Republikaner 16. Fusionisten 16, Ba. cant 1. Haus: Republikaner 51, Fu sionisten 49. Erhöhung der Fleisch preise. Chicago. Jll.. 10. Nov. Die Chicagoer Packer haben am Freitag den Preis von Rindfleisch, Hammel und Schweinefleisch um einen Cent das Pfund erhöht. In einem Jahr wird diese Preiserhöhung den Chicagoer Packern, nach dem Geschäft des letzten Jahres berechnet, den folget:den ExtraGewinn einbringen: Rindfleisch $15. 000,000. Schweinefleisch und PorkProdukte $20,000,000, Hammelfleisch $4,000,000. Es ist dies eine Mehreinnähme von 39,000.000. Die Packer behaupten, daß sie in den letzten paar Ja!ren an frischem Fleisch Geld verloren hätten. In den letzten sechs Monaten sind die Preise von al len Fleisch. Produkter aber schon um $2.50 per hundert Pfund in die Höht gegangen, ebne ' daß für Rinder. Schweine und Schafe relativ höhere Preise bezahl: worden wären. Die Metzger werden die Fleischpreis nun auch ganz bedeutend erhöhen. Ferrell zum Tode verur t h e i l.t. M a r v s v i l l e. O.. 10. Nov. ;

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Der Richter Ät'eUorn wies am Freitag das Gesuch um Gewahrunq eines neuer Prozesses für Roßlyn Ferrell, der Mörder des Expreßagenten Lane ab. und verActheilte Ferrell zum T'de im elektrischen Stuhi. Die Hinrichtung sog am Freitag, den 1. März, stattfinden. Ferrell hörte ganz rubig zu. als das Todesurtbcil verkündet wurde. Als e; gefragt wurde, ob er noch riwas zu s'l aen rjabe, schüttelte ferrell nur de? Kops Nacb dem Gef.inc-.uin zurückgebracht, erkläre er. er se- fnv. ß alles vor über sei. und er wolle Üeber sterben, en Rest ''eines Led' ns im Zucht haus zuzubringen. Ferrell wird air Samstag nach dem Annex im Staats--Zuchthaus gebracht werden, wo er di, Zeit bis zur Hinricdtung verbringe? muß. Der Streik zu Ende. P i t t s b u r g. Pa.. 10. Nov. Die j Beamten der amalgamicten Assoria tion der Eisen- und Stahlarbeiter kündigten am Freitag an. daß der Streit in' den Riverside Iran Works der Na tional Tube Co. und in den Bessemer Ala., Werten der Ternessee Iran, .viu., -v..vn wv v vii " " vlvv"i Steel and Ratlroad Co. velgelegt se' und bi Merke in denen änn beschäftigt sind, am Montag den Be rieb wieder aufnehmen wurden. Die San Jose Schildlaus Atlanta, Ga.. 10. Nov. Das en tomologische Departement hat in bei Donnerstag Nacht 30,000 Obstbäume. die aus einer Baumschule in Nashvill' kamen, verbrannt, da die San Joss Schildlaus an ihnen gefunden würd und in Woodburh werden we'i?re 20. 000 Bäume zerstört werden, die dort gesanimelt worden sind.' Es heißt, daß die Bäume ohne das voraeschriebene Certifikat in den Staat geschickt wor' den seien. Eine 'weitere Leiche qefun den. New York. 10. Nov. In den Ruinen des Gebäudes von Tarrant & Co. wurden am Freitag abermals die Theile einer Leiche gefunden, aus dem Rumpf. Kopf, einem Fuß und ein Hand bestehend. Die Leime scheint diejenige von Pa trick Heunessey von Hoboken, N. I., zu sein, der als Porter bei der Eppens. Smith & Weiman Co.. Kaffee - Hand - ler, angestellt war und der als vermißt angemeldet worden ist. Elfjähriges Mädchen er mordet. Lincoln. Col.. 10. Nov. Louise Frost, die elf Jahre alte Tochter eines Viehzüchters, wurde am Donnerstag Abend, eine halbe Meile von dem Hause ihres Vaters entfernt, mit zahlrei chen Stichwunden bedeckt, im Unkraut liegend gefunden. Das Mädchen starb um Mitternacht, ohne die Befinnung wieder erlangt zu haven. Das Mädchen war überfallen worden, als es von der Schule zurückkehrte. Der Mörder wird wahrscheinlich gelyncht werden, wenn es. gelingt, ihn einzufan - gen. Drei Tramps verbrannt.' Lima, O.. 10. Nov. Die ver brannten Leichen von drei Mannern werden am Freirag in den Ruinen der Scheune von Aaron Steiner. 14 Meilen östlich von hier, die in letzter Nacht niedergebrannt ist. gefunden. Es scheint, daß die Verbrannten Tramps waren, die in der Scheune geschlafen hatten. Die Rice-Patrick-Jones. Affaire. New York. 10. Nov. Der Die ner des auf geheimnißvolle Weise lto?venen MkUiona? Nrce. Cha?les F. ones. de? den Anwalt Albe?t F. Pa tnck beschuldigt, den Alten vergiftet zu haben, bereitet eine E?klärung vor, eiche, w et sagt, das Publikum nicht wenig überraschen wird. Als JoneS sich nach seinem erfolglosenSetbstmvrdVersuch soweit erholt hatte, um seinBett . im Hospital verlassen zu können, stellte e: das Ansuchen, man möge ihm die ' Zeitu.igen. die sein Geständniß und all Begernheiten seit seinem Selbstmord Versuch enthielten, bringen. Er las sie ! sorgfältig durch und ni-chte sich Notizen n iw. .. -. . dazu. Dlese Mittheilungen der Presse bezeichnete er als absolut unwahr und erklärte, daß er sie unentgegnet hingehen ließe, wenn man ihn nicht in diesem Falle für einen Narrer. und Schurken halten müßte. Die Anklagen der Zei tunaen baden einen solch' tiefen Ein-:

druck auf ihn gemacht, daß er beschlossen che der Kriegsmirnster, General Andr6, hat, eine Erwiderunq vom Stapel zu angeordnet hat. weil der jüdische lassen. Hauptmann Koblentz in der MilitärEr beabsichtigt, die wahre Begeben- schule von Fontainebleau von den übriheit seines denkwürdigen Geständnisses gen Offizieren in beleidigender Weise' vor dem Hilfs - Distrikts - Anwalt behandelt wurde, herrscht in der geOsborne zu veröffentlichen. Er will sa nannten Militärschule die größte Ungen, wer ihn in den Tombs bewogen Zufriedenheit. hat. trotz der Abmachungen mit seinen Zwei Schüler hatten dieser Tage ein, Anwälten House und Großman. seine. Säbelduelli dann hat sich ein ProfesLippen zu öffnen. Seine Mittheilung, sor mi! einem Hauptmann duellirt und gen über den Tod des Millionärs wer-1 mehrere andere Forderungen sind er-, den von dem Vettändnißl. etniaermaßen ; lyjss worden. . A

, bkvelchen und ihn sowie Patrick in eiU

anz anderes lcht t&r Wie verlautet, war es eine Frau. bU ihn zu seinem Geständniß bewogen hat: sie war keine Polizei - Agentin, noch seine Geliebte, fondern eine alte Freund dtn seiner Familie, die seit Jahren gru ßen Einfluß aus ihn hat. Warr-. Z Wr, ff Wt ll.V-( i r. 11 r A theidigten. wurden, von Jenes zu sewen -W V V VUIH( VV JJ WMH WV Anwälten ausersehen. New ?)ork vom SkttkuZ heimgesucht. i N e w Z) o r k. 10. ov. New Nork wurde am Freltd. von einem ?turnH vcm Wester. heimgesucht, der am Nach? mittag eine Geschwindigkeit von 6G Meilen in der Stunde erreichte. Biß um zehn Uhr Abends war in New ForE und Brooklyn kein Verlust an Men fchen leben angemeldet worden, deß Sturm hatte aber an Gebäuden be trächtlichen Schaden angerichtet. Bankraub. B a r b o u r tz v i ( l c. Ky.. 10. NoS! Dr. C. H. Albright kam in der Nach! zum Freitag, um Mitternacht, an Jshki A. Bkack's Bank, am großen Platz be I r . . . cr" c ' - -J 'n, vocbe: als mer Männer aus ihn sprangen, lhm ihre Revolve" vor deq Kopf hielten und ihn aufforderten, bis Hände in die Höhe zu halten, was ee c-uch that. Er wurde danu an die Eck des Gebäudes gebracht, wo er bewach! wurde, und es wurde ihm bedeutet, daß er getö'otet werden würde, ivenn er sich unterstehen würde, irgend einen detz Vier Männer genau anzusehen. Nachdem im Innern der Bank meh rere lrpioskonen nattgefunven yatten,. wurde der Doktor auf Verlangen eine Spießgesellen in das Banklokal ges bracht und in das Gewölbe gestoßen Al sie de Tbür hinter ihm zumachte sagte einer oer Räuber: Nehmen Si trinkt. - i I '5ia$ iWUUtl i Dr. Albright blieb bis um sechs Uhr. wann er erlöst wurde, in dem Gebäude. Das Zeitschloß und die äußere Thür waren durch die Erplosion zerstörh worden, es gelang den Dieben abeß nicht, die inneren Thüren zu öffnen Es befanden sich nur ungefähr $550 in dem Gewalbe. die Räuber erbeuteten aber nur ungefähr $300. Dre Diebe, dle offenbar keine prsfes ; sionellen waren uno wahrscheinlich hl ' zu Hause sind, brachen auch in di, ! Cumberland Balleu-Bant ein. ohne je? dock etwas zu erbeuten. Man hoffh mit Hilfe von Bluthunden auf ibre Spur zu kommen. j Schisssnachrichten. ) New Kork. 9. Nov. Angekot.i4 men. Pennsylvania" von Hamburgs Q e e n s t o w n, 9. Nov. AngH kommen: Eampania" von New tyott, nach Liverpool bestimmt, und setzt seine Reise fort. Liverpool. 9. Nov. Abgeganp gen: ..Tauric" nach New York. Boston, 9. Nov. Angekommen? Commonwealth" von Liverpool unil , Oueenstown. Hamburg. 9. Nov. Angekomq wen: Patricia" von New York, vtjl Plymouth. 7 M o v i l l e. 9. Nov. Abgegangen! Anchoria" (von Glasgow) nach Ne York. K i n s a l e. 9. Nov. Passirt : Bahemian". von Boston nach Lioerpvl bestimmt. Schisfbriiche im Schwärn zen Meer. 4 St. Petersburg, 10. Nov. Zwei Dampfe? und mehr als zwanziW Seaelsckffe sind bei den iünatte -a- lTCl- l Stürmen im Schwarzen Meer z Grunde gegangen. Mehrere sind mit Allen an Bord untergegangen. , cr&t ; m m . a, r- u ' it1 m ra ' 1 f ' ' n 6 0 n U fall. ff Offenbach. Hessen. 10. Nov. Zwischen hiesiger Stadt und Frankfurt aM kollidirten am Freitag zwei mm voller Geschwindigkeit fahrende, Schnellzüge. Ein Gas-Reservoir ex plodirte in Folge der Kollision unh? die Trümmer der beiden Züge geriethe dann sofort in Brand.' Sieben Persoen kamen n den Flammen um UND mer wurden schwer verletzt. D is c i p l i n a r-M aßregeln inz Fontainebleau. Paris 10. Nov. In Folge de strenger Disciplinar-Maßregeln. wel-