Indiana Tribüne, Volume 24, Number 46, Indianapolis, Marion County, 3 November 1900 — Page 2

WZWLZ

tm EvjrCj ,rf?R! TiLsTC Jndiana Tribüne, Tamftag, den 3. November lUtMK

1

I

Anspruch einer Himmclögattin".

Die Utah'er Gerichte haberl jtzt in einem ßrtfAaflS - Pr?cetz u. A. folgende interessante sf?age zu entscheiden: libi eine, nach mormonifchem Brouch eifolgte Himmelötrauung" der Gattin ein gesetzliches stecht auf irdischen Befig, welchen der Mann, dem sie angesiegelt wurde, hinterlassen hat? handelt sich dabei um den Nachäah von Dr. John R, Port, früheren Präsidenten der Universität von Utah und Slautssuperintenden: des öffentlichen Unterrichts. Nicht in die Miliioncn geht dieser Nachlaß, sondern ei erreicht nur die Höhe von $50,000; aber die Klägerin, die mehrfach verheirathet war und noch einen überlebenden Gatren hat. bietet im Verein mit diesem Idüth auf, sich in denBesitz dieses Nochlasses zu setzen, welchen der Dahingcsckiedene für die besagte Universität vestimmt hatte. Ein Liebesromon auf htm Meere und verschiedene andere merkwürdige Phasen der Geschichte in Verbindung mit den eigenthümlichen socialen Verhältnissen, wie sie früher unter den Mormonen in Utah bestanden. verleihen diesem Prozeß ungetvöhnkiches Interesse. Der Mädchenname der H::nmc!sgatiin ist Anrne Aimitaae und sie war in Hübsches englisches iQädefcen und die Tochter von SUEtem 2lr?nitac;e, einem Male? von ziemlich weitverbreitetem Stufe. Im Jahre 1872. als sie in ihlern 19. Sommer stand, kam ein omerikanischer Mormonen-Missionar nach ihrem Heim und predigte die Schönheiten seines Glaubens. Annie ließ sich bekehren und nahm Passag auf dem Tampfer Minnesota", um sich über br.s Weltmeer und dann nach dem neuen Zion in den Gebiraen und Thälern Utah's befördern gu lassen. Auf demselben Schiff reiste auch Dr. John R. Park von Utab. ein damals 40jäiV riger Mann, der sich bei der Bevolkerung des Territoriums bedeutenden ! Ansehens als Qxy.t.ir erbeute und von ; einem Vesnch bei VettVcmdtä beim- j fahrte. Die Beiden nv.rert auf dem ; Schiff fast beständig beisammen und ' schlössen einen innigen Freundschafts- j bund. welcher auch in der Salzseestad: : fortdauerte. Nachdem Annie einige Zeit dort ge- ' Wesen war. wurde sie, wie sie erzählt. j krank, und man hielt es für gewiß, daß ' sie nicht wieder aufkommen werde. Ihre Umgebung nun rieth ihr dringend. noch vor dem Tode eine sögenannte Himmelsheirath einzugehen, i damit in? Loos im Jenseits ein besseres ; sei. Bekanntlich gibt es bei den Mormonen eine himmlische und eine Welt- ! IicheBerdeiraiyung; die letztere gilt nur I für dieses (5rden!cben. die erstere aber 1 für die Ewigkeit, in welcber der Gatte I mit seiner Angesiegelten vor den All- j mächtigen treten soll. Die meisten ; Mormonen - Heiratken sind sowohl irdische. wie himmlische, obgleich sie ge- ! wohnlich mit letzterem Namen bezeichnet werden. Stirbt der erste Gatte ei- : ner Frau, so geht sie indeß oft eine ir- i dische Heiratn mit c:nc:r. andern Mann ein. wobei jedoch angenommen wird, tai dies Verbindung mit dem Tode aufhört, und die Frau sich alsdann mit ihrem Himmelsgatten vereinige. Andererseits lassen Ncn auch Frauen, die mit nicht-mormonischen Gatten nach , dem irdiscken Gesetz verheirathet sind, . manchmal noch an einen gutgläubigen Mormonen für den Himmel ansiegeln, ; ohne daß dadurch der irdische Bund mit l dem ersten Gatten verletzt wird. -Denn j dies Alles hängt mit dem Glauben zu- ! sammen. daß eine Verheiratete, und zwar eine himmlisch Verheiratvete. viel ; größere Aussiebten auf die Erreichung ! eines hohen Seligkeits - Grades unter Führung ihres Himmelsgatten habe, als eine Andere. Und so wurde auch im vorliegenden Falle am muthmaßlichen Sterbebette ein Himmelsbund geschlossen. Die Kranke wurde aef rnqt, wem sie sieh am liebsten für die Ewiakeit ansier In lassen würde. und auf ;ven an-d-ecs sollte ihre Wahl fallen, als auf ihren innigsten Freund Dr. Park? Dieser wurde durch einen beiderseitigen Freund gefragt, ob er mit einem solchen Bündniß einverstanden sei, und er wil- j ligte ohne Weiteres ein. Bürgermeister D. H. Wells, der zugleich Aeltester in ; der Mormonenkirche war. vollzog die Himmelstrauung am Krankenbette, in Gegenwart einer Anzahl Zeugen. Gegen Aller Erwarten blieb indeß Annie am Leben und wurde wieder kerngesund. Nunmebr aber betrachtete sie diese Heirath zugleich als eine irdi- j sche, nicht blos als eine geistige. Dr. Park hingegen sah die Geschichte wie wenigstens seine Freunde versichern blos im himmlischen Lichte an und verhielt sich zeitlebens darnach. Die Beiden lebten nie zusammen. Es wurdenTrennungspapiere ausgefertigt, und die Geschichte war bald vergessen, wie es schien. Einige Jahre spater heira. thete Annie nach irdischem Gesetz einen Polizeimann Namens William Hilton. mit welchem sie noch jetzt lebt, als Mutter einer zahlreichen Kinderschaar. Vor einigen Tagen segnete Dr.P'7? das Zeitliche. Man hatte ihn allgemein als Junggesellen betrachtet, und obaleich er einig Pflegekinder hatte, bestimmte er in seinem Testament c. drücklich, daß weder diese, noch gewisse Verwandte in Ohio an seinem Nachlaß iheilneHmen sollten. Von einer Gatiin sprach er kein Sterbenswörtchen. Äber kurz nachdem dac Testament in der üblichen Weise eingereicht worden war. erregte die Polizistenaattin riesiges Ausehen damit, daß sie erklärte, sie

werde das Testament anfechten, da sie Dr. Park's gesetzliche Gattin ebensowohl sei. Nlie diejenige des Polizisten. Letzterer ist. wie gesagt, mit dieser Auffassung entschieden einverstanden, wenn er nicht überhaupt die ganze Suppe angerichtet hat. Die Aussichten für die Klägerin werden als gar nicht so übel bezeichnet. Denn vor dem Jahre 2888 gab es in Utah keine Heirathsgesetze außerhalb der Kirchenverordnunaen. und daher wurden beide genannte Arten gewöhnlich als gesetzlich angesehen. Ueber eine erfolgte Scheidung von dem Doctor liegt kein Ausweis vor. und in früheren Streitfällen wurden rein kirchliche Scheidungen nicht anerkannt, wohl aber Kirchenhcirathen. Wenn diese Auffassung die Oberhand behält, so kann Annie ihr Wittwentheil fordern, dürfte sich jedoch auch verfolgungsfällig wegen Bigamie" machen.

Bon der Akuftik. Wovon die Akustik in geschloFenen Räumen abhängt, ist vorläufig noch in viel höherem Grade unbekannt, als man nach dem Stande der Wissenscbaft. die Keutzutage gerade allen praktischen Dingen so nxit wie möglich aus den Grund geht, glauben sollte. 'ikUeicht die wichtigsten Untersuchun gen -ier das Wesen der Akustik hat wahrend oer letzten zwei Jhre Profeffor Sabine angestellt, der von der Verwaltung der Harvard-Universttät beauftragt worden war, Mittel zu? Verbesserung der aku'tischen Diängel in dem gewaltigen Vorlesungssaale des zur Universität gehörigen FoggMuseums vorzuschlagen. Jetzt hat Professor Sabine die Resultate seiner Forschung veröffentlicht, i?? stellt zunächst fest, daß der Ton in einem geschlossenen Raum durch folgende Um stände wesentlich beeinflußt wird: Die Tonstärke ist bei demselben Abstände des Hörers von der Erzeugungsstellc des Tones in einem geschlossenen Naume in der Regel größer als in freier Luft. Die Eigenart oder das Timbre eines zusammengesetzten To nes wird mehr oder weniger dadurch verändert, daß einzelne der zusammensetzenden Töne durch Widerhall vcrstärkt oder ack durch Vermischung der Schallwellen entweder verstärkt oder geschwächt werden. Ferner ist es eine Eigenthümlichkeit der Schallwirkung in einem geschlossenen Raume, daß ein Ton beträchtliche Zeit hörbar bleibt, nachdem der tonerzeugende Körper bereits zu schwingen aufgehört hat. Dies rührt her von dem mehr oder weniger vollständigen Abprall des Schalles von den Wänden, der Decke und dem Fußboden des Raumes. Auf diese Eigenthümlichkeit muß der Baumeister besondere Rücksicht nehmen, da sie dazu führt, daß die einanderfolgenden Töne sich gegenseitig überdecken und verwirren. Besonders die klangreichen Vocale hallen in einem großen Raum wieder, wogegen die zarteren, schneller verfließenden Konsonanten zurücktreten. Die Frage, ob die Akustik in einem großen Raum dazu genügt. Töne in genügender Ttärke nach allen Theilen fortzupflanzen, wird nur bei sehr großen Sälen zu einer schwierigen Aufgäbe. Am wichtigsten ist die Berücksichtigung der Schalldauer eines Tones. und sie hängt ab von der Beschaffenbeit der Wände und der übrigen, die Schallwellen zurückwerfenden Flächen. sowie von der Größe des Raumes. Je nachdem die Wände aus diesem oder jenem Material bestehen oder auf diese ode: jene Art verkleidet sind, wrden sie den Schall mehr oder weniger verschlucken und infolge dessen weniger oder mehr davon in den Raum zurückschallen lassen. Dieser Satz stellt eine bekannte Erfahrung dar. wenn wir daran erinnern, daß eine schwere Verkleidung mit Tuch oder Filz an den Wänden den Sckall dämpft. Beachtenswerth ist auch die Feststellung, daß die Ansammlung einer größeren Ä!enschenmenge in einem Raum einen großen Theil der Schallwellen absordirt und den Wiederhall beträchtlich vermindert. Einleuchtend ist es ferner. daß die Schelldue? in einem größeren Raume länger ist als in einem kleinen, vorausgehen!, daß die Wände aus dem gleichen 3 tos f bestelln, weil die 5chall!llcn einen weiteren Wea zurückzulegen haben, bis sie an eine Fläche treffen, von der sie zum Tbeil verschluckt werden. Von größter praktischer Bedeutung sind die eingelnoen Untersuchungen, die Professor Sattne über die schalldämpfende Kraft von verschiedenen Baumaterialien gemacht hat, die zur .Herstellung von Mauern und Wänden gewöhnlich in Benutzung kommen, z. B. von bloßen Ziegelstcinen. von Ziegelsteinen mit Gipsbelag, von Latten. Brettern oder Glas mit Gipsbelag etc. Die Versuche sind so eingehend durchgeführt worden, daß nach ihren Ergebnissen die Mög'ichkeit gegeben ist. die Schalldauer innerhalb eines Raumes nach dessen G7öß und der Beschaffenheit seiner Wände zahlenmäßig genau zu bercchnen. In Bar-le-Duc fand weaen einer Preßpolemik zwischen dem dortigen Gemeinderath Markier und dem Deputirten Mense ein Degenduell ' statt. Beim ersten Gong erhielt Mar- ' lier eine leichte Verletzung. Seine Sekundanten bestanden auf der Fort! setzung des Duells. Im fünften Gang erhielt donn Markier, der der Heraus forderer war. eine so schwere Brustwunde, daß er eme Stunde später starb.

?

Setrr allgemein. Plötzlich Aenderungen der Temperatur entwickeln viele Leide des fialses llnd der Lange, I Husten, prknltnik. Vronchitis, t?.r,'ppe und Asth,H, gegen welch Lriden es nicdts besseres giebt i

c C Neues .rni Natur und Heilkuude. D e r I u p i t e r. Der interessanteste Planet ist ohne Zweifel der Jupiter, soweit die Beobachtung durch das Fernrohr in Betracht gezogen wird. Er gehört auch zu denjenigen Himmel-lörpern. deren Untersuchung oerhälinißmäßig am l:'icy!estcn ist, einmal wegen seiner röte und ferner wec'en der auffälltgen Eigenart der auf seiner Oberfläche sich darbietenden Zeichnungen. Was aber das Auge und den Scharfsinn des Astronomen am meisten fesselt, ist nicht die Gestalt dieser Flecken und Bänder auf dem Jupiter an sich, sondern ihre mannigfaltige Veränderung und Bewegung, die das großartigste Schauspirl biete:, das der Forscher mit seinem Fernrohr überhaupt am Himmel entdecken kann. Auch die Venus ist sicher ein hervorragend schöner Stern, interessant aber eigentlich nur dann. wenn sie die Gestalt einer Sichel zeigt, während die volle Scheibe der Venus nur schwache Schatten dunklerer Felder erkenilkn läßt, deren Umrisse oder Veränderungen sich äußerst schwer festsrellen lassen. Der Planet Mars stellt ebenfalls eine anzielende Eigenart vor Augen, von der die Wiffenschajl noch viel zu lernen hat und vor deren fortschreitender Erforschung auch oft genug die Rede ist. aber er ist doch nur ein kleiner Planet und außerdem gut sichtbar nur -mit verhältnißmäßig langen Unterbrechungen. Die Wunder des Saturn sind in ihren Hauptzügen jedem Gebildeten vertraut, und sein Ringsystem mit der gleichsam darin hängenden Kugel ist wohl die merkwürdigste und räthselvollste Erscheinung innerhalb des Reiches der Sonnenherrschaft. Auch bei ihm kommt jedoch der Astronom selbst mit 5)ilfe der besten Fernrohre deren Größe hat dabei weniger zu sagen nicht so ganz auf seine Rechnung, die einzelnen Helligkeitsunterschiede sind bei der großen Entfernung und infolge dessen geringen Größe des Planeten so schwer mildem Auge festzuhalten, daß widersprechende Beobachtungen gerade bezüglich dieses von den Planetenforschern viel umworbenen Gestirns bäufig vorkommen. Der Jupiter ist also der einzige Planet, dessen Oberfläche eine große-Mannigfaltigkeit und Atwechslung der Erscheinungen darbie:ct und sich wegen der Größe der im Fernrohr erscheinenden Planetenscheibe auch mit genügender Schärfe beodachten läßt. Es ist daher kein Wunder, wenn sich die Himmelskunde innerhalb der Planeten mit diesem schönen Trabanten unserer Sonne am meisten beschäitigt und dort die Enthüllung manchen Geheimnisses der Planetenschicksale zu finden hosft. Künstliche Malaria. C'in in Fachkreisen wohlbekannter Arzt. Dr. Manson, ließ Mosk'tos, die in Italien mit Malariakeimen anesteckt worden waren, nach London kommen. um dort, wo nie ein Malariafall vorkommt, einen Menschen stechen zu lassen und die Folgen zu beobachten. Tr. Manson setzte sich ix Verbindung mit einigln italienischen Forschern, die !."n eine größere Zahl von Moskitos, die vorher mit dem Blute von Malariakranken gefüttert worden waren, in besonders hergestellten Netz'äfigen nach London schicken. Der Soyn des Dr. Manson ließ sich von den Moskiio-, ste?n, zunächst längere Zeit ohne jede Wirkung, schließlich aber wurde er in der That krank. Er verfiel in ein Fieder mit starken Kopfschmerzen und allen andern Anzeichen der Malc ria. jedoch konnten die Malariakeime im Blute in den ersten Tagen nicht nachgewiesen werden; schließlich aber wurde der Beweis derenAnsteckung endgültig erbracht, indem sich am dienen Tage im Blute die eigenthümucheu, nicht zu verkennenden Parasiten zeigten. Auch die andern Merkmale, z. B. die Schwellung der Milz, wie sie bei der Malaria gewöhnlich eintritt, waren zu beobachten. Glücklicherweise konnte diese künstliche Malaria durch Anwendung von Chinin in wenigen Tagen nieder geheilt werden. Damit ist nun die Thatsache über jeden Zweifel hinaus gehoben, daß die Moskitos den Malariateim aus dem Blute des Menfchen in ihren eigenen Körper aufnehmen und mit dem Gifte ihres Stachels auch wieder auf ander Menschen zu übertrügen vermögen. Zwei andere englische Aerzte nebst einigen Italicnern haben in den letzten Wochen in dr schlimmsten Malanagegend an der Tibermündung in einer offenen Hütte viele Tage lang geschlafen, nur mit Schüfe, daß der iUtacrnci ju diesem ein

?r. August Sömg'5 Hamburger Brustthee.

M i sacken Hause vurcy ein dichies M gegen das Eindringen von Moskitos geschützt war. Während die in der Umaebung beschäftigten Arbeiter und die spärliche Bewohnerschaft während derselben Zeit fast durchweg durch Malana - Anfälle zu leiden hatten, beieben die Bewohner der Hütte vollkommen gesund. Sie hatten keine weitere Vorichmaßregel benutzt, als daß sie stets mit Sonnenuntergang in die durch das Netz geschützte Behausung hinein aingen und sie erst nach Sonnenaufgang wieder verließen. Damit ist ein äußerst werthvoller Fingerzeig zu einem Verhalten gegeben worden, durch das sich der Europäer in Malariagegenden vor dieser Krankheit schützen kann. Menschenblut und Meerwasser. Eine Verwandtschaft zwischen Men. schenblut und Meerwasser will dn französische Phvsiologe Quinton. der durch eine Reihe vorzüglicher Arbeiten über die Entwickelung der Thierwclt auf der Erde bekannt geworden ist, nachgewiesen haben. Er stellt zunäcv'i die mcrkwürdiae Behauptung auf. daß alles thierische Leben, das ursprünglich aus dem Meer hervorgegangen sei, ncch merkliche Spuren dieser Herkunft in seine? körperlichen Zusammensetzung erkennen läßt. Mit anderen Worten: Jedes Lebewesen, welche 5telung es auch auf der großen Stufenleiter der thierischen Entwicklung einnehme, fei im wesentlichen eine Eolonie von Zellen. wie sie sich anfänglich bei denMecrestbieren gebildet und entwickelt haben. So wunderbar diese Sätze tlingen, sind sie doch nicht einfach von der Hand zu weisen. Zunächst ist wahrscheinlich genug, daß das thierische Lcden seinen Anfang im Oean genommen hat, darauf deuten mebrere Tbatfachen. Unter diesen ist besonders der Umstand wichtig, daß sich die ursprüngliche Kiemenathmung. wie sie für Wasierthiere nothwendig ist. in der embrvolog'schk'n Entwicklung sammtlicher böseren Thiere und auch des Menschen nachweisen läßt. Bekannt ist ferner die Thatsache, daß aie ein fachsten Firmen der Thierwclt imWalser leben. Quinton ist aber weiter gegangen und hat auch Versuche zur Beweissührung herangezogen. So Hai er festgestellt, daß eine Verwandschaft zwischen Meerwasser und Tbierblut bezw. Menschenblut besteht. Er bat den größeren Theil des Blutes vcn Hunden durch Meerwaffer ersetzt, ohne daß irgendwie das Leben oder das Befinden der Versuchsthiere beeinträchtigt wurde. Außerdem soll die chemisch? Zusammensetzung des Bluteiweißes u. des Meerwassers durchaus übe?:instimmen, denn beide enthalten angeblich dieselben Stoffe: als wichtigste Natrium und Chlor, dann Kalium, Calcium. Magnesium und Schwefel, d;r Bedeutung nach an dritter Stelle Kieselsäure. Koble. Phosphor. Fluor. Eisen. Ammon und Jod. Sogar die gcrlngfüyigen Beimischungen noch ander Grundstoffe, wie Brom. Mangan. Kupfer. Silber. Blei u: f. W. sollen beirr, But und beim Secwasser in sleicher Weise vorhanden sein. Diese Verbältnisse sind zum Teil der Wissenfchaft gewiß nicht unbekannt gcwcscn, aber noch niemals in solcher Schars ausgesprochen worden. Nimmt man dazu die Ergebnisse anderer Forschungen, nach denen z. B. die ,','ührung von Salzwasser in die dern eine vorzügliche Heilwirkung haben kann ud nach denen ferner, wie die neuesten Untersuchungen von Pro. Locb beweisen, das Seewasser eine befruchtende Wirkung auf unbefruchtete Sceiccteicr auszuüben vermag, so wird cr:;dmce derZusammenbana zwischen dem Meerwasser und dem thierischen Wesen immer enger. A 1 s Leiche wttrbe da? 7 ?kahn alt: Söhnchtt, des Apothekers P. C. Taylo, in Mt. Pheasarit unter einern svasi'.' hinter seines VaterL Laden Onfs:f'.lndkn und eine Schußwunde gerate über dem Herzen verr-eth die Todcsursache. Man vermuthet, daß Hcrrrod von seinen Kameraden, mit denen tr am Nachmittag spielte, erschossen wurde und daß diese, als sie sahen, was sie angerichtet, die Leiche unter dem frnffc rersteeZten. Der Knabe war am frühen Nachmittag mit seinem Vater zusammen nach dem Laden gekommen, und während Letzterer zu thun hatte, spielte das Kind im Höre bis nach Dunkelwerden, wo m;n es zu suchen begann. Fünf abgeschossene Patronenhülsen, die in einen 32ka!ibriaen Revolver passen, lagen in der Nähe der Leiche.

Dr. J. A. Sulviilk, aax w au.l

Wund-Arzt, Geschlechts-, Urin- und Rcctum Oiw: ivt Werfet Stt. Tel. 941 Cftct-fetunDtn: e bii 10 Vit)x gönn. ; t.4 Ufer 3t Ä 3lt -T 'fSttltlftf . 4 t ö 206 Cft McßartN-Etr. Svrechstunden: 8 bis 0 Uhr Born.: 2 bis Ulir Nachm. ; 8 bi 9 Uur Aods. : Sonntaas von 8 bis 9 Uhr Vor, und 7 bis L Uhr Abend. Telephon 1446. Dr. 0, 6. M ha, 2fst na lm Willoughby-Gcbaudc, N. $24 9icrl Meridian Str.. erste S:ae Cftcr6nitbfn: Don 2 di 4 Ulr Nachmittag. ?'"rdc,n- Cffisf Z9i-Wodnung ZZC Xir Wohnung, dknr.dk l nch wir dlr: 1337 Nord Pennsylvania t. Dr. I. B. Kirkpatrick !-JbtIonb!t Fra.,,nk?ankdkilen und Jtftfti im des eetuA. ftm9vvlieibfi lme Vleftc nirtift tttnl geheilt. 0lS : Prm Building, 31 Ost Qhio Str. Otto Deppermann, Teutscher Zahnarzt. Mnjestic Gebsende. Zimmer S. 207. nn ine r tinonnui üiii judi Ci munnuivt Ekschlcch. und Harukaulhcilkn. 2Q West Ohio Stf. WALTER FRANZ HahttsAvzt, No. D03 09 aetGtbe, klßli ölra Simmer . Osflvfstnl ? i-.' vm.: I 99m.; ?- 5tnb feiT.nlu;3 um 10 Uhr l'.as. bi i' lUpkR DR. ( ARTER & Co., :: Tie zuverlässigen Cpezialiften :: Z n ?7: iPrtanMunq : -v l' '.::c it i r'rn:n ir. 7 rro?? , chronisch?:?, n c r r v s f n und Z peiai- ! H v a n I n 1 1 1 n. l u V- ur,? t a " I ira:troeiir:i, j Eczema. Sinrii-; ".ctffn, rcrrof cr.t Tri.'-n. II , Jronfl;ri:en vr,r Ofiitoürf in rrnkdar türc?:c: ZZil i aefecilt. Wti As t f cn b c ttranü'cllkn, ::crrc5rr mxt, p d S ' i ' cd r r Bctftll, Rfrsifc t nähme, o 1 1 c r f u t, H r c i a i r r. : . i i f f i e und Hrrie crfclrri .i Oftjo , ttlt. Surcthfn ;r ror rtrr irtrfii-fn ?,e fix Jkw tion. Zttvn trrar iku?nci? u".d gra::. ccr.-u.--( tUfttm in c:::'ct ml cnaiisch frei. C; : Zt. ISavttr & o.. : 9-Vi: T MOL 114 Lud "..;r.c: :. ccnntcgc: ö Jndisnareiitz. Znd. C. C. Everts9 Deutscher Zahnarzt, 8! Ncrd Pennsylvania Str. aß wird auf Wunsch anqcwandt. flr. L. A. GREfNER (r.rfii)'.t hüi U:i d Ferßenß krsllkcr khun. tOtn ftronfc T-ffrbe wkrdcn rr.tarcrtntnrniE ranke ?skrb werdrn .ntgkncknrmm,n llnd rrbaiten dessen Udlvettung all ia ux kig'.ae. Uiauung. 18 dis 24 5 est.etraß. lelexhon V0S. Lvhnurig 1791. Zu veriniethen : Zimn.er In jesticGebasude zu veduzirtcn Preisen. Das feinste Osrlk-e-GcbSude in der Stadt. Vcüsläntlg srrerfichrr. Sckinelle Fahrstuhl und alle modernen ireoi:eniNch!elten. Rochufragen bei GREGORY & ÄPFEL, Agenten. für die Indianapolis Gas ttc. Theodore F. Smither geschickter und juverlasfiger Dachdecker. Pech- nnd Kies-TLcher, Asvhalt. nnd SilsonwTacher. Engros-Hiindler in allen Arten von Tachiaterwlien. Tclepdon 86t. 301 West maryland St. TddVkslllch (fit von Miwwkp- d Msrl1c.t.d VN W. GIERKE, Deutscher :-: Buchbinder, CSl Ci lrlai f:i (ömterljaui ) Herr , fiifsani i" üd .d!rtz, atmd :tT . tfu.iUrB tstgegr.

V .VSk V h- riß

Mb

Wijk-MWM ,

Von iNDSÄN APÖLISl I MnÄPrtWcnrai. ew ?sr! omtcrgr:. Cp. v. . 'ins. fankm ccnifi eis? $$ cp ' L. ?"' W ' A. rett, Jben. abern & Feible pcurrnc :.rroi.'.:cn. 41 7 7X H 6tfCiT.;::t (Gebäude. Hol; nl SllahiuUa. H. attau & ljo . 44 Srl r:r Xttr PÄm ir.t,. Eisen- und Schmikdcwaa'ell. Bonnegul fccutrnm k,.. ' 120124 Cfi shi,tn 6t Eisen und etclil. Hollidah, W. I. & sso , K'7 c. criötatw Cckuhe nnd Stikfti VwlesÄe). W. D. Corprr (c, 1 :7 s. RrtiMn. )t Hendr-.cks. Xai.tt i''o . 2J5 : UtccIMM Janlf;'. t Capital twnal 8 ? Medi t:i . V. :!! Pkis. 11. i. il)i:rd:iiOi:, fiafiett. 2cidjcr.brfir.!!fr. rnf rlr.fr ?rr?., b2 Z'X arl'l 6fr. Farben, Cde und KlaS. kde A. i-.rtic! io , (' . Veewi Et. Indianapolis Pai k :c er lo , 24 att ßach, stt A. BmtH i Skklk). Gee. V S:ou?, 207 B. - St, Britetzee, ßu!;:; & t;: . 2 l 6. tti E-fpfrin & sso.. 5.1 e Mer, . O'nk 55,., L, ZI!krib, , ? " , - m ?5?2,S. . jJ:bt.r., Jrl 32 Ofi Et. Cpiclk und LpKKßMM. SEom, ftkl i (ci., 29 99 8 c. Tmggistkn (Wislesale). TitMCncpoU Xi::a io.. 21 C . r'ar.d. Äsrd .-od. Trug l.. Ijj c. Weridi. Eagrn und Wevf-.eiilZk. E. S. Alt-.ns & Co.. 402-41 . zM ?rust-i5omvng''.!en. Ir.dicria Trust (5v. uuU Cafe Tcposit Val Fletcher Cf Tepvf.t. 3) W : g:on. Poxrs ?.00 ui.d nfwettR. Camcul'ü.'ld!er. Huntinon &. agk. IoO Z;: leset Pianos und Munkalien. Berlin 4 Lenr.or. 59 Cf Utes Skr. andwirthschastlielze Heräche u. Wag Hollkn 59. B. io.. 339 Cn. H. T. licüde Implk!ni: C :.. 27 N. Tcr;-oI int 4 Summe!, 221 ö ... . RtCB. ' 7 " Sutfenrenren (VWesik). VMU i Co.. 18 Wkß imgtl etc. Eänttttwaaren. Murrbd, fcttbfn k i'r . litt B. OkrfMam. fQBfr.S & Gkddcs io,, 2i6 c. aR: ::-n. Grundcigenthuin und VerHchnmW. epaun, ?chn e. & Co.. 86 Cft IRaitct FeuerversicherungSgeseUschafleu. j-nbiana Insurou Co., Chai Ech.:rni Präs.; Thoi. B. Liun. t::::at. Eisen- und Plechwaaren, Gewehre. Loymn 4 Carch Co.. 111115 E WttiK Leder, Treibriemen, aämatcrial. tzide, athcr 4 B::ir:a Co., 227 6. VterZd ZK Wundärztliche Inftrumentr. ) W. H. Armstrc::g 4 :J4 3. Werid,. Pumpet., Wltsicrlcitttnst., aktrltge. komftock 4 Ccrn''e Cr.. 71 E. Rttidiu fast llllt) Produkte (?0MMiss'0N. her 4 So.. 2--24 C. If.vxcu Bit, Ire Cream. FurnaS. R. W., -J.i vekstzldi 6t. Bauholz. Cctnrn, denry, Gecrgia Et?. Weißblech. - armer 4 Eulliran. 216 6- M?rid-?n tv Puöwaaren. yahnley 4 McCrea. 24 6. Meridian Str. Bäckereien. The Parrott 4 Zaaacrt Pater. Tel. 8 Bryce s Dakery. 14 Oft Eou:h tr. Hute, Handschuhe ett. Hkndrickson. icfitr 4 C., 181 6. Meridw. masm iWvXf r - n fcAÄ r Tf.v w-k . 9 tf a. w mmk KEFAH? AEIJLU mtkmmiei fut&tetm. hrfimwIaB vho prefer a rrect:c;iic L:- juised as coni sectioricry. 1 hcy .nay new he had (put vv m Tw I2oxev, scvcnn'-twoln aboxV j prir.t, twtr.t) '4gct c?r.;s or five boxes fbr or.r dcÜir. Any cii upgist vA) get them i if yoj. i::stit. anu lhy may always be ebtained by remitüng the pnee to The Ripsm Gierr;cal vuuipaiiy- .2htn -rül er. f'V OfKXl. "

i

i