Indiana Tribüne, Volume 24, Number 42, Indianapolis, Marion County, 30 October 1900 — Page 2

Jndiana Tribnnc, Tienstaa, den 30. Oktober lyuG,

LZrrgeschichtliche Gräverfunöe.

Sch? in grauer Vorzeit scheinen die Nheinlande und speciell die Gegend bei Worms verrnoze ihrer günpigen geologischen Verhältnisse auf die damalige Vedölkerung eine große Anziehungstraft ausgeübt und sie zu umfangreichen. und dauernden Niederlassungen angelockt zu haben. In einer Gegend, wo mächtige Schutthalden und Geröllvblagerungen, die theils als Ausläufer der Gleischermoränen des nahen Donnersbergs betrachtet trerden dürfen, iheils als Geschiebe kleinerer Nebenflüsse des Rheins noch heute zu erken7ien sind, oft bis hart an das Ufer des Stromes heranreichten, fehlte es nicht an Punkten, die dem vorgeschichtlichen Menschen gestatteten, sich eine Wohnstatte zu gründen, die dank ihrer hohen Lage vor Ueberfluthungen bewahrt blieb, bei hohem Wasserftand Kicht ge;en Angriffe zu schützen war und es ihm außerdem ermöglichte, seine Todten sicher in der Erde zu bergen. Daß der Mensch jener. Tage solche Punkte mit Vorliebe zu Ansiedelungen benutzte, zeigen besonders die Ausgrabungen nördlich und südlich des heutigen Worms. Erst in den Jahren 1895 und 1896 wurde nördlich der Stadt ein ausgedehnte? Friedhof der Steinzeit mit 69 Gräbern aufgedeckt, der eine Fülle von Funden und interessanten Thatsachen zu Tage förderte, und schon wieder ist es dem Forscherfleiß des kenntnißreichen Dr. Koehl, der sich um die Alterthumsforschung der engeren und weiteren Heimath bereits hochverdient gemacht hat, gelungen, dem wormser Boden neue werthvolle Schätze zu entringen. Der Fundort, der südlich der Stadt gelegene sogen. Adlerberg, zeigt, was das Gelände betrifft, genau die oben angegebenen Merkmale. Es wurden denn auch schon vor einigen Jahren vorgeschichtliche Wchnstätten hier aufgefunden, sogen. Trichtergruben, zkmlich geräumige Höhlen, die von Hütten überdeckt waren Aber erst die Auffindung eines dreieckigen Dolches aus Kupfer führte auf die Spur der hier in der Nähe vermutheten Gräbersiätte und machte die Annahme, die die Funde in den Wohngruben bereits rahegelegt hatten, daß nämlich diese ganze Ansiedelung nicht mehr der reinen, d. h. vormetallischen Steinzeit zuzurechnen sei, fast zui Gewißheit. Die Aufdeckung von 26 Gräbern ergab denn auch, daß 23 davon einer Zeit angehören, die die unmittelbare Fortsetzung jener Steinzeit ist und als ausgehende Stein- und beginnende Bronzezeit oder vielleicht noch richtiger als Kupferzeit bezeichnet wird, so daß diesem Gräberfeld ein Alier von mehr als 4000 Jahren zuzuschreiben ist. Denn während in den reinen Steinzeitgräbern auch nicht die geringste Spur von Metall aufgefunden wurde, enthielten vier dieser Gräder Beigaben aus Kupfer, einem Metall, das, aus dem fernen Süden eingeführt, damals wohl noch sehr kostbar und selten war. Die übrigen Funde aus Metall waren ein, Armreif, Dolchklingen, gebogene Nadeln u. s. w.; fcrner wies ein Frauengrab neben einem aus Knochen gearbeiteten Ring eine kleine Perle aus Kupfer, einen spitzen Pfriemen und eine gebogene Nadel aus dem gleichen Metall als Halsschmuck auf. Die anderen Beigaben bestanden in Perlen aus Knochen, durchbohrten Muscheln, Pfeilspitzen, messer- und sägeähnlichen Werkzeugen aus Feuerstein. Außerdem fanden sich Tätowirsteine und ein Grab enthielt eine Azt aus Hirschgeweih, die, wie die Durchbohrung erkennen läßt, mit einem jetzt zerfallenen Holzstiel versehen war. Eigenthümlich war die Art der Bestattung in diesen Gräbern. Während r.ämlich in den Gräbern der Steinzeit die Skelette in Rückenlage mit ausgestreckten Armen und Beinen vorgefunden wurden, eine Bestattungsart, die während der Steinzeit aufgekommen und bis auf unsere Tage herrschend geblieben ist, zeigen die 23 Gräber lauter Skelette, die mit an den Körper angezogenen Knieen und Armen auf der Seite, meist der linken, liegend beigesetzt waren, die sogen, liegenden Hocker" (im Gegensatz zu der noch älteren Art der sitzenden Hocker"). Einige Forscher haben diese Beisetzungsart mit dem Mangel an geeigneten Werkzeugen zur Herstellung einer geräumigen Gruft oder gar mit der beabsichtigten Nachahmung der embryonalen Lage erklären wollen, während andere eher geneigt sind, eine knieende und anbetende Haltung darin zu erkennen, und finden, taß wir es hier wahrscheinlich mit einem religiösen Ritus zu thun haben. Einen Beweis von dem großen Reichthum des Wormser Bodens lieferte ferner die hochinteressante Auffindung von drei weiteren übereinanderliegenden Gräbern. Ueber einem Grab, jzas ein in ausgestreckter Lage beigesetzkes Skelett enthielt, mit Beigaben, die auf die der Bronzezeit näherliegende Steinzeit hindeuten, fand sich das Grab eines kindlichen Hockers ohne weitere Beigaben und seitlich darüber ein sogen. Brandgrab" aus der jüngeren Bronzezeit, wo die Leichenverbrennung bereits Sitte geworden war. Die Funde dieser letzteren Grabstätte waren ine Urne, ein seltenes, schön gegossenes Rasirmesser,' fünfPfeilspitzen zum Theil mit Widerhaken, Reste einer Nadel aus Bronze und zwei Scherben eines schön verzierten Gefäßes. Alle Beigaben zeigen Spuren des Feuers, waren also wohl der Leiche mit auf den Scheiterhaufen gegeben worden. Die-

ser Fund beweist klar, daß die Ansiedelung hier viele Jahrhunderte von tci Steinzeit durch die ganze Bronzezeit hindurch ununterbrochen bestanden hat. Da die Ausgrabungen demnächst fortgesetzt werden, darf man weitere wichtige Fund: erhoffen, die geeignet sind, das Dunkel, das noch immer über der Urgeschichte der Menschheit liegt, zu erhellen, namentlich auch über die bis jetzt noch wenig vertretene ältere Bronzezeit Aufschlüsse zu geben und so die Lücke in. unserer Kenntniß der EntWickelungsgeschichte dcs Urmenschen auszufüllen. Glnc neue CavaLeriewasse.

Die Lanze ist nach dem Willen des Kaisers Wilhelm des Zweiten die wichtigste Trutzwaffe der deutschen Caval lerie. Die Kriegsgeschichte liefert eine solche Fülle von Beispielen für den Werth dieser Stoßwaffe erinnert sei nur an die Leistungen der preußischen und österreichischen Ulanen sowie der russischen Kosacken und der französischen Lanzenreiter in den Napoleonischen Kriegen, an die Kämpfe der österreichischen Ulanen 1859, die Heldenthaten der Trani - Ulanen bei Custozza 1866 und an das, was die terribles Ulans" im Deutsch-französischen Krieg geleistet haben. Trotzdem sind die Ansichten über "bi Vorzüge der Lanze in Europa noch so getheilt, daß heute z'. B. OesterreickUngarn gar keine Lanze (Pike) mehr besitzt, in Rußland nur 38 Ural- und Don - Kosackenregimenter sie führen. während 15 Kosacken-Regimenter wie die ganze übrige Cavallerie nur den Säbel haben, vonen 24 italienischen Cavallerie - Regimentern nur 10 Lanciers sind, in Großbritannien unter 31 Regimentern nur 6 Lanzen führen, während bei 7 für Indien bestimmten Garde - Dragoner - Regimentern, sowie bei den Life and HcrseGuards nur das erste Glied diese Waffe besitzt. Aber es mehren sich allerort die Stimiv.cn zu Gunsten der Lanzenbevaffs uung. ganz besonder- in Nußland, e sterreich-Ungarn, England und Frankreich, da weder Säbel, noch Pallasch das moralische Uebergewicht der Lanze, die schon wirkt, ehe die kürzere Waffe zur Anwendung kommen kann, zu ersetzen oder auszugleichen vermag. Ganz besonders aber denken die Franzosen, die wohl noch nicht die Leistungen ih rer Lanzenreiter von Waterloo und auch nicht die der deutschen Ulanen vergessen haben dürften, an eine Vortheilhafte Bewaffnung, als 'es der Pallasch allein sein kann. Von 89 Cavallerie - Regimentern werden diejenigen, die die selbstständigen Cavallerie-Divi-sionen bilden sollen, neuerdings auch eine Anzahl Dragoner - Regimenter (so das 24., wahrscheinlich auch das 1., das 3., 5., 12., 13., 21. und 26.) mit der Lanze ausgerüstet. Aber man hat auch noch ganz eigenartige, neue Ideen, um d französische Cavallerie, denen aller anderen Armeen überlegen zu machen. So ist, um der Cavallerie - Attacke, besonders aber dem Nahkampf leichter gegen schwere Cavallerie mehr Erfolg zu geben, eine Stoßwaffe in Vorschlag gebracht worden, die im Handgemenge nach Zurückziehen der blanken Klinge aus der Wunde des Gegners einen Schuß abfeuert, also zur Feuerwaffe wird. Als nicht geladene Waffe dient diese Säbelpistole7 als gewöhnlicher Säbel, zumal sie nur ein Drittel mehr wiegt als ein solcher. Die Pistole hat ein in einem Messinggriff liegendes Schloß, das durch einen Druck des Daumens der den Säbel führenden Hand auf einen Spannhebel gespannt wird. Die in einem Magazinkasten am Griff befindlichen drei Patronen weiden nach jedem Schuß durch Federn vor den Lauf geschoben. Letzterer sitzt dicht vor dem Patrcnenkasten und liegt in dem Rücken der eigentlichen Stoßwaffe, der geraden Säbelklinge. Stößt nun deren Spitze auf einen festen Widerstand, so bewegt sie sich zurück, löst dadurch den gespanntenLchlagbolzen aus. der dann vorschnellt und die Patrone entzündet. Deren Wirkung genügt. Kürassierpanzer zu durchschlagen.' Nach dem Schuß wird banft die Klinge durch eine Feder wieder vorgedrückt, das Magazin hebt sich, und die nächste Patrone schiebt sich vor., Ein Srerrstück schützt vor unabsichtlicher Entladung. D-as leer gewordene Magazin wird durch ein gefülltes ersetzt. - Es bleibt abzuwarten, ob diese eigenthümlicbe Waffe wirklich einen erheblichen Gefechtswerth erlangen und daher zur allgemeinen Einführung kommen wird. Zin Gegner im Küraß dürfte in heutigen Cavalleriekämpfen eine Seltenheit sein. Bei dem hohen Werth des strategischen und praktischen Aufklärung- und Sicherungsdienstes wird eine leichtbewegliche Cavallerie, deren Gefechtskraft man in jeder Weise, z. B. auch durch die Neueinführung von Maschinengewehren (Maximgeschützen), zu erhöhen im Stande ist, stets den Vorzug vor den Panzerreitern haben. Aber auch letztere werden den Küraß für dasGefecht wohl nicht brauchen. In der Ortschaft Jalucze (Ostgalizien) überfielen mit Aezten und Messern bewaffnete Bauern das Wirthshaus des jüdisch: SchankWirthes Koppel Siegel undmassakrirten in grausamer Weise den Wirth, seine Frau und Magd, wonach sie alle Werthsachen raubten. Koppel Siegel starb, seine Frau und Magd sind lebensgefährlichs verwundet.

mlKlMKCM&HM4:Mt

:. ..y

ki" - im J4?&tfV ri 1 r v?' I .

' Eine der vnangcnrhmstcu Unfälle) "" ist in xäA

Verrenkung,' besonders schlimm wenn mlt einer Quetschung verbunden. Der beste Weg um beide Unfälle ,u heilen geschieh durch dl Anwendung von . St. Inliots Gck, wodurch ine prompt Heilung bewirkt wird.

cwcswcowcnc

Hoch die VoxerZ Die Petersburger Zeitung .Wladi wostok" veröffentlich folgendes nach dem Leben gezeichnetes Sittenbild aus Russisch - Ostasien: Ort der Handlung: Das Comptoir des Nschen Distrikts der ostchinesischen Eisenbahn: In dem großen Zimmer befinden sich zwei Personen: der Distriktschef, ein russischer Ingesnieur und sein Buchhalter. De? Distriktschef hält eine lange Liste in den Händen und liest von ihr das Verzeichniß der von der Großen ?Zaust" (den Boxern) den Eisenbahnarbenern in seinem Distrikt zugefügten Schäden laut ab. indem er zugleich die einzelne Posten auf dem Rechenbrett addirt: Der dem Bahnbauunternehmer Tun-Hun-Li ausgezahlte betrag von 41,371 Rbl. 21 Kop. wird, da dieser Unternehmer entflohen ist, auf das Verlustkonto gesetzt. Die entlaufenen chinesischenArbeiter haben 9852 Schaufein mitgenommen, jede zu 2 Rul. 11 Kop., das macht zusammen 20,783 Rbl. 72 Kop... und ebensoviel Hacken, jede zu 1 Rbl. 43 Kop. Gesammtwerth 14,0S& Rbl. 36 Kop. Ferner kommen auf's Verlustkonto das Mehl, das die Arbeiter erhalten haben, jeder drei Säcke, zu 3 Rbl. 86 Kop. pro Sack, zusammen 37.932 Rbl.20 Kop. und der von den enjlaufenen Arbeitern in Brand, gesteckte Personenbahnhof auf. der Station Nesewai"'im Werth von 11.822 Rbl." . . . . ; .Iwan Petrowitsch" sagt, sich unterbrechend, der Chef zum Buchhalter, schicken Sie morgen einige Arbeiter an den Ort. wo wir den Personenbahnhof ausführen wollten. Lassen Sie sie da einige Balken verbrennen und unbrauchbare Blechstllcke. Nägel, Glasscherben u. s. w. umherstreuen, so daß ein großer Schutthaufen entsteht, haben Sie verstanden?" Gewiß, Herr Distriktschef!" Auf's Verlustkonto gehören ferner die Summen, welche die Unternehmer Sun. Koa-Ssu und Liun-Mo uns für Waaren schulden, die sie aus en Proviantmagazinen auf Credit entnommen haben." Der Chef nimmt die Kontobücher in die Hand und liest: - Sun 22.821 Rbl., Koa-Ssu 27.938 Rbl. und Liun-Mo 41.015 Rbl., insgesammt 91,774 Rbl. Ferner schreiben wir auf Verlustkonto die von den entlaufenen Arbeitern zerbrochenen Schubkarren. 212 Stück h 15 Rbl., macht. 3180 Rbl.. dann die verdorbenen Materialien. Cement. Balken. Näfiel, Steine, Eisenblech zu Dächern. Ziegel. Lampen u. s. w.. Alles zusammen 393.162 Rbl. 59 Kop. . . Hm! Ich glaube, da habe ich denn doch etwas zu hoch gegriffen! ... Ach was. jetzt oder nie ist die richtige Zeit, um alle Ausgaben zu decken und sich selbst die Hände zu wärmen. Später, wenn alles wieder ruhig wird, ist's zu spät dazu." Iwan Petrowitsch!" fährt er fort, vergessen Sie nicht, am Schluß der Aufstellung des größeren Effektes wegen hinzuzufügen, daß noch einige Tausend chinesische Arbeiter entlaufen wollen, daß ich ihnen aber aus meiner Tasche .Geld vorstrecke und sie so bis jetzt zurückhalte.' Das müssen wir in Reserve stellen; eventuell legen wir noch so 'ne kleine Rechnung vor. und sacken zehn-, zwanziotausendNubel ein, die wir aus unsererTasche vorgestreckt haben. Lassen Sie jetzt Tun-Hun-Li. Sun. Koa-Ssu und Liun-Mo rufen. Sie sollen hierher kommen. Der Buchhalter entfernt sich. Der Chef zieht di.' Schublade eines Schreibtisches auf und holt einige Paßbüchlein und einen großen Sack mit Kupfermünzen heraus. Die chinesischen Unternehmer treten in'3 Zimmer. So, meine Herren," sagt der Chef zu ihnen: Du. Tun-Hun-Li -heißt von jetzt an Hun-Sun-Tschin. wie der Arbeiter, der vom Zuge überfahren wurde; da ist dein Paß. Du Sun. bist nicht mehr Sun, sondern Tun-Li. Du. Koa-Ssu lvßt jetzt Tschin-Kai-Ping und du. Liun-Mo. nennst dich in Zukunft Fu-Fa-Fo. Da habt ihr Eure Pässe. Es sind die Pässe der Arbeiter, die damals umkamen, als der Waggon umstürzte. Vergeßt eure alten Namen, tragt jetzt eure neuen und da habt ihr Geld. Wir nennen das den Mogarytsch". (Gelage nach einem Geschäftsabschluß. Anm. der Red.) Habt ihr mich verstanden?" Slogan! Mogaris," sehr gut!" und die Chinesen entfernen sich. Iwan Petrowitsch, kommen Sie her, ich bin schon fertig. Vergessen

." vi Y . Vwv.-t( X ' i . ' S

,1;. ;: ' ...... i le. vltte, nicht, morgen 97 Nuvel zum Besten der Buren, eine Spende von 16 Rubel für das Rothe Kreuz und 1200 Rubel an die X-Zeitung zu schicken von der Verwaltung des N.'schen Eisenbahndistrikts. Wir reisen in diesen Tagen nach Wladiwostok, da bekommen Sie Ihren Theil. Daß ich nur nicht vergesse, einen Brillantring für meine Amerikanerin zu kaufen, denn ohne den soll ich ihr nicht wieder unter die Augen treten, sagte sie neulich. Ten Boxern aber schicke ich einen Lorbeerkränz und eine Dankadresse!" Brüsseler Ulk. Das Volk von Flandern und Vradant ist gern lustig und liebt das Lachen, heute, wie in den Tagen, da van Mieris. Ostade, Teniers seine festlichen Gelage und Umzüge in . Stadt und Land schilderten. Eine solche Gelegenheit zum Lachen bot sich letzthin den Bewohnern von Schaerbeck, einem Vorort der belgischen Hauptstadt. Der größte dortige Schützenverein Te Toekomst" (Zukunft) hatte FahnenN?eihe und bearü.t zuqleich seinen neuen König ..Seine Majestät Eavcie 1. . acymlttags 2 Uhr verkündeten Drommetenklänge der auf dem Platz harrenden Menge das Nahen des Festzuges, und alsbald sah man die feierliche Processiön die Straße heraufkommen. Zehn Troubadours in cklten Gewändern schritten voran, Sänger mit Mondolinen folgten, die das Lob des neuen Königs verkündeten, dann folgte die Fahne und nun erschien Seine Majestät hoch zu Roß, mit Orden und Ehrenkette geschmückt. Eine Salbe begrüßte das Erscheinen des Schützenkönigs. . Unter Vorantritt des vorigen Königs nahte sich der Majestät der Vorsitzende des Vereins. In formenreicher Rede begrüßt er den neuen allmächtigen Beherrscher des Vereins ehrfurchtsvoll und überreicht ihm die Verfassungsurkunde". Darauf spricht er: Gestatte nun, Durchlauchtiger Herr, deinem geringsten Diener, dich mit den Zeichen deiner erhabenen Würde zu krönen." Eine Leiter wird her? angebracht, an den wohlgenährn Zelter", ein schweres Brabanter Roß, angelehnt und mühsam das Gleichgewicht bewahrend, klimmt der wohlb:leibtePräsident zu der Höhe desThrones" empor. Die Schützen-Majestät neigt das kahle Haupt und die Krone wird ihm aufgesetzt. Mit begeistertem Jubel begrüßt das Volk" den gekcönter Herrscher, und diese heitere Begeisterung ist sehr erklärlich: die Krone besteht nämlich ous Lorbeerblättern und Mohrrüben (Symbol des Habenichts) und ist überragt von zwei riesigen Eselsohren. So leiste nun in meine Hände deinem Volke den Verfassungseid!" beginnt der Präsident wieder und überreicht dem Könige" eine etwa einen Quadratmeter große Urkünde. Und der Gekrönte liest feierlich; Ich, Savoie I.. thue Allen Gegenwärtigen und Zukünftigen hiermit zu wissen: Ich schwöre, die Verfassung des Staates Te Toekomst" getreulich zu halten, seine Macht, seinen Ruhm und seine Wohlfahrt zu fördern, zu wehren und mehren. Ich schwöre, nie meine Macht zu mißbrauchen, sondern nur dem Wohl meines Volkes zu leben.' Und ich schwöre,, allen zu trinken zu geben, die da durstig sind. So wahr ift mir dabei helfen wollt!" Alsbald knallen die Champagnerpfropfen. der Ehrentrunk wird dem neuen König überreicht und unter Hochrufen der Menge verschwindet der Zug in einem der benachbarten Locale.. wo alsdann ein solennes Trinkgelage' abgehalten wird. VonBären schwärmt förmlich das County Centre in Pennsylvanien. Die lange anhaltende Dürre hat die Wasserläufe in den Bergen zum Versiegen gebracht und Meister Petz hat seine Schlupfwinkel verlassen, um nicht zu verdursten. Namentlich in dem sogenannten Crider Settlement haben die Farmer von den Bären viel zu leiden, die sich an Schafen und Schweinen gütlich thun. Auf einem eigenthümlichen Grund hin hat John Durkin in Brooklyn. N. Y., die Annullirung sei-, ner Ehe mit Anna Durkin 'beantragt: er will nämlich zur Zeit der im verflossenen Juli erfolgten Eheschließung an einem Sonnensttch gelitten haben. Wenn man hört, daß Durkin erst 21 Jahre zählt, seine junge" Frau aber bereits 65 Jahre uf dem Buckel hat, wird man den Sonnenstich" erllärlH sinken.. - . .....

Dr. J, A. Sutc!iffer Wuttd-Arzt, Geschlcchts-, Urin- und Ncctum Krankheiten. Ofsicc: 155 Ost Market Stt. Tel. U1 Olff.:e.etunden: bi 10 Uhr Vorm.; 2 lil 4 Uhr ?!

DR. J0S, E, M0RR0W ! EklchlcchtS und Harnlrunlhkitm. 20 West Ohio Str. WALTER FRA&SZ. . Iahn-Arzt, 9Zo. 004 C't Market.Straße, Coffin Block. Zimmer 48. Ofsiftndn : -12 2nt.; 15 Nm,; 79 de7.dk. eonnlagk von 10 Uhr 2)ta. tu U5r Nm. DR. CARTER & Co., :: Tie zuverlässigen Tpezialisten :: Eine Niedrige Erfakrziiia in der Behandluug ton chronischen, nervösen und Svezialjirrankdeiten. Blut- und Haut krakhei:en, Eczema. ginnen, ftleien, vergrös-erle 2riin, Halskrankdciren und ttksöiwüre in denkbar kürzester ijsit ardcilt. Erschöpfende Kran:dci:e, nervöser Ätt, vhnsischer Verfall, nervöse Abnahme, Wassersucht, ttramviader. övil e v s i e u'o Hzmorrh oiden erfolgreich bchandclt. Tprren 2ie r?r oder schreiben Tie für Jriformatian. Svmr:?me öl:leweis und Buch gia:is. Confultzkion in deuzsch nd englisch frei. ffice--:undcn : Tr. (Setter & (So,, Q-li: 2-6: 7-8.m 114 Süd Illinois 2t. sonntags: 9 11.30. Indianapolis, Ind. C C. Everts, Deutscher Zahnarzt, 81 Nord Pennsylvania Str. 0 al fcirt) aus Wunsch angewandt. I. 206 Ost McCartY-Str. . Sprechstunden: 8 bis 9 Uhr Vorm.; 2 bis 3 Uhr Nachm. ; 8 bis 9 Uhr Abds. ; Conntaqs von 8 bis 9 Uhr Aorrn. und 7 bis 8 Uhr Abend;. Telephon 1446. hüt seine Office nach dem Willougliby-Gcbäude, No. 224 Nord Meridian Str., erfte Etage. , rerlept. Qf?.Skundkn: Von 2 bii 4 Udr Nachmittag. 2"'Piicn: CW 59S-Wo'.zn:lnz iZZ. Tie LLobnung brfln&tt nch w:e blöder: 1337 IVortl Peiuinylvanla et. Dr. I. B. Kirkpatriefc ? behandelt Frauenkrankheiten und KrankheU ten e tiettutni. HA,?k!zoie !) rifflet n (ntttlfl tun geheilt. Offlo: Fnma Boiliicfl, 31 OiiOfcioßtr. Otto Deppermann, Deutscher Zahnarzt, Majestic Gcboeude. Zimmer 7l. 207. t Dr. L A. GREINER. - empfiehlt sich für tue LttksleMz kranker Thiere. Kranke Pfeil werden ntgegengenourmen und erhalten degen Kdwartung all in ihrer tigtati CtaUung. 18 fcl 24 GA fetraft.y lelepho 905. Vohnuvg 178. Theodore F. Smither QCjchicItei und zuverlässiger acHew Pech- und KieS-Tacher, Asphalt, und Ottlonit-Dacher. CngroZ-HSndler in ellen Arten von Tachmaterialien. TelephsnSSl. 30 1 Vost Haryland St. Slldweftliche ii ton ZNlfsiZsixpi ,d Marhland El, Zn Veemiehen : Zimmer im MajesticGebaeude zu reduzirten Preisen. ?aS feinste Office-EebSude in der Stadt. VoUstör'.dig feuersicher. Schnelle ffahrstühU und alle modernen BeqremllchZeitea. Nachzufragen bei anEams & APFEL, Agenten. für die Indianapolis Gas So. W. GIERKE, Deutscher :-: Suchbinder, ttl Oft Slw,t Oft.. (Hintnhaul.) Hnt Pi,kva,g. 17 Cftft !UtasufcCtxt nimmt fix uch CnfaSsstca estaeses.

? f 9k V f M "'K ' '$i tzM

Dr.

Buhlen

0 Fi

Paff

MW5.AMjer

von liMM LcblNvvcrsichcrung. 3ie $srf Life Insurance Compz. ' H. Bar:!'krgrr, Sp. A??nt. 200 Indira Trust t jitiftifffc inerican Centra! Life Ins. Co.-, 8 st Mr ket Ctr. Q. B. Martinde'.e, Präs. Cavitel 200,(XX). Advokaten. Barrctt, ' Brew:,, Bantbcrgcr & Fciblcman, """ deutsche Ädvo taten. Tel. 417. - , , 7vö Stevenson Gebäude. kkHolz und iohlcnhändlcr. tz. H. Kattau Co.. Cedar 2tr. . ' Altes Phone 1272. Eisen und Cchmieiewaarell. Vonnegut Hardware Co., . 120124 Oft Wafhwgton Et Eisen und Stahl. ' Holliday. W. I. & Co., 1C7 6. Meridian. Schuhe und Stiesel (Wholesale). W. D. Cooper Ehoe Co., 127 S. Meridian. Te Hendriös. Lauce Co., 215 C. Meridian Banlen. The Capital National Bank. 28 S. Meridi Ltr. M. B. Wilson. PrZs. W. T. Churchman, KaZIirer. Lcichcnbcstatter. rinftelner Vroö., 522 Oft VIarket Str. Farben, Oclc und Ela?. The A. Surdsal Co.. 102 S. Meriöian StU Indianapolis Point i Cokor Co., 240-243 MaffachufettS Vh Erocerö (Wholesale). Veo. W. Ctout, 207 S. Meridian Etr. Lrintmeyer, Kühn Co., 211 S. Meridian eeverin & Co.. 51 C. Meridian Clr. M. O'Connor & Co., 47 S. Meridizn Str. I. C. Prry k Co.. 26 W. Georgiz Str. Kutschen und Ncparaturcn. RobvinS. Jrvm k Co., 32 Ost GttkZl'a Crz. Crick SpiclVliarcn. Mayer, Charles &. Co., 29 W. Washington. Truggisten (Wholesale). Indianapolis Trug Co., 21 O. Mirylan. Süard Brcs. Trug Co., 120 C. Meridian Sagen und Werkzenze. (?. C. AtlinS & Co., 402410 S. Jllinoil. Trnst-Cornpagnien. Indien Trust Co. & Eafety Vault. Safe Tcposit Vaults. LletcherS Cafe Tepcsit, 3) OsrWashirgtcn. Bozes lö.OQ und aufwärts. Sarnenhindler. Huntington k Page, 130 Oft Market. Pianos und Musikalicn. ' Carlin & Lerrnor, 59 Oft Market Ctr. Laudwirthschastliche Gcräthe u. Wazev Holten W. B. Mfg. Co., 333 Oft Wash. H. T. Conde Jrnplement Co., 27 N. Capitel ?l& Winter & Hummel, 221 W. Washington, Zuckcrwaaren (Wholesale). Deggett 2c Co., 18 West Georgia Etr. Schnilwaaren. Murphy. Hitben k Co., 135 S. Meridi. Haven i, GeddeS Co., 206 S. Meridian, Erundeigenthuln und Versicherung. Spann, Jrhn S. k Co., 86 Oft Market: ' Feucrdcrsichcrungegesellschaftcn. Jndiana Insurance Co., ChaS. Cchurma Praf.; Tho. B. Linn. Cecretär. Eisen- und Blechwaarcn, Gewehre. Layman k Carey Co., 111115 S. Meril Leder, Treibriemen, Packmaterial. Hide, Leather k Belting Co.. 227 6. Meridian Ctr. Wundarztliche Instrumente. W. H. Armstrong k Co., 224 S. Meridian 'Pumpen, Wasserleitung, Fahrzeuge. Comstock k Coonse Co., 371 C. Meridian. Obst und Produkte Commission. Cyerup k Co., 2224 S. T-elaware Ctr. JceCrcam. LsuruaS, R. W., 212 N. Pennsylvania Ctr. Bauholz. Coburn, Henry, Eeorgia Ctr. "H Weißblech. ranner & Sutlivan. 216 S. Meridian Ct. Putzloaarcn. ahnley k McCrea. 240 S. Meridian Ctr. Bäckereien. The Porrett k Taggart ?lery. Tel. 80. Vry' Lakery, 1t Oft Cou:h Ctr. Hüte, Haudschuhe etc. Hendrickfon, Lefler k Co., 131 S. Meridian, srwm MGÄ RlPANS TA3UEXS re intcndcd sor cWdrcn, ladics and &I1 who preser a medicine dlsgidsed as con sectiemery. They nay now be had (put up in Tia Boxcs,scvertj'.twt,in abox) pricc, twcnty4Ive cents or f.ve boxes 5 oacdollar. Ar.ydrufpilwjllgetthcn tl pu mstDt, and they nay alprays be A. '..j l .. . . owinca ty rcnuiunj me pnee to ThsHipansChcmJca! vrapany; r:aio-z, iyz iO ?QKMJ f cnccc iTVi . . i u .

s 0L!8o

f ' im ii m J tm"m7KTy'Tinßt C4.& fN4MiW9 KMMMULM

'im

mp

V

-IWitMJJ