Indiana Tribüne, Volume 24, Number 41, Indianapolis, Marion County, 29 October 1900 — Page 2
Jndicma Tribüne, Montaa, den 29. Oktober lDOG.
Spanische Villard-Tlrencn. Madrid, im Octcber. ' Auch in Madrid, so köstlich hier daZ Klima ist, kehrt der 5zerbst ein, regne?isch. windig und rauh. Das sicherste Zeichen seiner Ankunft ist es, daß sich nun in Bälde die Pforten der JÖikji Retiro" vor den Besuchern geschlossen !haben werden, eines herrlichen Fleckchens Erde, iro an schönen Abenden die lcktrischen Lampen Heller, blendender 11 flammen scheinen als sonst wo, die Musik rauschende? klingt, und wo in dunkelnden Laubgängen der Flor der lieblichen Frauen, die dort lustwankein, zu einem wahrhaften Blumenbeet sich gestaltet. Etwas abseits von dem großen Prolenadenrud in der Mitte des Parkes, und zugleich nahe dem pr'äch'tigen, geräumigen Sommertheater, liegt eine offene schmucklose Halle ohne Wände, aus Holz gebaut. Hier hat sich wäb--rend des Concerts stets eine bunte Menge vc:sammelt, die zur Mhrzahl us jungen Männern besteht,. doch beehren auch einzelne Damen in strahlendcr Toilette das still gelegene Plätzchen mit ihrer Gegenwart. Lange Reihen von Sitzplätzen durchziehen den Raum und geben den Zuschauern Gelegenheit, ein merkwürdiges Schauspiel bequem zu genießen, das sich in der Mitte der Halle, auf einem französischen Billard bspielt. Die hier das Queue HandInben, sind ein halbes Dutzend junger Mädchen von auserlesenen Reizen. !ieLcnswürdigen Gesichtern, herrliche: Figur in glänzender Toilette, und gejittetem Betragen. Ihre Haare schmücken Blumen, ein Bouquet wiegt sich auf ihrem Busen, daran eine farbige Kreuzschleife befestigt ist. Sie sind Meisterinnen in der Kunst jenes besonderen Billardspiels, das' hier von ihncn, und nur von ihnen allein betrieben wird, eines Spiels mit zwei Bällen, von denen der eine fest in der Mitte der unteren Hälfte des Billards sieht und von der Spielerin mit dem anderen Ball, auf Umwegen über drei Banden weg. so getroffen werden muß. daß er in die linke, durch einen Strich abgegrenzte Ecke hineinrollt und dort liegen bleibt. Wozu aber dies seltsame Kunststück? Wozu das Billard, die schönen Mädchen. die Halle, das Publikum? Ist alles nur eine Schaustellung, die die Menge anlocken und unterhalten soll? Leider ist es weit weniger odtt viel inehr als da ! Wir sind in einer Art öon milder Spielhöhlc, in der viel gewettet, viel verloren und nur gelegentlich ein klein wenig gewonnen wird, in fcet aber die Spielbank, die die hübschen Kinder angestellt hat, recbt glänzende Geschäfte macht. Das Unterhaltende und zugleich das Gefährliche dieses Spiels ist es, daß nicht direct auf die Bälle und ihr sachgemäßes Rollen, sondern auf die Schleifen und ihre liebenswürdigenTrägerinnen gesetzt wird. Da ist zum Beispiel die königliche Ccnsuelo, die eben, Queue in uranb, an das Billard .tritt. Ihr Haar ist recht dunkel, ihre Augen sind schwarz und berauschend. Sie lächelt, sie läßt ihre Blicke siegesgewiß über die Zuschauer laufen. Wer. der sie vorher hat mit trefflicher Meisterschaft den Ball in die Schranken treiben sehen, beeilte sich nicht, sofort auf ihre Kunst eine Hand voll Pesetas zu verwetten? Consuelo trägt eine mohnrothe Schleife: mohnroth ist darum die Farbe, inohnroth wird gesetzt. Die schöne Consuelo zielt lange. Aller Augen heften sich auf ihr weißes Händchen, das über dem grünen Tuch in der Schwebe ruht. Eine erwartungsvolle Stille dann ein plötzlicher Stoß die Kugel rollt von Vande zu Bande, schlägt gegen den zweiten Ball und treibt ihn seitwärts, weit von der Ecke weg. Bissige Bemerkungen werden laut, spöttisches Lachen ertönt und mischt sich mit unterdrückten Flüchen. Consuelo rümpft das Näschen, verzieht ein wenig das Mündchen, daß ihre Perlenzähne herausblitzen, und setzt sich gleichmüthig auf ihren Platz zurück. Jetzt ist di? Reihe, an der blonden Juanita mit dem himmelblauen Schleifchen. Sie tritt langsam und stolz hervor, das Queue in der Hand. Sie gibt nicht viel aufs Zielen und Aeugeln. Entschlossen treibt sie. mit heftigem Ruck, den Ball vorwärts pah! die schöne Consuelo ist noch nicht besiegt die Kugel war zwar ins Gehege gelaufen, aber, zu stark getrieben, Zvieder herausgetreten und jenseits der Grenze liegen geblieben. Himmelblau und mohnroth stehen gleich. Jgual azul y rojo!" ruft laut der Marqueur aus. Die kleine, zierliche Concha ist die dritte und letzte Spielerin. Sie ist schwarz und feurig, ein weißes Schleifchen prangt auf. ihrer Brust. Sie schreitet wie ein Reh ans Billard. Leise, obenhin tippt sie mit dem Queue gegen den frisch aufgesetzten Ball. Er rollt etwas schwächlich von Bande zu Bande. Was vorauszusehen roar, geschieht; die Kugel erreicht ihr Ziel nicht ganz, sie bleibt dicht vor dem Grenzstrich liegen. Allgemeiner Lärm, Verwünschungen, Gelächter, Bravo. Noch ist jetzt alles unentschieden, die Üeine Concha muß ihr Spiel wiederholen. Sie rröthet ihre Wimpern senken sich sie beißt die Zähnchen aufeinander. Diesmal stoßt sie enerMischer zu, das Queue gleitet ab, der Stoß ist fehlgegangen. Concha zuckt ft)t Schultern, fast .unmerkbar stampft sie mit dem Füßchen auf. Beim drititn Stoß hat sie den Ball erreicht, er
rollt langsam und maäHfä, we ein Schwan in grüner Flu'b, fceji Hasen zu, gleite! hinein, gleist zurück und legt sich auf dem Scheidesirich fest. Eine ungeheure Aufregung bemäch, tigt sich des Publikums. Fuera!" schreien die Einen. Er ifi draußen, der Kampf ist unentschieden! tro!" rufen die Andern. ,.T-?r Ball ist drinnen. Concha hat Lksiegt! 2kncc gewinnt!" Für solche Streitfälle ist Vorsorge getroffen. Der Leiter des Spiels kommt herbei und theilt die schwatzende Menge. Er hat ein Instrument in dir Hand, das extra für diesen Zweck gebaut worden. Es ist eine Art Wasserwaage, deren Entscheidung für unfehlbar und unantastbar gilt. Der Beamte legt den Apparat an den Ball, mißt und studirt, dann wendet er sich gravitätisch würdevoll an die Zusckauer. Esta fuera!" sagt er fest und bestimmt. Der Ball ist draußen." Jguales rojo, azul y blanco!" ruft der Marqueur und kreidet das Resultat an. Die Menge beruhigt sich und nimmt wieder Platz. Das Spiel be ginnt von Neuem. Die rothe Consuelo, die noch Unbesiegte, tritt wieder ans Billard, mit einem Blick, als wäre sie die Beherrscherin des Erdballs. Diesmal spielen alle drei 'Mädchen gleich vorzüglich. Conuelo treibt gleich beim ersten Stoß die Kugel ins Gehege. Ein dröhnender Beifall lohnt sie für ihre Geschicklichkeit. Dia!" rufen die enthusiasmirttn Zuschauer, klatschen vor Freude in dieHände und werfen dem stolz lächelnden Mädchen feurige, bewundernde Blicke zu. Qfa!" wiederholen die Spieler, die auf Roth und Consuelo gesetzt haben und den Sieg ihrer Farbe erhoffen. Juanita und Concha scheint das Beispiel ihrer Genossin entflammt zu haben. Auch unter ihren Händen ist die Kugel ins Ziel gerollt, und auch sie sind mit dem gleichen donnernden Applaus beglückt worden. Wieder stehen die Chancen gleich, die drei Mädchen sind unbesiegt, iguales la in!" malt der Marqueur an die Tafel. Die Spannung ist aufs höchste gestiegen. Wird die Entscheidung jetzt fallen? Eonsuelo tritt von neuem n's Billard. Ein Meisterstoß die Kugel lieat im Gehege. Wieder frenetischer Jubel des Publikums. Juanita ist an der Reihe. Jetzt gilt es, gut zu zielen, Juanita! Aber Juamta, die blonde Schöne, ist nicht gewohnt zu fackeln. Ein Stoß alle Hälse recken sich nach vorn mißlungen! Der Ball stößt seitsw'ärts auf und treibt die Prallkugel gegen die Bande. Die Anhänger der lichtblauen Scheife machen lange Gesichter. Azul pierde!" markirt in Gleichmuth der Anschreibe?. Blau hat verloren! Die kleine Concha fühlt jetzt ganz die Last der Verantwortung, die auf ihr lagert. Sie ist etwas nervös geworden. aber ihr Zutrauen wankt nicht. Ihr ganzer Ehrgeiz und diese Mädchen sind ehrgeizig im höchsten Grade, die Ehrlichkeit des Spiels beruht auf ihrem redlichen Wetteifer tritt mit ihr in die Schranken. Sie zielt und zielt wohl eine halbe Minute lang daß alles schon unqeduldiz Xirb. Da wie Tell im Widerstreit der Ritter unerwartet den Pfeil entsandt hat sie plötzlich den Ball vorwärts getrieben. Fehlgeschossen. Concha! Der Ball ist zwar in's Gehege gerannt, aber wieder hinausgeglitten. Die königliche Consuela hat doch und trotz allem zuletzt den Sieg behalten. Kojo gana!" ruft der emsige Marqueur. Die rothe Schleife hat gewonnen, und mit ihr die Zabl der Spieler, die auf die Kunst der schwarzlockigen Schönen ihr Geld gesetzt haben. Die Wetten werden jetzt berichtigt, das Geld wird ausgezahlt. Die Mädchen setzen sich mitsammen auf ihre Plätze, lachen und plaudern mit einander und amüsiren sich, unbekümmert um die Freude und, die Schmerzen, die Erwartungen und Enttäuschungen, die sie erregt und in Scene gesetzt haben. Manch einer der Spieler, der jetzt ausgeöeutelt die Halle verläßt, wirft oft den schönen Kindern im Hinausgehen noch einen Blick des Ingrimms und der Verachtung zu. Alle Bewunderung, alle Zärtlichkeit, die er beim Betreten der Räume, wo - diese Grazien walten und spielen, für sie empfunden hat. ist mit seinem Gelde davongeflattert. Er fühlt nur noch, daß diese Mädchen gefährliche Sirenen sind, Sirenen des Billards, die den Mann anlocken und den, der ihnen derfällt, wie einst die klassischen Sirenen den Schiffer des Meeres, mit Haut und Haaren auffressen. M. W.
Straußfedern zu kräus e l n. Man halte sie zuerst über einen Topf mit tüchtig dampfendem, kochendem Wasser bis alle Halme der Federn vollständig glatt sind und lasse sie alsdann etwa auf der Platte oder in der Wärmeröhre eine Stunde liegen, bis sie ganz trocken geworden sind. Zum eigentlichen Kräuseln bedient man sich des Kräuselmessers, indem man, am Kiel entlang von unten beginnend und zur Spitze - fortschreitend, je 2 3 Halme über das Msser zieht. Mittels der Kraft von Daumen und Zeigefinger der rechten Hand wird man hübsche Locken erzielen, die, je mehr man übt. immer voller und reicher werden. Man muß sich nur hüten, die einzelnen Federhalme auszureißen, und muß die Locken immer nach oben, eine an die andere legen, was sehr gut aussieht.
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Ob schlimme oder leichte Erkaltungen und Hüften, in jedem Fall sind sie ernstlich genug, sofort dagegen inzuschreite. Gebrauche Dr. August önlg'ö Hamburger Drnilthekz elcher prompt und schnell die schlimmsten Fälle hellt.
Ein Eylkttse über die Missionen. ' Dcr Chinese Tcw Sm Ko, der schon mehrfach in der Hsiata Quar terly Review" chinesische Zustände behandelt hat, verbreitet sich in der neuesten Nummer dieser Zeitschrift über die Missionen. Es sei hier nicht untersucht, in wie weit der Verfasser Recht oder Unrecht hat; aber es erscheint intereffant, auch einmal die Meinung eines verständigen Chinesen über diese heikle Frage zu hören. Der Aufsatz lautet: Manche Schriftsteller, die sich mit China beschäftigen, neigen dahin, Opium und Missionäre in einen Topf zu werfen, weil beide politische Verwicklangen herbeizuführen vermögen. Es hat aus Anlaß des Opiumgeschäftes zwei Kriege gegeben, für die Wirren aber, zu denen die Missionäre und ihre chinesischen Gefolgsleute den Anlaß g:ben, gibt es keine Grenzen. Die Cyinesen in ihrer Gesammtheit, wie der einzelne, erkennen das viele Gut: an, das christliche Missionäre ihrem Lande gethan haben, namentlich in Bezug auf Unterricht, Verbreitung europäischer Kenntnisse und ärztliche Hilfe, allein sie ziehen eine Schranke vor jeglicher Einmischung in die Verwaltung der Dorfschaften, die alten Bräuche und die Rechtspflege. Obwohl der Theorie nach eine despotische Monarchie, ist die Regierung China's in Wirklichkeil demoiratischer als die republikanische Regierung Frankreichs oder der Verein. Staaten von Nordamerika. Die Steuerlast ist sehr leicht, es gibt kein stehendes Heer, die Zahl der Beamten ist gering, und das Volk hat in vielen Dingen Freiheit, sich nach seiner Weise zu verwalten. Die Ehen sind exogam, d. h. sie werden außerhalb des Stammes abgeschlossen, und in jedem Dorfe gehören die Bewohner demselben Clan an, so daß die örtliche Verwaltung ziemlich leicht ist, da Streitigkeiten stets durch Vergleich beigelegt werden. Der Glaube an das Gottesgnadenthum der Könige ist noch immer der vorHerrschende Cultus in China, während er anderwärts untergraben ist. Der Kaiser ist der Sohn des Himmels" und, wie in Rußland, der Vermittler zwischen Gott und den Menschen. Die Beamten sind die Vertreter des Kaisers, sie sind Vater und Mutter" für das Volk. Die Hausväter und die DorfPatriarchen sind wiederumVertreter der Beamten, denen kaiserliche Befugnisse übertragen sind. So findet sich in der ganzen Reihe Derer, die Macht besitzen, von dem geringsten Hausvater an. bis hinauf zu dem Kaiser, eine wohlbestimmte Rangstufung. und auf jeder Stufe steht ein Halbgott auf Erden. Das Eindringen gewisser Missionäre nun stört diese seit fünf Jahrtausenden geltende Ordnung der Dinge. Beim Eintritt der Nacht wird kein Weihrauch mehr verbrannt; den Manen der Ahnen werden keine Opfer mehr dargebracht; die Bildnisse der Namensheiligen und der vergötterten Helden'werden von den Wänden herabgerissen, kurz, der Bruch der eingeborenen Christen mit dem Hergebrachten ist zu Plötzlich, zu schroff, zu radikal. Der letzte Tropfen, der das Maß voll gemacht hat, ist die Vernichtung der Macht des Clanältesten. Dem Rathe der Missionäre gemäß werden keine'Beiträge mehr geleistet für die Veranstaltung von Festlichkeiten, Umzügen u. s. w., ohne die das Dorfleben von einer schrecklichen Eintönigkeit ist. .Auf diese Weise greift es den nichtchristlichen Chinesen in den Geldbeutel, da die Last der jährlichen Beiträge um so' schwerer auf sie fällt. Zur Beleidigung kommt dann noch der Schimpf: man baut Kirchen. Schulen und Missionshäuser, die über die Wohnstätten der Beamten 'und der Bessergestellten hinwegsehen, und diese Ungefügigkeit gegenübr ihren Anschauungen von dem, was sich geziemt, und von dem Fengschui" wurmt die Chinesen im Gemüth. Bei Rechtshändeln nehmen die christlichen Chinesen eine günstigere Stellung als die übrigen ein, indem sie stets auf die Unterstützung ihrer Missionäre zählen können, die kraft eines vor einiger Zeit durch kaiserlichen Erlaß bestätigten Vorrechts Zutritt zu allen Beamten, vom Vicekönig bis'zum Bezirksamtmann, genießen. Ferner haben die Missionäre Gelegenheit, sich an ihre Consuln zu wenden und durch ihre Gesandten in Peking beim Tsungliyamen Vorstellungen machen zu lassen. Die stummen Millionen chinesischer Bauern, die keine Fürsprecher haben, empfinden diese Einrichtung bitter und bedauern schweigend im Innern ihres Herzens den drohenden Verlust ihrer Geltung, ihrer Rechte und Nreil beit. Daraus entste.ht dann ein lauter
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;x -"i W m .. -V rä - ju sich in acht! . i 30 j Aufschrei gen die Fremden im Allgemelnen und die Mlsslonare lm Besonderen, und alte Vereinigungen, die ursprünglich zu dem Zwecke gebildet :aren, ihren Angehörigen gegenseitigen Schutz und Beistand gegen Tyrannei, i Unrecht und Bedrückung zu gewähren. treten wieder m s Leben mit einem gewissen Maß von politischer Bedeutung. Es war ein sehr bedauerlicherMißgriff, als man zuerst den Missionären gestattete, sich in abgelegenen Dörfern im Innern niederzulassen, um sich der Verbreitung ihrer Religion zu widmen. Man möge bedenken, daß die Verkehrsmittel in China, sehr dürftig sind und daß die vorhandenen Werkzeuge für Schutz von Leben und Eigenthum offenkundig unwirksam sind. Unter diesen Umständen ist es mit der Logik und dem gesunden Menschenverstände wenig vereinbar, wenn man eine Regierung für den Eintritt von Ereignissen haftbar mach;, gegen d?e, geeignet: Schutzmaßregeln zu treffen gänzlich außer ihrer Macht liegt. Infolge plötzlicher Ausbrüche von Aerger und Wuth bei dem Volke wurden Missionäre in Schantung, Szetschuan und Folien lrmordet, und die Centralrcgierung in Peking, di: über die Umstände dieser betrüb-nden Vorfälle völlig im Unklaren ist, wird dafür verantwortlich gemacht. Es kommt zu einer Un tersuchung. die Schuldigen werden eithauptet, die Angehörigen der SB erster denen werden mit einer hohen Geldsumme abgefunden, und der Rest,deö dazu erzwungenen Geldes dient zur Errichtung einer Gedächtnißkirche, eir.ci Tafel oder eines Fensters. Dieser Vorgang wiederholt sich immer wieder, bis die Centralregierunq. die nur kraft der Duldung des Volkes besteht und sich nur durch ihr Ansehen erhält, ihren Unterthanen gegenüber ..das Gesicht verliert". Dann entfallen ihr die Zügel im Lande, die Friedensstörungen mehren sich, es werden mehr Ausländer getödt:t. ohne Unterschied naSaalsangehörigkeit oder Sekt-:, und di: Faust der fremden Mächte ballt sich immer fester um die hilflose Regierung in Peting. Das Schauspiel, das di: Welt dabei genießt, hat gewiß seine humoristisch:n Seiten, es wäre aber ungenießbar, wenn es sich um geringe Personlichkeiten handelte. Wie ein Donnerschlag fuhr in diese traurigen Verhältnisse der kaiserliche Erlaß hinein, der die amtliche Eigenschaft gewisser Missionäre bestätigte, und zwar ohne Zweiftl auf das Drängen gewisser ausländischer Gesandten hin, deren Blick nicht weit genug reichte, um die unfehlbaren Folgen ihrer eigenen Handlungen vorauszusehen. Wie verhängnißvoll dieser Erlaß war, geht aus der einstimmigen Weigerung der analikanischen Missionäre hervor, der anschei-. nend dadurch gewahrten Vortheile theilhaftig zu werden. Es läßt sich nicht voraussagen, wie lange die gegenwältigen Wirren in China dauern werden, allein das ist gewiß, daß die Forderungen der fremden Mächte auf Entschädigungen für das Leben ihrer Unterthanen ungeh:ureGeldausgabcn verUrsachen werden. Wenn einmal wieder allenthalben friedliche Zustände geschaffen sind, wäre Eines zu betonen: daß nämlich der Bestand und die Unabhängigkeit China's und die Fortdauer des. Weltfriedens in einem bedeutenden Maße von dem Sinne für Mäßigung. Billigkeit und Ritterlichkeit in den Räthen der fremden Regierungen abhängt, und daß man beim Abschluß der Rechnung erwägen möge, daß China mehr Leid erfahren als g than hat (?). Ein Uebel zeitigt das andere. Man mag die militärische Lage ausnutzen, um auf der Einführung heilsamer Reformen zu bestehen. Nach dem Boxeraufstande wird China sich in einer ähnlichen Lage befinden, wie Egypten nach der Erhebung Arabi Pascha's. Die Centralregieruni wird sich dem unabwendbaren Schicksal fügen und demDruck von außen wie den uneigennützigen Rathschlägen folgen, und die Masse des Volkes wird die Einführung solcher Maßregeln begrüßen und begeistert fördern, die im Interesse ihrer Gesundheit, ihres Reichthums und Wohlergehens und der Fortdauer ihrrö Bestandes als unabhängige Nation mit einer langen Reihe Ueberlieferungen aus grauer Vorzeit erdacht werden. UDm cUcacccoTtos Allgemeiner Auktionär.. von
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