Indiana Tribüne, Volume 24, Number 38, Indianapolis, Marion County, 26 October 1900 — Page 2

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Jndicma Tribüne, Freitag, den 3. Oktober

2ie iZalsckigeld.Vckämpfer. Vieles ron unserem BundeZ-Ge-Heimdienst wird niemals in Jahresbe--richten rder scnsiiaen amtlichen Schriftstücken, welch? für die Oeffcntlichkeit bestimmt sind, zu? Schau geiragen, und es liegt dies ganz in der Natur der Sache, denn der Geheimdienst soll seinen Namen nicht mit Unttcht führen. So wird z. B. die Zahl der Agenten dieses Dienstes in den v:rschiedcnen Theilen unseres Landes niemals erwähl, und noch viel weniger ihre Persönlichkeit, die thatsächlich nur seh? Wenigen bekannt ist, oder die Einzelheiten ibrer Thätigkeit. Nur der Oberagent in jeder der großen Städte ist dem Publikum bekannt, von seinen Assistenten aber weiß man meistens nichts, 'und ihre Arbeit bescheint nur t seltnen Gelegenheiten ein Lichtstrahl von Öffentlichkeit. Wäre es anders, so könnte natürlich die Wirksamkeit dieses Dienstes, der in unserem Lande von besonderer Wichtigkeit ist, schwer darunte? leiden. Es ist unvermeidlich, daß einen solttn Dienst ein gewisser romantischer Nimbus umspinnen muß, und die Dime-Novellen haben diesen Nimbus bestmöglich ausgeschlachtet. In WirkIichkeit gehört dieser Dienst zu den prosaischsten, die man sich denken kann, außer sofern auf jedes Ding der Welt fo: RomanUk gelegentlich einen bengalischen Schimmer wirft! Dieser Dienstzweig ist noch bedeutend prosaischer, als derjenige der Binnensieuer--Gebeimpolizri, we!che in Mondschein-?:r-Geschichtcn eine so hervorragende Rotte spielt und von der vorliegenden .Polizei scharf zu unterscheiden ist. eren Haupt-Aufgabe in der Aufspü?ung alles Falschgeldes bis zu. seinen Quellen und in der Festnahme der Per-

scnen besteht, die auf eigene Hand tm wörtlichste:! Sinne Geld machen wolUr.. Und der 5i?ieg gegen Falschgeld And Falschmünzer scheint niemals aufxuhören, wenn er auch in seinem Umfjng zu verschiedenen Zeiten sehr rerschieden ist. In neuester Zeit hat sich dieser Krieg sogar auf Euba. Portorico und die Philippinen-Jnseln ausgedehnt. Jahr für Jahr tauchen neue Falsch-geld-Scheine im Westen und Osten euf; meistens beginnt ihr Umlauf in irgend einer großen Stad't, wo sie sich leicht an den Mann oder auch n die Frau bringen lassen. Dieznigen Falschmünzer, welche Metall$elb nachmachen, gehören im llgemeinen zu einer intellektuell niedrigeren Klasse und sind, mit Ausnahmen allerZzings. leichter aufzuspüren und zu fangen; ein großer Theil derselben sind Ausländer, die Ersteren aber sind Qllermeistens smarte echte Amerikaner, die auch mit den Kniffen und Pfiffen der landesüblichen Gesetzespflege wohl vertraut sind! Die Metall-Fälscherei Ivird in manchen Ländern der alten Welt in bedeutend größerem Umfang Getrieben, als hier, während unter den Paviergeld-Falschmünzern die ameriZanischen selbst soweit sie sich mit ausländischem Geld befassen im Allgemeinen die gefährlichsten und ausdauerndsten zu sein scheinen. Gleichwohl ist die gesammte ameriManische Production falschen Papiergeldes in neuerer Zeit lange nicht so roß gewesen, wie in früheren Jahren. Entweder werden die gewiegtesten der betreffenden Fälscher doch allmählig eingefangen, ohne würdige" Nachfol--zer in ihrer Kunst zu hinterlassen; rder es geben gar manche unter ihnen diese Beschäftigung zu Gunsten einer etwas weniger riscanten, obwohl vielZeicht ebenso verbrecherischen, aus. (Denn daß Falschmünzer die ungesetzZichen Bahnen überhaupt verlassen. Zommt - äußerst selten vor.) Wahrscheinlich haben sich beide Ursachen geltend gemacht. Es wäre jedenfalls sehr zu wünschen, daß alle Gattungen des amerikanischen Polizeidienstes, allgemeinen und LrtÜcken. so tüchtig wär:n, wie die Falschgeld-Hermandad. Eine Begleichung der Anzahl Verhaftungen und der Menge beschlagnahmten falschen Papier- und anderen Geldes in den verschiedenen Jahren sührt zu manchen merkwürdigen Er- ' tzebnissen. wenn man auch nur um zehn Jahre zurückgreift. Im Jahre 1891 nrnrde z. B. Falschgeld, einschließlich der geänderten Geldscheine, im öesammtbetrag von $2,155,531 nachweislich producirt. resp, beschlagnahmt; in anderen Jahren dieser Decade jedoch ist diese Summe niemals auch nur anriähernd wieder erreicht worden;' am nächsten kam ihr noch das Jahr 1896 rnt $768,210. In anderen Jahren sank der Betrag bis auf $25.000 herab (im Jahre 1894). Im Rechnungsjahr 1900 war er wiederum $55.000. während er sich im Jahre vorher auf nahezu $76.000 und 1898 uf etwas übe: $127,000 belaufen hatte. Im Großen und Ganzen jedoch ist eine starke Abnahme zu verzeichnen. Die Zahl der Verdächtigen ist ebenfalls eine höchst schwankende und steht in keinem Verhältniß zu den Beträgen des beschlagnahmten Falschgeldes; wäh--rend sie z. B. in dem genannten Jahr mit dem allergrößten FalschZeld-Be-irag sich auf 272 stellte, stieg sie im Iah 1895, in welchem sich jener Geldbetrag auf nur etwa über $24.000 belief. auf 935! Im Rechnungsjähr 1900 erreichte sie 209. elso nicht riel weniger, als in dem besagten Falschgeld-öannerjahr- 1891. Durchweg ist der Betrag falschen Metallgeldes höher,' als derjenige fal5chen Papaiergeldes, denn hier heißt es

eben auch: Die Meng? tf urs." Aber das falsche Papiergeld ist weitaus gefährlicher für den Laien, und die Aufjagung der Fälsche? ist ungleich schwieriger. Hinsichtlich der Methoden hat unser Geheimdienst, wie jeder andere, seine tiefen Geschäftsgeheimnisse; es ist ein Glück, daß er nicht so schablonenhaf! arbeitet, wie mancher sonstige Polizeidienst. China uns das Völkerrecht. Professor Jellinek in Heidelberg veröffentlich in der Deutschen JuristenZeitung" einen Artikel, in dem er nachzuweisen versucht, daß das Völkerrecht

auf China gar nicht anzuwenden sei. da Cylna. ungleich Jipan. stets snne Abschließung gegen di übrigen Mächte aufrechterhalten und auch nicht seinen Beitritt zu? Genfer Convention erklärt habe. In dem Artik?! heißt es unter Anderem: Die Stellung der ftemden Gesandten in China beruht nicht auf dem Völkerrecht schlechthin, sondern auf Privilegien, die in Verträgen enthalten sind. Ein Angriff auf einen Gesandten bedeutet daher für China blos einen Vertragsbruch, nicht Verätzung einer grundsätzlich anerkannten Norm des Völkerrechts. Die Vorstellung von der Heiligkeit der Verträge, von der Bindung des Staates an sein einmal gegebenes Wort ist in China üicht rorhanden. Lüge, Verstellung und Heuchelei gehören in dem Maße zum Inventar chinesischer Rzgierungskunst, daß ihr die Verwerfunz derartiger politisch Mittel nicht a!s sittlich:? Vorzug., sondern als tadelnswerthe Schwäche xrter sträfliche Thorheit erscheint. Aller Fortschritt im Völkerrecht kann als Fortschritt in dem Bewußtsein der Nothwendigkeit der Vertragstreue bezeichnet werden. Seit den ältesten Zeiten hat es Staatsrerträge gegeben, die einen durch augenblickliche Umstände gebotenen niodiis vivendi zwi- I schen zwei Staaten darstellten. Ein , Volkerrecht gibt es aber erst seit der Zeit, da die Staaten erkannten, daß sie durch die von ihnen vollzogenen Vereinbarungen und Verträge unabhängig von den wechselnden Forderungen der Tagespolitik gebunden seien. Diese höhere Stufe hat China bis heute noch nicht erreicht, und darum kann dort ein oder der andere Satz des Völkerrechts vorübergehende Anerkennung finden; das ändert aber nichts an der Thatfache, daß es bis heute sich außerhalb der Gemeinschaft des Völkerrechts gestellt hat. Am deutlichsten tritt dies im Kriege hervor. Das Völkerrecht im Kriege verdank! seine reichste EntWickelung den letztm Decennien; es bedeutet in vielen Punkten einen hervorragenden Fortschritt in den RechtsÜberzeugungen selbst der civilisirtesten Nationen. An diesem Fortschritt hat China sicherlich nicht theilgenommen. Eine Regierung, die ihre hohen Beamten ohne jedes Verfahren köpfen läßt und die Hinschlachtung ungezählter' Unterthanen mit Erfolg anzubefehlen vermag, ist gar nicht im Stande, ihren Truppen Achtung feindlichen Lebens und Eigenthums einzuprägen. Wer gewohnt ist, den eigenen Volksgenossen niederzumetzeln, kann es schwerlich fassen, daß er den gefangenen Feind schonen soll; einen dahinzielenden Befehl hielte er um so mehr für nicht ernst gemeint, als der Chinese die seinem Volkscharakter so sehr entsprechende doppelzüngige Politik seiner Vorgesetzten wohl kennt und nach seiner Weise zu interpretiren suchen würde. Der sicherste Beweis für die Richtigkeit vorstehender Ausführungen besteht wohl darin, daß China sich nie beklagen wird, daß ihm -nunmehr Unrecht gefchehe. was immer ihm widerfahren sollte. Es hat durch seine Thaten die Leugnung des abendländischen Völkerrechts bewiesen, und es wird ihm nicht einfallen, sich auf dieses Völkerrecht zu berufen. Von Protesten Chinas wegen Verletzung des Völkerrechts wird man sicherlich nichts hören. So vollzieht sich denn das große geschichtlicheSchauspiel des Kampfes derCulturwelt gegen die große Macht des Ostens außerhalb des Völkerrechts. Dieser Kampf ist ausschließlich von der Politik beherrscht. Daß mit dieser Erkenntniß nicht barbarischen Thaten von Seiten der verbündeten Truppen das Wort geredet werden soll, bedarf kaum, näherer Ausführung. Aber Humanität soll geübt werden, nicht weil China sie als ein Recht fordern darf, sondern weil sie Völker, die sich als Culturträger fühlen. davor bewahrt, sich vor dem Richterstuhl der Geschichte zu bemakeln. Dazu kommt noch ein wichtiger Grund. Wie immer Chinas Geschicke sichgestalten mögen, es ist unmöglich, diese Riesenmacht aus der Reihe der selbstständigen Staaten gänzlich zu streichen. Aber sie wird eine liefe Umwandlung erfahren und gewaltige Reformen v?rnehmen müssen. Dann wird die Zeit Zmmen. wo China in die Gemeinschaft des Völkerrechts wird aufgenommen weiden. Dieser Gedanke muß heute schon dem Sieger Mäßigung in der Art des Kamvfes auferlegen. So tritt denn das letzte Ziel des Kämpfes mit der Rcchtsidee in nahe Verbindung. Eisen von Rost zu bewahr e n. Durch Versuche ist festgestellt, daß Eisen oder Stahl jahrelang vor Rost geschützt bleibt, wenn man es in eine Lösung von kohlensaurem Kali vier kohlensaurem Natron eintaucht und trocknen läßt. Waffen auf diese Art behandelt, können jahrelang rjan gen, ohne Rost abzusetzen.

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sind wir in Folg schmenr Arbeit oder einer Zuglvf am ganzen Körper steif, man vergesse dekhald nicht, daß es gegen

Steiffeit in nicht besseres

St. Zakoöö Gel.

Italienische Jusilzpflege. Der Riesenproceß gegen den italienisehen Geheimbund Picciotteria". über welchen wiederholt berichtet wurde, ist jüngst in Palmi geschlossen worden und endigte mit der Verurtheilung von 231 Angeklagten. Ueber die überaus stürmische letzte Gerichtssitzung schreibt ein Correspondent: Der Proceß fand in einer Kirche statt. Als die große Schaar der Angeklagten aus dem Gefängniß in den Gerichtsraum geführt wurde, wurden sämmtliche Straßen der Stadt militärisch besetzt und abgesperrt; kein Bürger durfte das Haus verlassen. Von den Gefangenen trug jeder einzelne Hcnd- und Fußfesseln, außerdem waren je 20 durch eine gemeinsame Kette mit einander verbunden. Soldaten mit aufgepflanztem Bajonnet bildeten die BegkitungsMannschaft. In der Kirche waren für die Angeklagten zwei Riesenkäfige aufgestellt, die von 40 Carabinieri umgelen wurden; der Zuschauerraum wurde von Soldaten überwacht, und hinter den Bänken der Advokaten standen gleichfalls Soldaten. Um 11 Uhr traf der Gerichtshof ein; die Angeklagten baten schreiend und jammernd um Gnade. Die Berathung der Richter dauerte drei Stunden. Der Führer des Verbrecherbundes. Carmine Ricevato, wurde zu acht Jahren Zuchthaus verurtheilt, ein rückfälliger Verbrecher zu sechs Jahren und acht Monaten und die anderen alle (mit Ausnahme von zwölf Personen, die wegen Mangels an Beweisen freigesprochen wurden) zu Strafen von achtzehn Monaten bis zu fünf Jahren Zuchthaus; die meisten wurden zu vier Jahren verurtheilt. Im-Ganzen wurden 879 Jahre Zuchthaus und' 693 Jahre Polizeiaufsicht verhängt. Die Verlesung des Urtheils ging Anfangs ohne Swischenfälle vor sich. Als aber die Nachricht von den Verurtheilungen auf die Straße drang wo in dichten Gruppen die Angehörtgen der Verurt heilten standen, begann ein Jammern und Fluchen, ds immer heftiger wurde, bis es sich auch den Gefangencn in dem zum Gerichtssaale umgewandelten Gotteshause mittheilte. In den beiden Käfigen entstand . eine lebhafte Bewegung, die einen bedrohlichen Charakter annahnu Der Vorsitzer des Gerichtshofes suchte die Verlesung des Urtheils zu beschleunigen, aber der Lärm wurde zuletzt so groß, daß man von der Urtheilsverkündigung kein Wort verstand. Nachdem der GerichtHof sich in größter Eile, fast fluchtartig, zurückgezogen hatte, hieli der zu acht Jahren Zuchthaus verurtheilte Häuptling der Picciotteria" mit schrill klingender Stimme eine furchtbare Drohrede gegen die Belastungszeugen und gegen die Richter. Von den anderen Verurteilten versuchten einige die Stäbe des Käfigs zu zerbrechen; mehrere Gruppen erhoben ein mark- und beinerschütterndes Geschrei. Es war ein aufregendes Schauspiel, und die Aufregung wuchs, als der CarabinieriOfficier seinen Leuten befahl, die Wasfen zu laden. Vierzig Gewehre richteten sich sofort gegen die beiden Käfige, und im Sturmschritt eilten von der Straße noch mehr Carabinieri mit aufgepflanztem Bajonnet herbei; die Zu-schauer,-die sich noch im Saale befanden, wurden hinausbefördert. Der Andrang und das Gewühl vor der Kirchenthür lasen sich nicht beschreiben; es war ein Toben und Tosen wie ter dem Ausbruch eins Straßenkampfes. Plötzlich hörte man drei weithin schalfende Trompetenstöße, die letzte Aussorderung an das Publikum, sich zu zerstreuen, ehe scharf geschossen wird. Die Aufregung wurde riesengroß. Die Weiber, weinten und rauften sich die Haare aus, Soldaten eilten nach allen Richtungen, um den Platz vor der Kirche und die angrenzenden Straßen frei zu machen, die halbe Stadt wurde wieder abgesperrt, dann wurden die Verbrecher, die sich bei dem erstenTrompetenstoß in ihren Käfigen voll Furcht zu Boden geworfen hatten, gruppenweise an einander gefesselt und unter starker militärische: Eskorte in das Gefängniß zurückgeführt. Die unglückliche Liede" der Astronomen. Es gibt leinen Himmelskörp?, der den Astronomen gegenwärtig mehr zu schaffen machte,' als der merkwürdige Planet., der von Dr. Witt in Berlin vor twa zwei Jahren aufgefunden und spät'r auf den Namen des Liebesgottes Eros getauft wurde. Der berühmte Astronom Professor Simon Newcomb hat lirnltö einen ausführlichen Vor-

CJ ) b c D C den Gliedern (- giebt wie v trag vor-der Astronomischen undAstrophysikalischen Gesellschaft von Amerika über diesen Eros gehalten und eine geradezu erregte Erörterung unter den anwesenden Fachgenossen hervorgerufen. Der kleine Planet nimmt unter seinesgleichen dadurch eine einzigartige Stellung ein, daß er nicht wie die übrigen Asteroiden sich lediglich in dem Himmelsraume zwischen den Bahnen des Jupiter und Mars bewegt, sondern gelegentlich der Erde näher kommt, als selbst der Mars. Wegen dieser Eigenschaft machte die Entdeckung des Planeten seinerzeit so großes Aufsehen in der ganzen wissenschaftlichen Welt. Was thun nun die Astronomen, wenn ein neuer kleiner Planet entdeckt ist? f$t beobachten ihn so genau und so oft es möglich ist und versuchsn, seineBahn um die Sonne zu bestimmen. Wenn die Berechnung der Bahn mit genügen"r schärfe aelinat. so kann es nicht schwer sein, den Planeten wieder cuu zufiden, sobald er der Erde nahe genug kommt, um von dem Fernrohr oder von dem geheimnißvollcn Auge der photographischen Platte erreicht zu werden. Aus das Wenn" kommt nun r r i . tj Mi aoer leionveruandtiH das AVer . Berechnuna einer Vlanetenbabn wä rend einer einzigen Erdnähe des Gstirns hat seine großen' Schwierigkeiten, zumal wenn dieses sich mit einer solchen Geschwindigkeit bewegt wie der Planet Eros. Daher können die Astronomen auch nicht voraussagen, daß sie dessen Bahn nach den Erfahrunzen der damaligen ersten Beobachtungen kennen. Nun wird seit Wochen auf die Rückkehr des Eros gewartet, auf jed?n Tg seine Stellung am Himmel nach der vorhandenen Kenntniß berechnet, oft genug das Fk7nrohr, wohl auch die phctographische Platte auf die betreffcnde Himmelsgegend gerichtet, aber bisher ist Alles vergeblich gewesen die achc stimmt nicht, der Planet sieht nicht an der Stelle, wo er der Berechn nung nach stehen sollte. Gerade wegen d eigenartigen Stellung des Eros unter den Planeten wird dieses Mißgeschick von den Astronomen besonders unangenehm empfunden. Man. hat große Erwartungen gerade auf dieftn Neuling im Sternkatalog gesetzt. Prof. Newcomb hat mit großem Scharfsinn auseinander gesetzt, wie durch Beobachtung dieses Planeten von zwei weit auseinanderliegenden Erdpunkten aus, am besten gleichzeitig von den Sternwarten in Helsingsors (Finnland) und Arequipa (Peru), der Werth der Sonnenparc.llare und damit die Entfernung der Sonne von der Erde mit liner bisher unerreichten Genauigkeit bestimmt werden könnte. Da auch sonst der Eros zu den interessantestenPlaneten gehört, so ist seine Sprödigkeit recht zu dauern. Hoffentlich läßt er sich durch die eifrigenWerbungen der Astronomen erweichen und zeigt sich an ciner Stelle des Himmels und in einem Lichte, daß die Astronomen Erfüllung für ihre Sehnsucht finden: ), könnt' ich fassen und halten ihn!" H e nry M cKee. ein G l a s -bläser von Vineland. kam in Daniel Garrison's Grocergeschäft in Bridgeton. N. I.. und verlangte eine Flasche Jamaica Ginger. Garrison reichte McKee ohne Weiteres eine Flasche aus einem Fache und entdeckte erst zu spät zu seinem Schrecken, daß dieselbe Laudanum enthielt. , McKee hatte bereits einen derben Schluck genommen, erkrankte und starb trotz der Bemühungen mehrerer Aerzte in kurzer Frist. Er hinterläßt eine Frau und acht Kinder. F ü r d i e b e i W a t e r ! o o gefallenen Franzosen wird demnächst ein Denkmal errichtet werden. Ein kleines Comite französischer Patrioten hat schon zu dem Zweck auf dem Terrain, wo jene blutige Schlacht stattfand dort kreuzen sich die nach Brüssel und Plancenoit führenden Chausseen ein Stückchen Land angekauft. Der berühmte Bildhauer Gerome in Paris ist damit beauftragt worden, das Monument auszuführen. Dieses zur Erinnerung an Frankreichs todte Krieger bestimmte Bildwerk repräsentirt einen Adler im Todeskanvf. Die eine seiner mächtigen Schroingen hängt gebrochen herab, die andere, von zahllosen Kugeln durchbohrt, streckt der sterbende Vogel wie mit letzter Anstrengung noch einmal weit aus. Der Kopf mit dem geöffneten Schnabel neigt sich zur Seite; die - rechte Kralle umklammert die Stange eines zerfetzten und durchlöcherten Banners. Der über sechs Fuß große Adler, dessen ausgebreneier Flügel allein zehn Fuß und sechs Zoll mißt, ruht auf einem Felsen. Das ganze Denkmal aus Bronce wird eine ftcbc von nahezu fünfzig Fuß haben.

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