Indiana Tribüne, Volume 24, Number 36, Indianapolis, Marion County, 24 October 1900 — Page 2

Jndilma Tribüne, Mittwoch, den 24. Oktober 1U00.

In der mince" Fabrik.

v Vald kommen Danksagungstag irnb Wcihachien wieder herangerückt, und mit diesen schönen Tagen wird auch der Üftincepie", welcher trotz der Verdauungsschwierigkeit und der bösen Trau771 e itt so hoher Gunst besonders bei Jung - Amerika steht, wieder sehr zahlreich an der Tafel erscheinen, mag auch Sxx amerikanischeVolksdichter warnend singen: Mincepie" am Frühstückstisch, Magen, o hüte dich! , Mincepie" zur Mittagsstund' Viel zu früh kommt zum Mund! ' Mincepie" zum Abendbrot . Alpdrücken stets dir droht!' Aber was kümmert sich der genußsüchtige Gaumen um solche und andere Warnungen? Wenn es wirklich wahr ist. daß die Beliebtheit der Pasteten bei den, Amerikanern stark abnimmt, so trifft dies auf die vorliegende Gattung in der besagten Jahreszeit jedenfalls nicht zu. Es ist daher auch von Interesse, eiuen Blick auf die Stätten zu werfen, wo die Füllung für diese vielbegehrte Pastete, das kleingehackte, stark gewürzte Fleisch, hierzulande Mince" genannt, zubereitet wird, soweit die Herstellung im Großen in Betracht kommt. Dasselbe ist ein Nebenprodukt der großen Schlächtereien und Pökeleien. Eigentlich ist es etwas gewagt, in die sem Falle von Nebenprodukt zu sprechen. Ha! doch die Armour'sche Firma allem im vorigen Jahre beinahe 1 Millionen Pfund dieses Stoffes aeliefert! Freilich, andere Produkte dieser blutrünstigen Anstalten belaufen sich noch weit höher. Ein zahlreiches Personal ist eigens mit der Herstellung und Verpackung des Mince" beschäftigt, nicht blos für den einheimischen Bedarf, sondern auch für den Weltmarkt. Indeß sind zwei Hauptgattungen dieses Hackfleisches zu unterscheiden, und für das Bedürfniß des Auslandes, einschließlich sigar der orientalischen Länder, kommt hauptsächlich die condensirte Gattung in Bewrackt, welcbe die starken Würzen mit 'erhält. Die andere Gattung dagegen, das Home-made Mince". der Liebling oer amerllaniicyen Jugend, wird m großen Bottichen stehen gelassen, bis es mit allen den scharfen Würzen gründlich durchsättigt ist. Damit werden die Pasteten gefüllt. Außer diesen Würzen spielen aber noch andere Zuthaten eine bedeutende Rolle. Zucker in große? Menge, Rostrien, Corinthen, dürre Aepfei, Apfel- . Gelee und Apfelmost werden dem Hackfleisch verständnißvoll beigemischt, zum Theil unter Vermittlung großer Maschinen, welche jenes Kleinobst erst reinigen und von den Samenkörnern befreien. Während die Pastetengattung mit den Würzen versetzt wird, wandert die andere nach einem Kühl - Lagerräum und bleibt dort bis zu weiterer Verwendung. Der größte Theil der einschlägigen Arbeiten, außer dem Hacken des Fleisches selbst, wird von zarten und flinken Mädchenhänden unter männlicher Oberleitung besorgt. Anfangs September beginnt die geschäftige Saison in dieser Abtheilung, und sie dauert bis zum 1. Januar. Colorados Entdecker. Ungleich den meisten andern spanischen Entdeckern, welche stch in Amerika ihren Ruhm erwarben, blieb der Entdecke? von Colorado, De Alon, aus freien Stücken für immer hier, obwohl er nicht in Colorado feine Tage beschloß.' Das Interesse an ihm ist in der jüngsten Zeit wieder durch die Geburt eines ferneren weiblichen Nachkommen erweckt worden. Es war im Jahre 1523, als jener berühmte Entdecker in Florida landete und dann durch das ganze westliche Land abenteuerte, bis zur Küste des Stillen Oceans und von da wieder zurück nach New Mexico. Das Klima Cclcrado's, welchem er wegen der großen rothen Felsklippen, die ihm am meisten auffielen, dieser Namen also ungefähr Buntland" gegeben hat, wollte seinem südlichen Blut nicht für einen dauernden Aufenthalt zusagen, obwohl er auf seinen Reisen an sich durchaus nicht scheu vor dem Klima war und bis nach Montana hinaufkam, das er ebenfalls benamst hat. So lleß er sch denn schließlich im SuniGebirge von New Mexico, unweit der heißen Quellen von Jemez, dauernd nieder. Seine Familie, soweit noch von einer solchen die Rede sein kernn tnn sie heirathete in viele andere spanische Familien hinein ist bis auf den heutigen Tag dort zu Hause. Und es fehlt ihr an Gütern dieser Welt nicht. Zum ersten Male seit der Entdeclung Colorados hat jüngst ein Nachkomme des Entdeckers, Frl. AlvaBuca. auf Colorado'er Boden, wohin die Elkern nämlich vor einigen Monaten gesundheitshalber gegangen waren, das Licht der Welt erblickt. - In d er brasilianischen 3tadt Joinville,, Staat Santa Catharina, ist der Munizipalrath aus lauter Würgern deutscher Abkunft zusammengesetzt und es werden daher, wie schon srüh-r einmal, die Verhandlungen, da nicht alle Beisitzer der LanMsprache Vollständig mächtig sind, in deutscher Sprache gefuhrt, wenn auch natürlich bie SitzungsprotoZolle in Portugiesisch ausgefertigt werden.

?llde der (Karp-Familic. Jn'zwei weit von einand entfernten Gegenden sind unlängst die beiden letzten bekannten Mitglieder einer ehemals berühmten Desperado - Familie unschädlich gemacht worden, der Eine hoch oben in Alaska, pnd der Lindere in Arizona. Warren Earp wurde zu Wilc:ix, Ar., getödtet und sein Bruder Wyalt Earp wurde im neuen Golddistrict zu Cap Nome wenigstens schwer verwundet, und auf alle Fälle seine bisherige Strolch - Laufbahn damit zum Abschluß gebracht. Beide wurden durch die Kugeln von Gelbschnäbeln" niedergestreckt, von denen sie geglaubt hatten, daß sie sich einfchüchtcrn ließen. Ein alter Pionier des Wesiens aus dessen wirklich wilder Seit weiß über diese Earps zu erzählen: Ursprünglich waren vier Brüder in dieser eisenfresserischen Familie, und vor einem Vierteljahrhundert widerhallte die ganze Grenzregion von den verwegenen Thaten dieses vierblätterigen Kleeblattes. Alle vier sahen einander auffällig ähnlich. Es waren große, starkknochige. rauhbautzigeMänner. aber mit sehr sanftblickenden blauen Augen, und mit langem, gelbbraunem Dragoner-Schnurrb,irt. Redegewandt waren sie nicht, und sie sprachen Alle sehr schleppend, aber sie waren Männer der That im verwegensten Sinne des Wortes, und Furcht lat seiner von ihnen je gekannt. Das erste Mal, als ich das Quartett von Angesicht zu Angesicht sah, war in Tombstone, Arizona. Die ganze Sippe stand ruhig und in gemüthlicher Laune an einer Straßenecke, und ich war sehr überrascht, eis mir- Jemand sagte, ich hätte vier der gefürcht?tst:n OmnibusRäuber vor mir. Es kam mir erst sonderbar vor. daß gar kein Versuch gemacht werden sollte, sie in Haft zu nehmen, aber ich merkte bald, daß sie eine starke öffentliche Meinung für sich hatten. Ja, so lange sie selber zugegen waren, wagte es Niemand, über sie und ihre Thaten etwas Abfälliges zu sagen, und Manche priesen sie sogar! Und es war für den Fremden entschieden gerathen, in dieses Concert keinen Mißton zu bringen. Es mag unglaublich erscheinen, aber die Earps hielten Tombstone, das' doch zur Zeit schon eine große und wichtige Stadt war, über ein Jahr lang in absoluter Schreckens - Unterwürfigkeit. Sie hatten übrigens noch einen fünften Gehilfen, der als Doc" Holliday sich ebenfalls eines ausgebreiteten Rufes erfreute, ein sehr hoch aufgeschossenes und mageres, träumerisch aussehendes Individuum, aus Georgia gebürtig. Sein Doctortitel kam dcher, daß Holliday von Hause ausZahnarzt war; aber er konnte mit dem Schießeisen weit besser operiren als mit der Tentistenzange, obgleich boshafte Feinde von ihm sagten, die Folgen seien in beiden Fällen gleich lödtlich. Jedenfalls sah er bald aenug ein, daß er als Zahndoctor keine große Zukunft habe. Merkwürdigerweise hat dieser Genosse der Earps einen sehr spießbürgerlichen Tod gefunden; in aller Stille ist er in Colorado der Schwindsucht erlegen. Zwei der Earps aber wurden ziemlich bald mit Pulver und Blei in's Jenseits befördert, und erst dann war der Bann ich möchte

beinahe sagen, der hypnotische Bann gebrochen, in welchem diese Brüder die Stadt Tombstone hielten. Im Uebrigen aber machten die beiden Ueberlebenden noch lange ihrem Rufe , alle .Ehre", wohin immer sie kamen. Wyatt Earp, der jüngst in Alaska Lahmgelegte, wird vielleicht noch der Sportsbrüderschaft durch die krumme kalifornische Klopffechterei zwischen Fitzsimmons und Sharkey, bei welcher er als Kampfrichter fungirte, in Erinnerung sein. Nach den Meldungen aus Nome verliert er. wenn er mit dem Leben davonkommt.- jedenfalls feinen rechten Arm; sein Stündlein als Flinten - Virtuos hat daher jedenfalls gefchlagen, und mit seinem alten Leben ist es zu Ende. Er und sein in Arizcna erschossener Bruder waren beinahe die einzigen Ueberlebenden der Klasse unserer berufsmäßigen westlichen Desperados. England nud daö Metersyflem. Trotz des unermüdlichen Widerstandes einflußreich?? Kreise scheint dk amtliche Einführung des metrischen Maß- und Gewichtssystems in England doch für eine nicht mehr allzu ferne Zeit bevorzustehen. Wiederholt schon haben die berufensten Vertreter des Handels und der Industrie, unterstützt durch die Presse, die englische Regierung um Einbringung einer diesbezüglichen Vorlage ersucht. Ihrem zuweilen etwas stürmischen Drängen ist es wohl zu verdanken, daß das Ministerium des Auswärtigen im Auftrag der Gesammtregierung bei den politischen und commerciellen Vertretern Englands im Auslande soweit sie in Ländern stationirt sind, in denen das metrische System amtlich und obligatorisch eingeführt ist über die mit diesem System dortselbst gemachten Erfahrungen ine Umfrage veranstaltet hat. Es waren hierbei in in Hauptsache Aufschlüsse über folgende Fragen verlangt worden: 1. ob es leicht oder schwierig gewesen sei, den Wechsel im Maß- und Gewichtssystem in dem betreffenden Lande durchzuführen, mit Angaben über den Modus der Einführung des neuen Systems und über die Zeitdauer, die hierfür tx5o.x

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VV 0XK00X CKX00K0CK derlich war; 2. inwieweit das metrische System beim praktischen Gebrauche sich bewährt habe und ob nicht etwa Wünsche auf Wiedereinführung des alten, verlassenen Maß- undGewichtssystems laut geworden , seien; 3. welchen Einfluß die Einführung des Metersystems auf den Handel der sich seiner bedienenden Völker gewonnen habe. Auf diese Fragen sind im Ganzen 22 Antworten eingegangen, die nunmehr gesammelt und veröffentlicht wurden. Alle stimmen zunächst dahin überein, daß es für die Einführung des metrischer. Systems stch am zweckmäßigsten erwies, dasselbe von einem bestimmten Termin an obligatorisch zu machen. Der Wechsel vom alten zum neuenSystem vollzog stch in überwiegend ländlichen Gegenden langsamer als in den tädtendoch ist die heranwachsende Generation allenthalben mit dem neuen System völlig vertraut geworden. Mit Ausnahme der Türkei, in der eine unwissende Bevölkerung dem allgemeinen Gebrauch des Metersystems unüberwindliche Hindernisse entgegensetzt, breitet sich das letztere immer mehr aus, und wo es einmal eingeführt ist, regt sich kein Wunsch auf Rückkehr nach dem alten System. Ein günstiger Einfluß des Metersystems euf Handel und Industrie ist überall, wo es im Gebrauch steht, unverkennbar. Die zahlreichen Freunde des Metersystems in England können also, wie man sieht, mit dem Ausfall der veranstalteten Enquete wohl zufrieden sein. ' Die Caymanen-Jnsulaner. Als Schauplatz von Matrosen-, Ex-Sträflings-und anderen Cclonien, welche in paradiesischer Einfachheit dahinleben. und sehr nxnig Verbindung mit der großen Welt haben, werden gewöhnlich Inseln des Stillen Oceans genannt, wie Pikairn u. s. w. Aber auch der westindische Archipel, in welchem sich ein so wesentlicher Theil der amerikanisch-spanischen 'Kriegsoperationen abspielte, ist noch heutigen Tages nicht ganz ohne solche Beispiele. Von einem dieser möge hier etwas näher die Rede sein, nach z:euerlichenMittheilungen eines Correspondenten aus Kingston, Jamaica. Jamaica ist das Mutterland einer Anzahl Nachbar - Inseln, die wenigstens dem Namen nach von seinem. Gouverncur mit regiert werden. Manche dieser sind öde Korallen- oder Vul-kanfels-Eilande, auf denen nur ab und zu ein einsamer Crusoe, oder vielleicht auch eine Familie, eine Zeitlang haust, und die sonst nur von kleincnSchoonern gelegentlich wegen Schilkröten, Scevö-gel-Eiern und Guano aufgesucht werden. Indeß sind auch zwei Gruppen größerer Inseln darunter, nämlich die Turko und die Cayma?.s. Letztere Gruppe ist entschieden die interessantste. Sie liegt ziemlich weit aus dem Weg, ungefähr 200 Meilen nordwestlich von Jamaica, und umfaßt drei Haupt-Eilande. GrandCayman. Little Cayman und Cayman Brac. Columbus entdeckte diese Inseln auf seiner Rückfahrt von Porto Bello nach His paniola (dem heutigen Haiti) und nannte sie, wegen der vielen Schildkr'öten an den Gestaden, Las Tortugos". Ihr heutiger Name stammt von Caiman", was Alligator bedeutet, well die erstgenannte und größte der Inseln, von Osten her gesehen, einem Alligator gleicht. Es ist bemerkenswerth, daß gerade von diesen Inseln die Spanier niemals Bcsitz ergriffen. Bald nachdem dieSoldaten Cromwell's Jamaica genommen hatten (1655), fetzten sich Zwar Briten hier fest; im Uebrigen blieben die Inseln auch fernerhin selbst in den stürmischsten Zeiten sogut wie ungestört, theils wegen ihrer Abgelegenheit, theils weil Franzosen, Spanier, Amerikaner, Holländer, und auch die Engländer, ihnen zu wenig Werth beilegten. So sind denn ihre Bewohner für sich geblieben. Man erzählt, daß in den schwarzen Tagen von Teäch und Flint das große Cayman ein Hauptquartier für Seeräuber gewesen sei. welche-Jagd auf vorüberfahrende Schiffe machten, dieselben aber fern vomGestade zurNachtzeit in großen armirtenBooten anfielen. An den wenigen Stellen, wo Schiffe durch die Korallenriffe hindurchfahren können, welche die Insel umgeben, pflanzten sie Kanonen auf, und gar manche dieser kann man noch heute im Sand eingebettet finden. Die Herrlichkeit dieser Piraten dauerte auch lange; schließlich ' aber wurde ihrem Treiben doch tin Ende gemacht. Viele der Piraten entkamen in ihren Bten nach der amerikanischen Küste und !ie-

es Akut QQ ßen sich an den Gestaden des Mississippi nieder. Andere durften unbehelligt zurückbleiben, ohne daß ihre Bergangenheit weiter untersucht 'wurde, und ihnen schlössen sich von Zeit zu Zeit weiße Ansiedler oder Abenteurer aus Jamaica an. Das Wort, daß das Land glücklich sei, das keine Geschichte habe, trifft auf diese Insulaner seit dem Aushören der Seeräuberei entschieden zu. Auf der größte der Inseln führen heute etwa 5000 Menschen ein zufriedenes Dasein, auf den übrigen nur eine Handvoll. Die ganze Einwohnerschaft besteht aUt thatsächlich nur aus etwa einem Halbdutzend Familien; so ziemlich die einzigen vorkommenden Namen sind: Bodden, Scott, Foster, Edden und Hunte?, und Alle sind mit einander mehr oder weniger verwandt. Das Sippengesühl ist bei ihnen sehr stark ausgebildet, und man thut nicht gut daran, bei irgend einemEaymanianer sich abträglich über einen andern zu äußern. Gelegenheit gibt es allerdings ohnehin äußerst wenig dazu; in 25 Jahren sollen nur zwei Dampfer am Groß-Cayman angelegt haben: ein Tramp-Dampfer, der aus seinem Curs verschlagen worden war, und ein spanisches Kreuzerboct während des Krieges vor zwei Jahren. Sonst unterhalten die Eaymanianer nur durch ihre eigenen kleinen Schooner etwas Verbindung mit der AußenWelt. Sie sind Bootbauer ersten Ran-' ces trotzdem sie Alles mit Handarbeit machen ebenso geschickte wie derwegene Matrosen, gute Schildkröten? fänger (die als solche bis nach Centralaerika Erpeditionen machen) und treiben auch Landbau. Im Uebrigm ist ihr Leben ein höchst primitives, und sie lassen sich am besten mit den berühmten Pitcairn-Jnsulanern vergleichen. Der ttapcrkreuzer Chateaurenault. Frankreich ha! aus den Erfahrungen res spanisch - amerikanischen Krieges die Nutzanwendung ziehen zu müssen geglaubt, daß Schnelligkeit die beste Waffe der Kriegsschiffe sei. Daraus erklärt sich auch der Triumph, mit welchem man die vor Kurzem vollzögenen ersten. Probefahrten des Croiseur Rapide" (Schnellkreuzer) Chateauremault" feiert, der wie seine ihm sehr ähnlichen Vorgänger, die großen Kreuzer dEntrecasteaur" und Guichon" fast ausschließlich für den Kaperlrieg bestimmt ist. diese aber an Schnelligkeit wesentlich übertrifft. -Für seinen besonderen Zweck ist die Geschwindigkeit von 23 Seemeilen, welche Chateaurenault" besitzt, gewiß außerordentlich schätzenswerth; denn mit Hilfe derselben kann er jedem stärkeren Gegner entfliehen, jeden schwächeren jagen. Er hat mit natürlichemZuge, ohneVentilationshilfe bei der Heizung gelegentlich der Probefahrten 22 2 Seemeilen bei 19,000 Pserdekräften geleistet, wobei die Kessel und Maschinen sich sehr gut bewährt haben sollen. Auch sonst macht das Schiff seinem Erbauer, der berühmten Schiffswerft in La Sevne bei Toulon, derselben, die vor nunmehr 33 Jahren die als besonders schön und gut bekannt gewordene deutsche. Panzerfregatte FriedrichKarl" gebaut hat, alle Ehre. Chateaurenault wird vermuthlich auf längere Zeit der schnellste große Kreuzer aller Kriegsflotten sein, denn er übertrifft sowohl den englischen Terrible" von 14.200 Tonnen, wie auch unsere Columbia" von 7400 Tonnen um fast eine Seemeile an Geschwindigkeit. Inder Nähe des Städtcßens Vis6 in Belgien spielte das zweijährige Kind eines Streckenwärters auf dem Schienenstrang der nach Gronsveld führenden Bahnlinie. Als die in dem Vorgarten ihres Häuschens beschäftigte Mutter den warnenden Pfiff der Locomotive eines nahenden Schnellzuges hörte, sah sie sich nach ihrem Kinde um. Sie erblickte es zwischen den Schienen und eilte voll Entsetzen hinzu. Schon hatte sie die Kleine sicher im Arm. da stolperte sie und fiel der Länge nach über das Geleise. Der Bahnwärter war aus einiger Entfernung Zeuge des Vorgangs geworden. So schnell er vermochte, lief er herbe:, um Frau und Kind der furchtbaren Gefahr zu entreißen. In dem Moment aber, da er Beide ergriffen hatte und mit ihnen zurücktien wollte, faßte ihn die Maschine des Ezpreß. Alle drei wurden von denRädern zermalmt, ehe der Zug zum Stehen gebracht werden konnte. Als blutige Masse trug man die Verunglückten in das Wärtcrhäuschen. ... - .. ....... . . .. ' .-

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