Indiana Tribüne, Volume 24, Number 35, Indianapolis, Marion County, 23 October 1900 — Page 2
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Jndiana Tribüne, Ticttstag, den 23. Oktober WOG.
Entlarvte Schwindler.
,J Vf dem internaiicrtalert Congretz bet Spiritisten in Paris erregte eine Gruppe Aissauas mit sensationellen Productiouen ' gewaltiges Aufsehen. Die Leute gaben sich als Mitglieder einr Art von religiöser Secte aus, die sich auf mysteriöse Weise fest" zu inachen verstehe. Nun erklärt ein gewisser Soliman Carrus in: Pariser MaiiV aß Alles, was die Aijsauas rnachen, Schwindel (llapriic) sei, und er hat seine Behauptung in einer Sitzung ticx Pariser Journalisten bewiesen. Man schriebt darübr: Solinian breitete auf einem Tisch einen großen Säbel, Hutnadeln, Dolche, große und starke Nadeln, eine Zleine Fackel und eine SchachtelStreichHölzer aus. zog den Rock aus und streifte die Aerinel seines Hemdes auf. Nach diesen Vorbereitungen hielt et folgende Ansprache: , Ich habe unter ien Stäminen der Aissauas gelebt und toar während der Ausstellung des Jahres 1889 Regisseur der Aissauatruppe, die alles nach dem Maisfeld Zog. Ich kenne lso ihre Tricks, und Sie werden sie in fünf Minuten auch kennen. Die Aissauas sind' nur eine Art Jongleure. Was rnan von icligiöser Secte, nothwendigen Ritus, Leschwörungen. Anrufungen, entnervenden Tänzen.' berauschenden Wohlgerüchen und begeisternden Sprechgesän$cn sagt, ist vollständig unnütz und nur erfunden, um solche Leichtgläubigen wie Sie es sind, zu täuschen. Ater die schönsten Worte sind nichts gegen praktische Versuche. Ich beginne slso. .." Mit diesen Worten nimmt Soliman eine Hutnadel, öffnet den Mund und durchsticht jetzt mit lächelndem Gesicht die Backe; dasselbe macht er mit einer zweiten und dritten, und zwar so, daß er die Köpfe im Mund behält und die Spitzen heraussehen er lächelt- noch immer. Nachdem- die Nadeln ebenso leicht herausgezogen hat, sticht er eine vierte in den Arm. nicht etwa in die Haut, sondern t:ef,in das Muskelgewele. und die Nadel kommt unter dem Arm wieder zum Borschein. Dabei erklärt er ruhig, daß diese Operation keinen Schmerz verursache, wenn man die richtige Stelle finden könne,' und daß die Wunde nicht blute, weil die Nadel rund ist. Sie hätte geblutet, wenn die Nadel viereckig oder dreieckig wie ein Dolch gewesen wäre. Wenn Sie mir eine Backe leihen wollen, w.eine Herrcn". sagt Soliman darauf, so werde ich eine Nadel hineinstechen. Sie werden sehen, wie einfach das ist". Aber keiner aus der Versammlung verspürt Lust, seine Backe zu leihen"; man borgt wohl im Nothfall einem Taschenspieler seine Uhr, aber einem Aissaua die Backe.- das überlegt sich jeder doch. Da keine Backe kam, fährt Soliman fort: Mäne Herren, ich werde inir die Zunge durchstechen!" Erneuter Schrecken, alles weicht zurück! Aber Soliman steckt schon die Zunge heraus, sticht einen großen spitzen Stift mitten hinein und dreht ihn herr?m. Nachdem er die Spitze wieder herausgezogen hat, erklärt, er das Geheimniß: alle Aissauas haben Löcher in den Backen und in der Zunge, wie die Frauen in den Ohren. Sie stecken die Nadeln immer in dieselben Löcher. Uebrigens", fügt er hinzu, kann man auch andere rnachen, man fühlt es gar nicht, und wenn rnir jemand seine Zunge leihen will?" Soliman sticht sich denn eine Nadel dier Centimeter weit schräg in den Leib, es fließt kein Blut. Er schneidet sich den Daumen, der reichlich zu bluten anfängt, aber das ist ' wieder ein Trick; er hatte sich vorher zwei SteckNadelstiche beigebracht. Er stützt sein Messer auf den Daumen, so daß er die beiden Stiche vereinigt und die beiden Blutströpfchen eine einzige Linie öilden; er drückt den Daumen an der Basis, das Blut scheint reichlich herauszuspritzen; ab ein Hauchen über die - Wunde und es bleibt nichts, man bernerkt nicht einmal die beiden Stiche Geheimniß und Taschenspielerkunststück!... Ein Journalist läßt sich jetzt nicht länger halten, stürzt auf So liman zu. hält ihm die Backe hin und ruft: Durchstechen Sie sie mir!"... Bravo!" ruft ein anderer, man muß 'diesen Aissauas zeigen, daß man sich nicht nur in Marokko die Backe durchstechen lassen kann." Darauf durchsticht Soliman dem Journalisten die Backe und alle drängen sich um ihn, ziehen an der Nadel, der Patient sagt nichts! Jetzt treibt sich der' ganz enthusiasmirte Soliman mit kräftigen Haminerschlägen einen seh? scharfen Säbel in den Bauch. Es war schrecklich! Als er aber den Säbel zurückzieht, ist der Bauch nicht zerschnitten. Ich könnte -das auch mit einem Rasiermesser machen", sagt er. Man braucht es nur anz flach zu legen. Die Barbiere kennen diese Besonderheit auch sehr $ut" Zum Schluß kam das Feuer an 'die Reihe. Soliman ging mit der klei--nen angezündeten Fackel unter dem Arm umher, der ganz geschwärzt wurdet aber nicht verbrannte. ' Zum ersten mal wand und drehte sich Soli'man und machte Tanzbewegungen. Das geschieht, uci den Luftzug zu schaffen, der zwischen Flamme und Arm hindurchgeht, um das Anbrennen !des Arms zu verhindern. Uebrigens hat die Flamme keine Kraft, 'denn die Fackel ist mit Oel durchtränkt. Mit einer Gasflamme würde ich mir das Vergnügen nicht gestatten." Als der Journalist, der sich die Backe hatte durchsteche?, lassen, nachher beglückwünscht wurde, sagte er: .ES war
nichts, aber ich fühle, daß die etwas anschwillt." Daß die Zauberkünste der Aissauas nichts übernatürliches n sich haben konnten, war für jeden verständigen Menschen von vornherein klar.
Rußland iitNslen. Der chinesische Genflitt legt dem russischen Reicbe enorme Opfer aus; das an Blut wird bei der Masse verfügbarer Menschen zunächst weniger schmerzlich empfunden als die Geldausgaben. Der Krieg kam in dorpelter Hnisicht zu früh, weil er den Bau der Sibirisch - Ostchinesischen Bahn stört, und weil Rußland in Ermangelung dieses Schienenwegs noch nicht seine kriegerische Kraft in vollem Maße entwickeln kann. Die ausständigen Chinesen b)aben an der Bahn vielen Schaden angerichtet, so daß ihre Vollendung innerhalb der vorgesehenen Fristen schwerlich wird erfolgen können. Aber diesen Nachtheilen stehen Vortheile gegenüber, die allen Schaden ausgleichen, sie sind theils materieller, theils moralischer Art. Die Mandschurci kann den Russen nicht mehr streitig gemacht werden, das werden die verstocktesten Mandarine einsehen. Darin liegt auch keine Ueberraschung. denn ein Proceß geht zu Ende, der mehr als 40 Jahre gewährt bat. Ein Drittel des ursprünglichen Gebiets ist seit 1858 unter russischer Herrschaft. Ter russisch - chinesische Vertrag über die Pacific - Bahn mußte den Russen den Rest der Mandschurei ausliefern. Das Land ist gesund, gut bewässert, in den Thälern sehr fruchtbar; in den Bergwäldern ist viel Wild; die Flüsse sind fischreich. Das chinesische Kaiserhaus ist seiner Wiege entfremdet, die Mandschu bilden gegenwärtig weniger als den zehnten Theil der Bevölkerung; diese besteht übrigens ausTungusen. Mongolen. Chinesen und Mischlingen dieser Völker. Das Bestreben Rußlands, zu? Sicherung der Bahn und zur Förderung seiner Absichten in der Mandschurei russische Bauern anzusiedeln, hat nicht so bald Erfolg gehabt, wie.in Petersbürg erwartet worden. Kosaken könnten nicht so zahlreich ansässig gemacht werden, daß dem Bedürfnisse entsprochen wäre, und sie haben keine anderen nachgezogen, weil sie die Bauern bald wieder nach den russischen Gouvernements abrücken sahen. In diesen Verhältnissen werden die neuesten Ereignisse starken Wandel schaffen. , Das Ansehen Rußlands ist durch seine schnellen Erfolge in der Mandschurei und sein Gewicht im Rathe Europas nicht minder durch den Niedergang Chinas im Steigen; die Zahl der ansässigen Kosaken ist bedeutend vermehrt wordens die Intendantur hat sie gut versorgt, und die älteren Elemente der Bevölkerung stellen sich gern unter ihren S'chutz. Unter den durch Zwangsverurtheilung nach .Sibirien gelangten Personen in 100 Jahren etwa 700,000 mit 150,000 Angehörigen befinden sich viele, die dieses Schicksal nicht verdienen, sondern in den soliden und arbeitsamen Stamm der Kolonisten gut hineinpassen. So läßt sich erwarten, daß rzach der Vollendung der Bahn, durch die vorhandenen Kräfte angezosn. ein starker Zuzug erfolgen wird, nicht nur aus Rußland, sondern auch aus China und Indien, da der Islam in der Mandschurei viele Bekenner hat. Das Land ist dünn bevölkert, denn es zählt nur 7 Millionen Einwohner. Glocken aus Nickel.Aluminium. Eine wichtige Neuerung auf demGebieie des Glockengusses, welche die Ersindung eines Franzosen ist, lenkt die Aufmerksamkeit auf sich. Der Erfinder verwendet Nickel - Aluminium" zum Glockenguß. Natürlich ist die Wahl des Materials, aus dem die Glocken hergestellt nxrden, von großer Bedeutung. Abgesehen von der Klangfülle, der Genauigkeit und der Schönheit des Tones, dcn man zu erzielen wünscht, ist ein Moment, auf das sorg, fältig Rücksicht genommen werden muß, das Gewicht, nicht nur wegen der Schwierigkeit, eine Glocke hoch in einen Thurm hinauszuschaffen, sondern noch vielmehr wegen der Erschütterung, die durch die Schwingungen der Glocke hervorgerufen wird; diese Erschütterung stellt für den Glockenthurm, wenn er nicht genügend solide und kräftig gebaut ist. eine mehr oder weniger ernste Gesahr dar. Auch in Bezug auf die größere Sparsamkeit lhat, wie es scheint, für den Glockenguß die VerWendung des, neuen Materials, das eine Mischung aus Aluminium. Kupfer und Nickel ist. eine große Zukunft und ist vielleicht bestimmt, in vielen Fällen die Bronze zu ersetzzn. Das neue Metall wiegt ein Drittel weniger als Bronze, und die aus ihm hergestellten Glocken haben eine Klangfarbe, die der gewöhnlichen mindestens gleich sein soll. Außerdem leisten diese Glocken den Unbilden der Witterung besser Widerstand, weil das Nickelaluminium nicht oridirt. und obendrein sind sie weniger theuer. Aus diesen Gründen ist es wahrscheinlich, daß die Fabrikation der Glocken mit dem neuen Metall. die schon sehr gute Ergebnisse zezeitigt hat, in der nächsten Zukunft eine roße Ausdehnung erfahren wird. Kleine Geister tragen die Signatur ihrer Zeit, große geben der Zeit ihre Signatur. .
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6 VSgelflug dei Mondschein. Es sind erst drei Jahre her, daß Professor Oirin Libby, von der Umdersität vonWisconsin, zum ersten Mal speciell auf den Werth eines nächtlichen Studiums fliegender Vögel zur Zeit des Vollmondes aufmerksam machte. Während der iünasten October - Vollmondzeit waren in einem großen Theil j unseres Landes die Verhattmsje ?ur ein solches Studium besonders günstig, und es fehlte auch nicht an Forschern, welche den bestmöglichen Gebrauch .davon machten, um womöglich neue Auskunft über die Gewohnheiten der Wandervögel überhaupt zu gewinnen. 2ftcm, wub,te länast. bafc ein auter Beobachter zur Nacktheit aeleaentlich auch mit un- j bewaffnetem Auge einen interessanten, wenn auch nur flüchtigen Anblick von einem Voael, der unmittelbar die halbe Mondscheibe kreuzt. erHaschen könne; I aber welche Möglichkeiten erst in einer j solchen Beobachtung mittels eines Te- j lescops oder eines guten Feldstechers j liegen können, und wie genußreich die- : selbe sein kann, darauf wird man erst ; in neuerer Zeit immer mehr aufmerk- j sam. i Bekanntlich sind die Wandervögel noch zum ersten Theil ein Räthsel, und nur wenn sie in der einen oder anderen Richtung wandern, d. h. eine kurze Zeit im erbit und im rübiabr. könrun sie überhaupt studirt werden, wenigstens ! in ihrem ungestörten Trewen. umci) gute- Beobachtungen sind aber auch, nur zur Vollmondszeit möglich: wenn der Himmel von Wolken überzogen ist. läßt sich sogut wie gar nichts thun. Die Wanderungen dieser Vögel hin und her scheinen viel mehr mit dem Mondschein zu thun zu haben, als man früher angenommen hat, und offenbar schätzen diese Segler der Lüste selber das Licht der Mondstrahlen sehr hoch; wie massenhast sie in dasselbe fliegen, davon haben nicht-wissenschaftliche Beobachter keine Ahnung. Andererseits ermöglicht diese Vorliebe es sehr oft, die Vogelgestalt mit wunderbarer Deutlichkeit sich von dem lichten Grunde abheben zu sehen und die Flugbewegungen mehr oder weniaer aenau au verfolgen. Man kann sich keine schöneren natürlichen Silhouettenbilder denken, als gar manchmal eine solche Vogelge'talt über der Mondscheibe sie bietet. Professor Libby hat an einer günstige Stelle in der westlichen Binnen-see-Gegend eines Nachts binnen drei Minuten allein 45 Vögel verschiedener Gattungen über den Mond dahin fliegen sehen, und mit Hilfe seiner Assistenten konnte er in einer Nacht 3800 deutlich von einander verschiedene Vogelrufe wahrnehmen und verzeichnen. In drei Nächten wurden 583 Vögel beobachtet. welche über den Mond flogen; alle Arten waren unter ihnen vertreten, aber die hervorragendsten Gattungen unter denen, die sich noch deutlich erkennen ließen schienen rothflügelige Schwarzdrosseln, Krähen-Schwarz-drosseln, Wiesenlerchen und gelbe Hammers" zu sein.' Viele der kleineren Sing- und anderen Vögel bewegten sich wie ebenso viele Jnseciin über die helle Mondscheibe dahin. Ein Sperlingsgeier, der anscheinend bis in das Herz des Mondes flog und dann eine volle Minute ganz bewegungslos schien vielleicht um zu einen Stoß gegen einen vereinzelten Singvogel auszuholen, welcher ein Nachtzügler irgend eines vorüberwandernden größcren Schwarms war bot einen besonders . bemerkenswerthen Anblick. Außer den großen lassen sich übrigens auch Vögel mittlerer Größe, wie Rothdrosseln und die schon genannten, recht gut unterscheiden, sowie sie mit ihrem Flug in die Mondlicht-Strahlen hineinkommen. Diese nächtlichen telescopischen Vo-gel-Studien, obwohl sie erst seit ganz Kurzem wirklich systematisch betrieben werden, haben bereitszur Genüge dargethan, daß Vögel von derselben Gattung ebenso bei Nacht.wie bei Tage, zusammen fliegen; nur ganz ausnahmsweise läßt sich unter einer solchen wandernden Familie ein Fremdling bemerken. Manche der geflügelten Reisenden sind nur einem milden und doch deutlichen Lichte sichtbar, andere aber geraume Zeit, namentlich wenn sie sich in einem Winkel ber den Mond dahin bewegen. Wenn man bedankt, daß das Fernglas, das auf den Mond gerichtet ist, auf alle Fälle nur einen fehr kleinen Raum überspannt, so kann man sich einen Begriff von den wahrscheinlich unermeßlichen Vogelschwarmen machen, welche den gleichen Weg wandenn
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mit I0 Man hat schon allerhand Grunde dafür vorgebracht, weshalb die Vögel zur Nachtzeit wqndern. Gelehrte wie Prof. Libby und noch mehrere Andere sind überzeugt, daß diese Thiere unter Deckung der Dunkelheit viel besseren Schutz vor ihren Feinden haben, unter denen der Menschen erster Linie in B:tracht kommt, während sie zur Tageszeit die Ruhe mit der Suche nach Futter an günstigen Stätten vereinigen können. Es gibt amerikanische Vogelgattungen. welche den Sommer in Alaska und den Winter in Patagonien verbringen, und jeden Fuß ihrer langen Wanderflüge legen sie zur Nachtzeit zurück! Die Frage aber, was überhaupt die Grundursache der Wanderunyen ist, und ihr verschiedenen Flug-Arten liegen noch sehr im Ungewissen und man macht sich gute Hoffnung. bei weiterer Entwicklung der vorliegenden, noch so neuen Forschungen darüber noch viele interessante Auskunst zu erhalten. Nebenbei eröffnet diese Vereinigung von naturgeschichtlick,cr Beobachtung und Astronknie auch ein neues Feld für die besseren Straßen-Telescope, welche da und dort für das schaulustige Publikum aufgestellt, weiden ; wenigstens läßt sichrer Werth dieser Telescope als Unterhältungssache hierdurch erweitern, und auch ohne Wissenschaftliche Bedeutung können solche Mondguckereien, wie gesagt, recht genußreich sein. r efttrchtcte Tchiffsladungsn. Sprengstoffe und Thierknochen sind durchaus nicht die einzigen Dinge, welche als Schiffs-Cargos von 'den Seefahrern gefürchtet werden. Es gibt noch manche andere, die schwer verpönt sind, und darunter ' sogar einige, die sonst zu den beliebtesten gehören! Wer möchte es z. B. dem Zucker zutrauen, dß er. auf dieser Liste steht i Aber alte Seefahrer haben einen hollisch?en Respect vor dem Zucker als Schiffsladung, besonders wenn sie dieselbe aus ein:m tropischen oder halbtropischen Lande befördern müssen. Eine kurze Weile sagen sie geht es n; aber wenn der Zucker einmal in einer Temperatur von 90 bis 110 Grad dünstet, dann ist die Wirkung eine entsetzliche, nicht blos für den Ge-ruchs-, sondern besonders fjr den Geschmackssinn, und die Theeriacken würden manchmal am liebsten Essig, mit Eitrcn:nsaft-tIilV0r". gallonenweise tunken, um den schauderhaften Geschmack wegzubekommen. Ungefähr ebenso sehr wird ein Kaf-fee-Eargo gefürchtet. Acht bis zehn Tage mag der Geruch der grünen Kaffeebohnen ganz angenehm erscheinen, nachher aber wird er allmälig unausstehlich, und bei feuchtem Wetter ist er der Schrecken der ganzen Mannschaft. Ja. e soll mitunter eine ganze Schiffsmannschaft dadurch beinahe rasend geworden und nicht mehr im Stande gewesen sein, irgend ein Nahrungsmittel zu berühren, einfach weil Alles an Bord des Schiffes mit dem vermaledeiten Kaffeebohuen-Ge-schmack gründlich imprägnirt war! . Zu den a l l e r schlimmsten Schiffsladungen aber, nicht blos wegen der hochgradigen Unannehmlichkeit, sondcrn auch wegen der Krankheitsgefahr, wird Fichtenholz und verwandte harzige Holzgattungen gerechnet. Das Harz vom Holzescheint schon sehr bald absolut Alles zu durchdringen; - sogar das ganze Wasse.r .schmeckt nach Harz, sodaß kein Mensch mehr es trinken kann, und wenn er auch an. wahren Tantalus-Durstqualen leidet. - Auf einerFahrt. die mit einer solchen Cargo stattfand, sind drei Mann unterwegs am Fieber gestorben, und alle Uebrigen waren bei der Ankunft im Bestimmuugshafen in schrecklich demoralisirtem Zustand. Der betr. Capitän selbst sagt, es habe Monat: gedauert, bis er ganz über die Wirkungen "hinweggekommen sei! . - - Ein zarter Wink. Der Galan: Ach, meine Damen, wie glücklich wäre ich. so zwei Schwestern zu besitzen, wie Sie.Fräulein Elsa, und Sie, Fräulein Paula!" Fräulein Paula: Sie verlangen zu viel. Meine Schwester Elsa. zur Schwägerin zu haben, wär' auch nicht ohne." GuteAuskunft.A.: Nicht wahr, Sie, als Einheimischer, können mir gewiß die Berge ringsum nennen?" Bauer (der sich nie in seinem Leben um die Namen der Berge gekümmert hat): Ds da drüben is der Hundskogel und die andern sind halt alle so Vrivatbcrgerln umanand'!-
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