Indiana Tribüne, Volume 24, Number 32, Indianapolis, Marion County, 20 October 1900 — Page 1

1 1 . & -Mit- - Sonntag? S ; $ Blatt L i iiz 10cperWoche i 4 m W Erscheint jedcn Ztachmittag nd Honntag Morgens. Jahrgang 24. Jndl'anapolls, J)ld.. Samstag, den 20. Oktober IWl). No. 32

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Ausland Depeschen MMH'M Hat sich in aller Ttille Aus iurn holländischen Kreuzer ,Gc!dcr!and" eingeschifft. ZZlntigcs Gefecht Zwilchen ?oe reu und Z,,rilcn.

5!n Attentat auf den Zaren vcr eitelt. Die Lag? in China. Pao Tiug Fn von den Verbündeten bcse!;:. Tic Sorichlägc der chincsischcn Frit cns-üomQ.ssärc .Haben in Berlin keine Gnade gefunden. Äerschiedencs an? den: dcutsöcn ökeich. De r Krieg in Südafrika. London, -0. Okt. cri Roberts fyi! untere Saturn ccm IS. Ctt. cen Pretoria au3 rcie folgt an das KriegZiepaiiemcnt telegraphirt: Eine Abtheilung Boe.ren bring in der Nacht des 16. Cftccet in Jazersfcntin ein uns am sturen Morgen f ant tl zu einem heftig Gefecht. Wir hatten elf Todt', di: Beeren verloren aber ihren Hcinnundanteii unb zwanzig Mann. Gen. Kelly-Ker.7.y schickte sofort eine ilolcririe unter Huzh:s-.zll:tt ab. die heute inJazersfontew. ankommen sollte." L o u r e n z o M a r q u e s . 20. Okt. Der Präsident ftriner wurde am Frei--tag Morgen um fünf Uhr in aller Still: cn Bord des holländischen Kreuzers Gelderland" gebracht, der ihn nach Hol land bringen wird. Als Grund für die frühzeitige Einsckiiffuna wird angegeben, dem crrKrüg befürchtete, cen den Boeren ange- , griffen zu werden, da die Letzteren sehr ausgebracht darüber sind, dah ihr Präsident das Land verläßt. Hctt Krüger verließ das Haus des Gouverneurs in Begleitung des Dr. Hayman in einer Mieihs kutsche, während der Go. ''neur in seiner Pri?at-Equipage na., Die Wagen f übten durch das k, und Herr Krüger schiffte fi -n station und nicht an dem Passaa : duna-platz ei::. Die Gelderlind" wahrscheinlich ain Samstag in See gehen. Die hiesiaen Eisenbahn-Behörden ha5en Befehl erhalten, alles Vetrieb-Mate-rial der Neterlands Eisenbahn an die Briten zu übergeben. Zusammenstoß auf einer unterirdischen Eis ? n b a h n. ' Paris. 20. Oktober. Auf der ; erst vor Kurzem in Betrieb gesetzten : unterirdischen Eisenbahn ereignete sich im Freitag Morgen der erste Unglücksfall. Zwei Züge kollidirten und es wurden dabei 29 Personen verletzt, zwei davon tödtlich. Ter Unfall ereignete sich zwischen der Station am Ausstellungsplatz und derjenigen an der Place de la Eoncorde. Ein Zug war in die ConcordeStation eingefahren, gleich darauf aber wieder zurückgefahren, und er kollidirte dann mit dem nachkommenden Zug. Gl üblicherweise fuhren beide Züge ziemlich langsam, der Zusammenstoß war aber dennoch ein recht hefti- . zer. Der letzte Wagen wurde fast ganz zerstört; die sämmtlichen Fenster beider Züge wurden zertrümmert und die elektrischen Lichter erloschen. In der Dunkelheit herrschte die größte Aufre gung. , , Rev. Dowie in London. Londo:-. 2O. Oktober. Die Studenten der Medicin, die am Donnerstag Abend verhaftet wurden, weil sie di? Versammlung des Zionistenpredigers John Alexander Dowie gestört hatten, wurden am Freitag zu kleinen Geldstrafen verurtheilt und dann entlassen. Red. Dowie wird nach wie vor Versammlungen in der St. Martins Town Hall abhalten, es wird aber da für Sorge getragen werden, daß solche Störungen, wie am Donnerstag, nicht mehr vorkommen.' Höhere Zoll:. Bern. 20. Oktober. Da soweit kein neuer Handelsvertrag zwischen der schweizerischen Republik und den Ver. Staaten zu Stande gekommen ist, mlls sen von jetzt an für alle aus den Ver. Staaten kommenden Waaren die allge meinen schweizerischen Zölle bezahlt werden. Die bisherigen Zugeständnis

alZlnellrvegunjttgite Natton fallen reg. D i e G r a u ' s ch e O p e r n g e s e l U schaft kommt. London. 20. Oktober. Der Dampfer New Jork", der am Samstag von Southampton nach New Fork abgeht, wird Herrn Maurice Grau, Edouard DeReszcke. Madame Nordica. Mlle. Bauermeister und 70 andere Mitglieder der Grau'schen Operngesellschaft an Bord haben. Madame Melba schifft sich am Samstag in Liverpool ein. und die übrigen Mitglieder der Grau'schen Gesellschaft feigen mit dem Dampfer ..L'Aquitaine" nnd Friedrich der Große" von Havre liezw. Southampton aus. Folgen der Hungersnoth in Indien. Simla. 20. Okt. Ter Bizeköniz, Lord Curzon of Keddlefion. hielt am Freitag rzr dem Staatsrath eine Rede, in der er erklärte, daß der vierte Theil der Bevölkerung Indiens direkt oder indirekt in Folge der Hungersnoth zu leiden gehabt hzbe. und selbst jetzt noch zwei Millionen Menschen vom Staat unterstützt nzüren. Er drückle indeß dieHoff-k-.unz aus. Daß innerhalb eines Monats alle diese Leut- neich Hause zurückkehren würden. Lord Curzon sagte weiter, daß eine halbe Million Steröefälle direkt auf die Hungersnoth zurückzuführen seien, wä rendder Verlust an der Ernte 50,000. 000 betrage, abgesehen außerdem von et nein Verlust von mehreren Millionen durch das Hinsterben des Viebftandes.' Bis Ende August seien 95.400.000 Rupien für die Notbleidenden ausgegeben worden und die Regierung werde bis zum März wahrscheinlich noch weitere 15.0)0.000 ausgeben müssen. Außerdem babe die Regierung den Land.virthen Vorschüsse im Betrag: von 23.800.000 Rupien gemacht oder ihnen SteuerVerlängerung gewährt, und vielen anderen die Steuern ganz erlassen. Außerdem habe die Regieruna den eingeborenen Staaten 35.000.00) Rupien geliehen und eine Million Pfund Sterling seien von der privaten Wohlthätigkeit ausgegeben worden. Zum Schluß saate der Bizeköniz. daß die diesjährige Baumwollernte Indiens auf dem Felde einen Werth von 13,000.000 habe. Angebliches Attentat. London, 20. Okt. Dem Daily Telegraph" werden aus Sebastapol die Details über ein angebliches Komplott gegen Kaiser Richolaus berichtet. Danach wurde ungefähr 14 Tage vor der ieise des ruffischen Kaiserpaares in die -m ein Student der Universität von 'der Sohn eines Kapitäns der - . -sr-Flotte. verhaftet, weil

: ... : Manier in der Rabe des- "- Tunnels bei Seöastopol die Erde . ' ' .. Die Polizei fand späte: ein: gro. Quantität Sprengpulvers an jener Stell:, vermittelst dessen der Tunnel unfehlbar beim Passiren des kaiserlichen Zuges zerstört worden wäre. Gewisse Anzeichen sollen darauf hindeuten. daß das Attentat eines der vielen war. welche die Gruppe der Anarchisten, zu der Bresci zählte, seiner Zeit geplant hatten. Aus dem deutschen Reich. Berlin. 20. Okt. In dem Befinden des schwer erkrankten Königs Albert oon Sachsen ist den neuesten Nachrichten zufolge ec. eine Verschlimmerung. 'gls eine Besserung eingetreten.' Ein Blutstürz hat den im 72. Lebensjahre stehenden Patienten sehr entkräftet, so daß dieser längere Zeit besinnungslos war. Der König selbst scheint sein nahs Ende zu erwarten, da er sich die Steröesakramente geben ließ. Thronfolger im Falle des Todes König Albert's ist dessen einziger Bruder, der 63 Jahre alte Prinz Georg. Generalfeldmarschall, General-Jnspektor der 2. Armee-Jnspektion und kommandirender General des 12. (1. könizl. sächsischen) Armee-Korps. Diesem würde sein altester Sohn. Prinz Friedrich August, ge boren 1865 und vermählt mit Erzherzozin Luise Antoinette Maria von Oesterreich, in der Regierung folgen. - Diesmal aus englischer Quelle, kurj.'ri von Neuem das Gerücht, der Kaiser Wilhelm wolle sich am 1. Januar nächsten Jzhres in Königsberg als König von Preußen krönen lassen. Labouchere's Truth" verbreitet die Nachricht, für die es am englischen Hofe Gew'ährsmänner haben will. Der Prinz von Wales und der Hxrzog von Connaught Waden danach bereits als Vertreter der Königin Victoria bei der Ceremonie genannt. Eine volle Woche sollen. iscuptet die .Truth". die Krönungsfestlichkeiten dauern. die der Kaiser zum Glanzpunkt seiner Reaierung machen wolle. Gewisse. Begründung erhält die Nachricht durch die Thatsache, daß der Ober-Hofmar-schall des Kaisers. Graf Eulenburg, mit Beamten der Hoföauverwaltung kürzlich das alte Schloß in Königsberg einer genauen Inspektion unterzog und verschiedene Aenderungen angeordnet haben soll.

gemnnZchastllche eicore von Hung Chang und dem Prinzen Chinz bat in hiesigen Rezierungskreisen keinen guten Eindruck gemacht. Man erklärt im Allgemeinen, daß sich die Note mehr wie eine Forderung an Besiegte liest denn umgekehrt. ' - - . Dr. Mumm von Schwarzenstein, der deutsche Gesandte in China, wird in den nächsten Tagen in Peking eintreffen. Li Hung Chang und der Prinz Ching werden dann formell von den Bedingungen unterrichtet werden, die zu stellen die Machte sich geeinigt haben.' Deutschland ist jedoch der Ansicht, daß eine solche Erklärung seitens der Mächte nicht als ein Beginn der Unterhandlungen angesehen werden könne, denn die FriedensverHandlungen könnten erst aufgenommen werden, nachdem aller Zweifel darüber gehoben, ist. daß Li Hung Chang und Prinz Ching von dem kaiserlichen Hof wirklich ermächtigt worden sind, die Unterhandlungen zu führen. In den Zeitungen wird die Nachricht verbreitet, daß das kaiserlich chinesische Edikt, in dem dieDegradirung des Prinzen Tuan angeordnet wird, eine Fälschung sei. das auswärtige Amt ist der Ansicht, daß das. Edikt echt ist. Die Zeitungen weisen mit Hilfe vom auswärtigen Amt erlangter Zahlen die Bedeutung der deutschen Interessen im Fangtse Kiang-Thal nach und sie er klären übereinstimmend, daß der deutsche Handel in jener Region nur dann erhalten und eventuell ausgedehnt werden könne, wenn die Politik der offenen Thür" dort streng ausrecht erhalten werde. Graf von Bülow. der neue Reichskanzler. kehrte am Freitag nach Berlin

zurück und hatte noch während des Tages eine Anzahl wichtiger Konferenzen darunter mehrere mit den prominenlesten Mitgliedern des Kabinets. Es ist wahrscheinlich, daß mehrere Aenderungen im Kabinet vorgenommen werden. Die Berliner Post", das Organ des preußischen Finanzministers Dr. von Miezuel. räth allen Mitgliedern des jetzigen preußischen Kabinets. dem Kaiser ihre Resignation einzureichen, um dadurch wenigstens eine theilweise Reorganisaiion des Kabinets zu erleich tern und es dem Grafen von Bülow zu ermöglichen, mit einem homogenen Ministerium vor den Reichstag zu treten. Der extreme Flügel der ultramontanen Partei hat den Grafen von BUlow benachrichtigt, daß er ihn in der kommenden kritischen" Sitzung des Reichtstags nicht unterstützen werde, wenn er nickt die Rückberufung der Jesuiten durchsetze. Dr Berliner Stadtrath hat am Frei tag beschlossen, ein städtisches Strzßen-bahn-System zu konstruiren. nachdem der jetzige Freibrief der StraßenbahnGesellschaft abgelaufen ist. Da in demBesinden der Kaiserin Friedrich eine temporär: Beerung eingetreten h, sind der Prinz und die Pr'rnzessin Heir.-ich wieder o'n 5zomburg nach Kiel zurückgereist. Eine Depesche aus Kopenhagen kündigt an. daß die Prinzessin von Wales demnächst zum Besuch der Kaiserin Friedrich nzch Schloß Friedrichsbof kommen werde. . . ' . 'Der Kaiser Wilhelm und sämmtliche Mitglieder seiner Familie nahmen am Freitag das hl. Abendmahl. Die kaiserliche. Familie wird den Geburtstag der Kaiserin Victoria Augusta. am 22. Oktober. in Homburg feiern. Ein sensationelle: Vorfall wird aus Naußlitz, bei Dresden, gemeldet. Vor achtzehn Jahren wurde dort., ein Eisenbahnanzestellter Namens Dittrich überfahren und seitdem befand er sich in einem cataleptlschen Zustand. Dutzende der berühmtesten Aerzte Deutschlands, die sich mit dem Fall beschäftigt hatten, wzren nicht im Stande, die Erscheinung zu erklären. Am Donnerstag hat nun Frau Dittrich ihren Mann erschossen und sich dann selbst erhängt. . Die Lage irr China. , T i e n T s i n , 20. Okt. Zuverlässigen unoffizicllen Berichten zufolge ist die Vorhut der Verbündeten am Mittwoch, den 17. Oktober, in Pao Ting Fu eingezogen. .Die Stadt war fest ganz verladen und leistete keinen Widerstand. . Die berittene Kolonne nahm in Ne Nan Siw 17 chinesische Soldaten gefangen. Sie gehörten zu einer Abtheilung von 2000 Mann, die abgeschickt worden war. um die Boxer in der Gegend auseinander zu treiben. Die Gefangenen erklärten, 200 Boxer ge--tödtet und sich auf demRuckweg nachPa Chow befunden zu haben, als sie von den Franzosen angegriffen und auseinander getrieben wurden. Die Briten nahmen ihnen die Pferde und Massen ab und ließen sie dann laufen. Läufer berichten, daß viele Chinesen in die Dörfer zurückkehren, die im Weg der deutsch-französischen Kolonne lie-gen.- , ' .London, 20. Okh Eine Spezialdepesche aus Shanghai sagt, daß eintausend. Franzosen die Stadt t Chow

j an der nördlilZzen vcenze der Provinz j Shan Tunz eingenommen haben. j Shanghai, 20. Okt. Sun Yat

Sen, der Reformer, und andere sögenannte Rebellen haben ein Manifest an die lokalen Mandarinen vom Fangtse Kianz Thal erlassen, in dem. sie die abscheuliche Mißregierunz der MandschuDynastie verdammen und versprechen, die eingeborenen Christen in keiner Weise zu belästigen. König Leopold in Paris. P a r i s, 20. Okt. - Der König von Belgien wohnte am . Freitag einem Gabelfrühstück bei. das der ' amerikanische General-Kommissär Peck dem National Kommissär Thomas F. Walsh zu Ehren veranstaltet hatte, der am Samstag nach den. Ver. Staaten zurückreist. Der König unterhielt sich in der freundschaftlichsten Weise mit den sämmtlichen Anwesenden und verließ das Gebäude in Gesellschaft des amerikanischen Botschafters. Gen. Horace Porter, den er einlud, im nächsten Sommer sein Gast in Ost.ende zu sein. ' Goldfunde in Peru. . , Lima. Peru. 20. Okt. Regierungsarbeite? legten bei Luricocha. in der Provinz Huan.ta. beim Straßenbau ein: Goldmine blos. . Die nach Lima gebrachten Proben ergaben 122 Unzen Gold auf die Tonne Gestein. ' in Bankraub und M o r d'.' N e v a d a . Mo.. 20. Okt. Die ; Farmers Bank in hiesiger Stadt wurde am Freitag Morgen, bei Tagesanbruch, von, drei maskirten Männern um ungefähr 53000 beraubt. Der Konstabler Wm. Maron. der die Explosion hörte, gab mehrere Schüsse ab, um die Bewohner der Stadt zu alarmiren. Die Räuber beantworteten aber das Feuer und der Konstabler wurde auf der Stelle getödtct. Der Sheriff Ewing verfolgt mit Blutbunden und einer Mannschaft die Räuber und Mörder. L Y n ch g e r i ch t. .Baton Rouge. La.. 20. Okt. Der Farbige Milvy Dodson wurde am Freitag zu früher. Morgenstunde wegen Ermordung , des Kondukteurs Will Jordan von einem' Pöbelhaufen gehängt. Sheriff Dulroc hatte Dod son verhafte und im Gefängniß zu West Baton Rouge internirt. als zwei Stunden später das Gefängniß erörochen und Dodson summarisch ausge hängt wurde. Gestohlene Schatze. N ew York. 20. Oktober Frau Annie Hart hat an die Elizabethport Banking Co. ihr Eigenthumsrecht an einer Anzahl Schmücksachen, die sich im Besitze einer Juwelierfirma an der 5. Ave. befinden, sowie ihre Deposi-ten-Box in der' Bank von New Amsterda:n übertragen. Letztere enthält wahrscheinlich Werthpapiere, die von Wm. Schreiber mit dem der Bank gestoh'enen Gelde gekauft und ihr übertragen wurden. Folgt seinen Kameraden vo n der ..Mglne .in's Grab. ' -"" tz) o r k. 20.' Oktober. 5i e w Ricola Scalp ein Schwede, der als Koch auf dem Panzerschiff Marne" angestellt war. als dieses im Hafen von Havanna in die Luft gesprengt wurd, hat am Freitag in'Brooklyn Selbstrnord beganzen. Bei der Explosion de? Maine" wurde ihm der Kinnbacken von einem Stück Eisen zerschmettert ' und er war seitdem nicht mehr im, Stande, feste Nahrung zu sich zunehmen. D!e5 und -der Umstand, daß er die ihm versprochene höhere Pension immer noch nicht erhielt, hatti ihn, trübsinnig gemacht. - E i n P a a r H a u s f ch u h e a u 5 Menschenhäut besitzt Frl.Myrthe Downing in Madison. Wis. Sie erhielt kürzlich von einem Studenten der Medicin ein Stück menschlicher Haut, das er aus dem Secirsaal mitgenommen hatte.. Die Haut wurde gegerbt und von einem Schuhmacher in Madison, der das Material nicht kannte, für Frl. Downing verarbeitet. DerVerbrauchvonBaumwolle in den Spinnereien der Südstaaten hat sich wälirend der letzten zehn Jahre beinahe verdoppelt, während er in den nördlichen Spinnereien ungefähr , derselbe aeölieben ist. Allein -wahrend des letzten Jahres wurden im -uden LOO.OOO neue Spindeln in Bes trieb gesetzt und im Laufe der nächsten zwois iona:e weroen minoestens iicaj 1,400,000 mehr dazu kommen. VomBlitzerfchlagen wurde in Lyons, Rebr.. Eva McElhinney. die 14 Jahre alte Tochter von H. C. McElhinncy. - Der elektrische Strahl fuhr in die Spitze des, Regenschirmes, dn das Mädchen trug, ein, traf von dort die Hanv init der sie den Regenschirm hielt, sowie andire Theile des Körpers und riß ihr emen'Schuh vom Fuße. Der Tod des Mädchens erfolate sofort.

Inland Depeschen. Der Kohlengräbcr-Strcik tmfchetV ncnd nicht ju Ende. Der Streit wegen des Pulver Preises noch nicht erledigt. , Ter Schaden, den der Sturm in Texas allein an der Ernte angerichtet.

Belauft sich auf mehr als 85,000,000. Ter Joutscy-Prozeß in Georgetown, Kcntuckrz. Der Fall den Geschworenen übergeben. Ein neues Wablllcfctz für Kcntucky in Aufsicht.Die Diamanten der Frau Hart. Der Streik der Kohleng r ä b e r. Hazlcton, Pa., '20. Oktober. Was die Verhandlungen zwischen der Beamten der Grubenarbeiter-Umon nd den Bergwerksbesitzern betrifft, so ist jetzt ein vollständiger Stillstand eingetreten. Es ist absolut nichts Neues hierüber bekannt geworden und Präsident Mi-tchell will sich nicht darüder äußern. , In der ganzen Gegend herrscht allgemeine Entrüstung darüber, daß in Folge der Puloer-Streitfraze die baldige Beilegung des Streites verschoben worden ist. - "Wie sich die Sache in der nächsten Zukunft gestalten wird, ist noch unbestimmt, da allem Anschein nach die leitenden Geister unter den Sireikern selbst noch unentschlossen sind, wie weit sie in der Pulver-Frage zu geben gedenken. Einige behaupten, daß die Beamten der Union aus der Konvention in Scranton nicht autorisirt worden sind, die Pulver-Frage aus eigener MachtVollkommenheit zu regeln.' sondern daß dazu eine 'andere Konvention einberusen werden mütte. Von gut unterrichteter Seite wird" behauptet,- daß die Grubenarbeiter in der ganzen Anthra-cit-Rcgion aus eine absolute Lohnerhöhung von 10 Prozent bestehen und sich nicht darauf einlassen werden, daß die Herabsetzung des Preises für Pulver als theilweise Lohnerhöhung gelten solle. Die Leute sind anscheinend entschlossen, auszustehen, bis die Besitzer auch diese Forderung bewilligen werden. Die Beamten der Union glauben nicht, daß ein Bruch in den Reihen der Streiker erfolgen werde, ehe die Besitzer zum Nachgeben gezwungen würden, und geben ihrem vollen Vertrauen auf die S? licarzia; verir,.. ÄUrua. . . 7 Tb Ueser ZuvnW'dtt 'GltÄU süßtet, ihre Leute in lT ifi itwS rCJi;is cih und Glied halten zu können, glaubt man doch in vielen 5lsen, daß ein Bruch in den Reihen der S'ittiker früher oder später erfolgen wird, besonders, da die Streiker. welche sich um Unterstützung an die Union gewandt haben, mit jedem Tage unruhiger werden. Der Joutsey-Prozeß. Georgetown. Ky.. 20. Okt. Der Wahrspruch der Geschworenen . in dem Prozeß gegen Henry Fouisey wegen I nm if c rr- . rr T cliscouto an oer rmorounz ocs ouverneurs Goebel, erfolgte noch nicht am Freitag, da der Richter den Geschworenen die Wahl ließ, ob sie mit der Berathunz deZ Falles noch am Freitag vorgehen oder bis SamsiZF Vormittag warien wollten. Die Geschworenen entschieden sich für das Letztere und werden erst am Samstag Vormittag um 9 Uhr in die Berathung des Falles eintreten. Aoutsey's Befinden hat sich etwas gebessert.' Die Voraäna: des letzten Verhandlung tage- zeigten 'eine sensationellen Phasen,! mit Ausnahm.? einiaer tellen in der Vertheidizungsred? des Oberst Nelson. welch: auf die Aeußerung des stelloertretenden Staatsanwalts Campbell, daß die Vertheidigung wissentlich meineidige Aussagen" von Entlastunzszeuaen zu Gunsten des Angeklagten , ausbeuten wolle, Bezug nahmen. Oberst Nelson bemerkte dazu, daß das Gericht, wenn es glaubte oder nur vermutbete, daß er (Nelson) und sein HilfsAnwalt sich eines solchen Verstoßes schuldig gemacht hätten, so müsse dasselbe ihnen ihr Mandat cntzietien. Da ihn der Anwalt für den Staat eines solchen Vergehens geziehen habe, so wolle er, nur diese Beschuldigung als völlig aas der Luft gegriffen bezeichnen und er danke Gott, daß gegen ihn noch niemals eine Anklage erhoben war, daß er Geld unter falfchen'Vorspiegelungen erlangt und Schmucksachen, die ihm zur AufbeWahrung übergeben wären, unterschlagen babe. Es sei jedenfalls etwas faul w,

Staate Dänemark; die Leute glaubten ebenso wenig an ein gerechtes Verfahren gegen die Angeklagten, da es den Anzcklagten unmöglich gemacht. worden wäre, auch nur einen Republikaner unter die Geschworenen zu erlangen, wie an die Ehrlichkeit gewisser Anwälte. Der Schaden durch den Orkan im südlichen Texas. Washington, D. C.. 20. Okt. Der Statistiker des Ackerbau-Departe-ments hat einen interessanten Bericht über den Schaden veröffentlicht, den der westindische Orkan am 8. Septemder in den verschiedenen Countys im südlichen Texas angerichtet hat. Die Information war außer von den regulärcn Korrespondenten und vielen anderen prominenten Bürgern auch von einer Anzahl Spezial-Agenten gesammelt worden, die von dem Departement nach Texas geschickt worden waren. Aus diesem Bericht geht das Folgende hervor: Das mit Baumwolle bestellte Areal in den von dem Sturm heimgesuchten Counties betrug annähernd 1.3000.000 Acres und nach dem Stand vom 1. September berechnet, würde der Ertrag davon ungefähr 540.000 Ballen gewesen sein. Durch den Sturm ist der Ertrag um ungefähr 68.000 Ballen oder 10 Prozent, reduzirt worden. Bei einem Durchschnittspreis von $50 per Ballen würde der Werth der zerstörten Baumwolle $3.400.000 betragen. Das mit Welschkorn bestellte Areal dieserCounties wird auf 815.000 AcreZ geschätzt und die wahrscheinliche Produktion auf 17.500.000 Vu. Der Verlust an der Ernte wird auf ungefähr eine Million Vushels. oder 5.7 Prozent. im Werth von $500,000 abgeschätzt. Der Verlust an der Reis-Ernte wird auf 73.000 Fässer, von je 4 Vu.. im Gesammtwerth von $219,000 abgeschätzt. - . Von. Pecans wurden ungefähr 2,500,000 Pfund im Werth von $100.000 zerstört und außerdem 3000 Bäume im Werth von $75.000. . Der Verlust am Viehstand wird wie folgt abgeschätzt: Pferde .1300. Maulesel 150. Rinder 20.000. Schase 2800 und Schweine 900. im Gesammtwerth von ungefähr $490.002. - ' . ,, Der Schaden an Zuckerrohr. Sorghum und anderen Produkten ist nicht genau festgestellt worden. . Der Gesammtschaden beträgt, von dem Verlust an Gebäuden. Maschinen etc. abgesehen, in runder Summe unge fähr $5,000.000. .. Des Exvreßdieöstahls angeklagt.. New Orleans, La., 20. Okt. John Krug, ein Deutscher von Geburt, wurde am Freitag auf Verlangen der Behörden von Houston, Tex.. in hiesizer Stadt verhaftet. Krug war früher der Agent der Wells Fargo Expreß Co. in Escalon, Tex. Er und John Lebn sind beschuldigt, der Expreß-

Kompagnie $10.000 gestohlen zu ha ... w ' 6... ' ' ' k.. s-;. ?. SSSä vtutvö nun. I. . J. - A rtA ,,m Escalon, er kam aber nicht nach New Orleans. Krug hatte bei seiner VerHaftung $1500 in Hundert- und Fünf-zigdollar-Scheinen irr seinem Besig. Er klärte sich bereit, nach Texas zurückzu kehren. Des Todtschlags schuldig befunden. W a p a k o n a . O.. 20. Okt. Frau Flora Miller, die hier wegen der Ermordung ihres zwei Jahre alten Stiefkindes prozessirt wurde, ist des Todtschlags schuldig befunden worden. Die Vertheidigung hatte die Wahn sinns-Theoric geltend gemacht. r Schisssnachrichten. Glasgow. 19. Okt.' Abgegangen: . .Szrdinian" nach New Aork. Moville 19. Okt." Abgegangen: Furnessia"-(oon Glasgow) Nem ?)ork. Parisian" (von 5!:.rpool) nach Montreal. Southampton. 19. Okt. A5 gegangen: ..Columbia" (oon Hamburg) nach New Jork. C h e r b o u r g. 19. Okt. Anzekomwen: .Augusta Victoria", von . Ne Aork nach Hamburg bestimmt. H a m b u r g. 19. Okt. Angekomwen: Pennsylvania" v;n New Sork. New Y or k . 19. Okt. . Arlgekcm. rnen: Werra" vcn Genua und' Neapels B row he a d . 20. Okt. Passirt: Etruria" von New Jork, nach Quecns town bestimmt. Der König Oscar von Schweden befindet sich jetzt wieder auf der Besserung. Es werden keine weiteren Bulletins ausgegeben werden. Kapt. John B. Adams, ein ehemzilger Oöeikommanceur der G. A. R., ist am Freitag im Kapital zu' Boston, Mass. plötzlich gestorben. Er war 59 Jahre-;lt.

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