Indiana Tribüne, Volume 24, Number 31, Indianapolis, Marion County, 19 October 1900 — Page 2

Jndimm Tribüne, Freitag, den 1. Oktober 1)0Q.

ein 'ttlözverbot ttt Schtna.

Tie Chinesen, die bekanntlich nerktoiubige Delikateffen bevorzugen, sind -ausgesprochene Geaner der Milch. Die folgende wörtliche Uebersetzung eine? chinesischen öffentlichen Bekanntniachung, betreffend die in hohin Grade unfnoralische Gewohnheit. Kuhmilch zu genießen, ist dem Foo-Chew-Herald" zur Veröffentlichung zugcschickt worden: Strengstes Verbot, Kuhmilch zu genießen! Ter Mensch "iars den Thieren nicht ihre besondere Nahrung entziehen. Ueberdies ist von llen Thieren gerade die Kuh das llernützlichste und verdienstvollste. Menschen aber, die leinen Unterschied zwischen der Menschheit und der Tierweit zu machen wissen, sind schlimmer Kit gedankenlos. Alle Diejenigen also, ivelcbe die Milch verkaufen, verfinstern ihr Gewissen um des Gewinnes willen; Diejenigen aber, welche die Kuhmilch genießen, hegen thörichterweise den Glauben, daß sie ihrem Körper wohl bekomme. Der Mensch aber, so oft er ine Medizin einnimmt, sollte doch zu allererst sorgfältig die Natur derselben zu erforschen und zu entdecken suchen.! Warum gehen Diejenigen, welche die Kuhmilch genießen, nicht an die Vetrachtung und die Erforschung ihres Ursprungs heran? Zum Beispiel also, ie Menschen erzeugen Kinder, und so lange die Kinder noch klein sind, -sind f.? auf die Milch als ihre Nahrung cmgewiesen. Genau ebenso ist dies aUl itx den Thieren der Fall. Wenn nun die Menschen Milch kaufen, um sie zu verzehren, gefährden sie dadurch nicht -das Leben von dem Kalbe? Und ernächst dadurch nicht bitterer Haß und Verstimmung in dem Herzen sowohl der stuft wie auch des Kalbes? Die Thiere haben keine Sprache, wie sollen sie also wohl im Stande sein, es dem Menschen zu saze daß dadurch,, daß! er d:e l'iiIÄ der Thiere verzehrt, lein Körper dem der vierfüßiaen Thiere gleich wird? Wenn aber die Menschen eine wirklich kräftigende Medizin nehwen wollen, so aibt es in der großen W!t doch zahllose andere Artikel, die wohltbätig für ihn 'sind. Mas für eine Nothwendigkeit liegt sonach vor, gerade die Kuhmilch zu wählen? Abgesehen tafcen haben aber auch Tod und Leben bei den Menschen ihre geflau vorfiel bestimmte Zahl und Grenze, - die Kuhmilch vermag also richt das menschliche Lcben zu verlängern und fcrtzuerhalten. Wenn danach alle Welt die Wahrheit von diesem Satze kennt, daß die Milch dies r.icht kann, so sollen auch Alle mit liebender und wohlwollender 'Gesinnung demgemäß handeln. Insbesondere haben hinfortan Alle, die diese Ermahnung vernehmen, sich vom Genusse der Milch für die Zukunft zu enthalicn. Die Kinder aller Je?er, die ihre Iamilien -dazu veranlassen, sich von dem Verzehren der Milch zu enthalten, werden nicht davor bewahrt bleiben, heranzuwachsen, sie werden aber auch ihr eigenes Leben dadurch verlängern und Dor Schaden bewahrt bleiben in Zeiten von verhangnißvollen Epidemien. Im Falle solche Personen in der Lage sind, auch Andere noch zu ermähnen, die von jenem allerersten Grundsatze nichts wissen, daß man den Milchgenuß aufgeben muß. so werden auch ihre Kinder und Kindeskinder sicherlich vom -Glücke gesegnet bleiben. So bekannt gemacht in der Halle der guten Ermahfl.ungen. Die xylographischen Platten 'sind in dem Ung-Sing-Koh" niederLklegt." 'Sie Todtenstadt von Yortan. Im Unterlaufe ds Kaikcsslusses, flicht weit von dem alten tratcnikeia, hat -der Franzose Paul Gaudin eine uralte Nekropole ausgegraben. Die Anlage und der Inhalt, der Gräber gleicht in fast allen wichtigen Paukten den vorgeschichtlichen Culturresten, die Schliemann in Hiffarli! in der unterpen Schicht der trojanischeu Trümmerstätte feststellte. Die aufgefundenen Gefäße waren aus angeschwärzter und mit Glanz überzogene? Thonerde hergestellt, in Verfahren, welches ähnlich bei den etwas spätern italienischen Vrccherovasen zur Anwendung kam. Die angebrachten Verzierungen waren sehr einfach, die vielfach vorgefundenen Götteridole zeigen die aus Troja bekannte langgestreckte Form, mit eingegrabenen Gesichtslinien. Es ist jetzt allgemein angenommen worden, daß die älteste Culturepoche Kleinasiens in Phrygien ihren Mittelpunkt hatte, etwa in der Gegend des altenDorylaion, wo vor einigen Jahren bei dem heutigen Vos-Eujuk eine umfangreiche Todtenstadt aufgedeckt wurde. Von dort breitete sich die primitive Cultur nach allen Richtungen aus, am weitesten nach Südosten, wo die letzten Ausläufr die Insel Cypern berührten, während nach Westen hin das älteste Troja "die Grenze bildete. Die neugefundene Nekropole von Vertan vermehrt die Zeugnisse dieser Cultur um ein" öeträchtliches und ist zugleich eine erwünschte Brücke zwischen dem phrygischen Mittelpunkt und dem vormykenischen Troja. Bis jetzt ist noch recht wenig von dieser alten Cultur bekannt; wird aber einmal eine umfassende Untersuchung des gesammten Culturreiches vorgenommen, so wird damit ohne Zweifel auch manches Räthsel gelost werden, welches uns die Funde über die Verbindung zwischen asiatischer und europäischer Cultur aufgegeben jaben. . ' . '

Ein Oelt.'cilttctt in der Luft.

Der Pariser ..Figaro" bringt Interessante Mittheilungen über einen Luftballon-Wettflug. der dieser Tage in Vincennes stattfand. An dem Wettfluge nahm auch ein Lallon theil, den Louis Godard, ein Sohn des berühmten Luftfchiffers, für den Aeronauten Jacques Balfan construirt hatte. In diesem Ballon. tz den Namen Saint Louis" trägt, hatten Balsan und Godard Platz genommen. Die beiden Luftschiffe? haben ihre Eindrücke sozusagen von Minute zu Minute schriftlich fixirt. Ihre Aufzeichnunzen seien im Folgenden theilweise wiedergegeben: Um 1 Uhr 45 Minuten stiegen wir auf. 2 Uhr 2 Minuten haben wir eine Höhe von 700 Metern erreicht. Bisher haben wir 50 Kilogramm Ballast ausgeworfen. 2 Uhr 23 Minuten 2000 Meter. 2 Uhr 40 Minuten 2600 Meter. Bisher 400 Kilogramm Ballast ausgeworfen. Unser Thermometer. das übrigens 'durch einen Ballastsack beschädigt worden ist, zeigt 8 Grad. Um 3 Uhr stehen wir 3500 Meter hoch, sechs Minuten später 4000 Meter und um 4 Uhr 4450 Meter. Wir führen uns Sauerstoff zu. 3 Uhr 30 Minuten 4800 Meter. Wir sehen den Ballon des Tourinz-Clubs, er scheint etwa 500 Meter vor uns. Hinter uns und tiefer als wir erscheinen drei andere Ballons. Um 3 Uhr 55 Minuten babcn wir eine Höhe von 5800 Metern erreicht. . Unser Ballastvorrath beträgt nur mehr 400 Kilogramm. Seit wir eine Höhe von 5000 Metern erreicht haben, fühlen wir uns unwohl. Wir haben Kopfschmerzen, sind leichenblaß. Unser Puls schlagt 67 bis 84. Wir legen uns feuchte Taschentücher auf die Schläfen. Unser Blick verwirrt sich. Wir kalben drei Ballons Sauerstoff. Wir kommen überein, wenn. Einer von uns ohnmächtig würde, solle der Andere abwärts lenken. 4 Uhr 10 Minuten 6200 Meter .... es folgen einige unleserliche Zeilen .... Dann liest man weiter: Die Arbeit wird immer schwieriger, -tä kann nicht schreiben und führe mir Sauerstoff zu, um mich einigermaßen zu erholen. Balsan leidet und kann nicht mehr manöoriren; er ist nicht im Stande, das Sauerstoffröhr in den Mund zu führen; seine Hand bleibt zehn Centimeter weit vom Munde entfernt. Schnell führe ich ihm Sauerstoff zu. Anderthalb bange Minuten. Ich reibe ihm Schläfe und Hände.' Er kommt wieder zu sich. Dürfen wir höhe: steigen? Es sei gewagt, aber langsam und mit Bedacht. Zwei oder drei Minuten überkommt's Godard. Mit dem Rücken an den Bord der Gondel gelehnt, läßt er das Sauerstoffrohr den Händen entgleiten. Nun helfe ich Balsan, meinem Gefährten.'... Wieder einige unleserliche Zeilen . . . . 4 Uhr 18 Minuten. Wir sind 6450 Meter hoch. Unfere Blässe hat etwas nachgelassen, unser Blick an Lebhaftigkeit gewonnen. Jeder von uns hat das Sauersioffröhrchen im Mund. Wir werfen zwei Ballastsäcke aus und fassen uns gegenseitig scharf in's Auge. Der Strick des Sicherheitventils hängt zwischen uns. 4 Uhr 20 Minuten 66(X) Meter. Es ist sehr kalt, 18 bis 20 Grad unter Null, in unseren Bärten steht schon lange das Eis. Wir trafen noch zwei Säcke aus. 4 Uhr 24 Minuten 6320 Meter. 4 Uhr 30 Minuten 6900 Meter. Wir leiden Beide und sprechen nicht mehr. Wir verzweifeln daran. die Fahrt fortzusetzen, obschcn wir noch 250 Kilogramm Ballast zur Verfügung haben. Aber es ist zu gefährlich. Wir sind Beide entkräftet. Um einen Ballastsack über Bord zu bringen, müssen wir Beide mit all unserer straft antauchen. und was das Schlimmste, unser Blick ist vollkommen aetrüöt. Ss lenken wir abwärts Die Schilderung des Abstiegs" entbehrt besonderen Interesses. Ter Figaro" fügt bei. daß dem Saint-Louis" nur der Ballon Horizon" die Palme streitig machen könne. Das Diagramm dieses levteren Ballons verzeichnete die Marke 7500 Meter, aber es muß erst auf Grund der gebräuchlichen Correcturformeln berechnet werden, welcher thatsächlich erreichten Höhe dieser zurückgelegte Weg entspricht. Wir fügen dem Berichte des Pariser Blattes bei, daß die größte Höhe, die bisher in einem Ballon erreicht wurde, 9150 Meter betrug. Diesen Record zielte 'der Luftschiffer Berson mit dem Ballon Pbönir" am 4. Dezember 1894. Er stellte hierbei mit dem Aßmanschen Psychrometer eine Temperatur von 47.9 Grad C. (54.2 Grad F. unter dem Gefrierpunkt) fest. Der Erfinder des.Nickelsiahls, Octave Le Chesne. ist. 59 Jahre alt, in der Fabrik zu LizysurOurcq. deren Director er war, von einem plötzlichen Tode ereilt worden. Außer dem Nickelstahl hat Le Chesne auch noch das Metall erfunden, das die Decke der Kugeln, des Lebelgewehres bildet.. Der Erfinder, der ein sehr bescheiden Mann war, trat erst in den letzten Jahren, aus sein Reserve heraus. um in einer kleinen Denkschrift die Priorität der Erfindung desNickelstahls. die ihm von mehreren Seiten streitig gemacht wurde, für sich in Anspruch zu nehmen. Le Chesne war ein geschätzter Sammler von Kunstgegenständen und ein vortrefflicher Kenner der Erzeugnisse der antiken Keramik.

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IfiADtMWttW " Im Reich falscher Behauptungen. Es ist im Allgemeinen eine harmlose Frage: Ob viele Männer heute Perücken tragen? In den einzelnen Fällen jedoch erlangt, diese Frage meistens einen heiklen Charscter; Viele derrathen nicht einmal ihren Freunden, und noch toeniger Fremden, daß sie mit einer falschen Behauptung- geschmückt sind. Daher ist es auch nicht leicht, eine verläßliche allgemeine Antwort zu geben. TX:ß auch die Frage nach den falschen Behauptungen der Evastöchter in vielen Fällen eine heikle ist, braucht kaum noch besonders bemerkt zu werten; sie ist es jedoch nicht einmal in demselben Grade, wie bei den Männern, und zwar einfach deshalb, weil Damen mit vollständigen Perücken auch heute sehr selten sind, und diejenigen, die theillzxise künstliches Haar tragen, di-.s keineswegs immer wegen Ausfallens vom echten thun. Da private Auskunft von den unmittelbar Betheiligten nothwendigerweise ein sehr unvollständiges Bild' von der Ausdehnung des modernen Reiches der falschen Behauptungen ergeben muß von amtlicher Auskunft gar nicht zu reden so bieten Fabrikanten And Verkäufer von künstlichem Haar noch immer die zuverlässigste Jrformation über dieses interessante Gebiet, und viele derselben sind auch nicht sonderlich zurückhaltend damit, selbstverständlich unter gleichzeitiger strengster Trscretion bezüglich ihrer einzelnen Kunden und Kundinnen. Was man von manchen amerikanischen Vertretern dieses Industriezweiges hierüber in Erfahrung bringen kann, mag für einen guten Theil unseres Publikums einigermaßen überraschend klingen. Hier eine kleine Blumenlese daraus: Wer sich einbilden sollte, daß in unseren Tageu das Perücken-Geschäft ein sehr flaues sei, und namentlich perückentragende Männer eine Seltenheit seien, der ist sehr auf dem Holzweg. Speciell in unserem Lande war die Nachfrage nach Perücken niemals größer, als gegenwärtig, und wurden nie zuvor von Männern so viele Perücken getragen. Ter äußere Schein mag dies allerdings nicht vermuthen lassen; aber das beweist nur, daß auch in dieser Beziehung die Welt des Scheins bedeutende Vervollkommnungen ersahren hat! Früher konnte man bei jeder öffentlichen Zusammenkunft leicht ein Dutzend oder mehr Männer bemerken, welche Perücken trugen, und fast keine Gesellschaft war so klein, daß nicht mindestens ein Perückenträger darin wahrzunehmen war. Das ist anders geworden. Es wäre aber ein großer Irrthum, daraus auf eine geringere Benutzung ' der Perücken, Toupees, Coiffüre u. s. w. zu schließen. Die Meisten haben keine Ahnung davon, wie vielen Perückenträgern sie tagaus, tagein begegnen. Nicht nur mehr Männer an sich, sondern auch ein größerer Procentsatz. tragen heutzutage Perücken als früher. Aber die Herstellung der Perücke hat sich wesentlich verbessert, fodaß der Schein viel besser gewahrt werden kann. Noch in anderer Hinsicht sind wichtige Verbesserungen erfolgt, nämlich für die Wahrung der Gesundheits- und Comforts-Jnte-ressen beim Tragen; dies hat natürlich auch mitgeholfen, die Nachfrage zu steigern. Auch wissen die Betreffenden selber heute bessern Bescheid in der zweckmäßigen Auswahl und Benutzung des künstlichen .Haares. Unsere Pe-rücken-Jndustrie ist in beständigem Wachsen, und namentlich für MännerBedürfnisse; das ist absolut gewiß. Man hat bei uns zwei Classen von Perückcnmachern, nämlich Diejenigen, welche nur für gewisse Berufszwecke, besouders für theatralische, Perücken herstellen und Diejenigen, welche dem allgemeineren Bedürfniß dienen, und deren Product für ständigen Gebrauch bestimmt ist. Das Geschäft der ersieren, Class, wichtig wie es ist. liegt nur in ganz wenigen Händen, und es sei hier nicht weiter die Rede von denselben. (Die Herren Englände? leisten sich sogar noch eine dritte Classe, nämlich für das Amtswürde - Bedürfniß von Richtern und Staatsmännern!) Das moderne Maschinenwesen hat auf diesem Gebiet noch sehr wenig zu suchen. Alle Producte werden mit der Hand gemacht, unter Benutzung künstlicher Kopfformen und einer Grundläge, die aus seidenen Maschen besteht, für die Aufnahme des Haars. Letzteres geschieht heutzutage viel sorgfältiger, als früher, und fo, daß die Maschen sich nicht dabei zusammenziehen, sondern für die L ü f t u n a und

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Man liiitr sich davor. G ? giebt ,ei Seiten, riebe vielleicht tit meisten Schmerzen verursache und bekannt sind als Hüften- und Nückcttschmcrzcn. 5 ist auch bekannt, daß St. Jakobs Hel das beste Heilmittel dagegen ist.

b N e x n I i ch 1 1 X X ossen bleiben. Auch hat man hinsichtlich der Farbenschattirungen des Haares bedeutende Fortschritte gemacht. Die Kopf-Böcke. auf denen gearbeitet. wird, haben so viele verschiedene Formen, daß noch keine zwei Perücken ganz gleich werden; daher kann man auch den Käufern des ! fertigen Fabricats eine große Auswahl bieten und ziemlich vollkommenes Passen garantiren. In noch höherem Grade ist dies natürlich der Fall, wenn die Perücke extra bestellt, und dann eine Kopfform eiaens für ihre Anfertigung gemacht wird. Gar nicht wenige Bestellungen erfolgen per Post, namentlich seitens ländlicher Kunden; in diesem Fall wird -letzteren einfach ein auszufüllendes Diagramm zugesandt, nebst Aniveisung. wie sie ihren Kopf zu messen haben. Heute wird beträchtlich wenigerHaar in die Perücken gearbeitet als früher, aber mit viel mehr Zweckmäßigkeit. Auch dies ist ein Fortschritt für Gesundheit und für Comfort. Freilich stehen auch nicht alle heute angefertigte Perücken ganz auf der Hohe der Zeit, und es macht natürlich einen Unterschied, ob man für eine vollständige falsche Behauptung 10 oder 100 Dollars oder irgend dncnl dazwlichenliegenden Preis zahlt! ' 'i i , Chinesische Zählebigkelt. o: Xjl ie Zählebigkeit der Chinesen wird durch einen interessanten Bericht veranschaulich:, den ein weiblicher Arzt, Dr. Annie Patterson aus Tschinkiang am Jangtse, an den Herausgeber des Medkd Record" gesandt hat. Sehr häufig leiden die Chinesen an böLartigen Geschwüren (Karbunkeln), was bei der zu den Nationalfehlern gehörenden Unsauberkeit nicht überraschend ist. Miß Patterson sah die schlimmsten Falle von Erkrankungen dieser Art, an deren Heilung man in Europa wohl verzweifelt wäre. Von den Chinesen starb kein einziger daran, obgleich sie gar nicht zu Bette blieben, sondern taglich auf eigenen Füßen nach der Klinik kamen, und obgleich sie viel zu arm waren, um reichlich und gut een zu können. Ein anderer Patient, dessen Genesung die europäischen Aerzte in Staunen setzte, war so blutarm, daß er an allgemeiner Wassersucht litt und nicht mehr gehen konnte. Es geschah mehr c,!s Rathlosigkeit. daß man ihm Chinin und einige heilsame Gifte, wie Strychnin und Arsenik, nebstEisen eingab, der Chinese belohnte diese experimentale Behandlung durch eine rasche Genesung, trotzdem er tagsüber stets nur einen Kuchen aus Weizenmehl und einige Rüben aß. Auffallend ist die Thatsache, daß in China die Englische Krankheit unter den Kindern ganz zu fehlen ' scheint, wenigstens hat Miß Patterson während einer sechsjährigen Praxis nicht einen- einzigen Fall zu Gesicht bekommen. Dabei ist die Ernährung der Kinder nach unseren Begriffen merkwürdig genug: schon vom zweiten oder dritten Monat an erhalten sie Reis; Kuhmilch gilt überhaupt als ungenießbar und wird den Kindern erst recht nicht gegeben. Man könnte das Fehlen der Englischen Krankheit vielleicht aus der sehr reichlichen Lüftung erklären, die der Chinese seinem Hause zuwendet, indem die Thür de?l ganzen Tag offen steht, außerdem aus der Gewohnheit. dieSäuglinge oft in die Sonne zu legen, was um so nöthiger ist. als die Häuser in den seltensten Fällen geheizt werden, daß der abendländische Arzt in China mancherlei Krankheiten, namentlich Haut!rankheiten, sehen kann, die in keinem seine? Lehrbücher beschrieben findet, sei nur nebenbei erwähnt. Uebrigens ist die Behandlung der' Chinesen oft eine recht undankbare und unnütze Arbeit) denn wenn man ihm eine Flasche voll Medizin gibt, so kann als ziemlich ' wahrscheinlich angenommen werden, daß er sie gegen blankes Geld an einen anderen verkauft. Manche treiben einen wirklichen Handel, indem sie sich ein Rezept ausschreiben und immer wieder anfertigen lassen und dann sowohl die Medizin wie schließlich das Recept selbst einem hilfsbedürftigen Nachbar verkaufen. Beachtenswerth sind- endlich die Erfahrungen, die Miß Patterson mit der so überaus verbreiteten Opiumvergiftung gemacht hat. Soweit sich die Chinesen überhaupt dazu verstehen, etwas gegen die Folgen ihres schlimmsten Lasters zu thun, hat das gewöhnliche übermangansaure Kali ausgezeichnete Dienste geleistet. Da Opiumvergiftungen ja auch in anderen Ländern gelegentlich vorkommen, so mag die Eigenschaft jenes Salzes als Gegengift auch in weiteren Kreisen

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