Indiana Tribüne, Volume 24, Number 29, Indianapolis, Marion County, 17 October 1900 — Page 7
JndilM Tribüne. NZittivoch, den 17. Oktober 1000.
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Der Anstauberfriedl.
Slcrnan vcn Fanny Kaltenhz user. (Fortsctzung.) Der alte Mann hatte erst mit mZwüthiger Miene in des Burschen Ge sicrt gesehen; das war so finster 3schattet wie die Erde, wenn dunkle Sturmwclken darüber hinziehen. 2to Blick des Alten wurde ein verwunderter, während er eine Weile in das junge, düstere Gisstet schaute.' Eine plöhliche, heftige Neugier faßte t,n. CSc neigte ick' näh: und fragte: Nu. nu. Ijaft 'leicht gar fchc was Schlimm? erlebt wegen Geld so jung .ils du bist? Hast eins gehabt und bist drum gekoi7.n-.en?" Ja, so war's!" Tr Fried! lachte ungut aus. Er war cus dem .Hause getreten und schloß die Thür nun fin-N ter sich ab. Ufer nicht mit dein Geld war es so. sondern wegen dein Geld. Ich hätt' eins gehabt und bin drum gekommen wegen dem Geld!" Der Alte schaute betroffen den Burschen an. blickte dann zu Boden, nachdenklich, und sah hierauf wieder dein Burschen ins Gesicht. Es war ein seltsam Schauen in den alten Augen. He, da war's wohl ein Tirndl, daZ dich nicht wögen hat, weil nichts hast? Deiner Red' nach komrnt's mir so vor!" Und als der Fried! nichte ?rwiderte, sondern langsam den Weiden zuschritt, fuhr der Alte fort, erst wie tröstend, dann gleichmüthig: Na so was kommt öfter bor in der Welt! Das ist schon einmal nichts Kndzrs und das muß eins nicht zu hart nehmen! Und wenn ich recht dm!', wär' 's D'.rnd! rurnn gewesen. w:rn sie dich genommen hätt' und sie hätt' einen andern, einen Reichen, haden können" Ah so!-' fuhr der Friedl eirt, zornig auf. So meinst? Eine 2nnd' und ein Spott ist's, wenn eins die Lieb' hinters ßeld stellt! 3o mein! ich! Na ji, i: rergesi' halt, du bu bist schcn auch nicht anders, kannst keine end Meinung haben! Hast mir ja c,na V.rrMn 's in 's Alphabet vorgesagt, wie s in deinem Herzen drinnen steht! $om A angefanaen bis zum Z liest du cllejcril nur Geld, Geld, Geld!' Na a, na ja. so ist's!" Aerger dich doch nicht!" brummte der Alte. In mich bringst kein anders Alphabet mebr binein! Das Hai nicht einmal eine zuweg' gebrackt, vk ich noch jung gewesen bin. und die ist doch die Schönst' und Best' auf der Welt gewesen, für mich. Nicht einmal die ja, ja!" Verstummend, nachdenklich schaute der alte Mann übe: die Gegend hin, die im Sonnenschein so prächtig dalag so still und schön und feierlich.als wchne ein echter, rechter Gcttesfrieden in ihr. Plötzlich sprach der Alte wieder weiter, so für sich hin: Ja, eine bildsauberne ist sie gewesen, die Dullinger Kathrin'! Ein schönes Tirndl!" Wer? Die Dullinger Kathrin', die spätere Wiesingerin?" fragte lebhaft der Fried!. Meinst die?" Ja. die. Kennst sie?" Ist ja meine Godn!" Und dir Fried! nickte und sah forschend in des 'Mannes Gesicht. Ich bin aus ihrer Geaend." ' Ah so, ah so! Wird wohl auch alt geworden sein jetzt! Aber die war sauder, ja fein sauber! Daß einem 's Herz gelacht hat, wenn man sie anaeschaut hat! Ja, ja. So sauber, so lieö aber ja. 's Geld ist halt auch schön, ja ja!" Der Fried! blickte scharf nach dem zuletzt vor sich hin murmelnden Alten. Auf einmal fragte er rasch: Du. hast du einmal ein Wirth'chaus gehabt? Oder Host es noch? ' Der Alte riß ein wenig die Augen cuf. Hab' ich noch ja, das hab' ich usck! Wie kommst jetzt du auf einmal da drauf? Aufs ÄirthsHaus?" Tann bist schon der, der die Godn stehen hat lassen wegen einer andern, weil die viel mehr Geld gehabt hat!" stieß der Fried! voll verächtlichen Zorues hervor. Der' schlechte Kerl bist du gewesen, pfui Deixel! Und, jetzt da hast deinen Stecken und mach dir selber einen, rann magst! Bist's nicht werth, daß ein rechtschasfencr Mensch wegen deiner einen Finger tilki!" Und der bereits zurecht geschnittene Stecken flog in zwei .Stücke zerbrochen Um alten Mann krlapp vor die Füße. Jäh kehrte sich der Friedl ab und sollte davongehen. Da faßte ihn der Mann hastig bei einem Aermel. Du. dir hab' ich nichts gethan, hörst? Sie könnt' es schon thun das, ja, mir was vorwerfen! Die tb'at' es aber nicht; Sie Katherl war viel zu gut dazu, das fceiß ich. Dafür thut es eine andere, fcenn siehst da hat mich 's Ge!d einfcial betrogen, indern's mir einen Teijel auf den Hals geladen hat! Und 4reil ich lein Freud' hab' in meinem Haus, darum such' ich mir dieselb' allenthalben außerm Haus und mit dem Geld hab' ich halt meine einzige Freud'! Und wenn meineAlte gar recht zuwider thut, nachher denk' ich halt an das schöne Stückl Geld, was sie mir zugebracht hat. und da halt. 3?a mag sie mir nachher nicht an. Da mag sie mich nimmer ärgern." Der Vllk kicherte leise in sich hinein. .Siehst du. da lass ich ihr nachher 's Haus und die G.äft' über -und such' Mir ernen. über den ick sSasfe.
kann. Ja. hör du. weißt es denn, wer ich bin?" Der Sprecher warf sich plötzl-.ch in die Brust und reckte sich, soviel es anging, in die Höhe. Sein Gesicht erschien plötzlich ganz anders; ein kalter, kock'müthiger Ausdruck lag darin. Weißt es nicht? Aber gehört wirst schon haben von mir! Joseph Birngruder heiß ich den Geldmacher Seppl nennen mich die einen, die andern den reichen Löwenwirih unter meinesgleichen heiß' ich der der Güterkonig". Ja, da schaust siehst mir's nicht -in. daß ich der bin. gelt?" Der Friedl hatte nur so halb und halb hingehorcht, unwillig über den Mann, dessen Geldgier ihm mißfiel; zuletzt hatte doch eine setsameNeugier. rnehr über den spaßigen Mann u erfahren, gesiegt, und er war aufmerksamer geworden. Als aber der Mann mit so stolzem Don und Wesen Aus!nft über sich gab, betrachtete er denselben schier unverwandt. Der war's! Hatte doch neulich die Großdirn die Aeußerung gemalt: Dr reiche Löwenwirth halte seine Hand nicht allein auf das Thalmairgut. sondern auf das halbe Torf." Er hatte damals in seiner Gleichgültigkeit gegen seine ganze Umgebung" nur leichthin ein Soso!" geäußert, aber die redselige Magd hatte aus freien Stücken noch hinzugefügt, daß der Anstauberwirth der reichst' Mann weit und breit sei und, wenn der stürb', da würd' es lachende Gesichter genug geben. "Nun war ihm das wieder eingefallen. Und während er den Mann noch immer aenau betrachtete, sagte er spöttisch: Ich' mein', wenn dich 's Geld einmal betrogen hat, nämlich bei deiuem Weib, so hat es dir das reichlich wieder zurückgezahlt! Tu sollst ja-un-menschlich viel Geld haben!" In den Auen des Mannes leuchtet: es aus wie von triumphirender Freude. So, hast das gehört? Nu ja, wahr ist's, das Geld fliegt mir zu. daß es eine wahre Pracht ist.", Da wirst dir's halt einmal ins Grab mitnehmen wollen, weil so vi:l Freud' hast damit." sagte der Friedl spöttisch. Wcnn's nur zu machen wär', das, das thäten viele." Aber der Mann schüttelte den Kopf. Nein, so ein Wünschen hab' ich nicht! Wenn's in die rechten Händ' fällt, das viele Geld, nachher kann's Zinsen bringen, reichlich Zinsen, mir that' es aber nichts nützen, wenn ich drunten lieg'. Aber da liegt der Hund begraben: die rechten Händ', die, die " Er sprach nicht aus. in seinem Gesicht dunkelte es wie vcn schärfstem Mißmuth. Na, wirst ja genug Erben haben, weil so viel lachende Gesichter sein sollen, weny du stirbst hab' ich gehört!" warf Friedl leicht hin, sah aber doch neugieriger wie bisher auf den Alten. Lachende Gesichter, ja, lachende!" Und in den Augen des Mannes, die über den Bach, neben dem er und Friedl standen, wie suchend hinglitten, zuckten grünliche Lichter auf. Ja. daZ schon ' lauter Freundschaft von m;'nem Weib! Ich hab' niemand, ich se! ber! Pah, das wär' aber schon nichts, ein Ding wär' es mir, der oder der ! Die recht' Hand, ja, die recht' Hand, die fehlt " Mit einem schweren Aufseufzen in-' dete der Mann seine Rede, die mehr ein Selbstgespräch schien, und ohne ein weiteres Wort kehrte er sich ab und schritt von bannen. Er war schon ein gut Stück weg, da wandte er sich plötzlich um und rief dem noch immer still dastehenden Friedl zu: Ich will dir was sagen: Schau dir bald um einen andern Dienst um, 's Verbleiben im. jetzigen dürft' schon am längsten gedauert haben! Ich wart' dem Bauern nimmer zu." ' Der Friedl erwiderte nichts; das war ihm ja gleich: da oder anderswo. Er hatte überall gut sein; so gut es ihm eben sein konnte. So gut wie früher nimmer. Früher, da hatte er ein sroh', frei' Herz, einen frischen Sinn hoffte allwege das Beste; jetzt war das anders, da war etwas in ihm. was von der Welt 's schönste Licht wegnahm; und das war sein verbittert' Gemüth, sein unglückliches Herz, das eine mit hartem Schlag getroffen. Ah, die die! Er lachte plötzlich auf, heiser, voll Zorn. Wenn er so einer gewesen wäre, wie der dort, so ein Schwerreicher, da hätt' er sie haben können, da war' sie jetzt die Seine. Der dort hatte sein Geld umsonst, weil er niemand hatte, dem er's gerne h.interlassen mochte ihm selber aber, ihm hätte es so viel genützt! Ums Geld. um so ein bißl Geld und Gut hatt? er das Liebste, was für ihn auf der Welt gewesen, verloren! Ermähnte laut auf, der Fried.', im Haß. im Zorn, ballte beide Hände zu Fäusten und drückte sie so gegen die geschlossenen Augen. ' . 0 Das Thalmairgut war auf der Gant. Da saßen in der großen Wohnstube all die Bauern von der Umgegend.und von weiterher, die gekommen waren, mitzuthun bei der Feilbietung. Ganz allein aber, drüben in der Ecke beim Ofen, da faß einer und rührte sich nicht. Nur seine Augen wanderten rastlos im Raume umher, von einem zum andern; bei keinem länger verwei. lend wie Sekunden; der BirngruUtt der GüterZoniü. - . i.
Manch ein scheuer Blick ging zu ihm herüber, manch ein staunender. Der eine dachte sich wohl: Jetzt w'rst gewiß wieder das schöne Gut an dich reißen wollen; wer weiß, etwa' kommt auch einmal meins an die Reih'!" Der andere fand sich nicht darein, daß der kleine Mann da so eine abgeschabte, erbärmliche Kleidung trug wie der armste Tagelöhner vom Dorfe. Und er war dock' der Reichste weitum. Der Birngruber Seppl kümmerte sich nicht darum, daß ihn der eine sol der andere so ansah; daß er mit keinem von denen da gut Kamerade war, das lag in der Natur der Sachläge wenn sie ihn brauchten, dann kamen sie ihm schon, und dann schraubte er den Werth seiner Bekanntschaft schon eilfertig in die Höhe. Zu ihrem Schaden war's. und nicht zu seinem, dies Mittenunterihnenstin" und doch Uebersehenwerden". Ein höhnisches Lächeln tauchte in dem verschrumpften Gesichte plötzlich auf. Er drückte die Daumen fest in zwischen die Finger und sah darauf nieder mit blinzelnden Augen. So, gerabe fo, steckte mancher in der Klemme, konnte sich kaum mehr rühren, noch wenden und war bald nur mehr ccif seine Gnade und Barmherzigkeit angewiesen. Die meisten, die da anwesend waren, hatten es wohl noch so ein wenig zum Großthun, bei manchen aber war es nur mehr zum Schein. Die blinzenden Augen hoben sich jäh und sahen höhnisch zu den Bauern hin.- Nur zu nächstens saß man wohl in einer andern Bauernstube zum gleichen Zweck! Dann war's um einen weniger von dl:en, die so großthuerisch dasitzen konnten. Da nun ging die Sache an! Ausgepaßt, daß du obenauf kommst und nicht zu viel für den Bettel hingiebst! Er saß in Positur, der LöwenWirth; keiner konnte aufmerksamer dem Beginn der Feilbietung lauschen. Bald kam Schlag für Schlag Rede und Angebot. Langsam ging der Hof hinauf; langsam, denn keiner der Bauern mochte allzuviel auf einmal bieten, hosfte doch beinahe jeder, dm Hof erstehen zu können, und das durfte dann um keine allzu große Summe geschehen. Der Löwenwirth aber, dessen Schuldforderung die größtlastende auf dem Hofe war. der ging nur um zehn oder zwanzig Kreuzer vorwärts. Es war lächerlich anzuhören bei einem so großen, schönen, erträglichen Gut, dies langsame Vorwärtsrücken mit dem Angebot. Manch einer, der wußte, was der Hof werth war, biß die Zähne zusammen, wenn der Löwenwirth eben um wenige Kreuzer mehr geboten hatte, manch anderer sandte einen haßvollen Blick zu ihm hinüber. Bemerkte der Löwenwirth solch einen Blick, dann verzog er sein Gesicht zu einem freundliehen Lächeln. Er wußte, daß der Hof fern gehören würde er wollte ihn nicht lassen. Und er wurde ihm zugeschlagen. Um einen Preis, der so gering war, daß er nicht einmal ein Drittel vom wahren Werth des Gutes erreichte. Die Bauun schüttelten dieKöpfe.da sie gingen. Manch einem that es in der Seele leid, daß er keine größere Baarsumme erübrigen konnte und deshalb das Gut hatte fahren lassen müssen. Mancher zuckte die Achseln: man hatte es ja im vorhinein gewußt, daß der den Hof wieder erhalten würde; es war schade darum, daß man von Anbeginn mitbct, und schade wäre es um jedes weitere Angebot gewesen, der ließ -nicht, locker, nicht los; schraubte man auch das Gut hinauf, zuletzt fiel es doch jenem zu. Wenn der einmal auf ein Gut passionirt war, dann hatte er cs noch jedesmal in die Hände bekommen und eine Passion hatte er auf jedes große Gut. Bei den kleinen fragte er nicht viel danach. Dies hier, das Thalmairgut, war eines der größten weitüm. Der Birngruber stand indeß allein in der Stube. Alle waren gegangen. Und so viel Leben vorhin hier gewesen, nun war es öde, still. Und das Haus war sein. Sein um einen Spottpreis. Da ließ sich etwas herausschlagen; und zwar nicht wenig. Vergnügt lächelnd ließ er den Blick herumschweifen in dem Raum. In einem Jahr wer würde dann hier hausen? Er nicht. Er würde das Gut verkaufen um den besten Preis. Freilich, bis dahin? Er neigte den Kopf sinnend. Ja, bis es so weit war. daß er das Gut einem andern überlassen konnte, wer sollte derweilen auf dem Gute den Herrn machen? Und ein Herr mußte sein. Er selber aber hatte dazu leine Zeit. Er rückte sich einen Stuhl zurecht und ließ sich nieder. Das mußte reiflich überdacht werden, wen er hier einstwetten einstellte. Es mußte einer sein, der was von der Sachs verstand, der das Gut ordentlich betreuen könn te. und so einer mußte es sein, auf den er sich verlassen konnte. Einer, der ehrlich war, brav. Nicht einer wie er, der allüberall den eignen Vortheil wahrnahm. Es war chon einer zu finden, so einer, gewiß; da und dort gab es solche wenn auch nicht viele aber ob von diesen einer mit ihm zu thun haben mochte? Es war ihm schon manchmal passirt, wenn er sich soeinen ausgesucht hatte, daß es ihm der rundweg abgeschlagen hatte. UeberHaupt mußte er die Leute überzahlen für das, was sie leisteten. Und der letzte, der das große Lindhameranwefen ein halbes Jahr lang verwaltet batte. der hatte nocö dazu tteikia auf
die Seite geräumt, so viel ihm mogitch' gewesen war. Ja, das war eine schwere Sach'! Da ging immer ein gut Theil Prosit dabei verloren! Seufzend hob der Mann das Haupt und sah zum Fenster hinaus. Wenn er einen Sohn hätte, da wäre die Sache schon ganz anders! Der könnt' ihm helfen, beistehen. Und all das Geld fiel dann einstmals einem zu, dem er's gönnte, der damit in seinem Sinn und Willen schaltete und waltete. Aber sein Weib hatte ihm eben yar kein Kind geschenkt, weder Sohn noch Tochter. Nichts wie ihr Geld hatte er vcn ihr. Es alomm wie Haß, tiefinnerer Haß in den Augen des Mannes auf. Seine Lippen murmelten haftig böse Worte vor sich hin. 4 So eine wie die die! Und nun sollte der ganze, durch seine Klugheit und scharfe Umsicht erworbene Reichthum, den Verwandten dieses Weibes zu gute kommen! Für die hatte er so fleißig erworben, nur für die! Und die dankten es ihm heute nicht und auch dann nicht., wenn er drunten lag. Ja. wenn nur einer darunter wäre, der halbwegs zu brauchen wäre für sein Geschäft, er hätte sich zufrieden geg:ben dabei. Aber alle einer wie der andere waren nichts werth für ihn. Er hatte einen nach dem andern daraufhin schon beobachtet kein einziger war aber dabei, wie er ihn haben wollte. Ja, die Gier nach, dem Gelde, nach vielem Gelde, die war allen gemeinsam, alles andere aber fehlte. Ja. wenn es ihnen einer in den Schooß warf, das Geld, dann. waren sie alle dabei; mühelos wollten sie es haben oder doch wenigstens mit nicht viel Umthuns dabei; aber alle Sinne darauf richten, alle Kräfte anstrengen, es zu erwerben, das rermochten.sie nicht. Ah. wenn er nur einen fänd-e, der so wäre so. ähnlich wie er! Von wo immer her einen! Ah, Ter alte Mann
stand plötzlich auf den Füßen, ballte die Hände ud schaute mit boshaft funkelnden Augen vor sich hin. Ja, so da könnte er denen etwas anthun, denen, die da warteten, hofften, auf sein Geld, denen! Dadurch, daß' er es einem andern verschrieb, einem wildfremden Menschen, den er ja. den er annahm als seinen eigenen Sohn! Wenn er einen adoptirte, der ihm paßte, dann hatte er für sein Geld einen Erben, für sein Geschäft einen Nachfolger unddie Verwandtschast. die ah. die hatte das Nachsehen! Und der alte Mann schlug über sei-' nen Einfall ein gelles Lachen auf, ein Lachen, das ihm aus vollem, schadenfrohem Herzen kam; dann begann er schnellen Schrittes hin und her zu wandern. Die heftige Erregung seines Gemüthes prägte sich deutlich in seinen. Zügen aus. Auf einmal blieb er aber stehen und schlug sich vor die Stirn. Narr. hast einFreuen in dir. als wär' schon alles richtig und ganz!" stieß er hervor. Wo hast denn denjenigen, der dir paßt?" Leise pfiff er durch die Zähne. Dann schlug er mit geballter Faust auf den Tisch, neben dem er vorhin stehen geblieben. Und gut ist's werd' ihn schon finden, den! Laß dich nicht irrmachen. Sepperl! Wirst ihn schon sinden. Mußt halt suchen und gut suchen! Es geht um deine eigene Sach'; such nur gut, such nur!" Ja; er wollte suchen. Fix noch ein mal! Freilich verlegen wollt' er sich in der nächsten Zeit auf das Suchen und wenn der Birngruber Sepperl sich einmal auf etwas verlegte, da hattres auch schon bald seine Richtigkeit damit! Er lachte über das ganze Gesicht. Heut gleich wollt' er anfangen mit dem SuAen; jeder, der ihm in die Quere kam, mußte einer Mustrung unterzogen werden heißt das. wenn derselbige überhaupt in Betracht kommen konnte. Das hier war angeordnet, das Gut war sein und Jesses na. in meiner Taumligkeit über die Freudeng'schicht' vergess' ich drauf, daß ich nock gar keinen Vermalter hab' für das Gut da! Und das ist das erst'. Herrenlos kann ich's nicht dastehen lassen."' Mitten in das Selbstgespräch des alten Mannes hinein hatte jemand an die Thür geklopft, nun wurde zum zweiten Male geklopft und jetzt erst hörte es der Birngruber. Neugierig' schaute er zur Thür. Herein!" Schwerfällig kam einer herein, eigentlich war es ein Hereintaumeln zu nennen, ein großer, breitschultriger Mann. Bis ganz nahe zu dem Löwenwirth am der Mann heran; unstet wanderten seine Augen in dem Raum herumer vernünftige, klare Blick fehlte. Na, Hast's gewonnen 's imrecht Gut?" sagte der Mann wie fragend, höhnend, 's unrecht Gut ist's dein? Und was thust nachher jetzt damit? Kannst es doch nicht in die Taschen schieben und mitnehmen!" Das geht dich nichts an. was ich damit thu'!" versetzte der Birngruber barsch. Mein gehört es jetzt, da thu' ich. was ich will." Ja, ja. ich weiß schon, daß derHerr bist da. jetzt t- und ich nichts mehr, nichts mehr." Die Stimme des Bauern erstarb im Schluchzen; die hohe Gestalt schwankte. , - (Fortsetzung folgt.). Philip und Leo M. Rappaport, Advokaten, "Zimmer 730 und 731 Law Buildrng. Neues Telephon 3345.
Taglicher Marktbericht. Vichmarkt. Indianapolis Union Viehhöfe, 17. Okt. N,indvieh. Auserlesene bis prima Stiere. 13-50 Pfd. und aufwärts ..5.25 5.75 Gute bis mittlere Stiere ' 1350 Pfd. und aufwärts 4.65 5.25 Auserlesene 'bis prima ' Stiere 1150 bis 1300 Pfd.. : 4.75 5.15 Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Pfd. Stiere 4.15 4.50 Mittlere öis gute Stiere' 900 bis 1100 Pfd 4.25 4.C0 Gute bis gewühlte Rinder. 3.00 4.50 Mittlere bis gute Rinder. 3.25 3.50 Gewöhnliche leichte Rinder 2.75 3.15 Gute bis gewählte. Kühe. . 3.60 4.25 Mittlere bis gute Kühe.. 3.00 3.50 Gewöhnliche alte Kühe.. 1.00 2.75 Kälber 5.00 6.75 Schwere Kälber. 3.25 5:25 Prima bis fancn Export Bullen 3.75 4.00 Gute bis gewählte Schlach ter Bullend 3.40 3.65 Gewöhnlich? bis gutcB'lllcn 2.50 3.25 Gute Kühe .mit Kalb $30 ' 40 GcwöhnlicheKühe mit Kalb 15 25 Schweine. Gute bis gewählte, mitt lcre und schwere $5.00 5.15 Gemischte. schw.Packing 4.85 5.00. Gute bis gewählte leichte 4.95 5.05 Gewöhnliche leichte 4.85 4.95 Pigs -. 4.00 4.75 Roughs 4.25 4.75 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 4.50 4.75 Gewöhnliche bis mittlere
Lämmer 3.00 4.35 Gute bis gewählte Schafe 3.25 3.50 Ordinäre bis gute Schafe 2.75 3.00 Stockcrs 2.00 3.75 Böcke, per 100 Pfd 2.00 3.00 Früchte und Gemüse. Früchte. . Pfirsiche, 90c $1.50 per Bushel. Citronen, $4.0 für 300360. Acpfel, 2-$3 per Faß. . Feigen, 12c-15e. Bananen, 1.50-1.75 per Bunch. Datteln, Persische 5-6e per Pfund. Kokusnüsse, 3.50-4.00 per Hundert. Rothe Pflaumen, 4.00 per 24 Qt. Case. Trauben, Concord, 8 Psund Korb, 13c; Telaware.und Niagara, Cratc von 4 Körben. 12jc Birnen, hiesige, 75c per Bushel. Cranberries $'2.25 vcr Bushel Cratc. Quitten, tzl.00 per Bushel. Gemüse. Kraut, 75c per Faß. . , Zwiebeln, Spanische $1.50 per Crate; rothe Globe 50c per Bushel ; weiße Globe $1.75 per Faß. Gelbe Rüben, 75c per Dutzend Bun ches. Kartoffeln, 1.35 per Faß; prima Burbanks und runde weiße 45c per Bushel; zum Versandt gepackt, 5c mehr. Süßkartoffeln-Jersey $3.00 per Faß. Baltimore $2.00 per Faß. Sommer-Celery, 15c per kl. Bunch. . Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 6-7e; hiesige Stiere 81 8 je; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 7$c-7 c; hiesige Kühe 400 bis 550 Psund 6s c; Kühe 550 bis 650 Pfund 7c; Stier Vorderviertel 7c; Stier Hinterviertel 10c; Rind Hinterviertel 9c; Rind Vor derviertel 6c; Kuh Vorderviertel 5c; Kuh Hinterviertel 8Zc. Frisches Kalbfleisch KälberlOc; Hin. terviertel 12Hc; Vorderviertel, 8c. Frisches Schasfleisch Lämmer per Pfd. 9jc; Schafe 8c; Schenkel 10c; Racks, kurz, 16c , Frisches Schweinefleisch. Loins 10c llc ; Cottage Schinken 8c ; gehäu tete Schultern 8c, frische Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 10c ; Tender loins 16c ; Spare Ribs 6c. Geräuchertes Fleisch. Sugar Cured Schinken Erste Quali tät: 20-18 Pfund IISc; 15 Pfund llc; 12-10 Pfund 12c; Zweite Qualität. 20-18 Pfund lOc; 15 Pfund 11c; 12 Pfund llc; 10 Pfund llc. Californische Schinken 6 bis 8 Pfund 8c; 10 bis 12 Psund 8c; 12 bis 14 Psund. Frühstück Speck Klarer English Cured 15c;' gewählter Sugar Cured 14jc; 6-7 Pfund im Durchschnittene; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 13ic; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt 13c; 5 Pfunv.im Turchschnitt, schmal, 1?c; e Psund im Durchschnitt, schmal, 13c. Speck, Eng!. Gewählt, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 13Zc; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt, 13c. ' Speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 10c; KlareSeiten, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, c; Klare Seiten, 20 bis 30 Pfd., 11c; Klare Bellies,25bis30Pfd.,10ze; 18 bis 22 Pfd., 10Zc;14bis 16 Pfd., Ilse; Klare Rücken, 20 bis'25 Pfd., 10c; Rücken 12 bis 16 Pfd., lOHc; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd.,iNc. - Schultern, Engl. Cured 10 bis 20 Pfund im Durchfchnitt c; 16 Pfund im Durchfchnitt, 9c; 10 bis 12 Pfund vc Gepöckeltes Schweineflcifch, Knochen loses Fancy Pig $20.00; Klares Bean 18.60; Family 17.50; Short Tlea? 16.50; Rumpf 16.50.
Gedörrtes Rindfleisch, Schinken, reg. Sets, 11c; Außenseiten S'jc; Innen, feiten 13Zc; Knöchel IJZc. Schmalz.' in Ticrces, 1. Qualität 9jc; .2. Qualität 9c; 3. Qualitä: Würste, Geräucherte Bratwurst 8c; Frankfurter 8c; WicncnvUtst 8c; Knackwurst 8c; Bologna in Därmen 6c,in Tuch Qjc. Butter, Eier und Geflügel.' Händler bezahlen folgende Preise : ' Butter, frische, 12c Eier, 15c per Dutzend. Hühner 7c, Sprsng Chickens 7c Pfd. Turkcy Hennen 6c, junge Hähne 5c, alte Hähne 4c; Enien 5-8c; Gänse wer. den verkauft zu 3.75-4.25 per Ttzd. Getreide. Weizen-Ro. 2 rother 74ßc auf den Geleisen, 74.$c von der Mühle ; No. 3 rother 70-72lc; Oktober 74 ic auf den Geleisen; Wagenweizen 74c. Korn-Ro. 1 weiß 42c; Ro. 2 weiß 42c; No. 3 weiß 42c; No. 4 weiß 39-41c; No. 2 weiß gewischt 41c; No. 3 weiß gemischt 41c; N 4 weiß gemischt 3840c; No.2gelb 42c; No. 3 gelb' 42c; No. 4 gelb 38-40c; No. 2 gemischt 41c; No. 3 gewischt 41c; No. 4 gemischt 3-40c; an Kolben 41c. Hafcr-No. 2 weißer 24c; No. 3 weißer 23ic; . No. 2 gemischter 22c; No. 3 gemischter 21c Heu-altes No. 1 Timothy 12.5013100 No. 2 Timothy 11.50-11.75. Kaffee. Folgendes sind die Indianapolis Preise : Gcwöhnl. bis guter 12c-18c; prima
bis gewühlter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-2; Java 28-31:1 In Packctcn: . , Ariosa $12.75, Lion 11.75, Jersev 12.75, Caracas 12.25, Dillworth's 12.75, Dutch Java Blend 16.50, Mail Pouch 11.75, Gates Blendcd Java 11.75. Grocerics. Zucker Dominoes 6.32c; Stückzucker 6.47c; pulversirter 6.17c; m pulverisirter 6.22c; Standard granulirter 6.07c; feiner granulirter 6.07c; granu lirter in 5 Pfund Säcken 6.17c; granu lirter in 5 Pfund Cartons 6.17c; extra feiner granulirter 6.17c; Cubes 6.22c; Mold A 6.22c; Confectioners'A 5.87c; 1 Columbia A-Keystone A .567c; 2 WindsorA-AmericanA 5.62c; 3 Ridge wooo A-cntenmal A. 5.67c; 4PhonlZ A-Calisornia A 5.62c; 5 Empire AFranklin B 5.57c; 6 Ideal Extra Golden ö-Kcystone .B 5.52c; '7 Windsor Extra C-American B 5.42c; 8 Ridge wood extra C-Centennial B 5.22c; 9 gelber extra C-California B 5.17c; IC gelber C-Franklin extra C 6.12c; lh gelber-Keystone extra C. 6.17c; 12 gelber-American extra C 6.12c; 13 gel ber-Ccntcnnial extra C 5.12c; 14 gelber -California extra C 5.12c; 15 gelber 5.12c; 16 gelber 5.02e. Eingemachte Früchte Blackberries, 3 Pfund, $1.10; Peaches Stand. 3 Pf., $2-2.25; Seconds 3 Pfund $1.50 $1.65; Pie $1.40-1.50; Ananas Standard, 2 Pfund '$1.65-1.90; Seeonds. 3 Pfund, $1.25-1.45; grüN5 Bohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Bahama Ananas" $1.90-2.25; Gesiebte Erbsen $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.25 Marrow 95c, eingeweichte 55c 80c; Tomatoes, 3 Psund, 85c-$1.00;Zucker korn 80c $1.40; Apfelbutter, per Dutzend, 3 Pfund, 95c. Käse. Engros Verkaufspreise, Jmportirter Schweizerkäsd 27c per Pfund; einhei Mischer Schweizerkäse 17c; Wisconsin Cream Käse 10e-12c; New York Ched dars 12c; einheimischer Limburger 12c; Brick 13c. Sämereien. .Kaufpreise: s X Kleefamen, Rother, $4-$5.00; eng lischer, je nach Qualität $4-5.00; AlV syke 5-7.00; Alfalfa 5.50-6.00 per Bushel. Timothy $1.30-$1.40. . Detailpreise : Kleesamen, alter, prima, $5.50; neuer $5.00-6.50. Timothy, gewählter $2.25; prima $2.00-2.10. Blue Gras, Fäncy Kentucky -$1.20 per Bushel; extra reines 50-05c per Bushel. Wolle. Folgendes sind die Preise für Wagen ladungen : Ungewaschene mittelmäßige Wolle 19-20c; seine Merino 15-17c; ungereinigte, von 3c öis 5c weniger; zuberge waschene 28-30c. Kohlen. Tonne lA Tonne Anthracits $7.00 3.65 Rauchlose 4.50 2.40 Jackson ' 4.00 2.16 Pittsburg . . ' . I 4.00 2.15 Raymond City 4.00 2.15 Winifrede 4.00 2.15 Kanawha 4.00 2,15 Luhrig 3.50 1.90 Brazil Block 3.50 1.90 Green County... 3.00 1.65 Jndiana Lump ' 3.00 1.65 Stack 2.00 1.15 Bloßburg 5.00 2.65 Lump Coke 11c per Bush. 2.75 per 25 Bushei. $1.50 per 12j Bushel. Zerkleinerter Coke 13e perVu. $3.25 per 25 Bu. $1.75 per 12$ Bu.
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