Indiana Tribüne, Volume 24, Number 29, Indianapolis, Marion County, 17 October 1900 — Page 2
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Jndilma Tribune, Mittwoch, den 17. Oktober mi)0.
Naltenkönig von Goldland
. Prozessen. Y' In d'er ersten Seit, als das arctische Goldland zu Cap Nome berühmt tourr, waren fast nur märchenhafte Sensationsberichte über die metallischen Reichthümer dieses Oedlandes verbreitet. jetzt dagegen, in VerbinImng mit dem massenhaften Wegzug vcn da, sind ebenso sensationelle Schwarzscher - Berichte über dksen nt!e-gentn Erdwinkel im Umlauf, in denen ganz Nome als ein riesiger Humbug. als eine Hölle von Werbrechen. Krankheit und Hunger geschildert, und sogar gesagt wird. Gold sei überhaupt ieines dort zu finden. Die einen DarItellungen sind so wenig zutreffend wie idie anderen; wohl aber liegt auf Nome derzeit ein Fluch, welcher alle Hoffnu'n;en auf Goldgewinn, soweit dieselben überhaupt, begründet sind, auf die lange Bank geschoben hat, und dieS ist ein Netz von Proceßhändeln! So erscheint die Lage wenigstens nach neuerlichen anscheinend ungeschminkUn und unparteiischen Mittheilungen eines Kenners. Folgendes sei daraus hervorgehoben: Wenn man von Gesetzlosigkeit" in Ncme spricht, so hatte es fcciruit wohl eine Weile seine Nichtigkeit, gegenwäriig aber erscheint ein sclchcr Lorwurf schon mehr als grausame Ironie! In gewisser Beziehung wenigstens ist Nome derzeit mit Geseh" überladen, und die Gesetzesbändel sind es gerade, welche so Viele vcn hier vertrieben Haben und von den Zurückgebliebenen scrtwöhrend verwünscht werden. Denn sie machen es vorerst unmöglich, selbst von den aussichtsvollsten Goldländereisn irgend welchen Vortheil zu ziehen, da über den Besiytiteln düstere Wolken lagein. Der Kuddelmuddel, .welcher zetzt im Recorders - Amt herrscht, ist grauenhaft, und wenn es gut geht, wird beiläufig ein Jahr vergeben von der Zeit an. da ich Kieses schreibe bis ein klaret Besitztitel auf ein oldländereistück im Nome - Distrikt erlangt werden kann! Nach den äugenblicklichen Aussichten aber wäre es nicht' zu verwundern, wenn manche der betreffenden Rechtshändel überhaupt nicht mehr zu Lebzeiten der Streitfühnnden zur Erledigung kämen. Diese sonderbaren Verhältnisse sind hauptsächlich die Fclge vielfach wiederholter LO?.dgrabscheren, wie sie in der Geschichte des Bergbaues unerhört dastehen. und es will schon diel heißen, wenn man auf dicfcm Gebiete von unerhört" spricht! Als die ersten Meldungen über die Goldfelder vcn Nome kamen, da eilten Goldgräber (im vergangenen Winter) hastig, als sei der Tod hinter ihnen her, über das l5is an Drt und Stelle und steckten den ganzen Distrikt für sich ab. ob sie etwas entdeckt hatten, oder nicht; nach dem Gesetz hat ein solck,er Anspruch zwar überhaupt keine Giltigkeit ohne eine vorherige Entdeckung vcn Gcld, aber es ist keine einfache Sache, zu 'beweisen, daß der Reclamant gelegen hat. Später kam ein zweiter Trupp Glöcksjäger und kümmerte sich den Teufel darum, was die Ersten abgesteckt hatten. Durch Das Schmelzen von Schnee und Eis fielen die Merkzeichen um oder wurden ganz weggeflößt, und das Gesetz derlangt für jeden Anspruch vier Merkzeichen (stakes") in bestimmter Stellung zu einander. Darum wurde von den Spätkommenden der Plunder lustig überhüpft", nöthigenfalls wurde mit Gewalt nachgeholfen, und Alles auf's Neue abgesteckt! Das Recorders - Amt wuide also mit neuen Eintrags - Papieren überschwemmt. Dieser Proceß wiederholte sich oft noch mehrmals. Allgemeiner 'Mord und Todtschlag schienen die Folge zu sein. Qls die Ncgierung mit ihrem Militär einschritt. ' Sie rief den Streitsührenden zu: 'Jhr müßt Alle vorläufig warten, bis der ganze Kuddelmuddel auf gesetzlichem Wege geschlichtei ist! Mittlerweile amüsirt Euch, so gut Ihr könnt." Anfangs versuchte man, sich am Vorstrand einigermaßen zu beschäfti- , atn; denn es gab dort Gzldkörncr im Sande, und dieser Vorstrand war als frei für Jedermann", ohne irgend ein Vesitzergreifungs - Recht, erklärt worden. Da kam so ein schiefer Ferkelsteche? und machte diesem idyllischen Treibcn-auf einmal ein Ende, er steckte nämlich vjjne Weiteres ein Stück des Vorstrandes für sich ab. und die Behörden trugen ruhig seinen Anspruch ein, trotz der früheren gegenthciligen Entscheidung. Erst erhob sich Üaemeines 5ieteraescbrei darüber. aber dann beeilte sich Alles, dem Beispie! des Ferkelstechers zu, folgen, um ia nicht zu kurz zu kommen, wenn die Entscheidung in letzter Instanz zu seinen Gunsten aushalten sollte, und bald war auf 5 Meilen Vorstrand kein ftufc Raumes mehr zu finden,- der nicht abgesteckt war, die meisten Stöcke i überdies mehr als einmal, manche ein Halbdutzendmal! Abermals schritt die Regierung ein und verbot alle weitere Ärbeit an diesen Anspruchsstücken, bis -auch dieser Rattenkrieg von Streitsällen gesetzlich geschlichtet sei. So wurde dvr Wirrwarr immer großer und unheimlicher. Zu thun hatte Um Mensch mehr etwas, außer die Advokaten. Es war ein deadlock" im verwegensten Sinne des Wortes. - Kein Wunder, daß ein Massenflucht vcn Nome entstand. Von etwa 30.000 Menschenkindern, welch in diesem IDistrict geströmt waren, sind etwa 20. 'X)S zurückgekehrt rme?; -vls fiegeümim warln. und die MtLen. pj
Ken werden sich elenfall auf die Hacken machen, wenn sie können! Für die Wenigen aber, welche es sich leisten können.. mit verschränkten Armen hier zu warten, bis die Rechtshändel - Wolken sich zertheilen, mag dies immerhin recht profitabel werden. sie sind die Aaskäfer im Eadavcr von Römers Herr-lichkeit.
Der Zigeuner" Galli. X cv. n Rom ist Luiai Galli. der letzt: igeune" der römischen Kunstlerwelt. vor einigen Tagen gestorben. War et ein Bob'mien? Oder verrückt? Oder excentrisch? Oder ein Künstler? Oder degenerirt? Wahrscheinlich alles zusammen! Obwohl er stets einen lan gen Gefellschafts - Rock" und eine Angströhre trug, sah er doch aus wie ein Vagabund Er war in Mailand geboren und kam. nachdem er ein großes Vermögen klein gemacht hatte, uach Rom. um Bilder zu malen. Er hatte die höchsten künstlerischen Ziele, die er in bewundernswerther Weise zur Darstcllung. brachte, 'wenn er konnte. Er konnte aber leider nur selten, da er nur selten Pinsel und Farben hatte ; als Pinsel benutzte er oft Stockfischschwänze und als Farbe Straßenschmutz oder Möhrcn ode? Pferdekoth. Sein Leben war reich an grotesken Abenteuern aller Art. Einmal wanderte er zu Fuß von Rom nach Neapel, und da er kein Geld besaß, um sich in Neapel ein Zimmer zu miethen., beschloß er, im Freien sein Nachtquartier aufzuschlagen. Er ging hinunter zum Meeresstrande, grub ein tiefes Loch, legte sich hinein, bedeckte sich mit Sand und schlief wie im besten Hotelbett. Plötzlich erschienen zwei Verliebte, die die herrlicke Mondscheinnacht zu einem kleinen Spaziergang benutzten; sie fahen den kleinen Erdhllgel. unter tvtl chem Luigi Galli afe lebendige Leiche" schlief, hielten ihn für eine neue Rubedank und ließen sich nieder, um zärtlich zu kosen. Mit einem fürchterlichen Fluch sprang Galli aus seinem Bette", während das Liebespaar in wilder Flucht davonlief, fest davon überpeugt, daß es soeben den lebhaften Gottseibeiuns gesehen habe. Dem Maler-Boh?-mien war aber nach diesem nächtlichen Abenteuer der Ausenthalt in Neapel verleidet; er pilgerte sofort nach Rom zurück und aß unterwegs Heu und Steinkohle, um sich in den Wahn zu versetzen, daß er ein Pferd oder eine Lokomotive fei. Seine Mittel, sich Geld zu verschaffen, waren genial und zahllos wie der Sand am Meere. Durch wunderbare Knisse war es ihm einmal gelungen, einen bekannten Maler. der als Knauser 'berühmt ist, anzupumpen"; 100 Lire waren der Lohn seiner schwierigen Pumpversuche. Mit diesem Schatze bgab sich Galli auf die Piazza di Spagna, setzte sich in eine Droschke und befahl den 15 oder 20 Droschkenkutschern, die dort hielten. ihm mit ihrem Wagen zu folgen. Als der seltsame Zug zum Eas6 Gre'co kam. trommelte Galli sämmtliche Stammgäste heraus und hielt eine Ansprache an das Volk, die er mit den Worten begann: Volk von Rom! Geliebte Freunde! Ich fahre heute zum ersten Male in meinem Leben spazieren, darum wollte ick fahren, wie ein vornehmer Herr fährt!" Ew berühmter Arzt lud 'einmal den Kunst - Zigeuner ein, mit ihm in einem der vornehmsten Restaurants von Rom zu speisen. Als man beim Nachtisch war. sagte der Arzt: Es ist doch merkwürdig, daß es Dir so schlecht geht, obwohl Du viel Talent hast." Unb.. ich wundere mich wieder." erwiderte Galli gemüthlich. daß Du so viel Geld verdienst, obwohl Du ein Sebafskopf bist." Galli blickte, wie alle Bettler, stolz und voll Verachtung auf seine Mitmenschen herab; Niemand war bedürftiger als er, aber er Pfiff" trotzdem, auf Alles und sagte seinen Wohlthätern die großfcn' Grobheiten. Ein SchriftstellerGigerl schenkte ihm eines Tages einen prächtigen Sammetrock, der nur einen Fehler hatte: am linken Aermel befand sich ein großes Loch, das mit einer Cigarre eingebrannt war. Als sich der Schriftsteller weqen dieses Loches entschuldigte sagte Galli: Was fällt Dir ein? Dieses Loch ist für mich von außerordentlicher Schönheit, denn ohne dieses Loch hättest Du mir sicher nicht das einzige Stück geschenkt, das Dir noch einen gewissen Werth verlieh." Luigi Galli starb im größten Elend. Sein Bett bestand zuletzt aus einer ganzen Batterie von Petroleumkannen. Ein solches Bett", sagte Galli. ist für Jeden, der zur richtigen Zeit aufstehen will, sehr nützlich. Wenn.die Funkrionen des Schlases aufhören, bewegt sich der Körver und wird .'iurch das Ge rausch der Blechkannen veranlaßt, aus dem Bett springen In den letzten Monaten seines Lebens hielt sich Galli während des ganzen Tages in einem Saale des Telegraphenamtes auf. der den Vertretern der Presse zur Verfügung gestellt wurde. Hier portröiirte er die jungen Journalisten und daß er be! diesem Geschäft nicht reich werden konnte, ist selbstverständlich. . . Bei der Benutzung von L m p e n, die lange Zeit nicht gebraucht worden sind ist Vorsicht drinaend zu empfehlen. Man reinige solche Lampen erst vorsichtig, und namentlich das Bassin.' Vvn altem. darin zarückgebliebenn Petroleum entwickelt sich leicht Gas. dos. bei imvorsichtigem' -Anstecken--ung reinigter La-mpen M Elodn. IsmwA
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find ir in Folge schwerer Arbeit oder einerZuglnst am ganzen Lörpexstkis,man vergesse deshalb nicht, tat gegen Steifheit in den Gliedern
nichts besseres
St. Jakobs Gek.
77??i Vürenkiort und Schatzhöhle. Seit dreißig Jahren oder darüber erfreut sich eine Höhle im südwestlichen Missouri, in einem der wildesten Theile des Ozari - Gebiraes am Whitefluß, einer so großen örtlichen Berühmtheit,! wie nur emes der JnselverlieVe, wo loo uno anoere oietgenannic 45icuicn v c 5 i. m!..i i ihre geraubten Schätze verborgen haben sollen, und sie findet noch bis zum heutigen Tage eifrigen Zuspruch von schatzsuchenden Abenteurern, so wenig auch deren Vorgänger Erfolg gehabt haben. .Das ist die sogenannte Räuberhöhle. ! Einst war dieselbe ein starkbesuchtes Quartier überwinternder Bären, und die kühnen Nimrode der Pionier-Tage, welche nach den zottigen Bestien trachteten. bestanden viele verzweifelte .Kampfe mit denselben in den dunklen Kammern der Sbchlt. wo die schlafen -
den Bären von den Grenzern mit dem i deren betrogen worden, die ihm zuvorJagdmesser angegriffen wurden, j' kamen? Diese Frage ist ebenso ung:Manchmal wehrte sich Meister Petz mit , löst geblieben, wie jene andere: Ob di unheimlicher Macht, manchmal auch! ersten Sucher den Mammon gefunden entwich er durch eine kleine Ocffnung. j haben. welche die Höhle unweit des Fußes des ! Es war immerhin eine nebelhaste r l rv . rf rvi. 1 t
veiressenoen Berges yal, uno weicye nicht immer bewacht wurde. Ihre größte Berühmtheit aber erlangte die-Höhle in den BürgerkriegTagen. Denn damals wurdesie zum Schlupfwinkel für die verschiedenen Guerilla - Banden, welche das südliche Missouri zum Schauplatz ihrer Operationen machten. Sie lag günstig genug dafür; denn damals war das ganze umgebende Land sehr unwirthsam und nur spärlich besiedelt. Ter Eingang der Höhle ist groß genug, um einem Trupp Leute unter seinem Granitdach Unterkunft zu bieten. Gegen Schluß des Bürgerkrieges aber gab es hier wieder einen verzweifelten Kampf, und diesmal nicht mit Baren: Eine' Schaar Conföderirten-Gueri' las. die eine Bank im mittleren MisTour beraubt batten und m t der Ber. , zu entkommen suchten, wurde von einem Trupp unionistischer Cavallerie lange und heiß verfolgt. Als die Letzteren nur noch wenige Stunden von den Guerillas entfernt waren., konnten sie wegen völliger Erschöpfung ihrer Pferde die Verfolgung nicht fortfetzen. Dafür nahm aber eine Compagnie berittener Miliz, welche derzeit gerade am Joachum Pond" campirte, die Jagd auf. Die Guerillas suchten Zuflucht in der großen Bärenhöhle, aber sie, die ihnen schon manchmal zuvor Unterschlupf gewährt haben soll, wurde ihnen diesmal zur Falle! Denn sehr prompt erschien die Miliz und belagerte sie. Als die Guerillas fahen. daß sie gestellt waren, entschlossen sie sich zu'einem desperaten Ausfall. Ein schrecklicher Kampf folgte. Die Guerillas konnten sich nicht durchschlagen, verkauften aber ihr Leben theuer. Ihr Führer, der nicht unter den Gefallenen war. jedoch eine tödtliche Verwundung davongetragen hatte, würd nebst verschiedenen anderen Gefangenen nach Springiield gebracht. Es alng mit dem Verwundeten ziemlich rasch zu Ende; dennoch traf ihn seine Mutter, die er rasch, herbeirufen ließ, noch mehreren Tagen noch lebend, aber in den letzten Zügen liecend, an. Dieser sagte er, es sei ein reicher Schatz an Gold und'Silber in der Höhle vergraben, gab ihr möglichst genaue Anweisungen über den Ort und ließ sie. Alles niederschreiben. Der Armee - Wundarzt Chenrworth hörte die Unterhaltung mit an. Die Winke, welche der Sterbende gab, bestanden hauptfächlich in Auskunft über gewisse Zeichen an Felswänden und Bäumen. Als der Guerilla verschieden war, lehrte die Mutter heim. Dr. Cheneworth behielt das Gehörte im Gedächtniß. sogut er vermochte, und er beabsichtigte. später auf eigene Hand Gebrauch oavon zu machen. Aber unerwartete' militärische Veränderungen nahmen ihn weit weg von dem cyauPlatz. Nicht sehr lange daraus starb die Mutter des Guerillas .und hinterließ die Geschichte von dem vergrabenen Schatz und die Anweisungen bezüglich seiner Auffindung ihren jüngeren Söhnen als Ve'rmächtniß. Einer dieser Söhne machte mehrere Jahre daraus den Aufenthalt von Dr. Cheneworth ausfindig, zeigte ihm auch die schriftliche Auskunst, und der Docior erkannte in dem Papier einige ausgerissene Blätter aus seinem alten Receptirbuch wieder. das .einzige PaPier, welches damals an Ort und Stelle erhältlich war. Die Beiden beschlössen, gemeinsam den Schatz zu suchen und sich in denselben zu theilen. An dem Tags jedoch, an . welchem isie Aufbrechen sollten, warder' Doctor mr-
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I I giebt i Z V? genvs ZU slnoen. Seln Partner" schöpfte sogleich Verdacht und reiste unverzüglich allein nach dem Schauplatz ab. Nach einigen Jrrgängen traf er einen altenAnstedler Namens Weather man, der ihm über die Höhle selbst Be scheid geben konnte und, obwohl er nie etwas von dem Schatz geHort hatte, sich auch bewegen ließ, persönlich mit ihm dorthin zu geh:u. Sie fanden wirklich alle angegebenen Zeichen, aber offenbar waren Andere ihnen zuvorgekommen, denn das Nest war leer! So schien es wenigstens; denn es ist nicht geradezu ausgeschlossen, bafc die Zeieben selber im 2auj 5? Jahre nicht unverändert' geblieben waren. Gewiß ; aber war es, daß Andere hier gesucht batten; denn man erfuhr nachher mit Bestimmtheit von Fremden, welche hier einige Nächte ihr Wesen getrieben hatten. War der Toctor unter ihnen. ! eder war derselbe wiederum von An , coguqleil voryanoen. va oer schätz noch unoehoben sei. und dies sowie das Gemunkel, daß er sich auf $KK),000 belaufen habe, genügte, im Lauf der Zeit noch eine Menge Abenteurer hierher zu locken, an denen ein benachbarter Anssedler manchen schönen Dollar als Gastwirth verdient hat! Wenigstens hat dieser Nibelungenhort" weiter kein Menschenleben gekostet. ' , j Ein Spielzeug aus der Anklagebank Die Akademie der Medizin in Paris hat sich in ihrer letzten Sitzung mit einem Gegenstand beschäftigt, an dem zahllose Kinder ein vorübergehende: Vergnügen haben, und an dem bisher auszusetzen gewesen ist. Es sind "cmen larmgen auon me an I ja - - n x. - - u I t . r a 1 ur Wiigx w "r ui.i i.oe-
oen und, freigelassen, bis zu betrachtlicher Höhe aufsteigen. Ein Pariser Arzt hat nun zufällig entdeckt, daß von einem solchen Ballon, der schon erheblich zusammengeschrumpft wur, und den er wieder aufblasen wollte, ein ziemlich kräftiger knoblauchartiger Geruch ausging, wie er fonft als Anzeichcn der Anwesenheit arsenikhaltiger Gase betrachtet wird. Wenn man nur. bedenkt, daß die Ballons oft in den Schlafzimmern der Kinder bleiben und dort allmälig ihr Gas ausströmen, so ist klar, daß sie in gewissen, wenngleich wohl nicht direkt gefährlichem Grade eine Vergiftung der Luft herbeiführen. Daß in der.That sogar schwere Vergiftung durch! schlecht gereinigtes Wasserstosfgas, wle es etwa auch für oie Ueinen Kinderballons verwandt wird, vorkommen kann, haben v:rschied:ne Fälle in den militärischen Liftschifferabtheilungen bewiesen, die auch vor der Pariser Akademie zur Sprache gebracht wurden. Das Gas wird er zeugt durch Einwirkung von Schwefelsäure auf Eisen, die beide oft öedeutende Mengen von Arsenik enthalten. So entsteht ein mit Arsen verunreinigter Wasserstoff Diese Erscheinung ist so stetig.- daß die Leute, die dieLuftballons zu überwachen haben, sich geradezu an dem von Arsen herrührenden Knoblauchgeruch davon Lberzeugen. ob das Gas regelmäßig in den Ballon einströmt. Es sollen nun Fälle eingetreten sein, in denen sich alsF?lge des Einathmens des Gases bei einer derartigen Prüfung schwere Vergiftungs - Erscheinungen eingestellt haben und sich die Anwesenheit von Arsenik in den körperlichen Ausscheidungen der Betreffenden hat nachweisen lassen., ! . 1 Rauchfleisch mit Linsen. Man wässert Linsen einen halben Tag lang ein, kocht sie dann mit zwei fein gewiegten Zwiebeln, bis ein Theil derselben platzt, schmeckt sie mit Essig an und fügt etwa ein eigroßes Stück Butter hinzu, welche man in rohem Mehl verknetet hatte. 'Indessen schneidet man durchwachsenen Speck in Streifen, bratet sie im Eierkuchentiegel gelbbraun und richtet ihn mit einer Sauce auf den Linsen an., -Seligstes Lächeln. 9ta, als die Geliebte Dir das Jawort gab, da hast Du wohl selig gelächelt?" ; Wie ein Finanzminister, welchem träumt, daß Gedanken nicht mehr zollfrei wären." Erklärt.. Frau A.: Ich wundere mich, daß Geheimraths in ein so altes Haus ziehen mögen." Frau B.: Das thun die jedenfalls ' wegen den bnden Töchtern, ivissen Sie. in der antiken Umgebung fallen die gealterten W.tt ciit Ifijwir
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