Indiana Tribüne, Volume 24, Number 28, Indianapolis, Marion County, 16 October 1900 — Page 7

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er Anstauberfriedl.

Romc::: ten Ja nn y Kalten h a us er. (Fortfehung.) Der Friedl "beachtete nichts hiervon. ' Sein Blick durchflog späbcnd dej Garien, er schritt zu teiri Gebüsch, das aus Rosen-und Johaunesbeergesiräuch beficinb nichts ccn Sela, nichts! Sie hatte den Garten schon verlassen. War sie wieder in's Haus getreten, oder ah dort, sie war schon aus dem Weg zur Kire. Nur ging sie nicht den geraden Weg dahin, sondern schritt aus dein andein, weiteren, der in der Sonnenhitze der bessere war, weil er durch einen dichten Wald führte und so lange Zeit hindurch kühlen Schatten bot. Sie war schon ein Stück entfernt; auf denr etwas steil ansteigenden Wege schritt die schlanke Gestalt langsamen, wiegenden Ganges dahin; das hellblaue Sommerkleid wippte neisch um die Füße,- die schneeweiße Strümpfe und schwarze Sammetschuhe trugen. Es riß Sela mit einer zähen Gewaltherum, da der Fried! sie anrief mit einer keuchenden, heiseren Stimme sie anrief, die sie trotz der Entstellung sogleich erkannte. Sie stand wie enge wurzelt und starrte ihm entgegen, hart am Rande, wo der Schatten anfing, den der Wald herüberwarf. Tie Sonne lag auf ihrem jungen Haupte und das Sürnhaar flirrte über dem Kopftuch auf wie feine, goldene Fäden. So bildsauber und lieb stand sie da, als hätt' sie eigens der Herrgott geschaffen, um durch ihr Anschauen die Menschen zu erfreuen ah, und sie sollt' ein sä lechtes Herz haben, so ein schlechtes, falsches? Der Friedl, der all die Zeit während seines Dahinstürmens nur seine gewa!tige Sehnsucht nc Sela gefühlt hat, jent. wo er n sieht, denkt er daran, was der Franz gesagt. An, nein, sie kann ja niest so schlecht sein, er sieht ihr's an: es ist nicht möglich! Er bleib! stehen, einen Moment nur, und starrt mit seinem glühenden Llick auf das Tirndl hin, das so still stehen bleibt dann nimmt er den kurzen Raum zwischen ihr und ihm mit einem hastigen Sprung. Dickt vor ihr steht er nun, seine Hände fanen ihre Arme an, gleich über den Ellbogen, und die Arme festhaltend, daß sie sich nidjl rühren kann, neigt er sein Gesicht herab und schaut mit leuchtenden Augen tief in die ihren. In seinen Zügen zuckt es wie leidenschastliche. schwer zu meisternde Bewegtheit. Zwischen schnellen, scbweren Athemzügen scgt er mit gedämpfter, in heißer Innigkeit schier versagender Stimme: Siinb!, mein lieb's schön's Dirndl, gelt, das wär' ein Unsinn. wenn ich gruben that', daß Tu einen andern nehnen möchtest wie mich? Gelt Zur Die Sela rührt sich nicht; sie möchte lachen, ab. so spottend lachen über den dummen Burschen da, der sein Herz so crg an sie gehangen, sie mochte es und kann's doch nicht. Es schwellt ihr ztwas die Brust ah. 's ist wohl der Stolz, die Befriedigung, daß einer so an ihr hängen mag! Aber nein, wenn es das wär', dann that t5 ja nicht ein bischen weh und das in ihr schwellt ja auf wie ein Schmerz und das möchte wieder zusaminensinken in ihr mit einem Schrei ja, sie fühlt es: mit einem Schrei, einem lauten, jammernden Schrei., O, so dumm, so ein dummes Gefühl! Wenn ihr nur was hülfe, da drpber hinwegzukommen, wenn ihr nur was einfallen möcht' dagegen N' Spott wort über sich, über ihn! Sie preßt die Lippen zusammen und beißt die Zähne aufeinander, daß sie knirschen es muß weg, hinweg aus ihr! Sie leidet's nicht, daß so etwas in ihr ist; ihr muß das Leben so schön bleiben, wie es bisher gewesen ist! Das' wär' noch das schönste, eine reiche Bäuerin zu sein und dabei die Lieb' zu einem, den sie nicht haben kann, im Herzen zu haben! Ah! Sie athmet plötzlich auf eine reiche Bäuerin! Das ist's, das hilft ihr ja. ja. Sie liegt den Kopf ein wenig in den Racken zurück, es schimmert kalt in ihren Augen. die Lippen schieben sich etwas dor, wie in starkem Trotz. Ja. Du. was hast denn gemeint?" fragt sie und ihr Ton klingt beinah' so gedämpft, wie seiner, nur die Bewegtheit fehlt. Daß ich Dich nehmen sollt', das 'leicht?" Er schweigt; nur die Hände klammern sich mit stärkerem Druck um ihre Arme. Dann fliegt der Athem schnell aus seiner Brust, schneller und immer schneller, die Lippen öffnen sich und heiße Athemstöße gehen über ihr Ge- ' sieht hin. Da er nichts sagt, fängt sie wieder zu reden an: Bist dumm gewesen, Friedl. wenn Du gemeint hast, ich würd' Dein Weib! Weißt doch, daß mein Vater ein Bauer ist, der ordentlich was hat; da ist kein Zusammenstand zwischen uns, denk' dran!" So?" Nichts als das eine Wort bringt er hervor; es klingt rauh, dumpf., wie aus zusammengepreßter Kehle., Es ist kein Blut mehr im Gesieht, schneeweiß ist es diö in die Lippen. Er starrt sie immerzu an. der Blick ist bohrend, ein düsteres Feuer ist darin. Plötzlich schießt das Blut wieder empor, das Gesicht wird roth immer dunkler reih; bläulich schwellen die Adern an und jäh rüttelt und schüttelt der Mann das Weib, als wolle er in einem Hui die Seele aus dem Leib jagen. .. ... ..-

So. kein Zusammenstand? Meinst? Kein Zusammenstand, ah so! Und das weißt erst jetzt? Eine falsch-'Dirn bist, ein schlechtes Ding!" Er hat ihr's zugeschrieen wie in blindem Zorn, um nun plötzlich mit schlaff herniederhängenden Armen dazustehen und leise, in tiefstem Weh weiterzusprechen: Wegen dem Geld nimmst einen andern, wegen dem Geld soll ich zurückstehen mit meiner herzlichen Lieb', die Dir alles hat verschaffen wollen, was mir möglich gewesen wär'!" Ah so und da frag' Dich jetzt selber, wie viel Dir möglich gewesen wär', mir zu verschaffen!" Zum erstenmal, seit sie jetzt zu ihm gesprochen, hat ihre Stimme einen Spotttlang. Wenn Du Dir eine richtige Antwort giebst, nachher wirst es kennen, daß ich recht hab', wenn ich Dich nicht nehm'!" Recht? Du hätt'st recht, wenn Du einem zuerst Deine Lieb' versprichst und nachher nimmst Dir einen andern wegen dem Geld? Nein, Du. schlecht bist, schlecht! Ein Herz hast, das keines ist eigentlich!" Einen Augenblick schweigt sie, wie in Sinnen versunken, dann schüttelt sie den Kopf. Wegen dem Geld? Nein, das ist's nicht. Schau, wenn Du ein Gütf hätt'st, ein kleines, hätt' ich Dich genommen, aber Tu hast ja nichts, gar nichts, und mein Vater gibt mir nichts wie ein paar hundert Gulden, wenn ich einen heirath', der nichts hat. , Meine Schwester bat sich auch einen genommen, der nichts hat wie ein kleines Häusl, wegen dem Gernhaben, und der Vater hat ihr anstatt viertausend Gulden. nur vierhundert gegeben. Gegen seinen Willen war ihre Eh' und wär' auch die meine mit Dir. Was hätt'st mir verschaffen können als das, was Du mit Deine .Händ' verdienst? Mich wo hineinsetzen in eine Stuben, die nicht mir gehört, hh Du. das kann ich nicht. Tie Kirchberger Sela kann das

nicht." Sie athmete hoch auf und fuhr dann viel lebhafter fort: Schau hinüber da! Das all's und all's gehört den, den ich heirathen soll. Schau, die Felder hin und hin, und der Wald da neben uns, der große, schöne Wald da auch. Ah, ich hab' den Wald so gern, ich hab' so eine Freud' daran, an seine hohen, vielen Bäum', an seinem kühlen Schatten! Und der da wird mein gehören! O Du. begreifst es denn nicht. we.nn eines so einen schönen Wald haben lernt, so ein Gut mit so viele Gründ', daß eins mit alle zwei Händ' zulangt, daß eins nicht Nein" sagen kann daß eins lieber eine Hand auf's Herz drückt und fagt mit lachender Stimm' Ja"? Ah. r?as meinst denn Tu? Was meinst denn? So ein Gut kann ich haben, bei dem einer jeden, sogar rcr reichsten, dc.s Herz lacht, wenn sie's nur anschaut; so ein Gut. wo alles gereiht.' als hätt' der Herrgott eigens ein Aug' darauf gerichtet, so schön, so reich ist'S! So ein Gut sollt' ich ausschlagen?. Wegen was denn? Weil mich einer'haben will, der nichts hat. Nichts wie seine zwe: 5änd'. Ah Du.' da müßt' ich ja nicht recht gescheit sein,!" Sie verstummte jäh in der eifrig gewordenen Rede in dem wei"ßen, blutleeren Gesicht des Burschen g'ühien die Augen ;o wunderlich; es sah aus, als wäre es das Gesicht eines 2 odten und nur di; Augen darin lcb.-en. Es war wie ein unheimlicher Schreck in sie gefahren, aber sie schüttelte' es gleich w:eder ab was gmg es it an, wenn er sich's tiefer zu Herzen nahm wie sie? Sie möcht' ihn ja auch gkrne sehen und fand sich 'doch darein. Ja. gescheit bist Du. das. seh' ich," versetzte er nun langsam, leise, hoznvoll. Und dann lachte er, und 'oer Hohn erklang auch im Lachen. ??ur gerad' ich bin dumm gewesen, so erg dumm! Weil der Herrgott Dir lieb's Gesicht'! gegeben h.ii, hab' ich zemeint. Tu hättest auch ein lieb's Herjl! Auf das hat er aber vergessen, und da müßt' ich eigentkich mit ihm regten, nicht mit Ti?!, Ab. so behalt. Dein Wald und Dein schön's Gut. wenn Du genug halt da dran Dein ganzes Leben lang! Behalt es. ich bin Dir nicht neidig und geh!" und mit dem Fuße den Boden stampfend, schrie er plötzlich ein überlautes, zorniges, gebietendes Geh!" auf sie hin. Und sie besann sich nicht lange, kehrte ihm den Rücken und ging. Was ging sie denn der wüthige Mensch noch weiters an? Wenn er so dumm war und wenn er nicht verstehen wollte, daß sie die Sache nicht anders machen konnte, was hatte sie denn damit zu schaffen? Aber sie eilte nicht mit' dem Gehen; er sollte nicht glauben, daß sie sich fürchte vor ihm und an's Davonlaufen denke. Langsam, ohne jedoch den Gang als einen zögernden erscheinen lassend, schritt sie zum Walde hin. Da umfing es sie kühl, und eine .wohlige, würzige Luft strich um ihr Gesicht hin. Ein sachtes, kaum merkliches Raunen lief durch den Wald ah, wie schön war er doch und ihr gehörte er. ihr! Von vorgestern an schon, allwo'sie sich mit dem Weghofer versprochen. Als sie beim ersten Baum vorüberkam, dicht daran, da hob sie die Linke und strich lamgsam mit den Fingern über den Baumstamm herunter. Es war eine sachte Liebkosung. Und dort drüben stand der Friedl, der erst ein paar Schritte voll Hast hinweggethan hatte von jener Stelle, wo er mit ihr gesprochen, sich nun aber plötzlich wieder herumgedreht hatte, um dem davongehenden Mädchen nachzuschauen. Und wie er schaute und Mute .mit sehnsuchtsstarrem, glühen-

.Jndiaua Tribüne. Tienstan,

dem Bück, da schüttelte es ihn an allen Gliedern. Das war wie eine Lohe in ihm, die um so stärker, flammende? wurde, je mehr sie unterdrückt werden sollte; eine Lohe, die ihn verzehren wollte, die an seinem Herzen fraß in wilder Gier. , Nun aber, wo eben ihre Hand hinstrich über den dunkeln Stamm dort, nun schwand urplötzlich das heiße, wehe Flammen in seinen Augen, ein harter Glanz erschien in denselben. Er zwang sich zur Umkehr, der unglückliche Bursche, zum Weiterschreiten und er brachte es zuwege. Und da es noch immer schüttelnd durch dieGlieder hinflog, biß er die Zähne zusammen und trat zu dem Zaun hin. der den Garten des Wiesingerqutes umschloß; mit rasch zugreifender Hand riß er eine Latte aus der Erde und sie mit beiden Händen anfassend und Lber'sKnie haltend, brach er sie mit jähem Ruck mitten entzwei! Das Stück war eine breite, dicke Latte gewesen und er hatte ein' gut Theil Kraft dazu gebraucht. Jetzt war mit einemmal das Zittern verschwunden. Da lächelte er vor sich hin wie einer, der etwas erreicht, was er gewollt. 5. Vier Wochen sind seither vergangen. Es ist ein Sonntagnachmittag. Der Fciedl sitzt in seiner Kammer imThalmeiergut und starrt nachdenklich zum Fenster hinaus; hinaus in den hellen Sonnenschein, der den ganzen großen Garten da draußen voll bescheint, der auf einem auf dem Lattenzaun umgestülpt hängenden blechernen Wasserzuder liegt und sich allen Ernstes müht, dem rostigen Ding einen Anschein einstiger Pracht zu verleihen; hie und da sunkelt es auch auf, an Stellen, die der Rost noch unbedeckt gelassen oder von wo ihn eine sorgfältige Hand weggerieben, nur ist das Funkeln ein trübes. mattes und all die Mühe nicht werth, die sich Frau Sonne gibt. Tie Ruine verwandelt sie nicht mehr in Herrlich--keit. Dem Friedl juckt es in allen Gliedern, wie er so eine Weile in den wunderschönen Sommertag hinaussieht. Es wär'-doch besser, er ginge auch hinaus wie die andern und ließe den Hof Hof sein! Was nützt es .wenn er sich voll Verdrossenheit denkt, er brauch sich die Welt, wenn sie noch so schön aussieht, nicht anzusehen darum, weil sie doch kein Fleckchen übrig hat. das ihm. ihm zu eigen wär'! Was nützt das? Deswegen schenkt sie ihm doch keinen Zollbreit von ihr er wird nicht ärmer unö nicht reicher, bleibt er hier drinnen oder streicht er draußen herum. Nur gerad', daß die andern lachen und spotten: Ter Stubenhccker hätt' wohl eine Angst, daß ihm der Hof davonlief' oder am End' das leere Geldsäckl in seiner Truhen!" Heut freilich sollte er überhaupt nicht hier sein; denn heute ist der. Ehrentag seiner Schwester. ' Er hätte daheim bleiben sollen bis zu 'diesem Tage, um den Brautführer zu machen ihn aber hatte kein Reden gehalten. In aller Morgenfrühe nach jenem für ihn so unglückseligen Tag war er fortgewandert. Daheim hätte er sein stürmisch Blut nicht bändigen können wer weiß, was noch geschehen wäre! Er hätte nur dem einen, dem Weghofer, begegnen dürfen, und dann! Ah, viel besser war es, daß er gegangen, hier emsig von früh bis spät arbeitete und damit alle dummen Gedanken aus seinem Hirn jagte! An Arbeit fehlte es ihm hier nicht. Und sie that ihm gut. die Aröeit; er schlief jede Nacht so fest, so tief, als hätte er niemals einen schweren Gedanken gehabt. Nur nach einem Sonntag fühlte er sich immer völlig abgespannt da hatte er wenig Arbeit, hatte Stunden, in denen er unthätig dasaß in seiner Kammer, grübelnd; und die spürte er. Ja, was saß er denn auch hier, anstatt daß er hinausging und sich -eine Arbeit suchte? Es gab ja gewiK noch mancherlei zu thun, was auch am Sonntag gethan werden durfte! Er erhob sich jäh, holte seine Joppe vom Nagel herab und schlüpfte rn dieselbe. Zufällig warf er unterdessen einenBlick aus dem Fenster. Dann schaute er schärfer zu. Wa kam denn da für ein alter, gebeugter Mann auf den Hof zu? Oder wollte er an diesem nur vorbeigehen, um die Straße drüben auf dem nachsten Wege zu geMinnen? Wie spaßig sah der Mann aus! Der langschößige Rock hing weit bis unter die Kniee herab. denn der Mann war klein. Die Füße steckten in vertretenen Röhrenstiefeln, und auf dem. Kopfe mit den kanggewachsenen. dünnen Haaren saß ein kleines Filzhütlein, das von einem noch weit ehrwürdigeren Alter erschien als wieder Mann selber; dieser mochte schon den Siebzigern nahen. Bei dem wunderlich behenden Gang, den der Mann hatte, schlenkerten die Arme jedesmal mit jedem Schritt abwechselnd' nach vorne und abwärts, mit einer so eigenthümlichen Bewegung, als möchten sie hastig zufahrend nach etwas greifen. Der Mann kam immer naher auf das .Haus zu. Da. nun mußte er entweder zur Straße hinüber oder nein, er kam auf das Haus zu. Der Friedl schritt zur Thür. Ter Bauer war vorhin ins Dorf gegangen, um einen Trunk im Wirthshaus zu thun, wie gewöhnlich, wenn er dn wenig freie Zeit . hatte; so war er, Friedl. aanz allein daheim. Er mvfoit

den 1. Oktober 1900.

den Besucher nach seinem Begehr fragen. ' Da er durch den Hausflur schritt, erklangen auch schon ein paar laute Schläge, die der Einlaßbegehrende mit dem eisernen Klopser auf der Hausthür that. Gleich darauf öffnete der Friedl die Hausthür. Neugierig starrte er dem Mann ins Gesicht und schaute in merkwürdig helle Augen, deren Hellheit auf den ersten Blick wie ein Lächeln erschien, während der bessere Beobachter, wenn er den Ausdruck der Züge mit den lichten Augen derglich, unverkennbar den Eindruck empfinq, in dem Manne wohne eine große Verschmitztheit, die er indeß durch anscheinende Gutmüthigkeit zu verdecken suche. Was willst?" fragte der Friedl kurz; es klang schier wie widerwillig. Hehe. bist kurzan! Ich hab' dir ja noch kein ...grüß Gott!" gesagt, du fragst aber schon, was ich wollt'! Hehe!" Und die etwas hochklingende, dünne Stimme des Mannes ließ sich mit einem meckernden Lachen vernehmen. Na ja. halt, na ja ich hab' mit dem Bauern ein Wörtl zu reden ! Laß mich halt ein, sauberer Bub'! Blitz noch einmal, bist ein mordssauö?rer Bub'!" Es lag so viel tiefe Bewunderung im Tone des Sprechers, daß es den. Friedl zum Lachen zwang, obwohl ihm der Mann mißfiel. Mag sein, daß ich dir besser gefall' wie du mir", sagte er lachend, aber 's Einlassen kannst mir nicht herausschmeicheln! Ja, ja. halt da drum, weil es ohne 'Zweck wär' der Bauer ist nicht daheim. Wenn mit ihm reden willst, nachher mußt ins Wirthshaus gehen; dort sitzt er." So, ah so? Im Wirthshaus sitzt er?" stieß der Mann ärgerlich hervor. Teixel noch einmal! Tragt 's Geld hin und verjauft es! Und jo ern:n weiten Weg zu machen da drum, daß man hört: der säß' im Wirthshaus und jagte unscreinem sein Geld durch die Gurgel! Sauberer Voqel das ! Eine verflixte Geschicht'! Was kann ich im Wirthshaus reden mit ihm ? Ja freilich, ja!" Der, in der Rede dahinhastende Mann wandte sich wieder an den Friedl. Wann möcht' er denn heimkommen, dein Bauer, ha du?" Dasselb' weiß ich nicht! Er muß halt immer einen Wegweiser haben und darum wartet er aus den Mond, bis der aufgeht und ihm heimleuchtet!" Der Friedl lachte wieder. Es war so spaßig anzusehen, wie sich im Aerger das alte Gesicht da verzerrte; die Hellheit der Augen war jetzt wie ein zornig Blitzen. Sitra Sikra! Das wär' aber doch! Da draus kann ich nicht warten. Da muß ich ihn mir halt herausholen lassen vom Wirthshaus. Wenn ich nur leichter zu Iuß wär' oder ein Federmesser! mit hätt', daß ich mir einen Helfer, einen Stock aus der Weiden da drüben schneiden könnt'! Ull's hab' ich heute einmal vettessen daheim: passirt mir selten, so was! Ein Federmesser! hab' ich schon", meinte Friedl, wenn meinst, so schneid' ich dir so ein Stöckl!" Das Männlein nickte erfreut. Wenn so gut wärst, ja. halt ja! Da bringst mich aber schon in einen zuten Humor, du! Da möcht' ich dir scbon gleich ein Glasl Bier zahlen, wenn's nichts kosten thät'! Aber wenn schon der- eine mein Geld dem Wirth so hinwarst, kann ich's doch nicht selber auch noch thun, wegen num zweiten." Der Friedl lachte wieder. He du. da thät' ich es erst recht! Wenn schon einmal so viel hin ist. da käm' es auf ein biß! mehr auch nimmer an. mein' ich!" Meinst! Ja. meinst!" eiferte jetzt zornig das Männlein. 's wär' auch gerad' gut. wenn ich nur so denken that'! Da wär' der letzt' Kreuzer bald davon! Und ich konnt' betteln gehen. Na. na, na du, der Birngruber Seppl ist sein Lebtag ein g'scheiter Mann, gewesen, zuletzt auf seine alten Tag' hebt er 's Dummsein schon auch nimmer an! Ist mir alleweil 's G'scheitsein über alles gegangen. Wenn's mir Geld eingetragen hat. da hab' ich gar nie danach gefragt, ob es eine Müh' kostet dabei. Ist mir nichts zu schwer und nichts zu hart gewesen für's Geldkriegen!" Sei siad!" sagte der Friedl da plötzlich unwirsch. Ich merk' schon, daß du aufsGeld fliegst wie der Teirel auf eine arme Seel'! Da damit halt' ich's nicht und bringt mir keine Freud', so ein' geldhungriges Leus kennen zu lernen hab' an einemmal guter Bekanntschaft schon genug gehabt davon." . (Fortsetzung folgt.) m , MZckt medr möaliÄ. A.: Ich habe Ihnen neulich einen Dollarschein geborgt. a root. ea, ich möchte ihn aber jetzt wieder haden. B.: Ja, das geht nicht; ich hab: ihn schon längst ausgegeben! Vorläufig. Heiraths-Ver-mittler: Sie wünschen also unbedingt eine Frau mit blonden Haaren? Herr: Gewiß, meine beiden ersten Weiber waren blond, nun will ich auch vorläufig dabei bleiben! Macht der Gewohnheit. Amtsrichter(zum Bewerber, der um die Hand seiner Tochter anhält): Achtundzwanzig Jahre, sind Sie alt, sagen Sie?" Jawohl!" - Katholisch?" Jawohl!" Verheirathet?".

äglicher Marktbericht.

Vichmarkt. Indianapolis Union Viehhöfe, 16 Rindvieh. Auserlesene bis prima Stiere, 1350 Pfd. und aufwärts ..$5.25 Gute bis mittlere Stiere 1350 Pfd. und aufwärts 4.65 Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 Pfd 4.75 Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Pfd. Stiere 4.15 Mittlere bis gute -Stiere 900 bis 1100 Pfd.... 4.25 Gute bis gewählte Rinder. 3.(K Mittlere bis gute Rinder. 3.25 Gewöhnliche leichte Rinder 2.75 ' Gute bis gewählte Kühe.. 3.60 Mittlere bis gute Kühe.. 3.00 Gewöhnliche alte Kühe.. 1.00 Kälber. 5.00 Schwere Kälber 3.25 Prima bis fancy Export Bullen 3.75 Gute bis gewählte Schläch ter Buücn 3.40 Gewöhnliche bis guteBullen 2.50. Gute Kühe mit Kalb.... $30 GewöhnlichcKühe mit Kalb 15 Schweine. Gute bis gewählte, miti lere und schwere. ... .$5.05, Gemischten. fchro.Pacting4.90 Gute bis gewählt leichte 5.00 Gewöhnliche leicht?.' 4.90 Pigs 4.00 Okt. 5.75 5.25 .15 4.50 4.60 4.50 3.50 3.15 4.25 3.50 2.75 6.75 5.25 4.00 3.65 3.25 40 25 5.12i 5.05 5.10 5.00 5.00 4.75 Roughs 4.25 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 4.50 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer ..3.00 Gute bis gewählte Schafe 3.25 Ordinäre bis gute Schafe 2.75 Stockcrs 2.00 Böcke, per 100 Pfd 2.00 4.75 4.35 3.50 3.00 3.75 3.00 Früchte und Gemüse. Früchte. Pfirsiche, 90c $1.50 per Bushcl. llitronen. $4.50 für 300360. Aepfel, $2-$3 per Faß. Feigen, 12k-15c. Bananen, 1.50-1.75 per Bunch. Tatteln, Persische 5c-6c per Pfund. Kokusnüffe. 3.50-4.00 per Hundert. Rothe Pflaumen, 4.00 per 24 Qt. Case. Trauben, Concord, 8 Pfund Korb, 13c; Telaware und Niagara, Craic von 4 Körben, 124c Birnen, hiesige, 75c pcr Bushel. (5ranbcrrics $2.25 per Vushel Crate. Quitten, $1.00 per Bnshel. Gemüse. Kraut, 75c per Faß. Zwiebeln, Spanische $1.50 per Crate; rothe Globe 50c per Bushel ; weiße Globe $1.75 per Faß. Gelbe Rüben, 75c per Dutzend Bun ches. Kartoffeln, 1.35 per Faß; prima Burbanks und runde weiße 45c per Bushel; zum Versandt gepackt, 5c mehr. Süßkartoffeln-Jersey $3.00 per Faß. Baltimore $2.00 per Faß. - SommerCelery, 15c per kl. Bunch. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 6Z-7c; hiesige Stiere 8-8c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund ?zc-7c; hiesige Kühe 400 bis 550 Psmtd 6fc; Kühe 550 bis 650 Pfund 7c; Stier Vordervicrtcl 7c; Stier hinterviertcl 10c; Rind Hinterviertcl 9c; Rind Vor derviertel 6c; Kuh Borderviertel 5$c; Küh Hinterviertcl 8c. Frisches Kalbfleisch KälberlOc; Hin tervicrtel 12c; Borderviertel 8c. Frisches Schaffleisch Lämmer per Pfd. 91c; Schafe 8c; Schenkel 10c; Racks, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 10c llHc ; Cottage Schinken 8c ; gehäu Ute Schul:crn 8c, frifche Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 10c ; Tender loins 16c ; Spare Ribs 6c. Geräuchertes Fleisch. Sugar Cured Schinken Erste Quali tät: 20-18 Pfund llc; 15 Pfund llc; 12-10 Pfund 12c; Zweite Qualität 20-18 Pfund 105c; 15 Pfund 11c; 12 Pfund lizc; -10 Pfund llc. Califcrknische Schinken 6 bis 8 Pfund 8c; 10 bis 12 Pfund 8c; 12 bis 14 Pfund.. Frühstück Speck Klarer English Curcd 15c; gewählter Suar Cured 14zc; 6-7 Pfund im Durchschnitt 13$c; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 13c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt 13c; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, 13c; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, 13c. Speck, Engl. Gewählter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 13c; 10 bis 12 Pfund' im Durchschnitt, 13c. Speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 10c; KlareSeiten, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, -c; Klare Seiten, 20 bis 30 Pfd., 11c; Klare Bellies, 25 bis 30 Pfd., lOjc; 18 bis 22 Pfd., lOZc; 14 bis 16 Pfd., Ilse; Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., 10c; Rücken 12 bis 16 Pfd., 104c; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., Ilse. Schultern, Engl. Cured 10 bis 20 Pfund im Durchschnitt c; 16 Pfund im Durchschnitt, 9c; 10 bis 12 Pfund 9c Gepöckeltes Schweinefleisch, Knochen loses Fancy Pig $20.00; Klares Bean 18.50; Family 17.50; Short INeer 16.50; Rumpf 16.50.

Gedörrtes Rindfleisch. Schinken, rea.

Sets,. 11c; Außenseiten 8c; Innen. Zeiten 13s c; Knöchel 131c .'lM Schmalz, in Tierres, 1." Qualität 9c; 2. Qualität 9c; 3. Qualität 8c. Würste, Geräucherte Bratwurst8c; Frankfurter 8c; Wienerwu.-'t ' 8c; Knackwurst 8c; Bologna in Därmen 6Zc,in Tuch 6ic. Butter, Eier und Geflügel.' Händler bezahlen folgende Preise : Butter, frische, 12c Eier, 15c per Dutzend. Hühner 7c, Spring (lhickens 7c Pfd. Turkey Hennen 6c, junge Hähne 5c, alte Hahne 4c; Enten 5-8c; Gänse wer den verkauft zu 3.75-4.25 per Dfcd. Getreide. Weizen-Ro. 2, rother 74c auf den Geleisen, 74c von der Mühle ; No. 3 rother 70-72c; Oktober 74c crns dea Geleisen;' Wagcnwcizcn 74c. Korn-Ro. 1 weiß 42c; No. 2 weiß 42c; No. 3 weiß 42c; No. 4 weiß 39-41c; No. 2 weiß gemischt 41c; No. 3 weiß gemischt 41c; . No. 4 weiß gemischt 38-40c; No.2gclb 42c; No. 3 gelb 42c; No. 4 gelb 38-40c; No. 2 gemischt 41c; No. 3 gemischt 41c; No. 4 gemischt 38-4i)c; an Kolben 41c. Hafcr-No. 2 weißer 24c; No. 3 weißer 23Zc; No. 2 -gemischter 225; No. 3 gcmifchter 21c Heu-altes No. 1 Timothy 12.5013.00 No. 2 Timothy 11.50-11.75. Kaffee. . Folgendes sind' die JndianavoliS Preise : Gewöhn!, bis guter 12c-18c; prima bis gemahlter 20-22c. Fancy 26-27c; Gilden Rio 23-26; Java 28-31c. In Packctcn: Ariosa $12.75, Lion 11.75, Jcrfed 12.75, Caracas 12.25, Tillworth's 12.75, Tutch Java Blcnd 16.50, Mail Pouch 11.75, Gates Blendcd Jaoa 11.75. . Groceries. Zucker Dominocs 6.32c; Stückzucker 6.47c; pulvcrsirtcr 6.17c; .HD: pul verisirtcr 6.22c; Standard granulirter 6.07c; feiner granulirter 6.07c; granu lirter in 5 Pfund Säcken 6.17.c; granu lirtcr in 5 Pfund Cartons ö.17c; eztra feiner granulirter 6.17c; Cubes 6.22c; Mold A 6.22c; Confectioncrs' A 5.87c; 1 Columbia A-Kcystone A .567c; 2 WindforA-AmcricanA 5.62c; 3 Ridge wood A-Centennial A. 5.67c; 4Phoniz A-California A 5.62c; 5 Empire AFranllin B 5.57c; 6 Ideal Extra Gol den C-Keyuone B 5.52c; 7 Windsor Extra C-American B 5.42c; 8 Ridge wood extra C-Centcnnial B 5.22c; 9 gelber extra C-Calisornia B 5.17c; IG gelber C-Franklin extra C 6.12c; 11 gclbcr-Kcystone extra C. 6.17c; 12 gelber-American extra C 6.12c; 13 gel ber-Ccntennial extra C 5.12c; 14 gelber -California extra C 5.12c; 15 gelber 5.12c; 16 gclber5.02c. Eingemachte Früchte Blackberrics, 3 Pfund, $1.10; Peaches Stand. 3 Pf., $2-2.25; Seconds 3 Pfund $1.50 $1.65; Pie $1.40-1.50; Ananas, Standard, 2 Pfund, $1.65-1.90; Sec onds, 3 Pfund, $1.25-1.45; grüne Bohnen 3 Pfund Kannen, $1; Bahama Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbsen $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.25, Marrow 95c, eingeweichte 55c 30c; Tomatoes, 3 Pfund, 85c-tz1.00;Zucker korn 80c $1.40; Apfelbutier, per Dutzend', 3 Pfund, 95c. Käse. Engros Verkaufspreise, Jmportirter Schweizcrkäsb 27c per Pfund; einhei Mischer Schweizcrkäse 17c; Wisconsin Cream Käse 10c-12c; New JorZ Ched dars 12c; einheimischer Limburaer 12c; Brick 13c. Sämereien. Kaufpreise: Kleesamen, Rother, $4-$5.00; eng. lischer, je nach Qualität $4-5.00; Al syke 5-7.00; Alfalfa 5.50-6.00 per Bushel. Timothy $1.30-$1.40. Dctail'Preise : Kleefamen, alter, prima, $5.50; neuer $5.00-6.50. Timothy, gewählter $2.25; prima $2.00-2.10. Blue Gras, Fancy Kentucky $1.20 per Bushel; extra reines 5O-65c per Bu'hcl. Wolle. Folgendes sind die Preise sür Wc-gen ladungcn : Ungewaschene mittelmäßige 'Wolle 19-20c; feine Merino 15-17c; ungereinigte, von 3c bis 5c weniger; zubcrge waschcne 28-30c. Kohlen. Tenne X Tonne Anthracit? $7.00 3.65 Rauchlose 4.50 2.40 Jackson 4.00 2.15 Pittsburg 4.00 2.15 Raymond City.....' 4.00 2.15 Winifrcde 4.00 2.15 Kanawha 4.00 2.15 Luhrig 3.50 1.90 Brazil Block... 3.50 1.90 Grcen County 3.00 1.65 Jndiana Lump... 3.00 1.65 Slack 2.00 1.15 Bloßburg 5.00 2.65 Lump Coke 11c per Bush. $2.75 per 25 Bushel. $1.50 per 12$ Vushel. Zerkleinerter Co!e 13c perVu. $3.25 pcr25Bu. $1.75 per 12$ Bu.

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