Indiana Tribüne, Volume 24, Number 23, Indianapolis, Marion County, 11 October 1900 — Page 1
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9 .r 4 ,j ü, ! vtar A 5 ött't $ 2 aP"i. sK X ffilit Sf-nnr c Mi.ttUv- 7 V L BloU lvcperWoche j (fc; Erscheint jeden NachnUttag nd Konntag Morgens. ( Jahrgang 24. Indianapolis. Ind., Donnerstag, den 11. Oktober 1900. No. 23
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3toiiii5 3(0 , Nebcr die chinesische Frage. Die Lugc in (xhina beunrnhigend. , Ein ?Z5cr-AttMttd im Suden bcsiirchict. Tie (?7prditlo:i mi zz Tinz ?a Geizt am ?rcitzz ab. ÄuZdmdclltsÄeuNclli. Glul:dstei!llcgu'.lg &:3 germ!'.nisö-rö' mili;cu i:icuni3 aus Der aal-Änrg. Marquis I t o über die r.e fische Frage. Tokio. 11. O!t. Marquis chi Jto.
In Premier von Japan, lazte in einem j 2npptn requirirt worden. DaZ 16. Jntervien? das Folgende über di: chine Bengal ßar.cierä und daZ Honz Konz jische Frage: ReziWt fnb vom Norden zuriick5:ruJch kann nicht einsehen, warum die sfn worden. Alles deutet darauf hm, Mächte nicht eine Konferenz von bevoll- j daß ein Voxeraufstand stattfinden wird, mächngten Repräsentanten einberufen ähnlich demjenigen, der im Norden den und sich so bal) wie möglich auf eine be j Krieg veranbfef hat. stimmte, gemeinschaftliche Politik Chi In einiaen Kreiftn ist man der Anna gegenüber einigen. Obgleich die Ar- stt, daZz es besser sein würde, in China nieen in harmonischer Weise zusammen- britische als indische Truppen zu ver- - j r " t r..i. . '
cenen. rnun es ooeg fruyer ccer ipaicc ZU einem jtoniiui kommen, wenn uiz Mächte sich nicht bald unter einander auf eine bestimmte Politik einigen. Meiner Ansicht nach mu der jetzi ...p?i i i gen Dynastie eine Gelegenheit gegeben -werben, dieNcgieruugsgewalt wieder zu übernehmen, und der Kaiser und der Hof müssen nach Peking zurückkehren, r . r i ! r ? . rüfrT-. ehe ein definitiver Frieden abgeschlossen werden kann. So lange die Kaiserin, der Hof und einige tausend kaiserliche Truppen, die sich bei ihr befinden, nicht im Stande sind, auch nur den Schein eine? Regie--rung in Peking zu etabliren. werden ihre Dekrete ignorirt werden, oder we nigstens doch ohne Werth' sein, und die Vizekcnige, die sich bisher passiv verhalten haben, werden bald, wenn eine Central-Regierung fehlt, untereinander in Streit gerathen. Die Unterhandlungen mit Li Hunz Ehang und Prinz Ching werden keinen Lweck haben, wenn die Abmachungen nicht von einer wiederetablirten Negierung ratifizirt und vollstreckt werden; denn diese beiden allein sind nicht im Stande, ihre Veriprechungen zu ersul len, einerle
lei, was sie auch sein mögen. gkleaenen Ttadt Ching 5)sien abzzgan- . Kang Wi und Tunz Fuh qenum die katholischen Priester zu er-
Tuan Siang beherrschen die Kaiserin, und sie erklären, die auswärtigen Mächte bis auf den Tod bekämpfen zu wollen, im Falle sie ignorirt werden sollten. EZ ist unmöglich, sie von der Kaiserin zu trennen. Wenn ein Versuch gernacht werden würde, dies gewaltsam zu thun, dann würden die Kaiserin und der Kai - ser wahrscheinlich ganz verschwinden. v Aln. v 4 Ich halte e für nicht gut und zweck Ta dein rirjen (T&ina zu kiele Nar10s, cem 4il..zen uiung zu cieic !orBedingungen zu stellen. Wenn darauf bestanden wird,' wird die Lage nur schlimmer werden. ' Peking sollte geräumt und der Karserin und dem Kaiser gestatet werden, zurückzukehren. Die Verhandlungen sollten erst nachher eingeleitet werden. Die Mächte sollten ihre Truppen nach itx Küste zurückziehen, wo sie bis zur -endgiltigen Erledigung aller Differenen bleiben könnten. Weitere aggressive Maßregeln wllrben das ganze Reich in Krieg stürzen und Jahre lang würden chaotische Zustände herrschen; der Handel würde ruiTiirt werden und Leben und Eigenthum könnten nur mit Aufwendung riesiger Summen beschützt werden. , .Rußland verspricht, die Mandschuiei permanent zu verlassen, wenn die enderen Mächte versprechen, sich auch kein weiteres chinesisches Gebiet mehr gewaltsam anzueignen. Amerika hat eine diplomatische Stellung eingenommen und ich glaube, ?aß die anderen Mächte den amerikanischen Vorschlägen zustimmen .werden. Japan hat seine Truppen aus rein rnenschlichen Gründen nach China geschickt nur um die Gesandtschaften zu retten und es ist zu Gunsten einer Zurückziehung der Truppen. Die finanzielle Last in Folge fortgesetzter Okkupation ist mehr, als das japanische Volk tragen kann. Wir denken nicht daran, in China der Korea Gebiet zu erwerben. wir denken nur an unsere Handelsinteres sen. Unsere Beziehungen zu Rußland sind durchaus freundschaftlicher Natur. Es besteht keinerlei Reibung wegen Korea oder der Mandschurei. .Ich glaube, daß Li Hung Chang sich Wirklich die größte Mühe aiebt.eine
Vllff fitlir tae;t itrtltl.TY Hl IIUUIUC ipctüiuiuicu VilJlUU, um -Otl stand und Fähigkeit genug, um eine Beilegung der mannigfachen Differenz zen herbeizuführen. Gin Krieg mit China würde daZ größte Unglück des Jahrhunderts sein, denn keine einzelne Nation würde im Stande sein. China zu erobern und die ganze Welt würde in den Kampf mit hineingezogen werden. Der Kaiser ist schwach und wird vollständig von der Kaiserin und Tuan beherrscht. qlaube. dak die VizeKönige eZ auf einen Kampf ankommen lassen würden, wenn ein Versuch ge macht werden sollte. China zu theilen. China muß eine Gelegenheit gegel ben werden, sich zu rehabilitiren und die i Anstifter der Insurrektion zu bestrafen, j die Truppen dürfen aber nicht aus den , fremden Niederlassungen zurückgezogen 1 werden, bis der Friede wiederhergestellt ist." A D i e Lage in China. London. 11. Okt. Di ans öcng Konz emaeircner.en Sp:zlalo?pezch?n ...t. U . w k an. catj ein jun;einer uur tanj in d:n i"üdlien Vrc3tnn von Abina errrjrlei raird. Von :ng reng aul f.r.o tretteri 10,000 2Jfann tnatä)! wenven. Depeschen aus Shanghai zufolge ist der Gouoerneur der Prooinz Shan Si suspendirt worden, weil die Behörden die Entdeckung macht hatten, dafe seine Armee, die aus" 50,000 Mann bestehen sollte, nur aus 40.000 Mann bestand, Ein Depesche aus Shanghai, vom ; Oktober bahrt, sagt: Die Triaden ha I r r rw , . . w . 4 ben die kaiserlichen Truppen wiederholt bei Kowloon gifchlagzn. Ihre Zahl schwillt täglich an. .Von Port Arthur aus gehen beständiz Truppen nach dem Norden ab. Jeoe wichtige Stadt in der Mandschurei, von Kiatka bis an die Primorsk Grenz: und vom Anus bis an die große Mauer, befinoet sich jcht in Händen d:r Russen Tien Tsin, 9. Okt. Die deutsch:n Truppen haben Befehl erhalten, die Eisenbahn von Tlang Tsun bis nach Peking zu besetzen. Der übrige Theil der Eisenbahn wird von den Russen kon, trollirt werden und der 5afen von Ching Wan Tao ist den Briten üöeraeöen worden. Eine Abtheilung von 800 französischen Truppen mit sechs Geschützen ist am Diensiaa nach der 60 Meilen süölich ; lösen, die dort gefangen qehalten werden, Die Efpeoüion nach Pao Ting Fu ; wird am Freitag abzen. Cs werden .7000 deutsaze. britische, französische und j italienische Truppen daran thcilnchm:n. Die englischen Parlaments wählen. !' -m o m-i r w . 0ni 0 " : 5 L;- l'V- smb lmGanzen oö2 Mitglieder für daZ neue ' Älh,sMi. LV"'"" yzwuifii uuu vauvu :.,.z,...: qt ,,h n,. JUV .UUlUIIVUitll UUV JUd w Y " Position 205. Bei der Reorganisirung des Kabinets wird der jetzige Kolonial-Sekretär Chamberlain. heutigen Gerüchten zufolge, Schatzkanzler und Leiter der Regierungspartei im Unterhause werden, während Arthur I. Balfour. Lord Salisbury's Neffe, in das Oberhaus übertritt und das Auswärtige Amt übernimmt. Salisbury wird als Premier Mitglied des Kabinets bleiben. . An Stelle Goschen's soll Hicks-Beach Erster Lord der Admiralität werden. Vor einigen Tagen hieß es. Lord Curzon of Kedleston, Vize-Konig von Indien, der Schwiegersohn des amerikanischen Millionärs Levi Z. Leiter, solle das auswärtige Portefeuille erhalten. Loro Cromer,,der britische diplomatische Agent und General-Konful in Aegypten. ist anolich nach England b:rufen worden. Man glaubt, daß er nicht nach Aezypten zurückkehren und ins Kabinet eintreten wir). Lord Roberts' Belohnung. London, 11. Okt. Nachdem der Krieg inSüd-Afrika nun offiziell beendigt sein soll, beschäftigt London vor Allem die Frage, welchen Titel Feldmarschall Roberts bei seiner Erhebung in den Herzogsstand erhalten soll. Daß diese Würde dem siegreichen Feldherrn, der mit 200,000 Mann 30,000 Boeren mit Müh und Noth überwältiat hat. zugedacht sei. gilt als sicher. Gegenwartlg fuhrt er den Titel Lord Roberts of Kandahar und es wird nun vorgeschlagen, ihn zum Herzog von Johannesburg zu machen. Lady Roberts soll einen besonderen Titel erhalten, der auf die Tochter, das einzige lebend: Kind. übergehen tonnte. .In seiner.letzten Depesche .aus Vreto
I ii(niuiiij vies im t u.i it ! verhindern. Er ist die einzige interne i i: s. mr-i-fixi.:! rrci :i m. .
na behauptet Loro Roberts wiederum, daß die Boerenkommandos auseinanderliefen. da dieLeute kriezsmüde seien. Croft Edwards, ein Engländer.-der eine Boeren-Abtheilung führte und sich jetzt in Krügersdorp mit ein paarMann ergeben hat, soll dies: Information geliefert haben. B l I e m f o n t e i n . 11. Okt. Die britischen Truppen haben Smithfield, Rouzville, Wepener und Dependorf, im Oranje-Staat, wieder besetzt, nachdem sich General De Wet mit seinen Truppen zurückgezogen hat. Aus Süoafrika. ' . Lyoenburg. Transvaal. 11. Okt. Genera! Bullr nahm am 6. Oktober von seinen Truppen Abschieö, uns 'begab sich dann süömärts. Auf beiden Seiten der Straße, auf einer Strecke von mchreren Meilen, versammelten sich die Truppen, die 5)zchrufz aus Gen. Buller ausörachten. Die südafrikanische Liga. Kapstadt. 11. Okt. Cecil Rho des führte am Mittwoch den Vorsitz int
Kongreß der Südafrikanischen Liga. In seiner Ansprache sagte er. daß de, Krieg in Südafrika durch die Mug wumps" veranlaßt worden sei. und er fügte hinzu, daß ohne die Mugwuinpz der Präsident Krüger es niemals gewagt haben würde, sein Ultimatum zu senden. Im Allgemeinen war Herr RhodeZ versöhnlich in seinen Bemerkungen. Er sagte, daß jetzt, wo der Krügerisinusverschwunden sei. England eine liberale Regierung' etabliren würde", die Alles thun würde um dieJnteressen von Südafrika mit denjenigen des Reichs zu vereinigen. Der Kongreß nahm später eine Re solution an, in der die Politik der Regierung gutgeheißen wird und die ausgezeichneten Dienste" des Sir Alsred Milner anerkannt werden. Auch wird den Kolonien dafür gedankt, daß sie so bereitwilligst Truppen nach Südafrika geschickt haben. Aus dim deutschen Reich. Berlin. 11. Oktober. Leutnant von Kron, der in der von dem Admiral Seymour geführten Ezpedition nach Peking verwundet wurde, ist vor einigen Tagen hier angekommen und hzt seitoem schon auf speziellen Befehl den Kaiser besucht. Die Antwort ö:r englischen Regierung auf die zweite Note Deutschlands traf am Mittwoch Morgen in Berlin ein unz enthielt eine unbedingte Annahme der deutschen Vorschläge. Ein hoher Beamter oes auswärtigen Amtes bemerkte' in Bezug darauf Folgendes : Großbritannien folgt, dem' Beispiel der Vereinigten Staaten und hat seinen Vertreter in 'Peking angewiesen, in Uebereinstimmung mit, dem Inhalt der zweiten deutschen Not: vorzugehen. Im Ueörigen bat die Angelegenheit in Deutschland wenig Interesse erregt. Nur wenige Blätter besprechen dies'lbe und viele erwähnen sie nit einmal. -''a.ch der Nattonal-Zeitung" ist nah kaiserliche Edikt,, welches die Schuld!gen bestraft, ein.'Dolument, welchem nur wenig Bedeutung zuzumessen ist. Die Politik der Vereinigten Staaten 'wird hier wieder scharf kritisirt. Die Ämerlkane? . schreibt der ..Lokal-An-zeiger". wünschen in erster Linie die erste Rolle zu spielen, doch würden sie am Besten thun, sich ganz aus , China zurückzuziehen. Das würde der gemein samen Sache mehr nützen als schaden.In derselben Weise bemerkt die Börsenzeitung. daß die Amerikaner sich aus ihrem chinesischen Abenteuer zurückzuziehen wünschen, nachdem sie die Sache der Verbündeten mehr geschädigt als gefördert haben." Kaiser Wilhelm ist in Hamburg ein getroffen, um bei derLegung desGrundsteins zum Museum für deutsch-römi sche Alterthümer, welches auf demPlatze eines früheren altrömischen Lagers (die Saalburg) errichtet wird, theilzunehmen. - Der Kaiser wird auch an dem etwas phantastischen Umzüge, der bei dieser Gelegenheit abgehalten werden soll, theilzunehmen. -Herren und Damen der besten Gesellschaft Hamburgs baben sich seit längerer Zeit auf diesen historischen Festzuz in römischenKostümen eingeübt, an welchem der Kaiser als triumphiren der Imperator theilnehmen wird. - Die Proben sind unter Leitung des Herrn' von Hülsen, des Intendanten. YeL Kömglichen Theaters , in Wiesbaden, vor genommen worden. ' . . . Nach dem Umzug: und der Legunz des Grundsteins, wird eine lateinische Abhandlung von Professor' Mommsen, dem berühmten Geschichtsforscher, über das Ereigniß verlesen werden. Die Umgegend wird mit einer großen Anzahl von Inschriften, meistens lateinischen Inhalts, mit Anspielungen auf deutsche Verhältnisse dekorirt werden. Eine dieser Inschriften verherrlicht Kaiser WilHelm als ; Tenor noctium" (Der Schrecken der Finsterniß)., . m 7 Die neuesten Tapeten bei Carl Möller, 152 N. Delaware Str.
Inland Depeschen. AerKohkettgräöerstreik . Es kam wieder zu Blut vergießen. Ein Cpezlal - Polizist gctödtet und mehrere Personen verwundet. Dünger stellt sich bereits bei den Ltreikern ein.
Ernte . Statistik. Tie Spur des unclirlichcn Bank-Clcrks wiedergefunden.. Er hat die gestohlenen 100,000 Fast gan; an eine Frau verschwendet. LomKohlengräbe r-S t r e i k. Hazletou. Pa., 11. Oktober. Am Mittwoch' Morgen wurden bei einem Zusammenstoß zwischen SpezialPolizisten und 500 Streikern bei der Oneida-Kohlenzrube. .Eigenthum der Brüder Eoxe. ein SpezialPolizist auf der Stelle getödtet,' ein anderer am Kopf verwundet, ein Streiker wurde wahrscheinlich t'ödtlich verstundet und zehn Nicht-Unionisten wurden mehr oder weniger schwer durch Steinwürfe verletzt. Die Opfer sind: Ralph Mills, 50 Jahre alt. ein Spezialpolizist von Veaver Falls. Er wurde durch einem Schuß in den , Rücken, getödtet. George Kellner, ein Sp:zialpolizist von Beaver Falls, wurde am Kopf verwundet, wird aber mit dem Leben davonkommen. . ' Joseph' Lesko, ein Streiker. wurde ln die Lenden geschossen und ist wahrscheinlich tödtlich verletzt. .Zehn Richt-Unionisten wurden durch SteinwÄrfe verletzt, aber, nur zwei gefährlich. Da, die Oneida-Kohlengrube währettd der Dauer des ganzen Streiks in Betrieb geblieben ist. beschlossen die Unionisten in Oneida und Shippton, wo viele der Arbeiter der Oneida & Derringer Kohlengruben wohnen, diese Gruben am frühen Morgen zu schließen. Schon um drei Uhr Morgens versammelten sie sich in Gruppen aus den fraßen. Als die Nicht-Unio-nisten an die Arbeit gehen wollten, wurden sie von den Anderen aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Einige folgten dem Gebot, andere aber bestanden darauf, an di: Arbeit zu gehen. Diejenigen, die sich nach den Gruben begaben, wurden mit Steinen beworfen. Van'Jlargin. ein Richt-Unionist. versuchte, einen Revolver zu ziehen, die Waffe wurde ihm aber abgenommen und es wurden ihm dann ein Paar Rippen entzwei geschlagen. . Die Streiker blieben den ganzen 23 ?n der Räbe'der Koblenäruben. Als i s.:.. OnfrtrWrin Yn? kmkut wirb WIC llllitt !iiivv, y " " um Kohlen von den Gruben No. 2 und No. 3 nach den Oneida-Breaker" zu schaffen, an der Straße in 'der Nähe der Gruben ankam, versperrten eine Anzahl Frauen das Geleise. Der Ge-neral-Superintendent Kudlick sagte den Frauen, daß sie nach Hause gehen sollten. Er gab ihnen die Versicherung, daß ihre Männer eine Lohnerhöhung erhalten würden und auch ihre anberen Beschwerden in Erwägung gezogen werden sollten. Die Frauen wollten aber nicht b'ören und bewarfen den Supermtendenten mit Steinen. Die Streiker, von den Frauen verstärkt, eilten dann nach der Grube No. 2. Ungefähr 30 SpezialPolizisten, die von Beaver Meadow herabgebracht worden waren, um Unruhen zu verhindern, versuchten den Haufen aufzuhalten, sie waren aber nicht im Stande, dies zu thun und zogen sich dann nach dem Ma schinenhaus zuritt, aber noch ehe sie dort ankamen, wurde ein Schuß abgefeuert, dem gleich darauf eine Anzahl andere folgten. Der Polizist Mills war der erste, der fiel; dann brach Joseph Lesko, ein Streiker, zusammen. Niemand weiß, wer zuerst schoß, man glaubt aber, daß die Streiker und die Polizisten fast gleichzeitig zu schießen anfingen. Nach der Schießerei gingen die Streiker auseinander. Der Sheriff Toole von Schuylkill Eounty, in dessen Gebiet der Zusammenstoß stattfand, befand sich in Philadelphia und konnte keine Hilfe leisten. . Der Rev. Earl Qanser. ein Vndiaer ! von Freeland, der gerade in Oneida ein I Kind getaust hatte, wurde von den Streitern für den Superintendenten Kudlich gehalten und wäre beinahe gesteinigt worden. I Er wurde indeß bald von einem freunde erkannt und nacb dem. Bahnhof, begleitet.,., , . . W i l k e s b ar t e. Va 11. Okt.
tn leyr rrcytttcy. . datz' wenn Uz Streit nicht bald zu Ende ist, weitere Unruhen unausbleiblich sind. In manchen Streiker - Familien macht sich bereits der Hunger fühlbar, und in einer weiteren Woche werden viele der jetzt Streikenden 'die bitterste Noth leiden. Die Farmer, die in derNahe derMinenstädte wohnen, klagen sich, daß sie allnächtlich bestohlen werden; daß in ihre Scheunen und Keller eingebrochen wird und Fleisch. Kartoffeln und Mai3 fortgeschleppt wird. In der Montag Nacht wurde bei Buttonwood eine Kuh im Felde geschlachtet. S c r a n t o n , 11. Okt. Tausende dr Streiker paradirten am Mittwoch durck die Straßen der Stadt, um ihr Festigkeit für ihre Sache Ausdruck zu geben. Es war die größte Arbeiter-De-rnonstration. welche jemals im Lakka-wZnna-Thale stattgefunden hatte. Die Stadt war reich dekorirt und die meisten Läsen waren geschlossen. Wegen dem verspäteten Eintreffen Präsiöent Mitchells nahm oie Parade erst um 2 Uhr 30 Minuten ihren Anfzng. woran Präsident Mitchell in einem Wagen mit dem
' Mayor von Scranton theilnahm. Ernte - Statistik. Washington. D. C.. 11. Ott. ' Dem Monatsbericht des Statistikers des i Ackeröaudepartements zufolge betrug der I Durchschnittsstand von Welschkorn am ! 1. Oktober 73.2 gegen 80.6 im letzten , Monat und einem Durchschnittsstand im Oktober von 81. Wenn auch der Ruckgang ein nur kleiner war. so erstreckt er sich doch auf fast alle Mais-Staaten, mit Ausnahme von Ohio. Missouri, Nebraska und Virginien, wo der Stand unverändert blieb. Der vorläufigen Abschätzung zufolge war der Ertrag der diesjährigen HaferErnte 29.6 Vu. gegen 30.7 im letzten Jahr und gegen einen Durchschnitt von 26.2 Bu. in den letzten zehn Jahren. In den hauptsächlichsten Staaten bel::f sich der Ertrag: In Ohio und Illinois auf 33 Bu.. Iowa 34 Bu.. Jndiana 32.7 Bu.. Wisconsin 32 Bu., Kansas 31.6 Bu., Pennsylvania 31.1 Bu.. New York 27.9 Bu,. Minnesota 25.2 Bu. und Nebraska 21.8 Bu. Der Durchschnitt in.Lezug aus Qualität beträgt 89.2 gkgzn 89.5 im letzten' Jahr uns 83.3 in 1893. Der Ertrag von Gerste wird auf 20A Bu. abgeschätzt gegen 2o.5 Bu. im leg j ten Jahr und caen einen TurchschnittsI Ertrag von 23.3 Vu. Ter diesjährige ! Ertrag ist. mit einer . Ausnahme, der Niedrigste seit 1837. Der Ertrag von Roggen wird auf 15.1 Bu. angegeben,' gegen 14.4 Bu. im letzten Jahr und gegen einm Durchschnitt von 14 Bu. in den letzten zehn Jahren. Der Durchschnitt in Qualität beträgt 92 gegen 90 im letzten Jahr. Der Turchschnittssiand von Vuchweizen betrug am 1. Oktober 72.8 gegen 80.5 im letzten Monat und einen Durchschnittsstzno von 82.2 in den letzten zehn Jahren. Der Durchschnittsstand von Kartoffeln betrug am 1. Oktober 74.4 gegen 80 im letzten Monat und einem Durchschnitt von 74.1 in fcn letzten zehn Jahren. Im Zustand der Aepsel-Ernie ist tkt kleine Verschlechterung eingetreten. - in , vielen der hauptsächlichsten Akpfel produzirenden Staaten ist der Zustand aber bedeutend besser wie der Durchschnitts stand der letzten zehn Jahre, und in keinem Staate, Jndiana und Kentucky ausgenommen, ist er bedeutend unter dem Durchschnittsstand. Der Durchschnittsstand von Baumwolle am 1. Oktober beträat 67, aeaen 68.2 im. legten Monat und gegen einen DurchschnlttZftand von 71.6 in teil letz- , r r fs i . ? , ren zeyn ayren. n ojn. verzazieoenen Staaten ist der Durchschnittsstand fclgender : Virginia 71. Nord-Earolina 64, Süd-Carolina 57. Georgia 67. Florida 63. Alabama 62. Mississippi 56. Louisiana 66. Texas 73. Arkansas 65. Tennessee 64. Missouri 63. Oklahoma 79, Jndianer-Terrltorium 77. - Soll acht. Frauen haben. Tiffin, O., 11. Okt. Edward Holöen ist hie? am Mittwoch Abend auf die Anklage hin eingesperrt worden, ein Bigamist zu sein. Er soll acht Frzuen am Leben haben. Tie letzt: war Matti: Forrester von Fostoria. . Youtsee'S Mordprozeß Georgetown, Ky., 11. Okt. Henry Joutsey befand sich während des ganzen Tages, in einem halbbewußtlosen Zustande, wahrscheinlich in Folge der ihm gegebenen Opiate, welche 'der Arzt ihm zur Beruhigung verordnet hatte. Antworten, welche von den Aerzten und den nächsten Angehörigen an ihn gerichtet wurden,, beantwortete er nicht, nur ein oder zwei Mal erhob er seine Hände während des Tages und sagte: Es ist keinBlut daran". Er hielt seine Augen während des ganzen Tages geschlossen und dieselben haben einen verständnißlosen Ausdruck, und sein Zustand wird von den Aerzten für sehr bedenklich gehalten. Sollte derselbe sich.verlchlimmern. sö wird Vöutsee un
heilbar waniinnig weroen. Äichler Cantrill ist entschlossen, den Prozeß zu Ende zu führen, sollte jedoch Joutsee'S Geisteszustand' ein solcher sein, daß er den Verhandlungen nicht folgen kann, so dürfte er von seinem Entschlüsse absehen. , South Trimble siegreich. Frankfort, Ky.,11. Okt. DaS Appellationsgericht hat entschieden, datz South Trimble. der Sprecher des Unterhauses der Legislatur, der gesetzlich' nominirte Kandidat für den Kongreß vom 7. Distrikt ist. W. B. Moody. von Henry County, hatte Trimble die No mination streitig gemacht. Soll in New York sein. ' . NewYork.11. Okt. Die Polizei ist der Ansicht, daß Wm. Schrieber, welcher der Elizabethport Banking Company in Elizabethport. N. I., ' $100,000 unterschlagen hat, sich in hie , siger Stadt versteckt hält. Der frühere Nichter Gilhooley, der : Anwalt der Bank, und ein Clerk kamen um zwei Uhr am Mittwoch Morgen nach der Polizeistation und ersuchten um die Dienste zweier Detektivs. Herr Gilhooley sagte, daß mehrere seinerLeu tc ein Haus beobachteten, in das, wie er glaube.. Schrieber sich begeben würde. '. Die Männer seien jetzt ber ermüdet und er wünsche, daß sie von zwei z tektivs abgelöst würden. Seinem Wunsche wurde nachgekommen. Frau Anna Hart, die Bewohnerin : des Hauses, das bewacht wird, soll Diamanten im Werthe von $20,000 und $12,000 in Baar im Besitz haben, der angebliche Nest des von Schrieber ge- , stohknen Geldes, und die Bankbeamten, wünschen in den Besitz dieses Geldes! und der Diamanten zu gelangen. Die rtithk 5 Vrnfj (Zrhrhhfir urthr hfm
U w Qf J 7 v v v w v Namen Wm. Hart mit ihr gelebt bat, sie behauptet aber, ihn seit dem 18. August nicht mehr gesehen zu haben. , ' Die Beamten der Elizabethport Banking Company weiden einen CivilProzeß gegen Frau Hart anstrengen, um sie zur Herausgabe der Diamanten und des Geldes, wie auch von anderen Dingen im Werthe von $5000. die ihr Schrieber geschenkt hat. zu zwingen. Ein ??reund Sckrieber's saate wabrend des Tages, daß Schrieber allein $75.000 für Juwelen ausgegeben chabf, die er alle Frau Hart geschenkt. Er habe ihr auch eleganteEquipagen gekauft und Kleider, etc. genug, um vierzig Koffer zu füllen. Die Juwelen, wurden alle jn Tiffany's gekauft und es befand sich darunter ' eine . Diamanten-Halskette, die aus halbsaratigen Steinen bestand. Ein interessanter Fall. Philadelphia. Pa..' 11. Okt. Professor Smthin C. Shortl'idze, . der jetzt in Kennett Square, Ehester Eounty, wohnt, hat, eine Klage eingeleitet, um die Lersi:rungssumme zu erlangen, für die seine Frau, die er m 31. Dezember 1893 crmorderie, " versichert war. Die Proöiöcnt Life and Trust Company, ist die , verklagte Kompagnie und es handelt sich um eine Summevon $7.022. Die Ermordung d;r.Frau Shortlidge fand en einem NeujzhrZabend statt und verursachte damals eine ri' Sönsa liüi?. Mehrere Jahr; citUt war Professor Shortlidge mit fci.itt Frzu un3" seinen Indern nzch Meziz. Pa.,' geionrn !vo et Die Medlz. Akademie für junge Männer" gründete. Mehrere Jzhr? lang florirt: oi: Anstalt, denn si: erfreute sich balo der Patronage der besten Familien der Gegend. Dann stzrb Frau Sbortlidze. - Im November 1893 heiratete bet Professor-Wr Dircn Jonzs, hald nach seiner BerirathunZ sinz ab:r bet Professor an sich in sonöerbarer Weis? zU benehmen. lÄchs Wochen nach der Hochzeit, am Neujahrszb:nd. ersuchte Shortlioge seine Frau, mit ihm einen Spaziergang zu machen. Nur wenige Schritte von dem Haus entfernt, schoß er der Frau eine Kugel durch's Herz und er versuchte dann auch sich selbst zu tödtcn. er wurde aber von einem Nzchöar enternd. In t:m Prozeß, der folgte, wurde der Professor freigesprochen, für irrsinnig erklärt und in ein Jrren-Asyl gefchickt, wo er bis vor einem abr blieb." Schissönachrichten. M o v i l l e ,' 10. Okt. Angekommen: .Furnessia" von Ncv Jork. nach Glasgow bestimmt. G l a s g o n . 10. Okt. Angekommen: Siberian" von Philadelphia via St. Johns, N. F.; .Buenos Ayrean" von Montreal. B o u l o g n e , 10. Okt. Angekomrnen: Spaarndam" von New Jork, nach Rotterdam bestimmt. ? B o st o n . 10. Okt. Angekommen: .Hibernian von Glasgow. Abgegan -gen: New England" nach Queenstown und Liverpool. . ' New York. 10. Okt.. Angekom- ' men: Westernland von Antwerpen, Kaiserin Maria Theresia" von Bremen. State ofNebraska" vonGla?aow. CZJ 2öcUerc Tepeschen" auf ?e!te .
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