Indiana Tribüne, Volume 24, Number 21, Indianapolis, Marion County, 9 October 1900 — Page 2
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- i-y-rz 'V-' 2 Jndiana Tribüne. Dienstag, den 9. Oktober 1UU0.
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Kochunterricht für Sinai etx.
London, lm September. ' In der Bow C:ee! School im lastend führt das School Board" für London ein interessantes Experiment aus. Es wird der Versuch gemacht, den Knaben Unterricht im Kochen zu ertheilen. Die Anregung dazu ist von Mrs. Homan, einem Mitgliede der S'chulbehörde für diesen Distrikt, ausgegangen. Diese Dame kam zunächst auf die Idee, den Söhnen der Schiffleute. die in diesem Doädistrict von London wohnen, Gelegenheit zu geben, las Kochen zu erlernen, eine Kunst, die ihnen später sehr zu statten kommt, ttenn sie, wie es unter dieser Bevölke--rung meistens der Fall ist, das Gewerbe des Vaters ergreisen und den größten Theil ihres Lebens auf Schisfen zubringen. Es ist notorisch, daß auf den über See fahrenden Schisfen, besonders aber auf den Reglern, die meist Wochen- und monatelang unierwegs sind, mit dem Kochen der Mahlzeiten sehr schlecht bestellt ist und iah viele Krankheiten der Schiffer auf die mangelhafte Ernährungsweise zurückzuführen sind. Gleichzeitig aber kam V?rs. Homan zu der Ueberzeugung, daß es auch für andere Familien dieser ärmeren Dis:ricted er Weltstadt von großem Vortheil sein würde, wenn Knaben kochen lernen. Die Frauen sind in diesen BevölkeiungL schichten fast durchwegs daraus angewiesen, den Lebensunterhai! für die Familie mitzurerdienen. Es bleibt ihnen daher wenig Zeit übrig, um die Hauswirthschaft zu 'versehen; sie sind also meist nicht in der Lagö, die nothwendige Sorgfalt auf die ZuBereitung der Speisen zu verwenden, und können auch die Küche und diKcchutensilien nicht in einem so reinlichen Zustande erhalten, wie es wünfchenswerth wäre, was die Ursache vieler Erkrankungen ist. Auch für solche Familien kann es nur ein Segen sein, wenn die Knaben schon in der Schule bis zu einem gennnen Grade die Wirthschaft führen lernen.' Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vortheil ist der. daß die Knaben auf diese Art an Reinlichkeit und Ordnung gewöhnt roerden. Außerdem lernen sie sparsam und haushälterisch mit Lebensmitteln umzugehen, sie lernen beobachten und Werthe schätzen. Der Erfolg, den das Experiment gehabt hat, zeigt deutlich, daß hier ein Schritt in der rechten Richtung gethan worden ist. Die ganze Bevölkerung des Tistricts ist mit der Neuerung seh: zufrieden und weiß die Vortheile, die sie bringt, wohl zu schätzen. Wandert man in den schmutzigen Straßen zwischen den Doäbassins herum und fragt man dort die Leute nach der J3ow Creek School", so wird man gewöhnlich mit einem verständnißlcsen Schütteln des Kopfes aöespeist. Fügt man aber zur Erklärung hinzu: Dort, wo den Knaben das Kochen gelehrt wird", leuchten die Gesichker auf und man wird auf den Platz gewiesen, wo, umgeben von einem Spielplätze, die gesuchte Schule steht. Der Schulraum, in den man dann geführt wird, gleicht mehr einer wohl einer wohl eingerichteten 'Küche als einem Unterrichtszimmer. Man findet daselbst einen Anrichttisch voll von Blechtöpfen und Porzellan, einen riesigen Gasofen, in dem man backen, kochen, dämpfen und braten kann; ferner einen Abwaschtisch und lange Reihen von Kochtöpfen und Pfannen. Am meisten aber fallen einem die Kinder auf. die an dem großen Tische in der Mitte der Küche stehen und mitFleisch. Kartoffeln oder Backteig Hantiren. Ihr mädchenhaftes Aussehen verdanken sie den Blousen, die sie während der Kochstunden tragen müssen. Dies ist von den Behörden ausdrücklich angeordnel worden, weil die Alltagskleidung in Bow Creek nicht sonderlich rein ist. Wenn die Knaben zum Kochunterricht kommen, finden sie zunächst in der Waschanstalt ein riesiges Faß mit heißem Wasser, p welchem sich jeder waschen mutz, so &ni oder so schlecht er es gelernt hat. Dann Wird die Blouse gezogen, und .di Arbeit beginnt. Eine der beiden Lehrerinnen erklärt, wie das betreffende Essen, das gerade Mim Gegenstand des Unterrichts cej-. . .i. macht werden soll, zubereitet wird, und r . c e - ort .i t ! auxeroem wiro nocn oas ezepi an vie Wandtafel geschrieben. Es sind gc- ; wohnlich ungefähr fünfzehn Knaben im Dnichschniilsalter von wölf Iah-1 ren anwesend. Einer schält Karioffeln, ein anderer zerschneidet Zwiebeln. in dritter thut das Fleisch in's Wasser und setzt das Ganze auf's Feuer. Andere Knaben bereiten einen Teig, der in verschiedene Formen gefüllt wird und dann in den Gasofen hineinwandert. Auf den Schiffen erden die Speisen zum größten Theilen aus Conserden, Schiffszwieback u. dgl. zubereitet. daher wird auf diese Art der Kochkunst in der Bow Creek Schule besonderer Werth gelegt. Miß Code, die Vorsteherin derKochschule, erzählt, wie sehr di- Knaben diesen Kochunterricht, der nun seit einem Jahre gegeben wird, lieben und welch gelehrige Schüler sie sind. Sie verweist auf die Vortheile, die der Unrerricht nicht nur den Seefahrern bieiet, sondern auch denen, die in die Colernen hinaüsgehen und in Wildnissen sich eine neue Heimath gründen. Auch dort sind die Männer auf ihre eigene Kochkunst angewiesen, da sie wenigstens während der ersten Zeit, wo sie jast sanz unter freiem Himznel campi-
ren müssen, die Frau:n nicht mit sich nehmen. Sind die zubereiteten Speisen fertig geworden, so ziehen die Knaben ihre Blousen aus und laufen nach Hause, um Schüsseln und Töpfe herbeizuho len, denn die in der Schule zubereiteien Speisen werden gegen ganz gerin ges Entgelt den Familien der Schüler überlassen, so daß auch in dieser S3e--Ziehung die neue Einrichtung Segen bringt. Da diese Speisen außerdem in der Nachbarschaft einen starken Absatz finden, hat die Schule sogar noch eine Einnahme daraus; in dem erstenJahre z. V. betrug diese Einnahme nicht wenigei als 1000 Pfund Sterling. Der Ueberschuß wird theilweise dadurch hereingebracht, daß mit der größten Sparsamkeit gearbeitet wird und selbst die Ueberreste, sobald sie irgendwie noch zu brauchen sind, wieder verwcndet werden. Bevor der Unterricht geschlössen wird, müssen die Knaben die Kcchutensilien, dieTische etc. mit größter Sorgfalt reinigen, und jeder Löffel und jedes Stück Geschirr muß genau wieder an den Platz gelegt werden, wohin es gehört. Der erste Jahresbericht, den Mi& Eade, die Vorsteherin dieser Kochschule, dem Board einreichte, hebt bcrvor, daß die Knaben durchwegs dem Unterrichte das größte Interesse ent gezenbringen. Ferner, daß die Knaden sich in der Kochkunst als ebenso gelehrige Schüler erwiesen haben wie die Mädchen. Einige Proben dieser Kochkunst wurden auf die jährliche Ausstellung des School - Board" geschickt und fanden daselbst den größten Beifall. luf der dunklen Jnscl.
Es gibt auch außerhalb Kentucks genug blute Gründe" in unserem Lande. Einer dieser, der außerhalb des Staates Minnesota wenig genannt wird, und dessen Geschichte bis jetzt auch größtentheils in Geheimniß gehüllt war. ist ein große Wald - Insel im Missouri, unweit der Grenzlinie des Countys Lyman. Diese Insel erhielt schon in den ersten Pioniertagen den Namen Dark Island, und dieser Name ist doppelt, gut begründet: einmal. weil der dichte Holzschlag hier, im Gegensatz zu den offenen Ebenen auf beiden Seiten des Flusses, alle Veranlassung gibt, von des Waldes düstern Gründen" zu reden, sodann aber, wzil die Insel der Schauplatz vieler dunklen Mordthaten geworden ist. Hier haben u. A. zwei französische Jesuitenmisstonare im Jahre 1845 einen niemals aufgeklärten Tod gefunden. Sie wollten unter den Indianern thätig sein und waren nach der Insel hinüber gefahrcn, um sich mit dem mächtigen Sicux - Häuptling White Eagle" zu besprechen, der damals dort lebte. Man hat nie wieder etwas von ihnen geseben. mehrere Jahre später aber pflegten die Indianer dieses Stammes zwei Scalpe von weißen Männern, mit langem schwarzemHaar. zu zeigen, und alle Umstände sprechen dafür, daß es die Scalpe der beiden verschollenen Missionäre waren. Wiederum mehrere Jahre darauf hielten Auswanderer diese Stelle für eine sehr bequeme, um über den Missouri zu setzen. aber sie kamen. blos bis zur dunklen Insel, und dann hörte man niemals wieder etwas von ihnen. So verschluckte dieses Insel - Duster eine ganze Reihe Ezistenzen im Laufe der Zeit. Im Jahre 1893. zur selben Zeit, als die Bundesregierung die Rosebuds - Reservation in organisirte Counties verwandelte, hauste auf der Insel ein gewisser Phelps wie ein König. Damals wurde ein Schwede Namens Matson. welcher am westlichen Ufer des Missouri, gerade gegenübe? der Phelps'schen Behausung wohnte, vor der Thüre seines eigenen Heims ermordet. Man beschuldigte den Deut-sch-n Henry Schroeder, welcher im Dienst von Phelps stand und Holz für die Dampfbocte fäll:?, der Thätersollst, und er machte auch kein Hehl daraus, daß er vj dem Mord zu thun Zatte. nannte aber Phelps selber als den Anstifter. Schroeder wurde au? Lebenszeit in's Zuchthäus gesandt und büßt jetzt das sieoente Jahr seiner Haft ab. Phelps hatte einen langen Vzeß und ließ z2 sich seinen aanzen Besitz, einschließlich der Insel "selbst, kosten, um sich loszueisen. Trotzdem wurde auch er zu lebenslänglichem Zuchthaus verurtheilt; er appellirte an das Obergericht, und am selben Tag, an welchem dieses die erstinstanzlich? Entscheidung bestätigte, starb er in seiner Gefängnißzelle eines plötzlichen Todes! Das sind nur einige Beispiele aus der Geschichte der Dunkel - Insel; da dieselbe aber bor Kurzem in den Besitz einer Gesellschaft übergegangen ist. die den ganzen Wald abholzen und das Land für Culturzwecke klären will, so erwartet man jetzt, daß beim Fällen der Riesenbäume und Aufwühlen des Bodens auch in manche dunkle Geheimnisse dieses Eilandes mehr Licht kommen werde. . ' Zwei. Selbstmorde in einer Familie haben sich in Gotha zugetragen. Der Corrector Ortleb hat sich aus unbekannten Gründen erhängt. Der Sohn, ein 20jähriger Bankbeamter. hat sich das so zu Herzen genommen, daß er kurz nach der Katastrophe das Vaterhaus verlassen und sich am See zu Wilhelmsthal bei Eisenach nschössen hat. .
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Das alte Leiden
welche da Ledkn des Amerikaners am elfte plagt wn verbittere, ist bekannt al cfrCftCt&Ctt - in vielen Formen, welche alle leicht geheilt werde können durch zlr. August Kömg's Kamöurger Tropfen dessen Wirkungen allentlialben bekannt sind als prompt und sicher.
i Die DySsnterie. Dl: amerikanischen Truppen auf d:n Philippinen haben enorme Vcrluste durch' die schlimmste Tropenkrankheit, die Dysenterie, erlitten, in Japan 'ist diese ebenfalls sehr verbreitet und gefurchtet, und in China liegt sür die Soldaten die Gefahr einer Epidemie cn dieser Krankheit sehr nah. Noch vieles ist an deren Entstehung räthsel haft, aber man kennt doch einige winzige Organismen, die für dieAnsteckung im Wesentlichen zurVerantwvrtung gezogen werden können. Die Aerzte unserer Armee auf den Philippinen haben Gelegenheit gehabt, das Wesen rer Krankheit zu studiren, und die Wissenschaft hat durch sie manches Neue darüber erfahren. Besondere bakteriologische Laboratorien hat man in Manila anlegen müssen, um der d:rhserend?n Seuche mit wissenschaftlichen Methoden zu Leibe zu gehen. Vorläufig hat es den Anschein, als ob die Dysenterie in zwei verschiedenen Arten der Erkrankung unterschieden roerden muß. die zwar viel Gemeinsames in der Erscheinung haben, aber wahrscheinlich von verschiedenen Schmarotzern im menschlichen Körper erregt werden. Ter eine davon ist ein echter Bacillus, der 1898 von dem japanischen Gelehrten Shiaa entdeckt wurde und dem Typbusöacillus zum Verwechseln ähnlich sieht. Er wurde bei 36 untersuchten Fällen nur in 2 nicht gefunden und kann daher auf den besonderen Namen llacillus dysenteriae Anspruch machen, obgleich auch noch andere Bakterien bei der Erkrankung mitzuwirken scheinen. Außerdem aber sind ganz andere Organismen im Blute von Dysenteriekranken entdeckt worden, die zu den.UrtHieren gehören und tern berüchtigten Erreger der Malaria gleichen. - Der Verlauf der Krankheit ist durch einen plötzlichen Wechsel des Zustandes ausgezeichnet: Tod oder Genesung treten ziemlich unvermittelt ein, zuweilen zeigt sich auch eine unerwartet rasche Besserung bis zu einem gewissen Grad?, die aber noch als langes Si:chthum fortbestehen kann. Die 5Nisis erfolgt in 4 14 Tagen nach der Erkrankung. Ter Bacillus scheint, wenn er nicht einen schnellen Tod herbeiführt, am häufigsten ein langmleriges Leiden mit sich zu bringen, während der malariaähnliche Blutschmarotzer über Tod oder Viederhersiellung rasch zu entscheiden Pflegt. Der Bacillus bcweist seine verderbliche Thätigkeit bssonders in einer Zerstörung der Schleimhäute im Hauptdarm, und sein bösartiger Nebenbuhler führt häufig zu den inneren lebensgefährlichen Leberabscessen. Das sind die Hauptsache lichen Eigenschaften der Krankheit, der die Truppen inChina am stärksten ausgesetzt sind, aber hoffentlich durch peinliche Beobachtung der gesundheitlichen Vorschriften, besonders des Verbots des Wässertrinkens aus natürlichen Quellen, möglichst entgehen werden. Andernfalls stünden schwere Ereignisse zu erwarten, denn nach den amtlichen Berichten sind von den Truppen auf den Philippinen innerhalb von 10 Monaten 9,063 Kranke als dysenterieverdächtig an d-as Krankenhaus in Manila eingeliefert morde::. Die Stttblichkeit war sehr bedeutend,' nur 680 der-Er krankten konnten naÄ einiger Zeit wieder zum Militärdienst zugelassen werjDen. Aus recht sonderbarer Ursache hat der in 5)amburg wohnhaste 60jährige Eomptoirbol; Rasch, der in sehr geordneten Verhältnissen lebte und in kleines Vermögen sein eigen nannte. Selbstmord verübt. Vor etwa acht Tagen stand Nasch, in seinem Comptoiranzug kleidet, auf der Straße und sah sich ein Haus an. als plötzlich ein Schutzmann in Civil an ihn herantrat und ihn verhaftete, da er ein Bettler sei. Vergebens protestirte. Rasch gegen diese beleidigende Bezeichnung; er mußte mit zur Wache, wo seine Personalien festgestellt wurden. Bei der Leibesvisitation fanden sich im Besitze des vermeintlichen Bertlers 200 Mark in baarem Gelde, sodaß er auch noch des Diebstahls verdächtig erschien. Ein Schutzmann begab sich deshalb in Raschs Wohnung, um Erkundigungen einzuziehen. Natürlich stellten sich die Angaben des Sistirten als richtig heraus, sodaß er wieder entlassen werden konnte. Doch nahm sich der alte Mann seine Verhaftung sehr zu Herzen. Tags darauf erschien er nicht zur Arbeit. Als man ihn in seiner Wohnung aufsuchen wollte, wurde nicht geöffnet. Man verschaffte sich gewaltsam Eingang und fand Rasch als Leiche vor. Er hatte sich aus Scham über daö Vorgefallene erhänat.
ö Die Malerei auf Briefmarken. Zu der Fülle der schon vorhandenen Malmittel hat sich ein neueS gesellt : die Briefmarke. In der dieser Tage in Paris eröffneten internationalen Briefmarken - Ausstellung wird diese eicenartigeMalereizumerstenMale vorgeführt. Der Schöpfer der neuen Kunst heißt F. van Wiljick und stammt aus Lüttich. Er bat im Ganzen fünf solcher Gemälde" zu derAusstellung gesandt; er ist dabei nicht einseitig in seiner Kunst, er hat zwei Landschaften, zwei religiöse Gemälde und ein Genrebild gemalt". Sie sind sehr verschieden groß, das größte mißt 103 zu 74, das kleinste 37 zu 30 Eentimeter. Zum Mindesten muß man die unermüdliche Geduld des Künstlers bewundern; um diese kleinen Flächen mit farbigen aummirten Vapierstückchen zu bedecken, braucht er für eins etwa achtzehn Monate einer unendlich mühseligen Arbeit. Um ein Beispiel anzuführen, sei einö seiner religiösen Bilder Jesus alsPrediger" genauer erwähnt. Es ist nur 40 Centimeter breit, und auf diesem kleinen Raum sind nicht weniger als etwa zwanzig Personen dargestellt: Rechts sitzt Christus mit erhobener Rechte, und vor ihm steht und ' kniet eine Schaar vonErwachsenen und Kindern. Es handelt sich, wie man bei näherem Zusehen erkennt, um eine Art Mosaikarbeit. Der Grund setzt sich aus ganzen'Marken zusammen; da, wo die Figuren anfangen, sind sie natürlich ausgeschnitten, um diesen Platz zu machen. Die Marken des Hintergrun- j des sind alle von derselben Sorte und symmetrisch in Reihen geordnet, so daß sie eine Art Tapetenmuster ergeben. Für unser Bild sind Schweizer 1 Franc-Marken gewählt; van Wijlick legt durchaus nicht Gewicht darauf, daß seine Marken auch noch Seltenheitswerth besitzen wie die. die sonst in dieser Ausstellung zu sehen sind, für ihn sind allein Farbe und Zeichnung der Marke ausschlaggebend und er wählt die gangbarsten Sorten, wenn er in diesen die Nuancen und die Linien der Zeichnung findet, die er braucht. Für die Darstellung der Personen schneidet er mehr oder weniger winzige Stückchen in den verschiedenen Marken aus und sucht mit diesen die gewünschten Formen darzustellen. Bisweilen, jedoch nur selten, kann er für seine Malerei Figuren brauchen, die auf den Briefmarken vorkommen. Hier und dort sieht man in den Falten der G:wänder Buchstaben oder Zahlen zum Vorschein kommen, die den Ursprung der verwendeten Malmittel anzeigen. Hier liest man Republique Francaise", dort Belgique" oder Postage". Van Miljlick erklärt, er führe seine Gemälde chne Retouchen aus; jedenfalls bedeckt er sie jedoch mit einem dichten Firniß, der die Konturen schärfer accentuirt und ohne den er sicherlich seine Effekte nicht erreichen würde. Man darf wohl bezweifeln, daß er Nachahmer finden und so eine neue Vlämische Schule" begründen wird, am allerwenigsten unter den Philatelisten, in deren Augen er doch eigentlich ein Vandale" ist. Anfänge der neuen Kunst" hat man wohl auch bei uns schon gesehen; sie aber methodisch zu so hoher Vollendung" zu entwickeln, blieb Herrn van Wijlick vorbehalten. In Oesterreich ist schon wieder ein Mitglied des hohen Adels wegen Verschwendung unter Kuratel gestellt worden, nämlich der Prinz Engelbert zu Auersverg. Kämmerer und Major vom 5. Landwehr - Ulc:nen-Re-gimente. Er ist der Bruder eines sehr reichen Großgrundbesitzers und Mitglied des österreichischen Herrenhauses, C r: J rv r . r ves zürnen ranz vs zu iusiaEin'biederer E n g l ä n -der sah in Kairo eine gut erhaltene und reglrecht verschnürte Mumie, die ihm so gut gefiel, daß er sie kaufte. Leider konnte er seines Besitzes nicht recht froh werden: die Bändchen und Binden, mit denen der selige Aegypier verschnürt war, waren zu sauber, zu gut erhalten. In Um Kopfe des englischen Gentleman stieg ein furchtbarer Verdacht auf. Er ließ seine Mumie vorläufig in Kairo zurück, nahm nur ein kleines Stück von den Binden, reiste damit nach Enaland und ließ es untersuchen. Das Gewebe der Binden stammte aus . . . Oxford; die Mumie aber kam direkt aus Deutschland, wo eö eine Fabrik gibt, die auf Bestellung die verschiedensten Antiquitäten aus verflossensten" Zeitaltern verfertigt. Schrecklich! Also auch daö noch ,Made in Germarch!" . .. - -
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