Indiana Tribüne, Volume 24, Number 20, Indianapolis, Marion County, 8 October 1900 — Page 7
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Erbübel.
Scr.;an cn 5; a n v. SuhnSar a. (Fortsctzung.) 16. K a p Z t c I. Erst nach drei Tagen langen Ta-: gen kehrte ras D.'Zkow zurück. Es war in der herbstlichen Dämmerstunde ! und dcch noch hell genug, um den trii-, ben AusSurd in dcs Oberst Zügen er-', kennen an können. Wo5! zackte ElseZ Hand einen Au- j genblick. rich renr Herzen, als sie, bevor ' nod) nc;C ein krt g.-sprochen, in des , ncinnicä Blicken las. Tann aber rich : tete sie sich zzj und nur ein leises Erzittern -:r S:imme li:ß die rnäch- ; i:st Eir:gurg eite.inen, unter welcher sic des G:af:n enischeirendes Seit er-' Wartete. 'IeZ verzins n:ch:Z zu retten?" frazte sie, deni Gaste mit eine: ihr sonst freniden Hast entgegentretend. Nicht Alles ist verloren die au. f.er: öbre Ihre-' Cenahls ist geret- j Ut, die Ehrennechse! konnten noch eingelöst n?erden, der 5h:n? bleib! ohne Makel!" - Tank, Dank Ihnen! EZ ist inein i Name und der meiner Tochter", sagte j sie fast unhörbar. Und was wird j aus Eharly? Kennen Sie seinen Aufenthalt, seine Absichln ?" Nijts, gnädige Frau!" Q sagen Sie, n?as wissen!" Es izt nicht viel, was ich erfuhr. Noch ern Tag? seiner Abreise von hier tzl er im Elub" enorme Summer, gewonnen und hd bann sehn bi; -dhjixi au-:spio?n, von Monte darlo ent- j w',"' rstri 1V'" b'yl'irt niTrl ItlUf v'.v. Vl.UkU t Miililwj rj.TÜdyj.it$Tin. Tr Mi TflT nrvr ffM- a i ; 1 1 1 . w V V V Glauben (eiferst und doch " iCir.en foltern oie mich nicht, spref en , Sie. weiter!" Ich hab: sofort telegraohisch ErZundiqungen eingezogen. Nach großen Gewinnen ist er in eine Verlustserie gekommen und nichts ist tön; geblie ben." Gr ist noch in Monte-Carlo?" .0 nein! Tann wäre ich hinüber gefahren. Nc& arti Tage de selbst in Monako Aufsehen erregendenGlücksuinschlaaes ist er nach Marseille gefahren, und nach Mittheilungen der Polizeibehörde rnuß er den gerade falligen Dampfer für Algier benutzt baben. Das ist Alles! Wenig und doch so viel!" , . .Jz. so viel", wiederholte Else langsam und ließ sich in einen Seffel nieder, .die Auaen mit dem Tuch: bedeckend .so viel des. Elends". Doch nur wenige Minuten ließ sie sich von den mächtigenEindrücken überwältigen. Dann erhob sie sich. Ich werde nun 'zu handeln haben sagte sie mit Entschlossenheit, und werde bald handeln. Hier kann und will ich nicht bleiben. Ich will weder der Geaenstand erheuchelten Mitleids sein, noch allen den Combinationen unterworfen werden, welche eine alleinstehende Frau in meiner traurigen Lage nur gar zu leicht treffen." Diesen Entschluß habe ich vorausgesetzt, meine gnädige Frau und habe ich unrecht gehandelt oder indiskret. so bitte ich um Verzeihung aber ich glaubte einen Rath ÜA Ihrer Freundin. Frau fort Ginhaus erbitten ZU dürfen und da ist er." Er überreichte Elfe einen Brief, und, Annis Handschrift erkennend, erbrach sie rasch das Siegel. Nur wenige Worte enthielt das Billet und doch füllten sich der jungen Frau Augen mit Thänen. Meine Else! Ich horte von dem x chweren Schicksale, das Dich betroffen. JUjii. Nun zeige, daß Du mir eine Freundin bist. Im Nehmen, nicht im Geben, erkenne ich den höheren Grad wahren Vertrauens. Ich besinne sofort die Zimmer für Dich und Pia zu ordnen, denn abreisen mußt Du sogleich, die Ansicht theilen auch Karl und der Graf Deskow. der mir übrigens einen vortrefflichen Ein druck gemacht hat m seinem Eifer, Dei nen armen Mann zu retten. Alles Andere findet sich mündlich. Telegraphire. und Karl und ich holen Dich vom Lahnbofe ab. Ausflüchte nein, die wirst Du nicht suchen, denn Du weißt, daß Dich unveränderlich liebt und stets lieben wird Deine Anni. ' Berlin, Eichhornstraße 4, den 29. Sevtember 1869. .Ja. ich werde die gebotene Hand nehmen rief nun Else aus, und Jh nen Ihnen werde ich nie nie vergessen, was Sie für eine Unglückliche thaten. Ich nehme Ihre Opfer an. muß sie annehmen, in der festen Hoffnung, daß einst " Verzeihen Sie, gnädige Frau. Sie überschätzen mein Handeln. Was ich that, das gescbah für den Osficier im Interesse des Regiments. Ich darf keinen Dank annehmen, den ich nickt verdiene. Aber ich bitte Sie, mir ein gütiges Erinnern bewahren zu wollen, des alten Freundes zu gedenken. Rufen Sie mitunter die schönen, anre.genden Stunden zurück, die wir in diesem Hause, im Elsenhause", verlebten, und vergessen Sie die trüben-, füate er mit einem Seufzer hinzu. .Und jetzt werde auch ich zu vergessen suchen, daß man mit 47 Jahren noch einmal jung und lebensfroh werden könnte , ' . . .
, Er drückt: ihre Hand an die Lippen j
und entfernte sich rasch. 17. Kapitel. Die Siegesnachriften von Weißenbura. Werth und Spichern hatten in Berlin einen ungeheuren Jubel hervorgerufen, einen Jubel, dem sich bei so vielen eine verborgene Angst um einen nahen Verwandten oder Freund hinzugesellte. In dem Eckhause der Eichhornstraße saßen sich die beidenFreundinnen gegenüber, eifrig mit der Bereitung von Verbandzeug beffäftigt. Gott sei Lob und Dank, diesmal ist die Gefahr an meinem Manne noch vorüber gegangen! Du glaubst nicht, Else, welche Angst ich gehabt habe, bis das Telegramm ankam. Ach wenn doch Karl nicht Soldat wäre, es ist doch gar zu gefährlich Und ich. Anni. ich würde das glucklichste Weib sein, wenn " Denk: heute nichts Trauriges, liebe Else, sieh, ich bin Gott so Ixinkbar für den Schutz, den er Karl gewährte." Du hast Recht, Anni, man soll seine Zeit nicht zu unnützen Klagen verwenden." Aber Else, nicht ein einziges Mal habe ich eine Klage von Dir gehört in den acht Monaten, die Du mit uns warst und, ich habe Dich wahrhaft bewundert in der Größe, mit welcher Du D:in schweres Loos trägst Du hilfst es mir erleichtern, liebe Anni. Du und Dein lieber, guter Mann. O. ich vergesse niemals, was Ihr mir gabt.wie Ihr mich mitFreundsckast. übzrschüttet-t. llr.b doch sagt mir eine innere Stimme, daß ich schon zu lang auf eine Gzl-Meit gewart:! habe, mir eine eigene Thätigkeit zu such:n (5i"e. was willst Du mir antun?" "Ich will Dir ewig dankbar sein. werde arer n:t den Äugenona vorüber gehen lassen, der geeignet ist. mich auf dem Felle der allgeminen .Menschenliebe nützlich zu machen. Sei nicht böse, Anni, wenn es hinter Deinem Rücken geschah, ich habe mich ge stern dem Comite für freiwillige Krankenpfleqe zu? Verfügung gestellt!" Else!" Ja. Anni,' Du erinnerst Dich, daß ich mich schon von klein als Mädchen in dieser Thätigkeit zu üben suchte und nun will ich mich auf einen Beruf vorbtteiten. der einst mein Leben ganz ausfüllen soll. Ich habe das Versprechen erhalten, später unter den Orden der Diakonissinnen von Kaisers werth aufgenommen zu werden Äb?r Else. bedenke " Zu bedenken habe ich nur das Qine! Wo bleibt meine kleine Pia. während ich draußen sein werde? Ich habe in Betreff ihrer an mein: Verwandten in Pommern geschrieben, die sich auch sehr bereit erklärten, sie zu sich zu nehmen O. laß sie mir. liebe Else. Du weißt ja wie ich an dem Kinde hänge und so gebe ich den armen Verwundeten doch auch etwas Dich. Deine Freiheit!" Sie war aufgesprungen und schloß nun die Freundin lebhaft in dieArme. Dann eilte sie hinaus und brachte die erstaunt blickende Pia auf dem Arme herein! Du sollst bei mir bleiben, mein Herz, wenn Deine Mutter fort geht zu den Verwundeten in den Krieg, sollst mein liebes kleines Töchterchen sein, willst Du?" Einen Augenblick sann das Kind und schaute abwechselnd auf Mutter und Tante und dann fragte sie: Geht Mama in den Krieg zum Papa?" Die mächtigen Räume des ehemali gen Jesuitenklofters vonPont-a-Moüf-son war zum großen Theile belegt mit Verwundeten aus den Gefechten vom ii. August, und nun trafen auch die ersten Blessirten von Mars la Tour ein. Es war ein unermüdliches Arbeiten im Feldlazareth und noch waren nicht einmal überall die erforderlichen Verbände an Stelle des ersten Nothverbandes getreten. Ueber Henry, wo am Morgen desselhen Tages ein Sepcvatzug der freiwilligen Krankenpflege eingetroffen war, hatte das Lazareth vor wenigen Stunden einen erheblichen Zuwachs an Pfle?epersonal erhalten, und mit besonderer Freude bewillkommnete der Chefarzt, OberstabsarztDr. Heßling die Ankunft von einem halben Dutzend Diakonissinnen, vom Mutterhause Kaiserwerth überwiesen. Es war am 17. August Nachmittags. In einem großen Saale, dem ehemaligen Refektorium, dessen Fenster auf die Mosel und auf die gegenüberliegende Kavalleriekaserne hinaus gingen, lagen eine Reihe von mehr oder minder Schwerverwundeten, meist Officiere;' doch harrte noch eine Anzahl von Betten neuer Ankömmlinge. Von Lager zu Lager wanderte die diensthabende Schwester vor Stunden erst angekommen und der durchfahrenen Nächte nicht achtend ! Ueberall suchte sie Schmerzen zu stillen und Labung zu reichen, und wo die geschickte Hand nicht helfen konnte, da brachte ein tröstendes, ja oft auch ein beiteres Wort Linderung. Wohin sie kam.die hohe, schlanke Frau im schwarzen Gewände mit der weißen Mütze, da glitt es toi Sonnenschein über eben noch schmerzerfüllte Züge, und wie ein Balsam wirkte der Klang ihre? weichen
Jndilma Tribüne. AZotttag,
icwnen Stimme. Hwesier m:je so hatte sie sich selbst genannt hatt: dazu eine große Gewandtheit in der Behandlung von Wunden und erregte sogar das Erstaunen und die Bewund ! rung des Stabsarztes. Schon trat die Dämmerung ein, als eine durch die langen Corridore sich fortpflanzende Bewegung die Ankunft eines neuen Kranken-Transportes ankündigte. Eben trat der Arzt an die Schwester heran. Sie werden noch einen Zuwachs von fünf Verwundeten bekommen. Es ist ein schwerkranker Stabofficier dabei ich denke, wir legen ihn in je::e Ecke, unfern des Maueroorsprunges, da ist er einmal abseits und dann scheint es dort küb! zu sein ohne Zugwind. Doch da wird er schon gebracht!" Durch die geöffneten Flügelthüren traten zwei Krankenträger und brachten auf einer jener Tragen, welche direkt in den Transportwagen geschoben werden können, einen Verwundeten, dessen Kopf von blutgetränkten'Binden fast verhüllt war. . Vorsichtig! wurde er emporgehoben und auf das Bett gelegt. Kein Zeichen des Schmerzes ließ sich erkennen, er lag in schwerer. Ohnmacht. Ich werde noch heute, vor Schwinden des Tageslichtes, eine Untersuchung dieses Patienten vornehmen, dessen Zustand bedenkenerregend ist.möchte nur noch die leichteren Kranken eintheilen. Ich bitte inzwischen die nöthigen Gefäße mit warmem und kaltem Wasser und Verbandzeug herbeizuschaffen. auck vom Vorstand: der Lzrwaltung sick, belebende Getränke Sekt wird am dienstlichsten sein zu erbitten." ' . Mit Umsicht und ohne Zögern kam Schwester Elise den Anordnungen deZ Arztes nach. Nun wartete sie am Lager des Verwundeten aus den Dokvor. Still ruhten ihre Augen auf dem blutbefleckten Antlitze. Es ist kein Zweifel nein, ich irre mich nicht," sprach sie dann leise. Wollte Gott, ich könnte ihm vergelten, was er für mich gethan In langsamen Zügen hob und senkte sich dieBrust des Besinnungslosen. - Ein an die Uniform gesteckter Zettel meldete die Art der Wunde: Schwerer Lanzenstich vor der Stirn, am 16. zwischen zwei und drei erhalten. Abends zehn , verbunden.. Arterie zerrissen großer Blutverlust Der Arzi kehrte zurück, entfernte mit Sorgfalt die Binden und untersuchte den noch immer Bewußtlosen. Schweigend legte er einen neuen Verband an, während Schwester Elise ihm hilfreich zur Hand war. Dann wurden dem Officier einige Tropfen belebenden Getränkcns eingeflößt, und allmälig wurde der Pul thätiger. Der Ohnmacht folgt ein stärkender Schlaf", fagte der Arzt. Noch ist nicht alle Hoffnung verloren. Es war indessen die höchste Zeit, daß der Patient Ruhe fand. Sie werden mir moraen übe? den Verlauf der Nacht Mittheilung machen. Beim etwaigen Erwachen wollen Sie ihm zu trinken reichen. Schlaf ist indessen hier die beste Kur, um das fehlende Blut sich ersetzen zu lassen Er suchte unter den bei dem Vermundeten gefundenen Gegenständen und schrieb dann in sein Notizbuch den Wortlaut einer Visitenkarte: Oberst , Graf Deskow, Kommandeur des Xten Ulanen-Regimentes Und nun gute Nacht. Schwester Elrse! Bitte recht sorgsam beobach ten!" Schwester Elise blieb allein zurück. Der Tag war nun ganz zur Neige gegangen, und immer ruhiger ward es in dem großen Saale. Nur unterdrückte Schmerzenslaute wurden hier und da hörbar. In, regelmäßigen Zwischen räumen erneuten die Lazarethgehilfen die, Eisblasen, und ab und an bat ein Durstender um einen Trunk. Endlich wurde es ganz still. Am Lager des Grafen aber saß die Diakonissin und belauschte jeden seiner Athemzüge. Sein sonst so matter Puls, wurde sieberhaft. Sie reichte ihm 'zu trinken, und er trank, ohne zu erwachen. Das Fieber fchwand und so verging die Nacht. Der erste Besuch des Stabsarztes am folgenden Morgen galt dem Obersten. und nachdem er sich hatte eingehend berichten lassen, nahm er des Kranken Hand. Der Puls hat ui Kraft nicht unerheblich 'gewonnen. Die Gefahr liegt nur im Blutmangel, nicht in der Wunde selbst. Wir werden einer Entzündung durch Eisschläge vorbeugen und übrigens Ruhe nur Ruhe." Mehrere 'Tage vergingen. In stiller Teilnahmlosigkeit lag der Oberst da. Nur während weniger Stunden des Tages wich Schwester Elise von'seinem Lager. Die große Schwäche des Grafen und das Bedrürfniß nach unbedingter Ruhe hatten seine Unterbringung in einen abgesonderten Raum veranlaßt. Es war am 22. August, als Graf Deskow zum ersten Male die Augen verwundert auf seine Umgebung richtete Er schien seine Gedanken zu samrneln und fragte mit matter Stimme: Sind wir Siege? geblieben?" Auf die bejahende Antwort ertönte es .von den blassen Lippen: Gott sei Dank! Es lebe de? König, unser aroßer König!" . ...
den 8. Oktober 1900,
5?aum hörbar waren di: Worte und I doch' klangen sie wie ein Jubelruf. ! Schwester Elise trat heran, Ich bitte, recht ruhig zu sem, sich zu schc nen .und 'alle Aufregung zu vermei- ! den Da richtete sich sein mattes Auge au )ie Diakonissin und wie ein Licht sglitt es über das bleiche Antlitz. e Ganz leise sprach er das Wort und verfiel vonNeuem in den Zustand gänz r - . licher Erschöpfung. Der starre Zug ab'r, der bislang auf seinem Antlitz geligen, war einem fast freudigen Lächeln gewichen. 13. Kapitel. Langsam kehrten des Grafen Kräfte zurück. Mit unendlicher Sorgfalt nahm sich Schwester Elise des Genesenden an. Gott bat mick Nf tbar in seinen- Schutz genommen, als er mich i in Ihre Obbut gab", sagte der Oberst einst und küßte dankbar die Hand der Frau, die sein ganzes Denken erfüllt hatte und -nun Ist es denn anders geworden?" fragte er sich selbst. Mit keinem Worte war seitdem der alten Bekanntschaft erwähnt. In feinem Takte erkannte der Oberst, daß Schwester Elise eben nur die Diakonissin sein, wollte. Die Oktobersonne schien heute erwärmend und die Luft war klar und still. Der Arzt hatte dem Grafen einen ersten Gang in's Freie gestattet. Auf den Arm eines Lazarethgehilfen gestützt, ging er lmgsarn durch den Klostergarten, Schwester Elise an sein:r Seite. Wie anders hebt sich die Brust hier in freier Lust", sagte Deskow. Und wie herrlich die Natur, in der wir hier Genesung fanden. Sehen Sie die .vorn Sonnenlichte bestrahlten Höben ringsum, dort die herrliche, alte ' ' ' ' Ruine, den Mousson, auf steilem Bergkeqel aeleaen. und dort die glitz'rne Mosel von Weinbergen und Waldhöhcn begleitet. Es ist ein warmes Frülingsbild, trotz Herbst und langem Unwetter hinter uns!" Ich verstehe Sie. Schwester Elise". sagte Deskow leise. Sie wollen mir ein Bild meines eigenen Lebens geben. Ja, den Sturm hörte ich brausen, und das Unwetter hätte mich fast vcrnichtet. Die Sonnenstrahlen aber, die mir neues Leben schenkten, mich erwärmten, als ich schon den Grabeshauch erstarrend um mich fühlte, die gingen nicht aus von der großen Weltenerwärmerin. die drangen in mein Herz aus cin paar lieben Augen und entzündeten eine Lebensflamme. vor deren mächtigem Auflodern die Schrecken des Todes nicht Stand hiel ten. Immer lebhafter sprach Graf Deskow und gedachte nicht- des Mannes, der ihn stützte, und erst cin flehender Blick der Diakonissin machte ihn schweigen. In diesem Augenblicke trat der Stabsarzt in den Garten. Immer gleich liebenswürdig und heiter kam er auf die Gruppe zu: Nun, das nenne ich einen glücklichen Tag, den 27. Oktober. Einmal scheint Ihnen Ihr erster Luftgang vortrefflich zu bekommen . trügen Sie nicht die Binde um den Kopf, würde man in Ihnen kaum den Kranken vermuthen. so frisch und roth leuchtenJhre Wangen' Herr Graf! Dann nun rathen Sie was weiter vom Kriegsschauplatze?" Friede?" fragte die Schwester lebbaft. Nein, nicht gerade Friede, aber dessen Vorbote. Metz hat kapitulirt. Heute hat der Prinz Friedrich Karl die Bedingungen angenommen, morgen beginnt die Ueberqabe und in wenigen Tagen ist die ganze Armee des Prinzen uf dem Marsche nach Paris oder Gott weiß wohin. Nun. wo der Husarenprinz erscheint, pflegt's auch nicht lange mehr zu dauern!" Und ich darf nicht mitziehen sprach der Graf, den Blick betrübt zur Erde senkend. Daran ist allerdings nicht zu denken! Aber sür Sie, Herr Oberst, habe ich eine andere Nachricht und das ist die dritte vom 27. Oktober Er hielt inne und freute sich des gespannten Ausdruckes seines Rekonvaleszenten. Und was ist's?" sragte dieser, lassen Sie mich nicht so lange im Ungewissen!" Nun denn: Morgen geht ein Zug mit Verwundeten nach Deutschland und auch Sie sollen evacuirt werden nach Berlin. Also wenn Sie Ihre Verwandten dort noch avertiren oder sonstige Vorbereitungen treffen wollen, so ist es Zeit. Kann ich noch irgendwie dienen? Abschiednehm ei? New. ich begleite Sie unbedingt bis zur Station. Aber sind Sie denn nicht sroh, Herr Graf?" Es thut mir nur leid, Ihrer geschickten Behandlung entzogen zu werden. Glauben, Sie selbst nicht, Her? Graf! Wenn Sie außer Ihrer Nawr noch einer Hilfe die Rettung zuschreiden wollen, dann danken Sie der Schwester. Sie ist eine wahre Heldin im Opfermuthe gewesen. Doch nun muß ich gehen. Zürnen Sie nicht, Schwester Elise, bin sonst kein Complimentenmacher, aber Recht ist nun im mal 'Recht", fügte e? dieser, die Hand drückend, hinzu. (Fortsetzung folgt.)
r . r . TllUM Marktbericht. ' '
Viehmarkt. Indianapolis Union Vichhöfe, 8. Okt. Rindvieh. flTi?3pTM rc Tm3 fcrtntr stiere. 1350 Pfdl und niiUÄrtä aufwärts 45.25 5.75 Gute bis mittlere Stiere 1350 Pfd. und aufwärts Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 Pfd Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Pfd. Stiere Mittlere öis aute Stiere V00bis 1100 Pfd.... 4X5 5.25 4.75 5.15 4.15 4.50 4,25 4.00 4.50 3.50 3.15 4.25 3.50 2.75 6.75 5.25 Gute bis gewählte Rinder. 3.00 Mittlere bis gute Rinder. 3.25 Gewöhnliche leichte Rinder 2.75 Gute bis gewählte Kühe.. 3.75 Mittlere bis gute Kühe.. 3.00 Gewöhnliche alte Kühe.'. 1.00 Kälber 5.00 Schwere Kälber 3.25 Prima bis fancy Export Bullen..'..... 3.75 4.00 Gute bis gewählte chläch tcr Bullen 3.40 3.65 Gewöhnliche bis gutcBullen 2.50 Gute Kühe mit Kalb 30 GewöhnlicheKühe mit Kalb . 15 Schweine. Gute bis gewühlte, mitt lere und fckiwcrc 45.30 3.25 40 25 5.40 Gemischte. schw.Packing 5.20 5.32 Gute bis gewählte leichte 5.30 5.37 Gewöhnliche leichte 5.20 5.27 Pigs 4.00 5.00 Noughs 4.50 5.10 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 4.50 4.75 Gewöhnliche l?is mittlere Lämmer 3.00 4.35 3.50 3.00 3.75 3.00 i Gute bis gewählte Schafe 3.25 c-s. ... .; t:a i . TJtr- cx mrOrdinäre bis gute Schafe 2.75 Stockcrs 2.00 Böcke, per 100 Pfd 2.00 Früchte und Gemüse. Früchte. Pfirsiche, 90c $1.50 per Bushcl. Citronen, $4.50 sür 300 360. Aepfel, $2-$3 per Faß.. ' Feigen, 12c-15c. Bananen, 1.50-1.75 per Bunch. Datteln, Persische 5jc-6c per Pfund. Kokusnüsse, 350-4.00 per Hundert. Rothe Pflaumen, 4.00 per 24 Qt. Cafe. Trauben, Eoncord, 8 Pfund Korb, 11c; Telaware und Niagara, Crate von 4 Körben, 12c Birnen, hiesige, 75c pcr Bushel. ' Eranbcrrics $2.25 per Vushel Crate. Quitten, $1.00 per.Bushel. G c mu s e. Kraut, 75c per Faß. Zwiebeln, Spanische. $1.50 per Crate; rothe Globe 50c per Bushel ; weiße Globe$1.75 per Faß. Gelbe Rüben, 75c per Dutzend Bun chcs. - Kartoffeln, 1.35 per Faß; prima Burbanks und runde weiße 45c per Bushel; zum Versandt gepackt, 5c mehr. Süßkartoffeln-Jersey $3.25 per Faß. Baltimore $2.25 per Faß. , Sommer'Celcry, 15c per kl. Bunch. Tomatoes, einheimische, 75c per Bushel., Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 6Z-7c; hiesige Stiere 8-8c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 7zc-7Zc; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfund 6c; Kühe 550 bis 650 Pfund 7c; Stier Vordervierte! 7c; Stier Hintervicrtel 10c; Rind Hinterviertel 9c; Rind Vor dcrviertel 6c; Kuh Vordervierte! 5c; Kuh Hinterviertcl 8c. Frisches Kalbfleisch Kälberlvc; Hin tervicrtel 12c; Vordervierte! 8c. Frisches Schaffleisch Lammer per Pfd. 9zc; Schafe 8c; Schenkel 10c; Racks, kurz, 16c. . Frisches Schweinefleisch. Loins 10c 12c ; Eottage Schinken 8c ; gehäutete Schultern 8c, frische Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 10$c ; Tender loins 16c ; Spare Ribs 5c. Geräuchertes Fleisch. Sugar Eured Schinken- Erste Quali tät: 20-18 Pfund llc; 15 Pfund HZc; 12-10 Pfund 12c; Zweite Qualität 20-18 Pfund 10Zc; 15 Pfund 11c; 12 Pfund lizc; 10 Pfund 11$c. Californische Schinken 6 bis 8 Pfund 81c; 10 bis 12 Pfund 84c; 12 bis 14 Pfund. Frühstück Speck Klarer Englifh Curcd 14c; gewählter Sugar Cured 14c; 6-7 Pfund im Durchschnitt 13s c; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 13c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt 12c; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, 12c; 6. Pfund im Durchschnitt, schmal, 12fc. Speck, Engl. Gewählter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 13jc; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt, 12Zc. Speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 10c; Klare Seiten, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, c; Klare Seiten, 20 bis 30 Pfd., 10Zc; Klare Bellies,25bis30Psd.,10zc; 18 bis 22 Pfd., lozc; 14 bis 16 Pfd., Ilse; Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., 10c; Rücken 12 bis 16 Pfd., lozc; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., 114c. Schultern, Engl. Curcd 10 bis 20 Pfund im Durchschnitt c; 16 Pfund im Durchschnitt, 9fo 10 bis 12 Pfund 9ic Gepöckeltes Schweinefleisch, Knochen loses Fancy Pig $19.00; Klares Bean 18.50; Family 17.00; Short Clear 16.75; Rumpf 15.76.
Gedörrtes Rindfleisch, Schinken, reg. Sets, 11c; Außenseiten 8c; Innen feiten 13ft; Knöchel 13c. Schmalz, in 'Ticrces, 1. Qualität 2. Qualität Oc; 3. Qualität 8c. Würste, Geräucherte Bratwurst 8c; Frankfurter 8c; WicncrwUift 8c; Knackwurst 8c; -Bologna in Därm 6c,in Tuch'6ic. Butter, Eier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, frische, 12c Eier, 14c per Dutzend. 5)ühncr 7c, Spring Chickens T4c Pfd. Türken Hennen 6c, junge Hähne 6c, alte Hähne 4c; Enten 5-8c; Gänse wer den verkauft zu 3.75-4.25 per Tnd.
Fische, Zlustcrn und Wildpret. Hän))lcrPrcise: - Clams Little Recks 75c per 100. Hummern 25c per Pfund. Austern BesteBaltimoreoderStand ards, $1.00 per Oallone; beste Balti timore Sclects, $1.10 per Gallone; New York Counts, $1.00 per Hundert; New s)ork Culls, 7c per Hundert; Blue Points in Schalen, 75c per Hundert. Austern in Kannen New ?)ork Counts 35c; I. S. F. & Co. SelectS 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; K. 18c; N. 45c. See-Fische. Knochenlose Häringo 7c; Häringe 4c; Perch 5c; Weißfisch 9c; See Forellen 9jc; Red Snappcr 8c; Kcnnebec Hechte 15c; Blaufische 10c; Halibut 15c; Stockfisch 8c;.Haddock 8c; Caisisch 10c; No.l Wcrel öic; No.2 Pickerel oder Blue Pike Cc; Black Baß. 15c. Jrofchschenkel, $1.50-2 per Dhd. Getreide. Weizen-No. 2 rother 77c auf denGeleisen, 77c von der Mühle ; No.Z. rother 73-75c; Oktober 77c auf denGeleisen; Wagenweizen 76c. Korn-Ro 1 weiß 42c; No. 2 weiß 42c; No. 3 weiß 42c; No. 4 weiß 39-41c; No. 2 weiß gemischt 41c; No. 3 weiß gemischt 41c; No.'4 weiß gemischt 38-40c; No.2 gelb 42c; No. 3 gelb 42c; No. 4 gelb 38-40c; No. 2 gemischt 41c; No. 3 gemischt 41c; No. 4 gemischt 38-40c; au Kolben 41c. 5zafcr-No. 2 weißer 244c; No. 3 weißer. 234c; No. 2 gemischter 22c; No. 3 gemischter 21c Heu-altes No. 1 Timothy 12.5013.00 No. 2 Timothy 11.50-12.00 Groeeries. Zucker Tominoes 6.32c; Stückzucke? 6.47c; pulversirter (5.17c; XXXH pul- - verisirter 6.22c; Standard granulirter6.07c; feiner granulirter 6.07c; granulirter in 5 Pfund Säcken 6.17c; granu lirter in 5 Pfund Cartons 6.17c; extra, feiner granulirter 6.17c; Cubes 6.22c; Mold A 6.22c; Confectioners'A 5.87c; 1 Columbia A-Keystone A .o7c; 2 WindsorA-AmcricanA 5.62c; 3 Ridge. wood A-Centennial A. 5.67c; 4 Phönix A-California A 5.62c; 5 Empire AFranklin B 5.57c; 6 Ideal Extra Golden C-Keystone B 5.52c; 7 WindsorExtra C-American B 5.42c; 8 Ridge. . wood extra C-Centennial B 5L2c; 9gelber extra C-California B 5.17c; 10 gelber C-Franklin extra C 6.12c; 11 gelber-Keystone extra C. 6.17c; 12 gelber-American extra C 6.12c;' 13 gcl ber-Centennial extra C 5.12c; 14 gelber --California extra C 5.12c; 15 gelber5.12c; 16 gelber 6.02c. Eingemachte Früchte Blackbcrries, 2. Pfund, $1.10; Pcaches Stand. 3 Pf., -$2-2.25; Seconds 3 Pfund $1.50 $1.65; Pie $1.40-1.50; Ananas,.. Standard, 2 Pfund, $1.65-1.90; See . onds. 3 Pfund, $1.25-1.45; grüne -Bohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Bahama , Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbsen, $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.26 Marrow 95c, eingeweichte 65c 80c; Tomatoes, 3 Pfund, L5c-$1.00;Zuckei' korn 80c $1.40; Apfelbutter, per Dutzend, 3 Pfund, 95c. Kaffee. Folgendes sind die Indianapolis' Preise : Gewöhn!, bis guter 12c-18c; prima bis gewählter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-31c. In Packetcn: Aiiosa $12.75, Lion 11.75, Jerset 12.75, Caracas 12.25, Dillworth's 12.75, Tutch Java Blcnd 16.50, Mai! Pouch 11.75, Gates Blended Java 11.75. 5Zäse. Engros Verkaufspreise, JmportirterSchwcizcrkäse 27c per Pfund; einhei mischer Schweizerkäse 17c; Wisconsin Cream Käse 10c-12c; New York Ched. dars 12c; einheimischer Limburger 12c; Brick 13c. Kohlen. Tonne X Tonve Anthracits ..$7.00 3.65 Rauchlose 4.50 ' 2.40 Jackson 4.00 2.15 Pittsburg 4.00 2.15. Raymond City 4.00 2.15, Winifrede 4.00 2.15. Kanawha 4.00 2.16 Luhrig 3 50 1.90 Brazil Block.' 3.50 1.90 Green County 3.00 1.65 Jndiana Lump 3.00 1.65 Slack 2.00 1.15 , Bloßburg 5.00 2.65. Lump Cole 11c per-Bushr $2.75 pe?25Pushel. $1.50 per, 12z Bushel. Zerkleinerter Coke 13c x?rBu. $3.25per 25 Bu. $1.75 per 12 Bu.
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