Indiana Tribüne, Volume 24, Number 20, Indianapolis, Marion County, 8 October 1900 — Page 2
Jndimm Tribüne, Montag, den 8. Oktober lyOQ.
Hinter den Coulisse:. 'Berlin, im September. ? In Kurzem wird ccr dem Serich! Verhandlung gegen den schon länxere Zeit in Untersuchungshaft befindlichen Spieler Wolff und damit eine neue Auflage des Processes der Harmlosen" vor sich gehen. Zum zweiten Male werden wir vor dem grünen Richtertische die so rerschiereuen Elemente vorüberdefiliren sehen, welche das Spiel mit oll' seinen Consequenzen zusammenführte: Aristokraten und Hochstapler, Officiere und Abenteurer, Kellner und Halbweltdamen, Schlepper und Wuchrer. Die sogenannte Lebewelt" der Großstadt, die Kreise, in denen man sich bei Karten, Champagner und schönen, wenig spröden Frauen amüsirt, entziehen sich iiberall den Blicken des großen Publikums. Lüftet dann einmal eine solche Sensations-Affaire, wie der Harm-losen-Prcceß, den Schleier von ihrem Treiben, so erhalt die Neugier verjenigen, die solche D;nge höchstens aus schlechten Leihbibliotheksromanen kenRen, willkommene Nahrung. Aber auch ton einem höheren Standpunkte aus, von dem des Beobachters, der das Werden und Wachsen unserer ReichZhauptstadt nach guter wie nach schlechter Richtung hin mit gleichem Psycholog!sehen Interesse verfolgt, bieten die Er-
geomsse solcher osfentlichen GerichtsVerhandlungen reichen, anziehenden ! Stof. Das Bezeichnende derartiger Processe ist, daß immer nur ein winziger Bruchtheil der Vorgänge, die zum Einschreiten des StrXfrichters geführt haden, wirklich an's Licht gelangt. Nicht, roeil aus Rücksicht auf die Betheiligten ! das Uebrlge vertuscht wird, sondern weil die gerupften Opfer alles Interepe haben, so wenig als möglch von dem, was sich hinter den Coulissen abspielt, zur Sprache zu bringen. Schädigt sie doch die öffentliche Darlegung des Borgefallenen weit mehr in ihrer socialen Stellung, ihren Zukunstsaussichten, als die Verluste, die sie am Baccarattische erlitten. Dazu kommt noch eine andere Ursache. Es bedeutet nicht den geringsten Vorwurf gegen unsere tüchtige, ausgezeichnet disciplinirtePolizei, wenn wir behaupten, daß auch sie der Berliner Lebewelt" nicht näher steht, wie das übrige große Publikum. Sie ist aber vielleicht der schleunigen Entwicklung, die Berlin gerade in dem letzten Jahrzehnt in Bezug auf großstädtisches Wesen durchgemacht hat. nicht gleichen Schrittes gefolgt. Jeder, der Berlin. Paris. London, Wien, Rom aus eigener und gründlicher Anschauung kennt Paris natürlich zu normaler Zeit, nicht während des Ausstellungstrubels wird bedingungslos unterschreiben, daß jetzt in Berlin für den, der Vergnügungen leichter Art sucht, viel mehr los" ist, als anderswo. Nirgends herrscht ein derartiges lustiges Nachtleben bis in die späten Morgenstunden hinein, wie in Berlin. Paris ist um 2 Uhr still London 'schon um Mitternacht in Berlin erwacht die Lebewelt" erst um diese Zeit. Die Polizei kann sich natürlich nur darauf beschränken, die öffentlichen Vergnügungslocale zu controllircn, sie srüh zu schließen und ihr Treiben durch Beamte beaufsichtigen zu lassen. Hinter die verhängten Fenster der Privatcirkel, für die Nachtruhe ein unbekannUz Begriff ist, dringt ihr scharfer Blick nicht. Es ist nicht übertrieben, wenn wir behaupten, daß fast ein Jahr, ehe die Polizei zu Ermittelungen schritt, welche ihr erst die Existenz des .Harmlosen - Clubs" zur Kenntniß brachten, in Berlin an allen Orten, wo sich die sogenannte Lebewelt sammelt, in den vornehmen Restaurants und Bars, in den Clubs, auf der Terrasse des Wintergartens und im Foyer des Apollo-Theaters. Tag aus Tag ein von diesem famosen Club und seinen Mitgliedern und Opfern gesprochen wurde. Jeder Berliner Bar-Kellner hätte mehr davon erzählen können, als die amtlichen Recherchen ergaben, als endlich das Nest ausgehoben wurde. Ausgehoben? Als der Proceß schon im Gange war, hatten die Ueberlebenkn soweit sie nicht in Moabit beschäftigt waren, noch wenige Häuser von den früheren Stätten ihres nützlichen Wirkens ein neues Feldlager aufgeschlagen, wo mit ungemtnderten Kräften weiter gefochten" wurde und nie der neugierige Blick eines Criminalbeamten eindrang. .Auch das hätte ikder Bar-Kellner erzählen können, berBar-Kellner sind verschwiegen, wie die .Lebewelt" überhaupt. Wenn man erforschen will, woher die manchmal so großen Summen, die in solchen Spielgesellschaften verlöre werden, kommen und wohin sie wieder zurückfließen, so lautet die Antwort: Zum größten Theile aus den Taschen der gewerbsmäßigen Wucherer und in ihre Taschen zurück. Auch diese tüchtigen Mitglieder der menschlichen Gesellschaft scheuen mit begniflicher Ängstlichkeit für ihre Thätigkeit das Licht der Öffentlichkeit. Und in der That gelingt es denen unter ihnen, welche das .Geschäft" nur mit .feinen" Kunden betreiben, fast immer, sich den Maschen des Strafgesetzes zu entziehen; denn Niemand hat ein Interesse tarcrn, ihr Thun an's Licht zu zern, Vielen dagegen muß sehr daran gelegen sein, daß rech! tiefes Dunkel darüber gelagert bleibe. Es giebt seh? vrschiedene Typen unter diesen Ehrenmännern. Zwei Satan seien hier strichweise angedeutet,
wl: sie in Berlin in mehr als einem ' Exemplar zu finden sind. De ist z. B. im Centrum der Stadt ein ehrsames, solid aussehendes Geschäft, sagen wir: ein Ledergeschäft. Ein sauberes, ordentliches Comptoir, das den äußeren Schein ehrbarsten Characters trägt. Die Kundschaft dieses Ledergeschäfts" besteht nur aus Officiercn und Sportleuten.' Es ist aber nicht so leicht, in sie aufgenommen zu werden. Dazu bedarf es der Empfehlung seitens eines bereits Eingeführten. Dann erst offnet sich die Thür zu dem Allerheiligsten, dem Privatcomptoir des Herrn Lederhändlel's". Ein paar gut bürgerliche M?bel und ein mächliger Geldschrank das ist alles. Den jungen Leutnant, der in jugendlichem Leichtsinn am Abend zuvor im Escart6 ein paar braune Lappen" derloren hat und die Ehrenschuld binnen der vorgeschriebenen 24 Stunden regeln muß. empfängt der angegangene Retter in der Noth auf das liebenswürdigste. Er ist tadellos gekleidet, mit vielleicht etwas zuviel Schmuck, Brillanten an den Fingern, an den Manschetten, im Shlips. Das Geschäft erledigt sich, dank der vorzüglichen Empfehlung, äußerst schnell. Ein Papier, ein harmloses kleines Wechselchen auf drei Monate, wird unterzeichuet und der .Lederhändler" entnimmt aus dem Arnheim einen großen, tiefen Kasten, der bis oben an mit Banknoten aller Länder und aller Farben gefüllt ist. Nachlässig sucht er aus diesem Stillleben die nöthige Summe zusammen und reicht sie dem kleinen Leutnant, der in seinem Leben nicht soviel Geld auf einem Fleck gesehen hat. Der Leutnant athmet auf. er ist gerettet, kann seine verpfändete Ehre auslösen. Aufrichtig dankbar drückt er dem gütigen Helfer die Hand und besteigt die an der Ecke wartende Droschke. Was thut es. daß er sich verpflichtet hat, für die erhaltenen tausend Mark in drei Monaten zwölfhundert und fünfzig, genau hundert Procent Zinsen, zu zahlen! Für ihn hätten tausend Mark in diesem Augenblicke noch weit höheren Werth. Aber wehe ihm, wenn er nicht pünktlich die Frist einhält! Dann rfolgt der Brief an den Commandeur, und springen die Eltern nicht schleunigst ein, so heißt es, den bunten Rock ausziehen oder noch schlimmeren Entschluß fassen. Ein ander Bild. Ein dumpfer Keller in Berlin. Draußen ein Schild: .7). Schuhmacher" und innen eine richtige Werkstatt. Und ein richtiger Schuhmacher, der Tags über fleißig bei der Arbeit sitzt und für Dienstmänner. Droschkenkutscher und Heine Handwerker tüchtige Fußbekleidungen anfertigt. Aber Abends, da finden manche feingekleidete Herren den Weg zu dem Hinterzimmer des biederen Meisters. Niemand sieht ihm an, daß er der gefährlichste Halsabschneider der Großstadt ist, der oft bis zu hunderttausend Mark ausstehen hat. Er arbeitet"' meist durch Agenten, deren .Geldmann" er ist. Er kann nicht orthographisch schreiben, aber er hat einen tüchtigen Rechtsbeistand, der seine lässigen Schuldner mahnt und verklagt und ein schönes Geld dabei verdient. Xon olet! Das kleine, unscheinbare Schr'ankchen im Hinterzim mer birgt die Schuldeneonten seiner Opfer. Wie vielen hat er den Lebensweg verlegt oder gekürzt, er ist dem Arm der Gerechtigkeit immer entgangen. Er wird allmälig ein reicher Mann. Dann verkauft er die Werkstatt, zieht in einen anderen Stadttheil und stirbt als ein geachteter Bürger. Aber jetzt sind die Zeiten noch zu schlecht; da hat sich schon wieder E'.ner erschossen, dessen Unterschrift in seiner kostbaren Autographensammlung dertreten war. Ja. die Menschen sind gewissenlos; statt den armen Schuhmacher zu bezahlen, der ihnen seine .Spargroschen" borgt, greifen sie zum Revolver. Der Ausfall muß wieder eingebracht werden, wehe den Rächstcn!... Das sind so zwei großstädtischeCharactere, die den Leichtsinn, die Unerfahrenheit und Harmlosigkeit der jungen .Lebewelt" zu ihrer Einnahmequelle gemacht haben, Hyänen des Schlachtfeldes, welches das Leben bedeutet.
I n Traona bei Chiavenna (Splügen) ist ein dreijähriger Knabe Namens Pidozzo, welcher sich zum Spielen auf eine benachbarte Alp begeben hatte, spurlos verschwunden, und behaupten die untröstlichen Eltern, er sei das Opfer mehrerer colossaler Königsadler geworden, welche in der Nähe auf einer unzugänglichen Felswand horsten und schon wiederholt junge Ziegen und andere Thiere entführt haben. Da der Knabe sehr schwächlich und leicht ist. so klingt diese Annahme nicht unwahrscheinlich. In St. Wolfgang im Salzkammergut fand dieser Tage ein Wohlthätigkeitsfest statt. Natürlich fehlte es mich nicht ln dem obligaten Bazarrnit den mehr oto minder werthvollen Gewinnen. Der vielbegehrte Haupttreffer war aber eine Tour- und Retourkarte auf den Schafbrg. In sräter Abendstunde meldete sich der glückliche Gewinner. Das Glück hatte just den begünstigt, der es am nöthigsten" hatte. Es war der Conducteur der Schafbergbahn, der seit einer Reihe von Jahren die Fahrt auf den Schafberg täglich sechs- bis siebenmal zurückzulegen hat. ,
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OBisrociscn sind wlr in Folg schmerer Arbeit oder einer Zugluft am ganzen Körper steif, man vergesse deha5b nicht, dag ti gegen Steifheit in den Sliedern nichts besseres gieb wie St. Jakobs Hek.
F? ?ie erste elektrische Vollbahn in Teutschland. Mehrere Wochen ist nunmehr die erste elektrische Vollbahn in Teutschland, die die preußische SwatsbahnVerwaltung auf der Wahnseebahn bei Berlin zur Verfügung gestellt hat, in Betrieb. In der Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure erläutert Ingenieur Richard Rinkel von der Firma Sieinens und Halske, die den Betrieb eingerichtet hat, die Ergebnisse dieses Versuches. Der elektrische Versuchszug fährt täglich nuhrere Male die Strecke zwischen Zehlendorf und Berlin hin und zurück. Es handelt sich darum, den elektrischen Betrieb auf einer Vollbahnlinie in einen normalen Tampfbetrieb einzufügen, außerdem um eine ganze Anzahl technischer Neuerungen, so um den Antrieb des langen Zuges durch zwei Motorwagen, deren einer vorn den Zug zieht, während der zweite ihn von hinten schiebt. Es ist ungleich schkvieriger, den elektrischen Betrieb in einen Dampfbetrieb einzugliedern, als einen ganz neuen elektrischen Betrieb zu schaffen. Der Versuch soll zeigen, daß der elektrische Betrieb auch auf den großen Strecken, die die Eisenbahnen zu durchfahren haben, möglich ist; .denn ohne diesen Nachweis ist an eine Umgestaltung unseres Eisenbahnnetzes vom Dampfbetrieb zum elektrischen Betrieb nicht zu denken. Nach den bisherigen Erfahrungen erscheint der Nachweis vollauf geglückt, unter den allerschwierigsten VerHältnissen. Schon der Versuchszug stellte der Technik besondere Aufgaben. Er sollte aus zehn Wagen der normalen Wannseebahnform mit einem Leergewicht von 193 Tonnen einschließlich elektrischer Einrichtung bestehen. Mit der Locomctire käme ein solcher Zug auf 215 bis 218 Tonnen Leergewicht. Der Zug enthält vier Wagen d. Elasse, vier Wagen 3. Classe und die beiden Motorwagen, zu denen auch die gewohnlichen Wannseebahnwagen verwandt wurden. Die elektrische Förderung eines solchen Zuges von 193 Tonnen Leergewicht und mindestens 210 Tonnen Vollgewicht durch Motorwagen war nicht nur für die ausführende Firma etwas völlig Neues, sie ist überhaupt in dem ganzen elektrischen Bahnwesen neu. Annähernd, aber auch nur annähernd große Zuggewichte weist die amerikanischeBahnlinie Hartfort - Bristol - Berlin auf, auf welcher fünf Anhängewagen von 21 Meter Länge durch einen Motorwagen gezoyen werden. Die Höchstleistung desZuges beziffert sich auf 700 Pferdekräfte, d. i. nahezu der dreifache Betrag der Leistung .bei voller Fahrt. Diese Leistungen waren nur durch Anwendung zweier Motorwagen zu erzielen. Beide nehmen gleichzeitig und gleichmäßig an der Zugförderung theil und werden von dem jeweilig vorderen Führerstande aus gesteuert. Es wurde anfänglich mit Rücksicht auf die große Zuglänge, acht Zwischenwagen, befürchtet, daß die beiden Mortorwagen, da der eine zieht und der andere'schiebt, nicht gleichmäßig arbeiten würden, sodaß ein Zerren und Stoßen eintreten könnte. Die Versuche haben jedoch gezeigt, daß diese Besoraniß unbearündet war: es tritt nicht das geringste Zucken im Zuge auf. Durch die Anordnung der beiden Motorwagen an den Zugenden wird das Umrangiren auf den beiden Endstationen vermieden und 'damit an Motorwagen, Zeit, Betriebskraft sowie Bedienungsmannschaft gespart. Der Zug wird in derselben Weise wie . die Dampfzüge durch die WestinghouseBremse gebremst. Er wird durch elekirische Glühlampen erleuchtet, die an den Zug durchlaufende Stromabnchmerleitung angeschlossen sind, und soll im Winter mit Dampf geheizt werden. eine Heizung, die auch in elektrische Heizung umgewandelt werden kann. Die Leitungsanlage ist bei derartigen Bahnen selbstredend das Kind besonderer Sorge, sie ist es auch bei der Wannseebahn gewesen. Aus Rücksicht auf die Gefahren, die eine Stromzuführung im Niveau der Geleise für das Bahnpersonal mit sich bringen kann, wollte man zuerst Oberleitung verwenden. Aber da sich anderweit, in England wie in Amerika, die NiveauStromzuführung durchaus bewährt hat, da die Oberleitung außerordentliche Kosten verursacht haben würde, so folgte man schließlich dem Beispiel sämmtlicher bisher gebauten elektrischen Bahnen mit Zuleitung im Niveau. Die Leitung selbst wurde zwischen den Geleisen angeordnet, damit die Bahnarbeiter beim Herannahen eines Zuges schnell beiseite treten fön nen Außerdem wurde alles.gethan, um
jfT I c I s s riinreicr-eno groe' Sia-eryeil' gegen gleichzeitige Berührung der Plus- und Minusseite zu erzielen, sodaß Kurzschlösse nur böswillig hervorgerufen werden können. Es ist, allerdings schon geschehen, aber die Zeit wird dieses Uebel wohl heilen. Die für den Betrieb erforderliche Kraft wird in dem5Zraftwerke der-Groß - Lichterfelder Straßenbahnen erzeugt. An der Stromlicferung sind drei Kraftsiellen betheiligt, die Dynamomaschine, eine Zchlendorfer Batterie und eine Berliner Batterie. Die drei Kraftstellen !e!hcilige7. sich an der Stromlieferung in der 2v?ie, daß zwischen Steglitz und Berlin die Berliner Batterie den größten Theil des Anfahrstroms liefert, während die Maschine den Rest hergibt und die Zehlendorfer Batterie je nach ihrem Ladezustande mehr oder weniger aufladet. Läuft der Zug zwischenSteglifc und Äeblendorf. so tauschen, die Battcrieen ihre Rollen aus. Der Versuchszug war jetzt etwa sechs Wochen im Betriebe, ohne daß sich irgend welche Bedenken ergeben hätten. Man darf darum hoffen, daß mit dem Versuchsbetrieb auf der Wannseebahn die Grundlage gegeben ist, auf der zur Einführung der elektrischen Beforderung auf Vollbahnen in größerem Umfange vorgegangen werden kann. Damit eröffnet sich für die EisenbahnVerwaltungen eine ganz neue Aera der Reformen in der Beförderung, in den Tarifen, in der Schnelligkeit 'der Züge, und eine Aera der Ersparnisse, die nicht am wenigsten dazu beitragen dürfte, der neuen Betrieoskraft die weiten Wege der deutschen Eisenbahnen zu erschließen. Insbesondere dürf ten für die Umwandlung zunächst die Stadt- und Vorortbahnen in Frage kommen, da hier Schnelligkeit und Häufigkeit der Züge. Rauchfreiheit und Geräuschlosigkeit sowohl für das sahrende Publikum wie die Anwohne? außerordentlich werthvoll sind. r j Der lebendig gesagte Parncll. Daß ein Lebender todt gesagt wird, kommt nicht selten vor, selten aber dürfte der Fall .sein, daß eine im öffcntlichen Leben weit bekannte Person, deren Leichenbegängniß Hunderttausende beigewohnt haben, für lebendig erklärt wird. In Irland ist schon seit langer Zeit der Glaube verbreitet, daß Parnell, der berühmte Vertheidiger der irischen Freiheit, vor zehn Jahren nicht gestorben ist. Sein Tod soll singirt gewesen sein. Die Regierung verfolgte den großen Patrioten mit aller Macht, suchte sein Ansehen bei dem Volke von Irland durch den bekannten Ehebruchsproceß zu erschüttern und war fest entschlossen, ihm die Freiheit zu rauben. Deshalb, so sagen noch heute seine Anhänger, hielt er es für das Beste, von der Bildfläche zu verschwinden. In dem Sarge, den das trauernde Irland zum Grade begleitcte, lag nur eine Puppe, während der wirkliche Parnell. nachdem er sich schweren Herzens den schönen Bart hatte abnehmen lassen, als Geistliche? verkleidet seinem eigenen Leichenzuge beiwohnte. Seine treuesten Anhänger wußten von dem Geheimniß, und deshalb war ihr Gesicht während der Trauerfeier nicht so traurig, wie es sonst wohl hätte sein müen. Das Parnell - Märchen verbreitete sich sehr rasch, und die Führer der irischen Nationalisten hatten nichts dagegen, daß das einfache Volk solchen Sagen Glauben schenkte; denn Märchen dieser Art bilden oft die Stärke einer Partei, die das Volk mit sich fortreißen will. Der verschwundene Parnell soll nach der Legende nur auf bessere Tage warten, um seine Pläne gegen die englischen Unterdrücker zur Ausführung zu bringen. Die Sympathien, die die Iren am Anfang des südafrikanischen Krieges für die Boeren an den Tag legten, haben der Vermuthung Raum gegeben, daß Parnell jetzt sein vor zehn Jahren gegebenes Versprechen einlöse und mit den Boeren gegen die Engländer kämpfe. Und man braucht nicht lange zu suchen, um ihn zu finden: kein anderer als der tapfere De Wet isr de? wiedererstandene Parnell!!! Veni. didi, vici. Nun, etv Lieutenant, wie ging es in China?" Einfach grandios; erst physische, dann moralische Eroberung!" Jnstruktionsstunde. Sergeant: Passen Sie auf. Buffke, und sinnen Sie nicht immer vor sich hin! Kerl sitzt da. wie der Sultan von Sansibar! Stoßseufzer. Unteroffizier (eine Sektion nicht sehr intelligenter Rekruten exerzirend): Das nennt man nun eine Sektion! Das ist ja - mehr Viehviehsektion!
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