Indiana Tribüne, Volume 24, Number 20, Indianapolis, Marion County, 8 October 1900 — Page 1

; Mit y 3J Sonntag?- $ Blatt IvcperWgche rfl-xnt-U . y Cent per Tag f? X X&r-i MW a V .. I I Ä i? - X, MfT F " k?. V 1 w i försdjcint Zedon Nacixmittag ttd Ssnntag lilorßcnft. Jahrgang 24. Indianapolis, Ind., Montag, den 8. Oltobcr1900. No. 2

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Iie Hsilncscn alitiv. m Zusammenstoß zwisckcn dcutZchcu und chincsische'l Trnppcn. 8000 Vozers rnnrsdiircii nugeb lid) auf Slittttgizlli !o?. Die Rebellen griffen 2ai Wan a und wurden geschlagen. ' Li Hung Chanz ist endlich nach Peking abgereist. Große Verluste an Menschenleben und Eigenthum in Mefieo. In England sterben zwei Personen an der Beulenpest. Die Laze in China. London. 8. 'Okt. Der Times 3 wird aus Peking gemeldet: Es sieht jetzt so aus. als ob Herr De Siers. der rutsche Gesandte in China, Verhandlungen mit Li Hung Chang in Tien Tsm beginnen wolle. Das Ausscheiden Amerikas ist den russischen Plänen bezüglich der Mandschurei fcr derlich. Alle Mandarinen in Peking haben sich geweigert, dem Vesehl der Kaiserin, sich nacf) Tai Iuen Fu zu begeben, nach. zukommen und sich unter verschiedenen Vorw'änden entschuldigt. Es heißt jetzt, daß Huai Tapu. ein Neffe derKaiserin-Wittwe, welcher vorn .Kaiser Kwang Su im Jahre 1893 entlassen worden war, zum Nachfolger des Prinzen Tuan im Tsung Li Famen und gleichfalls zum Oberkommandeur der chinesischen Streitkräfte an Stelle von General Jounz Lu ernannt worden ist. Aus Shanghai wird ferne? gemeldet, daß alle fremden Truppen daselbst in Bereitschaf! gegen einen Angriff von 000 chinesischenTruppen gehalten wer den. welche am Kanal entlang auf Shanghai vorrücken. Aus Ma Tow am Peiho Fluß wird bix Corning Post" gemeloet: Sir Arthur öafelec, der Kommandeur des ori iischen Kontingents, ist nach Peking zu rückgekehrt und hat Befehl gegeben, daß sämmtliche englischen Truppen, mit Ausnahme der Besatzung von Wei Hai 'Wei, sich sür der, Winter einrichten sollen. Die amerikanischen 'Seesoldaten sind aus Peking in Ma To.D aus dem Rückmarsch angekommen. Auch einzelne französisck-e Truppenteile rücken ab. Dem Standard" wird aus Tien Tsin berichtet, daß eine Abtheilung deutscher Truppen mit 8090 Chinesen, angeblich Boxern, etliche Meilen südlich von Tien Tsin in Kollision gerieth und daß sich die Deutschen nach Tien Tsin zurückziehen mußten. Man glaubt indessen nicht, daß die Chinesen Bozer waren, sondern hätt sie sür Li Hung Changs Veteranen. w:lche bei Tien Tsin postirt waren, um ihn zu schützen, falls die fremden Truppen ihn an der Durchreise nach Peking verhindern wollten. Hong Kong, 8. Okt. 1000 Nebellen griffen am Samstag den Marktflecken ai Wan, 8 Meilen nordwestlich von San Chun, an. wurden jedoch zurückzeschlagen. Auch in San Chun schloßen die Leute ihre Häuser und Lä"den. da sie fürchteten, ebenfalls angegriffen zu werden. Die Truppen Hierselbst werden fortwährend in Marschbereitfchaft gehalten und die Polizeitruppen an iirx Grenze van Kowloon ind verstärkt worden Peing, 3. Okat.. via Shanghai. 7. Okt. In einem kaiserlichen Erlaß Dom 23. September bezeichnet der Kaiser -neun Rädelsführer der Boxer-Bewegung. Er beschuldigt sich auch selbst, schiebt aber die Hauptschuld auf die Prirn uns Adeligen ab, oie an der Beweg mg theilnzhmen. Die Prinzen T:an, Chung, Tsai Lien, Tsai Dinz und San Kanz. Jin?. Nien, der Präsident de: Lensur. und Chao Shu Chiao. der Präsident btt Vestrafungsbehörde. sind alle ihrer Titel beraubt, ihrer Aemter en!setzt und derschieenen UntersuchunzZbehörden überwiesen worden. LiHungCbang nach Peking , - unterwegs. , Tien Tsin, 6. Okt.' 'unz 5hang, denen Abreise nach ng anscheinend auf unbestimmte Im verschottn war. ist heute Morgen nach der Hauptstadt abzereist. Die fünf belgischen Ingenieure und die 15 Missionäre, die wochenlang in Pao Ting Fu gefangen gehalten, wurden und dann auf Anordnung Li Hunz Chanz's unter Bedeckung nach Petiug gebracht werden sollten, weigern sicki ?r. v r. rn , r-

cozureiien, oa z erraly oesurcyken. .i" -

Berliner Börse. B e r l i n. 8. Okt. Seit Mon?tzn gings nicht so lebhaft an der Börse her als letzte Woche. Die Ursache waren die letzten diplomatischen Ereignisse in China und der Umstand. , daß Geld reichlich und leicht zu haben war. Chi riesische Werthpapiere stiegen von 2 bis 4 Points. Kohlen-, und Eisenaktien stiegen stetig bis Freitag, wann ein Rückschlag eintrat. Die Flauheit in der Eisen - Situation geht schon daraus hervor, daß Lohn-Reduktionen und Arbeiter - Entlassungen gemeldet werden. Die deutschen Fabrikanten von Baue! sen veruazen, ihre Waare abzusetzen, indem sie ihre belgischen Kollegen unterbieten. Mit Bezug auf den Kohlenmarkt glaubt ,man allgemein, daß die Kohlennoth bald vorüber sein wird. Deutscher Coke wird in Lüttich zu billi gerem Preise angeboten, als der belgi sche. Eine Ladung von 2000 Tonnen New River Kohlen, die für den OberRhein bestimmt sind, ist in Antwerpen angekommen. AmBestimmungsort werden sie 21h Mark kosten. Die New Yorker Wechselrate ist beinahe bis zum Coldpunkt gestiegen und Befürchtungen werden laut, daß deutsches Gold nach Rew 7)ork gehen wird. Dr. von Siems. der Präsident der Deutschen Bank, sagt in einem Artikel in der Nation", daß die Absicht der kllrzlichen Anleihe. Gold von New York zu bringen, vereitelt werden würde. Der größere Theil der Anleihe weroe schnell von Teutschen zurückgekauft werden, da die Quotirungen hier schon höher sind als in New York. Schon am selben Tage, als die Anleihe gemacht wurde, sei mit dem Rückkauf begonnen worden. Die Art und Weise, wie sie aufgenommen sei, habe im Auslande falsche J'-'een über den deutschen Geldmarkt hervorgerufen. Die Politischen Nachrichten-, daZ Organ des preußischenFinanzministers Dr. von Miauel, bringen die Meldung. daß in diesem Jahre keine preußische. Anleihe gemacht' werden , wird und wahrscheinlich auch nicht in den nächsten Jahren. Aus dem deutschen Reiche. Berlin, 8. Okt. Es ist hier eine Bewegung im Gange, die Sachen, welche Teutschland in Paris ausgestellt hat, in Berlin und anderen Großstädten auszustellen. , Berlin, 8. Okt. Bei einem der Kämpfe der deutschen Truppen gegen die Boxers wurde .unter den Gefallenen ein zehnjährig?! Fahnenträger, der einen Kindersäbel Amgeschnallt hatte, gefunden.. In einem der Gefechte erbeutete Leutnant Poland persönlich eineBoxerfahne, indem er sie dem Fahnenträger entriß. D i e Beulenpest. G l a s g o w. 8. Okt. Ein Mann, der am 20. September im hiesigen Hospital eingeliefert wurde, ist an derBeulenpest gestorben. London. .8. Okt. Es ist aufs Bestimmteste nachgewiesen, dafe derMatrose Garnet. der am 23. September von Rio de ja Plata ankam und letzten Donnerstag in Llandaff. Wales, starb, der Beulenpest erlegen ist. Herzliche Ausnahme. B r ü s s e l. 8. Okt. Prinz Albert von Belgien und seine junge Gemahlin, die Herzogin Elisabeth von Baiern, wurden Sonntag Nachmittag im Rathhause von der Bevölkerung auf's Herzlichste empfangen. Die sozialistischen Mitglieder des Munizipalrathes glänzten durch Abwesenheit. Nach den offiziellenFeierlichkeiten erschien das königliche Paar auf einem zum Marktplatz führendenBalkon und wurden von S000 Schulkindern begrüßt, die belgische und bayerische Fähnchen schwenkten und patriotische Lieder sangen. Vom RathHause ging das Paar zu Fuß nach der Börse, wo es ebenfalls eine enthusiastische Aufnahme fand. Die Sozialisten hielten ihr Versprechen und. machten keine Demonstrationen. Die Boeren ziehen sich zurück. London. 8. Okt. Der Pietermaritzburger Korrespondent der .Daily Mail meldet, dab man annimmt, daß 4(XK) bis 5000 Boeren sich von Pilgrims Rest, nordöstlich von Lydenburg. zurückgezogen haben und zwar mit vier Leng Toms und 22 anderen Geschützen. Jie Munition für die Ersteren soll ihnen nahezu auszeaangen sein. London. 8. Okt. Die Daily Mail" kündigt an. daß Lord Roberts in der letztenWoche des Oktober SüdAfrika verlanen wird. Die Behörden haben beschlossen, daß die Zahl der nach London eingeladenen Kolonialtruppen 500 nicht übersteigen soll. ; Dowie in London. London, 8. Okt. John Alexander Dowie von Chicago, der kürzlich hier ankam.. begann Sonntag sn St. Martins Townhall seine Kampagne zu Gunsten seiner .Zionisten-Bewegung. fand aber nur wenig Anklang.

flott. L o n d o n. 8. Okt. Kapt. AlbcrZ von dem Dampfer Deutschland", der angeblich in der Elbe aufgelaufen war, sagte, eh er Sonntag Nachmittag von Southampton aus seine Reise weiter fortsetzte, daß von einem Auflaufen keine Rede sein könnte. Er habe nur die Fluth abgewartet. Die Filipinos wieder aktiv. M a n i l a. 8. Okt. Vier Schwadronen Kavallerie und zwei Kompagnien Infanterie sind kürzlich dem General Sounz im nördlichen Luzon, wo die Insurgenten sich unter Führung des ezkommunizirten Priesters Aglipay zusammenschaaren. zu Hilfe aesandt. Die Insurgenten unter General j Tmw Villaneuve. die sich lange Zelt ruhig verhalten hatten, zeigen mit dem Ende der Regensaison auch wieder größere Aktivität. In der Provinz Abra und im nördlichen Jlocos regt es sich auch wieder bedeutend und man merkt, daß die Insurgenten im Felde die Taktiken der Amerikaner nachahmen. Die Kommission- wird - diese Woche mit der Revision des , Tarifs beginnen. Sie k?ksicht!at. htm rneriknkschen - - , I - - cj ' - I Handel bessere Gelegenheit zu geben. der bisher unter den hohen Zollen zu leiden gehabt hat. Senor Matini. der eigentliche Be gründer der sog. Filipino - Regierung, der seit letztem Dezember hier im Ge fä'ngniß saß. ist in Freiheit gesetzt wor den. obwohl er sich stets geweigert hat, den Treueid zu leisten. Neue deutsche Kirche in Jerusalem. , I e r u s a l e m. 8. O!t. Im Namen des Papstes hat am Sonntag der Bischof -von Jerusalem in Gegenwart des deutschen Konsuls und 500 deut scher Pilger, den Grundstein zu der Kirche gelegt, die auf dem Berge Zion errichtet werden soll und zwar aus dem Grundstück, das AbdulHamid dem Kaiser Wilhelm bei seinem Besuch der Hei ligen Stadt schenkte. Fischerei - Streitigkeiten. Madrid. 8. Okt. Die-spanische Regierung schenkt der Rioalität unter den Fischern an der Küste von Galicia große Aufmerksamkeit. Samstag wurde auf das spanische' Kanonenboot Vasco Nunez de Balboa", geschossen, als es den Hafen von Vigo verließ. Es scheint, als ob das Gefühl der Bitterkeit nicht entfeint werden kann, das zwischen Denen besteht, welche die neuesten Fangapparate benutzen, und Denen, die sich noch immer der alten Fangmethode bedienen. , Eine Depesche aus Vigo besagt, daß der Marine-Kommandant des Hafens, de? am Samstag angegriffen wurde, sich auf ein deutsches Kriegsschiff flüchtete und eine starke Eskorte nöthig war. um ihn gegen die Angriffe zu schützen, die bei seiner Landung auf ihr. gemacht wurden. Grenzstreit geschlichtet. Managua. Nicaragua, 8. Okt. Die von den Regierungen von Nica?a gua und Honduras ernannten SpezialKommissäre, welch: die Grenze zwischen den beioen Staaten feststellen sollten, ha ben ihre Arbeiten in freuudschaftlicher Weise erledigt. Präsident Zelaya. das Kabinet und der Kongreß stehen im Begriff, von Grenada, wo sie sich 14 Tage lang aufgehalten haben, nach hier zurück zukehren. . Kehren zurück. Kapstadt. 7. Okt. Die Freiwilligen der Stadt London kehrten heute nach England zurück und erfolgte , die Abreise unter dem größten Enthusiasmus der Bevölkerung. Sir Alfreo Mil ner dankte ihnen für die Dienste welche sie dem Vaterlande geleistet hätten und sagte ihnen, daß ein noch großartigerer Empfang sie bei ihrer Ankunft in England erwarte. Noch- n i ch 't a u s g e k i a x t. - New York. 8. Okt. Die Vebör. den werden am Montag einen Versuch machen, sich in den :sitz des Testaments zu setzen, in dem William Marsh Rice angeblich sein ganzes Vermögen mit Ausnahme von 5500.000 dem Anwalt Albert T. Patrick vermach Dieser sowohl als der Diener Nice's. Charles F. Jones, befinden sich noch unkr $H),000 Bürgschaft in Haft. Das, Testament sowohl als die angeblich gefälschten, Checks werden von Sachverständigen' untersuch! . , .."...- '- werden. r Mord in GalNplis' Gallipolis, O.. 8. 'Okt.' 'Die Leiche des 20 Jahre alten Lawson Earwooo wurde drei Meilen außerhalb der Stadt an der Ohio Nivr Road aesun den. Der Schädel war mit einem stumpfen Instrument zertrümmert, .EMard Burnett, in dessen Begleitung Earwood zuletzt gesehen wurde. b!findet',sich in Haft. Er sagt, daß das Pferd durchgebrannt sei, welches den Wagen ' . zog. auf dem er und Earwood saßen, doch glaubt die- Polizei ihm nicht, ist vielmehr der Ansicht, daß ein Mord, vorliegt.

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Inland Depeschen. " -i Wl im EM Der Kohlcngräbcr Streik wird nicht lange mehr dauern.

Die Konvetttion der Vergleute schciut beschlossene Sache zu sein. ' Die Frage ist, wie die Offerte der Lohnerhöhung zu deuten ist. Ten Streitern wird das Marfchi rcn in Haufen verboten. Clara Larkon's Appell um Baumatc rial für Galvcston. Neun Personen in einem Wirbclsturrn in Mittucsota umgekommen.

Der Anfang vom Ende? Hazleton. Pa.. 8. Oktober. Eine Konferenz, die, wie man glaubt, der Anfang vom Ende des Kohlengräberstreiks ist, wurde Sonntag Nachmittag im Hauptquartier der Ber. Minenarbeiter abgehalten. Außer dem Präsidenten Mitchell waren anwesend: Fred. Dilcher von Ohio. Mitglied des Exekutivraths, sowie die. Präsidenten T. D. Nicholls von Distrikt No. 1. Lackawanna- undl .Wyoming-Thal; James Duffy. Distrikt No. .7, LehighThal, und John Fähen vom Distrikt No. 9 des SchuylkiMhals. ' Obwohl keine Einzelheiten bekannt gegeben wurden, so weiß man doch, daß die Abhaltung einer Konvention besprachen wurde und diese wahrscheinlich in Scranton stattfinden wird. Allgemein herrscht die Ansicht ' vor. daß die Be?leute das Anerbieten, einer Lohnerhöhung von 10 Prozent annehmen werden. Die Arbeiterführer sind zu Gunsten einer jährlichen Festsetzung der Lohnskala, wie sie im Weichkohlen Distrikt üblich ist. 'Der Sheriff stattete Sonntag dem Präsidenten Mitchell einen Besuch ab, wahrscheinlich um ihn zu bitten, seinen Einfluß geltend zu machen, um die Streiker von ihren Märschen abzubringen. Sheriff Harvey scheint nicht länger gewillt zu sein, allzu große Milde bei den Streikern walten zu lassen, die täglich zu Hunderten auf den Straßen umhermarschiren. Sonntag Abend stand ein ganzer Waggon voll HilssSheriffs zur Abfahrt bereit, um auf telegraphische Nachricht hin schnell an Ort und Stelle von Unruhen gebracht werden zu können. . Alle Operateure des Lehigh Valley-Systems T:nd im Dienst und viele Extra-Polizisten sind angestellt. Sie werden indessen wohl kaum benöthigt werden, denn so viel man weiß, werden Montag keine Märsche unternommen werden. Scranton. Pa.. 8. Oktober. Jetzt, wo die Konvention, in der die Of ferte einer Lohnerhöhung von 10 Pro zent seitens der Minenbesitzer besprochcn werden soll, eine scheinbar beschlössen ' Sache ist. besprechen die Bergleute die Frage, was das Anerbieten bedeutet. Der Bergmann, der für sechs Ladungen Kohle 56.30 erhält, muß davon Pulver. Oel u. s. w. bezahlen und auch seinen Helfer, der durchschnittlich $1.75 pro Tag erhält, sodaß ihm noch etwa 52.30 pro Tag bleiben.' Zehn Prozent Zulage machen 63 Cents pro Tag. Wenn tt nun dem Arbiter, der auch 10 Prozent Zulage verlangt. 18 Cents von diesen 63 Cents abgiebt, so verbleiben ihm noch 43 Cents, oder 7 Prozent. - Man weiß nicht, was die - Bergwerksbesitzer mit ihrem Angebot meinen und die Konvention wird die Sache klar . legen. , Geschäfts - Ausweis der Reasing Company. Philavelphia.' Pa., 3 Okt. Die Readinz Company hat" ihren Jahresbericht veröffentlicht, der den Aktionaren in ihrer Jahresoerfammlunz unterbreitet werden wird. In dem Bericht sind' die 'Geschäfte der Philaselphia & Readinz Railivay Co. und der Philadelphia 8:,Reaöinz Coal an) Jron Co. eingeschlossen. Aus dem Bericht geht hervor, daß, nach Bezahlung aller Ausgaben noch ein Ueberschuß von 51.938. 000 verblieb. Die- Gesammteinnahmen betrugen $o5,946,934 und waren um $9,062,926 größer als - im Vorjahre, während die Ausgaben um Z8.213.544 stiegen. Die Einnahmen von Kohlen waren um 12.7 Prozent größer als im Vorjahre, . die ..von Waaren-Fracht um 24 Prozent und, die von Passagieren. um 10.6 Prozent.

Lord Strathcona. New.York, 8. Okt. Lord Strath. ctna, G. C. M. G., der Lord High Commissioner der Dominion Canada, kam Sonntag auf dem Dampfer Etruria" an. Er ist ein Direktor der Commercial Cable Company, der deutschen atlantischen Kabel-Gesellschaft und war der erste Präsident der Canadian Pari fic Bahn. Lord Strathcona rüstete bekanntlich ein Reiter-Regiment, meistens aus Kundschaftern und Cowboys bestehend, aus und bestritt alle Unkosten, während die Leute gegen die Boeren kämpften. Oberst Steele war der Kommandeur des Regiments. Leider sind viele von den Leuten gefallen" sagte Lord Strathcona, da sie bei General Buller's Vormarsch Dienst thaten. Sie zogen im März in den Krieg - und ich weiß nicht, wann sie zurückkommen werden." Mit Bezug auf Europa sagte er, eZ mache sich dort allgemein der Imperialismus geltend. Von Herrn Chamberlain, den er seit 40 Jahren kennt, sagte der Lord, er sei der ehrlichste Mensch, dem er je begegnet sei. Dichter Nebel. New York, 8. Okt.- Die großen Ozeandampfer Campania", Pennsylvania". Ethiopia" und 6ms", sowie ein halbes Dutzend anderer Dampfer, die Samstag abfuhren, mußten des dichten Nebels wegen am Abend in der unteren Bai vor Anker gehn. Erst Sonntag Morgen konnten sie unter Beobachtung aller Vorsichtsmaßregeln auslau sen. Der Dampfer HamUton" brachte den Philadelphiaer Schooner A. A. SbM". der mit Kohlen beladen war. drei Meilen vom Scotland Leuchtschiff zum. Sinken. Die Bemannung wurde gerettet. . Vorkehrungen für eine ehrliche Wahl. New Fork.8. Okt. John McCullagh. der Staats-Wahl-Superin-tendent des Metropolitan - Distrikts, hat mehrere Briefe an die Behörden gesandt, in denen er Bezug auf die komwende Wahl nimmt. In dem Schreiben an den Polizeichef sagt er u. A.. er habe absolute Beweise für die Absicht, Stimmgeber in gewissen Distrikten zu kolonisiren und er giebt die Namen und Adressen einer ganzen Anzahl übel beruchtigter Kneipen und sonstiger Resorts an. die scharf beobachtet bezw. geschlössen werden sollen. Herr McCullagh stellt zum Schluß die direkte For-

! derung. daß die Polizei den Wahlbeamten in ieder Welse nach Kräften helfen soll. Clara Vartyn appellirt. G a l v e st o n, ttu 8. Oktober. Frl. Clara Barton, die Präsidentin der Gesellschaft vom Rothen Kreuz, hat an die Fabrikanten und Geschäftsleute des Landes den folgenden Aufruf erlassen: 'Geehrte Herren! Diese unglückliche I Hafenstadt hatte vor vier Wochen eine ! Bevölkerung von etwa 40,000 Seeley. In einem Tage kamen davon ungefähr 10.000 um'S Leben,' indem entweder ; ertranken oder aus andere Weise getödi tet wurden. Wir glauben behaupten ,zu dürfen, daß kein Haus unbeschädigt ! blieb, das in dem Gebiete stand, welckes vam Sturm betroffen wurde. Sehr viele sind gänzlich ohne Obdach und Andere werden bon Leuten, die selbst kaum ein Dach über sich haben, beherbergt. Die Zahl der Letzteren wird auf 8000 geschätzt. Der Winter ist nicht mehr als zwei Monate entfernt. Obwohl hier ein mildes Klima vorherrscht, so weiß man doch, was Eis und Schnee ist. Zelte würden keine quten Dienste thun, da sie in dem Flugsand nicht befestigt werden könnten. Die Rothe Kreuz Gesellschaft hat in Verbindung mit dem General-Kom-mittee und tüchtigen Architekten einen : Voranschlag gemacht für Baumaterial, t Ä , t -rt sW- V

Das notywendig t, um öuw cenicyen in gewöhnlichen einstöckigen und vor dem Wetter schützenden Häusern unterzubringen (folgt eine ' .iste des benöthigten Materials und von Geräthschaften wie Handwerkszeug, Tische, Stühle, Bettzeug u. s. w.). Der Verlust an Menschenleben und Eigenthum ist bedeutend größer als der beim Johnstown-Unglück, aber bisher ist erst ein Drittel der Summe eingegangen, die für die Johnstowner auf gebracht wurde. Obwohl es durch die Generosität der Bevölkerung des Landes ermöglicht, wurde, die Hungrigen zu speisen und die Nackten zu kleiden, so fehlt es doch an Mitteln, die Armen zu beherbergen." Hot Sp rings Reservation. W a s h i n g t o n. D. C.. 8. Oktober. Martin A. Eisele. der Superintendent der Hot Springs Reservation in Arkansas, hat der Regierung einen Berichr überlas letzte Fiskaljahr unterbreitet. Darnach betrug die' Zahl der Besucher 50,000 und die Einnahmen der Regierung beliefen sich auf $18.670. während die Ausgaben $14.000 betrugen. - Der Ueberschuß wird für Verschönerungen

verausgavk. :e Neservattan umsaßk 911 Acker Land und der R??ierung ge hören davon noch 157 Bauplätze, die einen Werth von $75.000 haben. Herr Etsele empfiehlt, daß dieselben im März 1901 verkauft werden. Das der Regierung gehörige Badehaus, für dessen BeNutzung nichts berechnet wird, ist vielen Unbemittelten zu Gute gekommen. Von den 9508 Applikationen um freie Bäder wurden nur 216 zurückgewiesen. E& wurden 169,030 freie Bäder gewährt, die 1.57 Cents per Bad kosteten. Herr Eisele sagt, es gäbe gerade so gut BadeFiHtds", wie Morphium- und Whisky-Fiends-. Hochwasser in Mexiko. ' S t. L o u i s . Mo., 8. Okt. Nach' richten aus Tamvico, Meziko, zufolge sind die yanuco- und Tames-Flüsse. die dort in den Golf einmünden, riesig gestiegen und den Thalbewohnern oberhalb ist bedeutender Schaden zugefügt worden. In der Nähe von Chila Station ist der Tames-Fluß 50 Meilen breit und es sind nicht nur 'Hunderte von Häusern zerstört, sondern vielt Menschenleben sind zu beklagen. Tornado in Minnesota. V i w a b i k, Minn.. 8. Oktober. Dem Tornado, der Samstag Abend über, diese Stadt dahinfegte, fielen nicht weniger als neun Menschenleben zum Opfer und zahlreiche Personen wurden mehr oder minder schwer verletzt. Die Todten sind: Herr und Frau Marowitz, William Hilstrom und .eine aus sechs Personen bestehende Familie. Die Leiche der Frau MaroWitz wurde 400 Fuß von dem Wohnhause entfernt aufgefunden. Die Kleider waren vollständig vom Körper gerissen und jeder Knochen war gebrochen. ' Der materielle Schaden belauft sich auf $100.000. Die Duluth Mess saba 5b Northern Bahn und mehrere Bergwerksbesitzer wurden am schwer sien betroffen. Mord. , ' Huntington, W.-Va..'8. Okt. Wm. I. McCaully. ein Schauspiele, der A Woman in the Case" Gesellschaft. von Philadelphia, wurde hier am Sonntag von einem Kollegen Namens Newman kaltblütig , niedergeschössen und auf der Stelle getödtet.. McCaully und mehrere Freunde desselben betraten ein Restaurant und sprachen mit Frl. Dorsey Brown, als Newman. der Liebhaber der Dame, eintrat und McCaully erschoß. Newman entkam nach Ohio. . Alles ruhig im Streikge, vier. ' . . L S h a m o k i n, Pa.. 8. Okt. Snt Beginn des Streiks hatte diese Gegend keinen so ruhigen Tag als Sonntag. Die Streiker, welche nicht zur Kirche gingen, blieben daheim. Sie scheine Überzeugt zu sein, daß der Streik bald zu Ende sein würde, wenn PräsidentMitchell die von ihm angekündigte Konvention einberufen werde. Montag wird ein Versuch gemacht werden, verschiedene Minen in Betrieb zu setzen, die Streikleiter behaupten aber. 'die Leute würden nicht zur Arbeit gehen. ' D a n v i l l e. Pa., 8. Okt. Die Anttpelltm.kr..Z)anöZlke Rolling Mill Eompany haben beschlossen, die Reduktion ihrer Löhne um 25 Prozent anzunehmen. Die Puddlers" werden jetzt nur $3. per Tonne erhalten, während sie, früher $4 bekamen. v Shenandoah. Pa.. 8. Oktober. General Goöin erklärte Sonntag, daß Batterie C Montag nach Hause gesandt werden würde, da die Anwesenheit von Militär absolut unnöthig sei. Philadelphia's Opferwil-

' ' . ligkeit. iTi Philadelphia,... 8. Okt.' Die Bürger dieser Stadt haben bis jetzt $100.000 in Baar für die Nothleidenden in Texas aufgebracht und weitere Beträge werden noch eingehen. Viele Waggonladungen ' von Nahrungsmit teln. Kleidern, Droguen und anderen Artikeln sind ebenfalls abgesandt. Die Rothe Krcuz-Gesellschaft ist auch im, mer noch thätig. Fürchterliche Explosion. St. Paul. Minn.. 8. Okt. Einer Spezialoepesche züfolz: fog. Samstag Abend das Pulvermagazin der AöamsMine in Eoeleth. Minn.. in die Luft. So weit bekannt, wuroe Niemand ge t'ödtet und nur wenig: Person: wurden verletzt. . Die durch" dj? Explosion oerursachte Erschütterung wurde deutlich in einem Umkreise von 12 Meilen gefühlt. Einer späteren Nachricht zufolge befanden sich 7500 Pfund Pulver in dem Magazin und ein 100 Fuß langes und 25 Fuß tiefes Loch wurde in den Erd boden gerissen. Im Umkreise von zwei Meilen von der Mine blieb keine Fensterscheibe ganz. Der Schaden in Eveleth wird auf $30.000 abgeschätzt. Im Ganzen sollen 200 Personen verletzt worden fcinl cr Weitere Depeschen aus ?eite 5.

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