Indiana Tribüne, Volume 24, Number 17, Indianapolis, Marion County, 5 October 1900 — Page 2

Jndiana Tribune, Freitag, d.cn 5 Oktober 11)00.

Zur Nordpol'JorschttNg. Ueber bi Ergebnisse der Polarfahrj t3 Hzogs der Abruzzn, der, wie gemeldet, kürzlich mit seinem Schisse .Stella Polare" aus den Negionen des eitrigen Eises zurückgekehrt ist, liegt jetzt der erste ausführliche Bericht vor. Im vorigen Jahre drang die Stella Polare" durch den Nightingalo-Sound und British-Canal nordwärts bis 82 Grad 4 Minuten vor. Dort fand sich keine Stelle, die zum Ueberwintern geeignr war, deshalb kehrte die Erpedi tion nach der Tafel-Bai auf der Westfeite von Kronprinz-Rudolf-Land auf ungefähr 81 Grad 55 Minuten zurück. Die Stella Polare" fror ein im Anfang Scpteber. Am 8. September gab es eine Eispressung, wobei auf Steuerbord die halbe Schiffslänge 1$ ffuß tief eingedrückt wurde; aber die ungeheure Schraubung des Eifes fchob die Ctella Polare" auf's Eis und fast cn3 Land; trotzdem füllte sich der Schiffsraum mit Wasser. Das Schiff wurde zwar ausgebessert, blieb aber noch immer leck. Aus den beidn mitgeführten Zelten wurde auf dem Lande eins rrichter, über das ein Schiffssegel gelegt wurde. Das ganze Zelt Ivurde alsdann auf Planken gestellt, tüilfy vom Schiffe losgerissen waren, und mit Segeltuch überdeckt. Außerdem wurde ein mitgebrachter Ofen zum Kochen und Heizen in dem Zelte aufgestellt. In der ersten Nacht hatte man ,7 Grad Celsius Kälte, sodaß im Zelt die Stiefel erfroren, später war der Aufenthalt darin gut. Jeder Mann hatte sein Bett mit Schlassack, dieser außen mit Wolfsfell, inrxn mit Eiderdaunen gefüttert. Das Zelt, obwohl ungefähr 18 Fuß hoch, wurde dennoch ganz eingeschneit. 120 Hunde waren in einem großen Holzstalle untergebracht. Die Hauptwinterarbeit bestand für 'die Mannschaft im täglichen Ausgraben der Hunde aus meterhohem Schnee und im Ofstnhalten des ZeltZuganges. Der Gesundheitszustand war bis Neujahr vorzüglich gewesen. Ve! einer Ueberfahrt mit Schlitten . während der Meihnachtstage erfroren dem Herzog zwei Finger der linken Hand, so daß deren äußerste Glieder amputirt wrden mußten. Mitte , Februar sollten die Frühlingsschlittenreisen beginnen. Aber die Kälte ftieg wieder auf 52 Grad, Celsius. Am 11. März wurde die erste Schlittenrundfahrt, bestehend aus 10 Mann mit Schlitten und zahlreichen Hunden, nordwärts gesandt, um Stationen zu errichten. Die zweite, bestehend aus einem norwegischenMaschinisten, Störsen. -dem italienischen Marinelieutenant Guerini, dem italienischen Alpenführer Ulie, sollte 12 Tage fortbleiben, kam aber nicht zum Schiffe zurück. Ihr Schicksal ist unbekannt; man vermuthet, sie seien im Schneesturm oder in einer Eispressung umgekommen. Die dritte Abtheilung von drei Mann unter Fuhrung des Schifssarztes kam über den 83. Grad nach zwanzigtägigem Marsche; dort kehrte sie um und erreichte in 24 Tagen wohlbehalten die Stella Polare". Sie sührte zwei Schlitten und 16 Hunde mit sich. Der vierte und letzte Vorstoß nach dem IZordpol bestand aus dem CorvettenCapitan Cagni - Cueden und nur drei Mann (zwei Alpenführern und einem jungen italienischen Matrosen von der Kriegsmarine); diese erreichten 86 Gwd 33 Minuten nördlicher Breite, kamen also nördlicher als Nansen, der nur 86 Grad 14 Minuten erreichte. Wegen Mangel an Lebensmitteln mußte die wackere Scksaar umkehren Cagni hatte an verschiedenen Stellen für die Verschollenen Depots angelegt ; sie litten öfters Hunger und waren gezwungen. Hunde zu schlachten. Infolge von Stromversetzung kamen sie zu weit westlich und erreichten endlich Omaney Island im Südwesten. Nach 15tägigem Rückmärsche kam die tapfere Schaar wohlbehalten zur Tafel-Bai. Sie ist 115 Tage fortgewesen. Mit sechs Schlitten und 45 Hunden zog sie us mit zwei Schlitten und sieben Hunden kehrte sie zurück. Die letzten 15 Tage lebte man ausschließlich von Hundefleisch. Am 16. August war das Schiff wie. der fegelsähZg, die Maschinen, bei dex isschraubung ebenfalls verletzt, waren llar. In der Tafel - Bai wurden Nahrungsmittel für zwei Jahre niebeigelegt, dann gelang es der Stell Polare," in einem Tage bis zur EatonInsel südwärts vorzudringen, und nach 16tägigem schweren Kampfe mit ' dem sich nunmehr zeigenden dichten Treibeise war man bis bei BaronetZ einige Seemeilen östlich Kap Floras. Bei letzterem wurde die von dem Seehundefänger Capelt am 12. Juli niedergelegte Post gefunden, die Grüße aus der Heimath, auch noch solche vom König Humbert überbrachte. Am 31. August Abends 5 Uhr verließ die Stella Polare" nach, fünfstündigem Aufenthalt Kap Flora und besuchte auch Nansens Hütte auf Franz JosefSLand, dann wurde der Kurs auf Hammerfest gesetzt. In der Nähe von Hammerfest traf man den Seehundsfänger Hertha", der nur einige Tage vor Ankunft des Herzogs bei Kap sslora gewesen war. Die beiden an Bord befindlichen Italiener. Gras Tarfis und Emilio Silvestri. ließen sich zur Stell Polare" rudeni und Überbrachten dem Herzog die Trauerbotschaft aus Monza..Mit Flagge auf Halbmast kam die Stella Polare- in Tromsö an. Von Andröe wurde keine

Spur g:sund:n. Die wissenschaftlich: Ergebnisse der Reise sind befriedigend. Gefanaen wurden 40 Bären und ein Wallroß. Zur Geschichte der Dahlie. Um 1784 fandte VincentCervantcZ. Professor und Director des botanischen Gartens in Mexico, eine zur 19. Linne'schen Klasse (Korbblätter) gehörige Pflanze an den Professor der Botanik und Oberaufseher des botanischen Gar tens zu Madrid, Anton Josef Cavanilles. Die fremde sparrige Pflanze mit den an langen Stielen etwas hängenden, ziemlich kleinen Blumen mit gelber Scheide und 5 bis 6 rothen oder orangefarbenen Randblüthen war den Botanikern durchaus unbekannt. Cavanilles beschrieb sie zuerst 1791 als Dahlia pinnata"; Dahlia" nannte er sie nach dem schwedischen Botaniker Dr. Dahl, der 1787 zu Abo gestorben war. Weil aber der Namen Dahlia schon von Thunberg an eine andere Pflanze vergeben war, wurde sie von dem Berliner Botaniker Wildenow in Georgina- umgetauft. Sie erhielt diesen Namen nicht zu Ehren des Königs Georg des Dritten von England, wie die Engländer behaupteten, sondern nach dem berühmten Reisenden Georg! in St. Petersburg. Der Name Dahlia verschwand hierauf gänzlich und wenigstens in Deutschland ist die neue Pflanze allein mit dem Namen Georgine populär geworden. Erst in unserer Zeit, in den letzten 30 Jahren etwa, kamen die deutschenHandelsgärtner und, ihnen folgend, allmählich auch Botaniker auf den ungewöhnlichenEinfall, den untadelhaften, allgemein üblich gewordenen Namen durch d:n alten, längst vergessenen zu ersetzen. Bon Spanien aus kam die neue Pflanze 1787 nach England, gegen Ende des Jahrhunderts nach Teutschland (denn schon um 1800 kannte man Georginen in Dresden), 1802 nach.' Frankreich; aber sie scheint überall nur eine Narität gewesen zu sein. Erst als Alexander von Humboldt und.Boupland, die auf ihrer Reise in Mexico die Wiesen um Santiago dc Arto mit Georginen geschmückt fanden", Samen der Pflanze nach Europa gebracht hatten, begann hier ihr Siegeszug. Humboldt sandte Samen auch an den Director des Botanischen Gartens in Berlin. Am meisien wurden Botaniker und Gärtner überrascht, als sie bemerkten, wic außerordentlich leicht die Farben der Blüthen sich verändern und in den verschiedensten Abstufungen erzeugen ließen. Mit Recht hatte darum" Wildenow dem Namen Gerrgina das Beiwort variabilis" zugefügt. Das Interesse steigerte sich, als es 1808 dem Garten - Jnspector Hartwig in Karlsruhe gelang, die erste gefüllte Georgine zu ziehen. Ein wahrer Wetteifer entstand nun unter den intelligentenGärtnern in Berlin, Leipzig. Weimar, Er. furt, Karlsruhe und anderen Orten, besonders auch in England; überall bemühte man sich, in Farben und Fornien neue Spielarten zu gewinnen. Man setzte Preise von 100 bis 1000 Thaler auf die besten und schönsten neuen Spielarten. In Deutschland bezahlte man noch in den siebziger Iahren einzelne Knollen mit 3 bis 5 Tbalern. Mit größtem Eifer und Erfolz arbeitete namentlich der junge Gärtner Christian Deegen in Köstritz. 1824 begann er hier mit etwa 20 aus Weimar bezogenen Exemplaren die Cultur der Georginen und 1826 konnte er bereits sein erstes Berzeichniß eigener Züchtungen herausgeken. Lis Mitte der dreißiger Jahre waren dieEngländer Meister in der Anzucht. Bon dieser Zeit ab machten ihnen die Teutschen erfolgreiche Concurrenz, wobei sich Schmidt, Haage, Tischinger u. A. inErfurt auszeichneten. 1836 wurde für die in Jena tagende Gesellschaft deutscher Naturforscher und Aerzte die erste größere deutsche Ausstellung abgeschnittener Georginenblumen veranstaltet, zu dcr Christian Teegen schon über 200 Sorten meist eigener Züchtung vorlegen konnte. A. von Humboldt, der Alles genau betrachtete, war nicht wenig erstaunt über die reizenden Veränderungen, zu denen die mexikanische Wiesenpflanze in kaum mehr als 30 Jahren gebracht worden. In den siebziger Iahren wurden in den Catalogen bereits über 2000 Spielarten berichtet, und heute scbätzt man sie auf 5 bis 6000. Vorbanden sind sie wohl nicht, denn die meisten Spielarten, auch sehr berühmte, verschwinden nach gar nicht lange? eit. In Orsova nahe Kladova explodirte der Kessel des Remorqueurs Negotin" der Serbischen Schiffsgesellschaft, welcher vierSchlepper remorquirte. Im Augenblicke der Explosion befanden sich auf demSchiffe der Capitän, zwei Steuermänner, ein Maschinist, vier Matrosen 'und vier Heizer, von denen nur ein Steuermann mit dem Leben davonkam. Der Capitän und die Matrosen standen im Augenblicke der (Explosion auf dem Berdeck und wurden durch die in die Luft fliegenden Stücke der Maschine schwer verwundet. Andere stürzten in die Tonau, wo sie den Tod fanden. Das übrige Personal, das sich in den Cabinen befand, versank mit dem Wrack. Infolge der Explosion wurden die Schlepper losgerissen und schlugen mit solcher Gewalt aneinander, daß einer von ihnen, der mit Mais ieladene Milcs", ein Leck bekam und sank, noch ehe seine Ladung geborgen werden kennte. -

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Unsere Pferdezucht. Ueber die Pferdezucht in unserem Lande hat der land- und sorstwirthschaftliche Sachverständige bei der deutschen Botschaft in Washington einen ausführlichen Bericht erstattet, dem vom Auswärtigen Amte eine solche Bedeutung beigemeffen wird, daß er von demselben in den "Mittheilunaen der deutschtn LandwirthschaftsGesellschaft" veröffentlicht wurde. Auch amerikanische Leser wird deshalb interessiren, was der deutsche Cachverständige über unsere Pferdezucht zu sagen hat. NaÄ dem Bericht'hat das europäische Rußland allein mehr Pferde und Maulthiere (rund 22 Millionen) aufzuweisen als die Vereinigten Staaten mit rund 13z Millionen Pferden und 2 Millionen Maulthieren und Efeln; aber die Vereinigten Staaten haben nahezu ebenso viel Thiere dieser beiden Gattungen, als das ganze übrige Europa zusammen, darunter Deutschland mit rund 4, OesterreichUngarn 3,8, Frankreich 3,4 und Großbritannien mit 2 Millionen. Wenn man bedenkt, daß es vor 500 Jahren noch keine Pferde in Amerika gab, daß Pferde erst von den Spaniern nach Florida und Mexico, und später durch Holländer, Engländer und Franzosen eingeführt worden sind.'so wird damit bewiesen, wie günstig die Boden- und Klimattrhältnisse Vloib - Amerikas der Aucht und Entwickelung des, Pferdes smd. Jn Deutschland dienten 2.6 Millionen Pferde im Jahre 1897 zum Ackerbau, in den Vereinigten Staaten stehen etwa acht Mal so viel Pferde zu diesem Zwecke zur Verfügung; in Deutschland kommen ferner 7,4 Pferde in den Vereinigten Staaten 21 Pferde und Maulthiere auf 100 Einwohner. Man kann jetzt in den Vereinigten Staaten Vertreter nahezu sämmtlicher Pferdeschläge der Erde finden, welche sich in einem unausgesetzten gegenseitigen Wettkampf befinden und deren ucht überall in erster Linie aus hervorragende Ausbildung der dem betreffenden Pferde eigenthümlichen Leistungsmöglichkeit hinarbeitet. Ganz besonders ragt die Zucht von englischem Vollblut und amerikanischem TraberVollblut sowie von Reitpferden hervor. Auch der Zucht von Maulthieren wird außergewöhnliche Sorgfalt zugewendet, zumal sie, namentlich im Süden, als Arbeitsthiere in Feld und Wald gesucht werden und sich im Allgemeinen gleich widerstandsfähig gegen die sengenden Sonnenstrahlen wie gegen die schneereichen Rtkerkalten Winter erweisen. Die Ergebnisse der Zucht smd um so beachtenswerther, als der Staat nichts für die Pferdezucht thut, es keine Staatsgestüte oder vom Staat gestellte Zuchthengste gibt, als man keine . staatliche Ankorung kennt, vielmehr alles der auf möglichst hohen Gewinn arbeitenden Privatzucht überlassen wird. Nur die zollfreie Einfuhr von Zuchtpferden wird gestattet. Besonders entwickelt sie das Stutbuchwesen; vom amerikanischen Stutbuch für Vollblut, das seit 1893 von? Iockeyclub in New York geführt wird, lieqt bereits der 7. Band vor. Der Vollblutzucht sind jetzt etwa 75 Privat. gestiite, die meisten in Kentucky (20) und Californien (16), gewidmet, wozu Hunderte von kleinen Landwirthen kommen, die 1 bis vielleicht 8 Stuten haben; die Zucht übertrifft bereits heute die englische. Das englische Stutbuch wies 1893 5662 Vollblutstu. ten und 3389 im Jahre 1899 zur Welt gekommene Vollblutfohlen auf; itjr.cn standen gleichzeitig in den Vereinigten Staaten gegenüber 6861 Stuten und 3937 Fohlen. Die Mehrzahl der Vollblutzüchter verkaufen ihre Jährlinge in öffentlichen Versteigerungen durch zwei Häuser in New Fork. Schon heute betheiligt sich mit Erfolg eine Anzahl amerikanischer Vollbluter an den Rennen in England, auch werden bereits Zuchtpferde von Amerika nach England ausgeführt; dabei hat man gefunden, daß während der Ueberfahrt die Pferde an Gewicht etwas zulegen und nicht an Kraft verlieren, was auf die rollenden Bewegungen des Schiffes gegen die sich d?s Pferd anstemmen muß. zurückgeführt wird. Die Entwickelung der Traberzucht läßt sich einerseits auf die großen Entfernungen. welche die über ein großes Land zerstreut wohnenden Einwohner vor der Einführung von Dampf- und Pferdebahnen zurückzulegen hatten, und anderseits auf den das ganze wirthschaftliche Leben beherrschenden amerikanischen Charakterzug zurückführen, in möglichst kurzer Zeit möglickst viel ZU leisten. Hauptsächlich in

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ganzen Jahres. mit ! den letzten 25 Jahren hat die Traberzucht so große Erfolge erzielt, daß sie die russische Traberzucht bei weitem Lbertroffen und das amerikanische Volksvermögen bedeutend gehoben hat. Diese zielbewußte Zuchtrichtung hat ungeahnte Trableistungen erzielt: die Durchschnittsdauer für das Trabfahren über eine englische Meile auf dem Rennplatz in Buffalo betrug 2,22j Minuten im Jahre 1885. 2.20z in 1887. 2.20 in 1890, 2.19; in 1891 und 2.19z in 1892. Kürzlich hat ein hr Wien angestellter amerikanischer Trainer in Chicago drei Traber zur Ausfuhr gekauft, die alle drei Trabrecords von 2.14Z. 2.15 und 2,15z Minuten hatten. Noch schneller sind die eigentlichen Paßgänger, für die jetzt ein eigenes Stutbuch angelegt ist. und die den Record von 2 Minuten für die englische Meile längst erreicht habe,. Sehr auffällig ist, wie wenig für die Stallungen aufgewendet wird. Die werthvoÜsten Pferde stehen in einfachen Bretterbuden, wo sie Lausstände haben. Von irgend einer Stallwärme ist keine Rede, da der Wind meist überall hindurchpfeift und sie den häufig sehr bedeutenden Kältegraden bis zu 29 Grad C. ausgesetzt sind. Jntei ressant ist auch, wie in einem großen Privatgestüt die jungen Pferde die Herrschaft des Menschen kennen lernen. Ehe die jungen Pferde angespannt werden, wird ihnen ein Zaum angelegt, dann werden sie auf einen mit tiefem, feinen Sande versehenen innerhalb des Stalles gelegenen Vorplatz geführt; dort wird ihnen mitteis breiter Riemen der linke Vorderfuß hochgeschnallt, dann bekommen sie einen Gurt um den Leib; durch zwei an der unteren Seite dieses Gürtels befindliche Ringe wird ein Seil gezogen, welches an einer die rechte Vorderfessel umspannenden Lederspange befestigt wird. Läßt sich das Pferd dieses nicht alles ruhig gefallen, so wird es sofort dadurch zum Gehorsam gebracht, daß man ihm von hinten mittels des vorher erwähnten Seiles das rechte Vorderbein unter dem Leibe wegzieht und es so zu Fall bringt, da ja der linke Vorderfuß hochgebunden ist. Sobald es artig wird, läßt man es wieder ausstehen, und unter stetem Zuspruch feines Abrichters wird diese Maßregel zwei- fct2 dreimal wiederholt und drei bis vier Tage lang forigesetzt. Es wird versichert, daß den Pferden dabei noch nie ein Unfall zugestoßen fei und daß jede spätere Dressur viel leichter von statten gehe, da die Vserde dadurch die unbedingte Ueberzeugung gewönnen, daß sie sich dem Willen des Menschen zu fügen haben. In den Vereinigten Staaten zählt man etwa 20 größere Trabergestüte mit mindesten je 20 Stuten, darunter eines in Milwaukee mit 400 bis 500 Thieren; ein Trabergestüt bei Busfalo. N. Y.. hat 554 Pferde. Die Zahl der seit 1882 im Stutbuch eingetragenen Traberhengste beträgt 33.000. der Traberstuten 200.000; zur Zeit werden jetzt jährlich etwa 5000-6000 Hengst- und Stutfohlen eingetragen. Vom 1. Februar 1899 bis 1. Februar 1900 gingen 472 eingetragene Traber aus dem Hafen New $)ott nachEuropa. Seit 1891 ist auch eine besondere Zuchtgenossenschaft für das amerikamfche Reitpferd errichtet, das auf den 1839 geborenen Vollbluthenast Denmark" zurückgeführt wird. Bis jetzt smd 1307 Hengste und 1721 Stuten eingetragen, die Hauptzucht wird in Kentucky und Missouri getrieben. In den letzten Jahren sind viele Pferde aus Kentucky für die englische Reiterei bezogen worden. Da das Interesse für Reiten in den breiten Schichten des amerikanischen Volkes neuerdings wieder festeren Boden gefaßt hat, fo erwartet man, daß die Zucht dieses Pferdes noch bedeutend zunehmenwird. Anpreisung. Käufer: Sicht denn de: Rock noch anständig aus?" Trödler: Anständig? Ich sag' Jhnen, wenn Sie in dem Rock zu mir kommen und wollen meine Tochter Sie kriegen sie!" Frech. Graf: Henriette, ein Kuß von Dir ist hundertmal besser als einer von der Gräfin!" Kammermädchen: Nicht wahr, Herr Graf? Das hat unser Hauslehrer auch schon oft behauptet!" OdieMänner! Frau (bei der späten Heimkehr ihres Mannes): Drei Stunden bin ich aufgeblieben. um auf Dich zu warten." Mann: Stimmt ganz genau; ich habe drei Stunden gewartet, biö Du zu Bett warft." l

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