Indiana Tribüne, Volume 24, Number 15, Indianapolis, Marion County, 3 October 1900 — Page 7

Indianer Tribüne, Mitttvoch, den 3. Oktober 19.

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Roman von Qans v.'Sudenburo. (Jortschung.) Du magst Recht haben, rneir.e Elfe," sagte er, offenbar mit seinen Gedenken die Vorschläge seine: Frau ertragend, dann fügte er rasch hinzu: Nur heute habe ich noch im Club zu thun, einige wichtige AngelegenhZten zu besprechen. Mach Dir keine unnützen und vorzeitigen Sorgen, mein Herz, überlaß es mir, zu erwägen, in wieweit ich meine Gesstäfte Dir , zugänglich mach-n kann. Aber nun Adieu, der Wagen ist vorgefahren. ich habe vor dem Diner noch einen Weg zum Bankier Welaski zu machen." Er küßte sie und ging. Abends blieb Elfe allein. Bis neun Ijatte Charley geschwankt, hatte einen Boten bestellt, um ein Billet fortzutragen, hatte das Billet zerrissen und ging dann doch in den Club". Der Morgen dämmerte, als er heimkehrte. Er ging vorsichtig, um seine Frau nicht zu stören. Noch kein Auge hatte diese geschlossen. Keine Frage kam am andern Morgen über ihre Lippen, als sie ihn mit immer gleicher Freundlichkeit begrüßte. Und er? Als er die reinen Lippen seim Frau berührte da war s doch. als ob ein Gefühl des Abscheues durch seine Seele zöge gegen sich selbst gegen . 10. Kapitel.Der Wintersturm heulte durch die Potsdamerstraße und trieb die dichten Schneemassen vor sich her. Wen es hinauszwang bei dem Unwetter, der ging in eiligen Schritten und zog gewiß den Pelz dicht zusammen. Nur ab und an sah man beim flackernccn Laternenschein eine Droschke oder einen Omnibus sich lautlos durch den Schnee arbeiten. Es war ein unfreundlich eisiae: Winterabend am letzten December des Jahres 1863. denn bei dem Nordosisturm zeigte das Thermometer neun Grad unter Null. Da oben aber, im Eckhause der Eich- . Hornstraße, im teppichbehangenen Boudorr, herrschte behagliche Wärme und behaglich schienen sich auch die zwei . Menschen zu fühlen, die am hell leuch- ' tenden Kaminfeuer saßen, in bequeme Fauteuils gelehnt. Rittmeister von EinHaus hatte die ; Uniform mit dem Hausrocke, oder rich- ' tiger dem Jagdrocke, vertauscht und sah froh und zufrieden auf seine kleine Preciosa". So hieß sie nicht nur bei ' ihm. sondern heimlich wurde sie von allen Bekannten so genannt. Mit reizender. Grazie zog sie den blauen Dampf aus einer Cigarette, welche sie soeben an des Gatten Cigarre entzündete. Und als sie diesem die Regalia zurückreichte, begleitete sie ihr Danke" ' mit einem glücklich zufriedenen Blicke. Durch die Stores und dichten Gardinen hindurch drang jetzt wiederum ' fcas unheimliche Leuten des Wintefiu.mes. Einen Augenblick wurden die scharfen Flammen des Holzseuers nieder gedrückt und kleine Rauchwolken dranaen in den Raum. Das ist ja ein furchtbares Wetter!" sagte Einhaus. Gott sei Dank, daß man so friedlich hier neben seiner liefrn kleinen Frau sitzt. Komm, setze Dich auf mein Knie, dann kann ich Dich besser sehen. So! Siehst Du. so ist's behaglich wohnlich würde man in meiner friesischen Heimath sagen." Er hatte sie an sich gezogen und sie ?mie in seinem Arme. J;tzt streckte sie das kleine Füßchen mit Im Schuh von gelbem Seehundkixx gegen das Feuer jrn, als ob sie fröre. .Nickt kokettiren mit Deinem al ter." Manne." sagte er neckend. Doch schon ehe er ausgesprochen, fühlte er ibre vollen rothen Lippen auf seinen, Munde. 2a hast Du Deine Stnse, Du böser Mann", lautete ihre Antrcorr. Ihr Blick richtete sich sann, wie unben?ußt. auf eine große Photograrhie in reichem Cuivre-poli-Rahmen, fcorn Lichte der Ampel nur matt beleuchtet. Wenn ich das Bild der lieben, lieben Else da auf dem Kaminsims ansehe", sagte sie nach einer Weile, dann freue ich mich immer von Neuem, daß ich einen so alten" lieben Mann habe." .Und doch hast Du Else einst beneidet " Wirst Tu schweigen. Du Unartiger", unterbrach sie ihn und legte die kleine schmale Hand auf seinen Mund. O mein Gott, wenn man sie -doch um irgend etwas bmeiden könnte, die arme Else! Ich habe zu, zu inniges Mitgesühl mit ihr." ' Trotzdem kann ich nicht wünschen, daß Du sie öfter besuchst, wie es drinend erforderlich ist. Seit im Rawlayschen Hause sich eine Gesellschaft eingenistet hat, welche den Ruf Deiner Freundin zu untergraben im Stande ist Lieber Karl, bitte bitte, sei nicht unaerecht. thue ihr nicht unrecht! Sieh, ich wein es. mit welcher Selbstentsagung sie handelte, als sie sich durch ibren Mann den eigenen Salon in eine Art von Künstlerasyl verwandeln ließ. Künsilerasyl? Nun mein Kind, von eigentlichen Künstlern wurde das Haus Rawlay nur sehr spärlich und

an wenigen Adenden besucht, dann wurde denen die Gesellschaft zu gemischt. Selbst unseren jungen Officieren ist es 'nicht entgangen, wie die Umganasformen bei den sogenannten Künstler-Abendcn immer laxer gehandhabt wurden " O. nun begreise ich, weshalb Else die Thränen in den Augen standen, so oft ich diese Art ihrer Geselligkeit berührte." Warum nur mag sie nicht einfach der Gesellschaft den Stuhl vor die Thür setzen, wenn sie ihr nicht gefällt?" Weil sie glaubt, ihren Mann dadurch an das Haus zu binden. Du rceifet doch. Karl, daß er schon in den ersten Monaten nach der Hochzeit Else fast jeden Abend allein ließ." Und jetzt bewirthet sie unter ihrem Dache ' die ehemalige Geliebte ihres Mannes! So. nun weißt Du, wie die Sachen stehen. Noch ist das nicht an die Oefsentlichkeit gedrungen. Geschieht dies aber, dann ist seine Stellung gefährdet, trotz dem Schwager, der nun. als Pensionär, kaum in der Laae sein dürfte " Aber Karl, das ahnt Else nicht.

Es ist meine Pflicht als Freundin, ihr die Augen zu össnen, roenn die Sache so steht." Ich bitte Dich, nicht in Verhältnisse Dich einmischen zu wollen, welche Dich nicht direkt kümmern. Frauenfreundschaften sind ein heikeles Ding. Ueberlaß es ..Ur. in der Angelegenheit die erforderlichen Schritte zu thun. Ob sie Erfola haben werden, steht dahin." Karl. Du beurtheilst Else viel 'zu gering. Sie hat einen festen Charakter und ist kein willenloses Spielzeug. Glaube mir. sie weiß selbst nichts von dem. was Du mir eben sagst." Sie wird noch Gelegenheiten finden. ihren Charakter und ihre Willenskraft zu bewähren. Erinnerst Du Dich meines Urtheils übe? Rawlay, damals, als er sich verlobt hatte? Nun, meine Besürchtungen haben sich nicht verringert. Im Gegentheile." Ach Karl, thu, was Du thun kannst für Else und daß nur nicht gerade in dieser Zeit große Aufregungen über sie kommen Du weißt!" Sie sprang von seiRem Knie und legte die Hand fest um seinen Nacken. O, wie ich glücklich bin. daß Du nicht jung bist, nicht zu jung! Mir ist so, so bange geworden für die arme Else." Seit vielen Tagen wiederholten sich in der Villa Rawlay die Anfragen nach dem Befinden der gnädigen Frau und erst heute, nach drei Wochen lautete die Antwort, die Gefahr sei vorüber. Am 10. Februar war ein Telegramm aus Bügen angekommen, welches meldete, Frau von Bergen sei unerwartet einemSchlagflusse erlegen nd am 11. war Else Mutter eines kleinen gesunden! Mädchens geworden. Seit jenem Tage kämpfte die junae Frau mit dem Tode, ergeben und roll Gottvertrauen, immer nur in Sorge um das Schicksal von Mann und Kind. Täglich erwartete sie selbst ihr Ende. Und dann gewann die gesunde Natur doch den Sieg und heute hatte Else .dankbar die Hände gefaltet, als ihr der Arzt sagte: Sie sind gerettet, Sie haben nur noch Kräfte zu fammein, um volle Gesundheit wieder zu finden." In dem großen Balkonzimmer, demselben Raume, in welchem, vor Wochen noch, die Kunst" in 'ihren entstellenden Auswüchsen ihr Wesen getrieben, war das Lager der Kranken aufgeschlagen. Dichte Vorhänge hielten das Tageslicht ab. Nur nach geraumer Zeit erkannte rnan die Gestenstände im Zim mer. Ein cfanz seines, seines Kinderstiminchen kam da aus der altmodischen Wiege, iro Erbstücke der Familie von Bergen. Und bi Wiege stand neden dem Bette, von dessen weißem Linnen sich nur undeutlich ein Frauenkops abzehnete. Da theilten sich wohl die Wolken und die Februarscnne sandte ihre Strahlen durch all die ilci nen Falten und Oefsnungen der Vorhänge, als wollte sie die Kranke da drin begrüßen, ihr neuen Frühling verkünden. Sie war so schön, so lieblich schön. die junge Frau und doch so durchsichtig blaß. Die Augen aber, die ruhten voll Glück auf ihrem Manne, der am Bett kniete und die schmale zarte Hand, die er mit seinen umschlossen. immer wieder an die Lippen drückte. Else". sagte er mit biwegier Stimme. Else, steh, ich hätte es nicht ertragen, wenn Du von mir gegangen warest. Wie Vieles habe ich gut zu'machen. welche Angst habe ich gehabt, c3 sei schon zu spät dazu!" Mein lieber Charley, nie, nie kann ich es veraessen, daß Du durch alle die Wochen nicht von mein:m Krankenlager gewichen bist, mit welcher Sorge Du um mich warst! Sollte das nicht Alles aufheben, was mir einst das Herz beschwerte? Laß mich es jetzt. Dir sagen, auch ich irrte mich im rechten Wege zu Deiner Zufriedenheit, als ich glaubte. Deinen Wünschen stets die Pfade ebnen zu müssen und als ich dann unbewußt und ungewollt zur Theilhaberin an Deinem Unrecht wurde." Else, was weißt Du von mir, fprich deutli5er!" Ich weiß Nichts, nichts Bestimmtes, Charley. Niemals habe ich cersucht. Deine Wege auszuforschen, niemals .auch nur einen Blick in. Deine

Correspondenz geworfen. Und oocy wußte, fühlte ich, daß Du mir fremder wurdest, von Tage zu Tage. Ich habe mein Gefühl verleugnet, als ich mich einem Verkehre zuwandte o Charley. laß es mich in dieser Stunde Dir gestehen, der mich vor mir selbst herabsetzte, mehr und mehr. Und doch glaubte ich Du würdest den Werth Deiner Frau am schnellsten und sichersten erkennen, wenn ich mich neben die stellte, die Deine Phantasie vielleicht überschätzte und deren Unwürde mir immer klarer wurde. Schon begann auch diese Hoffnung zu wanden. Da brach das Unglück herein Mutter starb! Und dann hatte Gott Crbarmen. er aab mir unser Kind, er gab mir Dich zurück." Else. meine Frau, warum hast Du mir niemals gesagt, was Dich drückte, warum warntest Du mich nicht, warum? " Weil Du schon meine Warnung als einen schweren Druck.als einen Eingriff in Deine Rechte empfunden haben würdest. Mein Liebling, Du bist von klein auf gewohnt. Dir jeden Wunsch zu erfüllen. Ich habe ja oft genug gesehen und gehört, wie Du Dieieniqen beurtheilst, welche gelegentlich Deinen Launen nicht nachgaben. Aber was nicht Thränen, nicht Bitten, nicht Worte vermocht hatten, das hat nun Gottes Gnade gefügt. Sie bat Deine Liebe erstarken lassen im Leiden und nun foll uns Nichts mehr trennen. Nichts! Unsere Herzen sind nun für immer vereint in unserem Kinde, in der Liebe zu unserer Pia. Soll ks so sein?"

Ja. und immer ja!" rief er, mit Leidenschaft ihre Hand küssend. Du bist eine große, edle Seele, viel, viel desser. wie ich sie verdiene. Ueberschätze mich nicht. Charley ! Für mich rang ich ja um Deine Liebe und. wenn ich keinen Menschen erkennen ließ, wie ich gezweifelt an Dir that ichs nicht auch wieder für mich? Niemand sollte wissen, welche Seelenkampfe ich durchlebt und nun hab' ich Dir 's doch gesagt." Herr Lieutenant, nun muß ich Sie dertreiben," unterbrach die herantretcnde Krankenpflegerin, eine Viertelstunde hat der Arzt nur gestattet, und nun ist 's eine halbe geworden." O, es war eine halbe Stunde so glücklich," sprach Else ganze leise, als Charley sich über sie beugte. In seinem Zimmer angekommen, warf sich Rawlay auf einen Sessel. Mein Gott, wie konnte ich denn fo .kurzsichtig fein? Ich hielt sie für ein unerfahrenes Kind wie oft habe ich mit Erna gelacht über ibre Harmlonakeit und nun wie thöricht, wie erbarmungswürdig thöricht komme ich mir vor! Nun will und werde ich aber auch ein anderes Leben beginnen und zwar gleich." Er. sprang energisch auf, ging an den Schreibtisch und bald waren einige flüchtige Zeilen aus den Billetbogen geworfen. Du wirst mich nicht wiedersehen, lebe wohl! Ich will von nun an nur meiner Familie leben. Das ist mein fester Wille. Du bist frei. Vergiß Deinen Eh." So, an Fräulein Erna Roth", nun ist die Hauptsache erledigt." Der Herr Rittmeister von Einhaus," meldete eben der Kammerdiener. Gut. daß ich Sie treffe, lieber Rawley. haben Sie eine halbe Stunde für mich übria?" Gewiß. Bitte, nehmen; Sie eine Cigarre." Sehr aern." ; Hier ist Feuer." Sie sttzten sich, und eine ganze Wrile hindurch war ixr Rittmeister nur mu der Beurtheilung der Echten beschäftigt. Dann begann er zögernd: Was ich sagen wollte. Rawlay, es czeht Ihrer Jrau besser, Gott sei Dank!" .Ja. Gott sei Dank, seit heute! Meine Frau brachte die frohe Nachricht und ich wollte Ihnen das lllles schon damals sagen, vor der Geburt hres Kindes soll übrigens ein reizender Wurm sein, und dann traf man Sie seit Wochen nur noch in den Dienststunden, hat uns alle sehr erfreut." Mich nur im Diensie zu sehen?" sagte Rawlar) lächelnd. Nein, so wars nicht gemeint, aber daß Sie Ihre? Frau so treue Gesellschaft leisteten und damit komme ich zur Sache ich meine, was die Gesellschaft betrifft. Man hat sich g:wundert " Ueber mich? Nun das hat man schon ost. gethan, ist mir auch ganz einerlei." Lassen Sie mich erst ausreden. Glauben Sie. daß ich's gut mit Ihnen meine. Charley?" Wenn Sie so kommen, ja! Sonst gebe ich Nichts auf die öffentliche Meinung. Die genirt nur und nützt nichts." Haben ganz recht, darum habe ich auch aewartet und ich komme als ich" und als Ihr Freund und als Mann der Freundin Ihrer Frau! Nun zufrieden?" Vollkommen! Und nun höre ich, und erst wenn Sie fertig sind, will ich wieder sprechen." Also! Sie wissen vielleicht nicht, daß Sie Ihrer Frau schwere Stunden bereitet haben durch die Art des Verkebres. welcben " , . . .

Welchen ich bereits aufgegeben habe." Um so besser. Und doch muß ich noch hinzufügen, daß im Regiment?

ro einigem cnjic tut unm I e:nbar :ui der Stellung des Olficiers f wohl mit einigem Rechte es für unvergehalten wird, wenn Damen, mit denen man früher nun, Sie verstehen mich, es sollte mir leid thun, wenn ubele Folgen sür Sie " .Ich weiß, was Sie meinen und " Rwley erröthete, als er den Brief vom 'Tz nahm und die Adresse zeigte. Und?" fragte der Rittmeister. Er erhält das letzte Wort zwischen mir und der Dame." Sehr gut. ich darf das Billet wohl sogleich mit zum Briefkasten nehmen na. da bin ich eigentlichlich schon fertig. Darf Preciosa reichen besuchen, heute oder morgen?" O, sie wird Else eine große Freude machen aber noch nicht die Mütze nehmen, das ist gegen die Verabredung. Ich sollte ja auch noch sprechen dürsen." Ach so," sagte Einhaus.seinen Platz wieder einnehmend, na, dann schießen Sie los aber bitte, erst Feuer, ich habe bei dem rabiaten Sprechen die Cigarre ausgehen lassen. so." Sie sollen mir als Freund rathen. Ich will versuchen ein solider Haushälter zu werden." Bravo!" Nun habe ich aber einen großen Theil meines Vermögens verloren! Sie lächeln! Und doch handelt es sich nicht um die kleinen Summen, die ich im Spiele einbüßte, sondern um größere unglückliche Spekulationen." Hm. hm, mit Schwiegervater! Legte Vermögen in Monaco an Paradies des Teufels rathe ernstlich zur Vorsicht!" Wenn Sie dergleichen Zusammenhang voraussetzen sollten, so würde ich bitten, vorlaufig nicht mit Ihren Ansichten hervortreten zu wollen. Doch zur Sache. Ich habe die Af-cht. mich zu einem Linienregiment ver.etzen zu lassen und will nur die TestamentserÖffnung abwarten, welche am 15. Juni stattfinden soll, laut Bestimmung meiner verstorbenen Schwiegermutter. Ich mache mir keine großen Illusionen, wenn ich auch weiß, daß meine Frau Universalerbin ist." Weiß, daß das Versetzentlassen ein Schritt ist, den man nicht ohne Noth thut, -ich kann aber nur zustimmen. Kommen damit in andere Luft, das zieht besser, wie alle guten Versätze und noch Eins: Halten Sie fest, was Sie haben, die Sachen stehen schlecht in Bügen. Nichts sür ungut, ich bin Ihr Freund und morgen kommt Anni nachfragen, wie es Ihrer Frau geht. Gelt?" Ich darlke sür Ihren Besuch, Herr Rittmeister und empfehlen Sie micb." Rawlay war allein. - Also man weiß um meine Verluste. Vor Allem dars Else jetzt nicht erfahren, was mich ruinirt hat. Ihr bin ich wenigstens das schuldig sür alle das Herzeleid, welches sie so im Stillen um mich getragen hat. Ich werde mir das Geheimniß des Vaters als eine Art Ablaß sür meine Sünden der Tochter gegenüber aufbewahren! Ja, man hat fein Gewissen!" Das Lächeln. mit welchem er seine Gedankenfolge beschloß, das klang, als ob er sich selbst bedaure über solches Maximen. 11. Kapitel. Es war im Juni 1866. D dunkelen Kriegswolken zogen sich näher und vMi zusammen und Gewitterschwüle lag über allen deutschen Staa ten und Städten. Noch glaubte und hoffte man trotzdem an eine friedliche Lösung. Die fünfzig Jahre seit 1815 ii rn. i .ar.f' i . .r r e kalten im Aerirauensietigieli gejcnasfen. welche an so vielen Orten blind machte aeaen alle politischen und aefchichtlichen Verhältnisse und Fragen. An demselben Tage, an welchem Preutzen jene Sommation an Hannover, Kurhessen und Sachsen stellte, sich als Feind oder Freund zu erklären, am 15. Juni, war Rawlay in Bugen ein getroffen. Schon seit dem 5. Mai war für sein Regiment die Kriegsbereitschaft befohlen und nur für einen Tag ihm Urlaub bewilligt. Schöner wie vorher war Else aus der ,lanaen Krankheit hervorgegangen. Sie begleitete den Gemahl. Noch trug sie das Gewand tiefster Trauer um die Heimgegangene Mutter, und der große Palmenwedel, welchen sie aus der Fahrt vorsichtig nicht aus der Hand legte, war für den Sarg der Entschlafenen bestimmt. Laß mich mitfahren, Charley" hatte sie gebeten, ich sehne mich, am Grabe meiner Mutter zu beten." Schon in früher Morgenstunde suhr der Wagen im Schloßhofe vor, und als der alie Kammerdiener allein auf der Freitreppe erschien, fragte Else mit wohl berechtigtem Erstaunen: Wo ist denn mein Vater, Josevb?" Der Herr Baron sind seit gestern v:rreist urd haben keine Adresse zurückgelassen!" Und kommt heute nicht wieder? Ich hatte mich so sehr gefreut, ihn hier zu sehen." (Fortsetzung folgt.) ', Philip und Leo M.Rappaport,Ad. vokaten, Zimmer 730 und 731 Law BuilMng. Neuts Telephon 3345.

Taglicher Marktbericht.

Viehmarki. Indianapolis Union Viehhöfe, 3. Okt. r , . Rindvieh. Auserleftne bis prima Stiere, 1350 Pfd. und aufwärts 55.25 Gute bis mittlere Stiere 1350 Pfd. und aufwärts 4.75 Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 Psd 4.75 Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Pfd. Stiere.... 4.25 Mittlere bis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd 4.15 Gute bis gewählte Rinder. 4.00' Mittlere bis gute Rinder. 3.5 Gewöhnliche leichte Rinder 3.00 Gute bis gewählte Kühe.. 3.75 Mittlere bis gute Kühe.. 3.10 Gewöhnliche alte Kühe.. 1.00 Kälber 5.00 Schwere Kälber.. 3.2) 5.75 5.25 5.25 4.75 4.65 4.50 3.90 3.40 4.25 3.60 3.00 6.75 5.25 Prima bis fancy Export Bullen ; 3.75 4.00 Gute bis gewählte Schläch ter Bullen 3.40 Gewöhnliche bis gutcBulleu 2.50 Gule Kühe mit Kalb $30 GewöhnlicheKühe mit Kalb 15 Schweine. ' Gute bis gewählte, mitt lere und schwere $5.35 Gemischte. schw.Packing 5.25 Gute bis gewählte leichte 5.35 Gewöhnliche leichte 5.25 Pigs 4.50 Roughs.-. 4.60 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 4.50 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 3.00 Gute bis gewählte Schafe 3.25 Ordinäre bis gute Schafe 2.75 3.65 3.25 40 25 5.45 5.37j 5.45 5.35 5.25 5.00 4.75 4.35 3.50 3.00 3.75 Stockers 2.00 Böcke, per 100 Psd 2.00 3.00 Früchte und Gemüse. Früchte. Pfirsiche, 51.25 per Crate, 6 Körben; 50c sur i Buchet Kord. 51.25 per Bufhcl. Citronen, 54.50 für 360. Aepsel, 52-53 per Faß. Feigen, 12zc-15c. Bananen, 1.50-1.75 per Bunch. Datteln, Persische 5zc-6c per Pfund. Kolusnüsse, 3.50-4.00 per Hundert. Rothe Pflaumen, 4.00 per 24 Qt. Cafe. Damson 51.50 per Faß. Trauben, Concord, 8 Pfund Korb 12c: Delaware,und Niagara, Crate von 4 Körben, 12jc Birnen, hiesige, 75c per Bushel. - Wassermelonen', 58 per Hundert. Cranberries 52.50 per Bushel Crate Quitten, 51.50 per Bufhel. Gemüse. Kraut, 75c per Faß. Zwiebeln, 8c per Dutzend Bunches Neue Bermuda 1.50 per Crate; Neue Louifiana 52 per Faß; rothe Globe 50c per Bufhel; weiße Globe 51.75 per Faß Rothe Rüben, 15c per Dutzend. Gelbe Rüben, 75c per Dutzend Bun ches. Gurken, 20c per Dutzend. Neue Kartoffeln, 1.35 per Faß prima Burbanks und runde weiße 45c per Busbel: zum Versandt gepackt, 6c mehr. Süßkartoffeln-Jersey 53.25 per Faß Illinois 52.50-3 per Faß. Sommer-Celery, 15c per kl. Bunch Korn, 8c per Dutzend. Tomatoes, einheimische, 40c per Bushel. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch-Westliche Stiere !-7äc: HM'ge Stiere 8-8; hiesig Rinder 350 bis 500 Pfund 7jc-7Zc hiesige Kühe 00 bis 550 Pfund Ac Kühe 550 bis 50 Pfund 7c; SUe Vordervicrtel . 7c; Stier Hintervierte 10c; Rind Hinterviertel ,9c; Rind Vor dervicrtel 6c; Kuh Vorocrviertel 5c Kuh Hintervlertel 84c. Frisches Kalbfleisch KälbcrIOc; Hin terviertel 12c; Vordcrviertcl 8c. Frrfches Schaffleisch Kammer per Pfd. 94c; Schafe 8c; Schenkel 10c Racks, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 10c 12c ; Cottaae Schinkeu 8zc ; gehäu tcte Schultern Ljc, frische Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 104c : Tender loins 10c ; Spare Ribs 5c. Geräuchertes Fleisch. Sugar Cured Schinken Erste Quali tät: 20-18 Pfund 11jc; 15 Pfund 11$c; 12-10 Pfund 12c; Zweite Qualität 20-18 Pfund 10s c; 15 Pfund 11c; 12 Pfund llc; 10 Pfund lljc. kalifornische Schinken 6 bis 8 Pfund 8c; 10 bis 12 Pfund 8c; 12 bis 14 Pfund. Frühstück Speck Klarer English Cured 11c; gewählter Sugar Cured 13fc; 6-7 Pfund im Durchschnitt 13c; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 13c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt 12$c; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, 12c; G Pfund im Durchschnitt, schmal, 12c. Speck, Engl. Gewählter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 13c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt, 12c. Speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 10c; Klare Seiten, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, c; Klare Seiten, 20 bis 30 Pfd., 10Zc; Klare Bellies,25bis30Pfd.,10zc; 18 bis 22 Pfd., 10Zc; 14 bis 16 Pfd., Ilse; Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., 10c; Rücken 12 bis 16 Pfd., 10ic; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., llHc.

Schultern, En ql. Curcd 10 bisl20

Pfund im Durchschnitt c; 16 Pfund im Durchschnitt, 9c; 10 bis 12 Mund 9c . Z Gepöckeltes Schweinefleisch, Knochen oscs Fancy Pig 519.00; Klares Bean 18.50; Family 17.00; Short Clear 15.75; Rumpf 15.75. Gedörrtes Rindfleisch, Schinken, rea. Sets, lizc: Außenseiten 8c; Jnnen euen 14c; nocycl I3zc. 4 Schmalz-, in Tierces, 1." Qualität 9ic; 2. Qualität 9c; 3. Qualität 8c. Würste, Geräucherte Bratwurst 8c: Frankfurter 8c; Wicnerwurst l8c: Knackwurst 8c; Bologna in Tärmm 6c, in Tuch 6c. Butter, Eier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, frische, 12c Eier, 14c per Dutzend. Hühner 7c, Spring Chickcns 7c Pfd. Turkey Hennen 6c, junge Hähne 5c, alte Hähne 4c; Enten 5-8c; Gänse wer den verkaust zu 3.75-4.25 per Dtzd. Getreide. Weizen-No. 2 rother 77c auf den Geleisen, 76c von der Mühle ; No. 2 rother 73-75c; Scptbr77c auf den Geleisen; Wagcnweizen 76c. Korn-No. 1 weiß 42c; No. 2 weiß 42c; No. 3 weiß 42c; No. 4 weiß 38z-48jc; No. 2 weiß gemischt 4M: No. 3 weiß gemischt 40jc;.No. 4 weiß gemischt 37i-39jc; No. 2 gclb4izc; No. gelb 414c; No. 4 gelb , 38-40c: No. 2 gemischt 404c: No. 3 acmiscbt 40zc;'No.4 gemischt 37-39; au Kolben 41c Hafcr-No. 2 weißer 24c; No. 3 weißer 23c; No. 2 gemischter 21c; No. 3 gemischter 20c Heu-altcs No. 1 Timothy 12.0012.50 No. 2 Timotbv 11.00-11.50. Groceries. Zucker Dominoes 6.72c; Stückzucker 6.87c; pulversirtcr 6.57c; XXXX pul verifirter 6.62c; Standard granulirter 6.47c; feiner granulirter 6.47c; granu lirter in 5 Pfund Säcken 6.57c; granu lirter in 5 Pfund Cartons 6.57c; extra feiner granulirter 6.57c; Cubes 6.62c; Mold A 6.72c; Confectioncrs'A 6.27c; 1 Columbia A-Kcystone A 6.12c; 2 WindforA-American A 6.09c; 3 Ridge. wood A-Centennial A. 6.12c; 4 Phönix A-California A 6.07c; 5' Empire AFranklin B 6.02c; 6 Ideal Extra Gol. den C-Keystone B 5.92c; 7 Windsor Extra C-American B 5.82c; 8 Ridge. wood extra C-Ccntcnnial B 5.72c; 9 gelber extra C-California B 5.57c; IG gelber C-Franklin extra C 6.62c; 11 gelbcr-Keystone extra C. 6.57c; 12 gelber-American extra C 6.52c; 13 gel ber-Centcnnial extra C 5.52c; 14 gelber -California ertra C 5.52c; 15 gelber 5.52c; 16 gelber 5.42c. Eingemachte Früchte Blackberries, S Pfund, $1.1; Peachcs Stand. 3 Pf., $2-2.25: Seconds 3 Pfund tzl.50 $1.65; Pie $1.40-1.50; Ananas, Standard, 2 Pfund, $1.65-1.90; See onds. 3 Pfund, $1.25-1.45; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Bahama Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbsen $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.25, Marrow 95c, eingeweichte 55c 80c; Tomatoes, 3 Pfund, 85c-$1.00;Zucker. korn 80c $1.40; Apfelbutter, per Dutzend, 3 Pfund, 95c. Kaffee. Folgendes sind die Indianapolis Preise : Gewöhnl. bis guter 12c-18c; prima bis gewählter 2022c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-3 1c. In Packeten: Aiiosa $12.76, Lion 11.75. Jersey 12.75, Caracas 12.25, Dillworth's 12.75, Dutch Java Vlend 16.50, Mail Pouch 11.75, Gates BlendeO Java 11.75. Fische, Austern und Wildpret. Händlcr.Preise: Clams Little Necks 75c pcr 100. Hummern 25c per Pfund. Austern BcsteBaltimore oderStand ards,$1.00 pcr Gallone; beste Balti. timore Selects, $1.00 per Gallone; New York Counts, $1.00 per 5undcrt; New ?)ork Culls, 70c per Hundert; Blue Points in Schalen, 75c per Hundert. Austern in Kannen New $ot! Counts 35c; I. S. F. & Co. SelectZ 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; 0. K. 18c; R. 45c. See-Fische. Knochenlose Häringe 7c; Häringe 4ic; Perch 5c; Weißfisch 9c; See Forellen 9c; Red Snavper sU; Kennebec Hechte 15c; Blausische 10c; Halibut 15c; Stocksisch 8c; Haddock 8c; Catsisch 10c; No.1 Pickcrel 9c; No. 2 Pickercl oder Blue Pike Lc; Black Baß 15c. Frosch schenke!, $1.50-2 pcr Dp. Kohlen. TonNk M Tonne Anthracite '...$7.00 3.65. Pittsburg 4.25 2.25 Kanawha 4.25 2.25 Winisrede 4.25 2.25 Raymond City 4.25 2.25 Jackson 4.25 2.25 Brazil Block 3.25 1.80 Island City Lump u. Cgg 3.00" 1.65 Jndiana Lump...' 3.00 1.65 Island City Domestic Nut 2.75 1.50 Mine Run 2.75 1.50 Slack 2.00 1.15 Bloßburq 5.00 2.65 Rauchlose 4.50 2.40 Lump Coke 11c per Bushcl. $3 per 25Bushel. Zerkleinerter Coke 12c per Bushel $3 pcr 25 Bushel.