Indiana Tribüne, Volume 24, Number 14, Indianapolis, Marion County, 2 October 1900 — Page 2
Jndians Tribüne. Tzustaa, den 2. Oktober lmiG
VankierSsoyn, Räuber und Erve.
Unser heutiL?rWesten birgt nur noch sehr wenige Persönlichkeiten, deren Lebcnslauf sich mit dem nachstehenden vergleichen ließe und einen so sensatiomllen Gehalt classischer Räuberromantik in sich schlösse, wie nur der irgend eines Helden von Rider Haggard oder Jules Verne: Sträfling No. 15 aus dem Jdahoer . Staatszuchthaus entlassen, nachdem er 19 von den 29 Jahren abgebüßt, zu denen er wegen- Straßenraubs verur theilt wurde." Ein ganzes Buch voll Abenteuern und Verbrechen, im Gefolge einer Liebestragödie, birgt sich hinter dieser kurzen Ankündigung, und es lohnt sich, ein wenig in demselben zu blättern! In der zweiienHälfte der 70er Jahre tauchte auf einer Viehfarm in Jdaho ein etwa 17jähriges Bürschlein, mit 'schwarzem Haar und feurigen Augen, auf. und suchte um Arbeit als CowPuncher" nach. Da er sich als ein sehr guter und absolut furchtloser Reiter erwies, so stellte man ihn an, ohne irgend eine Frage nach seiner Herkunft zu stellen, wie es damals mit Hunderten Anderer im wilden Westen" geschah. Und dcr Reuangestellte übertraf alle Erwartungen und erlangte rasch einen Ruf als Cowboy und schneidiger Wroncho - Reiter ersten Ranges; auherbem war er ein flotter Zecher und im Allgemeinen ein trefflicher Käme?ad. Er war aber auch schnell mit dem .Revolver bei der Hand, und Jeder hü,rete sich, seinen Zorn zu reizen; denn (seine Kugeln fehlten selten ihr Ziel. .Unter aller Rauhheit ging manchmal sein schwärmerisch - melancholisches Leuchten über sein Gesicht; man flüSterte sich bald zu, daß eine unglückliche iLiebe ihn in diese Bahn getrieben habe. ? Dieser Klatsch focht ihn nicht weiter an, zumal sich Niemand mit einerFrage cn ihn wagte. Eines Tages ber hieß i es auch, er werde für irgend etwas gewünscht". Zur gleichen Zeit äutzerte Charlie Chamders unter diesem Namen hatte sich der junge Mann eingeführt daß er das Cowboy-Le-ben herzlich satt habe. Eines Morgens war er spurlos verschwunden. Nicht lange darauf pflanzte sich vor einer dichtbesetztm Stage Coach", in jeiner abgelegenen Gegend Jdaho's, cm einsamer Wegelagerer auf, ersuchte den 'Kutscher mit ausgesuchter Höflichkeit, Abzusteigen, und erleichterte die Passa"'Zikre um mehrere Tausend Dollars. ' Wie ein SSIifc war er wieder davon, eh: sichdie Passagiere auch nur von ihrem Erstaunen erholt hätien. T)ies war die erste einer lanaenNeibe .kühner Kutschenräubereien Charlies, welcher bald der Schrecken einer ganzen Anzahl Counties wurde. Manchmal tauchte er allein, manchmal auch mit i ebenso kühnen Spießgesellen auf. Stets i war er die Höflichkeit selber, wenn sich kein Widerstand zeigte; aber jedem derartigen Versuch machte eine wohlge,zielte Kugel ein Ende. Charlie hat zugestandenermaßen fünf Männer in dieser Carriere niedergeschossen, erklärt aber, keiner derselben habe m's Gras beißen müssen; er selber ist übrigens ouch fünfmal angeschossen worden. Schließlich begann ein wahresKessel'treiben auf den verwegenen Räuber. fötm Territorialmarschall Robinson gelang es endlich, nachdem er ihn 1200 teilen weit verfolgt hatte, ihn in den .Hügeln von Qregon zu stellen. Erst nachdem er mehrere Mitglieder der Häscher - Mannschaft verwundet, seine ganze Munition verschossen und sich dann noch im Handgemenge wie ein Löwe gewehrt hatte, wurde er dingfest gemacht. Im Gericht war er sein eige,ner Anwalt und verzichtete auch auf ein Geschworenen - Collegium. Seine Vertheidigung soll eine ganz unervöhnlich beredte gewesen sein. Naturlich wurde er schuldig gesprochen; er appellirte an das Obergericht, welches das Urtheil bestätigte. Aufspringend -rief er dem Richter zu: Ich habe einen großen Fehler gemacht daß ich ein Mitglied dcr Bevölkerung von Jdaho wurde. Sie können Ihr Leben darauf wetten, daß ich in Ihrem TerritorialHotel genau so lange bleiben werde, wie es mir gefällt." ,.Das war keine eitle Prahlerei, Charlie blieb genau 36 Stunden im Zuchthaus; dann brach er aus, nachdem er den Wärter überwältigt und dessen Flinte und einen Civilanzug annectirt hatte; kampfend gegen einen ganzenWächterschwarm erreichte er das tfreie; , Nach einer heißen Jagd und abermaligem verzweifelten Kampf wurde er wieder eingefangen. Er entkam ein zweites Mal; es wurde eine große Belohnung auf seine Haftba.machung ausgesetzt, aber vergeblich. Lange Zeit darnach suchte der Jdahoer Bankier Charles M.Chanslor seinen verlorenen Sohn. Der Sheriff von Boise zeigte ihm u. A. das Bild des verschollenen Räubers, und Chanslor fiel ohnmächtig zu Boden. Er hatte seinen Sohn nur zu gut crkannt. Dann kam es heraus, daß Charlie, nachdem er im Bankgeschäft seines reichen Vaters zu den besten Hoffnungen berechtigt hatte, sich rasend verliebte und einen bevorzugten Nebenbuhler niederschoß und entfloh. Der .Nebenbuhler kam übrigens mit dem Leben davon, was aber Charlie nicht ' bekannt wurde. Mit gebrochenem Herzen kehrte der alte Vater heim, ohne etwas Weiteres von seinem Sohn zu hören. 188!) erschien eine Zeitungs,notiz, in welcher Charles Chanslor, bekannt als Chareö Chambers". lund-
gethan wurde, daß sein 3ata gestorben sei und ihm das ganze Vermögen hinterlassen habe. Charlie faß auch jetzt nichts von sich hören; er scheint die Notiz für einen bloßen Polizei-Kniff gehalten zu haben. Inzwischen führte unter den Rosinenzüchtern des kalifornischen County I?lo ein dunkelhaariger Mann ein sehr arbeitsames Dasein als Zimmermann. Groß war das Erstaunen in jener Gegend, als diese? Biedermann plötzlich verhaftet und eines verwegenen, in Californien begangenen ExpreßkutschenRaubes überführt wurde! Erst nachdem er seinen Straftermin hierfür abgebüßt und schon freigelassen worden war. stellte sich seine Identität heraus, und wieder wurde er eingefangen und zum dritten Mal nach dem Jdahoer Zuchthaus gebracht! Chanslor wurde jetzt ein Mustermensch, wie man noch selten einen im Zuchthaus gehabt hatte; daher wurde sein Termin um zehn Jahre verkürzt. Jetzt will er mit der väterlichen Erbschaft in tiefer Zurückgezogenheit sein ruinirtes Leben beschließen. Da er erst 45 Jahre alt ist, und sein tiefschwarzes Haar norf) keine. Spur von Schnee zeigt, so kann dieser Schluß" noch lange dauern. Die letzten Dreizehn.
Wenig spricht man heute noch von den Modocs, und wenn man viel von ihnen erfahren will, muß man schon in Dime" - Novellen freien oder ziemlich weit in dcr Geschichie der Bergangenheit herumstreifen. Einst waren die Modocs einer der wildesten und blutdürstigsten Jndianerstämme Nordam?rikas und Uz Schrecken der Pacificküste, heute ist nur noch eine Handvoll von ihnen übrig, und sie sind die zahmsten und trägsten Geschöpfe, die man sich denken kann,- ohne ncch einen Funken von Strebensdrang, in tiefem Elend dumpf ihre Tage dahinbrütend, welche gezählt sind. Schon lange ehe die ersten Weißen an unseren Gestaden des Still?n Oceans erschienen, waren die Modocs bei den Indianern durch ihren Blutdurst besonders bekannt. Sie lagen stets in Fehde mit anderen Stämmen, und diese gaben' ihnen auch den Namen Modocs, welcher bedeutet: Feinde". Sie gehörten ehedem zu dem großen Keamath - Stamm, im nördlichen Californien und südlichen Oregon. und man kann sagen, daß sie die Boxers" der Keamaths wurden. (Um einen luIdruck aus der modernsten Tagesgeschichte zu gehrauchen.) Gleich den chinesischen Heißspcrnitt, welche man heute mit diesem Namen bezeichnet, errichteten sie einen Staat im Staat und bekämpften sowohl Fremde wie auch ihren Mutterstamm. Aus ihren Kriegsgefangenen machten sie Sklaven und verkauften dieselben unter einander, wie dieRömer und Carthager in der alten Zeit gethan. Sie hatten auch eine eigene Religion, und ihr oberster Gott hieß Kamoose". Sie wurden mit allen anderen' Stämmen cm der Panficlüste fertig, und die Weißen zitterten vor ihnen, so lange bis die Bundestruppen aus dem Plan erschienen. Die Modocs waren thöricht genug, auch an diesen ihre hergebrachte Kriegskunst zu erproben, und erlitten ihre erste Niederlage. Das war 1847. Das schreckte fie nicht ab. nach zwei Jahren abermals den Kriegspad zu beschreiten, und sie metzelten eine Menge Weiße nieder; dann aber wurd:n Hunderte der Krieger von der Bundesarmee ebenfalls meuchlings getödtet. Es herrschte dann Ruhe bis zum Jahre 1863, in welchem sie auf's Neue von ihrcrReservation ausbrachen u. sich auf anderem Lande niederließen. Alsbald war wieder ein Krieg im Gange. Die Modocs zogen sich nach den Lavabetten zurück und schlugen zwei Angriffe der Generäle Wheaton und Gillem ab. Dann ernannte die Bundesregierung eine Commission, um Unterhandlungen anzuknüpfen. Am 11. April 1873 wurcn zwei der Commissäre. General Canby und Dr. Thomas,' von den Modocs aus dem Hinterhalt aetödtet, und der Dritte. A. B. Mitchell. wurde schwer verwundet. Nach verziveifeltem, ferneren .Widerstand wurden die Modocs ausgehungert und zur Uebergabe gezwungen. General Jeff Davis ließ den Häuptling Jack und drei Andere wegen der Tödtung der Commissäre kriegsgerichtlich Prozessiren und hinrichten. Die Uebrigen wurden nach dem Jndianerterritorium aus eine kleine Reservation (im Gebiet der Quapow - Nation) verbracht, und es wurde ihnen gesagt, daß sie LSJahre lang als Gefangene gehalten würden, worauf sie nach ihrem alten' kalifornischen Jagdgrund zurückkehren könnten. ' Schon 1898 waren diese 25 Jahre verflossen, aber die Modocs, oder vielmehr ihr trauriger Ueberrest, sind noch immer östlich von denFelsgebirgen. und der Jndianercommissär hat keine Absicht, sie wieder nach der Küste zu schicken. In den letzten paar Jahren sind diese Unglücklichen wie die Schafe dahingestorben, und jetzt sind nur 13 männliche Stammesmitglieder übrig (mit 65 Angehörigen). In ein paar Jzhrcn werden sie ohne 'Zweifel alle. summt dem dicken, aber stets kranken Häuptling Gelber Hammer", in die bekannten sengen Jagdgefilde hinüber gegangen sei! Ab und zu in neuerer Keit dursten die letzten Dreizehn mit Wandervorstellungen im südlichen Kansas em paar Groschen verdienen.
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Od s&Iira vd? leichte ekaltungen und Husten, in tUv CaC siud ß rftlih genug, sofort ragkgen wiLsnii";. v Scbrsuche Dr. August Künig-S Aambukger ZZrustth weicher prompt unö schncU die schlimmsten Fälle heklt.
i . c(5 CalifornienS Torfländereien. Bisher war der Staat Californien. trok seiner sonstiaen MelseitiaZeit. noch niemals als Torfländ gerühmt worden, und die Torfländereien in den Neuengland'-Staaten waren so ziemlich die einzigen im ganzen Unionsgebiet, die als. solche einen Ruf hatten. Zu seinem fünfziaiäkriaen Jubiläum ls Unionsstaat kann aber Californien euch auf seine Torfländereien mit gewlem :oiz verweisen. Niejelven machen übrigens zur Zeit weniger wegen der etwaigeuGewinnung des Torfs von sich reden, als vielmehr als Culturland ersten Ranges, das lange Zeit chne gebührende Beachtung geblieben war. Diese lange Vernachlässigung stand mit der politischen Geschichte des Staates in enger Verbindung. Seinerzeit überließ die mexikanische Regierung, um die Einwanderung in diese 'Ländereien zu ermutbiaen. nack foaniftfar Methode Landflächen sehr bedeutenden Umfanges förmlich als Geschenke an einzelne Personen, nur unter der Bedingung, daß sie einen gewissen Mindestwerth von Gütern aus dem Boden gewannen und einen bestimmten Theil des Ertrages in Baar an die Regierung abführten, widrigenfalls vas Vesitzrecht verfiel. Manches der solcherart dahirgcgebenen Landstücke war von so enormer Größe, daß unter allen Umständen nur ein kleiner Theil des Gutes bebaut werden konnte, und natürlich trug dieses System wenig zur Förderung der landwirthschaftlichen Cultur bei. Soweit das Land überhaupt bcbäut roistt. zog man vornehmlich Weizen oder Gerste; das Gras, vsn welchem 'sich große Horn-vieh-Herden nährten, ließ man wild wachsen. Und riesige Landflächen blieben gänzlich unbeachtet. Als nun Californien an die Ver. Staaten fiel, fand man. daß wenige Personen die nominellen Besitzer schier unermeßlicher Bodenflächen waren, und zwar aerade in Geaenden. die sehr günstig für den Anbau zu liegen schienen. Die Besitzer hatten nach dem Friedensvertrag gewisse Rechte, welche fick aber nickt leicht klarstellen ließen. Die amerikanische Regierung ließ mehre der betreffenden Falle durch eine Commission vrüfen. und diese entwarf einen Plan, welcher es den Besitzern freistellte, auf den Gutern zu vteiven der ibre Recbte an die Ver. Staaten zu verkaufen; die Meisten entschieden sich für das Letztere, und die wtz. Waaten verkauften wiederum die Ländereien an Spekulanten. Bis in neuere Zeit hinein aber dlieden diese mjenLter ein QinderniK für das Wachsthum der umliegenden Gegenden. Eine Anzahl solcher Guter, von je üb.uuu bis 75.000 Acres Ausdehnung, ist noch immer unangebrochen und erwartet Käufer zu hohen Summen. Änoere aber find in den letzten paar Jahren endlich veräußert und in kleinere Güter zerschnitten worden, und in ihnen uegen die besagten Torfländereien. deren hoher Werth immer mehr hervortritt. Das schöne südcalifornische County Orange enthält äußerst ergiebiges, Land dieser Art; wohl der reichste Torfboden ist aber etwa zehn Meilen westlich von dem berühmten Westmin-sier-Lande zu finden. Man hat mit öiaunen wahrgenommen, daß, während andercGegenden von der D ü r r e schwer heimgesucht wurden, diese auf die Torfländereien keine andere Wirkung hatte, als daß sie das Bebaun erleichterte! Das Torsland braucht kein Wasser, sondern nur beständiges. Mermüdliches Auflockern der Oberfläche, um mit großer Regelmäßigkeit reiche Ernten zu bringen, bis zu sieben im Jahre! Es war übrigens leine Kleinigkeit, diese Landflächen ursprünglich für die Cultur zu gewinnen. Vor zwei oder drei Jahren war ein bedeutender Theil des Counties Orange kaum mehr, als ödes Sumpfland; Weiden. Binsengewächst und eine verschlungene Masse Don allerlei Ranken bedeckten die Oberfläche, und viele Theile standen fast beständig zwei bis sechs Fuß unter Wasser. In ungefähr demselben Zustande war früher auch das WestminsterLand. Indeß fiel es auf. wie wunderbar ergiebig manche dieser Flächen in trockenen Jahren waren. Nachdem endlich ein langwieriger Proceß über das Besitzrecht auf eines dieser gewaltigen Güter entschieden war. schritt man zur AbWässerung der morastigen Fläche. Das war eine' herculische Arbeit; sie gelang jedoch. Jetzt hatte man aber noch immer mit einer, von dichtem Ge-
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sich in echt! - ö cji striipp überwachsenen Wildniß'zu thun, wo kein Pferd einen Pflug ziehen konnte. Doch unoerdrossen wurde das Culturwerk fortgesetzt, und das Abhauen der Weidenbüsche und -bäume brachte für verkauftes Holz genug ein, um für das Klären des Landes zu bezahlen! Und heute hat man, wie gesagt, prächtiges Culturland hier, dessen Hauptproduct Sellerie ist. Unabsehbare Strecken sind mit Sellerie bebaut; im December ist die große Ernte, und in den drei Monaten sind die Torflandereien der. Schauplatz der regsten Thätigkeit. Der größte Theil des Productes wird ostwärts gesandt und auf vielen Märkten mit dem berühmten Sellerie von Kalamazoo. Mich., gleichgestellt. Uebrigenö gedeihen hier auch Kartoffeln, Welschkorn und Alfafaklce ganz vorzüglich. So nehmen stch Californiens Torfländereien heute aus. Schlangentänze slö Geschäft. Vieles ist über die indianischen Schlangentänze in unserem Südwestcn geschlieccn worden. Scitungs - Eorrespcndenten. denen die Gunst zuthnl wurde, diese seltsamen religiösen Cercmcni!?n mit ansehen zu dürfen, hatten grausig interessante Dinge darüber zu erzählen. Wie es aber scheint, verliert diese Ceremonie, die schon längere Zeit nicht mehr mit der früheren Ausschließkcit geübt wurde.ihren ursprünglichen Nimbus jetzt vollständig. Wenigstens berichtet man aus Arizona: Der ssanz gewöhnliche amerikanische Geschästsgetst hat auch von unseren Moan-Jndianern Beschlag genommen, und wer möchte t Wla armen Schluckern verdenken? In den letzten paar Jahren hat man Weiße in die Nähe der indianischen Ansiedelungen kommen lassen, während der Schlangentanz imGange war.und das machten sich viele unternehmende Touristen zu nutze, indem sie sich mit Photograph:schen Apparaten bewaffneten, schwunghaft Bilder aufnahmen und dieselben verkauften. Das merkten die Moquis bald genug, und sie fragten sich: Warum follen wir nicht auch unseren Theil an dieser Prosperität haben? Und sie .brauchen das Geld Heuer wirklich nothwendig. Denn Arizona hat einen sehr schlechten Sommer gehabt, da dieDürre ungewöhnlich groß war. Darum sollen die neugierigen und speculativen Zuschauer eines solchen Schauspiels nur mit ihren christlichen Linsen" herausrücken. Die Vorbereitungen für den diesjährigen großen Schlangentanz gingen in der gewöhnlichen Weise acht Tage lang vor sich, indem die Schlangenpriester in den Wüsteneien etwa 200 Reptilien fingen, meist Klapperschlangen von vier bis fünf Fuß Länge, und in der Nähe der Altäre einsperrten. Als der Tag gekommen war. führten die Priester den üblichen Vortanz auf, und dieWciber streuten das geweihte Maismehl herum. Jetzt schien der. mit sieberhafter Spannung erwartete wirkliche Schlangentanz losgehen zu wol len, und alle Photographien - Jäger stellten ihre Apparate zurecht, da trat eine unerwartete Kunstpause ein, und die Leiter der Geschichte erklärten dem hochgeehrten Publikum ringsum, daß die 'Show" ihren Fortgang nicht nehmen werde, ehe eine bestimmteGeldsumme hinterlegt sei. Die Touristen wollten natürlich nicht gefoppt abziehen; so wurde denn der Hut herumgereicht, und dzs Geld kam zusammen. Dann packten die Schlangentänzer das züngelnde Gezücht, und Alles ging mit dem üblichen religiösen Feuer vor sich. Unter solchen Umständen wäre es .kaüm noch zu verwundern, wenn der Schlangentanz am Ende aar noch als Attraction eines Buffalo Bill'schen Circüs auftauchen sollte, ebwohl sich die Rothhäute vielleicht doch nicht dazu hergeben, fo etwas in Dienst Anderer aufzuführen! Der boshafte Thierbändiger. Thierbändiger (erklärend): Hie: der Tiger, meine Herrfchaften, ist eines der gefährlichsten und stärkstenNaubthiere; mit seinem furchtbaren Gebiß zerreißt er fogar die Beef steaks. die drüben im Restaurant servirt werden!" Unbegründete Eifersucht. Gattin: Ich sehe schon. Karl, daß Du mich nicht mehr magst,, sonst würdest Du vorhin bei Erhalt des Briefes nicht fo blaß geworden sein und ihn nicht in die Tasche gesteckt haben, ohne ihn mir zu zeigen. Der Brief ist gewiß von einer Dame!- Gatte: Stimmt! Hier hast Du ihn, cs ist die RechnuyL Deiner..nde.r.in !
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