Indiana Tribüne, Volume 24, Number 12, Indianapolis, Marion County, 30 September 1900 — Page 9

J

ze zm ZWUMV or vp Tll flTlstflsfsl iy iJJUUii Seiten 0 bis 13 eitcn 9 bis 12

WW cl

Die Pseudonymen.

Von Älbert Roderich. Die Sache ist gar nicht so einfach. Nein, wirklich nicht. Soll ich von ihm als .sie" oder von ihr als er- reden? Beides wäre richtig. Es handelt sich nämlich um einen männlichen Roman schriftstellr, der unter einem weiblichen Pseudonym schreibt. Er hat diese Ver änderung mit sich vorgenommen, um für seine Romane und Novellen bei den Familien - Zeitschriften besser Einganz zu finden. Von Natur aus heißt er Ehr;stoph Plimper, aberer schr . j . chr i.U. I gern unter dem Namen Allce Rolanda unter diesem Namen hat er eine bedeutende und ausgedehnte Kundschast erworben. Er konnte den literarischen Ansprüchen, die an ihn gestellt wurden, schließlich gar nicht mehr allein genügen, und deshalb that er, was andere Handwerke: auch thun: er beschäftigt eine Anzahl von Gesellen und Lehrlingen. Er gibt ihnen im Ganzen und in einigen Einzelheiten die Ideen zu seinen Romanen und Nolxl len an, und seine Angestellten müssen die Geschichten dann niederschreiben. Die Gesellen erhalten bei zehnstündiger Arbeitszeit einen Taglohn von vier Mark, und die Lehrlinge bekommen, wenn sie noch da sind, eine Weihnachts Gratification. Augenblicklich beschäftigt Alice Rolanda vier Gesellen drei Damen und einen Herrn und zwei Lehrlinge. Wirfinden Alice Rolanda an seinem Schreibtische. Aus dem Arbeitssaal nebenan tritt einer seiner weiblichenGesellen, um sich Instruktionen für die Fortsetzung des Romanes zu holen, an dem sie arbeitet. Ihr Brotherr hat

K. anaeordnet. damit er aleid) oncnnn ist.

daß jeder seiner Mitarbeiter, der sich Jnstruktionen.be! ihm holen will, den Namen der Erzählung nennt, an der er arbeitet, und das zuletzt Geschriebene kurz angibt. Also die eintretende Arbeiterin sagte: .Unschuldig verflucht. Schluß des lften Kapitels: Regina hat Gift in den Wein geträufelt, um Hector zu töd-ten.-Aha," sagte Alice Rolanda und sann einen Augenblick nach. Also lassen Sie Hector einen Traum erzählen. .So irgend was. Ganz egal. Erst so was mit sonnigen Auen und Herrlichen Blumengärten und dann mit in 'n Abgrund fallen. Während der Erzählung des Traumes lassen Sie Hec tor das Giftglas siebenmal an den Mund setzen, aber immer wieder zurückziehen. Regina natürlich fortwährend in tödtlichster Spannung. Beim siebentenmale meldet Jemand, daß Hector's Stiefmutter vom Schlage gerührt ist, und Hector stürzt fort, ohne von dem Gifte getrunken zu haben. Versteh' Sie?- Ja wohl. Und das Glas?" Das lassen Sie rulzig bis zum nächsten Capitel auf demTische -stehen. Ich werde Sie dann weiter instruiren. Apropos, was .haben wir doch zuletzt mit dem Baron von P?lleDitz gemacht?" Baron von Pelleoitz? Der kommt gar nicht vor in meinem Roman.Nicht? Wissen Sie gewiß? Ack. -richtig, nein, ich erinnere mich. Das ist ja in Die tolle Hündin-. Bitte, schicken mir mal Fräulein Emme?ich her." ' . " Diese Dame trat gleich darauf cus dem Arbeitssaal in das Zimmer des Cchriftstellers. Verrostete Ketten meldete sie.' Ja, ich weiß. Hören Sie, ich bekomme da eben ein Schreiben von der Redaction des Tageblattes. Die Leser baben sich beschwert, daß mein letzter Roman so schlecht endet. Diesmal rnuß er durchaus gut endigen. Wie doch der letzte Äbschnitt?Die Löwenbändigerin kiatte die schöne Brigitte, ihre Nebenbuhlerin, in den Löwenkäfig gestoßen, und die 28 iven hatten sie zum Entsetzen des Publikums zerfleischt.- ' Also das geht nicht. Das müssen Sie andern.Das ist doch schon gedruckt; in der letzten Sonntagsnummer.Hm. hm, hm,-sehr unangenehm. - Wie haben Sie das denn geschrieb.'n?Unter den zermalmenden und zerfleischenden Tatzen der Könige der Thiere hauchte das schöne Weib ihre Seele au." Na. dann geht's noch. Also beginnen Sie die Fortse'tzung folgendermaßen: Aus den ersten Reihen des Publikums springt ein Mann mit edelstem Gesichtsausdruck in die Manege. Er nimmt das zermalmte und zerfleischte Weib kn seine Arme, und wenn es auch die Seele ausgehaucht hatte, er spürt -noch einen Funken des göttlichen Lelens in ihr. Der Mann ist natürlich ein berühmter Chirurg und bringt die schöne Brigitte wieder in Ordnung. Nachher kann sie dann noch ihren Arthur bekommen.Edwin heißt der Held.Na ja; also ihren Edwin. Aber nun, bitte, beeilen Sie sich. Es muß noch heute Abend in die Druckerei." Nachdem sein Gehilfe das Zimm:r verlassen hatte, setzte sich Alice Ro landa an den Schreibtisch und vertiefte sij !n daZ Anschauen eines öausenZ Vapiere. Es waren lauter Rechnun gtn, Rechnungen von grobem und !leinem Format, über große und kleine Betröge aber ein Gemeinsames hatUn sie alle: sie waren alle unquittirt. m-ihtn' c, fvrft TOnTnnhrt trnrfc sttt 4)WVIIHI UUtIV nivIMIIkH ItVW Ibltl

Haupt gestuft über die Rechnungen, aU seine Wirtschafterin ihm eine S3i siishiien fraiic

ES ist eine Dame draußen," sagte sie. Nein, es ist ein Herr draußen,sagte Alice Rolanda, der auf der Karte den Namen Robert Kleo gelesen hatte. ,Es ist ein bekannter dramatischer Schriftsteller. Lassen Sie den Herrn eintreten." Es ist aber eine Dame draußen, Herr." Sie haben wohl Ihre Brille verlegt, Frau Griese.Es ist 'ne Dame. Und wenn Sie meinen, daß ich nicht mehr ohne Brille sehen kann, Herr, dann kann ich ja lieber abgehen.Ach Unsinn. Also lassen Sie die Dame eintreten." Gleich darauf trat wirklich eine Dame in's Zimmerr Sie war nicht mehr ganz jung, aber immer.noch recht ansehnlich. Sie trug unter Anderm ein paar große blitzende Diamantringe und über der hellseidenen Blouse ein großes Perlencollier. Die Beiden standen einander einen Augenblick voll Verwunderung gegen über. Sie sind Robert Nleo?!" rief Alice Rolanda erstaunt. Ja. Eigentlich heiße ich Minna Meyer, aber ich schreibe unter einem Männer - Pseudonym. Ich hätte meine Stücke sonst nie aus die Bühne gebracht. Das abscheuliche Vorurtheil gegen dramatische Schriftstellerinnen ach, unsere Frauenrechte! Aber Sie ?!" Ich schreibe unter einem FrauenPseudonym: Sonst wäre ich meine Romane und Novellen nicht los geworden. Ach, unsere Männerrechte! Was verschafft mir die Ehre, gnädige Frau?Sie haben einen Roman geschrie ben: In verrosteten Ketten" In verrosteten Ketten?- Warten Sie 'mal ja. ja. ich erinnere mich schon. Wissen Sie, man schreibt so mancherlei . Ich habe die Absicht, diesen Roman zu dramatisiren. Ich bin eigens hierher gereist, um das Nöthige mit Ihnen zu besprechen.Darüber läßt sich reden, gnädige .,.. m Hrau. Plötzlich verstummten . Beide und blickten einander wie abwesend an. Ich habe eine Idee!- riefen dann Beide zu gleicher Zeit. Es wird wohl dieselbe sein,- sagte Robert Kleo. Das können wir ja gleich sehen,meinte Alice Rolanda, ich zahle bis drei, und dann also: eins, zwei, drei .- Unsere Pseudonyme!" riefen zu gleicher Zeit die Beiden. Aber ich habe die Idee doch zuerst gehabt, sagte die Dramatische. Das läßt sich wohl kaum constatiren.' Bearbeiten wir die Idee zusam men.-. Gut. Meinetwegen. Diese Kreuzund Quer - Pseudonymität gibt ein famoses Lustspiel.Und die Tantiemen theilen wir!rief begeistert Alice Rolanda. Ja. Aber das Stück muß den Abend füllen. Wir müssen verschiedene Verwicklungen erfinden.Und zum Schlüsse kriegen wir uns," sagte verschämt Alice Rolanda, indem er einen schnellen Blick von seinen unquittirten Rechnungen auf die Diamantohrring? Robert Kleos gleiten ließ. Zugleich faßte er mit der Rechten die Hand der Dramatikerin und legte die Linke um ihre Taille. Sie Sie sind Junggeselle?fragte Robert Kleo noch viel derschämter. Ja. Sind Sie einverstanden, wenn ich sage: in den besten Jahren und nicht unansehnlich?- ' Ja sagte noch viel verschämter Robert, damit bin ich einverstanden.Und Sie. Verehrte auch Sie sind unverheirathet?" Das weiß ich nicht!" Das wissen Sie nicht?!" . - Nein. Ich bin geschieden von mei nem Manne. Aber ich habe den Scheidungsschein verloren. In London sind wir geschieden. Gleich darauf ist mir mein Koffer mit all meinen Papieren gestohlen worden. Bis jetzt habe ich nicht herauskriegen können, bei we! chem Gerichte der ungeheuren Stadt wir geschieden worden sind.- . Der Scheidungsschein rnufc sich wiederfinden," sagte bestimmt Alice Rolanda. und ich mache Ihnen jetzt gleich nach der Exposition eine Liebeserklarung. Ich liebe Sie aus tiefstem, tiefstem, tiefstem Herz-n, Robert.sprach Ali mit bedeutendem Gefühls, ausdruck. Dabei umfaßte er Robert und gab ihr einen drastischen Kuß. Sie haben bedeutendes Talent.sagte Robert Kleo. aber so geht die Sache doch noch nicht. Wir müssen den Abend füllen. Wir müssen einen Conflikt haben." Ja. und wir müssen uns auch zwischendurch mal geistreich unterhalten.Können wir ja auch; ich weiß eine Menge Gedankensplitter. Aber vor allen Dingen den Eonflikt! Und ein bischen pikant muß die Angelegenheit werden.' Ein bischen möglichst sehr pikant. Sonst zieht es nicht. Die Heldin muß mindestens anderthalbixutig sein..Das geht nicht." warf Alice Nolanda ein, da würde ich mir meinen Ruf bei den Familienblättern veroerben." Und wenn ich zu zahm werde, fühlt mich kein Direktor mehr auf." Da hätten, wir ja den Conslilt Wahrhaftig, ja. Jetzt streiten wir uns hestig und gehen wüthend ausetn-

ander. Run schreibe ich, um Sie zu argern, ein hochpikantes Stück, und lasse es unter Ihrem Pseudonym ausführen und Sie schreiben, um mich zu strafen, eine lauwarmeNovelle unter meinem Pseudonym." ,Da5 ist aber doch eigentlich etwas zu unwahcheinlich,- meinte Alice Rolanda. Lächerlich. Etwas zu Unwahrscheinliches gibt es gar nicht für ein Lustspiel." Also gut. Gehen wir weiter.

Dann verklagen wir uns gegenseitk.

Sle kommen vor Gericht als weiblicher Robert Kleo. Das will ich dann aber natürlich nicht sein, und Sie verleugnen Ihre männliche Alice Rolanda. Na. die Re-clame!-Jn diesem Augenblicke trat aus dem Arbeitssaal der Lehrling Arno Kunzl. ein blasser, hoch aufgeschossener Jüngling von 17 Jahren, in's Zrmmer. Er meldete dem Chef, daß 5)err Lorenz Prickel plötzlich krank geworden sei: Herr Prickel hat nach Hause gehen müssen und kann seinen Roman nicht weiter schreiben. Ich werde den Roman weiter schreiben. Herr Rolanda," sagte Arno Kunzl und reckte sich gewaltig in die Hohe.Das wird wohl kaum angehen; Sie machen Fehler in der Satzconstruktion." Ich nehme seit acht Tagen Nachhilfestunden im Deutschen, Herr Ro-landa.-So? Na. wollen mal. sehen. Mit den Präpositionen wissen Sie ja cinigermaßen Bescheid. An welchem Roman schreibt doch gleich Herr Prickel?Das Schauertestament. Ich habe eben durchgelesen, was davon schon geschrieben ist. Geschrieben worden ist," verbesserte Rolanda. Na ja, einerlei. Ich hab' auch die Sache schon weiter ausgedacht. Ich kann was, Herr Rolanda." Lassen Sie mal hören, junger Mann.Also, es war nun ja kein Testament da. Da hat der Marquis ein gefälschtes Testament producirt. Inzwischen hat nun aber die Corsettarbeiterin das richtige Testament in einer alten Kiste auf'm Boden gefunden. Der Marquis besteht natürlich aus sein Testament als das richtige Auf seinem Testamente." Nee, wieso? Er steht doch nicht drauf? Na, einerlei. Nu passen Sie mal auf, Herr Rolanda. ob ich was kann oder nicht. Wie kommt es nun 'raus, was das richtige Testament ist? Wie der Baron auf'm Todtenbett sein Testament dictirt hat, hat zufällig im Zimmer ein alter Phonograph gestanden. und g'rade wie sie mit den Testamenten vor Gericht sind, kommt der Phonograph zum Vorschein und gibt den letzten Willen des Barons wieder von sich, genau mit des Barons Stimme. Nun ist Alles klar und kommt in Ordnung. H'ä, was sagen Sie dazu?Schreiben Sie den Roman zu Ende, lieber Kunzl." sagte Alice Rolanda. und sein Lehrling verließ hoch erhobenen Hauptes das Zimmer. Was bedeutet denn das?- fragte neugierig Robert Kleo. Alice Rolanda erzählte von seiner Arbeitseintheilung. Das können wir auch für unser Lustspiel gebrauchen," sagte die Dramatikerin. Da trat, geleitet von der Wirthschafterin, ein Herr in's Zimmer, der sich durch einen ungeheuren Haarwuchs und durch besonders lebhafte Bewegungen von anderen Menschen auszeichnete. Er verneigte sich tief vor Robert Kleo und sagte im schnellsten Tempo: Ich bin Professor Loritscho. Ich schreibe ein Buch: Die Verwandtschaft zwischen Kunst und Irrsinn" und bin auf einer Studienreise. Ich ' befrage alle hervorragenden Dichter, Schriftsteller, Maler und so weiter, um Material zu sammeln, und habe es sehr eilig. Also bitte: Worc.n sind Ihre Urur-, Ur- und Großeltern gestorben? Wenn nicht, wie alt sind Sie? Sind in Ihrer verehrten Familie Irrsinnige? Wie viel? Tobsüchtig oder nicht tobsüchtig? Rollen Sie selbst zuweilen mit den Augen? Wenn ja, von rechts nach links oder umgekehrt? Haben Sie Kopfschmerzen? Manchmal, oft oder immer? Niesen Sie oft? Wie lange können Sie auf einem Bein ste-hen?-Mein Herr," sagte Robert Kleö. sobald sie zu Worte kommen konnte, wen meinen Sie eigentlich?Nun. Alice Rolanda. die berühmte Romanschriststellerin.Das ist der da!"' Nicht möglich. Das ist ja ein Mann!Jch bin Alice Rolanda," sagte ernst der Romanschriftsteller und verbeugte sich'. ' Professor Laritscho stürzte auf ihn zu. Ah, Sie glauben wirklich?! Das ist ja ein phänomenaler Fall. Herr, Sie sind ein Objekt für meine Wissenschast, wie es kein zweites gibt. Sie haben Kopsschmerzen, mein Herr, nicht wahr? Immer, Tag und Nacht Kopf. schmerzend Nein, nur manchmal." O bitte, wann? Wenn Sie schreiKen oder wenn Sie nicht schreiben? Halten Sie den Kopf gestützt, wenn Sie schreiben? Halten Sie die Feder mit wei oder mit drei Fingern? Sie sind xmti wirr im fiops, nicht wahr?" Aber nein, durchäus nicht." vu sind ebl so siirr, dag Sie 3

nicht merken. O, mein Herr, welchen Dienst können Sie der Wissenschaft leisten! Seit Jahren forsche ich nach dem Wahnsinnsbacillus. Ah. lassen Sie mich einen kleinen Einschnitt in ihr Gehirn machen." Der Professor zog ein kleines Messer auS der Tasche. Herr, Sie sind selbst wahnsinnig!" rief Robert Sllto. Wer ist die Dame?- fragte unwillig der Professor. Das ist Robert Kleo, der bewährte Dramatiker," sagte Alice Rolanda. Der Dramatiker bestätigte dieseMittheilung durch ein lebhaftes Kopfnicken. Der Professor, stürzte zu ihr hin. Ah. auch Sie, auch Sie! O, ich hab's gleich gesehen. Diese kleine, schmale Stirn, diese Knochenwölbung da über den Ohren, dieses unsichere Flackern in den kleinen Augen . . ." Herr, Sie sind unverschämt!" rief die Dramatikerin im hellen Zorn. Uebrigens ist Ihre ganze Wissenschaft lächerlich. Unsere Namen sind nur Pseudonyme, unter denen wir schreiben vielleicht dämmert es Ihnen jetzt auf, wie stark Sie sich blamiren.Der Professor stand einen Augenblick consternirt. Dann aber kam er in Wuth. Gar nichts dämmert mir auf!- rief er. Und Eines will ich Ihnen sagen: wenn Sie nicht Pseudonym wären, dann wären Sie irrsinnig. Aber freilich. geirrt habe ich mich doch bei Ihnen. Ich wollte bei Ihnen .die Verwandtschast studiren zwischenKunst und Irrsinn. Das ist allerdings lächerlich, denn bei der Art Ihrer Arbeiten kann doch vonKunst keine Rede sein. Adieu!- , Die Pseudonymen standen noch starr vor Schrecken über diese Rede, als der Herr Professor schleunigst das Zimmer verließ. Das können wir auch gebrauchen," sagte endlich Rolanda. Ja, und nun haben wir mal Stoff genug," antwortete Robert Kleo. und mein Ehescheidungsschein kann sich wie der vorfinden." Ach. das war auch nur wegen des Abendfüllens?!" ' . Freilich, ja." Und Sie sind freZ, ganz frei?" .Ja." Dann mache ich Ihnen jetzt meinen Heirathsantrag. O, Heißgeliebte, sü ßes, herrliches Weib, was ist das elende Dasein ohne Dich." Rolanda, Sie' kaben doch gewiß schon hundert Heirathsanträge ge macht,- unterbrach Robert Kleo. Aber ich bitte Sie!" 3n Ihren Romanen, meine ich." Ach so." Also wozu die Schablone?" Du hast recht. Ich gebe Dir also hiemit ganz einfach den Verlobungs kuß." Warum ganz einfach?" fragte tief err'öthend die Dramatische. Oauernhochzetten m clhetn. Wer am Rhein, besonders in derGe. gend von St. Goarshausen eine als richtig angesehene. Hochzeit feiern will, muß ein Stück. Rindvieh, mehrere Schweine und Kälber schlachten und einige Centner Mehl zu Ku chen verbacken. Außerdem dienen verschiedene Hektoliter Wein zur Stillung des Durstes. Eine Musikkapelle darf natürlich nicht fehlen. Auf den Tischen stehen Zinrtteller mit Tabak. Nun sitzen 100 bis 150 Personen zwei volle Tage eng gedrängt beisammen. Der Höhepunkt der Hochzeit ist die Beschenkuna am zweiten Tage. Die Tische tverden sämmtlich'abgeräumt und weiß gedeckt. DaS junge Paar nimmt hin ter einem derselben Platz und nun kommt ein Hochzeitsgast nach dem an dern. stellt sein Geschenk vor dem Paare auf und bringt die Glückwünsche dar. der Eine kurz und schlicht, der Andere tn Form eines Spruches oder längeren Ansprache. Die jungen öthe leute zeigen sich sehr gerührt und müs sen ein bischen weinen. Auch noch an dere Eigenthümlichkeiten zeigen hier die Hochzeitsfeste. Die Gäste nehmen am ersten Tage eine günstige Gelegen heit wahr und ziehen der Braut cinen Schuh auk. Derselbe wird öffentlich meistbietend unter den Gästen verstei gert. Die Brautführer- müssen ihn für das erzielte Gebot wieder einlösen. AuS dem Erlös werden dann in der Regel Cigarren besorgt. Sobald Abends die zwölfte Stunde schlägt. b kommt die junge Frau eine weiße Nachthaube aufgesetzt. Beim Essen wird für die Kochsrau eine Geldsamm lung veranstaltet. , Diese geht so vor sich, daß irgend ein . Gast mit dem Kochlöffel, auf welchem ein glimmender Lappen liegt, in die Stube tritt und die Mittheilung macht, daß die Kochfrau" ihre Schürze verbrannt habe. Da die arme Frau keine andere habe, so bitte er doch um eine kleine Beisteuer zu ei ner neuen Schürze. Bald ist der Koch löffel mit Nickel- und Kupfermünzen gefüllt. Am zweiten Tage wird dies wiederholt, mit ben Unterschied, daß statt der Schürze ein anderes Klei dungsstück verbrannt ist. Aus diese Weise verläuft fast eine Hochzeit wie die andere programmmäßig. Der Hausarzt. Dienst m'ädjen: Gnädige Frau, der Herr Doctor ist draußen." Die Gnädige (gerade bei der Toilette): )!), den kann ich aber jetzt nicht empfang. Sagen Sie ihm doch, ich sei ich sei nicht na sagen Sie nur, ich sei nicht vohl:, .

Ein Mann vrrliert oft seine Gedu.d, wrnn die Rödn im Haulk inU. ordnung grrardrn. doch dies ist ganz unnütz, solanae ?s solche erfahrene wiiienschaktliche und tw-to-ilai' Plumper? In der Stadt gibt, wie E. AneKdaensel Jt 60. Unsere Arbeit ist nickt blc zksriedenstkUknd. sondern bisset jegl icher Nonkiirrenz ir Ar beit und Preis die rike. ' 6s ist rattnam Ihren Mrnace und Ihre Grates zetzt in Ordnung bringen zu lassen. ' C. Aneslireiisel & Co., 20 Qst Ohio Ttraße. Bankerott-Verkanf von Tapeten erst kürzlich eingekauft für weniger als zum 5erstellungS Preise. C. MW WALL m C0. 407 Virginia Avenue. 411 Süd East Straße. .Telephon 401. 1. P. STIKK & CO., No. 208 Nord Cast Etr. Alteö Telephon 2 on 1500. 75 Wir mcheu eine 5ptti.iliiat von künstlichen liebern und chirurgischen liederstüpen. r.iMces), Sdiul) - lLrweitk ungen, Bruchbänder .rücken us Bestellung gemacht: 26 Jahre bet A. Hahwood Wir sprechen vor um Ma zu nehmen, wenn ti verlangt wird. Arbeit arantirt. Paul F. Schmidt, D. D. S. Zahnarzt, Zimmer tf, Qdd Fellows asl, Ecke Penu. und Wash. Ttr. Indianapolis. Telephon U31. F. F. MEYER & CO. 802806 Süd Säst Straße. . Indianapolis Ind. Grotmes Fleischwaaren und Echuhe. lleS rille dene Qualität. Wir wissen nicht Alles Toch wir wisse, dak wenn wir eine Bestellung für nttrelchiarden aucfüdren, wir unsere Bereinbarunz auf den Buchstaben erfüllen und nieren ttunden für jeden Toll den Wenh eine ehrliche ToUars geben, fcjie verkaufen bleibende Farben uud jegt ist's tteit sie anzubringen. TUE Udiig Paint & Yuniish Co. No. 426 Ost Washington Straße. Neu und alt Telephone. VIADUCT LIQÜQR HcjlT EMIL MANTEL, , , : Eigenthümer. 301, 202 & 305 Virginia Ave., Ecke New Jersey Ttrahe. Die feinsten Weine und Liqnöre in Flaschen und per allone zu ttngroipreijen. v Vesteuungen nach allen theilen der Stadt frei abgeliefert. i i i ff

F arjr

i Ait

,rry ü ' n ji

mlmm

vlzruuirri, itC Ihre . 'T- 1 i W-ua i. . . .tai&cme Oel. mmlfeat7til"trU-"ine "'"'""S des Doch,. lngm Ei. und Palnciu Oel ist rafsinirt aus reinem Pennsylvania Rohöl durch SCOFIEU), hllüRMER AND TEAGLE, Anti-TrustOelasfineure. - Indianapolis, Jn. Für das reisende Publikum !,aben wir eine Masse passender Gegenstände von

cv j-. i T ftffer bis

Fiir Herren zum Selbstrasiren : Star 8affc)' llasir-HIesser . . . . $1.50 und Cürley Safety liasir-Messer $2.00 und dazu passende Artikel.

Iharies Bayer & "Co.. 29 und 31 West Washington Straße.

K lte Welle fcronnt!

Natürlich jetzt noch nicht. Doch sollten Sie aus dieses Ereizniß. wenn ti kommt, vor. bereitet sein dadurch, daß Sie jetzt kaufen und 25 Prozent ersparen. ÜÖir haben 65 Muster-Oefen. die wir verkaufen wollen, bevor w;r den regulären Sorraty osseriren uud die wir für Sie reserviren wollen, bis Sie sie wegholen lassen. Kommen Sie sruhzemg, denn sie werden bald alle sein. Wir osseriren- auch Reduktionen in Möbel, Tev piche und Linoleum. -'

' L. Hartman, No. 317 6 551!) Ost Washington Str.. . . z Square vom Co

E& Beide

Ein gut möblirtes.Kaus ist eine ewige Kenöe.

X Möbel, Teppiche, Vesen und eiu wohlassortjrtes Lager von Hauseinrichwngen. ' .

Olios. Willig. I !t

Alle unsere Mttlmer-Anzilgc

THE MQmSQS,, 30 Wrst Washington Str.,3 Zb m wklilich vom Staat! hause.) BCttunEei?,,,,,,,.

V

Tic beliebte

Pros ress S

C-

Altes MgeVbwr.

Düsseldorfer," Würzburger" und Spezial Brew,"

Gebraut von bei

irenSiiiig

Ms

Telephon 578, für bufe !e in Jlasch..

Stecknadeln.

u3

Courthau,. Phone 1724. 141 West Washington Strak. gegenüber dem Park Theater. Altes Phone 180eV kommt rS ! $12 und 815 für c7:it-"

Trn

lk

ii t ! 't"'" Xz'ö".' ''y:' ' -'-' s1 ? ' f -St' ' v.Vv - j.,H. . v . - j -x . 1" ' iw-v. ' " U " r .4 - - Ä-' . ü- , 4 "w i i!