Indiana Tribüne, Volume 24, Number 12, Indianapolis, Marion County, 30 September 1900 — Page 12
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VffenerLchrcibcbnesdes Philipp Lauerampfcr.
Copyright lioo ly the Germaa PteM t P Ute Co. Sio. 361. Perris im September. Mein lieber Herr Redacktionär! Sellen Schreibebrief hen ich gestern geschriwwe. heit sin nur von Prris fort un morge hen ich den Brief geznehlt. .Mehbie ich sin e wenig uffgemickst in die Dehts, awwer wann Se iciifete, was mir in die letzte Dage noch for en Batter un Trubel gehabt hen. dann wäre Se kei bische surpreist, wann ich Mißtehks mache. Zwische Ihne un mich hen ich's besser gegliche, ick ich noch mit den Wedesweiler clleins gewese sin, awwer was gut duht's mich duhn zu kicke? Gar nit. clso besser ich trage mei Schicksal mit Geduld un do sin ich verdollt besser ab. Die Lizzie. was mei Altie is. die is t 2nzifferenteFrau,un ich sin arig sattisfeit mit sie. un mir Hen ja auch plentie Fonn. awwer vorher is es doch schörer gewese. In die erschte Lein miss' ich die Anna. Wann mer se jetzt sehn, dann duht se immer so diesent äckte. ganz different von früher. Wie schön is es doch gewese. wann ich un der Wedesweiler in das Tscherman Willetsch 5nge sin, awwer newwer meind. vorbei is vorbei. Die Lehdies hen die daar letzte Däg noch qejuhft for allerHand Stoff for die ios zu kaufe un do hen mir uns off Kohrs von ecksjuhst un ich hen zu die Lizzie gesagt, mir dehte gleiche noch emol en Abend allein euszugehn, es wär ja doch das letztemal. Die Lizzie die Hot's nicht gegliche, awwer die Missus Wederweilern die is viel mehr sennsibbel; sie Hot gesagt, wei schuhr. geht Ihr nur und kiabt noch emol e gute Zeit; wann Ihr in unser Nest in die Juneited Stehts komme duht. wo Ihr so bekannt seid, wie en grien gepehnter Hund, dann bot's doch geschellt mit öuerm Fonn. - t .11 crr rr. o cm 3u..!f . hir i iin t t nif 'iisiiin 'rr iir m rnr 1 1 r r ur ; v v Vv'v'l,v'',v' Z spreche un do Hot die Lizzie doch nicks daqege sage könne. Well, mehbie. mer sin fort. So schnell wie en Hund gauzt sin mer an die fZehrgraunds gewese un urrser erschwer Gang is zu das Tscher-rnen-Willetsch gewese. Ich kann Jhne sage, mir hen den)Weg im Schlos sinne könne. Die-Anna Hot uns unser Bieräze'gebracht, un ich hen se gefragt, se nit emol ablege un mit uns gehn könnt, awwer se Hot gesagt, se könnt nit. un do hen mer nit belfe könne. Mer sin dann mit uns allein losgeschowe un bald den mer en Schoh ge strocke, wo en Feller in Front gestanne Hot, wo immer gehallcrt bot, datz do drin die berühmte viehmehl Preisfeikersch zu sehn wäre. Sell Hot mich interestet. Ich hen schon soviel von den Schimm Kohrbett un den Tschanell Sollivan un den Fitzsimmens gehört, swwer von viehmehl Preisfeitersch hen ich noch nie nicks gehört. Do misse er enei gehn, hen ich zu den WedesWeiler gesagt, un dann sin mer inseit. Do is schon e große Kraut drin gewese un es Hot nit mehr lang genomme, do is der Karten gerehst worde, das Orkestre Hot gespielt un eraus sin die Preisfeitersch komme. Es wäre so ebaut zwanzig gutzuckige viehmehle Meedercher un se Ware von Tapp zum Sattem in Teits gediehst gewese. Bei Galle, sell war awwer e Seit! Der Wedesweiler un ich, mir hen gerobbert, daß uns fascht die Köpp aus den Tscheunt gange sin. Dann hen se for e Weil gefeit un sell war auch arig schön UN wie sie gestappt hen. sor sich abrobbe zu losse. do is der Mennetscher an die Stehtsch komme UN Hot gesagt: Lehdies und Scbentelmänner, wenn Jemand unner Jhne. dazu stehlt en Raund mit eine von die Lehdies zu mache, dann soll er an die Stehtsch komme un sein Partner auspicke. Mer tschahrtsche nicks eckstra dafür! Do Hot mich der Wedesweiler en Pusch gewwe un Hot gesagt:Seh. Phil, sell is Tschehns for dich; wann ich so strong wär. wie du, dann deht ich reiteweg emol die Gehrls zeige, daß en deitscher Mann nit so iesiz zu biete is. Wisse Se. Herr Redaktionär, ich sin schuhr. daß der Wedesweiler viel stronger is, ls wie ich. awwer es Hot mich doch ge- , iickelt. zu Höre, daß t so e gute Appiniien von mich gehabt Hot. Denkst du wirklick. Zck sollt emol feite?" ben ick frogt. Schuhr Ding, sagt der We- , , , , i - -7 d?Zweiler un er Hot mich auch gepramuL daß er di: Lizzie nicks von sage wolltt. Do sin ich an die Stehtsch gange UN henX laut gesagt: Mosjeh. scheh wulleh nich eng pöh feite awk eng de Ich DahnZ." eh bieng," Hot der Bahs gesagt, .tehk juhr Pick." Mitaus lang zudenke, hen ich mei Pick geuomme un so en schöne fette Lehdie den Wink qeS?h?e. Die Stehtsch is dann gekliert wxorde un ich hen mes Koht un mei Wst ausduhn un hen auch mein Stendvbb Kaller abnemme muss:, Dann heV sie mich Kiehlunz zugefthnt un hen mich en diesente Drink Witzkie gewwv. Dann hen ich UN mei Partner en Mu for das Ahdidorium mzche müsse uX dann hen mer Hands geschehkt. Der ndschehk hol qefiehlt als wenn ich bei Mißtehk in e fonfif rerJ6 Zmme wäre. XDann bot
The Eminent Kidney and Bladder Specialist.
r y "-x'-v ' ts-a--o" fKMtz Sli-O MMAI the Dhcovcrer of Swimp-R-oot t Work In Eis Laboratory. There is a disease prevailing in thls coantry most dangerous because so dceptive. Many sudden deaths are caused by U heart dbease. pneumonia, heart sailure or apop!exy are often the result of kidney disease. If kidney trouble is allowed to advance the kidney-poisoned blood will attack the vital organs, or the kidneys themselves break down and waste away cell by cell. Then the richness of the blood the albumen leaks out and the sufferer has Bright'a Disease, the worst form of kidney trouble. Dr. Kümer's Swamp-Root the new discovery is the true specific for kidney, bladder and urinary troubles. Ithascuredthousands of apparently hcpeless cases. after all other tfforts haye failed. At druggists in fity-cent and dollar si;es. A sample bottle sent free by mail. also a book telling about SwampRoot and its wonderful eures. Address Dr. Kilmer & Co.. Binghamton, N. Y. and tnention this paper. Der Manetscher gehallert: Eng, deti. droah!" un dann is es losgange. Ich hen mich die Lehdie zuersch! emol um die Wehst getackelt un das Hot arig gut gefiehlt; ich hen getreit sie zu trippe. awwer sie is so fest stehn gebliwwe. als wann' e Brickhaus wär. Dann is ihr Torn komme. Ee Hot mich in die erschte Lein mit ihre Fist en Ponsch in de Tschah gewwe. daß ich gedenkt hen. mein Kopp deht in die Eck fliege, wie en Vahl in die Bohling Alley. Ich hen schnell emol gefiehlt un war'n sattisfeit, daß er noch an sein alte Platz war. Dann Hot se mich auch um die Wehst kriegt, un Hot mich so ebaut siwwezehn mol uffglipft un uff de Flohr gestumpt. als wenn ich en Potetohmäschn war. Ich sage Jhne, all mei Bohns hen gekrackt un ich hen noch emol schnell iwwergedenkt, ob ich auch in meine Lahdsches gutstehend sin. Jetzt is es awwer erscht losgange! Schie wiß, ek tell juh. die is mit mich Umgänge, wie die Sau mit den Bettelsack. Se Hot mich gege mein Stommeck gepontscht, daß mich der Adam gestoppt Hot un die Auge aus dem Kopp ausgehängt hen. Um das Ganze zu en versöhnliche Abschluß zu bringe, Hot se mich noch emol in die Höh gelüpft un Hot mich dann mit en Forsch uff die Floh: geschmisse. daß ich gedenkt hen, ich deht mei Lebdag mei Knöchelcher nit mehr in die richtige Posischen bringe. Die Kraut Hot in die Händs geklappt un hen gehallert wie krehsig. Mir hen gemacht, daß mer so schnell wie möglich autseit komme sin. Der Wedesweiler Hot gesagt, daß das der beste Schoh wär. den er'noch je gesehn hätt! Do deht mer doch sein Geld werth kriege. Ich hätt' enihau noch mehr kriegt, als was ich for bezahlt hen. Well, ich will froh sein, wann ich in drei Woche driwwer enaus sin. Es war awwer auch zu toff un so ebbes sollt von de Bolitti gestappt wer'n. 5)err Redaktionär, ich denke, mein nächste Brief kriege Se aus die Juneited Stehts. Womit ich verbleiwe Jhne Jhrn liewer Philipe Sauerampfer. Andre Zeiten, andre Lieder. ' Unter Friedrich Rückert's meisterlichen Uebersetzungen findet sich auch ein chinesisches Kriegslied, das vielleicht das originellste feiner Art ist. Es sucht nämlich nicht zu Tapferkeit und Heldentod zu entflammen, wie das sonst üblich ist, sondern es zeichnet sehr richtig die Schrecken des Krieges und kommt wie der kluge Falstafs zu dem Schlüsse, daß Vorsicht der bessere Theil der Tapferkeit sei. Also singt der chinc. sische Tyrtäos: Gekommen sind die Schaaren Der nordischen Barbaren Mit langen hellen Haaren, Mit 5)aaren hellen langen. Die ihnen wie die Schlangen Von beiden Schläfen hangen. Gekommen sind die Schaaren. Der nordischen Barbaren, Die stets ein. Schreck' uns waren, Die keine Häuser bauen, Bestellen keine Auen, Wie sollt uns drob nicht grauen? Sie essen rohe Speise Und leben nicht vom Reise Und Mais aus unsre Weise. Mit Vogelfedern zieren Sie ihren Kopf und ihren Leib mit dem Fell von Thier'.n. Gekommen ,md die Schaaren Und durch das Land gefahren, Das ruhig war seit Jahren. Der Fürst von Li muß fliehen, Gen Wei zum Fürsten ziehen. Ob Hilf ihm sei verliehen. Und weil ihr so verziehet. Und keine Hilfe liehet. . So kommt nur mit und fliehet! Bis Wei sind nun die Schaaren Der nordischen Barbaren Und werden weiter fahren!" Die modernsten Hunnen, die keinen Pardon geben und keineGefangenen machen, werden wohl von den chinesischen Dichtern mit andern Liedern empfangen werden. Die Berühruncrbinas mit Europa dürste ebenso zu einer !$e beerunz in der Krtegslyrik wie zu einer solchen in der Bewaffnung und Schießkunst geführt haben.
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jm Novelle von Gustav JZger. l Die kleine Stadt liegt noch tief verschneit, obgleich der Februar seinem Ende zugeht. Jeder aunpsahl hält seine weiße Haude fest, und unter den Sohlen wimmert der Schn; es sieht aus, als ob es noch lange kalt bleiben wollte. Wenn die Nacht da war und es acht Uhr wurde, begann in dem Tanzsaaie des Gasthofes das Theater. Da heißt, es begann, wenn so viel Publikum zusammenkam, daß die Unkosten gedeckt waren, andernfalls bekam das Dutzend Besucher sein Geld wieder, mit der Bitte, die nächste Vorstellung zu beehren; dann dudelte ein Leierkasten einen Nachhausemarsch, und jeder ging seiner Wege. In der Gaststube, die zwischen dem Honoratioren- und Bauerstübel liegt, vertheilen sich einige Mimen an die ungedeckten Tische. Der hinzukommende Komiker und Mitdirector merkt den Spaß. Sie spielen Publikum brummt er, aber die Freude wird nicht lange dauern," und als die Kellnerin kommt, behält er Recht, denn diese erklärt, keine zweite Lampe anzünden zu wollen, und nun sitzen sie bei einander. Der Naturbursche sucht in der Seitentasche seines Rockes und bringt eine kleine Flöte heraus, die er ausbläst und an die Lippen setzt. Auch das noch!- seufzt der Komiker. Trübsal Verblasen," kommt die latonische Antwort und eine alte Melo die klagt aus der Flöte: Guter Mond, du gehst so stille." Weshalb seufzen Sie.Fräulein Ea milla?" wird, die Liebhaberin gefragt. Lang, lang ist's her." giebt die Gefragte zur Antwort, lang, lang!" Nein, so geht das denn doch nicht, nur keine Operette," ärgert sich der Komiker. dann ruft er: Anna, Anna!" Die Kellnerin kommt: Herr Andreas? Eine Portion heißeö Wasser mit Rum. für sieben Personen. Ich zahle alles, Anna, das heißt, was kann das kosten V Na, eine Mark wird langen." Dann zu! W:? wollen schlemmen!" Der Naturbursche erhebt sich und macht vor dem Spende? eine großartige Verbeugung, dann flötet er: So lehen wir, so leben wir alle Tage . . Schon gut, Vasallen," winkt der Komiker mit majestätischer Geste die Danksagung ab, nur nicht weinen, nicht weinen, erzählen, erzählen, bis wir schläfrig sind." Er starb," begann die Liebhaberin, aber damals hatten wir noch Geld und ein eigenes Theater. Wir spielten Ibsen, ich die Nora, er den hysterischen Doctor. Uebrigens war die Sache recht einfach. Wir gehörten früher beide einerGesellschaft an und Heirathe, ten uns wirklich. Wir hatten auch Einnahmen, als wir. für eigene Rechnung spielten, bis tx bei einer Hauerei. die im Zwischenacte betrunkene Urlau ber inscenirten, schlichten wollte und man ihn blöd schlug. Aber ihr hättet hören sollen, wie er die letzten Tage deklamirte. erhaben, unvergleichlich: ..Zwei Sterne kreisen nicht in einer Sphäre!" . , . Hab' ich mir den Grog nicht fein verdient?" brach die Erzählerin ab. Herr Andreas nickte, obgleich er die Geschichte schon einmal gehört hatte. Jetzt begann ein alter Komödiant, der als Universalgenie auf der Bühne vielseitig verwendbar war. In meiner Jugend hatten wir zu Hause ein Kindertheater, mit lzerrlichen, bunten Papierfiguren, dem ich eigentlich meine Carriere verdanke. Ich spielte mit meiner Schwester jede freie Stunde, und als ich sie nach vielen Jahren wiedersah, denn ich war in die Fremde gelaufen, hieß sie mich einen Lump und wollte mich bessern, denn sie war auf eine, Hofbühne gerathen, und ihr Graf hätte sie möglicherweise geheirathet. wenn sie nicht im Kindbettsieber gestorben wäre. Ich sank imm tiefer und bin heute hier ob dei Rum bald kommt?" Und Sie. Her: Lvonel?" Der Mitdirector wandte sich an den Natur burschen. Ja, das ist so etne Sache, man wird es nicht glauben wollen," fing dei Aufgeforderte an. aber verehrte Colleginnen und Collegen, Sie haben es auch erfahren, man liebt uns mehr denn andere Sterbliche. Wir spielten einmal in Franken es war mein zweites Engagement , und da verliebte sich eine Dame in mich. Sie war eine Großstädterin, die in das kleine Nest geheirathet hatte und sich entsetzlich ennuyirte. denn ihr.Mann war ein Brauer. Es siel bald auf. wie fein ich mich kleidete. Dann jagte er sie fort, und sie kam zu mir, und wir engagirten mehrere Thiere und eröffneten einen Centralcircus ..." Er fchwieg. wie in Erinnerungen versunken. Starb sie auch?" fragte ein Ungeduldik'es. Sie? Nein, sie nicht. Aber erst stahlen sie mir den Pudel Hanswurst, dann die Ziege Carmen, endlich starb mein Pferdchen Cäsar. ' Sind das nicht genug?" Und sie?"' Ach sie! Ich gab euch meine Todten. damit basta!" Er nahm die Flöte und phantasirte halblaut. Aus den Brettern dxrGaststubendecke stapften dumpfe Tritte, man hörte, wie oben tactmäßig ausgetreten wurde. Dann kam die Kellnerin und brachte ein Fläschchen Rum und einen großen Topf, aus dem heißes Wasser weiße Wolken zur Lampe sandte. Die ver rauchte, dunkle Decke gewann dadurch außerordentlich, und einige Gesichter llten sich schnell aiif. Dsoll Grog sein!" sprach Herr Andreas77sur seine estdie Gläser ctmu "'.Es wird
uns nicht schwer fallen, uns diese Thatsache einzureden. Es lebe die Kunst! Morgen ist Sonnabend, dann Sonntag. Der Kartenvorverkauf für diese zwei Tage übersteigt alles Dagewesene. Jchengagirte bereits- zwei Geigen. Es lebe die Kunst!" Sie lebe!" rief gedämpft der Chor, denn rxisHonoratiorenzimmer war gut besucht, und eben schrie drinnen Je mand Trumpf-. Nach und nach brachte der dünne Trank aber doch seine schwache Kraft zur Geltung.' Erzählt wurde nicht mehr, aber erst summte eins leise, dann stärker. Herr Andreas hatte sich eine Cigarre angesteckt, und die andern baten sich den Rauch aus. Sie begannen durcheinander zu lachen, und der durch das Zimmer gehende Stadtarzt rief ihnen gute Unterhaltung zu und blieb einen Augenblick bei Herrn Andreas stehen. Wie geht es dem Sohne Ihres Collegen?" fragte er. Danke, Herr Doctor. Er wird sich erholen." Ich will morgen wieder nachsehen. Guten Abend." Der Doctor verschwand in dem Qualm des Honoratiorenzimmers. Die Fröhlichkeit hielt an. Man phantasirte von großen Gagen. Die Liebhaberin, deklamirte. der Naturbursche tremolirte auf seinem Instrumente. dann erzählte man sich uralte Theaterwitze. bis während einer Pause die Uhr schlug. Genug des Bacchanals, ' Sybariten!" rief jetzt Herr Andreas, und er begann, aufstehend, den Monolog Hamlets: Sterben schlafen Nichts weiter! Und zu wissen, daß ein Schlaf Das Herzweh und die tausend Stöße endet..." Seid still, er starb!" rief zornig ein Mann in die Freude hinein, welcher die Thür rasch geöffnet hatte und an den Tisch taumelte. Er sah sie alle an, und helle Thränen rannen ihm über die vergrämten Wangen. Er starb." wiederholte er, der ewige Winter verschlang ihn. Mein letztes Kind ist todt, todt todt! Andreas, du hast ihn aus dem nassen Schnee herausgezogen, als der Weg in dieses elende Nest verweht war. Wie er heute Abend immer wieder die Flöte hörte, wollte er tanzen, partout tanzen! Zuletzt half ich, ihm aus dem Bett, und wir drehten uns einige Male herum, dann krocht er von selbst wieder vnter die Decke, sagte noch mit der Hr.d .auf dem Herzen: Herrgott, wie das schlägt!" und während ich einen Augenblick in die Winternacht hinaussah. war er zu seiner Mutter gegangen," Herr Director, Herr Director! Um Gottes willen, beruhigeu Sie sich!" baten die Komödianten. Aber der arme, alternde Mann rief unaufhörlich weinend: Mein Junge, mein Junge!" i i im m i "i Schon seit einiger Zeit wurden im Sprengstofsmagazine des Lunkasprie bei iroßwardein größere Abgänge von Pulver. Dynamit, Zündern und Zündschnüren wahrgenommen. ohne daß der Dieb ertappt oder eruirt werden konnte. Es scheint, daß die Aufsicht über die Sprengstosse lax geübt wurde, denn als vor einigen Wochen ein größerer Abgang vonSprengflössen constatirt wurde, maß man diesem verdächtigen Umstände keinerlei Wichtigkeit bei. Dieser Tage kam ein neuer Diebstahl vonSprengstoffen vor; diesmal aber nahm die Großwardeiner Polizei die Angelegenheit in die Hand und die, eingeleitete Untersuchung führte zur Verhaftung des Stefano Colica. in dessen Bette 10 Kilogramm Pulver. 5 Kilogramm Dynamit. 2 Schachteln Zünder und 15 Pfund Zündschnüre gefunden wurden. Es werden nunmehr Recherchen nach zwei italienischen Kameraden des Verhafteten durchgeführt; diese Kameraden sind flüchtig geworden und werden steckbrieflich verfolat. Die Großwardeiner Polizei vermuthet in dem Verhafteten einen aesäbrlichen Anarchisten.
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