Indiana Tribüne, Volume 24, Number 10, Indianapolis, Marion County, 28 September 1900 — Page 7

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? r b K d e l. Neman vcn 5) a n s v. Sudenburg. (Fortsetzung.) J&hrum sehen (Sie na6 meinen Händen. Herr Lieutenant?" fragte diese, als sie fcintn Blicken folgte. Ich bewundere, daß diese kleinen. zziten-Hände die Büchse führen und da& gerade Sie " Neden Sie nicht aus, bitte, bitte. Ich sehe, der Papa hat Ihnen mit Stolz von seiner Diana" g:sprochen und doch Nun, und doch?" Werden Sie nicht zu schlecht von mir denken, wenn w:nn Sie mich als Lügnerin kennen lernen?" 2t s$Iug den Blick fast bittend auf zu iSnrn. Nachbar,und a!s dieser dann fragte: Als Lügnerin? Sie, Barznesse?" da fuhr sie lebhaft fort: Hören Sie meine Erklärung und dann urtheilen Sie und, wenn Sie können, verurtheilen Sie. Papa er.blickte in mir stets und nur die In- j iereffen und Eigensck.ästen meiner : Mutter, und als ich größer wurde, er- j kannte ick darin den Grund zu hauflaen Verstimmungen zwischen meinen Eltern. Ich gab in:r in Fclge dessen : alle Mühe, meine Freude auch in sei chen Beschäftigungen zu finden, welche i mich meinem Bater näber brachten, ! und meine Mutter unterstützte mich in diesen Bestrebungen. So kam ich zur Molkerei, so wurde ich Jäger." ..Aber darin liegt doch keine Unwahzheit?" ..Warten Sie nur! Ich hatte auf dem Scheibenftande einige Sicherheit in der Handhabung der Büchse erreicht. Einst nahm mich LJapa mit zur Pürschfahrt, und ich machte ihm die Freude, die ersten Kreuzböcke, die zu Schusse kamen, gut zur Strecke zu bringn. Als dann Papa das Podaara bekam, schickte er mich mit dem Förster pürschen. Wenn ich nun auch mit Ueberwindung und festem Willen meine Nerven so weit gewöhnt habe, dak ich ohne Zittern Wunden verbinden und Kranke pflegen kann, so habe ich mich doch wieder nicht entschließen können, mit eigener Hand einem Stück Wild das tödtliche Blei zu geben wenn nicht eben Papa dabei war und so nun kommt die Lüge! so bin ich wohl ihm zu Liebe hinausgefahren, die Böcke die schoß aber der Förster Manthei, dessen Frau uns eben den Kaffee kochte. Er hat mir Schweigen versprachen und Sie o:iScti rrii Kuch nicht verrathen, gelt?" Sie sah ihn voller Zuversicht an: So, nun verurtheilen Sie mich!" sagte sie dann. Rawlay fand keine Worte für seine Empfindungen. Der kurze Händedruck, den Elfe nicht zurückwies, sprach es aus. wie er die Willenskraft im Vereine mit wahrer Weiblichkeit in ihr bewundere. Lange gingen sie schweigend neben einander. Dann fragte Rawlay plötzlich wie aus tiefem Nachdenken aufschreckend: Würden Sie in einer grokenStadt leben mögen? Würden Sie Freude finden an dem gedankenlosen, gesell!yen Treiben, nachdem Sie hier so viele Anregung fanden, im eigenen Hause? Ich dachte mir das Landleben einst einsam, und nun habe ich es von einer s.anz anderen Seite kennen gelernt .Und ich freue mich so sehr auf Ber lin! Wir werden ja im nächsten Winter an Hof gehen, wissen Sie das nicht? O, Sie müssen auch mit mir tanzen, Pflichttanz." Es lag eine reizende Koketterie in der Art, wie sie das hervorbrachte. Man war wieder am Festplatze angekommen. Einzelne kleine weiß: Wolken ballten sich zusammen und der Förster Manthei meinte, es könn- EeWitter werden. So wurde denn eilig zur Abfahrt gerüstet. Wo ist denn der Rittmeister?" fragte Bazon Borgen. Und die Komtesse?" fügte barmlos die jüngste Pfarrerstochter hinzu. Da kommt sie eben, und am Arme tes Rittmeisters! Aber was ist. Anni, Du' lahmst ja?" rief ihr die Freundin entgegen. Die Gräsin bat sich an einer Baumwurzel den Fuß vertreten," antWorte Einhaus. und O, es ist aber gar irichi schlimm," fügte die Gräfin hinzu. Schon kniete Elfe, die Samcriterin. vor der Freundin nieder und unversuchte den Fuß, es war ein. bezauberndes kleines Füßel. dann 'erklärte sie aber, daß vorläufig Nichts zu machen und daß Abends Eisumschlage anzuwenden seien. Der fehlt gar nichts," raunte Zerlani seinem Kameraden zu. ich kenne das. die Charmanteste" hat sich einfach wohl gefühlt am Arme des reckenhaften Chefs." Ihr glaubt doch nicht, daß sie der Weiber List schon kenne? Erst 17 Sommer zählt dies zarte Frau'n-Ge-bild!".deklamirte Trarbach. Harmlose Auffassung! S alauben ja selbst nicht, daß die Weiber erst schlau werden, wenn die Sähne ausfallen." Die Pferde zogen an und im Trab: gings bergab. Immer dichter bezog sich der Himmel. und kaum teai man im Schlosse angelangt, als die ersten dicken Tropfen niederfielen. Elfe batte an der offenen Balkonibür Stellung genommen und beobachidt die immer schneller sd fola-nden.

Blitze, icn furchtbarem Danner gefolgt. Sie fürchten das Gewitte: nicht?" fragte Rawlay. an sie herantretend. Im Gegentheil! Es ist das Herrlichste Naiurschauspiel. das ich kenne. Sahen Sie den violetten Strahl eben? Ist das nicht hinreißend schön? Ab. da. der Doppelschlag! Ganz nahe, ich zählte nur zwei Sekunden. Es ist wahrhaft majestätisch, folrf ein Gewitter! Die Allmacht Gottes in der Natur! Erschrecken kann mich keine elementare Gewalt, gegen welch: ich nun doch einmal mich zu schützen nicht im Stande bin. Ich halt s mit meinem Wotan. Der ist uns Frauen bold. und da brauch? ich auch sei?'? Blitzbündel nicht zu sürchten," sagte sie lächelnd. Das Gewitter zog vorüber. Dann wurde zum Abendbrod gegangen und dann war es so kühl, so erquickend im Parke. Die arme' Annita muß nun da oben auf der Chaiselongue liegen," meinte Zerlani zu Trarbach. ..nurgut. daß der Rittmeister ein Erbarmen fühlte und bei ihr blieb. Er wird das kranke Füßchen schon hüten! Haben Sie bemerkt, wie mitleidsvoll seine Blicke immer wieder zurückkehrten zu dem Corduanstiefelchen?" Still, wer wird solche Worte sacen!" citirte Trarbach. Das Wort ist frei 'und na die Tbat scheint mir nicht immer stumm ZU bleiben. lachte der Graf, es giebt fo allerhand Mittel, um die Zunge zu lösen auch in Portugal!" An Nawlays Seite schritt Fräulein von Bergen den Teichweg entlang. Der Zufall hatte sie wohl wieder zusammengeführt. Warum fehlen uns nur dann g:rade die Worte, wenn wir am meisten zu fagen hätten? Ich möchte es Ib-

nen so gerne ausdrücken, wie glücklich und froh ich in diesen Tagen gewesen bin. Ich erinnerte mich so oft eines Ausspruches meiner seligen Mutter doch das wird Sie nicht interessiren?" Q bitte, bitte, erzählen Sie von Ihrer Mutter, sie war gewiß eine liebe, treue Frau!" Ja, das war sie und wenn sie mir einst sagte es war dicht vor ihrem Tode Und ich hatte ihr aus einem Buche von Whitman über deutsche Fttuen vorgelesen , mein Sohn, wenn Du einmal einer Frau begegnest, die mit edler Weiblichkeit ein reines mildthätiges Herz, einen klaren Blick, ein verstandenes Wissen, einen ernsten Willen zum Rechten verbindet, eine nxavt, wie sie hier unser Landsmann aeschildeit hat dann hast Du einen Schatz gefunden, wie ihn unter Millicnen kaum einer findet, dann wahre .es treu, ein solches Kleinod. Elfe ich hab' solch' ein Kleinod gefunden. Darf ich es wahren, treu wahren?" Das volle Mondenlicht lag auf ibren schönen Zügen. Sie schlug die nrrrr Mrti?t 9simn 51t ifnr nrtVi t.VQ... V'V. O I sah ihn so fragend, so wunderbar an! Er nahm ihre beiden Hände und it ließ es geschehen. Charly. ist das denn Alles wahr?" Da ertönten drei rasch folgende Schläge des Tamtam vom Schlosse herüber. Lilt schrak zusammen und Kom men Sie." sprach si: erregt, das war der Ruf der Mutter für rnicn. Mein Gott, ich glaube wir waren ganz aU lein noch im Park." Sie eilten hinauf' Elfe's Ausbleiben schien nicht bemerkt. Du Qffiziere nahmen Abschied, denn morgen sollte um fünf marfchirt werd'.n. Der Baron lud Alle zum Wiederkommen ein und Sie zum Bock, nach dem Manöver." flüstert: er Rawlay zu. Als dieser, sich vor der Baronin v:rneigend, fragte: Darf ich? In vier Wochen?" nickte sie ihm freundlich lächelnd zu. Elfe aber ließ ihm ihr? Hand etwas länger, wie sich Damen von 17 und Lieutenants von fast 22 Iahren sonst die Hand zu geben pflec:n. In -cie: Wochen," wiederholt: Rawlay ganz leise, und als er hinaus schritt, da sagte sich die Baronin: Er ist am Ende doch nicht so jung!" 5. Kapitel Mein Gott, ist's denn wahr, bin ich denn der l,.ücklichste Mensch der Welt. lieb! sie mich denn?" rief Rawlay aus, als er in seinem Zimmer allein war. Mit keinem Worte hatte sie es bestätigt und doch nein, es konnt: nicht anders sein! O, lebt: nun doch meine gute liebe Mutter noch den Schatz zu sehen, den ich bewahren werde!" Er faltete unwillkürlich die Hände und blieb in Nachdenken verfunken stehen. Plötzlich verfinsterte sich fein GesiÄt. Da lag- wieder, die Schreibmappe mit dem Löwenwappen und auf der Mappe ein Brief, dessen Adresse seinen Namen trug, in zierlicher MiniaturSchrift. Er nahm ihn auf und betrachtete den Poststempel, ohne zu öffnen. Was mache ich nun? Es kommt mir vor. wie eine Profanie, jetzt Erna's Brief zu lesen, in dieser Stunde! Und doch muß es sein. Ich werde ihr schreiben, ich sei verÄbt, das ist das Einfachsie." Er öffnete nun doch und las. Immer dasselbe Lied in einer anderen Tonart! Einmal dur, einmal moll und nun wie beende ich nur dies ewige da capo? Ich fürchte, es wird ejn furiose kommen wenn ic o

Jndiana Tribüne, Freitag,

aus emmal avorecvc uno rann t kränken möchte ich sie auch nicht! Ich j werde schreiben, ich se: iranl! ocy nein, dann kommt sie her und ich bin erst recht im Regen. Ich werd's so nach und nach machen.dann schmerzt es weniger." Ein 'zufriedenes Lächeln folgte der Reaktion. Zufrieden auch setzte er sich an seine Mappe und schrieb: Liebe" ja liebe, darf ich denn das noch schreiben?" unterbrach er seine Thätigkeit. Geliebte wäre mir noch unsympathischer und etwas muß man doch sacen! also " Liebe, liebe Erna!" die Wiederholung per Li:be hat ja weiter keine Bedeutung." Deinen Brief vom 0ten habe ich mit innigem Danke empfangen." Wieder legte er die Feder nieder. Das Dutz:n und die Innigkeit ach. die sind ja 'ganz unvermeidlich! Also weiter!" Du weißt, wie ich mich nach Dir sehne, und doch kann ich nicht Wort kalten, kann nicht täglich schreiben. Es sind Verhältnisse eingetreten " Nein, das geht nicht. Verhält-; nisse", das könnte si: kränken! Ich j werde den Dienst heranholen, der ist j am geduldigsten! .Weiter also!" Welch: den Dienst in's Unerträgliebe vermehrt haben. Ich bin Abends j zum Sterben müde und dann denke ich j mich hinüber in Deine " ' Unmöglich, das wäre geradezu ge-; loaen und höchst unmoralisch. Ich werde also sagen:" Wohnlichen, geschmackvollen Räume!" Sehr gut. das darf ich sagen, da ich sie bezahle. Doch nun muß ich ihr doch irgend eine Freundlichkeit sagen, nur damit sie nicht gar zu sehr g: schockt" wird! Ach, da- geht!" Für die beiliegende 100 Thalernote kaufe Dir etwas Nettes als Ab--'chieds als Andenken wollte ich facn, und bleibe gut Deinem ewig treuen Cbarly Fast erschrocken betrachtete er jetzt die Schlußworte. Was habe ich denn da geschrieben? Ewig treuen? Da sieht man die Macht der Gewohnheit! Aber heute mag's stehen bleiben. So, nun noch die Adresse: Fräulein Erna Noth, Mitglied des Königlichen Hostheaters. Berlin C. Taubenstraße 2. Werth: 100 Thaler. Ich hätte doch lieber gar nicht antWorten sollen," durchflog es dann wieder seine Gedanken, während er sich entkleidete. Es ist Unrecht, aber Erna ist ja unschuldig und sie liebt mich. Sonderbar. zuerst gibt man sich die erdenklichste Mühe, zu gewinnen, und dann möchte man wieder frei sein! Nun ist's aber ja vorbei auf alle Zeit. Wie stolz, wie glücklich werde ich sein, wenn ich zum ersten Male über die Linden gehe und durch die Wilhelmstraße, meine schöne, große, blonde Frau am Arme! Und wenn wir fahren durch den Thiergarten man wird stehen bleiben! Die Kameraden, die werden Augen machen! Der Charly mit der Majoratserbin von Bügen." werden sie erstaunt sagen, wenn sie die Anzeigen bekommen. Und später sa dann wird der Salon der Mrs. Rawlay alle geistigen und künstlerischen Kapazitäten vereinen!" Er hatte sein Lager ausgesucht, immer verschwommener erschienen die Phantasiebilder und endlich macht der Schlaf auch den Zukunftsträumen eines jugendlichen Garde-Lieutenants ein Ende. , 6. Kapitel.' Mit Trompetenschall waren am Morgen des 20. September die Garde Dragoner aus dem Manöver zurückgekehrt. Die Eskadron EinHaus hatte die Standarte am königlichen Palais abgebracht und Abends um sechs war ein glänzendes Liebesmahl abgehalten. Jetzt war das Diner beendet und der Mokka genommen, die Offiziere und deren zahlreich erschienene Gäste verteilten sich auf die Säle des elegant und solide ausgestatteten Kasinos. Im Spielzimmer bildeten sich einige Whistpartien das Hazardspiel war im Kasino ausgeschlossen alle übrigen Herren hatten sich nach Wahl und Zufall in Gruppen vertheilt. Ueberall herrschte lautes Treiben. Eben begann die Regiments-Musik die AMord'rungstakte zu einer Quadrille, als die Flügelthüren des inzwischen geräumten Speisesaales sich öffneten und einHerr in schwarzem Frack, mit einem ungeheuren 'Papierkragen und ' zerdrücktem Cylinder übrigens in aufgekrempten Uniformhosen und Sporenstiefeln vortrat und in schwungvoller Rede ankündigte, daß er soeben mit feiner unübertrefflichen Künstlergesellschaft angekommen fei; Alles was sonst jemals gesehen an plastisch-mimisch-drastisch-cynischen Produktionen in den Schatten siellend ! Unmittelbar aber werde die erste Fütterung beginnen! Alles drängte den Eingang-thüren zu. Man war schon gewohnt, sich über die harmlosen Improvisationen des Direktors", eines Lieutenants Baron Wohlstein, zu freuen und erwartete gespannt, was er yeute vorführen" würde. Die Musik begann wieder die Quadrille und ein homerisches Gelächter ertönte, als jetzt durch die gegenüberliegende Thür vier Tänzerinnen hineinschwebten Bacchantinnen nannte SSsüHI Eil Ü? .di.ZHan-.

den 28. September lOOO.

kalte grotesker selbst mit Zuyttsenahm: sämmtlicher Garderobenstücke der alten wohlbeleibten Oberköchin und dereiTrabanten nicht hätte schaffen tunen. Die leichten Kattunkleider waren durch Aufschürzen oder Stecken zur Hälfte verkürzt, die Mieder wurden durch Schärpen gehalten, die weiken Trikots" endeten in Zugstiesein mit .Sporen und über den ausgeschnittenen Taillen sah man genau. wie weit der Rockkragen am Verbrennen des Halses gehindert hatte. Die Lücken" waren mit Hilfe -von Sandtüchern einigermaßen ausgefüllt und die muskulösen Arme und Hände führten mächtige Küchenlöffel und opfoeckel. Von vorn gesehen ging's noch, aber hinten reichte" es nirgends, und als nun bei der Aufführung eines Schwerttanzes, bei welchem die Löffel kräftig gegen dieDeckel geschlagen wurden. auch ab und an die Rückseite der Tänzerinnen sichtbar wurde, da erreichte die Heiterkeit den Höhepunkt und selbst der gestrenge Oberst wischte sich mit dem buntseidenen Taschentucke die Thränen aus den Augen. Der Löffeltanz" eine original-kopirte-imitatorische Selbsterfindung des Direktors endete in einer Gruppe", zu welcher die Musik im zarten Pianissimo die Melodie der letzten Nose" spielte. Der erste Spargel, kulinarisch-sto-machikale Kleinigkeit, komponirt von mich." nannte der Direktor" das Tonstück. Erst bei der Gruppe" traten die verbrannten Gesichter, theilweise schon kleinen Schnurrbart tragend, so recht drastisch aus den weißen Küchenhauben hervor, und als nun wieder die Quadrille begann und die Tänzerinnen in mehr oder minder graziösen Tanzschritten wieder verschwanden, da wurden sie mit einem lebhaften Brav) vo'r allen Seiten belohnt. Um den Direktor" aber bildete sich schnell und unerwartet eine dichte Grupu: und unter dem Rufe Eljen, Wohlstein" wurde er von zwanzig, dreißig fanden in die Höhe gehoben und in dieser nickt allein unbequemen, sondern auch gefährlichen Carre durch den Saal getragen. Die Musik spielte Tusch und Eljen, Eljen" ertönte es markerschütternd. Galt doch das Eljen" als Zeichen höchster Hochachtung in diesem. Kasino. Die höchsten und ältesten Herren konnten sich solchem Liebesbeweise mitunter nicht entzieben. Der Trubel verlief nach und nach, man bestellte sich auf das Lachen" neuen Sekt und sprach über den Zrall". Nicht wahr, lieber Marquis," wandte sich Zerlani an einen Attache der französischen Gesandtschaft, daS ist ein Herenzauber und doch lacbt man herzlich über das tolle Getreide." Was mich am meisten in Erstaunen setzt, ist die Dezenz, mit welcher eine solche Aufführung, trotz der Weinlaune. vor sich ging. Ich habe nicht bemerkt, daß auch nur einmal die Grenzen des taktvollen Zartgefühles verletzt worden waren. - In weniger primitiven Kostümen wäre der Löffeltanz" salonfähig. Bei uns würde ein Kankan daraus geworden sein." Na, lieber Marquis, die Erscheinung des dicken Prinzen Reibenstein wäre doch für den Salon immerhin etwas zweifelhaft bei den Armen und den Beinen!?" Freilich, aber der junge Engländer, ich vergaß den Namen, er zeigte doch einen Charm. eine Grazie " , Der Rawlay, nun ja, der ist in guter Schule b'ei der Erna Roth!" Erna Roth? Wer ist das?" Eine ehemalige Tänzerin, jetzt Trägerin kleinerer Gesangsrollen an er Oper und immerhin eine der schönsten Frauen Berlins, wenn auch nicht mehr in der ersten Blüthe." Renz! der Renz kommt, meine Serren," pflanzte es sich pft";lich von Mund zu Munde fort. Man trat wieder an die geöffnete Thür des Eßsaales. die Musik begann einn jener sich allabendlich im Circus Renz wieverholenden Galoppmärsche und in unverändertemKostüme erschien Wohlstein, der Direktor", auf einem Haarbesen reitend und in kunstgerechter Folge jede der allbekannten Bewegunacn des berühmten Circusreiters persiflirend. Wiederum wurde die. in ihrer Einfachheit und Wahrheit vortreffliche Komik, mit stürmischem Beifalle belohnt. Der Vortrüge waren beute nun einmal en vogue und man wußte, daß sowohl der Oberst, wie der anwesende Brigade-Kommandeur, ein noch junger Prinz von Luxemburg, sich der harmlosen Scherze erfreuten. . . . (Fortsetzung folgt.) m ttasernenhofvlüthen. Feldwebel (zum Einjährigen Müller, der Kunstmaler ist): . . . Ja, der königliche Dienst ist nicht so leicht; dazu gehört schon etwas mehr, als zu Ihren eingerahmten Fettflecken!" Unterofficier: Einjähriger Werner, was sind Sie?" Werner: Schriftsteller!" Unterofficier: Ach was! aß die Einjährigen doch stets etwas Besonderes sein wollen! Ob man W Schrift stellt oder setzt ist egal. Schriftsetzer sind Sie!" Chinesisches. Marie (lesend): Hier steht, Li-Hung-Chang hat sich selbst umgebracht." Max: Kein Schaden! Ein Spitzbub den andern!"

Täglicher Marktbericht. Viehmarkt. Indianapolis Union Viehhöfc, 28. Sept. Rindvieh. Auserlesene bis prima -

Stiere,. 1350 Pfd. und aufwärts, 5.75 Gute bis mittlere Stiere 1350 Pfd. und aufwärts 5.00 Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 5.40 Pfd Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Bfd. Stiere. . . . Mittlere öis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd Gute bis gewählte Rinder. Mittlere bis gute Rinder. 4.75 5.25 4.40 4.75 4.25 4.00 3.50 4.75 4.50 3.90 3.40 4.25 3.60 3.00 0.75 5.25 4.00 3.65 3.25 40 25 Gewöhnliche leichte Rinder 3.00 lÄute bis gewählte Kübe.. 3.75 Mittlere bis gute Kühe.. 3.10 Gewöhnttche alte Kühe.. 1.00 Kälber 5.00 Schwere Kälber 3.25 Prima bis fancy Export Bullen 3.75 Gute bis gewählte Schläch tcr Bullcil..- 3.40 j Gewöhnliche bis gutcBullcn 2.50 Gute Kühe mit Kalb.. .. $30 GcwöhnlicheKühc mit Kalb 15 Schweine. Gute bis gewählte, mitt lere und schwere 15.40 Gemischten, schw. Packing 5.25 Gute bis gewählte leichte 5.40 Gewöhnliche leichte 5.25 Pigs 3.50 Roughs 4.35 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 4.75 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 3.00 Gute bis gewählte Schafe 3.35 Ordinäre bis gute Schafe 2.75 Stockers 2.00 Böcke, per 100 Psd 2.00 5.50 5.40 5.50 5.40 5.50 5.00 5.00 4.50 3.50 3.00 3.75 3.00 Früchte und (Semüse . Früch t e. ' Pfirsiche, 51.25 per Crate, 6 Körben; 50c für i Bufhel Korb. $1.25 per Bushel. Citronen, $5 für 300; 5.50 sür 360. Aepscl, $2-$3 per Faß. Feigen, 12c-15c. Bananen, 1.50-1.75 Per Bunch. Datteln, Persische 5zc-6c per Pfund. Kolusnüsse, 3.50-4.00 per Hundert. Ananas 3.50 per Case 30-36. Rothe Pflaumen, 4.00 per 24 Qt. Case. Tainson $1.50 per Faß. Cantcloupes, Rocky Ford 1.50 per Crate; einheimische U per Faß. Trauben, per Pfund 4c. Birnen, hiesige, 75c per Bushel. Wassermelonen, $8 per Hundert. Cranberrics $2.50 per Bushel Cratc. Quitten, $1.50 per Bushel. Gemüse. Kraut, 75c per Faß. Zwiebeln, 8c per Dutzend Bunches; Neue Bcrmuda 1.50 per Crate; Neue Louisiana $2 per Faß; rothe Globe 50c per Bushel; weiße Globe $1.75 per Faß. Rothe Rüben, 15c per Dutzend. Gelbe Rüben, 75c per Dutzend Bun ches. Gurken, 20c per Dutzend. Neue Kartoffeln 1.35 per Faß; prima Burbanls und runde weiße 45c per Bushel; zum Versandt gepackt, 5c mehr. Süßkartoffeln-Jersey $3.25 per Faß. Illinois $2.50-3 per Faß. Sommcr'Celery, 15c per kl. Bunch. Korn, 3c per Dutzend. Tomatoes, einheimische, 40c per Bushel. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch We'tliche Stiere 6-7c; hiesige Stiere 8-8c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund' 7jc-7c; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfund 6; Kühe 550 bis 650 Psund 7c; Stier Vordervicrtcl 7c; Stier Hinterviertcl 10c; Rind Hinterviertcl 9c; Rind Vor dervicrtel 6c; Kuh Bordcrviertel 5jc; Kuh Hinterviertel 8c. Frisches Kalbfleisch KälberlOc; Hin tervicrtel 124c; Vordcrviertel 8c. Frisches Schaffleisch Lämmer per Psd. 9zc; Schafe 8c; Schenkel 10c; Racks, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 10s c 12c ; Cottage Schinken 8c ; gehäutete Schultern 81c, frische Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 104c ; Tender loins 16c ; Spare Ribs öfc. Geräuchertes Fleisch. Sugar Cured Schinken Erste Quall tät: 20-18 Pfund llc; 15 Pfund llc; 12-10 Pfund 12c;. Zweite Qualität 20-18 Pfund 101c; 15 Pfund 11c; 12 Psund lizc; 10 Pfund llc. Calisornische Schinken 6 bis 8 Pfund 8ic; 10 bis 12 Psund 8jc; 12 bis 14. Pfund . Frühstück Speck Klarer English Cured 14c; gewählter Sugar Cured 13c; 6-7 Pfund im Durchschnitt 13c; 8 bis 9 Pfund im. Durchschnitt 13c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt 124c; 5 Psund im Durchschnitt, schmal, 12c; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, 12:. Speck, Eng!. Gewühlter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 13c; 10 bis 12 Psund im Durchschnitt, 12c, 'Sveck Klare Teilen, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 10c; Klare Seiten, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, c; Klare Seiten, 20 bis 30 Pfd., 10c; Klare Bellics, 25 bis 3Ö Psd., 10c; 18 bis 22 Psd., lOZc; 14 bis 16 Pfd., Ilse; Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., 10c; Rücken 12 bis 16 Pfd., lOc; Klare Rücken 6 bis 9 Pst., Hie,

Schultern, Engl. Cured 10 bisZ20 Pfund im Durchschnitt c; 16 Pfund im Durchschnitt, 9jc; 10 bis 12 Nwnd 9U - ' Gcpöckcltes Schweinefleisch, Knochealoses Fancy Pig $19.00; Klares Vean 18.50; Family 17.00; Short (ütax 15.75; Rumpf 15.75. Gedörrtes Rindfleisch, Schinken, reg. Sets, lizc; Außenseiten 8jc; Jnne. feiten 14c; Knöchel 13Zc. Schmalz, in Tierccs, 1. QualitSZ 9jc; 2. Qualität 9c; 3. Qualität 8Zc. Würste, Geräucherte Bratwurst 8c;Frankfurter 8c; Wicnerwurst 8c? Knackwurst 8c; Bologna in Tärr'. 6c, in Tuch 6c. Butter, Eier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, frische, 12c Eier, 14c per Dutzend. Hühner 7c, Spring Chickens 7c Psd. Turkcy Hennen 6c, junge Hähne 5c alte Hähne 4c; Enten 5-8c; Gänse werden verkaust zu 3.75-4.25 per Dkd. Fische, Austern und Wildprct Händler'Prcisc: Clanis Littlc Recks 75c pcr 100. Hummern 25c per Pfund. Austern BcsteBaltimorcodcrStiid.

ards, $1.X pcr Gallone; beste Balti. timorc S clccts,$1.00 pcr Gallone; 3!en Nork Counts, $1.00 per Hundert; New j)or! Culls, 70c per Hundert; Alue Points in Schalen, 75c per 5)undert. Austern in Kannen New AorZ Counts 35c; I. S.F.-Co. Selects 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; K. 18c; R. 45c. See-Fische. Knochenlose Häringe 7c Häringe 44c; Perch 5c; Wcißsisch 9c; See Forellen 9c; Red Snapver 8; Kennebec Hechte 15c; Blaufische lOc Halibut 15:; Stockfisch 8c; HaddoZ 8c; Catfisch 10c; Ro.1 Pickerel 94c; No.S Pickerel oder Blue Pike 6c; Black Baß 15c. Froschschenkel, $1.50-2 per Tt,d. Getreide. Weizen-No. 2 rother 774c auf de Geleisen, 77c von der Mühle ; No. 5 rother 73-754c; Septbr 774c auf den Geleisen; Wagenweizen 76$c. Korn-Ro. 1 weiß 42c; No. 2 weiß42c; No. 3 weiß 42c; No. 4 mi. 38-48$c; No. 2 weiß gemischt 40c;. No. 3 weiß gemischt 40jc; No. 4 vek gemischt 37z-39c; No. 2 gelb 41; No. 3 gelb UH; Ro. 4 gelb 38-i0c; No. 2 gemischt 40$c; No. 3 gemischt 404c; No. 4 gemischt 37-394c; an

Kolben 40ic Hafcr-No. 2 weißer 24c; No. 2 weißer 23c; No. 2 gemischter 21c; ' No. 3 gemischter 20c ' Heu-altes No. 1 Timothy 12.0012.50 No. 2 Timothy 11.00-11.50 Groeeries. Zucker Dominoes 6.72c; Stückzucker 6.87c; pulvcrsirtcr 6.57c; H.' pul . verisirter 6.62c; Standard granulirter 6.47c; feiner granulirter 6.47c; granu lirter in 5 Pfund Säcken 6.57c; granu lirter in 5 Pfund Cartons 6.57c; extra, feiner granulirter 6.57c; Cubes 6.62c;: Mold A 6.72c; Consectioners' A 6.27c;: 1 Columbia A-Kcystone A 6.12c; 2: Windfor A-American A 6.09c; 3 Ridge wood A-Centcnnial A. 6.12c; 4Phöniz A-California A 6.07c; 6 Empire ÄFranklin B 6.02c; 6 Ideal Extra Gol den C-Kcystone B 5.92c; 7 Winds Extra C-American B 5.82c; 8 Ridge wood extra C-Centennial B 5.72c; S gelber extra C-California B 5.57c; IC gelber C-Franklin extra C 6.62c; II gelber-Keystone extra C. 6.57c; 12. gelber-American extra C 6.52c; 13 gel--ber-Centennial extra C 5.52c; 14 gelber : -California extra C 5.52c; 15 gelber.5.52c; 16 gelber 5.42c. Ei lgemachte Früchte BlackberrieS. 5 Pfund, $1.10: Peaches Stand. 3 Pf.. . 52-2.25; Seconds 3 Pfund $1.50 $1.65; Pie $1.40-1.50; Ananas,. . Standard, 2 Pfund, $1.65-1.90; See onds, 3 Pfund, $1.25-1.45? grüne ; Bohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Bühama? Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbsen ? $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.25,, Marrow 95c, eingeweichte 55c 80er Tomatoes, 3 Pfund, 85c-$1.00;Zucker lotn 80c $1.40; Apfelbutter, ver. Dutzend, 3 Pfund, 95c. 5?assee. Folgendes sind die Indianapolis Preise : Gewöhnl. bis guter 12c-18c; primcbis gewählter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-31c. In Packeten: Ariosa $12.75, Lion 11.75, Jerser 12.75, Caracas 12.25, Dillworth's 12.75, Dutch Java Blend 16.50. Mail Pouch 11.75, Gates Blended Java. 11.75.

ZZohlen. Tonne X Üonnt Anthracit? $7.00 3.65 Pittsburg 4.25 2.25 Kanawha 4.25 2.25 Winifrede 4.25 2.25. Raymond City 4.25 2.25Jackson 4.25 2.25 Brazil Block 3.25 1.80 Jcland City Lump u. Egz 3.00 1.6!. Jndiana Lump 3.00 1.05 Island City Domcstic Nut 2.75 l.öd Mine Run 2.75 1.50 Slack 2.00 1.15 Bloßburg 5.00 2.65 Rauchlose ... f. ... . 4.50 2.40 Lump Coke 11c per Bushel. $3 per25 Bushel. Zerkleinerter Coke 12e per Bushel $? per 25 Bushel.