Indiana Tribüne, Volume 24, Number 10, Indianapolis, Marion County, 28 September 1900 — Page 2
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Jndiana Tribune, Frcita.q, Xcn 38. September IVUO.
Tie geistigen Getränke der Chinesen.
In ganz Nordchina wachsen die Herrlichten Mintrauben, die besten aber in ir Umgebung von Niutschnxing. und diese können den Vergleich mit den Trauben von Südeuropa aushalten. Auch in Peking, Tientsm und Tschifu bekommt man schmackhafte Trauben. Es ist recht wohl möglich, daß der Weinstcck auf den Bergen bei 5liautschon gut fortkommen wird. Bis jetzt Ijat zwar noch lein Ausländer in NordchlNK einen derartigen Versuch gemacht, aber das lag wohl hauptsächlich daran, daß es hne Erlaubniß der Mandarinen nicht anging. Diese ist aber bekenntlich immer schwer zu erhalten. Nach chinesischen Geschichtsschreibern hat man im Reiche der Mitte schon mehrere Hundert Jahre vor Christus aus Trauben Wein bereitet, was dann bis in das 13. Jahrhundert unserer Zeitrechnung fortgesetzt worden ist. Jetzt keltert man nirgends im ganzen Lande mehr Wein, sondern verkauft die frischen oder getrockneten Trauben lediglich zum Esser:. Gegenwärtig haben die Chinesen nur ein einziges, ausReis gegohrenes.geistiges Getränk, das sie tscliiii oder Um nennen, und das dem japanischen Sake' entspricht. Durch Destillation stellen sie hieraus t einen Schnaps her, der pcliao tschiu, gebrannter Wein, heißt. Erst im 13. Jahrhundert unserer Zeitrechnung wurde ihnen ein geeignetes Verfahren der Destillation bekannt. Dangen soll schon mehr als 2200 Jahre vor Christus ein Mann Namens Jtih den ersten Wein aus Neis bereitet haben. Noch jetzt, also nach mehr als vier Jahrtausenden, sind in Weinläden Tafeln zu sehen, die die Aufschrift tragen: Der vortreffliche Wein von Jtih. Jtih selbst erging es aber nicht besonders. Er stellte das Getränk auf den Wunsch einer Tochter des Kaisers Vü her, und dieser kostete dann auch selbst davon. Er konnte zwar den Wohlgeschmack nicht leugnen, goß aber trotzdem den Rest weg und verbannte Jtih. Zugleich gab er strengen Vefehl, die Bereitung des neuen Getränks geheim zu halten, weil es, wie er sagte, sonst viel Unheil über sein, Land bringen würde. Tausend Jahre später, im 02. Jahrhundert vor Christus, finden wir den ältesten Mäßigkeitserlaß, vou dem wir Kunde haben, denn selbst die Sprüche Salomonis sind noö etwa 200 Jahre jünger. Der Fürst von Tschao, einReichsverweser während der Mnderjährigkeit seines Neffen, sagi darin nämlich: Früher gebrauchte man Wein nur als Opfer für die Götter; jetzt aber hat unser Volk alles Gfühl fürSchicklichkcit verloren und gibt sich dem Weingenuß in maßloser Weise hin. Der schlechte Zustand der Feudalstaaten, großer wie kleiner, ist nur auf dieses eine Uebel zurückzuführen. Deshalb wiederholen wir das Gebot: Seid mäßig im Trinken." Vergleicht man diesenErlaß und manche ähnlichen Angaben in späteren Schriftstellern mit dem gegenwärtigen Zustande, so muß man sich erstaunt fragen, wie es nur kommt, daß jetzt wenigstens äußerlich so gut wie nichts von Unmäßigkeit des Volkes im Trinken wahrzunehmen ist. Ein Erlaß wie der angeführte wäre jedenfalls zur Zeit unnöthig. Die Antwort kann nur lauten: Opium hat die Stelle von Wein und Branntwein eingenommen. Auch Dr. Dudgeon in Peking gibt dies zu. Da er früher Missionsarzt gewesen ist, so hat sein Zeugniß einen besondern Werth. Er sagt: .Hiesige Chinesen versichern mu, daß letzt entschieden weniger geistige Eetränke verbraucht werden als früher, und daß man vor der -Einführung von Opium häufig berauschte Personen habe, sehen können. Wie es jetzt mit Opium der Fall ist, so hielt 'das Volk damals den Wein für eine nothwendige Beigabe zur Geselligkeit der zum Abschluß von wichtigen Geschäften." An einer anderen Stelle verwahrt er sich allerdings gegen die Annahme, daß Opium den Branntwein ganz verdrängt habe. Aber daß es wenigstens einen zurückdrängenden Einfluß gehabt hat und noch fortwährend ausübt, scheint mir zweifellos zu sein. Manche Chinesen trinken täglich ihren Wein, die große Mehrzahl hält sich dagegen für gewöhnlich an den Thee und' genießt nur bei besondern Gelegenheiten geistige Getränke. Solche Gelegenheiten sind für alle Mandarinen die Tage, wo die Amtssi?gel für die Lei! der Neujahrsfeier feierlich verschlössen oder später wieder ebenso feierlich hervorgeholt werden, sowie Besörderungen im Range, sllr Kaufleute die Eröffnung eines Geschäfts, ferner allgemein Geburten, Heirathen und Beerdigungen. Die Geschlechter sitzen dabei in verschiedenen Zimmern. Auch die Frauen trinken Wein, doch immer nur mäßig. Wie diel die Männer leisien. hängt viel mehr als bei uns von irn Gastgeber ab. Denn keinem Gaste fallt es ein, sein Trinkgesäß zum Munde zu führen, wenn es ihm beliebt. Ebenso wenig darf er sich selbst mehr Wein bestellen, sondern er muß es dem Gastgeber und den Dienern überlassen, dafür zu sorgen. Jeder richtet sich im Trinken streng nach dem .Herrn deZ Hauses. Nippt dieser nur. so haben alle andern dasselbe zu thun; leert er sein Gla?. so muß jeder Gast die Nagelpro'e machen. Entschuldigungen werden nicht gern gesehen, weil man erwartet, daß einer. dr wirklich nicht wohl ist. einer solchen Festlichkeit lieber fernbleibt, um die Zechgemüthlichkeit ni&t zu stören. Ist die Unterhaltung
lebhaft, oder ist der Gageber ein Geschichtenerzähler, so wi:d wenig getrunken. Sind dagegen die Einladungen von 2rnanb ausgegangen, der et nen guten Posten vertragen kann, so haben die Geladenen darauf gefaßt zu sein. Glas auf Glas leeren zu müssen. Zuweilen nimmt ein Gastgeber auch einen einzelnen Gast aufs Korn, wenn er weiß, daß dieser einen gleichen Ruf in der Trinkfestigkeit hat, wie er selbst. Der chinesische Wein ist ziemlich leicht. Er mag etwa denselben Alkoholge'plt haben, wie ein ganz leichter Sherry. Da nun die Trinkgefäße recht winzig sind, so ist im Allgemeinen die Gefahr, berauscht zu werden, nicht groß. Anderseits ist der Branntwein, der mit einem verdorbenen Worte Samschu genannt wird.' so stark mit Fuselöl versetzt, daß dieses auf das Nervensystem einwirkt, bevor der Zustand der Berauschtheit erreicht ist. Der ganzeKopf wird roth, und zugleich stellen sich brennende Beschwerden im Magen ein. Ter Trinker erhält also immer eine rechtzeitige Wartung, ' und mit dem dem Chinesen angeborenen Gefühl für Schicklichkeit weiß er diese Warnung wohl zu benutzen: er wird sich selten oder niemals mit einem branntweingerötheten Kopf auf der Straße sehen lassen. Samschu wird bei festlichen Gelegenheiten nicht gereicht, sondern nur Verwandten und einzelnen guten Bekannten im kleinen Kreise. Ausländer können sowohl dem chinesischen Wein wie dem Samschu keinen rechten Geschmack abgewinnen. Auch die Chinesen selbst erklären unsere geistigen Getränke, die mehr und mehr bei ihnen Eingang sinden, für besser. Daß sich diese nicht noch schneller verbreiten, daran ist nur ihr Preis schuld, der im Verhältniß zu dem des einheimischen Weines recht hoch ist. Könnte man das Opium abschaffen, so würden Zweifellos viele Chinesen sür das Geld, das sie jetzt für Opium ausgeben, auslän dische Getränke kaufen. Die Schulden einer Prinzessin. Gleich nach der Entmündigung der Prinzessin Louise von Koburg und ihrer Ueberführung' in das Sanatorium Lindenhof bei Dresden wurde eine Reihe von Civilklagen bei Wiener und auswärtigen Gerickten gegen die Prinzessin überreicht. bt Klagen stamm, ten von Gläubigern, durchwegs kaufmännischen Firmen im In- und Auslande, bei welchen die Prinzessin theils direkt, theils 'indirekt. Schulden contrabirt batte. Nach langwierigen Ver-
gleichsverhandlungen sind nun diese Veromdllch:etten von dem Gtir.aqi ver Prinzessin, dem Prinzen Philipp von Koburg, bereits zurn größten Theil zeordnet worden. Die Durchführung der Regulirung war nicht leicht, da Schulden im Betrage von über vier Millionen Kronen zu tilgen waren. Als Gläubiger figurirten vorwieoend Wiener und französische Firmen. Als eine der ersten Schuldposten wurtn Accevte von hiesigen Escompteurcn präsentirt. Diese Wechse5lauteten auf ungefähr 1 Mill. Kronen und trugen die Unterschrift der Prinzessin und ihrer Schwester, der nunmebrigen Grä. sin Stephanie Lonyay. rastn Lonyiy, damals noch Erzherzogin Stephanie, befand sich nach einer Lobär-Pneumo-nie eben in Rekonvaleszenz, als ihr die mit ihrerUnterfchrift versehenenAccepte zur Agnoszirung vorgelegt wurden, und sie erklärte bei jener Gelegenheit in aller Form, gleichsam an Eidesstatt, daß ihre Unterschrift falsch sei. Daraufhin wurden die Accepte beim Landesgericht deponirt und von diesem in dieser Affaire die Untersuchung gegen unbekannte Thäter" eingeliitet. Die Sachverständigen erklärten, daß nicht nur die Unterschrift der Gräfin Stephanie Lonyay, sondern auch die der Prinzessin unecht sei. gleichzeitig aber auch, daß die Fälschung nach der Form der Schrift nur von dem damaligen Oberlieutenant Mattachich - Keglevich, der dann auch vom Militärgericht zu mehrjährigem Kerker verurtheilt wurde, begangen worden sein konnte. Dieses Gutachten spielte später in dem militärgerichtlichen Verfahren gegen Mattachich eine wichtige Rolle. Die Eskompteurc konnten den Nachweis führen, daß sie die Valuta ausgefolgt, sowie daß sie in der ganzen Affaire sich korrekt benommen hatten. Sie hatten Mattachich das Geld für die Prinzessin übergeben. Im Auftrag des Prinzen Koburg wurde diese Acceptsch.lld auch beglichen, und zwar in der Weise, daß ein Theil der Schuld sogleich bezahlt, der Rest jedoch sichergestellt wurde. Nach Erledigung dieser Affaire wurde daß Arrangement mit den französischen Gläubigern der Prinzessin in Angriff genommen. Diese waren zumeist Juweliere. Confektionäre und Fabrikanten, die Forderung von insgesammt rund 800,000 Francs geltend machten. Auch diese Forderungen sind derzeit vollständig regulirt. Ter Ausgleich erfolgte in der Weise, daß die Gläubiger 25 Proc. baar erhielten, mit dem ihnen gewährten rechtlichen Vorbehalt, ihre restlichen Forderungen bei der Prinzessin in dem Augenblicke e?ekutiren zu dürfen, als dicjelbe. wie es in dem Vergleichdokument heißt, durch Erbschaft oder Schenkung zu Vermögen gelangt". Räch Ordnung bicfer Angelegenheit wurden die Verhandlungen mit den Wiener und den übrigen inländischen Gläubigern eingeleitet. Dieser Theil der Schulden macht weit über zwei Millionen Kronen aus; zls Gläubiaer siauriren Consektisnäre.
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2e!tir a gerne irr. Iv$lii!)e Nkndrrunen fcrr Ccrnprctur entwickln vitlt Leiden dr Mscs und der pnQr, tvl husten, (?rkZlfn,ru, ?5?:,,i'ti?, rippe vni 5ft)m, g Ui'.icn t i..i.tx dsscrS ß.cbt mit
X l , 1 rtjk i .:k : . MEHW jj ', ÄT ?JJt I Q Wagenfabrikanten, Galanie:iewaarenh'änoler, Handschuhmacher, Phctograpen etc. Die Höhe der Posten war eine sehr verschiedene. Während es solche zu 200 und 300 K. gab. belief sich die Forderung eines Wiener ConfektionsHauses allein auf 700,000 die eines zweiten auf 40.000 K. u. s. w. Von diesen Forderungen wurden jene unter 2000 K. sofort voll ausbezahlt. Vezüglich der anderen Schulden sind die Vergleichsverhandlungen noch im Zuge, doch ist nach dem bisherigen Verlauf derselben so gut wie gewiß, daß sie in Bälde zu einem allseits befriedigenden Ergebniß führen werden. Prinzessin ,Louise von Koburg bat von diesen Dingen kaum eine Ahnung. Sie lebt in dem genannten Sanatorium abgeschlossen von aller Welt. Ihr Aussehen wird als vortrefflich geschi!dert. dagegen ihre Denkkraft als sehr prekär bezeichnet. Unter Anderem ist die Prinzessin noch immer mit der Manie behastet, Toiletten und dergleilen zu zerschneiden oder sonst wie zu zerstören. Ihre Erinnerungsvermögen ist nicht stark genug, um Vorfälle auch nur Stunden hindurch festzuhalten, wie denn das Interesse an dln Vorgängen rings um sie ihr völlig geschwunden zu sein scheint. Der Tag wird durch Klavierspiel, Gesang und Spaziergänge ausgefüllt. Dann und wann malt die Prinzessin auch. In ärztlichen Kreisen bezweifelt man die baldige Wiederherstellung der Prinzessin. Die verbotene Stadt. Peking war nicht immer die Hauptsiadt Chinas, vielmehr wechselte diese mit den Dynastien und je nachdem es den Verhältnissen entsprach. Um 1150 n. Chr. war Tschungtu die Residenz, Dschingis - Khan zerstörte sie, aber sein Nachfolger Chublai - Khan, welcher als Begründer der Iuiu - Dynastie 1280 den Thron. Chinas bestieg, stellte ste wieder her und erbaute dabei eine neue Stadt Khan - Baligh, d. h. Königliche Stadt. Die Chinesen nannten sie jedoch Taitu. große Residenz, oder Peking, Hof des Nordens, im Gegensatz zu Nanking, Hof des Südens, welches früher die Hauptstadt Chinas gewesen war. Die gewöhnliche VeZeichnung Pekings ist jetzt Kingsse, Hauptstadt. Die kaiserliche, in Peking gelegene Residenz, zu der jedem nicht bei Hof Beschäftigten oder sonst tiefen ders Zugelassenen der Eintritt auf das strengste verboten ist, und die deshalb die verbotene Stadt heißt, besteht aus nicht weniger als zwanzig Palästen. Zwischen ihnen liegen Teiche, Seen, herrliche Gärten, Wäldchen. Zu einem dieser Paläste, welche nach der Sitte des Landes hochpoetische Namen tragen, zu dem Hause des hellen, und klaren Himmels" führen fünf von feinem Marmor gearbeitete Stiegen hinauf, von denen jede 45 Stufen zählt und Säulen, Peristyle, Balustraden und Löwen von vergoldeter Bronze trägt. In dem mit herrlichen Skulpturen geschmückten Palast brennen Tag und Nacht zwei große Herde von vergoldeter Bronze, von denen der Duft der Wohlgerüche ausströmt, die man immerzu hineinlegt, denn hier ist der ständige Aufenthalt des Kzifers. Diese zwanzig Pzlästc sind aber nur das dem gewöhnlichen Menschenkind verschlossene Centrum. Sie sind noch von einer zahlreichen Reihe anderer Paläste umgeben. Alle Gebäude sind bedeckt mit grün, gelb und blau glasirten, in der Sonn: weithin leuchtenden Ziegeln. Die Firste, welche immer von West nach Ost ziehen, sind mit Thierfiguren (Drachen. Tigern, Löwen etc.) geschmückt, welche sich längs des Daches hinwinden. und außerdem mit Blumengehängen' und anderen Zierrathen bedeckt. In mehr als einer Hinsicht ist der Palast der doppelten Blume" besonders merkwürdig. Dort lebte der Kaiser Kaotsong, als er gezwungen worden war. zu Gunsten seines Sohnes abzudanken; als er wieder eingesetzt war in die Gewalt von Denen, die ihn verdrängt hatten, ließ er sich in diesem Palast von Neuem huldigen, woher dessen Name rührt. Ein Graben umgibt den Palast. Die Brücke, die hinüberführt, stellt einen ungeheuren Drachen dar, der mit der Mitte seines Leibes einen großen, mit seinem Hals und seinem Schweif zwei kleine Bogen bildet. Er ist aus schwarzem Jaspis zusammengestellt und sieht aus wie aus einem Stück gearbeitet, so kunstvoll schließen die Fugen. Diese Brücke heißt Fei - kiao oder fliegende Brücke, gekommen durch die Luft aus Indien. ttußerord?ntliche Pracht entwickeln die feierlichen Auszüge des Hofes. B?i dem flicken HiminelsMählt das Ceremo-
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pr. AilI Assig'z Hamburger Brttsithcc. 5 nttl 14(5 Gruppen des kaiserlichen Gefolgesauf. Vier Elephanten und 23 Soldaten eröffnen den Zug, dann folgen fünf reich mit Schabracken behangene Elephanten und wieder 28 Soldaten, weiter acht Wagen in Gestalt von Elephanten, gezogen von Pferden und 34 Menschen, ein vergoldeter Wagen, gezogen von einem Elephanten und 44 Mcnschenein Wagen von Nephrit (der kostbarer als Edelstein gilt, da ihm wunderbare Eigenschaften beigemessen werden), gezogen von Elephanten und 44 Menschen, dahinter rothbrennende Fackeln, 40 kleine Banner in fünf Farben mit Drachen in Gold, eine goldene Trommel, zwei mandschurische Soldaten, die Sonne und Mon'd tragen, acht Träger viereckiger, rother Fä cher mit Fasanenfedern, eine lange Reihe von Leuten, die in Gruppen zu je acht die verschiedenartigsten symboli.schen Fächer tragen, weiter Gruppen mit Sonnenschirmen In den verschiedensten Farben, dann 20 gelbe Regenschirme mit neuen Drachen und zwei rothe, zwei andere geschmückt mit Blumen und Vögeln, vier traghimmelartige gelbe Regenschirme, geschmückt mit vier Drachen, zwei goldene Krüge, ein Becken mit goldenem Wassergefäße, sine große Platte von Gold, zwei Herd von Gold, ein Regenschirm mit gelben Blumen und neuen Drachen, Bogenträgern u. s. w. Kein Monarch der Welt vereinigt beim Verlassen der Gemächer so viel Pomp und Prunk um sich, und es ist zu bedauern, daß niemals von künstlerischer Hand das farbenprächtige, äußerst originelle Schauspiel eines kaiserlichen Aufzuges sestgehalten werden konnte. . i Neue Vriefbeförderung. Einem spanischen Ingenieur, Julien Gabarro, ist es gelungen, eine Erfindung zu machen, die eine große Zukunft haben dürste, da sie eines der wichtigsten Verkehrsmittel betrifft: die Briefbcförderung. Dank der großen Schnelligkeit. mit der dieselbe heute schon vor sich geht, sind wohl nur Wenige auf den Gedanken gekommen, daß das Erreichte doch immer noch hinter dem Wünschenswerten zurückbleibt. Dadurch, daß die Briefe zur Zeit mit der Eisenbahn befördert werden, sind ste allen Verzögerungen, nothwendigen Aufenthalten, Zufälligkeiten etc. unterworfen. die bei diesen in Frage kommen. Es handelte sich also darum, einen eigenen Apparat als Briefpost zu construiren, und das ist dem spanischen Ingenieur geglückt. Der Apparat besteht aus einem 'länglichen, vorn und hinten spitz zulaufenden viereckigen Kasten, der, wie die Gondel eines Luftballons. unterhalb zweier in der Entfernung von ungefähr einem halben Me-ter laufender Räder angebracht ist.Er bewegt sich nur vermittelst dieser letzteren auf zwei starken Drähten fort, die ihm aks Geleise dienen, während ein dritter, etwas feinerer Draht, der über den Laufdrähten in der Mitte angebracht ist. vor Entgleisungen schützen soll. Die bewegende Kraft wird durch einen Elektromotor erzeugt. Auf der Ausgangsstation findet die Regulirung der Entfernung statt, indem der Apparat nach Belieben durch einen automatischen Hemmschuh und durch Unterbrechung des elektrischen Stromes zum Stillstehen gebracht werden kann. Die Kosten für die Jnbetriebsetzung werden dadurch verringert, daß zur Spannung der Drähte die zum großen Theil schon bestehenden Telegraphenstangen benutzt werden können. Nach vorläufigen Berechnungen legt der Apparat etwa 200 engl. Meilen in der Stunde zurück. Die ersten Proben wurden in der Umgegend Madrids mit sehr guten Erfolgen vorgenommen und sollen nunmehr nach erlangter Genehmigung der Regierung zwischen Madrid und Aranjuez in größerem Maßstabe- fortgesetzt werden. C o n s e r v i r t e E i e r. So mannigfaltig auch die Art ist. wie Eier vor dem Verderben geschützt werden, od man sie in Kalkwasser einlegt, in Kleie oder Häcksel verpackt, aufhebt oder andere Verfahren anwendet, stets hastet den conservirten Eiern ein eigenthümlicher dumpfer Geschmack an. t Dieser vergeht meistens, wenn die Eier verbacken werden; aber zu Rühr- und Setzei oder aar zum Rohessen eignen sie sich nicht. Schlagt man die Eier aber einige Zeit vor dem Gebrauch auf, und setzt das Gefäß mit dem Inhalt der frischen Zuglust aus, dann verliert sich der schlechte Geschmack meist vollstänbig. '
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