Indiana Tribüne, Volume 24, Number 8, Indianapolis, Marion County, 26 September 1900 — Page 7

E rb n d e l

Slornan von an ö v. Tudenburg. (Fortsehung.) Me fünf Zrornpeier s:tzt:n sick an die Tete des Stantüiinemer.tä Bügen, und vorwärts ginz's in das Dorf hinein. Wcis an Kindern in lauffähigem Alter stand, trabte nebenher, die ganz kleinen wurd-en von den Müttern an die Strafe getragen. Die brachen ab von der Arbeit und gedachten deryangener oder icnirncnter Tage in des Königs Rocke, die Mädchen aber verbaraen das Gesicht hinter dein Fürtuch, wenn ein Schatt-wort sie traf, und daran fehlte s wohl nicht. Mit xtätfn Ernst zog der NlttmeiUer von Eir-chaus die dichten Dampf toclfen aus einer Gitarre, wortlos dein voranreitenden Quartiermacher folgend. Eben hatte er die Schuppen ziusammengehatt, den Helm auf die krausen Haare gedrückt und suchte nun den dunklen VollbZit in Mi Hälften zu theilen. Die tiefen Falten auf der Stirn und der etwas mimuthige Zug um den Mund ciaben dein sonnenderbrannten vornehmen Gesicht einen düTieren Äusdruck. Er wandte sich halb nach rückwärts und sagte, sich an die beiden O?n:ure richtend, die ihre Kurzweil in neckenden Blicken auf die L'.uerndirnen fanden: Das ist ein Iarnine? und ein Elend, schon wieder Schloßguartier! Statt sick ausruben zu können, muß man Mittags Süßholz raspiln, Nachmitiaqs Rindvieh besehen, dann seine Glieder beim Boccia anstrengen und Abends seine Meinung über Wilhelm Jordan. Freytag oder Sudermann äufcern, wenn man nicht ganz ungebildet erscheinen will." Aber heute ist's ein Sektguartier". der Unterofficie? meint, es wäre brillant. Auch eine erwachsene Tochter soll vorhanden sein," warf Graf Zerlani ein. .Auch das noch!", rief der RittmeiPer. Freilich noch etwas jugendlich, aber dafür haben wir ja den Rawlay, der wird ihr seine Muse, in Freiheit dressirt. vorführen. Ach, da ist ja das Schloß!" Eine breite Lindenallee führte auf den zweistöckigen, unregelmäßigen Bau zu. der sich uninittelbar aus dem dreiten und mit allerlei Wasserpflanzen bedecken Burggraben erhob. Ueber eine Zugbrücke gelangte man ' durch einen überwölbten Thorweg in den auadratischen Binnenhof mit einem breiten steinernen Balkon, in jener Gegend unter dem Namen .Trompetergang" bekannt. Die beiden einander gegenüber liegenden runden Eckthürme überragten mit ihren' Spitzen das höbe Schloßdach und hatten wohl einst als Aufgär:ge in den oberen Stock gedient. Jetzt ab?: wurde das Schloß über die breite Freitreppe betreten, an deren unterster Stufe der Schloßherr seine Gäste mit dem Ausdrucke der Freude begrüßte. .Wir haben jetzt elf Uhr," sagte der Baron nach erfolgter Vorstellung, ich bitte die Herren, es sich zuvor in ihren Räumen bequem zu machen und dann zum Frühstück herunter zu kommen, im Reitanzuge. wenn ich bitten darf." .Nun, was meinen Sie. Rawlay. au dem Ruhetage im Schlosse," sagte Graf Aerlani, als sie in dem gemeinsamen Salon allein waren, .wird Jhnen wohl nicht oft blühen, in diesem Manöver, nehmen Sie es daher wahr!" Mit etwas fremdländischem Accent antwortete der junge Ofsicier: .Unbesorgt, ich werde schon wahrnehmen! Haben Sie die beiden Kövfe beobachtet, welche an einem Fenster des ersten Stockes in dem Augenblicke sichtbar waren, als wir in den Hof ritten? Richt? Ra, Sie werden sich wundern! Ein blondes Gretchen und eine dunkle Preciosa." .Weiß der Teufel, wo Sie die Auaen auck überall haben," meinte der Graf, die Stellung seiner Bartspitzen vor dem Spiegel einer Besichtigung unterziehend. .hoffentlich stellt sich Ihre Preciosa nicht als gar zu .späte Jungfrau" heraus." Es glitt wie der Ausdruck des Selbstbewußtseins über Rawlay's schöne, fast noch kindliche Züge, als er antwortete: .Richt immer bekoM.t w.an den rechten Blick erst mit den Jahren, ich wollte, ich bliebe immer 21 und wenns auch mit dem Flaum auf den Lippen sein sollte." Sorgsam strich er über die noch schatteriurtigen Ansänge eines dunklen Schnurrbartes. Er wußte es, daß die schöngcschnittenenLippen über den blendend 'weißen Zähnen nur um so sichtbarer blieben, so lange kein Bart sie verdeckte, er wußte auch, daß die gerade Rase in richtigem Verhältniß stand zu dem schmalen Gesicht und daß der meist ' schwärmerische Blick der dunklen Augen unter den geschwungenen Brauen jenen leidenschaftlichen Ausdruck annehmen konnte, welcber aus jungen Augen fascinirend wirkt bei älteren Männern aber abschreckt. Das Alles wußte Lieutenant Rawlay. das hztten ihm solch Frauen der Residenz 'nicht vorenthalten, die ihrerseits wieder wußten, dxiß der schöne, eitle oder besser eitel gemachte Officier selbstständig über eine beträchtlicbe Rente in englischen vollgiltigen Pfundnoten verfügte. .' Dröhnende Tamtam-Schläge durchballten das Schloß und riefen zum Frühstück. Baronin Bergen! empfing die Officiere in ibrem Sglon. JPIU jrrc&er Gk-

wandtdeit fand sie. fast' instinktiv, für jeden ihrer Gäste das geeignete Condersaticnsthema und eben sprach sie zu Rawlay. seinen englischen .Accent erkennend, in seiner Muttersprache, als die Thüren geöffnet wurden. Fräulein von Bergen kommt herein und mit ihr . eine junge Dame, welche in Allem als das Gegentheil der Baronesse hätte bezeichnet werden können. Klein, dunkel von Teint, mit schwarzem, glänzendem &zai und tiefforschenden Augen bildete sie die Folie für die hohe, wunderbar ebenmäßige Erscheinung der Tochter des Hauses. .AH, da sind endlich unsere .Jnseparables!" rief der Baron, stellte die Officiere vor und fügte dann hinzu: .Meine Tochter und Gräfin Glaubitz. Tochter meines Gutsnachbarn, des Landraths. Gretchen und Preciosa." flüsterte Rawlay leise d:m Grafen Zerlani in'Z Obr. Hol's der Teufel, Sie haben doch einen guten Blick." antwortete dieser. Die Flügelthüren des Speisesaals wurden durch Lakaien in brauner Livree geöffnet, der Kammerdiener mel-

dete. daß .man servirt sei" und Ritt-. meiste? von Einyaus führte die Hausfrau. während Rawlay Fräulein von Bergen und Zerlani der Komteß Glaubitz den Arm bot. Wg? es jenes gewisse, fast unbewußte Bestreben gegenseitiger Beobachtung, welches sich unwillkürlich herausbildet, wenn eine Gesellschaft sich zum ersten Male zusammenfindet, oder that auch der Marschappetit der Officiere sein Theil? Kurz die Konversation verließ erst die BasiZ der Allgemeinheit, als aufgestanden und der Salon wieder betreten war. Wie kommen Sie in einem preußischen Garde-Regimente an einen Engländer?" fragte die Baronin den Rittmeiste?. Das ist die alte Geschichte vom Papst und dem Kardinal". Wenn auch nicht Better, so ist er doch der Schwager des Generals von Papenbürg, unseres Dioisions-Komman-deurs. Die Generalin, seine Schwester, ist eine der schönsten und liebenswürdigsten Frauen in Berlin und, ne benbei. mehr w wohlhabend. So kam es denn, daß er in unserm Regiment als Avantageur angenommen wurde und nun. die Examina hat man ihm wohl nicht zu schwer gemacht, da er immerhin drei Sprachen, Deutsch, Französisch und Englisch, vollkommen beherrscht." Und mir scheint, er ist sowohl in seinem Aeußeren. wie in dem gewandten. liebenswürdigen Auftreten ein würdiger Bruder Ihrer Generalin," meinte die Baronin. Ich kann noch nicht bestimmt über ihn urtheilen und möchte ihm vor Allem nicht Unrecht thun. Ich muß es seiner Jugend zurechnen, wenn ihm mitunter jene Energie fehlt, welche der fertige Mann sich selbst gegenüber zur Geltung bringen soll. Immerhin ist ein guter Fond vorhanden und darauf läßt sich Alles bauen." Unwillkürlich richteten beide denBlick auf den jungen Officier, welcher jetzt in lebhafte? Konversation mit der Tochter des Hauses begriffen war. Es macht mich glücklich, mein gnädiges Fräulein," sagte er eben, Sie auf einem Felde orientirt zu finden, welches, gerade auf dem Lande, so oft als werthlos betrachtet wird und brach liegen bleibt. Auch ich bin ein Berehrer der Kunst, nicht nur der Malerei oder der bildenden Branche, sondern ich glaube, daß eine jede der Musen unsern Geist zu höherem Fluge anspornen muß. Sind sie doch alle einer Mutter Töchter." .Dennoch können Sie den Töchtern der Mnemosyne nicht gleichen Werth beimessen wollen. Wenn die Griechen den Künsten aller Musen den gemeinsamen Namen .Musik" beilegten, und wenn später alle Kulturvölker diesen Sammelausdruck auf die Kunst der Polyhymnia im Speziellen in Anwendunq brachten, so glaube ich daraus den Schluß ziehen zu dürfen, daß diese Muse unter den Vertreterinnen der i Künste den ersten Platz beanspruchen darf. Sie sprechen mit Begeisterung für eine Kunst, die Sie gewiß selbst ausüben, mein gnädiges Fräulein! Irre ich mich?" Ja und nein! Die Kunst ist bei mir sprachen Sie nicht von einem böseren Fluge, zu welchem die Kunst antreibe? Ich muß bei der Anwendung dieser Metapher unwillkürlich an die jungen Störche denken, drüben auf dem Scheunendache. welche die verzweifeltsten Anstrengungen machen, sich empor au schwingen!" Und endlich doch die Meere überwinden! Ich bitte Sie. gnädigesFräulein, lassen Sie mich Theil nehmen an Ihrem Ausfluge!" Vielleicht heute Abend, dann sieht man's wenigstens nicht." rief sie lachend und deutete dabei mit beiden Händen die lugbewcgungen der junaen Störche an. Die Pantomime war weder sehr graziös noch überhaupt wohl beabsichtigt. wirkte aber in ihrer Originalität so komisch, daß sich nun auch di? Baronin und der Rittmeister dem herzlichen Lachen Rawlays anschlössen, währ:nd Graf Zerlani erstaunt aufblickte. Er hatte eben der Komtesse Glaubitz einen ganz neuen Applikationsstich gezeigt und bei der Gelegenheit bemerkt, daß die Augen der .Preciosa" doch von recht intensivem Glänze seien trotz der siebzehn Jahre. Baron Bergen war unmittelbar nach dem Dejeuner abgerufen. 2l .bttMer wieder den ?aloni .

Jndinnc, Tribune, Mittwoch,

nun, meine zerren, icyiage Ich vor. einen Gang durch die Ställe zu machen. Siesind wohl zum Theil selbst vom Lande, und da wird es Sie int:resssren.' meine Algäuer zu sehen." .Verdammtes Rindvich," brummte der Rittmeister, und fügte dann laut hinzu: .Jch'habe zu meinem lebhasten Bedauern noch einen Bericht zu machen." Rasch entschlossen erklärte auch Zerlani. seiner Mutter zum Geburtstage uratuliren zu müssen der allerdings erst in den Dezember fiel und so blieb denn Rawlay allein übrig für die tallvarade. In beredten Worten schilderte Herr von Bergen die Vortrefflichkeiten seiner landwirtschaftlichen Methode, und in der That, überall herrschte äußereOrdnun, überall ließ sich der Erfolg strenger 2lufstcht erkennen. Rawlay schien an Allem den lebhaftesten Antheil ?u nehmen, und als der Rückzug zum Schlosse angetreten wurde. sagte er: .Wenn ich einmal meine militärische Laufbahn beschließe lang wird sie wohl nicbt werden, dann will ich mich in der Vrovinz ankaufen. Ich bin überzeugt, daß ich große Freude an der Landwirthschaft finden werde, und w:nn man in der Lige ist, die erforderlichen Betriebsmittel .Darin liegt rer Kern." warf der !3aron ein, seinen jungen Begleiter jetzt näher beobachtend, auch ich habe diesen Weg benutzt, um meine Ländereien zu dem Werthe und auf die Kuiturhöhe Ziu bringen, die Sie überall beobachten werden. Leider acht einst der schöne Familienbesitz auf einen fremden Ramen über, da ich keinen Sohn habe, doch denke ich. die Vorsehung wird mir einen Schwiegersobn schicken, welcher den von mir eingeschlagenen und gebahnten Weg weiter zu beschreiten versteht. Und nun gönnen Sie sich noch eine Stunde Ruhe. Herr Lieutenant, um fünf Ubr sehen wir uns zum Diner." Er führte den Officier die breit: Steintreppe hinauf, öffnete ihm selbst di? Thür und. die Hand bietend, wünschte er, wohl zu ruhen Während Rawlay endlich Gelegenbeit fand, sich vom Marschstaube frei zu machen, schritt de: Baron in seinem Zimmer auf und ab. Alles Schein in der Welt, alles Schein! Wird wohl Vielen so gehen wie mir. Ich sitze gründlich in der Klemme, nun meine sanste Quelle aufgehört hat zu rinnen. Ich hätte ihr damals den Glauben lassen sollen an meine Liebe und Treue! Ha. ha. es ist zum Lacken! Als ob ich mir zum Lieben die Tochter des ruppigen, .alten Geldmachers genommen hätte! Freilich. bald wär's doch zu Ende gewesen mit den Schätzen, nun mag sie den schmutzigen Rest behalten." Er blieb am Schreibtische steh:n und nahm einen Brief wieder auf, welchen er erst vor wenigen Minuten hingelegt hatte. Dreißig Prozent Provision verlangt der schäbige Kerl, der Erlauer. Freilich. die Anlage ist unsicher, Hypotheken an allen Ecken. Und doch muß ich Geld haben, es gibt nur einen Ausweg für mich. Ich muß wieder zu gewinnen suchen, was ich verspielte. Roch ahnt kein Mensch meinen Ruin." Die Hände' auf dem Rücken, ging er heftig einige Male auf und ab. .Ich bin's dem Kinde schuldig, daß ich den Kopf hoch halte, bis sie verheirathet ist. Ein reicher Schwiegersohn, das wäre ein Ausweg, aber die Waare ist rar. Ist schade, daß dieses milchbärtige, fremdländische Ezemplar von einem Rabob noch so jung ist! Ich kann nicht anders, ich werde die 30 Prozent Knocbenbeilage des Erlauer hinnehmen müssen. Vielleicht :?iße ich im Club dem Herzog von Rothe nburg die dreißig Tausend wieder aus den Zähnen, die er mir abgenommen. .Es war die letzte Anleihe bei meiner sanften Taube. Die .Weste?schlüge" sollen davon drainirt werden. Es ist zum Lachen!" Sich oft unterbrechend durch ein cy nisches Lächeln, ganz leise manchmal, fast unhörbar, dann wieder ein einzelnes Wort laut herausstoßend, wär der Baron mit seinen Gedanken beschäftigt. Jetzt blieb er stehen. Die weit geöffneten Augen nahmen jenen bösen Ausdruck an, welcher alle Bewohner des Schlosses mit Schrecken zu erfüllen pflegte. In einem heiseren Laeben machte sich dann auch seine Stimmung Raum, und mit hämischem Ausdruck rief er fast laut: Wird ein reizendes Gesicht machen, die Baronin Laura cn Bergen, geborene Unland, wenn eines Tages der Exccutor kommt und die Siegel anlegt! Freilich, wenn sie nicht hier eingezogen wäre, dann wäre ich bereits vor neunZiehn Jahren ausgezogen. Dann hätte ich alle die frommen, tugendsamen Rathschläge, alle die Versuche, mich zu dem geistreichen Gehabe" in ihrem Poesie- und Kun.stdurchhauKten SgIon hinüber zu ziehen, allerdings' entbehzen müssen! Ra, man hat sich ja auch ohne das beholfen!" Er schnalzte laut mit der Hunge, als ob er zu irgend einer Handlung sich selbst ermuntern wolle, setzte sich dann an den Schreibtisch und .Hochgeehrter Herr Erlauer!" lautete die Anrede des Schreibens, welches er eben begann. 3. Kapitel. Charles Rawlay. von seinen Freunden meist Charley von den Boshaften auch Ehampagne-Charley genannt, beendete eben seine Toilette. Eine wahre Ausstellung von elegante .Unenthehrliokejten war aus 2il&X

den 30. September 1.

und Spieg!!coni.oien ausgedienet. 2)T kleinen silbernen Büchsen und Behalte, die Bürsten mit childpattplatten Handspiegel, selbst die zerlegbaren fil bernen Leuchter, waren mit den Fam lienwappen der Rawlays geziert, dcm springenden goldenen Löwen in blauem Felde. Und das Alles hatte de? Lieutenant selbst ausgepackt und geordnet, darin war er eigen. Eben hatte er die sorgfältig gepflegten Rägel an den weißen, schmalen Händen einer genauen Revision unterworfen und stand nun am Fenster, unschlüsstg.ob es sich noch lohne, die halbe Stunde bis zum Essen sich hinzusetzen. Sein Blick schweifte über den sonnenbeleuchteten Park da unten, ein wahres Kunstwerk englischer Anlage. In frischem Grün hoben sich die Rasenflächen ab gegen das dichtverworrett Gezweig der Akazien und Ulmen. Dunkle Koniferen gruppirten sich, um l'.chtbelaubte Linden- und Tulpenbäume, wohlgehaltene Kieswege schlangen sich durch schattiges Bosket und führten über zierliche Brücken. Ein ausgedehnter Teich lag im Schatten mächtiger Eichen. Trauerweiden und Blutbuchen senkten ihre Zweige hinein bis in die Fluth. Man könnte sich in eine der reizenden Cottaaes von Susser versetzt glauben." sagte sich eben der Lieutenant, als seine Aufmerksamkeit .plötzlich auf ein weißes Boot gelenkt wurde, welches von einer mit dichtem Gebüsch bewachsenen kleinen Halbinsel auftauchte. Rawlay griff nach seinem Feldstecher und beobachtete das Fabrzeua. Richtig." sagte er. das sind Gretchen und Pr?tiosa! Und wie geschickt die Barones die Sculls zu führn weiß! D.e o: tiefte am Ruder scheint wenige? k'sabr .:! Immerhin eine reizende Staf'&iie für die Landschaft! Und tönte va nicht auch Gefang hinüber? Er warf noch einen Blick in den Spiegel, drückte die Mütze auf das dickte, wollige Haar fast zu lang und zu .frisirt". für einen Soldaten und hastete dann die steinernen Stufen hinab, über die Zugbrücle dem Parke zu. Boot ahoi." rief er den Damen zu, und fachgemäß wurde .ahoi" geantwortet. Bald wurde er aufgenommen und übernahm die Riemen. Das schlanke Boot flog anfangs über das Wasser dahin, dann aber fuhr Rawlay in eine schattige Bucht, nahm die Ruder ein und sagte: So. meine Damen, jetzt sind Sie meine Gefangenen, nun werde ich nickt früher an Land rudern, bis Sie mir das Lied zu Ende singen nein. nein, ich nehme keineAusrede an ich meine das unterbrochene Lied, das ich zu meinem Zimmer hinauf schallen hörte." Die lungen Mädchen sahen sich lackclnd an, und dann sagte die'"Komtesse: Wenn die bewaffnete Macht uns solch ein Ultimatum stellt, dann gibt es wohl keinen Ausweg! Laß unsSchumann nehmen. Elfe, gelt?" Mit natürlicher Unbefangenheit sanaen dann die jungen Damen jenes rei?.ende Duett: .Wenn ich ein Vöglein war." Sie hatten in verstandenem Blicke den englischen Tert gewählt und mit immer steigendem Erstaunen bewunderte Rawlay die empfundene Auffassung und die durchaus geschulte Durchführung deS Eapella-Gesanges. Als der letzte Vers verklang in den Worten thousand tirnes thou hast giv'n thy heart to mel da Hielt er mit feinem Lobe nicht zurück: Das ist ja eine Herrliche Ueberraschung! Welche Fülle und welch metallischen Klang Hat Ihre Sopranstimme. Fräulein von Bergen, und wie gut harmnirt Ihr schöner Alt in Färbung und Kraft dazu. Komtesse! Sie sind ja vortrefflich zusammen eingesungen! Darf ich Ihnen nicht im Laufe des Abends einige Lieder am Klavier begleiten?" .Von mir kann nicht die Rede sein." warf die Gräfin ein, .ich bin nur Fokie für Elfe." O pfui. Anni." rief diese, und dann schwiegen plötzlich alle. Im Gebüsche am nahen Ufer lilß sich das Brechen von Zweigen vernehmen und da .stand er auch schon (Fonschung folgt.) Einem gräßlichen Unfall ist in Altoona. Pa., da5 Leben des 16 Jahre alten Henry Baum zum Opfer gefallen. Der Bursche, welcher in der dortigen Seidensabrik den Elevator bediente, war mit dem Einschmieren der Kabel beschäftigt, als sich auf unerklärliche Weise eines derselben, während es in Bewegung war. loslöste, sich UM den Hals des Knaben schlang und den Unaluckl'ichen erwürgte. JJm Rausche versuchte Henry Bauer, ein in Barto bei Pottstom, Pa., lebender Eisenbahn - Angestellter, seine Frau zu ermorden. Er vackte sie am Halse, würgte sie bis zur Bewußtlosigkeit und versetzte der ohnmächtigen Frau noch mehrere Fußtritte. Als seine 12 - jährige Tochter Minnie ihre Mutter vertheidigen wollie. schleuderte er sie aus dem 10 Fuß über dem Straßenniveau befindlichen Fenster. Das Kind erlitt gefährliche innere Verletzungen. Der brutale Vater verbarrikadirte sich im Hause und drohte. Jeder, erschießen zu wollen, der ihn anrühren würde. Dessen ungeachtet wurde er von einer Anzahl Landleute überwältigt und nach Readlng m'sEesänamk cinaeliefert.. .

äglicher Marktbericht. Vichmarkt. , Indianapolis Union Viehhöfe, 26. Sept. Rindvieh. Auserlesene bis prima Stiere, 1350 Pfd. und aufwärts $5.40 Gute bis mittlere Stiere 1350 Pfd. und aufwärts 5.00 Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 Pfd.. 4.90 Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Pfd. Stiere 4.50 Mittlere ois quie Stiere 900 bis 1100 Pfd 4.35 Gute bis gewählte Rinder. 4.00 Mittlere bis aute Rinder. 3.5(1 Geiröhnlichc leichte Rinder 3.00 Gule bis gewählte Kükc.. 3.75 Mittlere bis gute Kühe.. 3.10 Gewöhnliche alte Kübe.. 1.00 5.75 5.40 5.40 4.90 4.90 4.50 3.90 3.40 4.25 3.60 3.00 .75 5.25 Kalbcr Schwere Kälber. . . . : Prima bis fancy Export Bullen Gute bis gewählte Schläch tcr Bullen 5.00 3.25 3.75 4.00 3.40 3.05 3.25 40 25 Gewöhnliche bis gutcBullen 2.50 Gute Kühe mit Kalb.... $30 GewöhnlichcKühc mit Kalb 15 Schweine. Gute bis gewählte, mitt lcre und schwere 55.50 Gemischte. schw.Packing 5.40 Gute bis gewählte leichte 5.40 Gewöhnliche leichte 5.45 Pigs 4.50 Roughs 4.75 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 4.75 Gewöhnliche bis mittlere 5.575 5.50 5.574 5.50 5.45 5.25 5.00 4.50 3.00 3.25 3.75 3.00 L ci in in c x Gute bis gewählte Schafe 3.00 3.35 Ordinäre bis gute Schafe 2.75 Stockers 2.00 Böcke, per 100 P sd 2.00 Früchte und Gemüse. Früchte. Pfirsiche, $1.25 per Crate, 0 Körben; 50c für Bufhel Korb. $1.25 per Bushel. Citronen, $5 für 300; 5.50 für 300. Aepfel, neue, 75c per 100 Pfund ; 25c l Bufhel Box für faucy rothe. Feigen, 12zc-15c. Bananen, 1.50-1.75 per Bunch. Datteln, Persische 5c-6c per Pfund. Kokusnüsse, 3.50-4.00 per Hundert. Ananas, 3.50 per Cafe 30-3. Rothe Pflaumen, 4.00 per 24 Qt. Case. Damson $1.50 per Faß. Cantcloupes, Rocky Ford 1.50 per Crate; einheimische $4 per Faß. Trauben, 'per Pfund 4c. Birnen, hiesige, 75c per Bushel. Wassermelonen, $8 per Hundert. Cranbcrrics $2.50 per Vushcl Crate. G e tn ü s e. Kraut, 75c per Faß. Zwiebeln, 8c per Dutzend Bunches; Neue Bermuda 1.50 per Crate; Neue Louisiana $2 per Faß; rothe Glodc 75c per Bushel; weiße Globe $2 per Faß. Rothe Rüben, 15c per Dutzend. Gelbe Rüben, 75c per Dutzend Bun ches. Gurken, 20c per Dutzend. Neue Kartoffeln, 1.35 per Faß; prima Burbanls und runde weiße 45c per Bushel; zum Versandt gepackt, 5c mehr. Süßkartoffeln-Jersey $3.25 per Faß. Illinois $2.50-3 per Faß." SommerCelery, 15c per kl. Bunch. Korn, 3c per Dutzend. Tomatocs, einheimische, 40c per Bushel. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch We'tliche Stiere 2-7; hiesige Stiere 8-8c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 7c-7Sc; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfund c; Kühe 550 bis 50 Pfund 7c; Stier Vordcrvicrtcl 7c; Stier Hinterviertel 10c; Rind Hintcrviertel 9c; Rind Vor dcrvicrtel :; Kuh Bordcrviertel 5c; Kuh Hinterviertel 8$c. Frisches Kalbfleisch KälberlOc; Hin. tcrvicrtel 12c; Bordcrviertel 8c. Frisches Schaffleisch Lämmer per Pfd. 9c; Schafe 8c; Schenkel 10c; Racks,lurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 10Ze 12c ; CottZge Schinken 8s c ; gehäutete Schultern 8c, frische Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 104c ; Tender, loins 1c ; Spare Ribs 5c. Geräuchertes Fleisch. Sugar Cured Schinken Erste Quali tat: 20-18 Pfund llc; 15 Pfund INc; 12-10 Pfund 12c; Zweite Qualität 20-18 Pfund lOc; 15 Pfund 11c; 12 Pfund llc; 10 Pfund llc. Californische Schinken 6 bis 8 Pfund 8jc; 10 bis 12 Pfund Sc; 12 bis 14 Pf lnd Frühstück Speck Klarer English Cured 14c; gewählter Sugar Cured 13s c; G-7 Pfund im Durchschnitt 13c; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 13c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt 12k; 5 Pfund in Durchschnitt, schmal, lv, 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, 12jc. Speck, Engl. Gewühlter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 12c; 10 bis12 Pfund im Durchschnitt, 12c. Speck Klare Seiten, 50 bis 0 Pf. im Durchschnitt, 9$c; Klare Seiten, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, c; Klare Seiten, 20 bis 30 Psd., 10c; Klare Bellies,25bis30Pfd.,10c; 18 bis 22 Pfd., 10Zc;14bis 16 Pfd., Ilse; Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., 10c; Rücken 12 bis IL Psd., 105c; Klare Rücken L bis 9 Psd.,11ic.

Schultern, Engl. Cured 10 bis 20 Pfund im Durchschnitt c; 16 Pfund im Durchschnitt, 9c; 10 bis 12 Nkund 91c Gepöckeltes Schweinefleisch, Knochen loses Fancy Pig $18.50; Klares Bean 18.00; Family 16.25; Short Clca? 15.75; Rumpf 15.75. Gedörrtes Rindfleisch, Schinken, reg. Sets, llc; Außenseiten 8zc; Innen feiten 14c; Knöchel 13s c. Schmalz, in Tierces, 1. Qualität 9c; 2. Qualität 9c; 3. Qualität 8jc. Würste, Geräucherte Bratwurst 8c; -Frankfurter 8c; Wicncrwurst 8c; Knackwurst 8c; Bologna in Därm ec, in Tuch ic.

Butter, Eier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, frische, 12c Eicr, 13c per Dutzend. Hühner 7c, Spring Chickcns 8c Pfd. Turkcy Kennen 6c, junge frahne 5c. alte Hähne 4c; Enten 5-8c; Gänse mx den verkauft zu 3.75-4.25 pcr Ttzd. " Fische, Austern nnd Wildprct. Händler-Preise: Clams Little Recks 75c per 100.. Hummern 25c per Pfund. Austern BcskdBaliimore oder Stand ards, 51.00 per Gallone; beste Balti timorc Sclccts, 1.00 per Gallone; New, ?)ork Counts, 1.00 per Hundert; New ?)ork Culls, 70c per Hundert; Blue Points in Schalen, 75c per (wundert. Austern in Kannen New Pork Counts 35c; I. S. F. & Co. Sclccts 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; K. 18c; R. 45c. See-Fische. Knochenlose Häringe 7c; Häringc4zc; Pcrch 5c; Weißfisch 9 je? See Forellen 9c; Red Snapper 8cr Kcnnebec Hechte 15c; Blaufische 10c? Halibut 15c; Stockfisch 8c; rnddock 8c; Catfisch 10c; Ro.l Pickcrel 9c; No.2 Pickerel oder Blue Pike 6c; Black Ba. 15c. Jroschschenkel, $1.50-2 per Thd. Getreide. Weizen-Ro. 2 rother 78c auf den Geleisen, 78c von der Mühle ; No. 3rother 74-7c; Scptbr78c auf denGeleisen; Wagcnweizen 76c. Korn-Ro. 1 weiß 42c; No. 2 weiß.. m c - Cy - c . r a r- a . f s r r -i n -c m oin n r m t m m a t -XsmVf V V VVip XV JV9 - WVlp. 38z-484c; No. 2 wem gemischt 40jc; No. 3 weiß gemischt 40jc; No. 4 weiß gemischt 37z-39c; No. 2 gelb 41; No. 3 gelb 414c; No. 4 qelb 38-40c No. 2 gemischt 40c; No. 3 acmifcht 40zc; No.4 gemischt 374-39.c; an Kolben 40 Zc Hafer-No. 2 weißer 24c; No. 3 weißer 23c; jfio. 2 gemischter 2lc; No. 3 gemischter 20c Heu-altes No. 1 Timothy 12.0012.50 No. 2 Timothy 11.00-11.50.. Groeeries. Zucker Dominoes 6.72c; Stückzucker6.87c; pulversirter 6.57c; XXXX pul verisirter 6.62c; Standard granulirter 6.47c; feiner granulirter 6.47c; granu. lirter in 5 Pfund Säcken 6.57c; granu lirter in 5 Pfund Cartons 6.57c; extra feiner granulirter 6.57c; Cubes .62c; Mold A .72c; ConfectionerZ' A 6.27c; 1 Columbia A-Kcystonc A 6.12c; 2 WindsorA-Amrican A 6.09c; 3 Ridge wood A-Centennial A. 6.12c; 4 Phönix A-California A 6.07c; 5 Empire AFranklin B 6.02c; 6 Ideal Extra Gol. den C-Keystone B 5.92c; 7 Windsor Extra C-American B 5.82c; 8 Ridge. wood extra C-Centennial B 5.72c; 9 gelber extra C-California B 5.57c; 10 gelber C-Franklin extra C 6.62c; 11 gelbcr-Keystone extra C. 6.57c; 12 gelber-American extra C 6.52c; 13 gel ber-Centennial extra C 5.52c; 14 gelber -California extra C 5.52c; 15 gelber 5.52c; 16 gelber 5.42c. Eingemachte Früchte Blackbcrries, & Pfund, 51.10; Peachcs Stand. 3 Pf., 52-2.25; Scconds 3 Pfund $1.50 $1.65; Pie $1.40-1.50; Ananas.. Standard, 2 Pfund, $1.65-1.90; See. onds, 3 Pfund, $1.25-1.45; grüneBohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Bahamk Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbserd $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.25, Marrow 95c, eingeweichte 55c 80c; Tomatocs, 3 Pfund, 85c-$1.00;Zucker korn 80c $1.40; Apfelbuttcr, per Dutzend, 3 Pfund, 95c. ZZassee. Folgendes sind die Indianapolis Preise : Gewohnl. bis guter 12c-18c; prima, bis gewählter 20-22c. Fancy 2-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-31c. In Packeten: Atiosa $12.75, Lion 11.76. Jerfer 12.75, Caracas 12.25, Tillworth's 12.75, Tutch Java Blcnd 16.50, Mai! Pouch 11.75, Gates Blcnded Java 11.75. ttohlcn. Trnne H Tonne Anthracite $7.00 Pittsburg 4.25 Kanawha 4.25 Winifrede 4.25 Raymond City r. .. 4.25 Jackson 4.25 Brazil Block 3.25 Island City Lump u. Egg 3.00 Jndiana Lump 3.00 Island City Domesiic Nut 2.75 Mine Run 2.75 Slack 2.00 Bloßbura 5.00 Rauchlose 4.50 Lump Cole 11c per Bushel. 3.65 2.25 2.25 2.25 2,25 2.25 1.80 1.65 1.65 1.50 1.50 1.15 2.65 2.40 $3 per

25 Bushel. Zerkleinerter Coke 12c per Bushel.$3 per 25 Bushel.