Indiana Tribüne, Volume 24, Number 8, Indianapolis, Marion County, 26 September 1900 — Page 2
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Jndiana Tribüne, Mitttvoch, den 2G, September 1U00
Schloß Malmaison
znt Fülle interessanter Erinnerungen an den Liebling-Aufenthalt Naxcleons des Zrsten und der Kaiserin Jo Wine, SöZlcß Malmaison bei Pis, ia restaurirt worden ist und don tu rxm Besitzer dem Staate angeboten tnirb, werden jeht aufgefrischt. In dieser bescheidenen Wohnung hatte der Kaiser das intime Glück der Häuslichkeit genossen, hierhin ist er nach seiner Rückkehr von Elba noch einmal zum letzten Abschiede zurückgekommen. Als Der Kaiser am 2. März 1815 in die Tuilerien zurückkehrte, ttrmißte er inmitten all der Triumphe, die er noch einmal stierte, schmerzlich die Kaiserin -und seinen Sohn, den König von Rom. Da erschien plötzlich in Trauerkleidung seine Stieftcchter Hortense. deren Mutter Josephine im Jahre vorher inMalmaiscn gestorben war. und warf sich n seineArust; ihr 2lnblick entlockte seitun Augen wieder die ersten Thränen. Ihre beiden keinen Kinder führte sie mit sich; diese erkannten den Kaiser wieder und klammerten sich fest an ihn, foa entrangen sich seinen Lippen unter Schluchzen die Worte: Meine arme Josephine!" Kurz darauf ließ der Kaiser Hortense sagen, daß er am folsenden 2age in Malmaison bei ihr frühstücken wolle. Es war zehn Üb? Abends, und Hort?nse mußte zum nächsten Morgen ein großes Concert improvisiren, das dem Kaiser, seinen Gästen und seinem Gefolge gegeben werden sollte. 'Sie entschloß sich, um nicht, wenn sie die Wohnräume ihrer Mutter wiedersehen würde, in Gegenwart des Kaisers die Herrschaft über sich zu verlieren, in Malmaison zu schlafen. Sie ließ ihren Wagen anspannen und kam mitten in der Nacht dort an. Nach einer im Gebet zugebrachten Nacht erschien die Königin Hortense völlig ruhig und empfing dann den Kaiser mit rührender Anrnuth. Schweigend sah Napoleon die ihm vertrauten Gegenstände, die ihm das Bild Josephinens in die Erinnerung zurückriefen, strich gerührt mit derHand über sie und tratt dann brüsk xiuf die Freitreppe, wie um aufzuathmen. Bald ging man zu Tisch. Man sprach wenig, unterhielt sich von den Meisterwerken des Louvre und besuchte nachher die Galerie von Malmaison. in der Josephine Werke der größten Meisier vereinigt hatte. Was kosten diese Bilder?" fragte der Kaiser Dencn. Dieser schätzte sie. So viel," sagte der Kaiser. Ich hätte sie nicht Josephine geben sollen. Ihr Platz ist im Louvre. Sie müssen zurückgekauft werden und Naticnaleigenthum werden." Die Zeit fehlte, diese Pläne zu verwirklichen; die Gemälde schmücken jetzt die kaiserlichen Paläste von Petersburg und Moskau. Nach dem Bcsuch in der Galerie verlangte der Kaiser den Pcrrk zu sehen. Man besuchte zu Wagen das von Josephine geschaffene Schweizer Gut und die Wälder. Dann kehrte man nach Malmaison zurück und der Kaiser sagte: Ich wünfche. das Immer der Kaiserin Josephine zu sehen." Hcrtense's Augen füllten sich mit Thränen; sie erhob sich, aber der Kaiser sagte: Bleib. liebe Tochter, ich werde allein gehen, das würde Dich zu sehr aufregen." Selbst bewegt, verließ er. darauf den Salon 'und erschien erst nach ziemlich langer Zeit wieder. Seine Augen waren feucht, er war bedrückt, sein Gesicht zeigte einen strengen Ausdruck, um die Schwäche zu verbergen, die er nicht unzerdrücken konnte und doch nicht zeiqen wollte. Tiefes Stillschweigen herrschie. Dann trat der Kaiser an einen Tisch, öffnete eine Zeitung, durchflog sie und traf Anordnungen, worauf die Rückkehr nach Paris angetreten wurde. Zwei Monate später kehrte Napoleon noch einmal nach Malmaison zurück, das er noch zum letzten Male sehen wollte, bevor er ??rankreicb für immer verließ; er stand im Begriff, sich nach Rochefort zu begeben, wo er 0; avj dem Bellercphon" einschiffte. Ter Chinesische Kriegekunst. Die chinesischen Officiere lernen die Kriegskunst aus Lehrbüchern, die zum größten Theile vor der christlichenZeitrcchnung verfaßt wurden, und von welchen einige 3000 Jahre alt sind. Das Cwalwistische Nr chws.schen I Kriegskunst ist. db bet . . f ütot vor Allem listige Kunstgriffe zur AnWendung bringen muß, die nicht immer emen echt militar:schen Charakter haben. Mit dem Feinde unterhan deln, ihn zu Unterredungen verlocken, dei welchen man ihn niedermetzelt; die Besten in seinem Lager verführen und die Lasterhaften bestechen, Zwietracht säen, die Lebensmittel uuffangen,' die Herzen durch die Arien einer sinnlichen Musik- und durch Zusendung von Frauen schlaff werden lassen; falsche Nachrichten verbreiten, die Hilfsmittel . aufhalten, sich Mühe geben, daß der Feind in seinem Lager sei, wenn er im Felde sein müßte, und umgekehrt: das sind die besten Mittel, um zu siegen. Durch solche Mittel, zu welchen noch feierliche Faschschwüre hinzukamen, hat o? ... ' isi w: er cv: 3 . c cl jyung5iu;any uic .Ul-IUU. geuandigt. Und einige von diesen Rathschlägen sind wirklich vortrefflich. Aber daneben gibt es andere, die auch eckt mi1 1 i r rs. TT).n v. Y
illUWU IUU. luu uiuu flii;uuiui . zahlreicher ist als der Feind, muß man - ihn umzingeln; wenn man fünfmal zahlreicher ist, muß man das Heer so aufstellen, daß man ihn zur rechten Lei! Wl M Su!5Ö MOTl!
ds er, mufe man siö damit begnügn, daZ eigene Heer in zwei Abtheilungen zu theilen (das ist das Prinzip der Reserven). Wnn man sckwächer ist, soll man sich bemühen, sich in Sicherheit zu brinqen. Die Klugveit und die Festigkeit einer kleinen Tchaar kann selbst eine große Ärmee ermüden und bezwingen." 5in Heerführer kann den ganzen Staat zu Grunde richten, wenn er die Truppen zur unrichtigcn Jahreszeit in's Feld ziehen läßt, wenn cr die Gegenden, in welche er sie führen soll, nicht genau kennt, wenn er die Toldaien nickt sorgsam verprodiantirt. Die wahre Tüchtigkeit eines Generals besteht darin, seine Manörer geheim zu halten und dagegen Tag für Tag jeden Schritt des Feindes zu kennen. So wird es ihm gelingen, den Feind dorthin zu locken, wo er ihn haben will. Er wird ihn auf ein Schlachtfeld führen. wo die Spitze und der Nachtrab, der rechte und der linke Flügel sich nicht halten können. Sollte man nicht glauben, daß hier Hannibal, der beste Psychylcge unter den großen Heerführern des Alterthums, oder irgend ein moKernes Kriegsaenie guteRatbschläge ertheilt? Diese Lehren bilden thatsächlich das ewige .V und 0 der Kriegskunst. Man muß sie um so mebr bewundern, wenn man bedenkt, daß Sun - Tse, der sie formulirte, der Zeitgenosse der halbwilden Krieger war, die sich in der Jlias" gegenseitig beschimpfen und sich wie alte Weiber zanken. Neues aus Natur und Heilkunde. K r ö i n i a p f e xt t t. Daß sich auch ganz kleine Thiere zuweilen gegen einen vermeintlichen oder wirklichen Angriff seitens eines Menschen zur Wehr setzen, lehrt ein merkwürdiges Erlebniß. das ein Mitarbeiter der Revue Scientifique- jüngst mit einer Kröte hatte. Es war ein großes Thier, wahrscheinlich von der Art der Kreuz- oder Binsenkröte. Die Kröte ruhte unbeweglich am Rand einer Wiese bei einem kleinen Bach, den Kopf erhoben und auf das vordere Beinpaar gestützt. Der hinzukommende Mann fixirte sie scharf mit seinem Blick, worauf sie sich sofort auf ifixt vier Beine erhob, den Störenfried aufmerksam ansah und eiren Angriff zu erwarten schien. Ihr Gegenüber bewegte nun den Zeigefinger vor ihren Augen hin und her, die Kröte schien sich das einige Zeit gefallen zu lassen, plötzlich aber stürztc sie mit zwei raschen Sätzen auf den Gegner los. Dieser änderte seine Taktik und griff zu einem Grashalm, den er auf dem Rücken der Kröte hin und her tanzen ließ. Dadurch zeigte sich das aufgeregte Thier nicht nur beruhigt, sondern es schien dabei sogar ein großes Vergnügen zu empfinden und krümmte und streckte den Körper nach den Bewegungen des Grashalms, wie es wohl eine gestreichelte Katze thut. Ausfallend war jedenfalls der große Muth des Thieres, das gegen den Menschen sofort bei der ersten Veranlassung zum Angriff überging. Die Kröte blähte sich dabei wie die meisten Thiere beim Angriff auf. um sich ein furchtbares Aussehen zu geben. Die Begabung dieserThiere mit einem so zornigen und muthigen Temperament war bisher kaum bekannt. Arsenvergistung. Zum Anstreichen von Zimmerwänden und Gebrauchsgegenständen, ganz besonders von Kinderspielzeug wird noch sehr oft Arsenik verwendet; ja, dies geschieht so häufig, daß die geringe Zahl von Fällen, in denen dadurch Gesundheit und Leben von Menschen verletzt werden, auffällig erscheinen muß. Jetzt hat man auch erkannt, warum die Zahl vieser Unfälle so gering ist, und woher es überhaupt kommt, daß das so verwandte Arsen Schaden bringt. Die feste Form, in der dieser Stoff denFarben zugesetzt wird, widersteht mit s.olcher Zähigkeit dem Losgelöstwerden, daß kaum jemals dadurch kleine ArsenPartikel in der Luft vertheilt werden und dadurch, daß man sie einathmet, Schaden bringen. Aber gewisse Schimrnelpilze haben die fehr unangenehme Eigenschaft, daß sie chemische Verbindüngen des Arsens veranlassen und insbesondere Arsenwasserstoff bilden. Dieser Körper ist nun außerordentlich t'A TTt MV 54 .? Ci Atn Uft? V4 MA 'v, L , ol' " M K S V WyfcVj Q4Wfc4Wfc;? ist Arsenwasserstofs überhaupt viel schädlicher, als Arsen selbst. Ganz besonders ein bestimmter Pilz, Penicillium brevicaule", bildet mit Arsenik so eifrig Arsenwasserstofs, daß man ihn förmlich als Untersuchungsmittel dafür verwenden kann, ob ein Körper Arsenik enthalt. Man braucht nur den verdächtigen Körper mit etwas Neineultur von diesem Pilz auf rohe Kartoffel zu bringen, und wenn Arsenik vorhanden ist, wird nach ganz kurzer Zeit der charakteristische Knoblauchsgeruch die Anwesenheit von Arsenwasserstoff verrathen. Also die Hauptsache ist eigentlich nicht, daß man kein Arsen verwendet, sondern daß man durch Sauberkeit, durch Zufuhr von Luft und Licht die Entwickelung der schädlichen Pilze unmöglich macht. Ist Gummi wasserdicht?.' Wir sind so gewohnt, den Gummi als den wasserdichten Stoss par ezcellence zu betrachten, daß die Frage, ob Gummi wasserdicht ist, höchst thöricht erscheint. In der That ist sie aber nicht nur nicht thöricht, sondern sie muß so-
Wenn man nur etwas stärker ist
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die meisten Menschen darüber fein mögen, so ist es doch richtig, daß der schwarze, unvulkanisirte Gummi für Wasser durchlässig ist. Erst durch das Vulkanisiren, d. h. dadurch, daß dem rohen Gummi Schwefel zugesetzt wird, erhält er neben anderen vortheilhasten Eigenschaften auch die Undurchdringlichkeit für Wasser, und durch die Erwärmung, die. zum Vulkanisiren nöthig ist, wird das vorher vom Gummi aufgenommene Wasser wieder ausgetrieben. Beschränkt man sich aber auf die Erwärmung allein, ohne Zusetzen von Schwefel, so nimmt der Gummi bald wieder Wasser auf, und zwar in ganz bedeutenden Mengen; fo nahmen erwärmt gewesene Gummiplatten binnen zwei Stunden 35 Procent ihres Gewichts an Wasser auf, und ein unter Wasser aufbewahrtes Stück vom besten, aber nicht vulkanisirten Paragummi war nach zwei Monaten eine schmierige, werthlose Masse. VomLob-Nor. Am südlichen Rande der Wüste Gobi war ein großer Schilfsee unter dem Namen Lob-Nor bekannt. Er lag etwa 2200 Fuß über dem Meeresspiegel und hatte eine beträchtliche Länge; zwei Flüsse, der Tarim und der Tschertschendaria speisten ihn; da er aber keinen Abfluß besitzt, muß er ausschließlich durch Verdunstung sich entleeren. Diesen eigenartigen See hat nun der bekannte schwedische Forscher Sven Hebin auf seiner jüngsten Reise durch Turkestan, Tibet und die Mongolei besucht. Das Wasser des Lob-Nor, das wegen der stetigen Verdunstung salzig sein sollte und nach den Angaben früherer Besucher auch wirklich salzigen Geschmack besaß, erwies sich gegenwärtig als frisch und trinkbar, woraus Dr. Sven Hedin den Schluß zieht, daß der See in seiner jetzigen Gestalt noch nicht lange bestehen könne. In der That fand der genannte Forschung - Reisende bald weiterhin, daß auch dieLage der Seeufer gegenüber den Aufnahmen früherer Reisender beträchtliche Verändcrungen erlitten hatte. Er sah sich deshalb veranlaßt, eine neue Aufnahme und eine genaue Durchforschung des ganzen, in Betracht kommenden Gebietes durchzuführen. Es zeigte sich hierbei, daß der den hüheren Besuchern bekannte See in der That völlig verschwunden ist. Sein ausgetrocknetes Bett war mit Muscheln und Wasserpflanzen bestreut, die in feinem Wasser gelebt hatten; ferner hatte sich rings um das alte Becken herum ein System von neuen Seen gebildet. Dr. Sven Hedin ist nach alledem der Ansicht, daß der Lob-Nor nicht, wie etwa das todte Meer oder der Balkaschsee. ein dauernder See ist, sondern daß er infolge der beständig vor sich gehenden Auffüllung seines Beckens durch Wüstensand fortwährend seinen Ort zu ändern gezwungen ist. Kugelblitze, 'k Das räthselvollste Phänomen von allen Blitzerscheinungen ist entschieden der Kugelblitz, und man ist wohl dahin übereingekommen, daß dessen Erklärung nur auf dem Wege des Eperiments erreichbar ist. Er wird in Gestalt einer Kugel, noch häufiger aber in einer verlängerten aufrechtstehenden Birnenform beobachtet. Seine Bewegungsrichtung über den Boden hin wechselt häusig, wahrscheinlich aus dem Grunde, weil er von dem Winde und von jedem Wechsel der elektrischen Kräfte beeinflußt wird. Daß er auf seinen verschlungenen Bahnen sich von elektrisch leitenden Gegenständen angezogen fühlt und oft auch 'menschliche Wesen trifft, ist nur natürlich. Es ist oft davon die Rede, daß ein Kugelblitz schließlich erplodirt, wahrscheinlich aber geschieht die Explosion nicht von innen heraus, sondern dadurch, daß die Erscheinung durch einen gewöhnlichenBlitz zerstört wird, dem dann auch der ihn bealeitende Donner zuzuschnib?n ist. Nach den Versuchen des Prof. Töpler ist, was zunächst überraschen mag. die Electricitätsmenge. die in dem Kugelblitz vereinigt ist, wahrscheinlich nicht groß. Zu einer annähernden Schätzung ist der Physiker durch den Vergleich der Dauer eines Kugelblitzes mit der eines gewöhnlichen Blitzes gelangt, der nach der bisherigen Kenntniß einer Electricitäts - Menge von 60 bis 100 Eoulom'hs entspricht. In Anbetracht, daß die Dauer eines Kugelblitzes 5 bis 30 Secunden währt, so sollte der in ihm enthaltene Strom auf 2 bis 20 Ampere angenommen werden. Wenn serner seine Größe und Leuchtkraft mit der eines Funkenbogens, verglichen wird, so würde die Stromstärke auf etwa 15 Ampere hinauskommen. Prof. Töpler M ctci leMMt. feafi 14cn mit dei
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9 w y Jakoös ä ! geringen Spannung von einem iundertstel Ampere eine schwach leuchtende Masse von der Größe eines Kinds- ! Zopfes erhalten werden kann. Daraus geht hervor, daß die künstliche Nachbildung von Kugelblitzen bereits ziemlich weit gediehen ist. Der Krebs. Ob die Krebskrankheit durch falsche Ernährung entstehen kann, ist eine Frage, deren Bedeutung für jedermann klar zu Tage liegt. Man zerbricht sich heute allenthalben den Kopf, woher die erstaunliche Zunahme an krebskranken Leutey kommt und ist auf den Gedanken gekommen, daß Ernährungsfehler die Schuld daran tragen könnten. Es gibt z. B. auch eine von manchem Arzte getheilte Anschauung, daß zu vieles Essen die Krebskrankheit mindestens begünstige, und es muß zugegeben werden, daß während der letzten 50 Jahre j ein besonderer Fortschritt in der durchschnittllch von jedem Einzelnen verzehrten Nahrungsmenge bei civilisirten Völkern eingetreten und besonders der Fleischconsum gestiegen ist. Auch die Thatsache, daß verhältnißmäßig der Krebs seine meisten Opfer in den wohlhabenden Schichten der Bevölkerung sucht und findet, spricht nicht dagegen, andererseits hat man auch den verj mehrten Genuß von Thee und Tabak wegen der Zunahme der Krankheit an- ' klagen wollen. Im Großen und Gan- ' zen jedoch sind alle diese Vermuthungen recht wenig begründet. Es ist z. V. in Anschlag zu bringen, daß der Neger, sowohl der :n Afrika als der m Amerika lebende, ein sehr starker Esser ist und dabei von der Krankheit völlig verschont bleibt. In Indien hat man noch nicht ins Klare kommen können, ob dort der Krebs häufiger ist als in Europz, jedoch stimmen alle Beobachtungen dahin überein, daß er Reisesser u. Fleischesser ganz in gleichem Maaße befällt und daß auch ein Mangel an Nahrungsmitteln oder eine völligeHungerZnotb. wie sie ja seit einigen Jahren in großen Theilen Indiens zur chronischen Landplage geworden ist, daran nichts ändert. Aus allen bishcrigen Forschungcn läßt sich vernünftigerweise nur der Schluß ziehen, daß eine reichlichere Ernährung des Körpers mit Nahrstolfen möglicherweise die Entstehung der Krankheit begünstigt, aber auch nur insofern als sie die Lebensdauer verlängert und somit dem Menschen mehr Aussicht gewährt, das Alter zu erreichen, in dem der Krebs zum Ausbruch kömmt, waZ bekanntlich lmmer erst in späteren Jahren geschieht. In anderer Weise aber ist ein Zusammenhang zwischen stärkerer Ernährung und der Zunahme der Krebserkrankungen bisher noch nicht wahrscheinlich gemacht worden. Schwindsucht in Zuchthäuse r n. Ueber die Verbreitung der Schwindsucht in den Zuchthäusern berichtet Bezirksarzt Dr. Schaefer in München auf Grund 15jähriger Erfahrung als Arzt .der Strafanstalten zu Kaisheim und München in den Blättern fürGefängnißk." daß der Strafvollzug in den Zuchthäusern das Auftreten der Schwindsucht begünstigt und daß Erkrankungen daran unter den Strafgefangenen viel häufiger als unter der freien Bevölkerung sind, ist . bekannt. Viel größer aber, als bisher angenommen wurde, ist nach Dr. Schäfers Feststellung die Verbreitung der Schwindsucht, soweit die Beobachtungen in Kaisheim in Betracht kommen. In das Lazareth des Zuchthauses kamen wegen Tuberkulose 13 v. H. der Gefangenen. Eine planmäßige Durchmusterung aller Gefangenen in Kaheim ergab, daß fast die Hälfte an Tuberkulose litt. Für die Verschleppung der Seuche innerhalb der Strafanstalt führt Schaeser mehrerlei an, was dabei mitwirkt. BescnderesGewicht legt er auf die Fütterungs - Tuberkulose, bei der der Schwindsuchtskeim mit dem Essen, in den menschlichen Körper gelangt. Es ist Schaefer gelungen diese Beobachtung ist sehr wichtig in den umgebogenen Rändern der Kochschüsseln, selbst naöem sie abgespült worden waren, keimfähige Tuberkelbazillen zu finden." Zur Bekämpfung der Tuberkulose in den Gefängnissen schlägt Schaefer nächst peinlicher Sauberkeit die Anlage von ländlichen Eolonien für schwindsüchtige Strafgesdngene und ihre Absonderung von den anderen vor. Aha! Herr: Jnteressiren sich Fräulein auch für die Frauenrechte?" Fräulein: Solange ich noch nnderheirathet bin intcressire ich mich mehr sür die Rechte" eines Mannes
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