Indiana Tribüne, Volume 24, Number 8, Indianapolis, Marion County, 26 September 1900 — Page 1
o '4 3T.it- & X E0NN!L5ö- & $' Blatt L Vj lOrpcrWoche . S k m rvo l V: Erscheint fcöc yadr mittag nd Sonntag ZNorgcns. Jahrgang 24, Indianapolis, Ind.. Mittwoch, den 2. September 1900. N0.8
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Ausland Depeschen
M jfadjritfjlm ans Wim mit lriirhrr itUr cmU l anren uneac? jeijr ernr. i 5Zrl'cz zwischen Tcntschland und China . , Zoll dem Ausbruch iialje seht. Frankreich soll Teutschland unter stüizctt. Ti: Amd:ort Englan)Z aus die deutsche Note Angcblil) mit derjenigen der Ver. Etaaten identisch. Tie englisch: Presse nicht davon erbaut. Verschiedene? aus dem deutschen Reich. Weitere Kämpfe in Südafrika. ' Die Lage in China. Berlin. 26. Sept. Die Regierung ist im Besitz alarmiren:er Nachrichten -aus China, ihr Inhalt wird aber jetzt nicht bekannt macht werden, da Teutschland beabsichtigt, diese Nachrich-, ten bei den Konferenzen in Peking zu .verwerthen. Der Felomarfchall von 'Waldersee hat direkt an den Kaiser Wil- , Helm telegraphirt. daß die Lage in China -eine viel gefährlichere sei. wie er erwartet habe, da sie sich in den letzten beiden .'Wochen wesentlich verschlimmert habe '-und die Konsuln im inneren und südli--chen China einen allgemeinen Aufstand '.befürchten. Tie Nachrichten von dem deutschen 'Gesandten in China. Dr. Mumm von !Schwarzenstein. lauten ähnlich und der .Kontre-Admiral von Bendemann hat tviederlt telegraphirt. daß die Lag: am 'Fangtse Kiang eine sehr kritische sei und er hat ftzar Befürchtunzen um die Si herheit 02 n Kiaotschou ausgedrückt. Das deutsch: auswärtige Amt hat ofsizielle Bestätigung von der Ernennung des Prinzen Tuan zum Groß-Sckretär erhalten. Auf die Frage, ob dies die all gemeine Lage ungünstig beeinflussen würde. sa,e ein hoher Beamter des aus.tvärtizen ärnt'.S: 'Ohne Zweifel ist dies für diejenigen Machte unangenehm, die gern: mit ven Frieoensunterhanilungen beginnen möchten. Die Ernennung bedeutet, daß Tuan jetzt am Ruder ist, und sie zeigt, wie weit die chinesische Regierunz gehen kann. w:nn es gilt, die Mächt: herauszufordern." , Der Beamte fügte hinzu, daß Teutschland absolut keine Bitterkeit wegen der ablehnenden Antwort der 'Wer. Staaten empfinde, obgleich diese eine falsche Politik betreffs Chinas bedeute. Seit dem Eintreffen der ameri kanischen Antwort hat kein Notenwechsei mehr zwischen Berlin und Wash--ington über diesen Eegenstannd stattgefunden. Dr. Mumm von Schwartzenstein wird sich am Mittwoch nach Tien Tsin. beqeben. Das Gerücht bestätigt sich, daß Deutschland Lord Salisbury die VerSicherung gegeben habe, es werde nicht dagegen oppdniren, daß die Kaiserin an der Spitze der Regierung bleibt, unter der Bedingung jedoch, daß sie unter die Controlle der Machte gestellt wird. Aus St. Petersburg wird auf's Ultut gemeldet, daß weder der Kaiser -noch die Kaiserin nach Peking zurückZehren würden, solange sich noch auZländische Truppen auf chinesischem Bo 'den befinden. Eine Depesche des Lokalanzeiger -sagt, daß sich der Kaiser und die Kaisexin getrennt haben und der erstere sich jetzt in Ta Tung befinde. Be r l i n , 26. Sept. Die Kölni sche Zeitung" veröffentlicht einen offenbar inspirirten Artikel, worin sie betont, daß alle Mächte auf die deutsche Note geantwortet haben und daß alle, mit Ausnahme der Ver. Staaten, den Vorschlägen Deutschlands in der Hauptsache zustimmen. Die Ernennung des Prinzen Tuan zum Oberhaupte der chinesischen Regierung kann, so -fährt Kölnische Zeitung" fort, als die erste Frucht amerikanischer Diplomatie betrachtet werden. Die Note der amerikanischen Regierung hat offenbar den Muth der Chinesen und ihre Hoffnung auf Uneinigkeiten zwischen den Mäch--ten wieder neu belebt. Die Ernennung des Prinzen Tuan zum Haupte der Regierung seitens der Äaiserin ist .ein direkter Schlag in das Gesicht der Mächte, aber die Chinesen werden sich auch in dieser Hinsicht ir iren, wie es ihnen schon häufiger passirt ist. Selbst angenommen, daß mit ein Sheil der Mächte Willens wäre, die Operationen gegen China fortzusetzen, to ist dieser Theil doch immer noch start
genug, yina leme Bedingungen zu diktiren. Und die Staaten, welche die Rolle des passiven Zuschauers zu übernehmen qewilit sind, werden auch das
. Werk der Vergeltung und Gerechtigkeit 1 nicht zu hindern gesonnen sein. Es im teruegt keinem Zweifel, daß die Ernenn nung des Prinzen Tuan die Sachlage in . . . . ... ftm h ein wesentlich anderes Licht stellt und die meisten Mächte werden sich fragen, ob es angebracht ist. mit einem Manne in diplomatischen Verkehr zu treten, der im begründeten Verdachte steht, die schwersten Verstöße gegen das Völker recktbegangen zu baben.' Bezüglich der Instruktionen der Washingtoner Regierunz an den Gesandten Conger, mit den chinesischen Bevollmächtigten in Friedensverhandlunzen einzutreten, schreibt die K. Z." Folgendes: Man darf mit Gespanntheit erwarten, wie sich solche Verhandiungen zwischen Ecnger und dem Emissär Prinz Tuan's entwickeln werden. Conger hatte während der Belagerung der Gesandtschaften in tflffint mit rittl ?!k?nZ 'yj w vy s ibv vy j " " , Verkehrsmethoden mit fremden Gefano- ; ten bekannt zu werden. Die Rachziej bizkeit der Vereinigten Staaten wird' '.diese Gefühle des chinesischen.'-' Prinzen j gegen die Fremden nicht gemildert haben, j zumal da Tuan jetzt noch als eine Bej dinzung des Friedens di: Ausschließung ! aller amerikanischen Missionäre aus , China verlangt. ! Wenn man von Washington meldet, daß Herr Conger. Prinz Ehinz und Li Hung Chanz eine Zusammenkunft der ' Vertreter der europäischen Mächte mit : den chinesischen Bevollmächtigten arrangiren werden, so ist hierzu zu bemerken, idafe man in Berlin nichts von einem Mandate weiß, das di: genannten Per'sonen autorisirt. derartige Arranzements im Namen der Mächte zu ma chen. London. 26. Sept. Daily Chronicle" widmet der Nachricht, daß die Antwort Lord Salisbury's auf die deutsche Note mit der amerikanischen fast identisch sei. einen kurzen Leitartikel. indem das Blatt ' die Hoffnung j ausdrückt, daß die Nachricht ein Irrthum sei und jagt. oafe ' England nur dann die Früchte seiner Anstrengungen in China genießen könne, wenn es gemeinschaftliche Sache mit Deutschland und Japan mache, da dies das einzige 1 . srt i- p " r Y. I essettweegengewiazi gegen oie rui.niazfranzösischen Machinationen und oie j knieschwache amerikanische Politik sei. Die Times druckt sich in ahnlicher Meise aus und sagt: Das Land würde nicht nur erstaunt, sondern geradezu erschüttert sein, wenn unsere Regierung die deutschen Vorschläge nicht aufs Wärmste unterstützte. Es sei unglaublich. daß die britische Regierung sich weiaern sollte, einem so vernünftigen j und gerechten Vorschlag zuzustimmen." I Die Nachrichten aus China deuten , inzwischen an. daß die Ereignisse mit aller Gewalt auf einen Krieg zwischen Deutschland und China hinarbeiten. ' Es ist der beste Grund zur Annahme j vorhanden." wird der Morning Post" ! aus Shanghai telegraphirt. daß Graf Waldersee bei seiner Ankunft in Taku ein Ultimatum an China stellen wird, in dem er die Auslieferung von fünf Führern der Boxer-Bewegung vertangen und nach eine: Frist von wenigen Stunden Krieg erklären wird. Er wird dann mU den deutschen Truppen und der Flotte alles, was erreichbar ist, in Besitz nehmen. Es ist auch wahrscheinlich, daß sich Deutschland der Woo Sung Forts und des Kiangan Arsenals bemächtigen wird, wodurch es in den Stand gesetzt wird, Shanghai zu beherrschen. Auch glaubt man. daß es versuchen wird, sich der chinesischen Flotte zu bemächtigen, zu der eine Anzahl guter neuer Kreuzer gehören. Die Franzosen werden die Deutschen unterstützen. Es ist dies nicht ein bloses Gerücht, sondern eine Thatsache, deren Bestätigung das Auswärtize Amt wohl haben wird. Ein promp tes Handeln ist nöthig, um einen Coup ZU verhindern, durch den die britischen , Interessen ernstlich gefährdet werden wurden. Rußland hat die Taku-Peking-Ei-senbahn an Deutschland übergeben Aus China. Peking. 21. Sept.. via Taku. 25. Sept. Die Diplomaten wie die Mili-tär-Behörden Hierselbst erwarten sehnsüchtig die Ankunft Li Hung Chang's. Man wünscht allgemein, vaß wieder irgend eine Art von chinesischer Autorität hergestellt wird, denn man hofft, daß, wenn dies geschehen ist, sich die Situation bald klären wird. Die Anwesenheit der Truppen bringt dem Lande offenbar d?.n Frieden nickt zurück. ,".e ZZrage, 00 xit yunaChang wlr lick; ermächtigt ist, einen dennitiven den abzuschließen, ist immer noazerne offene. Auf diefe Angelegenheit Bezug nehmend, sagte der Ver. St. Gesanöte Conger: Unsere erste Aufgabe ist die. die Beglaubigungen Li Hung Ctanzs zu untersuchen und eine Entscheidung darüber abzugeben. Weiter haben wir vor läufig kint bestimmtey Pläne."
Herr William W. Rcckhill. der Ver. Staaten Spezialkommissär in 'China, wird wahrscheinlich die Ankunft Li Hung Changs nicht abwarten. Er be räth sich täglich mit dem Gesandten, um sich ein richtiges Bild von der Situation machen zu können. Die Russen etaöliren -jetzt unter der Patronage der Zarina ein Hospital vom rothen Kreuz. Dasselbe wirö Soldaten aller Nationen offen sein. Dreißig britisch: Soldaten, die bei der Tim Choo-Explosion verletzt wurden. sind gestorben. Tien Tsin, 24. Sept. Li Hung Chang wird innerhalb weniger Tage nach Peking abreisen. Er wird von den Russen streng bewacht und' es' hält schwer, zu ihm zu gelangen. Im Laufe einer Unterredung mit dem Repräs'en tanten der Associirten Presse sagte er, daß seiner Ansicht nach die Erledigung der Schwierigkeiten lange Zeit in Anspruch nehmen würde, da mit so vielen verschiedenen Nationen zu unterhandeln sei. Auch erklärt: er, daß die Einnahme der Pei Tang Forts die Lag: nicht verwickelte? gemacht babe. - Shanghai. 26. Sept. Aus chinesischen Quellen verlautet, daß di: Kai-serin-Wittwe ein geheimes Dekret erlassen hat. in dem sie Li Hung Chanz befiehlt, eine Armee zu mcbilistren uns Peking wieder einzunehmen. Das deutsche Geschwader ist heute nach Taku abgegangen. Taku. 25. Sept. Die Lu T.'i Forts wurden am Sonntag Abend von einer russischen Truppen - Abtheilung, aus sechs Kompagnien Infanterie und zwei Schwadronen Kavallerie bestehend, besetzt. Die Chinesen waren, vorher, ge flohen. ' i- j; i Die Russen bauen den Bahnhof in Tien Tsin wieder auf und die Aus sichten, daß die Eisenbahn eventuell an eine andere Mach! übergeben werden wird, sind sehr geringe. Der russische Gesandte, Herr De Giers, wird bis auf Weiteres in Peking bleiben. Am 29. September wird von Taku aus eine Expedition nach Pao Ting Fu abgehen. London, 23. Sept. Einer Depesche aus Hong Konz zufolge sind 20.000 Piraten in der Nähe von Chung Chuie versammelt, von wo aus sie Kanton angreifen wollen. Die Russen in China. St. Petersburg, 26. Sept. Das Kriegsministerium kündigt an, daß General Sacharow di: Stadt Chu Lon Cheng. am Sungari Fluß, am 12. September eingenommen. und 5000 Chi nesen in die Flucht geschlagen habe. Der Sunzari Fluß, in der Mandschurei. fließt in nördlicher Richtung und mündet in den Amur. , Die Pest in Glasgow. Glasgow. 26. S:pt. Am Dienstag ist hier wieder eine Person an der Beulenpest gestorben. Soweit sind in hiesiger Stadt sieben Personen der Seuch: erlegen. . ' EnglandsAntwort auf die deutsche Note. ,, London, 26. Sept. Die Antwort des Marquis of Salisbury auf die Note Deutschlands ist heute erfolgt und lautet fast genau so wie diejenige der Äegierung in Washington. Die Antwort der englischen Regierung wurde am Nachmittag von Lord Salisbury dem deutschen Botschafter, Graf von Hatzfeldt-Wildenbrug. mündlich mitgetheilt. Hier in ZLondon ist der Wortlaut der Entscheidung noch nicht. bekannt, und die exklusive Jnfor rnation der Associirten Presse wird in England nicht offiziell bekannt gemacht werden, bis die Antwort an die Regierung in Berlinjibermittelt worden ist. was am Mittwoch, und' viellelcht auch später geschehen sein wird. - Nur wemgen Beamten ist es bekannt, was Lord Salisbury zu dem deutschen Botschafter sagte. In offiziellen Kreisen hatte man nvch bis zum letzten Augenblick ge glaubt, daß der Premier der deutschen Note zustimmen würde, anstatt dies zu thun, bediente er sich fast derselben Worte, in welche die Antwort der amerikanischon Regierung gekleidet ist. -Was wird die Folge dieser Meinungsverschiedenheit zwischen England nd den Ver. Staaten cuf der einen.
! und Deutschland, Oesterreich. Frankreich und Italien aus der anderen Seite sein? Der Repräsentant der Associirten Presse konnte im auswärtigen Amt keinen Beamten finden, der es wagte, eine Meinung darüber auszudrücken, sie schienen aber alle der Ansicht zu sein, daß die Unterhandlungen deshalb nicht abgebrochen werden würden...... , . Lord Salisbury hat sich während deS Tages auch geweigert, eine Entscheidung darüber abzugeben, ob der Prinz Ching als chinesischer Friedensbevollmächtigter annehmbar sei, und er hat die ganze Angelegenheit zur Entscheidung an den britischen Gesandten in Peking, Sir Claude MacDonald, verwiesen. . . ... ....
' Aus d e m deutschen Reich. Berlin. 26. Sept. Dem Verneh wen nach sind Unterhandlungen im Gange, di: darauf hinzielen, daß Deutschland und Frankreich wieder Ml-litär-Attachs für ihre Botschaften in Paris bezw. Berlin ernennen. Am 15. Dezember 1899 war der deutsche Militär-Attach6 in Paris. Baron von Süßkind. in Folge der Angriffe, die von? der Pariser Presse auf ihn gemacht wurden, aus Paris zurückgezogen worden.' Es wurde nicht in Abrede gestellt, daß die Dreyfus-Affäire die unmittelbare Veranlassung für diesen Schritt war. Der 'Kaiser ist der Ansicht, daß die deutschen Militär-Attachös keine Spione sein' und der Regierung keine Jnformation liefern sollten, die nicht auf offenen, direkten Wegen erlangt worden ist. Die Militär-Attachös werden in Zukunft ihre Pflichten etwas genauer und in Uebereinstimmung mit den Ansichten des Kaisers vorgezeichnet erhalten. Der -französische Militär-Aztachö in Berlin, Oberstleutnant Graf de Foucaulo, wur:e am 21. Dezember 1893 abberufen. .Prinz 5zeinrich von Preußen ist zum Kommandeur des ersten deutschen Ge schwaoers ernannt worden, an Stelle des Vize-AmiralZ Hoffmann, der in den Ruhestand getreten ist. Im auswärtig:a Amt wurde dem Vertreter der Associirten Presse mitzetheilt, daß Rußland und Japan formell die deutsche Not,: beantwortet haben. Rußland stimmt den deutschen Vorschlägen im Prinzip. Japan aber ohne allen Rückhalt bei. Beide Mächte erklären indeß in der emphatischsten Weis:, daß die Schuldigen von den Gesanoten in Pe king bezeichnet werden sollen, wie dies in der deutschen Not: in Vorschlag gebracht worden ift. Sm 'p5r?parl Zu Jrledenau stieg am Sonntag Aben) um sechs Uhr der größ te. je konstruirte Luftballon auf. Es handelt sich um eine möglichst lange Dauerfahrt, deren Zweck ist. festzustellen, wie lange Andres bei seiner Nordpolfahrt in der Luft hat verbleiben können. Auch wenn der Ballon durch sich Plötzlich einstellend: wiorige Wind: wieder zurückgetrieben wird, soll die Expedition in der Luf: bleiben, zu welchem Zwecke sie' mit. Leöensmitteln etc. für längere Zeit versehen ist. DerBallan hat' einen Rauminhalt von 10.000 Kubikmetern, ist also um 4500 Kubikmeter größer. alS der And?6e's. Unternebmer der Fahrt ist I. R. Ze keli. Inhaber eines Patentöureaus; .die Herren Benson, Süring und Alexander begleiten ihn. Kaiser Wilhelm wendet der Ballonfahrt großes Interesse zu und sandte von dem Jagdschloß Rominten den Luftsckiffern eine Depesche, in der er ihnen glückliche Fahrt wünschte. Vom Krieg in Süd-Afrika. London. 26. Sept. Die Daily Mail" bat folgende Depesche von Lo
! renzo Marques: Heftig: Gefechte werden vom Sabi Flusse, gemeldet. Dies bedeutet, daß die britischen Truppen j Steyn und Reitz abgeschnitten haben. welche sich mit ihren Truppen zu vereinigen suchen.' Ein Kommando soll bei Wtersburz umzingelt sein. ' ' m mm ll)iffsnachrichten. New 2)01, 25. Sept. Anaek.t Kaiser Wilhelm der 'Große, von Bremen; Friesland, von Antwerpen? Spaarndam, von Rotterdam; Cevic, von Liverpool. L 0 n'd 0 n. 25. Sept.'Angek.: Monti videan. 'don Montreal. Liverpool. 25. Sept. Angek.: Van Couver. vonMontreal; Numidian, von Montreal. Söutharnpton. 25. Sept. An gek.: 'Kaiserin Maria Theresia, von New Aork. via Cherbourg nach Bremen bestimmt. . . - Q u e e n s t 0 w n. 25. Sevt. Ana.: Ultönia von Boston, nach Liverpool be stimmt L t z:a r d. 25. Sept. Passirt: Amsterdam, von New Aork nach Rotter dam bestimmt. P lymouth, 25. Sept. Abgegangen: Pretoria, von Hamburg nach New Vork bestimmt' Angekommen: Patricia, von New York nach Hamburg bestimmt. Die Charlotte Steel & Jron Company von New Fork hat eine Ei-genthurns-Uebertragung zu Gunsten ihrer Gläubiger an Charles C. ? or-, von Brooklyn, N. F., vorgenom!,''"l. Tie Kompagnie war im Februar I :?,it einem Kapital von $100,000 ira.r.r j. rirt worden. Bei Marion, Jlls expli . ? ;nr Dienstag Abend der Dampfke-e n-it Frachtlokomotive und der Lo.'o . -führ F. Padgett von Chi ' der Heizer Hardin Rains von st Frcmksort kamen dabei ums 2:U:.. Frank Herold, von Columbui ist in der Nähe von Newark. O.. tir. nem Sisenbahnzug überfahren u.t foujgetoöta vornn.
Inland Depeschen.
Iie'Lage in Halveston. 0 Der Schaden wird jetzt auf 30,000,000 abgeschätzt. ZNehr nl 2G00 Mnser voll, ständig zerstört. Znscndung von Geld noch dringend erwünscht. Der Koh'lcngräber-Streik. Alles ruhig in der Streik-Rcgion. Die National (dritte) Partei ohne Präsidcntschasts-Kaudidaten. A u s G a l v e st 0 n. G a l v e st 0 n . Texas. 26. Sept. Es befinden sich jetzt 17 ausländische Dampfer hier, bereit Fracht entgegenzunehmen. Während des Tages sind 13.201 Ballen Baumwolle angekomwen. Mehr als 2000 Kontrakte für den Wiederaufbau oder die Reparatur von Gebäuden sind vergeben worden, und die Geschäfte werden im Allgemeinen wieder aufgenommen. Um zu sparen, ist vorgeschlagen worden, daß die städtische und die County-Berwaltung knsolidirt werden sollen. Die Galveston News", kündigt an, daß keine weiteren Gaben an Kleidern, Lebensmitteln etc. für Galveston nöthig seien, daß aber Geldbeiträge noch dringend erwünscht seien, da wenigstens eine Million Dollars nöthig seien, um noch die großen Massen von Trümmern fortzuräumen und alle verwesenden Körper etc. fortzuschaffen, so daß die Lebenden vor einer Pestilenz geschützt werden. Den genauesten Zusammenstellungen zufolge sind mehr als 2600 Häuser gänzlich zerstört worden und der direkte Verlust an Privat- und öffentlichem Eigenthum übersteigt $30.000,000, ganz abgesehen von dem indirekten Verlust in Folge der Geschäftsverluste. Es Werden täglich. immer noch.20 bis 50 Leichen gefunden, die von den Arbeitern auf dör Stelle begraben oder verbrannt werden. Von den stehen gebliebenen Häusern sind 97 Prozent mehr oder weNiger stark beschädigt. iDerKohlengräber-Streik. Philadelphia. Pa.. 26. Sept. i Das Ereigniß des Tages in dem Koh- . lengräber-Streik war. daß ein anderes County um 'Zuwendung von Truppen I ersucht hat, um den Behörden bei der ; Aufrechterhaltung der Ordnung zu hel- ' fen. Am letzten Freitag ersuchte der : Sheriff von Schuylkill County um ) Zusendung von Truppen, und es wuri den daraufhin sofort drei Regimenter j in das County geschickt, j Heute benachrichtigte der Sheriff Harvey von Luzerne County den Gou ! verneur. daß tt' in . Folge der Nacht- ? wärsche der Ltreiker die Sicherheit weder von Personen noch von Eigenthum garantiren könne, und er ersuchte darum. daß Truppen in das County ge I schickt würden. j Nach' röMcker Ueberlegung kam der ! Gouverneur zu der Ansicht.- daß die jetzigen Austande rn Luzerne County derart eien. daß das Absenden von Truvpen dorthin nicht gerechtfertigt erscheint. Er wird deshalb vorläufig keine weiteren Truppen herausbeordern.' se marschirenden Streitern n öu-' zerne County gelang am Dienf5äg. vor TagesarÄruch. eine Anzahl Arbiter abzufangen und sie zu veranlassen, sich dem Streik anzuschließen. Sie begingen aber keine aesetzwidriaen Handlungen und als , ihnen der Sheriff mit seinen Assistenten t beoegnete und sie. aufforderte.. auseinan- ' derzugehen. leisteten sie sofort Folge, wenngleich in mürrischer Weise. Einige von ihnen stritten dem Sfcrif das Recht ab. sie auf der Straße anhalten u dürfen. Vier dieser Männer wurden verhaftet und des Friedensbruchs angeklagt. eBi früheren Kohlenzräber - Streiks waren die Krawalle, die vorkamen, fast immer die Folge dieser nächtlichen Märsche der Streiker und der Sheriff Harvey ist entschlossen, diese Art der Streikkampazne zu unterdrücken. Im Uebrigen herrschte während deZ TaaeS in der Streikregion die größte Ruhe. Nur wenige Gruben wurden bearbeitet und die Zahl der Streiker ist angewachsen. , Die Antwort von Markle & Co. aus die Beschwerden ihrer Arbeiter hat die Situation in der Lehigh Region noch kiimplizirter gemacht. Wenn auch KonZessionen zugestanden wurden, sind diese doch solcher Art. daß sie wahrscheinlich nicht angenommen werden, und es ist wahrscheinlich, daß wenigstens ein Theil der Arbeiter von Markle & Co. sich den Streikern anfÄieken werden.
Zensus - Statistik. . Washington. D,',C., 26. Sept. De? jüngsten Zensus-Aufnahme zufolge hat Fort Wortb. Texas, eine Bevölkerung von 26.688. gegen 23.076 im Jahre 1890. Es ist dies eine Zunahme ' von 4612 oder 15.65 Prozent. Wheeling. W. Va.,' hat 38.878 Einwohner, gegen 34.522 in 1890. Es ist dies eine Zunahme von 4356 oder 12.62 Prozent. Dallas, Texas, hat 42.639 Einwohner. gegen 38.057 in 1890. Es ist dies eine Zunahme von 4571 oder 12.01 Prozent. Springfield. Ohio. hat 33.253 Einwohner. gegen 31.895 in .1890. Es ist dies eine Zunahme von 6385 oder 19.93 Prozent. Eine historische Personlichkeit gestorben. Richmond, Va., 26. Sept. Frau Elizabeth Van Lew, die während deS Bürgerkrieges den Truppen der Union wichtige Information gegen die Regierung der Konföderation gab, Gefange-' 'tn half, aus dem Libby-Gefänaniß zu entkommen,' unv. Zit Ärant zur Poi.lMeisterin in Richmond ernannte, ist in ihrer Wohnung in hiesiger Stadt in hohem Alter gestorben. Tod u n t e r''d e n R ä d e r n. M u n c i e" Ind.. 26. Sept. In hiesiger Stadt wurde Wm. Driscoll und Frau. 60 bezw. 54 Jahre alt, kon einem Big Four Schnellzug überfahren und auf der Stelle getödtet, als das Paar in einem Buggy vor dem heranbrausenden Zuge über das Geleise sahren wollte. Die amerikanischen. Trup pen aus China zurückgezogen. W a s h i n g t 0 n , D. C., 26. Sept. General Chaffee wurde am Dienstag vom Kriegsdej?artcment instruirt, daß während der Unterhandlunzen mit den Repräsentanten der chinesischen Regie rung, eine Gesandtschafts - Wache", aus einem Regiment Infanterie, vier: Kompagnien Kavallerie und einer Batterie. Artillerie bestehend, alle unter Kommando des Generals Chaffee, in Peking 'bleiben sollen, zum Schutz deS Ver. St. Gesandten, wie auch der ame rikanischenJntereffen.Die anderen in hin befindlichen Truppen wie auch die nicht mehr benötigten Stabsoffiziere und das überflüssige Kriegsmaterial. sollen an den General MacArthur in Manila geschickt werden. General Wilson und sein Stab erhalten Befehl, bis auf Weiteres in Peking zu bleiben. In dem Befehl heißt es auch. daß. wie bereits angekündigt worden, die Truppen ausschließlich als eine Gesandtschafts - Wache- betrachtet und nicht als ein Bestandtheil des Heeres der Verbündeten angesehen' werden sollen. Die Truppen sollen ihre Befehle ausschließlich von dem Gesandten Conger durch den General Chaffee erhalten. General- Chaffee wird auch angewiesen, genügende Munitionsvorräthe für alle Waffengattungen in Peking zurückzubehalten, um sür alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Die National - Partei ohn
Prä.s!dntZchasts.1''i ! Kandida.. -UN e w Y 0 r k. 26. Sept. Robert A; Wideman, Vsrsitzer des KampagneKommittees bet National (dritte'n)Par. tei. hat angekündigt, daß Senator Cas fery von Louisiana die Nomination der Partei für das Präsidenten - Amt ausgeschlagen habe. . , !V Die Nomination wurde dann Herr A. B. Farguhar, einem Fabrikante von.orr, Pa.. angevoken. Herr Fer guhar lehnte aber ebenfalls ab, rnch zwar aus Geschästsrücksichten. Ein reicher Zwischendeck Passagier. New York. 26. Sept. Gustav Hultgren, ein 31 Jahre alter Deutscher, der vor Jahren nach Amerika kam und sich in Seattle niederließ und Bürger wurde, dann aber nach Deutschland zu rückkehrte, langte zum zweiten Male per Zwischendeck in der Bärge - Office an. Er brachte seine Mutter, fünf Ge schwister und $16.000 in Geld und An Weisungen mit. Er war der reichste Einwanderer, der seit vielen Jahren durch die Bärge - Office passirt ist. Hochwasser in Texas. Houston. Tex.. 26. Sept. Die Fluth ist heute Abend noch in keiner Weise aefäbrlick und das ravide Stei . gen des Flusses hat keinen großen Schaden angerichtet. Die große Masse deS Wassers hat Austin passirt und Bastrop ist autzer Gefahr. Dre Hochftuty kommt jetzt in das untere Flußgebiet, aber da dieBewohner daselbst genügend gewarnt sind, so ist auch dort kein Verlust an Menschenleben zu erwarten. Philip und Leo M.Rappaport,Jt vokalen, Zimmer 720 und 731 La Building. Neues Telephon 3345. "
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