Indiana Tribüne, Volume 24, Number 6, Indianapolis, Marion County, 24 September 1900 — Page 4
Jndjana Trihüne, Montag, den 24. September 1900.
ntiana Tribune. Erscheint Täglich uud Sonntags. Hk?augkgkbe von der TRIBUNE PUBLISHING CO. Indianapolis, Ind. Office : 18 Süd Alabama Strafe. l. 1171.
Die täglicke, Tribüne ersckeint jeden Nachittag und koster, f:n Träger in aii geliefert, der xer Vost zr.ge?chil!:. 1 (Scut per Tag, 6 Cents die SJcdje oder bei Vorausbezahlung $3.00 das Jalzr. T a i n j U ' tfe ilifle demokratische Abendblatt im Craate ndianamiz einer g?öKeren Circulzti,n ali irgend, cnirxe deutsche Zeitung. Da beliebteste Organ der Teutschen und aller de:sch ainer!aniscken creine und Organisationen. Die populär st e und bedeutend? rentfae demosra:sede iri:nng drr tadt und des Staates Indiana. ln zeigen finden durch die Tribüne- die weiteste Berdrci:u7g ar.ö haben aner?annr den besten Erfolg. und de iorasaltig gemähttcn Inhalts allgemein beliebt. DaS SonntagSblatt Ir'ta rar 5 Cents, mit tm afce adtlaii ufaarnien 10 iäent per 2oie. vom Träger in S Hans gcjitut oder per ot versau?:. Eritercd at Indinnai!is P. 6. &s sccorul cla n.uil matter. Montag, den 24. September 1900, Personen, elche die tadt während In Scmnifr-iiirnatc veriikn. können die Tribüneter 'oft zuaeiS:Z erhalten, fron die Ädresien m VN Office dgegeden oder schrinlich eingesandt werten. Lokal-Nachrichtcn. Panik in Straßcncars. Fünf Personen trugen Verletzungen davon. Trci Unfälle nacheinander. Um ö Uhr gestern Nachmittag war die Ft. Wayne Ave. an der Biegung der Central Ave. der Echauplat) einer Serie von Unfällen, eiche die Verletzung von b Personen zur Folge hatten. Es ist ein Wunder, daß nicht mehr Verletzungen vorkamen. Als um die erwähnte Zeit eine südlich fahrende Broad Ripple Car in Ft. Wayne Ave. einbog, verursachte ein ausgebrannter Zünder elektrische Funkcn, die zischend nach der Decke der Car Hinausschossen. Im Augenblick ent stand eine Panik zwischen Passagieren. Sie drängten sich nach den Ausgängen und bei dem 'Versuch von der Car zu springen, vcruitglücktcn Frau Marie Hancy, 1504 Central Ave. und Frau John Robinson, Bellefontainc Str. Die Frauen :vurden in einer nahen Apotheke verbunden und heimbcfördcrt. Zur selbigen Zeit entstand in einer Central Ave. Car an Ft. Wayne Ave. und Alabama Str. aus ähnlichen Grün den ein Feuer. Die, Kleider des Mo tormanncs P. C.Paulson singen Feuer. Cr sprang rom Wagen und' es gelang ihm, die Flammen zu ersticken, doch trug er erhebliche Brandwunden davon. Frl. Hagermann, 882 W. Walnut Str., verletzte sich ernstlick) bei dem Versuch aus dem Wagen zu springen und wurde in ein nahes Haus getragen, wo ein Arzt sie in Behandlung nahm. Das Dispensarium wurde aufgcrufen und bald humpelte der alte Am bulanzkasten heran, fuhr aber zum Un glück, gerade an Ft. Wayne Ave. und Alabama Str. in ein dort stehendes Buggy und wurde gegen einen Trolley psosten geschleudert, wobei der Kutscher des Ambulanzwagens auf das Straßen Pflaster fiel und sich schmerzhafte Ver letzungcnzuzog. Zur die Nothlcidcndcn in Galvcston. In der Ev. Zionskirche, Pastor I. C. Peters, ergab eine gestern Vormit tag während des Gottesdienstes vorge nommenc Sammlung $128 für die Notleidenden in Galvcston. 3n den katholischen Kirchen der hie sigen Diöcese gelangte gestern bei dem Hochamt ein Schreiben des Bischof Chatard zum Verlcs, mit der Anord nung, daß die Kollekten am nächsten Sonntag zu Gunsten der Ucberschwemm tcn in Galvcston verwendet werden sol len. Der dritte Theil der eingehenden Gelder soll an die Behörden, der Rest an die Katholiken in Texas gehen. Die hiesige Musiker Union beschloß $50 für die Nothlcidcndcn zu bewilligen. Aus den Gerichtshöfen. Kriminalgericht. Wm. Dean und Elmtt Petty. Noth zuchtsaugriff. In Verhandlung. ,, , m tfXr Frau I. S. Clark, wohnhast 1619 Shclby Str., siel gestern Nach, mittag beim Aussteigcn von einer Stra , ßencar und verletzte sich erheblich. Der Ambulanzwagen brachte sie nach ihrer Äohnnnz.
Da SonntaaSblatt der .Tribüne- ist da digiqstk an beste dcutsc Familiendlatt arrßen rL-r-.n in Z-tnntf nnh mmrrt ic'mer ?WMihaItiflfeit
Die Sängerfahrt .'7 '- Tcö St. Louis Liedcrkranz. Rutschcnfalzrt und - Bankett. Ncdc des Dr. von StaMoss.
Schluß der SängerfLrt. - Eine Sängerfahrt unternimmt man nicht, um sich auszuruhen, dachten die Licdcrkränzlcr. Ergo war man gestern Morgen pünktlich im Teutschen Hause. Um 104 Uhr ordnete sich die lange Wagenreihe zur Fahrt durch die Stadt. Herr Robert Keller leitete die Fahrt. Mehrere Tally.Hos, Automobilen und ungefähr (0 Fuhrwerke befanden sich im Zuge. Man fuhr durch folgende Stra ßcn : New Jersey Str. zur Market, Market zur Oricntal, südlich Washmg ton, östlich Arsenal Ave., nördlich Ost Michigan Str. bis zum Woodrusf Place, durch den Plah hindurch zur 0. 10. Str. westlich MassauscU- Avc., südwestlich St. Clair, weltlich Dclawarc, nördlich 21. Str., westlich Capitol Ave. nach Fairban! Sommcrgartcn. Die Fuhr werke wnrdcn im Gar:cn untergebracht und die Thcilnehmci'.dcn setzten sich auf i die Veranda zum fröhlichen Frühschopvcn. Der St Louis Licdcrkranz und der Männcrchor des Musikvcreins sangen abwechselnd je zwei Lieder und nach halbstündigem Aufenthalt ging's weiter. Man fuhr die Capitol Ave. südlich bis zur 18. Str., östlich zur Meridian und die Meridian südlich bcrunter nach dem ! Monument. Von dort gings zum Staatshause, um dasselbe herum die Washington Str. östlich zurück zum Monument. Dort wurde ein Gruppenbild genommen. Um Uhr Nachmittags war man wieder im Deutschen Hause. Vor Be ginn 'des Mittagscsscns wurden in der Kneipe Lieder gesungen und ein Schop pen getrunken zur Stärkung für. lorn mende Ereignisse. Punkt 2 Uhr ging's hinauf in den Saal. Dem Verwalter des Hauses, Herrn Wawra, gebührt be sondcrcs Lob sür das prächtige Arrangement der vier langen Tafeln.- Der Saal machte einen hübschen Eindruck. In bunter Reihe ließ man sich an den Tischen nieder und als man beim Fisch angelangt war, eröffnete Herr Hermann Lieber sr. die Reihe der Toaste mit einer Rede, in welcher er des St. Louis Licdcrkran; als Bahnbrecher des deut schcn Liedes im Westen der Vcr. Staa ten gedachte, auf die Freundschaftsbc Ziehungen zwischen den beiden Vereinen hinwies und zum Schluß zu einem drei maligen Hoch aus den Licderlranz auf forderte. Seine Rede war kurz, aber treffend. Herr August Kühn und Herr Ernst Hclfenstcller von St. Louis waren die Toastmcifter. Dr. von Starkloff aus St. Louis war der nächste Redner. Er sprach über Das deutsche Lied" folgendermaßen: Rede des Herrn Dr. von S t arck l o f f. Meine Damen und Herren! Wenn ich Ihnen sage, daß es mir große Genugthuung gewährt das Dcutschthum von Indianapolis in seinem prachtvollen Heim begrüßen zur dürfen, so ist das nur ein schwacher Ausdruck sür das. was ich heute empfinde. Knüpft mich ja doch so manches Band an Ihre herrliche Gartenstadt. Bande der Familie und Bande der innigsten Freund schaft und höchsten Achtung für fo viele Ihrer Mitbürger. In einem Zeitraume von 20 Jahren war es mir öfters vergönnt Ihrer Stadt kurze Besuche abzustatten und jeder fol gende Besuch erfüllte mein Herz mit inniger Freude, wenn ich das stete Wachsthum des Teutschthums bcob achten konnte, wenn ich sah, wie der den Deutschen innewohnende Culturgeist auch hier sich Bahn brach und unent wcgt dem Ziele entgegen strebte, das er sich vorgesteckt. Das herrliche Heim, das uns heute so gastlich aufgenommen, ist der sicherste Beweis für das opfcr freudige Bestreben seiner Gründer: dem deutschen Idealismus eine bleibende Stelle hier zu schaffen und zu erhalten. Und wenn wir Rückschau halten auf die Geschichte JhrcrVcreine, so tritt vor unser geistiges Auge ein Stück der Geschichte des Deutschthums Amerika's, ein Stück der Culturarbeit, die der gcr manische Stamm auf diesem Contincnt vollbracht hat. Wir gedenken der ersten Gründer deutscher Gesangvereine und Turnvereine, von welchen die Meisten als mit tellose, hcimathsuchende Fremdlinge herübergekommen. Viele als Flücht linge vor der vaterländischen Noth und dem schmachvoll vaterländischen Drucke, um sich hier, im fernen Westen eine materielle Existenz zu soffen.
. Die Mühe und Noth, mit welchen diese Pioniere ' des Dcuschthums in Amerika zu kämpfen hatten läßt sich kaum mehr ausdcnken. Der Anglo Amerikaner, der in den neuen Ankömm lingcn nur die - Muskeln und Sehnen, die physische Kraft berechnete, welches das Land .bedürfte um die Art zu schwingen und den Boden, zu ebnen, cmpsing sie nicht allzu freundlich und wenig ahnte er, daß in ihnen der geistige Sauerteig stäke, der ihre ganze Lebens weise und Weltanschauung umgestalten sollte. Allein der Culturgeist, der den Deutschen von jeher, selbst zur Zeit seiner tiefsten nationalen Schmach, durchdrun gen, war mit ihnen über das Meer ge kommen und von der Saat, die die Geistcshcrocn Teutschlands auf dem Gebiete der Musik, der Kunst, der Wis senschast und der idealen Dichtung ausgestreut, glomm ein Fünkchcn in der Seele des Geringsten von ihnen und es bedürfte nur drs leisesten Hauches, um
! dieses Fünkchcü zur vollen Flamme idealer Begeisterung entfachen zu lassen. Dieser Geist ist es, der noch in unsrer Mitte sein hehres Wesen treibt. Er ist es, der uns befähigt an allen hohen Bestrebungen tief ernsten Antheil zu nehmen. ' Er ist es, der uns bei unsern Mitbürgern anglosächsischer Rasse Achtung erzwingt Die deutsche Kraft ist es, die'hier eine neue Cultur ha: aufbauen hclscn. 'Der deutsche Idealismus ist es, der hier in der rauhen Welt des Materialismus, des wilden Kamvfcs um das Tafcin, dem Leben einen edlen durchgeistigten Gehalt gegeben hat. Die wilde Jagd nach Geld und Gut, nach Glück' und Besitz, in welchen der Teutsche mit den andern Nationalitäten erfolgreich wetteifert, hat ihm glücklicher weise den Idealismus, der ein Erbtheil feines Stammes ist, nicht zu rauben ver mocht, ,hät'ihnd.cs Gefühles nicht vcr lustig gcmacht,'daß . es höhere. Güter gibt als den Mammon. " Und. wenn ich dieser Thatfache gr denke, dann zieht wie eine unvergeßliche Melodie durch ' mein Gemüths was der henliche 'Sänger-Ferd. greiligrath von der deutschen Kraft singt, die übcr's Meer gezogen: Mit nerv'ger Faust und roeh'nden Haaren Kit Hake, Späten und Gewehr, So ist sie kühn hinauszezog?n Tie deutsche Arbeit, über das Meer. Sie hat ihr, Werkzeug rvohlgeschmungen. Kein Hemmniß schreckte sie zurück. Froh schaffend hat sie sich errungen Das Bürgerrecht der Republik. Wer Qber, als sie zog ins Weite, Zog mit ihr üder'ö Meer hinaus: ?er gab ihr fröhlich das Geleite? Wer half ihr baun das nue Haus? jLer stand ihr bei in Lieb und Treue Taß, roaS sie schafft, tvohl gerieth. Wer gab der deutschen Kraft die Weise Jenseits des Meeres? Das deutsche Lied! Was Friederich Schiller uns gesungen, Was Ludwig Uhlands.Mund entquoll. Auch drüben ist es bald erklungen. Auch drüben tönt es hell und voll, -Dem Festsaak und der Liederhalle Sang es die Werkstakk munter nach, ES tönte mit beherztem Schalle Zu Dampfgezisch und Hammerfchlag. ? Und sang man nicht, so ward gelefen . Spät Abends noch am stillen Herd. So hast du treu das deut'che Wesen .. O keutschts Lied, auch dort genährt." Und welche-Wunder übt nicht das deutsche Lied.- . Sein Klang ist ein ge waltigcr Sorgenbrecher.. , Es schwindet jedes Kummers Falten, ; So lang des Liedes Zauber walten." Schiller. ' Wie den Krieger im heißen Schlacht getümmc! der ernste Zuruf des siegge wohnten Feldherrn neuen Muth und Siegeszuversicht einflößt, so liegt in der Pflege des Liedes Schillers innhalts voller Mahnruf:' Werft die Angst des Irdischen von Euch, Fliehet aus ! em engen dumpfen Leben Jnd des Idealen Reich . . ' Und wahrlich : ' Nehmet uns die Ideale, so leert die Welt ihr aus uud Alles stürzt um. Im lufleercn Raume fallen alle Körper mit gleicher Geschwindigkeit. So leer, so unglücklich das Mcnschcnherz ohne Hoff, nung wäre, so das Leben ohne Ideale. Eine Stätte der Ideale ist Ihr präch tiges Haus. - Hier ist der Sammelplatz gleichgesinnntcr Geister.' Ein unsichtbares Band gleicher Ziele hält Euch hier vereinigt. Ein scheinbar ungewisses, in Wirklichkeit aber gewisses und sichtbares Band hält Eure Vereinr zusammen, das Band des Idealen, das in der Pflege des Deutschthums und der deutschen Culturmission in Amerika be steht. ' . ,' , Weiter aber besteht diescsJdeal in der Pflege der Kunst, der Literatur, des Gesanges und der,' edlen Geselligkeit. Als eine solchePflegestätte aber hat sich Ihr Deutsches Hsus.ewöhn. .In ihr
wird die wahre, gemüthliche -anregende Geselligkeit gehegt und gepflegt. Eine Geselligkeit, die ein Abglanz reinen Familienlebens ist, welche die Traulichkcit des, harmonischen Familicnzirlels in den Kreis der Vcrcinsmitglieder trägt. So bildet denn das Deutsche Haus in Ihrer Stadt den sichtbaren Ausdruck der deutschen Ideale. So bildet das selbe ein Wahrzeichen deutschen Stre bcns, eine Quelle deutscher Kraft und ein Vorbild , für solche, die nicht unseres Stammes sind. ,Jm' Deutschen Haus wird manche glückliche und anregende 'Stunde . vcr brachte . Hier sinden die Frauen eine Welt reiner Zerstreuung. Und das Deutsche Haus wird das bleiben, was es ist und wozu es gegründet wurde, fo lange es feinen deutschen Charakter be wahrt. Denn mit diesem bewahrt es das kostbare Angebinde : dc.t dcutfchcn Idealismus. So. möge denn Ihr Deutsches Haus treu der Ausgabe bleiben, die den Gründcrn vorschwebte und die sie bisher ziel bewußt, zu erfüllen gesucht haben. Es bleibe für alle Zeiten eine Stätte des deutsches Liedes, des dcutfchcn Turnerei, eine Stätte der Deutschthums, eine Stätte deutscher Art und Sitte, eine Stätte trauter, edler, lebensfroher Gesclligkcil, dann wird noch für viele, spätere Jahre an jedem Stiftungsfeste der freudige und viclhunderlkchligc Ruf erschallen: Tas deutsche Lied, das deutsche Haus, sie leben, blühen und gedeihen. Die hübsch durchdachte Rede wurde kräftig applaudirt. Für eine Zeitlang gab man sich dem Genuß des ganz vor züglichen Lungenbratens hin und vcr
gaß den Nicrsteincr auch nicht. Herr Gustav Cramer, der Präsident des Lie derkranz', brachte darauf in einer kleinen Rede einen Toast auf die Damen aus, anknüpfend an das Schillcrsche Wort: Ehret die Frauen! sie flechten und . ' weben Himmlische Rosen ins irdische Leben." Tie Mitglieder des Teutschen Haus Orchesters hatten sich mittlerweile auf die Bühne begeben und' Herr Kühn stellte dieselben vor. Unter Leitung des alten Herrn Bciscnhcrz spielte das Orchester einen flotten Tanz, der cntschieden Slimmung machte und kolossa len Applaus hervorrief. Herr Helfen sicllcr von St. Louis lud daraus in eincr äußcr?'t humoristisch gebaltcncn Ncde die Anwesenden ein, nach St. Louis zur nächsten Weltausstellung zu kommen. Er beschrieb in köstlicher Weise die Zu stände von St. Louis. Seine Ncdc wurde herzlich belacht. Das Deutsche Haus Orchester spielte darauf deutsche Melodiken. War die Stimmung bisher eine sidele gewesen, jetzt wurde sie gemüthlich. Die Anwesenden sangen mit und man amüsirtc sich köstlich. Herr Paul Thcegarten von St. Louis hiett 'später eine Rede über die aktiven - Sänger. Leider war die Stimmung schon zu weit (man vcr zeihe den Ausdruck) vorgeschritten und so gingen viele treffliche Worte verlorcn. Herr Thcegarten bemerkte unter Anderem folgendes: - Aktiv sein, heißt thatia sein. Und thätig ist' Alles in dieser Welt, vom kleinsten Insekt bis zum größten Him melskörper: Die Thätigkeit, die un unterbrochene Thätigkeit erhält das gewaltige Weltall in seiner wunderbaren Harmonie, die Thätigkeit unseres Her zcns erhält unseren Körper in Kraft, die Thätigkeit des Geschäftsmannes erhalt seine Kasse, und die Thätigkeit des Sängers erhält das deutsche Lied und damit das Schöne und Gcmüthvolle in unserem folgenreichen Leben." Nach der Rede des Herrn Theegartcn verlas Herr Kühn ein Telegramm des abwesenden Präsidenten, Herrn George Kothc. - Das Telegramm hatte folgen den Wortlaut : .Dem Musikvercin und seinen Gasten hellen Sängergruß. Ich feiere im Geiste das Fest mit. George Kothe." Später fang der Liederkranz, der Männcrchor des Musikvcreins und das Quartett des Liederkranz. Commodore F. Herold von St. Louis, ein 72 Jahre alter Herr, welcher trotz seines hohen Alters immer noch aktiver Sänger ist, sprach einige hübsche Worte und Herr Richard D.Ocnch hielt eine Rede, an knüpfend an das schöne Lied : Ich hatt' cincn Kameraden." Der Kamerad des Liederkranz sei der Musikvercin. Herr Theodor Stempfcl antwortete ihm in einer launigen Rede über das Plus quamperfcctum und bemerkte treffend, daß die Abcndänderung in das Pcrfck tum Ich hab' einen Kameraden" auf die Freundschaft der beiden Vereine passender sei. Der Präsident des St. Louis Liedcrkranz,-,Hcrr Cramer, sprach folccnde Abschsedsworte ;
Auf Ihr Wohl. tre.jchjdieK Glas Wein, Er möge wachsen,' blühen und gedeih'n TerJndianopolis Musikverein. Doch nun könlÄt des.SchicksalS Tücke, Wir müssen wieder zurück über die große ;' Brücke. Wenn Menschen auseinander gehen. So sagen sie: Auf Wiedersehen. Darum von Herzen bitt ich Sie Kommen Sie bald nach St. Lu-i Nachdem folgte, was nach einem großen Bankett gewöhnlich, Fidelitas. Beschreiben läßt sich so was nicht. Das
muß man mitgemacht haben. Das ganze große Haus stand den Gästen offen und überall saßen Gruppen im Saal und in dcr Kneipe. Bis um 10 Uhr wurde glsungcn, getanzt, gctrunken, gelacht, gescherzt, bis dcr Ausöruch nach dem Hotel erfolgte. Um 11 Uhr 20 Minuten ertönte auf dem Bahnhof das letzte Weh, das wir scheiden müsscn." Die Sänger von St. Louis fuhren zurück, die Mitglieder dcs Musikvcrcins gingen allmählig auch nach Hause und nichts bleibt als die Erinncrung an zwei prächtig verlebte Tage im frohen Sängerkrcise. 5? 3effeioi Haus, 115-119 Ost Sonth Strahe, ist eine Herberge nach deutscher Art. Der Durstige findet binen kühlen Trunk, dcr Hungrige cincn reich besetzten Tisch, der Müde ein gutes, reines Bett und jeder Gast eine zuvorkommende Behandlung. Kost und öcgis beim Tag oder bei dcr Woche. 27 Jedermann ist freundlich eingeladen. Geo. Peter Hammcrle. Ottmar Keller, 217 Ost Washington Str. : Feine : U)cinc, (iquörc und Cigarren. Extra-Lunch fervirt auf Order zu jeder Zeit. Hauptquartier der Bäcker. Badcnser. ieygcr und anderer Vercme. Telephon 3327. Main lim u. Billiaril B&li, 192 Ost Washington Straße. 3 ohn Weilaclier, Eigenthümer. ... Heinrich Kurz, No. 431 Süd Telawarc Straße. &am Bin er Loch.) Die feinsten Mosel- und Rheinweine in dcr Stadt. Jederzeit ein gutes Glas Ä-cr. Pool und Billiard, Alles erster Klasse. n zahlreiazem S5e fu4e ladet ein. lleiiiricii Kurz. 431 Süd Delaware Straße. Gutes Bier, Importirte Nieine schmackhafter Clinch CHAS. L0EWER, 1809 Süd East Straße. HOTEL - RESTAURANT. BISMARCK, Chicago. 180-166 Randolph ZL : Sammelplatz der Deutschen. Schmche, nervöse Personen, c j peplagt von Schwermut!?. Srröthen. Zittern. Herz klorfen und schlechten Träumen, erfahren auö dem ..Iundfreund" wie einfach und billig OkfoledU krankdritcn, Folgen der Jzcndsünkvn. UramvU akcrbruch (varicocclk).ersckvpsende Aneflüsseund ander mark nnd detnvcrzckrende seiden, schnell vnt dauernd heilt werde sönnen. ?a.iz neue Heilversadren. Auch ein Kapitel über erbüNtng zu großen Kindersegen und dere:.' schlimm Folgen enthält dieck lehrreiche 2)i. desjen neueste Auf läge nach zfanq von .6 EentS Briefmarken versiegelt versandt wird von cr P3IVAY KLIMK, 18! lh Ave, New York, KZ Crown Laundry, 1237 Ost Washington Straße. tragen und Manschetten 2c. frrflß.itlnfif ii frei. Alle Arbeiten werden arantirt. abakbolt u.-.d abae liefert. Telephon 2313. ffamilienwäsche eine Spezialität. ?rogres :: Laundry, Z Haupt-Office: Z No. 312-314 Ost Market Straße. ) 228 Mafsachuscttz Avenue. Zweig-Ofsiceu : 203 Norv Illinois Straße. ) 22 Ost Washington Str. Macht vorzügliSe Wascharbeiten. Tk:rvhoniren t No. li'l für den Sagen. Francis j. Reinhard, Deutscher Anwalt. Zimmer 5 Yohn Block. Eingang No. 9 N. Meridian Str. Jndinott. Jd. Kia lz: 2&
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