Indiana Tribüne, Volume 24, Number 6, Indianapolis, Marion County, 24 September 1900 — Page 2

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'Jndimn Tribüne, Montag, den 24 September lyoO

Unterseelsche ßrttti

- Das erste deutsche ctoittf Kabel ist jetzt fertig gestellt; ratenr 34 Jahre seit der Vollendung des ersten otlantischen Kabels und genau ein halles Jahrhundert seit der Leguug deö listen unterseeischen Kabels verflossen sind. Die Versuche, unter Wasser überhaupt zu telegraphiren, sind noch eiteren Datums. Der erste Versuch dieser Art war der Sömmerings, t:n dieser im Jahre 1809 mit einem mit Kautschuklösung überzogenen Draht anstellte. Eine wirkliche Telegraphenleitung unter Wasser wurde aber ?rst 27 Jahre später, im Jahre 1839. von Schilling zwischen Peterkzof und Krönstadt gelegt. 1839 legte O'Shaughnessy in Indien eine Leitung durch den Hugly, einen Nebenfluß des Ganges, ebenso 1842 Morse im Hafen von N-w York, 1845 Ezra Cornell durch den Hudson und 1849 Hay im asen von Portsmouth. Die Ergebnisse aller liefe Versuche, bei denen Kautschuk als Jsolationsmittel verwandt urde. waren wenig befriedigend. Erst nach der Entdeckung der isolirenden Eigenschaft i)tx Guttapercha wurden bessere Erfolge erzielt. Nachdem Siemens einen mit Guttapercha isolirten Draht durch den Rhein, Armstrong einen solcb.n durch den Hudssn und Walcker im Hafen von Folkestone gelegt hatten, wurde 1850 von Jakob Brett das schon 10 Jahre früher von Wheatstone geplante Kabel durch den Kanal von Calais ousgrfühit. Zwar versagte dieses erste Seekabel bald wieder den Dienst, weil der felsige Boden der französischen KiU ste die Guttaperchahülle abgerieben hatte, wurde aber schon im folgenden Jahre durch ein neues, bis 1853 b:trieösfähiges ersetzt. Noch in demselden Jahre erfolgte die telegraphische Verbindung Englands mit Irland und zwei Jahre später die Englands .uii Holland und Belgien durch ein Kabel zwischen Ozfordneß und Scheveningen 1854 würd: Spez:a mit Korsika und dieses mit Sardinien verbunden. 1.857 gelang die erste Verbindung Eu 7opaZ mit Afrika durch das Mittelme:r zwischen Bona und d:m Kap Spartidento. Die gerade Entfernung beider Orte beträgt 125 Meilen. Dabei wurden Meerestiefen bis zu 4000 Fuß überschritten. Schon frühe? war. 1843 von Morse und 1847 von Armstrong, eine KabelVerbindung Europas mit Amerika durch den Atlantischen Ocean angeregt worden. Nach der erfolgreichen Legung der Kabel zwischen England. Frankreich undHolland gründeteCyrus Field 1854 eine Gesellschaft zur Legung eines Kabels zwischen Europa und Amerika. Drei Jahre beanspruchten die Tiefenmessungen und Vorbereitungen zu dem gewaltigen Unternehmen, neun Jahre die Ausführung selbst bis zu ihrem endgiltigen Gelingen! Im August 1857 begann dieVerlegung des Kabels von Valentia aus mit den Kabelschiffen Agamemnon" u?idNiJgara". Aber schon nach drei Tagen riß das Kabel. Im nächsten Jahre wurde mit der Legung in der Mitte desAtlantischen Oceans begonnen. Abermals brach das Kabel und noch ein drittes Mal in demselben Jahre. Der , vierte Versuch war nur insoweit von Erfolg, als durch ihn die Möglichkeit einer transatlantischen Kabeloerbindung bewiesen war. Es versagte schon nach kurzer Zeit den Dienst. Erst 7 Jahre später, nach den sorgfältigsten und umfassendsten Vorbereitungen, wurde am 21. Juli 1865 das Unternehmen mit dem eigens dazu erbauten Kabelschiff .Great Eastern" wieder aufgeuommen. Ein Kabelbruch am 2. August machte noch einmal die hochgespannten Erwartungen zu nicht. Im nächsten Jahre aber gingen sie glänzend in Erfüllung. Vom 13. bis 27. Juli 1866 wurde das Kabel ohne erheblichen Zwischenfall zwischen England und Neufundland und gleich darauf zwischen Neufundland und dem amerikanischen Festland gelegt. Damit war die Aera der transoceanischen Kabel eingeleitet. Im Jahre 1870 wurde England über Suez-Aden mit Bombay und von da aus über Madras-Singapore und Java mit Port Darwin in Australien verbunden. Später erfolgte noch eine Abzweigung von Java nach der NordWestküste Australiens. Von Australien (Sydney) wurde das Kabel weiter nach Neuseeland geführt. Die Abzweigung von Aden über Sansibar nach Südafrika wurde 1879 vollendet. 1874 wurde die Verbindung Europas mit Südamerika durch e n: Leitung von Larcavellcs bei Lissabon über Madeira und St. Vincent nach Pernambuco in Brasilien hergestellt. Durch eine Abweigunz von Singapore über Saigen, Hongkong. Schanghai nach Nagasaki wurden China und Japan dem .Label nach Aden angeschlossen. Die Verbindung Süd- und Nord-Ameri-las erfolgte erst im Jahre 1882. Jetzt ist ganz Süd-Amerika mit Ausnahme von Pataaonien durch Kabel 'umgürtet. Auch der Westküste Afrikas entlang ist eine zweite Verbindung Englands mit Südafrika bis Kapstadt hergestellt. Den Telegraphenverkehr zwischen Eu?opa und' Amerika vermitteln jetzt -schon ein Dutzend Kabel durch den At, lantlschen Ocean. Sie sind im Besitze .englischer, amerikanischer und'französi scher Gesellschaften. Das neue deutsch, amerikanische Kabel macht Deutschlands Telegraphenverkchr von diesen nabängig. e -

Thiere als Tchwlmrnkunsllcr.

cn r . rv.r.f v v. i:rr i iieie .jnicui im suocn nes uueu Oceans sind heute von wilden Schwelnen bewohnt, deren zahme Vorfahren" ehemals -von verunglückten Schiffen auS schwimmend, und zwar mitunter auf groenEntfernungen, diese Eilande erreicht hatten 5s ist von Interesse, einen flüchtigen Blick auf die Schwimwer sowie die Nichtschwimmer unter den Thieren zu werfen, soweit dieselben nicht ohnedies der Wasserwelt angehören. Zum Theil sind noch heute allerhand Angaben hierüber verbreitet, die nicht viel mehr, als Altweiber-Fa-beln sind, und auch die obige Mittheilung mag den Einen oder Anderen überraschen, der immer noch an das Märchen glaubt, daß Schweine nicht schwimmen könnten, weil sie sich bei jedem derartigen Versuch mit den Vorterfüßen in den al schnitten! Im Gegentheil sind alle Gattungen ! Schweine, wilde und zahme, gute Schwimmer, und die Entstehung zenes Märchens ist wohl nur darauf zurückzuführen. a ihre Beine verhältniß- ! rnäßig sehr kurz sind, unb sie daher iWm Schwimmen den Hals mit den ! Vorderfüßen b r ü h r e n, auch das Wasser sehr hoch aufwerfen. Ob sie gerne in's Waner gehen, das ist freilich eine ganz ankere Frage. Die Fähigkeit oder Nichtfähigkeit von Landthieren, zu schwimmen, sticht keineswegs in nothwendiger Beziehung zum Körperbau, welche bei Schwimrnern und Nichtschwimmern ein beinahe gleicher sein mag. Wohl die interessanteste Thierfamilie in dieserHinsich sind die Nagethiere. Denn während dieselbe Gattungen enthält, die ganz ausgezeichnete Schwimmer sind, wie l Bieder, Ratten, Mäuse u. s. w.. gehören zu ihr auch Nichtschwimmer wtt Hasen und Kaninchen oder sehr schlechte und ängstlicheSchwimmer wie die EichHörnchen. Von den Eichhörnchen glaubt man vielfach, daß sie ebenfalls gar nicht schwimmen konnten, und weitverbreitet ist in manchen Kreisen die Arzabe, daß sie, wenn sie über Flüsse fchen wollten, mit Vorliebe auf ein ahintreibendes Stück Ninde hüpften und den buschigen Schwanz als Segel benuten! Allerdings haben Eichhörnchen scbon h'äufig probirt, auf irgend einem uubesetzten schwimmenden Gegenstand von einem Ufer an das undere zu gelangen; doch erreichen sie diesen Zweck auf solche Weise nur selten. Mit großen Widerwillen vertrauen sie sich mitunter direct der Wasserwelt an. und man hat beobachtet, daß sie dann sehr rasch rudern., aber ihre Kräfte dabei hochstens einige Minuten ausreichen, weshalb nur kurze Stecken von ihnen überschwömmen werden können. Beim ! Schwimmen heben sieKopf und Schull ter sehr hoch aus dem Wasser, während der üönge Korper tief hineinzinkt. ganz im Gegensatz zu ihren nahen Verwandten, den Hasen und Kaninchen, die, wenn sie unfreiwillig zu schwimmen versuchen, den Kops nach unten und das Hintertheil nach oben gerichtet haben, gleich einem schlecht ballastirten Schiff; gleichwohl können sie bei vollkommen ruhigem Wasser etwas schwimmen, während schon das geringste Kräuseln der Wasser - Oberfläche das Ertrinken verursachen muß. Alle guten Schwimmer unter den Nagethieren sind auch vorzügliche Taucher und sind außerdem imstande, nach Belieben den Körper im Wasser zu heben oder zu senken. Dies ist manchmal von großem Vortheil für sie, wenn ihnen besondere Gefahren drohen. Wenn sie behaglich schwimmen und keine Gefahr wittern, ist mehr als ein Drittel ihres Körpers an der Oberfläche des Wassers. Daß die gewöhnliche Hausratte, wenn sie ihre Lebensweise verändert und ihr Quartier nach Flußufern verlegt, ohne Weiteres beinahe ebenso vollkommen im Wasser - Element zu Hause ist, wie ihr Vetter, die Wasserratte, ist schon von Vielen beobachtet worden, und man darf von den Mäufen dasselbe sagen. Fast alle Wiederkäuer sind ausgezeichnete Schwimmer und gehen auch häufig in das Wasser, ausgenommen die Kamele sowie vielleicht die Wildschafe. Kamele können nicht schwimmen, da ihr Körper sich zwar leicht flott erhalt, aber sie schlechte Balance haben, und ihr Kopf stets unter das Wasser kommt; in einigen Fällen hat man sie jedoch dazu gebracht, mit Hilfe von Ziegenfellen oder Glastöpfen, die unter ihrem Hals gebunden wurden, während die Treiber auf sie kletterten und verursachten, daß der Kopf des Thieres aus dem Wasser heraufkam, eine kurze Strecke zu schwimmen." 5tliche bekannte Thiergattungen, wie Igel und Fledermäuse, von denen man auf den ersten Blick glauben sollte, daß sie zu Schwimm-Bewegungen unfähig wären, leisten vielmehr ganz Respectables darin! Ucbrigens gibt es unter allen Thieren, die man cl reine Landthiere betrachtet, keinen besseren Schwimmer, als den gewaltigen E i sb ä r , welcher wahrscheinlich mehr als die Hälfte seines Lebens im Wasser verbringt und wunderbar weite Schwimmreisen über die Zismeer-Wü-sten von "einem Festland nach dem anderen macht. Die Entfernungen, welche er oft vom Pack - Eis über , offenes Wasser nach den Hauptküsten bewältigt, sind um so erstaunlicher," wenn man in Betracht zieht, daß während der ganzen Zeit der Leib in GefrierWasser getaucht ist, welches bei MensSenwefen ls das " größte Ab-

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Man nehme

Ob schlimme oder leicht, Erkältunzen und Husten, in jedem Falle sind sie ernstlich genug, soso dagegen einzuschreiten. Gebrauche Dr. August NonigS Samburgcr ZZrnßthee, welcker prompt und schnell die schUmmjZen Fälle hellt.

i schreckunZsmittek gegen alle langen Schwimmtouren bekannt ist. XU chinesischen Marineschulen. Im Jahre 1890 wurix von der djin sischen Regierung unter Leitung des Präsekten Schen-Tun-Ho in Nanking eine Schule begründet, um für die Südchinesische Flotte (Nan-yang) Offiziere und Ingenieure heranzubilden. während die Nördliche Flotte (Pe-yang) ihre Offiziere von der Marineschule in Tientsin erhielt, die schon 1882 begründet wurde. Die älteste Marineschule war die von Futschou in der Küstenprovinz Fokien, die fchon 1870 errichtet wurde, dann aber einging und bisher trotz der Bemühungen des französischen Einflusses, der sie von französischen Lehrern wieder eröffnci wissen wollte, nicht von Neuem in's Leben getreten ist. Die Marineschule in Nanking befaßt sich mit der Ausbildung von 120 Zöglingen zu gleicher Leit. von denen 60 als Offiziere und 60 als Ingenieure dienen sollen. Sie verbringen 5 bis 6 Jahre mit Studium und den Vorträgen, auf den Werkstätren, bei den Torpedowcrken im Arsenal zu Shanghai und an Bord des Schulfchiffes Wantai", das der Schule zu diesem Zwecke überwiesen ist. Während dieser Zeit erhalten die Schüler ihren ganzen Unterhalt. Lehrmittel, Instrumente und sogar ein Monatsgehall vom Staate, wogegen ihre Eltern oder Vormünder sich bei Strafe verpflichten müssen, da& der betreffende Zögling im Dienste der chinesischen Regierung bleiben wird. Einige der Instrukioren sind Engländer, die bereits auf englischen und chinesischen Schiffen Erfahrungen gesammelt haben. In der Jngenieurabtheilung ist . nur der oberste Lehrer ein Engländer, seine Assistenten sind Chinesen, die an der Schule in Nanking oder Tientsin den Grad erworben haben. Die. Torpedoabtheilung steht ganz unter chinesischen Lehrern, die ihreAusbildung in Frankreich erhalten haben. Die Lehrer im Ezerziren und in der Gymnastik sind durch deutsche Offiziere vorgebildet. An der Schule müssen gleichzeitig auch Lehrer für die chinesische Sprache sein, da die Zöglinge aus den verschiedensten Theilen des Landes stammen und ihre eigenen Dialekte sprechen, so daß sie die amtliche Sprache, den sogenannten Mandarinendialekt, gar nicht verstehen. Die kaiserliche Regierung giebt für die Schule jährlich etwa M.000, jo daß die völlige Ausbildung jedes Zöqlirigs ihr demnach auf $3000 zu stehen kommt. . Der Unterricht wird seitens der Engländer in englischer Sprache ertheilt, und einer der Jnstruktoren hat sich sehr anerkennend über seine Lehrergebnisse ausgesprochen und sogar geäußert, daß die schriftlichen Arbeiten von englischen Studirenden nicht besser ausfielen. Trotz der eingegangenen Verpflichtung werden übrigens viele der Schüler später dem Regierungsdienste untreu wegen der bekannten Mißstände im Beamtenstande. Auch der jetzige chinesische Gesandte in London, Lo-Fun-Loh, ist übrigens aus der Marineschule von Nanking hervorgegangen Die Lacht;-AuSrottu!tgsgcfahr. Nach den letzten Berichten ist der heurige Lachsfang - Ertrag in Orcgcn und Britisch - Columbia zusammen etwa eine Million Kisten weniger, als im vorigen Jahre. Das eröffnet trübe Aussichten für die Lachsfang - Liebhader, und der von Zeit zu Zeit gehörte Alarmruf, daß diese Thiergattung in Gefahr stehe, vom Schicksal der Pelzrobbe und des Büffels betroffen zu werden, scheint in der That begründet genug zu sein. Vielleicht, daß Alaska dieses Jahr noch einen Theil des Fehlbetrages ersetzt, aber auch dort machen sich Zeichen einer Erschöpfung des Lachsbestandes bcmerklich. In einer Zeit allgemein hoher Fleischpreise ist dies doppelt bedauerlich. Denn der Lachs gehört entschieden zu den werthvollsten Sahrungsfischen. Auch die britische Verwaltung ist in neuester Zeit sehr besorgt über die anscheinend rasche Verminderung des Lachsbestandes geworden und läßt diese Frage jetzt durch eine besondere EomMission untersuchen. Auch ohne eine solche ist aber, die Ursache für diese betrübsame Erscheinung, in britsch-cana-dischen sowie in amerikanischen ' Gewastcrn, unschwer zu erkennen. Die Lachse werden einfach rascher getödtet, als sie Nachwuchs hervorbringen können. Der schlimmste Factor für ihre unheimliche Verminderung scheinen die langen Schlagnetze zu sein, welche übe?

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sich in acht! ö m3Q die )!unvungen ver Flüsse ausgebreitet werden, sowie die Fisch - Räder". Nach dem Urtheil von Sachverständigen sollten die Fische gerade in dieser Zeit des Jahres, wenn sie nach dem laichen stromabwärts kommen, geschont werden, da sie doch des Fanoens l kaum werth sind, und besonders das , Tödten der Weibchen zu dieser Zeit eine ' sehr verhängnißvolle Wirkung hat. Es wäre die höchste Zeit, eine Schon-al-son einzuführen und durchzuführen. Künstliche ohle. Schon vor einem Jahre erregte die Nachricht von der Erfindung einer künstlichen Kohle allgemeines Interesse. Einem bei der Anilin- und Sodafabrik auf dem Hemshof bei Mannheim beschäftigten Arbeiter. Namens Montag, war es gelungen, aus Torf und einer bis jetzt nur dem Erfinder bekannten Beimischung ein unserer heutigen Steinkohle ähnliches Brennmaierial von vorzüglicher Heizkraft herzustellen. Es handelte sich nur darum, das nöthige Kapital zu beschaffen, um die Erfindung auszubeuten. Handels kammersekretär Gehrig aus Mannheim interessirte sich sehr für die künstliche Kohle und versuchte, die fragliche Angelegenheit in die 'richtigen Wege zu leiten. Allein irgend ein Hinderunzsgründ schien bis jetzt die Sache aufzuhalten; denn mit der Herstellung der künstlichen Torfkohle im Großen wollte es gar nicht vorwärts' gehen. Es siel auch auf. daß das Mannheimer Großkapital so wenig geneigt schien, sich der Mcntag'schen Erfindung zu bemächtigen. Montag stelle zu hohe Anforderungen, hieß es. Man habe den Erfinder zum Direktor des neuen Unternehmens ernennen wollen mit einem Gehalt von jährlich 12.000 Mark und ihm außerdem noch 2 Prozent desReingewinns zugesichert. Ter Erfinder sei jedoch darauf nicht eingegangen; vor Allem wollte er den Verspleiß der produzirten Waare nicht aus der Hand geben. Unterdessen haben nun Montag und Gehrig bei Hockenheim in Baden (20 Minuten von der Stadt entfernt) 40 Morgen aus Torferde bestehendes Wiesengelände erworben und sich für weitere, 200 Morgen das Vorkaufsrecht gesichert. Nach zuverlässigen Nachrichten, soll nun mit Herste'llung der nothwendigen Bauten und alsdann sofort mit der Fabrikation der Kohle begonnen w?rden. Wenn einmal im Betrieb, soll das Werk mehrere Hundert Arbeiter beschäftigen und täzlich etwa 600 Centner Kohle liefern. Augenzeugen, die dem probeweise Heizen mit künstlicher Torfkohle beiwohnten, rühmen die außerordentliche Heizkraft. Die Kohle brennt mit heller Flamme, bringt den Ofen in kurzer Zeit zum Glühen und hinterläßt außer einer geringen Menge weißlicher Asche keine weiteren Rückstände. Bei der Herstellung des Brennstoffes wird der aufgestochene Torf getrocknet, auf der Maschine zerrieben und mit den von Montag erfundenen Chemikalien vermischt. Die so erhaltene Masse wird in Formen gepreßt und als Briketts m den Handel gebracht. Die Farbe ',er Torskohle ist glänzend schwarzbraun, der Braunsohle nicht unähnlich. Ein Pessimist. .Darf man zu Ihrer Verlobung gratuliren, Herr Doctor?" Fragen Sie 'mal nach der Hochzeit nzied?r an I" Eine merkwürdige A nwendunz der Lustbarkeitssteuer war in Soran vorgekommen. Der Arbeiterrerein hatte bei der Polizei für in?n gemeinschaftlichen Kirchqang ohne Musik 1.50 Mark, Vergnügungssteuer bezahlen müssen. Auf die erhobene Beschwerde hat de? Finanzminister die Zurückzahlung der Abgabe verfügt. ' Durch eine Kanone fcurSc in Neudorf (Anhalt) einKnabe erschossen! Auf einem Felde hinter der Schule waren die Haubitzen der fünften Batterie des vierten Artillerie - Regiments (Magdeburg) aufgestellt; die Kanonen wurden von Groß und Klein bes'cbtiat. Nackmittaas wurden die . Geschütze gereinigt, als bei dem dritten

Geschütz, rn dem die Kartusche stecken ! geblieben war, ein Schuß losging. Vor der Mündung der Kanone stand der . Sohn des Bergmanns Prost, dem der , Schuß an den Kopfging. Dieser wurde ' vollständig gespalten, so daß das GeHirn umherspritzte. Durch denselben i Schuß sind noch 17 Kinder mehr oder ! minder stark verletzt worden, doch sind ' sie nach Aussage des die Kinder behan- . delnden Oberstabsarztes sämmtlich außer LkZ.enssefabr.. . .

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