Indiana Tribüne, Volume 24, Number 6, Indianapolis, Marion County, 24 September 1900 — Page 1

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Zlttslaud Depeschen

Jene Antworten. Das vorgehen der per. Staaten von manchen Zeitungen bedauert. Tie chinesische Regierung läßt den Boxern gegenüber Milde walten. 'Ein Edikt als Autwott auf die Anklagen des Prinzen Ttian. HerrNorkhill befürwortet die Zu rückziehung der Truppen. m Zur regen Betheiligung an den Wah len in England Fordert Lord Salisönrn in einem Manilcft auf. j Die Lage in China. London. 24. Sept. Di: Morgen Leitungen finb jetzt zu sehr mit der Wcihl-Kampazne beschäftigt, als daß sie der chinesischen Fcge viel Raun fcid inen könnten. Der. Standard" be spricht editori-J ci: Antwort der anu likanischen Regierung und sagt: Man scheint in Washington den guten Willen der chinesischen Herrscher bei Weitem zu Löerschätzen. Es muß befürchtet werden, daß das Vorgeben der Ver. Staaten cn moralischen Einfluß der Ver Kündeten schwächen roird und deshalb niuß e- bedauert werden." Einer Depesche an die Daily News" us Peking zufolge behaupten die Chi resen. daß die Kaiserin-Wittw: und der Kaiser unter keinen Umständen in den kaiserlichen Palast in Peking zurückkehtcn werden, da sie der Ansicht sind, daß derselbe durch den Einfall der Barbaren entweiht., ist. Diese unversöhnliche Stellungnahme findet in vielen Berich ten aus Shanghai Bestätigung. Eine derselben ist die, daß auf die von den Wizekönigen gegen Prinz Tuan erhöbeneu Veschuloigungen am 17. September ein kaiserliches Edikt erlassen wurde, welches das Volk daran erinnert, daß sowohl die Boxer als die chinesischen Christen Chinesen sind un) kaiserlichen Schutz haben werden, wenn sie ruhig Juseinan:er gehen uno ihre Wohnungen aussuchen. Das Eoikt besagt serner, es sei unmöglich für die Regierung, zwischen guten ur.d bösen Vcjern einen Unterschied zu machen, aber die Boxer würden summarisch bestraft wer'n. wenn sie fortführen, sich in Hausen zusammen zu schaaren. Weitere Beweise, daß Prinz Tuan wieder zu Amt und Würden gelangen soll, sind ebenfalls eingetroffen. Ö? neral Tung Fuh Siang ist zum Gene ralissimus der nördlichen Armeen er nannt und Prinz Chung. der HilfZ Kommandeur der Voxer, ist zum Groß Kanzler gemacht worden. Ferner wird berichtet, daß der Fremdenhasser Loh zum Nachfolger Li Hung Chang's ia Canton ernannt worden ist. Dem Standard" wird aus Shang Hai gemeldet, daß die Verluste der Verbündeten vor Pi Tung 300 Mann be trugen. Durch die Explosion von Mi nen wurden Viele getödtet. Bezüglich der internationalen Schwierigkeiten sagt der Korrespondent dieser Zeitung, daß die Vriten den Bewohnern von Jeng Tat Schutz zugesagt hätten, wenn sie zurückkehrten. Daraufhin kamen die Leute zurück, aber schon einige Tage später trafen die Russen ein und metzel ten die Eingeborenen nieder. Dr. Morrison meldet der Times, 'daß General Jung Lu nach Peking zurückkehrt, um an den Friedensderhand lungen teilzunehmen, obwohl die aus tvärtigen Gesandten gegen ihn Einwand -erhoben haben. S ha nsg Hai, 24. Sept. In am! lichen Kreisen glaubt man, daß Prinz 2uan in den großen Rath aufgenommen worden ist oder, werden wird, daß der Taotai ron Sbanghai zum Richter der Prooinz gemacht werden und daß der notorische Boxer Kanz Ji sein Assistent werden wird. Es heißt, daß die auswältigen Beamten bei den Fang Tse Wizekönizen gegen diese Ernennunzen protestiren werden. - Peking. 20. Sept.. via Taku. 23. Sept. Herr William Woodville Rock hill. der Spzia!-Kommissär der Ver. Staaten, hat schon mit Herrn Conger konferirt. aber den Prinzen Chinq hat er noch nicht getroffen. Es heißt, daß er seine Regierung dahin berathen wird, die Truppen so schnell als möglich zuriickzu ziehen. Der Plan, die deutsche Gesandtschaft t?on Peking nach einer anderen Stadt zu verlegen, ist temporär aufgegeben war den.

Genera! Chasfee wird demnächst nach

Tien Tsin gehen. Die Deutschen bespre chen die Absendung einer Expedition nach Pao Ting Fu. sobald ihre Hauptmacht angekommen ist. Ein Manifest des englischen Premiers. London. 24. Sept. Lord Salis bury's Manifest an die Wähler des Ver einigten Königreichs betont die Rothwendizkeit, daß die Regierung der Kö nigin eine starke Parlaments-Majorität haben müsse, als einziges Mittel, um die Bemohner der eroberten südafrika Mschen Territorien zu überzeuFen. Daß sie nicht im Stande sind, die Regierung durch Widerstand und' Agitation 'von ihrer Politik -abzubringen." Nachdem der Premier gesagt hat, daß alle die kürzlichen Unannehmlichkeiten in Süd Afrika auf einen Wechsel in der Stimmung ds Parlaments zu einer kritischen Zeit zurückzuführen seien, fährt er fort: Es wiro von dem Verhalten der Voeren abhängen, wie lange es dauern wird, bis sie voll und ganz eine britische Kolonie wercen. Die großartigen Er folge des Lord Roberts dürfen uns nicht blind machen gegen die Unvollkommen heiten. die vielleicht nicht beobachtet wor den wären, wenn der Krieg nicht auszebrechen wäre. Es wird für die Regie runz und das Parlament eine dringende Pflicht sein, diese Defekte zu entfernen, eine Pflicht, die gewiß nicht von einem Ministerium erfüllt werden könnte, das von einer zersplitterten Partei abhängigist." ' Zum Schluß weist Lord Sallsbury auf China hin und sagt in Verbindung damit, 'daß die Regierung eine starke Majorität im Unterhause haben müsse. Er drilkgt darauf, daß Alle zum Stimm kästen kommen. John Morley (Liberal) sagt in einem Manifest, er bleibe immer noch bei der Behauptung, daß in Süo-Afrika mehr ohne Krieg hätte erreicht werden können. In einem Jahre sei das Werk einer Ge neration mit Bezug auf die Vereinigung der Boeren und der Briten zerstört worden. Herr Morley giebt indessen zu, daß die Annektirungs Proklamation nicht widerrufen werden könne. Der Earl of Rofebery hat auch ein Manifest erlassen in der Form - eines Briefes an einen Kandidaten der Libe ralen. Er sagt u. il.:. In der jetzigen Weltlage würde ich für irgend eine starke Administration stimmen." Nachdem er die Fehler der Regierung 'zu Hause und im Ausland" aufgezahlt , hat. kritisirt Lord Roseöery die Führung des Krieges in Süd-Asrika und erklärt, daß derselbe England Demüthigunzen ausgesetzt hat. wie sie seit' dem afrikanischen Kriege in der Geschichte keine Parallele finden." Er erklärt, daß weoer von der Regierung noch von dem Kriegsamt dringende Reformen zu erwarten sind. George Joachim Goschen, der erste Loro der Admiralität und Mitglied deZ Unterhauses für St. George. Hanover Square, London, kündigt an. daß ihm nichts an einer Wiederwahl gelegen ist. Das Wasser geht zurück. C a l c u t t a . 24. Sept. Die Ue berschwemmungen. die den kürzlichen schweren Regengüssen folgten und das Land meilenweit unter Wasser setzten, lassen jetzt allmählich nach. General Campos todt. ' M a d r i d , 24. Sept. Marschall Arsenio Martinez de Campos starb Sonntag- Morgen inZarauz bei San Sebastian. Komati Poort besetzt. Lourenzo Marques, 24. Sept. Die Briten haben Komat Poort besetzt, ohne auf Widerstand zu stoßen. Schiffs-Unglücke. S t. I o h n Z . N. F.. 24. Sept. Beschädigte Schiffe kommen immer noch hier an. Eins derselben meldet, daß zwei französische Fischerboote in dem Sturm kollidirten und in das Meer hinausgetrieben wurden, nachdem beide ihre Masten verloren hatten. Wahrscheinlich sind beide Boote gesun ken und 40 Menschenleben wären in diesem Falle zu beklagen. Uneinige Soziali st en. P a r i s , 24. Sept. In der Wa-gram-Halle trat Sonntag der interna tionale Sozialisten-Kongreß zusam men. Die Verhandlungen zeichneten sich durch große Uneinigkeit seitens verschiedener Parteien aus. Die An Hänger Jaures' erwählten diesen zum Präsidenten, machten diese Wahl aber rückgängig, als ihre Gegner, die An Hänger Millerand's in hellen Schaaren in die Halle zogen. Anerkennung für tapferen Widerstand. P a r i s . 24. Sept. Der Kriegsminister Andre hat .dem Präsidenten Loubet die Empfehlung gemacht, den Städten Paris und Bazeille zu gestat ten, das Kreuz der Ehrenlegion ihren städtischen Wappen einzufügen aus An erkennung des tapferen Widerstandes, den .diese Städte im Jahre 1370 den

Deutschen leisteten. ?1!etzrere andere Städte haben bereits dieses Privile gium und General Andr6 "wird sich durch seine Empfehlung viele Freunde in Paris und in der Armee machen. Amerika a I s Ge l d a u s l ei h e r. London. 24. Sept. Ein hiesiges Hzndelsölatt sagt mit Bezug auf Amerika als Geldausleiher: . Amerika, .das so lange der Schuldner Europa's war und erst vor einigen Jahren auf dieser Seite des atlantischen Ozeans eine Kriezsanleihe machen mußte, ist jetzt ein großes Reichthums-Reservoir geworden, aus dem die mächtigsten Reiche der alten Welt nicht zögern, ihre Gelder', zu beziehen." . ." :'. , In der Direktorensitzüng .der.' Bank von Englano kündigte S. S.' Gladstone am Donnerstag an. daß .zu "Ende deZ Jahres der Reseroesonds wahrscheinlich reduzirt werden würde. " . Das deutet auf theureres Geld hin. das jetzt leicht zu 3 bis 4 Prozent zu haben ist. Aguinaldo weist die. F r i e densvorschläge zurück. Manila, 24. Sept. 'Die. letztwöchentlichen Temonstraiionn der Insurgenten waren größer und weiter -aus gedehnt, als zuerst angenommen wurde. Ueberall treffen die Amerikaner Vor lchtsmaßregeln und die Kaufleute beei en sich, ihren Hanf nach Manila zu senJen, da sie befürchten, ihre Waaren wür den von den Insurgenten verbrannt wer den. In Jloilo regt es sich auch wieder, wenn auch vorläufig kein Ausstand befürchtet wird. Die Amerikaner verloren in den letzten Tagen an Todten, Verwundeten oder Vermißten 100 Mann. Senor Buencamino hat von Aguinaldo eine Antwort auf seine Friedensoor schläge erhalten, m der er dieselben kurzer Hand zurückweist. Eine von Aguinaldo kürzlich unter, zeichnete Proklamation ist soeben hier eingetroffen. Sie ordnet an, daß amenkanische Gefangene in Freiheit gesetzt, daß alle Gefangene gut behandelt und jedem Amerikaner, der sich ergiebt, $40 ausbezahlt werden sollen. Zwei von den Gefangenen, die unter der Proklamation entlassen wurden und die von' Cailles kamen, sagen, daß die Insurgenten in jener Gegend besseren Muthes sind, alz seit Lanaem. Aus d'em deutschen Reich. Berlin. 24. Sept. Die Börse hatre eine schlechte Woche. Die Preise am Samstag waren die niedrigsten des Jahres und in Folge des Fallens der Eisen- und Kohlen-Aktien 'herrschte fast eine Panik. Die Eisen-Aktien fielen 10 bis 20' die Kohlen-Aktien 5 bis 9 Pro zent. Die Rheinisch-Westphälische Zei tunz" behauptet, di: Regierung beaöflchtige noch vor Jahresschluß in Deutschland eine Anleihe von 100 bis 120 Millionen Mark zu machen. Die Einnah men der deutschen Eisenbahnen beliefen sich' im August auf 155 Millionen Mark oder 11 Millionen Mark 'mehr als im selben Monat 1899. Der Zuckermarkt ist sehr fest, besonders in Folge des trockenen Wetters im ganzen Lande. Die Rüben, die 1899 15.78 Prozent Zucker hatten, haben dieses Jahr 17.44 Pro zent. Die Auswanderung Ist kürzlich ziemlich stark gewesen. Ueber Bremen fuhren letzte Woche 5363 Passagiere aö, wovon der Groß: Kurfürst" 1930 beförderte. Unter den streikenden Buchbinderge sellen in Berlin. Leipzig und Stuttgart tst eine Spaltung auszebrochen. Die Leipziger haben einen Kompromiß mit ihren Arbeitgebern acceptirt, das für den ganzen Verband maßgebend sein sollte, aber von den Berlinern verworfen wurde. Letztere, 'zweitausend an der Zahl, erklärten, daß sie sich einer Min derheit nicht fügen. Die Vossische Zeitung" sagt: Daß Amerika nicht mehr im Einklang mit den Mächten handeln. will.' 'wird 'feine ernsten Folgen für .die diplomatischen Verhandlungen haben. abe;'.dle Erledigung wird schwieriger werden, denn nichts ist mehr geeignet..die, Chinesen aufsässig zu machen, ais. der .'Umstand, daß sie Uneinigkeit in. d'en' Reihen der Alliirten beobachten."'" Die deutsche Kolonta! Gesellschaft wird am 10. November eine Expedition nach Togo. West-Afrika. entsenden, die Versuche mit der Baumwollenzucht in jener Gegend anstellen soll. . Wahnsinniger Mordbube. New Orleans. 24. Sept. Ed. ward Curly, ein wahnsinniger .Neger von hünenhafter Gestalt, weckte in letzter Nacht seinen Schlafgenossen auf urid durchschnitt ihm die Kehle. Er sagte, er wollte sterben und seinen Genossen mit. nehmen. Auf die Hilferufe, des Letzteren erschien die Polizei., doch Curly entriß ihnen ihre Knüppel und schlug sie nieder, wobei Corporal Conan schwer verletzt wurde undder Beamte feuerte, doch obM zu treffen. Schließlich wurde der Neger jedoch mit Hilfe einiger Bürg überwunden und mit Knüppeln todtgeschlagen. Die von kh?n . Verwundeten tvuden mit. dem LebendavVkommen.

Jltlattd Depeschen.

Weitere Ilurtttien Werden imTtreikgebiet am Montag erwartet. Militär wird an den Mcycn zu den Ztlincn angestellt werden, Um DicMkgen zu beschützen, die arbeiten wallen. Die Eisenbahn-Nngestellten werden den Streikern helfen. In Galvcston herrscht jetzt wieder völ lige Ordnung. Mi!!)cstcl:s 85,000,000 werden dort .noch bcn'öth'.gt. General Lndlow über die deutsche Ar wer und ihre Verwaltung. Texas wird von einem bösen Wolken bruch heimgesucht. Weitere U n? u h en e r w a r t e t. Shenandoah. Pa., 24. Sept. Obwohl es Sonntag hier so ruhig war, als zu irgend einer Zeit vor Ausbruch des Streiks, scheint doch allgemeir das Gefühl vorzuherrschen. daß es Montag zu neuen Unruhen kommen wird. Die Leiter der Minen hier und in der Umgegend erklärten, sie würden Montag die Bergwerke in Betrieb haben, aber die Streiter sagen, daß ihnen das nicht gelingen werde, wenigstens nicht in den Shenandoah-Minen. In den Kirchen, die alle dicht gedrängt voll waren, wur de über die Arbeiter-Unruhen gepredigt. Rev. H. F. O'Rcilly erklärte, die Berg leute konnten den Streik nicht gewin nen.'.. Sie seien auf die Minen ange wiesen, während die Einkünfte daraus für die Reading Company von nur geringem Belang seien. Die Gesellschaft würde nicht darben,' aber die Streiker würden hungern müssen. ' Mv. Peter Abrantaitks von lithaui schen Kirche meinte, daß die Streiker Aussicht auf Erfolg hatten, wenn sie zusammenhielten. Während desNachmittags machte das Militär einige Demonstrationen. Re präsentanten der Minen statteten Gene ral Gobin einen Besuch ab und theilten ihm mit. daß viele Arbeiter den Minen fernblieben aus Furcht, von den Streikern mißhandelt zu werden. .General Gobin wird demgemäß Montag Morgen mehrere Bataillone Infanterie und eine Batterie an den Wegen, die za den Minen führen, vertheilen und außerdem ein Tetachement nach Mahoney Citv. 3 Meilen von hier g elegen, ent senden, um dort den Ausbruch von Ge waltthätigkeiten zu verhindern, der er wartet wird. In diesem Orte ist die Lage so. daß die englischsprechcnden Arbeiter nicht zur Arbeit zurückkehren wollen, während die Ausländer des Streiks müde sind. ' Brigade-Jnspeltor Major W. A. Miller wurde von General Gobin zum ! Provost-Marschall ernannt und derselbe schlug sein Hauptquartier im Postamt auf. Die Wache besteht aus 100 Mann vom 8. Jnfanterie-Regiment. An al len Straßenecken stehen Militärposten und obwohl die Soldaten keinen Polizeidienst thun sollen, so haben sie doch Befehl, jede Unruhe sofort zu unterdrücken Die Ansammlung von Volks Haufen ist durch eine Proklamation ver boten. Die Bürger werden darin auch aufgefordert, sich ruhig zu verhalten. Shamokin. Pa.. 24. Sept. Sonntag war alles ruhig hier, aber man befürchtet, daß es zu Blutvergießen kommen wird, wenn die Minenbesitzer einen Versuch machen, die Bergtverke in Betrieb zu setzen. - In Treverton fand Samstag Abend eine sehr stark besuchte Versammlung statt, in der beschlossen wurde, nicht eher an die Arbeit zu ge hen. bis der Streik für beendet erklärt worden ist. H a r r i s b u r g , Pa., 24. Septbr. Die Militärbeamten, mit Gouverneur Stone an der Spitze, sind mit den einge laufenen Berichten aus dem Streikge biet sehr zufrieden General-Adjutant Stewart empfing während des Tages viele Depeschen. Oberst Nichardson ist fast ununterbrochen auf seinem Posten im Staats-Arsenal. Das 9. und 13. Regiment können binnen zwei Stun den marschfertig sein, wenn noch mehr Militär benöthigt wird, was als un wahrscheinlich gilt, da bereits 2000 Mann unter Waffen stehen. Hazleton, Pa.. 23. Sept. Im ganzen Lehigh-Thale ist keine Aende rung in der Streik-Situation zu ver zeichnen. - -Die Angestellten der Calom Pardee-Mine. die Streiker. in Epley und Beaver Meadows hieltenVerssmm

lunqen ci' uno Avenoö hatten die Prä

sidenten der drei Anthracit-Distrikte, die das ganze Hartkohlen-Gebiet von Pennsylvanien umfassen, eine Konfe renz mit dem Präsidenten Mitchell. Die Kirchen waren sehr stark besucht. Die katholische Religion ist hier vorher?schcnd. Drei Hilfssheriffs, die bckannten Wilkesbarrer Familien angehören, wurden in Freeland unter der Anklage des Straßenraubes verhaftet. Sie sol len einen polnischen Spirituosenhänd ler um $167 beraubt haben. Die Hilfs sheriffs behaupten, der Mann habe sie in seinem Wagen nach Freeland gefahren und dann behauptet, er sei beraubt, als sie sich geweigert hätten, ihn sür die Fahrt zu bezahlen. Bis 2 Uhr MorgenS dauerte das Verhör vor dem Richter, welches damit endete, daß die Leute dem Gefängniß überwiesen wurden. Sie wurden nach Wilkesbarre gefahren, um zu verhindern, daß der Mob sich ihrer bemächtige. Dort wurden sie auf Bürg schaft hin entlassen. Benjamin Jones. Mitglied des Voll-zugs-Ausschusses der Minenarbeiter, sagte Sonntag, daß die Streiker in den nächsten Tagen noch bedeutenden Zuwachs erhalten würden und daß mehrere Minen, die bisher noch in Betrieb waren, ohne Arbeitskräfte sein werden. In McAdoo sammelten sich Sonntag sehr viele Streiker an. da ein Gerücht besagte, Truppen würden dort erwartet. " Thatsache ist, daß Gouverneur Stone beschlossen hat. ein Bataillon dorthin zu schicken und dasselbe wird Montag Morgen gegen 4 Uhr dort ein treffen. Diese Truppen können eventuell innerhalb einer Stunde Hazleton per Bahn erreichen. Sheriff Harvey hat 60 Deputies hier und mehrere Hundert im ganzen Coun ty vertheilt. Der Schlächterverband hat angekündigt, daß er von Montag ab nur gegen Baar verkaufen werde. Scranton. Pa.. 24. Sept. Es scheint, als ob der Streik sich auf die Eisenbahn - Angestellten ausdehnen will. Die Weichensteller hatten Sonntag wieder eine Konferenz mit dem Gradmeister Frank T. Hawley und man kam überein. ein Kommittee nach New Aork zu entsenden, das wabr scheinlich den Präsidenten ' der Delaware.'Lackawanna und Western Bahn ersuchen soll, die Bahnbediensteten nicht zu zwingen. Kohlen zu befördern, die von Nicht-Unionleuten gegraben wur den. ' ; ' Organisator Dilcher erklärte, er habe die bestimmte Versicherung, daß den Bergleuten Hilfe zu Theil werden würde, sodaß sie mindestens sechs Monate lang den Streik aushalten könnten. Wenn nöthig, würden Coopera-tiv-Läden und -Bäckereien eingerichtet werden. Die Streiker behaupten, daß von den 73.000 Arbeitern 70.000 die Arbeit niedergelegt haben. . Ziemliche Aufreaurlg wurde k::r durch einen Protest des Pastors Luther Netz Waring von der evangelisch Protestant!schm Kirche , verursacht, , welcher den Streik in scharfen Worten verdammte. Er behauptete, derselbe sei von den Be schern bituminöser Kohlengruben ange. zettelt, um ihre Konkurrenten, die Hart, kohlenleute. aus dem Markt: zu verdrän. gen. Er sagte auch; daß zahlreiche Gru. benleute gar nicht hätten streiken wollen und nurdemZwange nachgegeben hätten. A l t o o n a . Pa., 24. September. In Folge des Streiks ist der Preis der Hartkohlen um 50 Cents die Tonne gestiegen. Gouverneur Hastings sagte Sonntag, daß zwischen den Besitzern von Weichkohlen-Minen und deren Ar beltern das beste Einvernehmen bestehe. Zum Empfang des griechi schen Kriegsschiffs. N e w Y o r tr 24. Sept. Wenn das griechische Kriegsschiff Navarchos Mia onles" Montag hier ankommt, wird die hiesige griechische Kolonie den Offizieren und der Mannschaft einen herzlichen Empfang bereiten. Das Schiff ist das erste Kriegsschiff Griechenland's, daZ Amerika je einen Besuch abstattete. Amerikanische Offiziere ' , über, Deutschland. ' New York , 24. Sept. , Unter den Passagieren, welche am Sonntag auf dem Dampfer St. Paul" hier ein trafen, befand sich auch General Wm. Ludlow. welcher Anfangs Juli nach Europa ging, um die dortigen militäri schen Verhältnis zu studiren und de ren eventuelle Verwendbarkeit für un sere Armee zu prüfen, besonders Material zur Errichtung einer amerikani schen Kriegsakademie, zu sammeln. . Alle europäischen Nationen", sagte der General, haben eine Art Kriegs akademie oder Generalstab, welcher auZ den fähigsten Offizieren aller Waffen gattungen zusammengesetzt ist und die nach Absolvirung der Akademie in den verschiedenstene Kapazitäten Dienst bei den einzelnen Truppentheilen thun. Die Vereinigten Staaten haben nichts, was dem entspricht. Von allen Systemen, welche ich inspizirt habe, ist das deutsche das vollkommenste. Die deutschen Ofkuiere müssen am schwersten arbeit,

von trgend welchen Offizieren der europäischen Armeen und sind vom Mor gen bis Abend im Dienst. Die deut schen Offiziere haben kaum Zeit genug zum Schlafen und ihre sogenannte freie Zeit ist auf ein Minimum beschränkt. Das Resultat ist aber auch eine vorzüg lichc Organisation, die sckon einmal eine Armee von 1.000.000 MannM 1? Tagen -mobilisirt hat. ohne daß es zu

Friktionen irgend welcher Art gekom .. r. .- r i c men wäre, io verseil nno oie ommi',. sariats- .und Jntendantur-Departe ments. Deutschland ist vollkommen vx Krieg und Frieden." Getheerte Zionisten. 1 Mansfield. O.. 24. Sept. De. Zion-Aeltesten Ephraim Vassinger von; Bluffton und Silas Moot von Lima wurde Sonntag übel mitgespielt.' Si$ kamen mit einem Zuge der Erie-Bahn an. wurden sofort von einem kleinen Volkshaufen am Bahnhofe erkannt und nach dem Etablissement der Richlanii Buggy Company gebracht, wo man sit zwang, ihre .Kleider, abzulegen. - Dit Zionisten wurden dann mit Theer be strichen und von dem Mob nach dem Hause E. H. Leiby'.. der letzten Sonn tag ebenfalls aus der Stadt gejagt wurde. geführt, nachdem sie ihre Kleider zum Theil 'wieder angezogen hatten. -Dort ' versprachen die Zionisten, sie würden nicht mehr nach Mansfield zurückkehren. Die Volksmenge wollte dann die Leute ins Gefängniß bringen, stieß aber un. terwegs auf Polizei, di: sich derselben annahmen, sie einsperrten und ihnen Gelegenheit gab. sich zu reinigen. Bald darauf wurden Bassinger und Moot auf einen Zug der Pennsylvania Bahn gesetzt und fortgesandt. - Nicht viel besser 'als ihnen erging e8 L. A. Fisher, einem Grocer aus Crest line. der den Zionisten angehören soll und angeblich nach der Stadt gekommen war. um der Versammlung beizuwoh nen. die in Aussicht genommen waren. Auch er wurde eingesperrt: allerdings' erließ man ihm das Getheertwerden. z Neues aus Galveston. G c: l v e st o n , Texas 21. Septbr. Der Sonntag verlief in sehr ruhiger Weise. General Scurry erklärte, die Stadt ebenso ruhig und ordentlich, a!S irgend eine andere im. Staate. - Seit dem Orkan hat es verschiedett5Male ge regnet, aber zum Glück für Diejenigen, welche in dachlosen-Häusern wohnen, waren die Schauer nur kurz- -- Ein .Kommittee des . StadtrathZsprach beim Genera-Ausschuß. vor. um anzufragen, wie Gelder für die Poli. zei-, Feuerwehr-, Wasser- und andere - Departements aufgebracht werden kön. nen. Man tclegraphirte an Gouver. neur Sayers. der noch am Abend von Austin-nach hier abreiste. Das Transportations-Kommittee ist in Kenntniß gesetzt worden, daß die von Houston auslaufenden Bahnen keine Gesuche um freie Beförderung mehr be willigen werden. Die Arbeiter, welche, vom 18. bis 2U September unter militärischer Aufsicht auf den Straßen arbeiteten, erhielten Sonntag ihre Löhne. Etwa 40 Lei chen wurden aus den Trümmern geholt und Montag werdenL500 Arbeiter da mit beschäftigt sein, die Trümmer zu . entfernen, was mindestens 30 Tage dauern wird. Der Plan des Frl., Clara Barton, genug Geld aufzubringen, um Woh. nungen für Diejenigen zu erbauen, die ' Alles verloren haben, findet immer mehr Beifall. ' .Frau Mussey. die' dritte Vizcpräsi. dentin der Gesellschaft vom Rothen Kreuz, welche hier eine Woche zur Un terstützung von. Frl. Clara Barton war. ist zum Hauptquartier der Gesell schaft nach. Washington zurückgekehrt, um von dort aus die Zusendung von Liebesgaben zu leiten. ' Frau Murray sagt, daß' mindestens 55.000.000 nöthig sind, um' Galveston in genügender Weise zu helfen. . Die Friedens-Kommission. W a s h i n g t o n , D. C.. 24. Sept. Jetzt, wo die drci diplomatischen Noten ihre Erledigung gefunden haben, wird die Frage der Bildung einer K'ommis sion für die Friedensverhandlungen wieder auf's Tapet gebracht. Unter Denen, die alsMitglied der Kommission in Vorschlag gebracht worden, sind, be findet sich Vundesnllzter Wm. R. Day . aus Canton. doch dürfte sein: schlechte Gesundheit ihn vielleicht veranlassen, nicht anzunehmen. Gefängniß-Reformen. ' Cleveland. O.. 24. Septbr. . Die Delegaten zur Konvention der Na. tional Prison Reform Association be suchten während des Tages die Kirchen und die hiesigen Gefängnisse. Abends hielten Rev. Sam. I. Barrows von , Massachusetts. Gen. R. Brinkerhofs. . von Mansfield. O.. Rev. H. H. Hart von Chicago und Rev. Batt von Massa ' chesetts in der Old Stone Kirche An -sprachen über Gefängniß-Reformen, j ' , Die neuesten Tapeten bei Carl Möller, 152 N. Delaware Str. '.

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