Indiana Tribüne, Volume 24, Number 4, Indianapolis, Marion County, 22 September 1900 — Page 5

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( 4 Der H o w a r d ' s ch e M o r d p r ozeh. F r a n k f o r t. Ky., 22. Sept. Die Vertheidigung im Mordprozeß gegen James Hcward, wegen der Ermordung desGouderneursGoebel. erschöpfte ihre Beweisführung um 3 Uhr am Freitag Nachmittag. Mehrere Zeugen für die Anklage wurden noch als Gegenzeugen vernommen. Xxt PlaidLyers der Anwälte werden indessen nicht vor Montag beginnen und der Fall wird den Geschworenen voraussichtlich am Dienstag übergeben werden. Die am Nachmittag von der Vertheidiaung aufgerufenen Zeugen griffen dse Warheitslieee des Staats, zeugen Stubblefield, welcher behauptete, daß Howard ihm gegenüber die Ermordung"Goebel's zugestanden habe, heftig an. die vom Staate aufgerufenen Zeugen sagten jedoch aus, daß seinLeumund in seiner Heimath ein durchaus guter sei. Sonst brachten die Zeugenaussagen nichts Neues. Eisenbahn - Unfall. Lex ington. Kr... 22. Sept. Ein Frachtzug der Cincinnati Südbahn brach am Freitag 20 Meilen von hier entfernt, bei Sadieville, entzwei und die ?yol war, daß acht WagAons entgleiftcn. tfunf Trämp?wur?en dabei getödiet und sechs mehr oder weniger schwer verletzt. Vier von den Leichen sind bereits unter den Trüm mern herausgeholt worden. Zwei da von sind Neger von hier. Die Verletzten sind: EhasI Rowe, Jas. Gearman und Fred. Klinke, alle drei von Detroit, Mich.; Nolert Brown von Steubenville, O.. und Leonhard Tucker von Adams. O. Tuckerund Rowe sind wahrscheinlich tödtlich verletzt. ' Schreckensherrschaft in L o u s i a n a. New Orleans. La.. 22. Sept. In der Tangipoah Parish, die wegen der vielen dort begangenen Gewaltakte so wie so schon einen schlechten Namen hat. sind am Donnerstag Abend abermals vier Neger gelyncht worden, nach dem sie gewaltsam aus dem Gefängniß zu Portchatoule geholt worden waren. Die Neger standen im Verdacht, die Familie von .Henry Hotfelter beraubt zu haben. Frau Louise Hotfelter war von den schwarzen Räubern gewürgt und so schrecklich mißhandelt worden, daß sie den Verstand verloren hat. Es befanden sich vierzehn verdächtige Schwarze im Gefängniß zu Ponchatoula. Am Donnerstag Abend um 9 Uhr kam ein Kommittee von weißen Bürgern zu dem Sheriff F. P. Nix und verlangte, daß er die Schlüsse! zu dem Gefängniß ausliefere. Er weigerte sich, dies zu thun, das Gefängniß wurde dann aber prompt mit Hilfe von Aezten erbrochen. Vier der Verdächtigen wurden, nachdem sie gestanden hatten, an einem Baum, zwei Blocks von dem Gefängniß entfernt, aufgeknüpft. Die Leichen wurden erst am Freitag Morgen von dem Ccroner abgeschnitten. Die, Eorcnersjury gab den üblichen Wahrspruch' ab: 'Von Unbekannten gehängt." Der Mar.or Jaclson thut alles in sei. ner Macht befindliche, um die Ordnung wieder herzustellen, es ist dies aber eine schwierige Aufgabe, denn Aötheihingen von Weißen durchziehen das Parish und verhaften alle Neger, die sie erwischen können.. Alle diese Neger werden in dem kleinen Gefängniß von Ponchatoula untergebracht und man befürchtet, daß die meisten von ihnen gehängt werden. Das bessere Element der Farbigen flüchtet sich in die Kirchen, wo die Leute die Zeit mit Beten zu bringen. i i i Ein sehr braver" Mann scheint der Maycr Woodward von Atlanta, Ga., zu sein, wenn anders das bekannte deutsche Sprichwort gilt. Er ist ein gemüthliches Haus und gießt gerne Einen hinter die Binde, aber der ominöse Paragraph Elf hält ihn nicht davon ab, seinen Amtspflichten nachzukommen. Dieserhalö wollte man ihn schon einmal mitSchimpf und Schande zum Kuckuck jagen, doch leistete er. Abbitte und schwor, daß tx hinfort den Lockungen des Alkcholteufels gegenüber standhaft sein werde. Doch der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach", und so trank er sich denn kürzlich einen netten Stiesel an. Diesmal wollte ihm der Stadtrath sicherlich an den Kragen, aber jetzt legte er ein neues Entaltsamkeits-Gelübde ab. das er auch halten wird, bis zum Nächsten Male! Einen schrecklichen Tod fand Mary Orlando Johnston. ein vier Monate altes Kind des Farmers William Johnston, der in Prospekt. 14 Meilen von Louisville. Ky.. ansässig ist. Auf der Farm Johnstons fand eine Familien - Reunion statt, zu der auch Orlando Johnston, von Worthington, Ky.. mit seiner Familie erschienen war. Seine Tochter spielte mit dem Säugling im Garten etwa 50 Jards vom Haufe, als sie von ihrem Onkel ins 5aus gerufen wurde. Kaum hatte sie einen Schritt gethan, als eine große Bulldogge, die seit Jahren von Johnston gelhalten wurde, auf den Säugling zusprang. Das Mädchen ist verZrüppelt, und in ihrer Anqst ließ sie das . Kind fallen. Der Hundtürzte sich auf das letztere, und begann es mit seinen Zähnen zu zerreißen. Trotzdem sofort Hülfe zur Stelle war. tonnte i das .Sind nicbt .rettet werden.. ...

- Jndiana Aribune, Samstag, den 22. September 1900. wwmmmemammmmBmmmmmmmmmmmamKmmmmmmmmmmmimmmamamtmmmmammmmmmmmmm '' f-S-K. - . . ' ' - - . f f " I ' ' . . Tlie Qtifrt fit hr llrtrtf! trpS'ffhftfR IPnTh flirrn t rS-finT

Die-Sprache der pögcl. ' t... " .. ' . - ., , ; . Von Wart, OberbcrK Unsere schönen , Märchen wissen von Glückskindern und tapferen. Rittern zu erzählen, die die Sprache 'der Vögel verstanden haben. Unsere nüchterne Gegenwart aber will an diese sprachkundigen Ritter nicht glauben. Ja, sie will nicht einmal glauben, daß die gefiederteWelt überhaupt eine Ausdrucksweise hat. die wir als Sprache" bezeichnen könnten. Merkwürdig genug aber ist die sonst so skeptische Wissenschaft hier gläubiger. In der alten Frage Verstand oder Instinkt?" neig:n jetzt die meisten Naturbeobachter dazu, den Thieren doch einen gewissen Verstand zuzugestehen. Und nun geht man noch ein kleines Schrittchen weite? und läßt sogar so etwas wie eine Sprache" gelten. Das weiß ja allerdings jeder Naturfreund, daß .viele Thiere und nicht am wenigsten die Vögel gewisse Tönc und Laute haben, mit denen sie sich in bestimmten Situationen verständigen. Mehrere Naturforscher jedoch gehen über diese .einfache Constatirung einer rohen Verstand!gung hinaus und setzen dafür schon eine Art Sprache". So will der amerikanische Ornitho--loge Nelson Wood nach jahrelangerB.'obachtung etwas von der Spracht der Vögel erlernt" . oder sagen wir richtiger erlauscht" haben. Was er nun beobachtet und erlauscht hat, ist durchaus nichts Komisches, auch nicht etwas ganz Neues, sondern was sich mehr oder weniger mit den Veobachtunn der andern Forscher deckt und sie ergänzt. Ti: Beispiele, die Wood gibt, sind überaus lehrreich. Er meint, daß es durchaus nicht gerade die Vögel höherer Ordnung sind, die eine größere Ausdrucksfähigleit und eine feiner ausgebildete Sprache" besitzen; die gewöhnliche Feldkrähe verfügt über eine größere Anzahl verschiedener ausdrucksreicher Laute als die besten Sänger. Im Allgemeinen und das wird jeder Naturfreund wissen besitzen die Vögel Töne für die ganze Skala der Empfindungen, die das Herz des Thieres bewegen. Neid. Liebe, Eifersucht, Triumph. Zufriedenheit - Schmerz, Angst. Verzweiflung. Unruhe, - jedes dieser Gefühle hat beim Vogel einen bestimmten Ton. Und die Jungen kennen bald diese Töne sie zwitschern, wie die Alten sungen". Die reichste, die- ausdrucksvollste Skala von Tönen aber wenn man so sagen darf, eine richtige 'Sprache" haben nur wenige Vogelarten. Der amerikanische wilde Truthahn hat zwölf bis fünfzehn durchaus rerschieden? Worte", von denen jedes deutlich einen Begriff bezeichnet. Die beständige Gefahr, der er ausgesetzt ist und die sich bald unter, bald über ihm befindet, erfordert auch wenigstens ein halbes Dutzend Ausdrücke. Bemerkt er das-Nahen einesGeiers oder Adlers, der noch hoch genug in den Lüften schwebt, um das Aufsuchen eines sicheren Verstecks im dichten Unterholz zu ermöglichen, dann stößt der Truthahn einen langgezogenen , tiefen Ton aus. der jedes Mitglied desSchwarms rechtzeitig warnt.. Für die unmittelbare große Gefahr hat der Vogel einen ganz anderen Laut.. Hell, scharf und tremolirend scheint er zu schreien: Schnell! Rette sich, wer kann!" Nähert sich ein Hund oder ein Fuchs, so, fliegt der Puter rasch in die Krone eines Baumes. Dasselbe Warnunghsignal, wenn es mehreremal schnell hintereinander erschallt, deutet an.. daß eine. Gefahr auf dem Boden vermuthet wird. Sobald dieser Ruf ertönt, stellt jeder Vogel sofort die angenehme Beschäftigung des Kropffüllens ein und schaut sich mit langgestrecktem Ha?Z sorgfältig nach jeder Richtung um. Das Terrain wird in einem großen Umkreis vorsichtig abgeschaut, und wenn es sich herausgestellt hat. daß der Alarm grundlos war. beginnt alles wieder, sich in Ruhe dem Genuß des Futters hinzugeben. Hat sich eine Schaar Truthühner auf einem Feld niedergelassen, das reichliche Nahrung von jener Frucht bietet, die der Puter ein Feinschmecker unter den Vögeln besonders liebt, dann gibt er Laute innigsten Behagens von sich. Diese erschallen in immer kürzeren Zwischenpausen, je mehr sich von dem köstlichen Stoff vorfindet. Wenn aber der Patriarch der Herde einen durchdringenden, eigenartigen Schrei ausstößt den Befehl, die Mahlzeit zu beenden so hört selbst das gierigste Thier unverzüglich zu fressen auf und schlceßt sich den weiter, fliegenden Gefährten an. Der TrutHahn hat auch einen besonderen Laut, wenn er sich einem Gegner herausfordernd nähert. Es ist ein höhnendes Kollern, das den Gegner reizt. Sonst umfaßt sein Wortschatz" auch charakteristiscke Ausdrücke für Neid, Vergnü gen. Schmerz. Sehnsucht und eine fchrill:. fehr bezeichnende Note für exaltirte Freude undGenugthuung. wenn es ihm gelungen ist, einen flarkenFeind zu überlisten oder einen gefährlichen Rivalen zu besiegen. " Zu den gesprächigsten oder vielmehr sprachgewandtesten Vögeln gehören vor allem unsere Haushühner. Hier heißt es recht eigentlich: Die Henne und nicht der Hahn". Die Henne besitzt die Fähigkeit, sich ihrem bedeutend wortkargeren Herrn und Meister und noch mehr ihrer Kinderschaar in weniger melodischer als fließender Rede verstündlich zu machen. Man achte nur ewrnal auf M verMdnien Tonarten

ihres' Gega5erS. ISald klingt es halb-

laut und glcichgiltig, bald schrill und. eifrig je nach .den Empfindungen, die .ihr Gemüth bestürmen. ' Wenn sie auf der Suche' nach ihrem Nest ist und es nicht schnell genug findet, merkt man ihrem Monolog deutlich Aerger und Unruhe an. Die Laute, mit denen sie den Hahn ermuthigt. wenn er sich anschickt, ihr den Hof zu machen, sind weich, fast schmeichelnd. Den größten Gegensatz zu diesen Tönen bildet das entsetzte Kreischen der Henne, .sobald sie von einem ihr nickt wohlwollenden stärkeren. Wesen, sei es nun von einem Menschen oder einem Thier, aus U schaulicher Ruhe aufgejagt wird. Am interessantesten aber ist die Henne im Verkehr mit ihrer jungen Brüt. Sie gebraucht einen scharfen, kurzen Laut, wenn sie die sorglosen K!ein:n vor ci nem sich nähernden Feind, besonders vor der Katze, warnen will. Um d?n Kücken begreiflich, zu machen, daß gewisscs Futte? für sie nicht' dienlich ist, wendet sie eine Variation ihres Schlummerliedes" an. -Dieser aus wenigen gedämpften, einlullenden Noten. zusammengesetzte Schlafgesang der Hühnermutter ist ungemein, characteristisch. Ein hübscher Versuch läßt sich ausführen, indem man einige Küchlein vorsichtig mit den Händen bedeckt und das Wiegenliedchen der Bruthenne genau nachahmt. Die kleinen Geschöpfe werden nach wenigen Minuten eingeschlafen ' sein. In der Sprache der Bruthenne befindet sich auch ein bestimmter Ausdruck, wenn sie fremde Kücken von ihrer Brüt fernzuhalten sucht. Wie gut die kleinen piepsenden Dinger ihre Mutter verstehen, kann man in jedem Hühnerhof beobachten.- Nicht selten hat ein Dutzend Hennen fast zu gleicher Zeit gebrütet, und jedezieht dann mit einer Schaar von 15 bis 20 Küchlein umher. Keine duldet den Sprößling einer anderen unter der eigenen Nachkommenschast. ' In der Hühnerwelt gibt es eben kein Verwechseln der Vadies. Und nun zu unsern lieben Sängern! Sie sind von der Natur weniger reich bedacht, als man glauben sollte. Die Singvgögel haben nämlich, abgesehen von ihrem Lied, nur in geringemMaße die Befähigung, ihre Empfindungen durch besondere Laute auszudrücken. Die Sprache der Weibchen, denen der Gesang nicht gegeben wurde, ist aber !. trotzdem recht umfangreich. Während das Hahnchen bei jeder Gelegenheit, in der Freude wie im Schmerz, in melodisches Gezwitscher ausbricht, hat der weibliche Vogel für jedes dieser Gefühle . einen bestimmten Ton. Wenn der Kanarienhahn in seinem halbverdunkelten Käfig am lautesten .schmettert, ist es durchaus nicht Freude, sondern meist nur ein -Lied der Verzweiflung und des , Schmerzes. In dem Testreben, eine Gefährtin an seine Seite zu locken, läßt er seiner Kehle die süßesten Töne entströmen. Doch auch im Uebermaß des Glücks, wenn er in Freiheit und Liebesseligkeit schwelgen darf, macht der kleine Sänger seinen Gefühlen in lieblichen Weisen Luft. Ein eigenthümliches sanftes, halblautes Liedchen singt das Männchen seiner besseren Hälfte vor, so lange diese mit Brüten beschäftigt ist, wobei er sie nicht selten ablöst. Doch auch eine stumme Sprache ist den Vögeln eigen. . Sie wird aber fast nur von den männlichen Vertretern der gefiederten Welt geübt.' Wenn zwei Hähne, ganz gleich welcher Gattung, einander zum ersten Male auf neutralem Gebiete begegnen, fragt es sich, ob Freundschaft oder Feindschaft zwi. schen. ihnen herrschen, soll. Die Sache muß 'sich ohne Zeitverlust und unnütze Redensarten entscheiden. Der eine, der sich von vorneherein' als der Stärkere dünkt, schlägt ein paarmas heftig - mit den Flügeln. Dann streckt er die dem Gegner zugewandte Schwinge so weit wie möglich aus. läßt deren Spitze aber nicht tiefer sinken als parallel mit seinem Rücken, und indem er die Federn seines 5)alses aufbläht, blickt er mit seitwärts gewandtem Kopf fragend zu dem andern hinüber. Führt dieser eine' halbe Bewegung mit den Flügeln aus und läßt sie dann ausgebreitet sinken. daß die Enden fast den Boden berühren, rauht er die Halsfedern auf und stößt einen tiefen, dumpfen Laut aus. dann ist das ein Zeichen der Unterwürfigkeit. Er gibt zu verstehen, daß er seinen Gegner fürchtet. Im andern Fall aber, sobald er dieselbe herauffordernde Haltung annimmt, folgt ein Zweikampf auf Leben und Tod. Das sind einige wenige Beispiele aus einer Zangen Reihe von Beobachtungen, Aber mit der ganzen Summe von Beobachtungen stehen wir immer noch am Anfang.. Noch ist uns die Sprache der Vögel wie die Sprache der Thiere überHaupt ein dunkles, geheimnißvolles Reich, ss dunkel, wie die Thierseele selbst den Menschen rst. , Ob es einmal gelingen wird, den Schlüssel zu finden, der uns dieses geheimnißvolle Reich, erschließt? Ein treuer- Diener. Arzt: Aber Friedrich, was ist denn das für ein Skandal?" Friedrich: Herr Doktor, ich hab' ihn!" Arzt: Wen denn? Doch nicht etwa einen Dieb?" Friedrich: Bewahre, einen Patienten. Als er nämlich das leere Wartezimmer sah. meinte er, hier sei wohl nicht viel los, er wolle lieber zu einem andern Arzt gehen. Aber ich habe ihn nicht wieder .hinauögelaIenl"

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