Indiana Tribüne, Volume 24, Number 4, Indianapolis, Marion County, 22 September 1900 — Page 2
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Jndisnn Tribüne, Samstag, den 22. September llJUO
U Sprache drS KindeS. t In dem Zürzlich erschienenen ersten Wand der Völkerpsychologie" von Prvsessor Wilhelm Wundt finden sich Interessante Beobachtungen über die Entstehung .der Kindersprache. Nach ffrof. Wundt kann rnan in der EntWicklung der kindlichen Stimmlaute irei Stadien unterscheiden. Das erste, das bäs in die sechste Lebenswoche herobreicht. ist das der Schreilaute. Das Sind schreit zunächst, weil es Kälte und Hunger empfindet und stoßt dabe: unartikulirte, vokalische Laute, wie ä, a, u, u'ä aus. Schon in der ersten Lebenswcche erweitert sich der Gebrauch dieser Schreilaute, die nun nicht nur beiSchmerzempsindungen, sondern auch bei anderen Unluststimmungen, 'etwa bei ungewohnter Lage erfolgen und im Lußersten Grad-e den Charakter des Wuthschreies annehmen. Der Hauptfortschritt, der sich cm Ende d-es ersten und am Anfang des zweiten Lebensmonates vollzieht, besteht darin, daß ollmälig auch schwächere Gefühle von Lautäußerungen begleitet werden, z. 29. Ungeduld. Verdruß und in leisen Anfangen schon Lustgefühle. Neben den eigentlichen Schreilauten treten schon gemäßigtere Ausdruäslaute auf. De? Lautschatz des Kindes vermehrt sich, und b.alb artikulirte Lautbildungen. p?ie ijr, rö, ta. ra u. s. w. treten zu den früheren Vokalklängen hinzu. Diese Lautsprache bildet schon den Uebergang zu dem zweiten Stadium, in dem sich die Anzahl der LautartikulOtionen entsprechend dem größeren Reichthum des Kinds an Gemüthsstimmungen, besonders an Lustempfindungen, rasch vermehrt. Lautverbindungen, wie cm, ab, an, na, bu äußern fchon ein schwaches Wohlbehagen des Kindes. Stärlere Freude kündet sich noch in einem lauten krähenden Geschrei an. das sich tcn dem Wehgeschrei durch seine kürzer: Dauer und hohe Tonlage unterscheidet. Bis zum Ende des ersten Lebensjahres ändert es sich nur wenig. Neue Laute wie oi. eg, g, ja, ek, br treten auf, aber sie haben noch gar .nicht den Charakter eigentlicher Sprachlaute, sie sind nur andersartige Gefühlsäußerungen, wie die primitiven Schreilaute. Auch die Wildung .der Lautwiederholungen, die in der Regel in die zweit' Hälfte des tu sten Lebensjahres fallen, gehören noch ganz dem Stadium dei reinen GefühlsLußerun? des Kindes an. Bei der Her5 vorbringung von Lautwiederholungen, p?ie da-da-da, ma-ma-ma-, ba-ba-ba scheint das Kind sich besonders behagZich zu fühlen. Eine Art von rhythmischem Gefühl verräth sich darin. Bald nach dem Auftreten derWiederholungslaute beginnt das Kind, gewöhnlich schon am Ende des ersten Lebensjahres, zufällige Geräusche, namentlich Sprachlaute nachzuahmen. Die Neigung zu dieser Echosprache" ist bei verschiedenen Kindern in ungleichem Maße vorHanden. Zunächst werden die Laute völlig verständnißlos nachgeahmt. Auf idas allmälige Ve"stehen der gehörten Worte folgt nach geraumer Zeit erst die .selbstständige Anwendung der Worte, um einen Gegenstand zu bezeichnen. Dies ist das dritte Stadium, das der eigentlichen Sprachbildung, das die folSenden Lebensjahre umfaßt. Das Kind benennt bewußte Personen und Vorkommnisse feiner täglichen Umgebung. Dahin gehören die bekannten Lallworte Mama. Papa, atta" für bas Fortgehen einer Person, mimi" für die Milchflasche u. s. w.. die in die Wende des ersten und zweiten, oder in die ersten Monate des zweiten Lebensjahres fallen. Die weiteren Wortbildüngen derKindersprache erfolgen dann meistens sehr rasch. Bei einem Mädchen, dessen erste, bewußt angewendeten Sprachlaute genau in den 12. Monat fielen, zählte Professor Wundt im 19. Monat schon 60 Wörter, die sich einen Monat später um weitere 12 vermehrt hatten. Der Wortschatz dieses Kindes umfaßte z. V. Worte wie: Oggo (Onkel), Dada (Tante), Eje (Marie), Wida (Friedrich). Mene (Junge), Pipi (VoSey. Hotto (Pferd). Agga (Auge), Muni (anten Morgen). Nan (gute Nacht). Jüja (Schleier). Mia (Finger). Aga (Jacke und Kaffee). Joj (Schloß), Gag (Kleider) u. f. w. Auf diese ersten Wortbildungen folgen von der zweiten Hälfte des zweiten Lebensjahres an häufiger gebrauchte artikulirte Gesühlslaute, wie chi, up. cl, pu, tschi. klu u. a. m. Gegen die Mitte des dritten Lebensjahres pflegen die sämmtlichen in der Sprache der Umgebung vorkommenden Laute auch in der Sprache des Kindes und in seinen Gefühlsäußerungen eine Rolle zu spielen. Natürlich ist die Kindersprache bis zu diesem ZeitPunkt noch reich an Wortverdrehungen und Lautverdoppelungen, die der jeweiligen Auffassungsstufe des Kindes entsprechen und eine Art Universalsprache bilden, denn sie finden sich ähnlich in fast allen Ländern. Interessant sind dabei die Rassenuntersckiede. Das
deutsche Kind nennt den Hund wauwau, das französische oua-oua, das niederländische waf-waf, oder das deutsche Kind sagt für Huhn gluk-gluk der tuk-tuk. das französische kok-kot u. dergl. m. ' Die Neigung zu onomatapoetischen Wörtern variirt sehr in der Kindersprache der verschiedenen Länder. Bei den europäischen Nationen weiden im Wesentlichen nur einig Thiernamen und wenige Vorgänge des jeglichen Lebens, wie z. B. das Essen, das Klingeln der Hausglocke in onomaiopoetischen Formen ausgedrückt; aber die japamsche und chinesische Kinderspräche ist seh? reich an solchen Worten. Viele dieser FoMN der. Kindersprache
sind auch in die tägliche Umgangsspräche der Japaner übergegangen. In einer kleinen Sammlung von 53 onomatopoetischen Wörtern der japanisch: Kindersprache liest man z. 23.: do-do (Pferd), wan-wan (Hund), nya-uya (Katze). Zokekio (Nachtigall), zion-zion (Sperling), bun-bun (Biene), gon-gon (große Glocke), goro-goro (Donner), pappa (Tabak), fu-fu (Feuer) u. s. w. Xr Xabatöbait in Nußland.
Angebaut werden in Rußland zwei Arten Tabak: Nicotiana Tabacum" und Nicotiana Rustica". welche aber wieder in verschiedenen Arten auftreten. Erstere Sorte gibt die feineren Tabakssorten, welche hauptsächlich zu Eigarettentabak verarbeitet werden. Brauchbaren Cigarettentabak gibt es in Rußland überhaupt wenig, obgleich es nicht ausgeschlossen erscheint, ihn erzielen zu lönnen. Angebaut wird die Nicotiana Tabacum in Tessarabien, Eherson amb im Kaukasus, aber auch ausnahmsweise im Gouvernement Tschernigow.und Ssamara am Laufe der Wolga. Die besten Sorten, .Trapezunt", American" etc.. stammen aus dem südöstlichen Theil der Krim. Auch der Tjubet" und andere feine und wohlriechende Sorten werden gewonuen, erreichen aber an Qualität die kleinasiatischen und macedomschen Fabrikate gleichen Namens nicht. Die gemeine Nicotiana Rustica ,wird in Tschernigow, Poltawa und von en deutschen Colonisten Südrußlands, angebaut. Sie gibt nur nredere Sorten (Pfeifentabake). Besonders verbreitet ist die Muchorka", von der es auch recht gute Sorten gibt. Der Tabalsanbau ist je nach der Sorte und den klimatischen Verhältnissen t?erschieden. Meist wird dazu der beste Boden .ausgewählt und die Cultur einige Jahre ohne Unterbrechung detrieben; entweder wird der Tabak zesät, rder es weiden Setzlinge, die bereits Z bis 4 Blätter aben, gepflanzt. Diese werden gewöhnlich im Treibbeet aufgezogen. Die Pflanzen feinerer Sorten läßt man so lange wachsen, bis 12 bis 16 Siammblätter erreicht sind. Die Blüthen werden or der Reife der Blätter gepflückt. Der Muchorkawerden nur 4 bis 7 Blätter gelassen und die Spitzen und die Blüthenknospen nach vollster Entwickelung der Blätter abgerissen. Die Stärke der Tabaksgattung hängt vcik der Zahl der zurückgebliebenen Blätter ab. Bei anderen Sorten werden meist alle Blätter auf einmal geerntet. Eine allgemeine Art der Verarbeitung feine: gelber Tabaksforten gibt es kaum, sie hängt mehr von den äußeren Umständen ab,' doch läßt sich sagen, daß gewöhnlich die gesammelten Blätter in einem verdeckten Raum aufgestapelt werden, bis sie welk geworden sind; dann werden sie, auf Schnüren gereiht, draußen getrocknet und im Herbst wieder in eine gedeckte Scheune zurückgebracht; sie haben alsdann eine gewisse Feuchtigkeit und werden in Packs von 8 bis 30 Blätter zusammengebunden. Je einfacher die Sorte, um so mehr Blätter kommen auf einen Pack. ' Die feinsten Sorten werden in kleinen Päckchen in Leinwandbezug aufbewahrt. Große Packs, bis zu dreiviertel Meter Höhe, werden alsdann zwei Wochen lang oder sogar den ganzen Winter hindurch gepreßt. Im März oder April wird der Tabak einem Gährungsproceß unterworfen und geht dann wieder umgepackt in die Fabriken. Die Bereitung des schwarzen Cigarrentabaks unterscheidet sich dadurch, .daß er nicht dem Sonnenlichte ausgesetzt wird, sondern in geschlossenem Raume haufenweise zu 100 bis 300 Pud einem GährungsProceß unterworfen wird. Zum Bogelmord. Was die Damen auf den Hüten iragen, ersieht man aus einem hochinteressaniert Bericht über die Messe in Jrbit für 1900. Es heißt da: Vogelwaare war in großer Menge auf dem Platz. Bälge verschiedener Vögel, außer Elstern. waren doppelt so viel, als in den Vorjahren herangebracht, obgleich ausländische Agenten noch vor der Jrbitschen Messe viele Vogelschätze aufgetauft hatte.'. Infolge des günstigen Absatzes hat man in Sibirien und in Ux Steppe angefangen, die Vogcljagd gewerbsmäßig zu treiben, während dieselbe früher nur eine zufällige war. Besonders hat sich die Jagd auf Adler. Uhus und Eulen in den Steppen und Bergen entwickelt. Die Preise stellten sich ziemlich hoch infolge der starken Nachfrage aus dem Auslande und dem Wettbewerb unter den Käufern, von denen neun aus Leipzig erschienen waren und hohe Preise boten. Früher wurden Vogelbälge. Schwanzfedern und Flügel vorzugsweise für Paris gekauft; jetzt traten bedeutende Fabriken in Berlin und Leipzig als Abnehmer behufs Bearbeitung von Bälgen und Federn auf. Uhus waren an 3000 Stück auf dem Platz; die Preise schwankten 6.75 und 5.50 Rubel das Paar. Adler waren etwa 4000 Paar vorhanden; dieselben fanden zu 6 7 Rubel das Paar Absatz, die schwarzen wurden zu 4 Rubel, die übrigen geringen Sorten zu 1 Rubel das Paar abgesetzt. Weiße Eulen waren sehr begehrt; man zahlte für das Paar gern LRubel; es waren jedoch nur 1000 Paar vorHanden. Graue Eulen aus dem Ural (3000 Paar) kosteten 4050 Kopeken das Paar. Außerdem mxtn 10.M
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dessen Wirkungen aUrn??,"lkrn bttanr.t sind cl prompt und sicher.
6 KiZ "Paar andere Eulen herangedrachi. Die Preise schwankten zwischen 30 und 40 .Kopeken das Paar. Elsterbälge waren an 100.000 Paar auf dem Platz und kosteten .2021 Kopeken das Paar ; ungefähr 2000 Taucher kosteten 11,15 Rubel das Paar. Die Nachfrage nach Tauchern war lebhaft. Wogelschwänze waren wenig gefragt, obgleich der herangeführte Vorrath groß war. Die Preise stellten sich sehr niedrig, sogar für die Sibirier ver.lustbringend. Auerhahn- und BirkHahnschwänze waren 60.000 Paar vorhanden; große Auerhahnschwänze kosteten 50 Kopeken, kleine 10 Kopeken das Paar; große Birkhahnschwänze 15 .Kopeken, kleine 1 Kopeke das Paar. Feldhühnerflügel waren nur 30.000 Paar vorhanden und kosteten 45 Kojetai das Paar. Im Ganzen wurden auf der Messe für 70.000 Rubel VogelWaare in's Ausland abgesetzt." Alle Proteste der Vogelschützer scheinen also nichts zu helfen, die Vernichtung der geflügelten Wett geht unaufhaltsam weiter. Funde auö der Diluvialzeit. Be! dem Fkcken La Mouthe in der Dordogne fand der Forscher Emile Rivire vor längerer Zeit eine Tropfsteinhöhle mit Westen einer Wohnstätte des.Diluvilmenschen. Bei der später vorgenommenen genauen Untersuchung des Höhlen irmeru machte man dann die interessante Entdeckung, daß die Wände eingeritzte Zeichnungen trugen, deren hohes Alter dadurch bewiesen wurde, daß einige mit Tropfsteinbildüngen (Stalagmiten) bedeckt waren. Diese Zeichnungen, die zum Theil mit Ockerrothbraun gefärbt waren, stellten sämmtlich Thiere vor. So war eine deutlich als die Darstellung, eines Bisons zu erkennen; eine andere zeigte ein Thier mit einem Kopf, der dem eines Pferdes mit kurzem, aufrechtstehendem Haare glich. Gegen die Ansicht Riviöres, daß diese Wandverzierungen Kunsterzeugnisse der menschlichen Höhlenbewohner der Diluvialzeit (älteren Steinzeit) seien, hat man u. A. eingewendet, daß es dem vorgeschichtlichen Künstler, da die Zeichnungen sich etwa 8090 Meter vom Eingang entfernt befanden, an dem zu der Arbeit nöthigen Licht gefehlt haben müsse. Diesen Einwand betrachtet Riviöre nun als widerlegt durch einen gerade vor einem Jahre von ihm gemachten Fund, über den der eben eingegangene Sitzungsbericht der Pariser anbropolagischen Gesellschaft nähere Mittheilungen bringt. Es handelt sich um eine wirkliche vorgeschichtliche Lampe, die aus den diluvialen Ablagerunaen der Höhle ausgegraben, wurde. Diese Ablagerungen sind durch eineStalagmitenbildung von 49 Ctm. Dicke deutlich von einer oberflächlichen Schicht getrennt, in denen sich Thierreste und Werkzeuge der jüngeren Steinzeit vorfanden. Die untere, diluviale Schicht hat eine Mächtigkeit von 40-55 Ctm. Sie besteht aus einer schwärzlichen Erde, die mit Asche und Kohlenstuckchen gemischt ist, an einigen Punkten in dem Grade, daß man sie als Herdstellen betrachten darf. (An einem solchen Fleck ist auch die Lamve gefunden worden.) Diese Schicht enthält mehr oder weniger d:rbrannte Knochen von Diluvialthieren, wie vom Renthier, vom Höhlenbären, von der HLhlenhy'äne und dem Urstier, und daneben zahlreiche geschlagene Ferersteingeräthe. wie Spähne, Schaber. Meißel, Pfeilspitzen. Auch Werkzeuge und Waffen aus Knochen finden sich an einigen Stellen; ferner einzelne durchbohrte Zähne, die wohl als Schmuckgegenstände gedient haben, und Knochen, auf denen Striche eingeritzt sind. Die Lampe ist aus einem Sandsteingeschiebe hergestellt und hat im wagerechten Durchschnitt die Form einer Ellipse, die an einem Ende in eine Spitze ausgezogen ist. Diese Spitze bildet den Handgriff Lampe, deren Gesammtlänge 17,1 Centimeter beträgt. Die obere Fläche des Stückes ist napfförmig ausgehöhlt. Die kreisförmige Höhlung .hat etwa 10.5 Ctm. Durchmesser und ist in der Mitte 3.4 Ctm. tief. Die Farbe ist im AUgemeinen grau, im Innern der Grube ab-r kohlschwarz und von fettigem Ansehen, was von den in der Lampe verbrannten Stoffen herrührt. Die äußere Fläche, auf der die Lampe ruht, ist, abgesehen von dem fast ebenen mittleren Theile, gewölbt und. was höchst merkwürdig ist. mit einer eingeritzten Zeichnung versehen, die im Kleinen eine der Zeich nungen an den Höhlenwänden wiederholt. Sie stellt den in allenEinzelheiten deutlich erkennbaren Kopf eines Steinbockes
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ö xm PrcsU iar. M Lampe war ursprünglich ganz und unversehrt, aber der Schlag der Hacke, der sie an's Licht beförderte, zerbrach sie in vier Stücke, von denen eins, das kleinste, nicht wiedergesunden werden tonnte. In franaöfttöen Sohlen hat man schon früher im Ganzen drei Lampen gefunden, von ! denen aber keine eine Zeichnung aufweist. Nach dem Zeugniß de Mortillets stimmt die von Rivire gefundene Lampe in ihrer Form mit Thonlampen überein. wie sie unter den Culturresten einer späteren Zeit gefunden werden. Künstliche Höhlen in Bayern. Bon einer bemerkenswerthen Entdeckung macht Dr. Bayerl in dn soeben erschienenen Beiträgen zur Anthropologie und Urgeschickte Bayerns" Mittheilung. Es handelt sich um künstlich angelegte Höhlengänge, die in der Gegend südlich der Donau in den Bezirksämtern Griesbach und Vilshofen aufgefunden wurden. Sie sind meist in unmittelbarer Nähe eines Gebäudes in Berge mit Flins oder Flugsand, der sich gut miniren läßt und demnach dauerhaste Gänge ermöglicht, eingebaut. Sie sind sämmtlich sehr exact mit Warfen Kanten und schonen Spitzbogen nach oben, am Boden oval ange- ; legt. An den Wänden finden sich I öfters Nischen eingeschnitten, die fast i gar nicht abgenutzt sind. Die Höhlengänge in Bergham bei Grähdorf, in ! SHmim 1sK (. ,, V, ö4 w iv,nvuvy unu in iuiuy bei (Lrusbach sind alle drei nach gleichem Princip angelegt. Die Eingangsschachte waren nicht versteckt; es waren ziemlich große, viereckige Schachte von 48 Zoll im Quadrat und in unmittelbarer Nähe des Gehöfts angelegt. Selten sind die Gänge über 40 bis 43 Zoll hoch und 32 bis 36 Zoll breit.. Die Schlupflöcher, die in höher gelegte Gang? führen, sind so eng, daß ein strker Mann nicht mehr hindurchschlüpfen konnte. Nirgends fanden sich Funde von Knochen oder Gebrauchsgegcnständen. Bei den engen Gängen, in denen kaum zwei Personen sich ausweichen konnten, war wohl an Verstecke für Vorräthe nicht gedacht. Dagegen spricht auch der große, unversteckte, senkrechte Eingang. Am wahrscheinlichsten ist die Annahme, daß die Gänge religiösen Zwecken, etwa dem Kultus der Coros, gedient haben, und daß sie in die Zeit der Römerherrschaft fallen. Ein Gang in der Höhle in Bergham bei Grähdorf im Vilsthale war mit Koth sorgsam ausgestopft, weil das Sickerwasser den Gang leicht zum Einfall gebracht hätte. Das Material zum Ausstopfen mußte mühsam durch den Eingangsschacht und durch ein Schlupfloch geschafft werden. Augenscheinlich hatten die Bewohner des Gehöftes ein großes Interesse an der Höhle. Daher wählten sie diefen mühsamen Weg, statt den Gang von außen bloszulegen und einzufüllen. Ein abweichend gebauter Gang, der auffallend hoch und breit ist, führt in einen Kiesberg bei Hötzenham, Griesbach. Er ist halbbogenförmig hineingebaut, so daß man am Eingang ein Licht, das sich im letzten Dritttheil des Ganges befindet, der links und rechts mit Sitzplätzen versehen ist, nicht leuchten sieht. Das war augrnscheinlich mit dieser krummen Anlage bezweckt. In dem Gange konnte man bequem gc hen. In der Nähe im Dorfe Uttlau foll ein ähnlicher Höhlengang bestanden haben, der jetzt verfallen ist. Auf der nördlichen Seiie der Donau sind ähn liche Gänge nicht gefunden worden. Schutz von Elsen und Stahl gegen den Rost. Hierzu wird gewöhnlich eine Auflösung von Wachs in Benzin verwendet. Ein gleich wirksames Mittel läßt sich durch Zusammenschmelzen von gleichen Thcilen Terpentinöl und Wachs darstellen. Man trägt die Substanz äußerst dünn auf und gibt durch Verreiben derselben mit einem Leinwandläppchen eine Art Politur. Alte Tuchkleider reinigt man auf eine sehr einfache Weise mit folgender Brühe: eine halbe Unze Tabak und zwei Pfund Wasser werden einmal mit einander aufgekocht. In dieser Brühe taucht man eine steife Bürste und bürstet das Tuch nach dem Sittich Häßliche braune Flecke erhält man beim Kartoffelschälen an den Fingern, welche den Hausfrauen, die in der Küche felbst thätig sind, recht unangenehm werden können. Man vermeidet nun das Entstehen solcher Flecken überhaupt, wenn man die Kartoffeln vo? dem Schalen einfach in frisches Wasser etwa fünf Minuten leot.
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