Indiana Tribüne, Volume 24, Number 1, Indianapolis, Marion County, 19 September 1900 — Page 2

s

Jndicma Tribüne, Mittwoch, den 19. Tcpicmbcr 100.

Brandgefahr und CrsinöungSgeist

- Unaufhörlich erschallt die stieg unseiet FeucJersicheiuJsgesellschften über die Zunahme der Ärände. und alle Erfindungen, welche etwa dazu beitragen könnten, dieser Zunahme zu Us gsgnen oder das Brand-Unheil abzuschwächen, wurden von Versicherungsgesellschaften, die zum Theil 'sogar in ihrer Ezistenz bedroht sind, mit noch lebhafterem Interesse verfolgt, als von den aefährdeten Eigenthümern selbst. BiS jetzt war die Energie unserer Erfinder hinsichtlich der Feuersbrünste größtenthcils darauf gerichtet, fo rasch wie möglich nach der Brandstätte zu gelangen und mit dem geringsten Zeitverlust große Wasserstrahlen oder geeignete Chemikalien in's Treffen führen zu können. In der That hat es da5 amerikanische Löfchweftn in. diesen Beziehungen außerordenilich weit gebracht, worüber auch von europäischen Sachverständigen viele bewundernde Aeußerungen vorliegen. Gleichzeitig wird aber von hervoiragenden Leitretern unseres Löschwesens selbst zugegeben, daß so ziemlich Alles in dieser Hinsicht erreicht sei, was man jemals zu erreichen hoffen könne. Und dieses ist den Versicherungsgesellschaften noch j lange nicht genu. in bereu Portcmon- i na:e die Brände so große Löcher reißen. . Gerne möchten sie die Brandver-f'ch-runZS-Cebühr:n auf das Doppelte rhöhen, wcnn dies so ohne Weiteres cniinge. Sie fc&n cfci noch immer die Qoffnuna nicht aufgegeben, daß die ! Gebäude bedeutend sicherer gebaut, und die Borsichts-Maßnahwcn, besonders die Alarm-Systemc. noch beträchtlich verbessert mxUn könnten. Und wie es scheint, kommt ihnen die Erfinderwelt darin gerade in neuester Zeit entgegen. Man hat so viel von feuersicheren" Gebäuden gesprochen, bis es dahin gekomwen ist, daß dieser Begriff nur von Wenigen noch ernst genommen wird! Dabl ist nickt zu übersehen, daß hinsichtlich verhältnißmäßiger Feuersicher, heit, lscnde?s rcax die Verhütung einer Weiterverbreitung des Brandes von irgend einem gegebenen Raum aus nach andern auch im nämlichen Gebäude nbelangt, erklecklicher Fortschritt gemacht worden ist. Aber: Das gilt gewöhnlich nur von neueren Gebäuden. Was soll man mit den älkeren thun? Man kann sie doch nicht Ue abbrechen. Methoden, das Holz feuersicher zu wachen, hat man schon früher gekannt; ober erst in neuester Zeit ist die Vervollkommnung eines Verfahrens gelungen, welches seinen Zweck erfüllt, ohne die Tauglichkeit des Holzes oder seine dekorativen Eigenschaften irgendwie zu schädigen! Die einzige Veränderung, welche bei dieser Behandlungsweisc mit dem Holz vor sich gehen soll, besteht darin, daß es eine dichtere Granulatur erhält. Nachdem solches Holz längere Zeit dem Feuer ausgesetzt war, verkohlte es nur an der Oberfläche etwas irnd flammte absolut nicht uf. Ja mit der Zeit soll selbst die stärkste Hitze solchem Holz nichts mehr nhaben kon- j nen. außer der leichten Obersläche-Ver- j tohkung; hobelt man das bischen angesengterFläche ab. fo soll sich das innere Holz unter allen Umständen unbeschädigt erweisen. Natürlich laßt sich derartiges Holz am besten in neuen Gebäuden anbringen; aber auch bei alten Gebäuden laßt es sich ohne Veränderung der Bau-An-läge besonders zur Fußboden Verkleidung benutzen und in Thüren und Fensterrahmen hineinarbeiten, so daß ein ausgebrochenes Feuer an vielen nichtigen Stellen keine Nahrung mehr fände und die Zerstörung eines ganzen Gebäudes der gar eines ganzen Geviertes so gut wie ausgeschloffen wäre. Mit dem nämlichen neuen Präparat zu, Behandlung des Holzes wird jetzt auch das Holzwerk aller nueren Flotienschisfe behandelt, welche unsere Regierung bauen läßt. Dies ist nicht ohne Prüfung entschiede worden und zeugt von dem Vertrauen, das man in amtlichen Kreisen dieser Methode entgegendringt, obgleich dieselbe noch nicht in großem Maßstabe auf die Probe gestellt worden ist. Zugestandenermaßen sind Fensteroffnungen an Gebäuden am schwersten gegen eine Feuersbrunst zu schützen. Die so gebräuchlichen, eisernen Fensterladen sind nicht nur alles Andere eher, als ein Schmuck, sondern bilden auch ft ein Hinderniß für die Feuerwehr. Außerdem hat man sie sehr häufig ofsen gelafsen, sie wurden nach Ausbruch ' eines Brandes von außen her rothglühend, das Glas hinter ähnen platzte, und S drang Hitze genug in, um sofort auch das Innere des betreffenden Gebäudes in Brand zu setzen. Zur Abhilfe stellt man jetzt Fenster her. die eine innige Verbindung von Glas und Drahtgitter derselben und selbst, wenn das Glas hochgradig heiß geworden ist nnd zu schmelzen beginnt, noch geraunie Zeit als Ganzes zusammenhalten, dabei auch stets Licht genug für gewohnliche Zwecke in die Raume lassen. Das Gitterwerk ruht im Glas selbst. Endlich hat man auch selbstthätige Alarm - Apparate, unter dem Namen Thermostate", fabricirt, und in seiner neuerlichen Vervollkommnung soll ein solcher Thermostate bei welchem lediglich durch die Wirkung der FeuerHitze eine Alarmglocke sehr prompt in Bewegung gesetzt wird allenthalben die Dienste eines gewöhnlichen elektrischen Drahtes, ohne Bedienung leisten. Der Thermostate ist übrigens vorkommenden Falles auch als EinbrecherAlarm ebenso gut.

Alles in Allem, ist ms offenbar noch nicht an der Grenze der Erfindungen auf diesem Felde angelangt. Scharfsinnige Fayrttfinder.

Für die besten Späher der Welt, was die natürliche Begabung hierzu anbelangt, werden von einem vielgereisten Amerikaner die Faquis in Mexico erklärt, von denen in den letzten Monaien wegen ihrer, noch immer fortdauernden Kämpfe mit den mezicanischen Regierungstruppen wieder viel die Rede war. Als Veranschaulichung hierfür erzählt dieser Kenner folgendes Stückchen aus seiner eigenen Ersah rung: Vor mehreren Jahren hielt ich mich an einem Platz Namens Isleti, unfern der östlichen Küste von Zucatan, langere Zeit auf. Eines Nachts wurden mehrere Hundert Dollars in Gold aus meiner Hütte geraubt. Wer mochte der Dieb sein? Ich miethete mir einen intelligenten Z)aqui - Indianer Namens Pedro, um mir zur Aufjagung desselben behilflich zu sein. Alles, was ich feststellen konnte, war. daß der Thäter zu Pferde, und zwar in nordwestlicher Richtung, geflohen sein mußte.. Mein Führer gewann aber bald eine ziemlich genaue Vorstellung von den äußerlichen Personalien des Diebes. Diese Kenntniß ergab sich ihm Stück für Stück, je länger er die muthmaßliche Fährte untersuchte Das Erste. was er mir sagte, war: 2er Bursche ist von niedriger Statur, unter der normalen Größe". Auf die Frage, woher er dies wisse, deutete er auf einen Weidenbaum, an welchem erst ganz neuerdings einer der unteren Aeste abgebrochen war. Hier," fügte er hinzu, ist er abgestiegen, um sich ein wenig auszuruhen, und er wollte sich wahrscheinlich eine Reitgerte aus einem Weidenzwciz machen. Sehen Sie hier die paar flachen Steine, die auf einander gestellt sind; er mußte sich dieser bedienen, um das abgebrochene Aestchen zu erreichen, obgleich dasselbe für Jemand von normaler Körperhöhe durchaus nicht zu hoch war. um es nicht ohne eine solche Hilfe erreichen zu können." Für den Augenblick erschien mir diese Theorie sehr weit hergeholt, und mehr als ein Beweis von guter Phantas meines Führers, als von wirklichem Scharfsinn. Es stellte sich aber nachher heraus, daß sie ganz genau zutraf, pnd so war es auch mit allen anderen Muthmaßungen, zu denen er gelangte. Er kannte die Farbe der Satteldecke des Mannes lediglich dadurch, daß er einige verschwindend kleine Fetzchen davon an einem DornVusch bemerkt hatte, auf die schwerlich irgend ein Deteetiv aufmerksam geworden wäre! Auch stellte er u. A. noch fest, daß der 2)ief eine einheimische Wasserflasche bei sich getragen hatte; dies verrieth ihm ein, kaum merklicher Abdruck in dem weichen Sand unfern einer kleinen Quelle. Was mich aber am meisten in Erstaunen setzte, das war die spielende Leichtigkeit, mit welcher er die Fährte des Dicbsrosses über solche Strecken hin verfolgen konnte, auf denen für meine stumpfere Sehkraft noch nicht der schwächste Eindruck sichtbar war! Niemals hätte ich es geglaubt, wenn mir ein Anderer von einer solchen Fähigkeit erzählt haben würd:. Aber wenn man bei den Jaquis gewesen ist, braucht man keine Jagdgeschichten zu erfinden, um die Grenze des Unglaublichen zu erreichen. Wir fingen den Dieb glücklich am zweiten Tage ein, und alle Voraussagungen Pedros bewahrheiteten sich auf den Buchstaben. Es war ein vagabundirender Mischling. Als er übrigens merkte, daß ihm die Verfolgcr schon nahe waren, hatte er das geraubte Gold unter einem Baumstamm, tief in einem Dickicht, versteckt. Aber mein Indianer fand dasselbe wunderbar schnell! Und dieser Fährtefinder bildete keineswegs eine Ausnahme. Vielmehr habe ich nochDutzende desselben Stammes gefunden, die mit ebenso scharfem Spürsinn begabt waren, und damit stimmten auch die Erfahrungen dieler Anderer Lberein, von denen ich erz'ahlungsweise hörte. Villiger Papier.Nohstoff. Es ist schon lange her. daß man aus einer gewissen Gattung Gras Papier macht; neu dagegen ist die Entdeckung. daß man alle gewöhnlichen Arten Gras ebensogut dazu verwenden könne, wenn man dasselbe rrchtig zu behandeln verstehe. Diese Entdeckung ist ursprünglich' nicht eine amerikanische. sondern eine englische, hat aber. wenn sie sich bewährt, bei uns die besten Aussichten auf großartige Ausbeutung. Das Gras muß, um diesem Zweck dienen zu können, geschnitten werden, ehe es begonnen hat. Samen zu treiben; dann so wird versichert hat und behält es die nöthige Geschmeidigkeit und Stärke. Das Uebrige besteht dann im Wesentlichen aus einem Wasserbad. Behandlung in heißer Soda-Brühe. neuem Wasserbad, und schließlich Vermahlen zu den Papierbrei. Man erwartet, mittels der neuen Methode schon aus zweiPfund trockenen Grafes. also Hues, ein halbes Pfund Papier zu erhalten, und zwar mit geringen Unkostsn. Wahrlich, in unserer Papiertheue-rungs-Zeit wäre svlches Papier, wenn es zu allen betreffenden Zwecken geeiget ist, eine unschätzbare Wohlthat und dem .Trust" ein Greuel! i

-or'ocyt-o-c

Silan gebe 7u!)U r?kn rtan nicht mit Cent Ctagm in acht nimmt, nir&

Nnreincs Mtti tit nzuöblcid'.itüe Folge sei. Ar. August Königs Za?.:burgcr Crsnstn

reinigen fcen Clngett in t& eine oz:l,t:,5igc 5 8!

q0hooo ooosxxooc-: cc y ooooo- o-rvcvvovv-r-cxo-c ooo rxvo

Rerksst Menschen. Rekd Tngadklrr brrüdmteftrn Nrvrnär'ttr erdkrt f art rtn iin'rr! ker ?cvöl'crun? den Äervrsrn?cn c, diese 3tctifli! ist nan überraschend wen.? man bedenkt, fcap ?u Ansang fcicic Jadr5un:rris von Nerven niÄlö besannt nar.' C vt taiicr UN so ntcrfiunicr, auch die Crarfce unb Uriafica i:ia so rasch terfcreit? un Leiden zu erfahren. Vor oHcm ist der rastlose, lianipe ftanirf u:n eine Exi'lenz, den deukutage fast jeder

in mevr oder weniczer anreqenoer ävkle vnrcdumacven rat, scJulv varan. nl oieim dangt unin,t:eioar die anqeskrengkc (ci'"i-3- uns ttörverarden zniaiunien. wcdurch sedr ssrre Anforderungen an den Organicmns arikrlll werden, ftiett u teraeffen ist aber tie unarredr.äKiaci'i'tcniffeii'e, cxoit die Huacndsündrn uiw..

bei im ösicersvruckr ciit der soliden und descheidenen

Alle dieie Erjcinungcn unserer modcrnen eit. wie Juiiend'üNden, unrcaclTnäsiizer saniere wsit!)s(Sn'cfccit;u:infn, anr.lüdliic ,ami!knücr:iät:i:i'i?, Älx.brauch ton Sl!tct)cl a"ö 2a'cc?, töunrn in fr;eftrr ;ieit ein Wrnfdicnlcbcu rftiircr. oder baten wenigsten ein qan;rs iccc von Mraitfbri.ru rnji?rr rt sur o!c?e : Unfähirtfeir nr Arbett. tedäedtuift-seHwürZze. Berlu't der inännlichen 5e?st, Barieocele, körperliche Tkt,nieve. siovffelimerzcn. L?taflcu- n? ar,-Besk:,werden. Uebeitek, Avvkritlosiakkit. Angstgefühl, chleftoflgtett, Lcdeneüder)rsz, Ltachtschrreih. Uirvsc5 öc.klopfen und riclk Äadkre. Tro all' den Erruna.esckatten nsere Jadrdnnderts ist es biZ übt nidit e.elnnqkn, ein fik-r?i SJIitJe' y:r Brlätntkuna ticier ranldeiirn anins,roen. Ta? ein Mcdical Institut zu Srand !'., kann 'ick, rädmen. tcci roblrm qclc it Xd tah'n. Un Nun ixt iil!raft liircr iffiittcl die i'c3tc:t D:rsrltc:t oer irnicliüeit besannt ;u e,eden. erlistet sich da Institut, einen Jeden qauj frei, ebne r?fIAe Petv6nni und ohne dasj der Empfäzer irgend tvelcke Berxflichtunzen eingeht, ne Prre der Heilmittel r.est Methoden zuzusenden. Ter irare und arofcc JFerti tiefer eiriaien .jauclebanMan wat siö slett, auö in den fArr;criaficn ZZen, wo jedes andere Uiiul nanz erfclcjls war. Tausende ton fturirten find jeder ci: eerne bereit, Zeugniß von ihrer rcunrerbaren Heilkraft zu qeden. Es schreibe ein Jeder, der mit irgend einem der ernannten Ptfcrcäcn l rl;a';rt ist, oder eine Unordnung in seinem Zysiem rnjrütt, feiert an das Jtcnt Mcdical Institut, HO Houseman Bldg., Grand Rapids, Mich., um eine freie Prcbk nebst Methoden 117.) Ratb'lägen zu erhalten.

Vom Limplontunncl. Die Arbeiten arn Siniplontunnel sind bis jetzt rüstig vorwärts ceschritten. Während des Monats Juli ist man mit dem Dopfeltunnel von Norden her um ca. 500 und von Süden her um ca. 400 Meter vorgedrungen Die Differenz in der Arbeitsleistung rührt von der Verschiedenheit des zu durchoohrendenGestelns her: der Gneis . auf der Südseite von Jselle erschwert ; die Arbeit mehr als der Kattsteinauf! der Nordseite bei Brieg. Die Gesammtlänge des Simplontunnels wird ca. 19 Kilometer betragen, davon stnd bis jetzt etwa 5$ Kilometer fertiggestellt. Die mit dem Bau der Simplonbahn betrauten Ingenieure sind in der letzten Zeit nicht wenig beunruhigt wordn Äurch die beständig zunehmende Temperatur in den Tunnels. Lei der Durchbohrung des Gotthard hat die Temperatur der Felsen 30,8 Grad Cklsius (ca. 87.5 Grad F.) nicht überschritten und diejenige der Luft im Tunnel ist über jenes Marimun? nur wenig hinausgegangen, da niemals 32 Grad erreicht wurden. Beim Simplcntunnel aber hat die Temperatur der Felsen auf der Seite von Brieg 27 Grad betragen und ist gestiegen auf 33,5 am jenseitigen AbHange von Jselle. Eine kürzlich im südlichen Tunnel aufgefundene Quelle war lauwarm und hatte 33 Grad. Was die, Wärme der Luft in den unterirdischen Baustellen betrifft, so hatte sie auf beiden Seiten jetzt schon 30 Grad erreicht. Auf der Südfeite, wo ständig eine Ventilationspumpe in Funktion ist, machen sich diese 30 Grad uns fühlbar bei Explosion der Minen und während der Schutt hinweggeschafft wird. Auf der Seite von Brieg dagegen hat sich die Arbeit bisher fast immer bei einer Temperatur von 30 Grad vollzogen. Die demnächst erfolgende Aufstellung eines sehr kräftig wirkenden Ventilationsapparates. dessen Eintreffen sich wegen seiner Verwendung bei militarischen Studien etwas verzögerte, dürfte aber auch hier den sich unangenehm fühlbar machenden Mißstand befeitigen. In Brieg wie bei Jfelle wird man bald in den Stand gesetzt sein, dem Tunnel II. in jeder Secunde 2025 Kubikmeter frische Luft zuführen zu können. Bis jetzt hat also die unterirdische Wärme keineswegs ein Hinderniß bei der Durchbohrung des Berges gebildet. Wird das aber euch der Fall sein, wenn man mit dem Tunnel bis ties in das Innere des Gebirges voraedrungen sein wird, wo man auf eine Wärme des Felsens von 24 Grad rechnet? Während 'der vorbereitenden Studien im Jahre IM wurde diese Frae bejaht, und unter dieser Voraussetzung hat man den Simplontunnel in Anariff genommen. In ihrem Berichte vom 19. Juli 1894 haben die vom! Vundesrath befragten sachverZtandigen, dle Herren Colombo, Fox und Wagner, es als möglich, ja gewiß bezeichnet, daß die Temperatur in den Tunnels 25 Grad nicht übersteigen werde; aber ihre Annahme basirte auf einer Bedingung, die sich bis jetzt keineswegs erfüllt hat. In der sicheren Voraussicht, daß die in die Tunnels eingepumpteLuft sich bedeutend erhitzen würde, wenn sie in Berührung mit den warmen Felsen käme, haben sie für diesen Fall die Herabminderung der Temperatur durch Berieselung mittelst kalten Wassers vorgesehen. Man hielt für ausgemacht, daß die Temperatur dieses Wassers 12 Grad nicht überschreiten würde; aber das Wasser erwärmt sich rasch, schon während es in den Tunnel eingeführt wird. In Jselle hat es 20 Arad am Ende des Tunnels I und

0-.K0 0-C-0-. ; K C-00-0-C0 ,'Ä

53J::f, und bei fflcfuitc wirb tzrUung fein. : CMKKKXKVKv 1 LcdcnsweiZe unu'rer Adi:eil steht 24.t im Tunnel II. Am 'entgegengesetzten Ende des Berges ha! dieses auch Ui der Bohrung verwendete Wasser ebenfalls 24 Grad. Man wird also damit rechnen müssen, daß die Erwärmung des Wassers mit der Zunahme der Lufttemperatur gleicben Schritt hält. Das ist eine neue Schwierigkeit welche bei Ausführung des SimvlonUnternehmens zu überwinden sein wird. Man zweifelt aber nicht daran, daß Wissenschaft und Technik auch dieses Problem erfolgreich lösen wer den. . Berühmte SSngersamille. Vor Kurzem machten die Kinder von John W. Hutchinson einen Versuch, ihren Vater in ein Irrenhaus zu lootsen, um sich seines Eigenthums zu bemächtigen. Der Versuch schlug fehl; denn der betreffende Richter entschied, daß der greise Veteran noch immer im Stande sei. sich um seine Angelegenheiten zu kümmern. Wer ist dieser Jchn W. Hutchinson? Der letzte Ueberlebende einer ehemals berüymten Familie von Abolitionistensänoern. vie freilich heute vom größten Theil des Publikums vergessen ist. Die Familie Hutchinson bestand aus 16 Brüdern und Schwestern, welche sämmtlich mehr als durchschnittliche Begabung für Gesang und Musik hatten. Die glänzendsten Sterne dieser kleinen musikalischen Milchstraße waren die Brüder John. Judscn und Asa und .ihre Schwester Alby. die ein geradezu wunderbar harmonisches Quartett bildeten. Aus New Hampshire stammend, zogen die Hutchinsons in den 40er und 50er Jahren durch das ganze Land und einen großen Theil Europas, allenthalben ihre zündenden th?ilweise selbst gedichteten und componirten Lieder und Balladen für die Freiheit der Negersklaven singend. Nebenbei machten sie sich übrigens auch als Temperenzsänger bekannt. Stets aber waren sie von einer Ueberzeugungstreue, die Alles zu opfern bereit war. und sie kamen oft in die Lage, Opfer bringen zu ' müssen. Persönlichen Gewinn haben ihnen ihre Sängerfahrten herzlich wenig gebracht.. Mehrere der Brüder kämpften auch im Bürgerkrieg tapfer mit und fangen und dichteten dabei weiter, gleich Tyrhäus. Sie gründeten auch das Städtchen Huichinson. Minn.. das inzwischen ein blühendes Gemeinwesen geworden ist. Hie? ist es. wo der letzte. 80jährige Ueberlebende noch immer liegendes Eigenthum hat und ein wahrhaft Tolstoimäßiges, ungeheuer schlichtes Einsiedlerleben führt. Hl V o r eine 'sonder b'a'r e Aufgabe wurde ein Arzt zu Rackwitz, Provinz Posen, gestellt. Zu ihm kam aus dem benachbarten Gradewitz eine Frau mit einem ganz in Tücher gewickelten, etwa drei Jahre alten Kinde. Als der Arzt die Tücher entfernte, sah er. daß der Kopf des Kindes in einem emaillirten Topfe steckte, dem in der Häuslichkeit gewöhnlich ein sehr discreter Platz angewiesen wird. Ein Spielgenosse des Kleinen hatte diesem das Gefäß fo unglücklich über den Kopf gestülpt, daß weder for Vater noch die Mutter, noch auch die Nach barn das Kind Don feiner bösen Be-hauptung-befreien konnten, zumal der Kopf sehr bald anschwoll. In der Noth suchte die Mutter des Kindes bei dem Arzt Hilfe. Diesem gelang es denn auch, nachdem er einen Schlosser alöBeiftand herangezogen hattedie gefährliche Kopfbedeckung zu entfernen und so das Kind vor schlimmeren FolLendes &ri$l2 Lu bewahren... .

M &m W7lv ; ü MWN -vjf. -j j 7'' raif i"'!? mSkM wiTi2 !j

Dr. J. A. Siitcliffs, Wund-Arzt, Geschlechts-, Urin- und Rectum Krankheiten. Office: 155 Ost Market Stt. Tel. 941 OZsi.Swntn: M 10 Uhr Sonn.; bi4Uhr N Dr. I. Q. Kirkpatrict X jfct ondelt Frauenkrankheiten und KrankheU ten des eetums. HSe?rhAlde ohne ffleffer n Tante!fl tung geneüt. OffiM. BQft Bdldins. 31 Ost Olio Str. WALTER FRANZ. Sahsz-Avz4, No. SO Ost 5Jlsir!ctStrafo Goffm Blech Sitnmcr 48. Ctflccftitnbf!t : f12 5?nt.; 1-5 7!?!.: 7-9 der.dk. Gr-stUfcg ton 10 Ui,z Cn. 1:3 2 Uhr Nm. Oiio Deppermann, Deutscher Zahnarzt, Majestic Grefoceude. Simmer No. 207.

Everts, Vi W Deutscher Zahnarzt, Ql Herd Pennsylvania Str. E a? trirb auf Wunsch emaetrantt, DR. JOS. E. MORROW, Geschlechts- und Harnkrankhciten. 20 West Ohio Str. 206 Ost McöartY-Str. Sdrechstunden: 8 bis 9 Uhr Vorm.; 2 bis 3 Uhr Nachm. ; 8 bis 9 Uhr Abos. ; Sonntags von 8 bis 9 Uhr Vorm. und 7 dis 8 Uhr Abends. Telephon 1446. DR. CARTER & Co., :: Sie zuverlässigen Tpezialisten :: Eine Tiärik,e (M'.riin.i in drr Behandlung von rlironiü'en, nrrrölen und SpezialKrankt, eilen. Blut- uiid H a u t ircr.ttfittn, Eezenia. ftinren, CV.rden, vergrößerte Trüsen. Holskraiüdriten u".d örickwüre in' denkbar kürzester Zsit fctcilt. erschöpfende ?anldciien, nervcsrr 5hvsisS,er Perfall, nervöse Abnadme, Wascrsueiit, ramr sader. öviI e v s i e und Hämorrdvidcn erfolgreich behandklt. Erregen Cic rvr rdrr frkiöcn E!e für Jncrmation. Svmrtrrnr Allöeie und Buch grati. Consultation in teutsch uud cgUsch frei. Osfice-TtuNlrn : Tr. (Satitt & Co.. QV2; 26: 7 8.S0. 114 Süd Jllir.ois t. Conntags: V ll.A). Judianarvlis, Jud. L 0. 6. F at feine Office nach dem Willeughby-Gcvaudc, No. 221 Nord Meridian Crr., erste Etage, verlegt. fsitt'Etunden: Prn L b 4 Uhr NaSmittag. ZWhm: Offi 2L-Wodnung L. Die Wodnung drNntxt ich wie fctfeber: 133 7 Nord 1'ennBylvaijla et. or. l. l mm. kott suhlt sich für bic Verkßezllüz franset Thiere. IST rank abt werden tntcitgcngcncrnntn nb erhalten defsere Vdlvarumg alt ia threr eigene klaHunA. 1 diS 24 SS Ost.Strakt. Telephones. Wohnung 17S. IkeoSoro F. Smither geschickter und zuverlLssiger Pech- und K!es-Tacher, Asphalt und Silsonit.Tacher. Cngros-HZndler in alle,. Arten von TachmateriaUen. Telephon SOI 301 7ost Haryland St. 6l!trtflliftt Ecke ten M.fsiNrp- und Merhlsid Etr Zu vevnnechen : Zirnrner im f.lajeslicGebffiude zu reduzirten Preisen. Das feinste Ossice-GedSude in der Ctadt. Vollständig feuerficker. CäineUe Fahrstühle und alle modernen Beqremlichteilen. Nachzufragen bei GnEGQRY & APPEL, Agenten, für die Indianapolis GaS Co. W. GIERKE, , Deutscher : : Buchbinder, 621 Süd Ttlawar, Str., (Hinterhar.) trt C. Tmfruna. 17 Sitd bflina,etiüfce nlininJ jnt istch Veke2gln tntBtfltn. ,

iOt

pttljlet,

vw y s ) 41 siW'ZF V I..' ''s! Twi' V ' "I vte

gff

SMÄzöeÄceV.

MWZ-MWchr

von mmmm Lebensversicherung Äelv Per! Life Insurance CcmpkY. fy. Barnderger, Cp. Aq:nl. 2 Jndiaria Trust ntltlnf rnerican Central Life nf. Co.. 8 Cft IKct Ist etr. G. B. ar.attinsoie, Präs. Cavitcl t200.(HA). Kutschen und Acpratnrcn. Robbins. Jrvin L Co.. 82 Cst (wrgii etv. Spiele und EyZcwaareN. Mayer. Charles &. Co.. 29 W. Leshinztvn. Trugizisten (Wholcsale). Jndiariapolis Trug Co.. 21 O. ?7!arylar:d. Ward Lros. Trug Co.. 120 2. crioitn. Sägen und Werkzeuge. E. C. Atkins k Co.. 402-410 . ILinoi5. Trust-CompJgnicn. Jndiana Trust Co. & Safety gar.lt Safe Tcvosit VaultZ. FletcherS Slf Teposit. 3 Ost Washington. Boxes .00 und auslJärls. Sanlcnlzä.'idlir. Huntington k Pag?. 130 Ost Üs.arlet. S':an33 und Wialiw. Ccrlin & Lenncr. 59 Zt ai!et Str. Landlv'rlhschgltüch: (gerade u. Wazc Holten W. B. ?f?. Co.. 339 Ost Wafh. H. T. Crr.de Jnflcrnent Co., 27 (Wtc! Ä. Winter & Hunirnrl, 221 28. Akshinzron, ZuSerweareiz (Wholesale). Taggttt &, Co., 18 Wft Seorgia Str. Cchnittwaarcn. Murphy. Hibben & Co., 135 C. Mecidi. bavkns &, Eeddes Co., 20G S. 2Jl:rifcfciL GruNdcigenthum und Versicheninz. Cvann, Jchn S. & Co.. 8G Cjt Marktt. 1 Feuerversicherungszesellschaften. Jdiana Insurance Co., Chas. Echurmar. Präs.; Thos. B. Linn, Secretär. Eisen- und Blcchwaarcn, Gewehre. Layman & Carey Co.. 111115 S. ÜRetiK Leder, Treibriemen, Packmatenal. Hide, Laiher & Deltiug Co., -227 E. Meridian Ctn. Wundärztliche Instrumente. W. H. Armstrong & Co.. 224 E. Meridier 'PumpcnVWasscrlcitung, Fahrzeuge. Cornftttk k Coonse Co., 371 S. VeriZian. tft und Produkte Commission Cherup Co., 2224 S. Telawere Str. Jce Crcam. fturr.cS, R. W.. 212 St. Vcnnflzlrania Etr. Vankolz. Coburn, Henry, (Zecrgia Etr. ' ' ' ' Wcffblech. Tanner & CuOivan, 216 S. Meridian Str. Putzwaaren. Fchnlky k McCrea, 240 S. 2iitUn Etr. Bäckereien. U Parrctt k Taqqart Bakery. Tel. LOS. Bryce's Lakery, 14 t Eouth Etr. Hute. Handschuhe etc lc. Hendriöfon, Lefler k Co.. 131 E. Meridian. Eise' und Schmicdewaarcn. Vennegut Hardware Co.. 120124 Oft Wafhington Str. Eisen und Stahl. HoUZday. W. I. k Co.. 107 E. Meridian. Schuhe und Stiesel (Wholesale). W. D. Corper Ehoe Co., 127 l. Meridian. Te Hendriöö. Vance Co., 215 T. Meridian. Banken. The Capital National Vank, 23 S. Meridian Etr. M. B. Wilscn, PrZs. W. T. Churchman, KisZirer. Lcichcubcstattcr. Srinfteiner Drcs., ö22 Oft VZarket Str. Farben, Oele und GlaS. The A. Vurdfal Co.. 102 S. Meridian Etr. Indianapolis Paint & Color Co.. C 240248 Massachusetts Ave. Eroccrs (Wholesale). Geo. W. Etout. 207 E. Meridian Etr. Vrintrneycr, Kühn k Co., 211 C. Meridian Ctt. Ceverin k Co., 51 C. Meridian Etr. M. O'Connor & Co.. 47 E. Meridian Str. I. C. Perry k Co., 26 23. Georgia Str. , Adolph Frey, (Old Freedcn & Right,) Ilotary Public, Translator Corrssponstent etc. No. 970 West Walnut St. Take Blako St. Car. RlPAFJS TABU1ES 4rc intcndeJ Ar cj-Jldren, ladics aad all who preser a n;ei:c:n dlsguised as ton fectlonery. Thcy i.ny riow b; had (put up ia Tin Bcx, scvenry-tv. t) in a box), price, twenrv-fi.ve cents or ßvc boxes for oric dollv. Ar.y drillst vri! get thera 11 VOU insist. and the?v nuv alwavs he ! c&tair.ed ty rcnutliaj ihc pacc to , ... . . '

. trto'te.' 'Vi 'i SJiSl k . )f) V v ni-" wTxirl i WiV u vCjl' fWftQ W0

Y

L

R

f r

)

Am

TheRipcns OcnjcaI fes-. .ZGKs vsss&ks