Indiana Tribüne, Volume 23, Number 362, Indianapolis, Marion County, 18 September 1900 — Page 2
Jndimm Tribune, Dienstag, den !8. Tcptcmbcr IMO.
Admiral Teymour's Nückzug. Der englische Admiral Sir CbftKiib eymour, besjfcn verunglückte Ezpeditien zum Entsatz der in Peking eingeschlossenen Diplomaten so abfällig lii tisirt worden ist. schildert jetzt selbst seintrt Marsch imb die Ben?eggründe, die ihn veranlaßten, diese Expedition zu unternehmen, so gefährlich und hosfnungslos sie auch'schien. Es heißt in dem Schriftstücke u. folgendermafn: Unsere Erpedition steht gewiß einzig in ihrer Art da, denn sie setzte sich us Matrosen und Z!5!arinesoldaten echt verschiedener Nationalitäten zusaminen; wir hatten weder Tram noch Reserven. Ich bin und war mir des großen Risikos bewußt, das ich einging, aber angesichts d-er dringenden Rothschreie aus Peking konnte ich es vor mir selbst nicht verantworten, zu zaudern. Ich konnte uin meiner Ehre willen nicht anders. Ich setzte mich selbst an die Spitze ds Zuges, weil ich darin den besten und einzigen Weg sah. Alle unter einen Hut zu bringen. Als die kaiserlichen chinesischen Truppen in uns unbekannter Starke die Waffen gegen uns erhoben, wurde die Ausführung des Planes unmöglich und der Rückzug icywieriq. Die Schienen wurden fort-
wahrend vor und hinter uns ausgcris-; sen. (5s ist erstaunlich, wie schnell sie wiedcr nothdürftig geflickt wurden. ; aber häufig geht die Linie im Zickzack, j und so konnten wir nur sehr langsam vorwärts !o:umen. Eine der größten Schwierigkeiten bestand darin, Wasser für die Maschinen zu erhalten; wir mußten sie mit Eimern aus Quellen füllen, wenn wir welche fanden. Unser erstes Gefecht mitBoxern hatten wir an der Station Lang Fang, wo wir drei oder vier Tage auf der Eisenbahnlinie festgehalten wurden. Die Vozer zeigten viel Muth und sind thatsächlich Fanatiker, die sich für unverwundbar halten. Wie sie jetzt hierüber denken, weiß ich nicht. Nach einigen Tagen vereinigten sich die kaiserlichen chinesi- j schen Truppen, die genau w:e d:e Deutsehen bewaffnet sind, mit den Boxern. Unsere einzige Hoffnung, einer Niederläge auszuweichen, war jejji, zurückzukehren. In Jangtsun, wo die Schienen den Fluß reichn, war kein GeKis mehr, unsere Vcrräthe wurden knapp und Wir hatten viele Verwundete. In diesem Lande wird jedem Mann, der von den Chinesen gefangen wird, der Kopf abgeschnitten; deshalb muß man bei seinen Verwundeten ausharren und sie vertheidigen. Wir verließen bei Aangtsun die Eisenbahn. ließen Alles, was wir nicht tragen konnten, zurück, nahmen die vier Dschunken, deren wir habhaft werden konnten, und schafften unsere Verwundeten auf diese. Dann begannen wir. unseren Rückzug entlang des Flusses, schliefen wie und wo wir konnten in den Feld-ern, aßen wenig und tränkn Peiho - Wasser, das ungefähr schmeckt wie rothe Erbsensuppe, in welche die schauderhaftesten Sachen hineingewor-! fen sind. Vielleicht das schwerste Gesecht hatten wir bei Pei-tsang. Hier wurde Capitän Jellicoe schwer verwun- j det, aber er erholt sich jetzt prächtig. ! Auch mein armer Maat Wyatt, der viele Jahre bei mir gewesen ist, wurde neben mir tödtlich verwundet. Ten ganzen Tag marschirten wir kämpfend vorwärts und schafften in der nächsten Nacht unter heftigem Feuer die Deutschen und Russen über den Fluß. Um 1 Uhr Nachts machten wir uns dann wieder auf und versuchten, im Dunkeln vorwärts zu kommen. Gegen -3 Uhr, als es noch stockfinster war, wurden wir an der Front mit Gewehr- und Geschützfeuer empfangen. Eine Dschunke die, auf der sich die Geschütze besänden wurde in den Grund gebohrt. Das war ein schwerer Verlust, aber es war doch besser, als wenn es eine Dschunke mit Verwundeten gewesen väre. Wir nahmen die Stellung des Feindes im Sturm. Ein oder zwei stunden nach Tagesanbruch erreichten wir das große Nordarsenal Tientsins. Während wir versuchten, es zu passiren, kamen wir unter ein schweres Feuer. Ich sandte die Marinesoldaten und andere stromaufwärts über den Fluß und wieder das Ufer hinab, um die Stellung zu nehmen, was auch gelang, da die Deutschen ebenfalls von der anderen Seite stürmten. Das war wirklich unsere Rettung. Wir konnten demWiderstand im Freien nicht länger Stand halten, und unsere Verwundeten nahmen an Zahl zu. So brachten wir sie am Land in WaarenHäusern unter, befestigten denPlatz und hielten Angriffe an diesem Tage und in der folgenden Nacht mit Erfolg ab. Das Arsenal enthielt moderne Waffen, Geschütze und Munition, die von einigen fachmännischen Officieren auf einen Werth von 60 bis 80 Millionen Mark beziffert wurden. Bevor ich den Platz verließ, setzte ich Alles in Vrand und sprengte in die Luft, was ich konnte. Wir fanden Munition, die in unsere und die deutschen Gewehre paßte, und bewaffneten einen Theil unserer - Truppen mit Gewehren, die wir hier gesunden hatten. Wir fanden auch viele Tonnen Reis, die uns sehr willkommen waren. Das Thermometer zeigte während unseres Marsches zuweilen über 100 Grad im Schatten, und unser Durst war in der ersten Woche groß. Was wir Alles gegessen und getrunken haden, mag ich mir gar nicht in's Gedächtnitz zurückrufen. An einem Tage erschossen wir einen Reiter mitsammt seinem Pserde im Gefecht und vermehr-
ien dann noch an demselben Nachmittag das Pferd. Alle Anstrengungen, mit Tirntsin in Verbindung zu treten, scheiterten daran, daß die Chinesen in dichten Schwärmen das Gebiet durchzogen. Unsere bewaffneten Trupps wurden zurückgetrieben und unsere. Läufer gefangen und getödtet. Schließlich gelang es einem Mann, durchzukommen, aber er mußte den Brief aufessen, den wir ihm mi!geg:b:n hatten. Dann kam die Ersatzcolonne. die meist aus Russen bestand, und wir kamen mit ca. 200 Verwundeten in Tientsin an. Hier (der Brief ist in Tientsin geschrieben) halten wir nun den Platz; die Chinesen feuern zuweilen auf uns und versuchten auch, uns unter Wasser zu setzen. Gestern traf mich eine verirrte Kugel an dem Platze, an dem ich jetzt schreibe. Wenige vielleicht haben versucht, eine aus acht Nationalitäten zusamm:ngesetzte Ezpeditionstruppe zu führen; es erfordert sowohl Tact als gutes Temperament. Tie Fremden waren indessen sehr nett gegen mich und je weiter die Sache ging, sagten sie einfach: A tos Ordres," und Wir werden thun, was Sie sagen." Es war sehr interessant, die verschiedenen Nationalcharaktere zu beobachten. Am meisten bewunderten wir die Deutschen, aber an Tollkühnheit und Lust, draufzugefcn, kam vielleicht Niemand den Am:rikauern nahe. Die Franzosen zeigten keine besondere Annäherung an eine andere Nationalität. Die Teutschen und Russen waren geneigt, zusammen zu halten, die Amerikaner waren immer mit uns. Die Japaner neigten zu uns, aber die Russen waren ebenfalls sehr freundlich gegen sie. Die Italicner und Oesterreicher waren brave Jungens, aber nur wenige Mann. Natürlich gab es eine Menge ergötzlicher Zwischenfälle, aber auch manche sehr traurige.. Zwei- oder dreimal waren unsere Aussichten sehr dunkel und eine Katastrophe -schien nicht' unwahrscheinlich. Trotzdem habe ich nicht ein einziges Mal bedauert, daß ich den Vormarsch gemacht habe. Ich würde meine Achtunz vor mir selbst verlieren, wenn ich es gethan hätte."
Indianer nnd Mongolen. Einer der radikalsten Vertreter der Theorie, wonach die Indianer, wenigstens alle, die wir ys Erfahrung oder durch die Geschichte kennen, mongolischer Abstammung gleich den Chinesen sind, ist Prof. Lydekker. Er ist überzeugt, daß sämmtliche Indianer Nord- und Südamerikas, trotz kleinerer Unterschiede, von Einem Stamm kämen und Eingewanderte seien, nämlich Mongolen aus Asien, ungeachtet alle: Veränderungen, die im Lauf der Zeitalter an ihnen erfolgt seien. Diese Ansicht hat er in einer kürzlichen AbHandlung näher zu begründen gesucht. Ter Mangel an Schlitzaugen unter den Indianern geniert diesen Forscher durchaus nicht. Haben dock) auch," saa.t er. die Malaien, für welche man mongolische Herkunft annimmt, die Schlitzaugen verloren; warum sollte bt nicht bei viel weiter, in einem anderen Erdtheil weggewandcrten Stämmen erst recht der Fall sein können? Uebrigens gibt es noch manche Eskimostämme, bei denen diese Schlitzäugigseit, nebst anderen Zügen entschieden mongolischen Charakters, sich nicht ganz verloren hat." Daß im Allgemeinen eine bedeutende Verschiedenheit in der Kopfbildung zwischen unseren Indianern und den Mongolen besteht, gibt Lydekker zu; aber er verweist auch darauf, daß die Köpfe der westlich und der südlichen Indianer nicht so lang seien, wie diejenigen der östlichen Stämme sowie der meisten Eskimos, sondern als eine Mittelstufe zwischen Indianern und Mongolen betrachtet werden könnten. Hinsichtlich der Möglichkeit derartiger körperlicher Veränderungen in langen Entwickelung - Zeiträumen bezieht er sich auch auf entsprechende, noch größere Veränderungen in vielen Familien der Thierwelt. Seiner darwinischen Denkweise liegt dies besonders nahe. Dieser letztere Standpunkt veranlaßt ihn sogar, im Hinblick auf den, ziemlich allgemeinen Mangel an Affen auf dem amerikanischen Eontinent, in jetzigen und in früheren Zeiten (soweit die Fossilien - Forschungen gehen) auch an dem Vorhandensein von Menschenwesen vor der Zeit der angenommenen mongolisch-indianischen Einwanderung nach' Amerika vollständig zu zweifeln, obwohl ja auch diese ursprünglich einmal von einem anderen Erdtheil gekommen sein könnten, vielleicht mittels Landverbindungen, die längst nicht mehr existiren. Diese Meinung Lyddekkers will indeß zu anderen Forschungen der neuesten Zeit, mit denen er sich allerdings sehr wenig befaßt zu haben scheint, nicht stimmen; doch mag daraufhin nicht weiter eingegangen, sondern dieser Punkt nur der Vollständigkeit halber erwähnt sein. Seine sonstigen Ausführungen mögen Man- . . . " n ; ches für sich yaven; aoer es geyorl tax I keres positives Beweismaterial dazu, ! als Lydekker bietet, um die Ueberzeu- ! gung zu erwecken, daß der rothe Mann" ohne Ausnahme einst ein gelber Himmelssohn gewesen seil Boshafte Dienstrnädch e n. Ist Deine Madame noch immer heiser?" O ja. aber der Arzt hat ihr bereits 'n Viertelftündchen Schimpfen pro Tag erlaubt!"
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ten Leiden zu erfahren. Bor allem it der raslloje. tau?,c Kampf um eine Existenz, den heutzutage fa't jeder in xr.tt oder enian: eufreaender 'Ti-eite (uräutnaAen t'sit, Sftuld daran. Mit diesem tjär.tu unmittelbar
i u-.rzr oder emarr ausreqci:oor e?c durck zumaßen rs?, i-aui? varan. vai vielem ijan u nnsit:te;tar if cxiestrcnfltc rislcs- ui:d toroerarfreit zusammen, voöurch sehr groke Anfordcrunqc.i an Den Crnar.i intus rstcut ti'frjcn. NiZt zu vergessen ist aber die nnz:Lk!käiqe 4?ctfr.cnfi?e. sowie t:c Iusjcndsdkü ai:i., U3 im tu: Irr soliden uiid bcsckcidcncil üt'ctnsroc'öe unZcrkk ia!jr.cn stckt.
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Zur Geschichte der Neclame. Der Polizeipräfekt ten Paris, M. Lupine, hat eine neue Verordnung über die Circulation der Wagen in Paris erlassen. Darunter befindet fich auch ein Paragraph, der die kleinen Handwagen, die der Reklame dienen, verbietet; sie müssen innerhalb 50 Tagen verschwunden sein. Vor einiger Zeit wurden schon die von Pferden gezogenen .eklamewagen verboten, weil sie die Schönheit der Stadt Paris verunzierten und jetzt folgen ihnen auch die kleinen Handwagen. Daneben fordert der Polizeipräfekt die Kaufleute auf. sich einer diskreten" Reklame zu bedienen. Nun sind aber die Nettamen und die öffentlichen Anzeigen schon so alt wie die civilisirte Welt, und schon immer hat man ziemlich erfolglos dersucht. s:e durch Verordnungen zu regeln. Schon die Griechen kannten die öffentlichen Ankündigungen. Sie wurden gewöhnlich aus Holztafeln geschrieben oder gemalt, die dann an drehbaren Angeln befestigt wurden. Die Römer malten ihre wichtigen Anzeigen auf geweißte Mauern. Beispiele solcher Reklamen sind in Pompeji gefunden worden. Späte? schrieb man sie auf Pergamentblätter, die man an Pfeilern und Säulen anbrachte. Die Schilder der Griechen sind nicht bekannt, aber in Rom hingen die Schlächter vor ihre Läden das Fleisch und schmückten es mit Palmzweigen, die Milchhändler hatten eine gemalte Kuh, und die Weinhändler zwei Manner, die eine Amphora trugen." In Paris wimmelte es im Mittelalter von indiskreten" Schildern. Da die Häuser noch nicht numerirt waren, dienten die Schilder erfolgreich dazu, sich zurechtzufinden. Da erschien im Jahre 1567 eine Verordnung, daß die GastWirthe, die ein Schild haben wollten, ihren Namen, Vornamen und Wohnort in der Kanzlei angeben müßten. Natürlich :ivalisirten die anderen Handelskute bald mit den Gastwirthen, und in allen Straßen sah man riefenhafte rothe Handschuhe, ungeheure Stiesel und lange Gliederpuppen mit Panzer erscheinen, bis eine Verordnung im Jahre 1660 die Größe der Schilder bestimmte und 4 Pfund Wegeamtsgebühr erhob. Nach einer Zeit, in der die Reklame volle Freiheit genoß, unter Ludwig XIV. bestimmte eine Verordnung des Polizeilieutenants de Sartines, daß die Schilder in Form von Tafeln an den Mauern angebracht werden müßten und nur vier Zoll hervorstehen dürften. Die an Stützen angebrachten Schilder verungierten die Stadt. Die alten Schilder verschwanden allmählich mit der Numerirung der Häuser und der Zunahme der Zeitungen, die den Handeltreibenden die vierte Seite zu Annoncen und Reklamen zu? Verfügung stellten. Dann erschienen die Plakatträger und die Reklamewagen. Da diese aber bedroht sind, müssen die Erfinder ein neues Verfahren ausdenken, um mit dem Publikum in Verbindung zu treten. An geistreichen Erfindungen hat es ja in der Geschichte der Reklame nie gefehlt. Man denke z. V. an folgende Reklame aus de? Zeit der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten im Jahre 1800. Wähler! Ihr müßt Eure Stimme für die guten Ecndidaten abgeben. Zu dem Zweck muß Euer Kopf klar sein, und das wiederum erreicht Ihr durch ausgiebigen Gebrauch der Universalpillcn von Brandreth!" Wenn die Eingeweide nur in gute? Ordnung sind, ist der Kopf und die Urtbeilskrast nicht be. nommen!" Ebenso genial ist die solgende Reklame, die ein Pariser Messerschmied vor .einigen Jahren, veröffent-
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TßstRr 0 Vitv' Tel. d -w. 4 fast rn jtün'tcl fcrr ?;crö;rrrun bor. ftcrrcrranlcn uaendiüuden. ttnrc,telm.'.i,',er Cr". v. l.htr-n C ttcrie: unermuoncy m ihrem aufe geht die Zeit ihren ewigen Gang. Der unbeugsame Greis, der taub ist gegen Bitten und Verwünschungen, schreitet gleichmäßig vorwärts. Ein Jahr mehr wird auf Euren Häuptern lasten. Da die Stimme der Ewigkeit es gernetet, da die Zeit unerbittlich ist, ge- . braucht die Augenblicke, die sie Euch läßt, und sucht in der süßen Wolllust der Freigebigkeit zu vergessen, daß auch Ihr eines Tages der Sichel zum Opfer fallen müßt, deren Härte in Euch den Glauben erwecken wird, daß sie aus der Werkstatt von . . ., Straße . . ., hervor- ! geht, die so berühmt ist durch ihre feil nen, zu Geschenken geeigneten StahlWaaren. Ter versteinerte Wald von Arizona. Eincs der bemerkenswerthcsten Dince, die von den Vereinigten Staaten auf die Pariser Weltausstellung geschickt sind, ist die Sammlung von j Stämmen aus dem berühmten versteij nerten Walde von Arizona. Sie komj men in dem Gebiete der Apachen - Ini dianer vor an einer Stelle, die als . Ehalcedon - Park bezeichnet worden ist, und liegen dort in vulkanischen Aschen und Laven begraben -und von einer Sandsteinbank überdeckt. Ter Name des versteinerten Waldes ist diesem .merkwürdigen Naturvorkommen schon längst gegeben, und durchaus mitRecht. Zahllose Stämme finden sich dort nebeneinander, sämmtlich in- schönsten Achat verwandelt. Die Structur des Holzes ist vollkommen erhalten, und die Jahresringe wie die Längsfasern genau erkennbar. Zuweilen werden die kreisförmigen Zonen des Holzes durch unregelmäßige Flecken unterbrochen, die den Beweis liefern, daß das Holz bereits in der Zersetzung begriffen war, als es in Stein verwandelt wurde. Eine genaue Untersuchung hat sogar noch Spuren von Pilzfäden entdeckt, die die Urheber der begonnenen Zerstörung gewesen sein müssen. Ueder die . Entstehung des versteinerten Waldes hat man sich selbstverständlich viel den Kopf zerbrochen, ist aber zu einer wirklichen Aufklärung noch nicht gekommen. Die jetzt ganz aus Kieselsäure bestehenden Stämme gehören einer einzigen Baumart, der Gattung Araucaria, an, und man vermuthet, daß ein Wald dieser Nadelbäume einst, schon im Absterben begriffen, von heißen. stark mit Kieselsäure beladenen Wassern überschwemmt wurde, wie sie noch jetzt von den Geysern in vulcanischen Gegenden rn die Erdoberfläche gebracht werden und z. B. zur Entsiehung von Kieselsinter - Terrassen Anlaß geben. Die Schönheit der großen Achatstämme, die nach der Politur eine reiche Mannigfaltigkeit der Farben zeigen. hat ihre Verarbeitung zuSchmuckstücken nahe gelegt. Die daraus entstandene Industrie verdient insofern Beachtung, lls sie keine leichte Arbeit zu leisten hat, indem der Achat der Stämme nicht einmal von hartem Stahl geritzt werden kann, so daß das Schneiden großeSchwierigkeiten macht. - Im Laboratorium. Junge Frau: Was wird denn das, was Du da kochst?" Chemiker: DaS muß ich erst sehen!" Junge Frau: Siehst Du, und mich lachst Du aus, wenn ich etwas koche und nicht weiß, was es werden soll!" AusderNaturgeschichtstunde. Lehrer: Unter den Reptilicn verstehen wir also solche Geschöpfe, welche auf dem Erdboden kriechen. Kannst Du mir wohl ein solches nennen, Adolf?" Adolf: .Ja, mein kleiner Bruder!" . .
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