Indiana Tribüne, Volume 23, Number 361, Indianapolis, Marion County, 17 September 1900 — Page 1

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Jahrgang 23.

lmS'Znnd Depeschen ! llencs aus Eliina. c , Die Amerikaner nnd die Deutschen besiegen die Boxer. ; per deutsche Eesandte fiiljrl eine energische Sprache. Mc Räumung Pcliuz'S scheint be vorzustehen. Tie Allnrten weröen in Tien Zin Winterquartiere beziehen. Nußland verladt, daß Peking zerstört wird. Präsident Krügcr im Begriff, nach Europa cuiurft)c;i. Tic hollättdWe Nc,slcruuz ölctet ihm ein .ricschiff nii. Die Bürgermeister Frau!rci?is beim Präsldcuteu Lsudet zu Gaste. Ein Bankett sür 22,000 Personen wird in Paris veranstaltet. Qngland und die Lage in China. London, 17. Sept. Aus den Angaben des Sir Robert Hart, daß es im November in China zu' neuen Feindseligkeiten kommen n?ird, scheint hervorzug:hen, daß die englische Regierung schon jetzt beabsichtigt, Truppen von Süd - 'Afrika nach China zu bringen. Militär - Sachverständigen sind der Ansicht., daß der Krieg jetzt soweit beendigt ist. daß Truppen aus Süd Afrika zurückgezogen werden können. Der Dailr; New" wird aus Pekinz gemeldet, daß der Mörder des BaronZ von Kettelet erschossen wurde. Der Koriespondent der Morninz Post" sagt, daß eine Cntsatzkolonne nach einer 2C0 Meilen südlich von Pekinz belegenen Stadt entsandt werden solle, wo amerikanische, französische und britisch: Ingenieure gefangen gehalten werden. (raf von Walversee wird nächsten Samstag in Shanghai erwartet und dort ist bereits ein Haus für ihn gemieiht worden. Weitere 5 achrichten besagen, daß au ßer dem Lormund des Thronerben, Au Lu. dem lköniz von Chi Li und Wanq In 7)unz, dein Präsidenten der kaiserlicher: Akademie, noch 200 Mitglieder von Leamtenfamilien Selbstmord begingen, als die Verbündeten in Peking einzoacn. Reguläres chinesisches Militär soll die römisch - katholische Ansiedlung in Ho Chien. die seit Juni von den Borern belagert wurde, entsetzt haben. Ter Times" wird aus Shanghzi gemeldet, daß Li Hunz Chanz von Äcrlin aus in Kenntniß gesetzt worden ist, daß er sein Beglaubigungsschreiben dem deutschen Gesandten in Shanghai zu unterbreiten haben wird, der sich dann mit dem Kaiser Wilhelm inVerbindunz schen und nicht eher handeln wird, bis er sein: Aufträge erhalten hat. . Ter Times" wird ferner von ihrem Korrespondenten gemeldet: Ich. höre eus zuverlässiger Quelle, daß Li Hunz Chang durch seine Unterredungen mit Herrn Rochhill und Dr. Mumm von Schwartzinstein zu der Ueberzeugung gekommen ist. es würde nutzlos sein, irgend welche Beilegung der Feindselig leiten herbeiführen zu wollen, wenn die Lestrafung der Kaiserin - Wittwe und ihrer Ratbgeber ausgeschlossen würde. L: Hung Chanz soll daher dem Throne ein Memorial zugestellt haben, in dem Prinz Tuan, Prinz Chuanz und Andere angeklagt werden." Die Korrespondenten, welche der Räumung Peking's opponiren. geöen zu. daß der Abzug der Runen einen guten Cinsluß haben würde, da sie sich sehr barbarisch benehmen. Dr. Morrison. der die Times" in Peking vertritt, behaupt:!, er habe weitere Beweise da sür. daß die Kaiserin - Wittwe den Plan gesaßt .abe, alle Ausländer ermorden zu lassen. Dr. Mumm von Schwartzenstein hat Sk.en gegenüber erklärt, daß die Mächte allerdings der Theilung China's oppo Zv oi.. . -Ur -occzögccungcn oer Verhandlungen aber dieselbe herbeizuführen helfen würden und dak Deutsckland be. t.i . . . .. " ' . Aus Sbanabai wird aemeldet. dak die Russen trotz des Protestes des eng. llschen BefeUshabers in Tien Tsin werthvolles Eisenbahn- - Eigenthum be schlagnahm! haben. . Nachrichten aus China. .'. .'k i n , 11. Sept.. via 2alas14.

izu ici, oie 'ttupanon aufrecht zu erhatten, bis ein zufriedenstellender Vergleich erzielt fei.

feept. !Cte Generale der Verbündeten

fTpf$n fitt4 tw Öf.. j 'VtlHl 1;IUIV VIUl Will UUUVIUV VWVillf renz ab, in der Pläne besprochen rour den, wie die Chinesen am besten veran laßt werden können, an mt Arbeit zurückzukehren. . Es wurde beschlossen, das Plündern einzustellen und Quittunaen für Alles auszustellen, was beschlagnahmt wird. General Linewitch erklärte, daß die meisten Russen in Tientsin überwintern würden. Die japanische Eesandischaft glaubt nicht, daß der Mann, der behauptet, den Baron von Kettele: getödtet zu haben, der wirkliche Morder ist. sondern daß er von den Russen gekauft worden ist, um sich selbst anzuklagen. Das 6. Ber. Staaten Kavallerie-Re- ! girnent geht morgen nach den westlichen i Hügeln, wo die Sommerwohnung der ' Ber. Staaten-Gesandtschaft ist. Zweitausend Deutsche unter General Hoepfner sind nach Siang Hsang. einer i durch eine Mauer vesestizten stav:. av- ! gegangen. Die Bozer. welche neulich ! eine Abtheilung Deutscher angriffen, ! halten die Stadt besetzt, j T i e n t s i n , 13. Sept.. via Shanz- ! Hai. 15. Sept. Die Russen schieben i schnell große Truppenmassen nach der ! Mandschurei vor und alles deutet auf i große Operationen vor Beginn des Winters hin. Sie haben die Arbeit an . der Bahn nach Peking eingestellt, wahr- ! scheinlich, um die anderen Mächte zu ! zwingen, ihre Einwilligung zu der Zerstörung Pekings zu geben. Die Amerikaner haben sich nicht an der Plünderung der Stadt Tu Liu betheiligt. Das 6. Kavallerieregiment ist nach Yang Tsun beordert worden, um ! die Kommunikationslinie zu decken. ! Korporal Hughes vom 3. Ver. Staaten t Regiment wurde getödtet. als er mit j seinen Leuten die französische Brücke ! kreuzen wollte. ! Herr William W. Rockhill. der Spe- ! zialaesandte der Ver. Staaten, ist nach ! Peking abgereist, wo er nur einige Tage verbleiben wird. Es heißt, daß eine Kompagnie des 14. Ver. Staaten Regiments mit 2000 Boxern bei Ma Tow einen Kampf zu bestehen hatte. Bengalische Lanziers kamen den Amerikanern zu Hilfe und griffen die Boxer von hinten an. Diese ließen 200 Todte auf dem Schlachtfelde, während die Amerikaner keine Todten hatten. ' Die Deutschen hatten Donnerstag : westlich von Pekinz ebenfalls ein Ge- ; fecht mit Borein. Ihr Verlust belief sich aus 20 Mann. Alles deutet jetzt auf eine Räumung Pekings seitens alle? Mächte hin, die ihre Truppen nach Tientsin bringen wollen. General ffukishima ist hier. ! um Winterquartiere für die Japaner ! einrichten zu lassen. Die Deutschen zieh:n in hellen Schaaren in Tientsin ein. 'Die Abreise des Präsidenten Krüger. L i s s a b o n, 17. Sept. Die porl tugttjische Regierung rat den Gouver- , neur von Mozambique ermächtigt, die ! Abreise des Herrn Krüger nach Europa i zu gestatten, wenn er davon überzeugt ! ist, daß der Präsident wirklich nach Eu ! ropa gehen will. Inzwischen soll der Gouverneur- alle Vorsichtsmaßregeln k. rtr M t uencn, oi: Person oes errn ruger zu beschützen. Im Haag, 17. Sept. - Die Re gierung der Niederlande bat ein holländisches Kriegsschiff zur Verfügung gesicllt, das Herrn Krüger nach Holland diingen soll. L o n d o n, 17. Sept. Einer Depesche an die Daillz Expreß" zufolge ist Frau Krüger in Lourenzo Marquez angekommen. Lissabon. 17. September. Die hiesigen Zeitungen sagen, daß Herr Krüger mit dem deutschen Dampfer Herzog" von Lourenzo Marquez über Marseille nach Holland fahren wird. Als Gaste Englands. L o n d o n . 17. Sept. Das Kriegsamt hat beschlossen, Detachements alle? Kolonialtruppen, di: in Süd-Afrika Dienst thun, einzuladen, als Gäste der Nation England einen Besuch abzustatten, sobald Militär dort entbehrt werden kann. Die Königin wird den Sol daten dann Fahnen überreichen. Ein Bankett von 22.000 Gedecken. P a r i s . 17. Sept. Man erwartet, daß an dem am 22. September hier stattfindenden Bankett, das Präsident Loudet den Bürgermeistern Frankreichs geben wird, um die Ausstellung zu feiern. 22.000 Personen theilnehmen werden. Das Essen wird in riesigen Zelten servirt werden, die h den Tuil lerien aufgeschlagen werd", '.Zwölf große Küchen sind erbaut nWx, die alle durch ein großartige .e!??honSvitem verbunden sind' l -. 3000 Kellner sind engagirt wo? : v.d die Vorbereitungen werden bii . i i klein sien Details getroffen. T Mische, an denen sich die Gäste niederj t. ,erden. Würden aneinandergereih! n? Länge von sieben Kilometern ha! ' ährend d:e Kuchen äu? vL, -Ucm.'t:c j

Indianapolis, Ind.. Montag, den 17. September 1900.

erstrecken, lim ven Restaurateur und seinen das Bankett übertoachendenStab in Stand zu setzen, schnell überall hin zu kommen, werden Motorwagen in Dienst gestellt werden und vier Radfahrer werden Aufträge besorgen. Die Arbeit des Kochens des Eeflügels hat bereits begonnen. Es werden 1500 Fasanen. 2500 Enten. 2500 Hü ner. ferner 5000 Pfund Salm. 6000 mc,.Mv rc;vfs; nnn Mviick, ! UilU WUUfcj ifciy, uw,ww jvuvi.f ! 33,000 Flaschen Roth- und Weißwein und 7000 Flaschen Champagner prvlrr werden. Das munizipale Fest, welches von dem Nationalisten-Mayor und derMunizipalität von Paris veranstaltet werden soll, scheint ein Fiasko werden zu wollen. Die Bürgermeister von Lyons und anderer großen Städte haben in derber Weise die Einladungen, die an sie ergangen waren, beantwortet. Sie sagen, sie wollten nicht mit den Ratio nalisten in Verkehr treten. Kaum 400 Bürgermeister werden zu dem Empfang im Hotel de Ville kommen, die übrigen sagen, sie würden nicht an einer 2e monstration gegen die Republik" theil nehmen. llus dem deutschen Reich. erlin, 17. Sept. Der Pariser .Temvs" veröffentlicht einen Privatbrief aus Tientsin. der eineSchilderung !des tiefes Eindrucks enthalt. . den eine ; kleine Episode nach der Erstürmung der : Taku-Forts gemacht hat. ' Als auf den Südforts von Taku die deutsche Kaii serttaaae aebikt wurde, hielt der deut- ! sche Kommandant Umschau, ob auch die Flagqen aller Nationen aus den Wallen der Forts wehten. Mit großer Be fremdung wurde wahrgenommen, daß die französische Tricolore fehlte. Deutsche Matrosen stellten nun auf Befehl des Kommandanten rasch eine fcanzofische Tricolore her, die dann unter dem ublicken Ceremoniell auf den Wällen ! des Nordostforts aufgepflanzt wurde. In dem vom Temps" veröffentlichten Briefe wird auch die Tapferkeit und Manneszucht der Deutschen gerühmt und ausdrücklich hervorgehoben, daß nach der Einnahme Tienisin's nur die Deutschen an dem Plünderungswerk nicht theilnahmen. ' V Wie aus Wien gemeldet wird, Hai Kaiser Franz Joseph dem Reichsrathsabgeordneten Apollinar v. Jawors5i, dem Führer des Poken-Klud. in einer Unterredung erklärt, daß die bevorstehenden Neuwahlen das letzte verfassungsmäßige Mittel seien, welches die Reaieruna anwende.Bersaae dasselbe, so i sei die.Regierung gezwungen, ohneParj lament weiter zu regieren. Der Deutsch-Amenwner Schub, der nach zwanzigZähriger Abwesenheit nach seinem Heimathsorte Kittersburg im badischen Kreis?. Offenburg zurückgekehrt war und wegen Verletzung der tnKri'tA , s,A?. srPrtfnT ftMnnrt AJV y K y V4y Q V V W WVml V V Vllj' I Niß verurtheilt wurde, ist vom Kaiser j begnadigt worden. In Hamburg hat die Eröffnung des 'deutschen Schauspielhauses stattgefun- ' den. Der Gründer desselben. Direktor ! v. Berger. hielt eine Ansprache, worin I er die Ziele, die er bei Erbauung dieses ! neuen Kunsttempels, welcher der deut- , scken Schauspielkunst ein würdiaes 'Heim bereiten soll, darlegte. Dann fand als Fest Vorstellung die Aufsuy rung vonGoethe's Jphigenie" mit Frl. Stella v. Hohenfels (Wiener Burgtheater, Baron Berger's Gemahlin) als Jphigenie" und Carl Wagner als Orest" statt. Beiden Darstellern wurden herzliche Ovationen dargebracht. Die Berliner Börse ist durchaus nicht erfreut über die amerik. Anleihe. Die Vossische Zeitung giebt ihrer Ueberraschung darüber Ausdruck, daß das Ergebniß der Anleihe in Wechseln und nicht in Gold ausgezahlt werden wird. Dollarnoten, meint, die Zeitung, wllr den auch den Zweck erfüllt haben, da deutsche Banken große Summen in Amerika schuldeten. Das Kapital der Reichsbank soll bald -um 30.000.000 Mark erhöht werden. In Celle ist eine Gesellschaft gebildet worden, welche die Oelquellen bei Wrieke ausbeuten will. In den letzten acht Monaten lvander- '' ten über Hamburg und Bremen 133,41 Personen aus gegen 105,511 im selben Zeitraum des Vorjahres. Prinz Heinrich gestorben. München, 17. Sept. Prinz Heinrich von Hessen ist Sonntag hier gestorben. Griechisches Kriegsschiff. Philadelphia. Pa., 17. Sept. ' Zum ersten Male ging Sonntag hier ein griechisches Kriegsschiff, die Korvette Nauarchos Miaulis" vor Anker. Rockhill geht nach Peking.Washington. D. C., 17. Sept. Spezial-Kommissär William H. Rockhill ist jetzt auf dem Wege noch Peking, nachdem-er mehrere Tage in Shanghai zugebracht hatte. Er wird dort ungefähr um r'.eselb: Zeit zls Li Svsv.q Ch:n2 cr.t;.'nm:n,'ter Unfall) naa w

Inland Depeschen. HoftttNttgsVoll Blicken Galvcstou's Bürger iu die Zukunst. Rüstig schreitet die Arbeit voran. Die Meldung, daß bereits 5900,M gesammelt seien, falsch. Der Streik. -

Ziillsjig Prozent der jioljlcngra der scheinen bereit zn fein. Die Arbeit einzustellen und den Streik zu beginnen. ! Bemühungen, eine Einigung zu erzielen, schrincn vergebens zu sein. In LkriuIton,, 5ty., Passiren zwei Morde an einem Tage. Versuche mit Nolhssll-3'ationcn für die Armee. In Chicago wird ein Jndianaer von ättberu erschlagen. Die Lage in Ä a l v e st o n. Galyeston, Tex., 17. Sept. Letzten Sonntaz war unsere Stadt der Schauplatz allgemeiner Verzweiflung, der Hoffnungslosigkeit, und der trostlofesten. Niedergeschlagenheit. Heute sind die Bewohner hoffnungsfreudiz und voller Energie an der gewaltigen Aufgabe, die Folgen der Katastrophe su schnell wie möglich zu verwischen und mit Hilfe der von allen Seiten reichlich zufließenden Unterstützungen und Liebesgaben fcirt ihnen das in verhältnißmäßig kurzer Zeit gelingen. Nirgends stnd Klagen .,AusbrüSe di VttZweiflunJ oder Aus-, '' brücke des schmechs uiehr zu verneh ! men und an allen Ecken un Enden tyl Stadt sind fleißige HänZe thätig, die Spuren der Katastrophe zu verwischen uno mit bemerkknswerther Schnelligkeit wird Ordnung aus dem Chaos geschzffen. Die Aufsuchung uno Bestattung der Opfer innerhalb der Stzdtgrenze. wird ' unter ' Leitung der militärischen Behörden mit Eifer fortgesetzt und Plünderungen der Todten oder der Häuser sind nicht mehr vorgekommen, seitdem die Militärbehörden die vollziehend: Gewalt in die Hände genommen haben, welche unterstützt von den Cioilbebörden und Hand in Hand mit den letzteren gehend, die Ordnung in striktester Weise ausrecht erhalten. Sheriff Thomas leitet d:e Arbeiten in dem isolirten Distrikt zur Rettung - und Wiederherstellung des Eigenthums, so weit dies möglich ist, und der Bundesmarschall Grant sorgt für Ordnung auf dem Festlande. Leichenräuber werden kurzer Hand erschossen, alle verdächtigen Personen arretirt. Die Zugänge zu der Stadt werden scharf be wacht und alle Ankommenden und Abreifenden streng kontrollirt. Nothleidende, welche zu Freunden in anderen Landestheilen reisen wollen, erhalten freie Beförderung undverden so rasch aus der Stadt gesandt, wie die immer noch beschränkten Kommunikationsmi! tel es nur zulassen. Eigenthümer von Booten und anderen Fahrzeugen, welche für ihre Dienste mehr als die vorschriftsmäßige Taxe fordern, werden streng bestraft. . Die Klagen über exorbitante Preise, welche die Boote und die Bahn nach Texas City von den Reisenden angeblich erpreßt haben sollen, sind durch das energische Einschreiten des kommandirenden Bundesoffiziers,' Generals Scully. sofort abgestellt worden. Inzwischen nehmen die Aufräurnungsarbeiten rüstig ihren Fortgang und die sanitären Verhältnisse bessern sich mit jedem Tage, doch werden diese Arbeiten Tag und Nacht fortgesetzt werden, bis die ganze Stadt aufgeräumt, gereinigt und desinfizirt ist. Diejenigen Kleiderläden, welche nur wenig beschädigt, waren, haben in den letzten Tagen ein riesiges Geschäft gethan, ebenso die Restaurants, obgleich frisches Fleisch ziemlich schwer zu haben war. Da alle hier einmündenden Bahnen ihre Arbeiter auf die Rekonstruirung einer Brücke - vereinigt haben und die Arbeiten an derselben Tag und Nacht fortgesetzt werden, so hofft man, bis zum Mittwoch wieder direkte Verbindunz mit Galveston herstellen zu können. Sollte dies der Hall sein, so wird sich die Lage dadurch ungleich günstiger gestalten, da bis jetzt alle Vorräthe und Provisionen noch per Boot nach der Stadt befördert werden müssen. , Die. Kranke:: und Verwundeten werden in'

Folge der vom Gesundheitsrath erlas senen Anordnungen durch hiesige und eine ganze Anzahl freiwilliger Aerzte von außerhalb in wirksamer Weise behandelt und verpflegt. Eine Depesche der Getreide - Börse von Baltimore meldete die Absenkung von 55000 Hilfsgeldern und. stellt weitere Beiträge in Aussicht. . Da fast alle Kirchen in der Stadt zerPort sind, so ist der Gottesdienst fast gänzlich suspendirt; in der St. Mary's Kathedrale' wurde jedoch Messe gelesen und Vater Kirwin machte die furchtbare Heimsuchung, die die Stadt betroffen, zum Thema seiner Predigt. Er schloß mit den Worten, daß die Bewohner Galveston's jetzt eine siche"e're. eine arößere und bessere Stobt lauen würden, Zn welcher keine derartige Katastrophe sich mehr ereignen kann. Dieser junge Geistliche war ei uer der unerschrockensten m der Stunde der Gefahr und hat sich als Retter. Heller und Tröster in mannigfachster Weise bewährt. Am Montag. wird ein Census der katholischen Bevölkerung vorgenommen werden, um die genaue Zahl der umgekommenen Katholiken festzustellen. Der Wächter der Lebensrettungssta tion auf dem äußersten westlichen Punkte der Insel kam gestern tn die Stadt. Die Station ist zerstört und es sieht dort furchtbar auö. 180 Leichen wurden daselbst begraben und die Miesen und Marschen sind mit den Kadavern verendeter Hausthiere und Rertllien bedeckt, sodaß die Luft auf Mc en im Umkreise durch den Gestank verpestet ist. , New York. 17. Sept. Die Carnegie Halle war angefüllt mit Leuten, welche "ich zur Gedächtnißfeier für die in Galveston Umgekommenen . eingefunden hatten. Die Feier fand unter den Auspizien der Heilsarmee statt und $350 wurden für die Verunglückten gesammelt,' sowie eine aroße Quantität vo

? Lebens- und Dc-infizirmitteln gekauft, 'weüze am Montq.mit dem Dampfer ! .McPherson" Nach Galoestyn abgehen. . ! -Austin. Texas, 17. Seht. GoM ' Sarer macht bekannt, daß di: von Ausitn aüsgisandie MUtheilunF. daß dort für di? Notbleidend'n in Kalveston be

.leite 5800.000 bis 5900.000 eingegan. vens ist John H. Ludwig zu lebenslangaen se en. absolut falick und aeeianet sei. licher' Zuchthausstrafe verurtheilt wor-

den Sammlungen großen Abbruch zu thun. DieserLericht habe insofern großen Schaden gethan, als viele Opferwillige in de? Meinung, es sei bereits genügend Geld vorhanden, mit ihren Beiträgen zurückhielten und das Gelo doch so sehr noiyioenöig gevrauazi wuroe. ... rrOnf1arnY'A&arnlt Harrisburg, Pa.. 17. Sept. Die Minenarbeiter in der Lykens-Region r r v r i , , . , v. v v 1 1 li i u v i i . i m, sind sich nicht einig über den Streik und man erwartet, daß minbe&ns die r"lttttn i - ! iv c f aiflö Montag au die Arbeit gehen ÄZDi. w u, X l f. 4 rZ. vvi JUl VIa a, ,ca aia sv;, uuy; yu . C Arbeit zu gehen, über es herrfcht hier die 9snrrrf.f hnr h., , , S. m,. " ' v"'k VkV rrrrff f.-,Tfn rs.-n .. rw:. VU;U. l;UUUi WUU.Il, Ul Vi. jLlUltl in Betrieb zu setzen. Von Wiconiscs Arbeit niederzulegen. Es ist indessen ! m m m ' ' I fraglich, ob sie erfolgreich sein werden, da die Williamstowner' dem Streik opponiren, weil sie im Jahre 1886 von den anderen Bergleuten auch nicht unterstützt wurden. Die Kohlenlager in der Lvkens Region werden von der Pennsylvania m f , v i l i i Bahn kontrollirt, die etwa 2300 Man m am W fvAl.AA L.rjLLi.Ll c '

wird gemeldet, daß die Leute Befebl zum ?"T":?'' iiClJ?: i ,3i"" rourStreiken befolgen werden. Es wurde festzustellen, woraus tu sogenannten von den Bergleuten in Lykens und Wis- Nothfall - Nationen der Armee besteh conisco ein Versuch gemacht, die Leu:e ' luen, hat damit begonnen, e:ne Probe in Williamstown. die nicht zur Union ' anzustellen. Eine Abtheilung Kavallerie c.eören. zu vnlasskn. far.Mz ,;, ' soll auf dem Marsche von Fort Sill nach

?2J T . n WWW, oon oenea ßenraubern in eine Alle!) an Jan-Bu-1200 in Lykens wohnen. en Straße geschleppt, niedergeschlagen Hazelton. Pa.,' 17. Sept. Wenn und seiner Baarschaft beraubt. Er

man von der Ankunft des Präsidenten rm ' , v V r i r . . 1 . Mitchell absieht, so war Sonntag wenig zu beachten, was andeutet, daß die'e Stadt das Zentrum des jetzigen Kohlen krieges zwischen Arbeit und Kapital ist. Der Sonntag verlies sehr ruhig. Viele Bergleute kamen in die Shdi, gingen aber bald wieder fort, da sie keine wich tigen Neuigkeiten hörten. Versammlungen wurden in Harley, Cbervale. Freelan. Shepter,- Harwood und Colerain abgehalten, die größte in Freeland, wo L000 Personen zusammenkamen und Ansprachen von Ben. James und anderen Arbeiterführern lauschten. Als ge fragt wurde, wer gegen den Streik sei, antwortete Niemand. Die nicht englisch sprechenden Arbeiter sind mehr zu Gunsten des Streiks als die übrigen und von ihnen wird es abhängen, ob die Minen in Betrieb gehalten werden können oder nicht. Es heißt, daß manche der Erste ren gedroht haben, ihre Kameraden mit Gewal von der Arbeit abzuhalten, aber die Beamten der United Mine Workers thun ihr Bestes, Gewaltthätigkeiten zu verhindern. Herr James erklärte, daß das Gerücht, die Italiener in Bunker Hill sabrizirtcn Bomben, auf Unwahr heit beruhe. . Auch die Angabe, daß in! Altogna. Pcl, dabin gearbeitet werde, in

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ver Mgeno einen 'ympatAestreik zu or ganisiren. wurde widerlegt. Nur einigt Geistliche sprachen über die ArbeiterUnruhen und nur einer von ihnen, Rev. Carl Houser, rieth vom Streik ab. S h a m o k i n. Pa.. 17. Sept. Hie, eingetroffenen Nachrichten zufolge werden mindestens 50 Prozent der Arbeit irr D.auphin, Columbia, Sckuylkill unii Northumberland County Montag nicht an die Arbeit gehen. : Ueber 4000 Bergleute betheiligten siH Sonntag Nachmittag an einer Massen Versammlung, in der Samuel Gompers und John Fahy mit Begeisterung aufgenommene Ansprachen hielten Die Leute wurden aufgefordert, den Minen fern zu bleiben und sich nicht zu betrinken. Der Umstand, daß die Bergwerks besitzer sich nicht zu einer Konferenz herbeilassen wollten, wurde als Grunde dafür bezeichnet, daß die Sympathie deZ Volkes auf Seiten der Streiker sei. Wilkesbarre, Pa.. 17. Sepi. Die Ver. Minenarbeiter benutzten denk Sonntag dazu, ihre Reihen zu stärken, wo sie schwach waren. Der Organisa tor James kam von Hazleton und hielt an die Bergleute von Hudson, 12 Meilen von hier, eie Ansprache, die mit großem Beifall aufgenommen wurde. Die Frauen scheinen ebenso enthusiaö mirt zu fein als die Männer. I Plains sprach der Organisator NichollS zu den Arbeitern und forderte sie auf, zu ihrer Organisation zu halten. Die Aussichten auf einen Sieg, der Bergleute sei sehr gut. In einer der Vor-, städte kamen Union- und Nicht'Union , leute zusammen und obwoöl meh?ere? Redner hie. Anwesenden Aufforderten, 5Ät Zu streiken, wurde doch einstimmig beschlossen, die Arbeit niederzulegen. Die Mnenbesitzer werden alle ArbeZker. die sie bekommen können, nach eint gen Minen schicken, um wenigstens meh rere derselben in Betrieb zu halten. - Die Eisenbahn-Angestellten in hiesig ger Gegend werden auch organisirt, wenn sie der Union noch nicht angehöre und eZ heißt, daß sie ebenfalls, streiken werden, wenn die Bahnen Weichkohlen ins WyomZng-Thal schicken sollten. , Lebenslänglich.' rLezington. Ky.. 17. September. Wegen der Ermordung von Mart. Sta den. Die.Gefchworenen waren vomSamstag Abend, um 6 Uhr. bis Sonntaz Morgen 11 Uhr in Berathung, Beim Spiel erschossen: L e x i n g t o n , Ky., 17. September, Bei einem Crapspiel wurde Sonntag . - - " Mrlr j Vomittaz Jzmes Jenkins von Win. i Heulett erschössen. Xn Letztere bemerk f Flucht. j Wahrschein li I i ck Mord. L e x i n g t o n ' Ky.. 17. September. VCÖ lO ,1 ßrflh m,k? ? s I Die Leiche des 18 Jahre alten farbiaen i r ti i . . ' us den Geleisen der gefunden. Der Kopf und die AkM? Waren Vom Rumpfe 'getrennt. m? nun ö; mJ: i- ' -ß i yuicgi. 1 f fl t S f sl 1 - r c t m n n G 1 i a 1 1 ' c 1 1 0 n c 9lfn ausschließlich von diefen Ra 4MA I V VA m. 2 iT C tf Ä f m. W . tionen leben, die aus Chokolade und einer Kombination von Fleisch- und Brod sioffen in kondenstrter Form bestehen. X Am hellen Tage ermordet. C h i c a g o , 17. Sept. Der in Burkett. Ind., anjasslge Pe:cr Hattmann " j - 's n v n 'uniiiuuii wurde Sonntag Mittag von drei Stra . . starb aus dem Wege zum Hospital. Die CY" .c . -jiauvtx cniiamen, ironoem Xiieie Augenzeugen der That waren. Feuer. Houston,' Texas. 17. Sept. Dl v Oelmübl: der Merlan tZ und VlanterZ' X Company wurde Sonntag durch Feuer gänzlich zerstört. Dem Schaden, der nahezu $400,000 beträgt, steht Versiehe rung im Betrage ten 5252,500 gegenüber. Erie. Pa., 10. Sept. Ein Feuer, das Sonntag Nachmittag in dem Etablissement der , Erie Lithographing 8? Printing Company ausbrach, richtete einen durch Versicherung gedeckten Scha den von 550,000 an. Rohrpost -Untersuchung. W a s h i n g t o n. D. C.. 17. Sept. Die Postmeister und Eisenbahn - Post dienst - Superintendenten von Cincin nati, St. Louis, Denver, San Fcan, cisco. Washington. New Orleans unlj Chicago sind auf den 24. September nach Boston beordert, um, das dortigt Rohrpost-System in Augenschein zu neh men. Von dort werden sie sich naH New 5)lirk und Vbiladelpbia beaeben. ' Seite S. Weitere TtstZn auf

K a n ol 3 6 1 1 v. Mo., IG. Sept. ? . f v . w ,