Indiana Tribüne, Volume 23, Number 360, Indianapolis, Marion County, 16 September 1900 — Page 4
s. S Jndinna Tribüne, Sonntag, den IG September 1900
SndZana Tribune.
Erscheint Taglich und Sonntags. Herausgegeben von ltz TRIBUNE PUBLISHING CO. 3nfciancjo!i3, 3nfi. Cffice: 18 Süd Alabama Straße. Ccl.1171, Xt tigliche.Tridüne- frfirint jeden Nach-. NkiNag und koste:, rom Träger u i Haus geliefert, der per Post zikgeschickt. 1 Cent per Tag, 6 EentZ die Woche der Ui Srraaäfce 5aV.ag $3.00 das Jadc. XaS einzige achtseitige dracrratiiie Abendblatt . im E?aa?e ndiana mit einer ;Top,etc:i C:reulati:t cl-3 irgendeine andere de:Zche citursi. X a 5 deliedteste Craan der Xrulin und aller ei;iirfanen!aiu;d)ea Vereine u.id Crßanijaticnen. Xie vrsulärste und dedeutendlte tcu:f deino- , krauste Rettung der lad: und Ici :aa!ca 3 tiana. Anzeigen finden durch die Tribüne" die weitere Lerdreitung und haben anerZan: den besten Erfolg. t SonntaqSblatt der .Tr'bü.ie" ist daZ , tilliqlte und beste deutsche Fcnilirrrfc'.att iircfecn Jorniat im Staate ud wegen seiner ReichKaktiakcit und des sorgfältig gezäyl:ea Jnya'.tS aUge?ein beliebt. DaSonntagSdlatt kostet nur 5 Cents, mit dem Abendbla:: zusammen lOfnt per Woche, vom Träzer ia'4 Haus gestellt oder xer Pot versandt. Xnteral at Imlianapliä P. O. as scconl class man matter. j 5wntag, den IG. .September 1000. Personen, ntlüt die Stadt älirrnb . tx Scrnrncx lionate r erlassen, tonner. die Tribünetrt ieft jueiftiul erhallen, wenn die VUrffifn in der Cfftre abgegeben ober j christlich eizesand: erden. Sonntazsplauderci. $'vx französischer Gelehrter, der offen'bar viel freie Zeit hat und Lust zu fabuliren, Herr Leon Bolak, hat da- System einer neuen internationalen Sprache ausgearbeitet, die nach der unmaßgeblichen Meinung des Erfinders das Problem der internationalen Verständigung end giltig lösen wird. Unter dem schönen i Nameü die .blaue Sprache" osienbart er der erstaunten Welt sein System. Der . Name hat eine symbolische Bedeutung : .Es ist der tiefste Wunsch des Verfasfers, daß seine Methode gewählt werden möge, um den Traum der nach Harznonie strebenden Menschheit zu ver wirklichen, und daher hat er seinem Werk den Namen der rlnen Farbe des Firmaments gegeben. Die Sprache vird auch, nach dem Erfinder, Bolal" genannt. Sie erhebt nicht den Anspruch des Wohlllangs oder einer litterarischen Jorm; sie sucht für die einfachsten Be dürfnisse der internationalen Menschheit einen Ausdruck. Das Wort für Herz" zum Beispiel ist Kor, denn das müßten Jranzoseuund.Ena.lSndcr, sowie Alle, mgm? O i ! . 1 . . 4, ri oil eiivQ5 aicii; icuucii, i;iiiujiii. -cua Wort Spiel" ist im Bolak spil, da das den Deutschen und auch .den anderen Nationen verständlich sein müsse, die vom Kriegsfxie!" 'twas gehört hatten. Die Wandlung in der Bedeutung der Wörter wird dadurch erzielt, daß einzelne Buchstaben oder kleine Silben hinzugesügt werden, von denen jede einen be stimmten Sinn" hat. Zum Beispiel ist das Wort sür Liebe im Bolak lov; alov heißt Gleichgiltigkeit, denn der vorgesetzte Buchstabe a drückt immer daS Fehlen von etwas" aus; lova heißt .zu lieben," vintumilv heißt Windtnühlc-, vatumihr Heißt Wassermühle" und danfurnilv heißt Dampsmühle." -Das geht noch, aber Mel venson dovis gab für die Zahl 1126 scheint doch etwas umständlich. Die kleinen An hangesilöen muffen auswendig gelernt werden. Ihre Bedeutung ist, wie Bolak sagt, nach dem alten Gesetz des Tausches und der Combination etwas will kürlich bestimmt worden." In dem .blauen" Alphabet giebt es nur 19 Buchftaben, und jeder repräsentirt nur einen Laut. Bolak hat vorsichtigerweise nur einen neuen Buchstaben dazu erfunden. Er sieht aus wie ein auf den Kopf ge sielltes h und wird wie tch ausgesprochen, was beim Niesen am besten geht. Die blaue" Aussprache ist phonetisch. Bolak hat 'aber auch acht neue Arten von Zeichensprache erfunden, . die die blau" Sprechenden benutzen müssen. Er hat nichts dabei vergessen, selbst nicht die Freimaurerzeichen. Wenn man sich gegenübersteht, legt man zwei Finger hinters Ohr. Das heißt, daß man zwei Sprachen, versteht, die eigene und die blaue" u. s. w. .. Der Berliner, der bekanntlich immer besser ist als sein Ruf, hat das Sprich, wort : Jeder blamirt sich eben, so gut er kann." Aber auch, wenn man höf licher ist, als der Berliner, muß man doch sagen, daß diese neue blaue Weltspräche, die Erbin des seligen Bolapük, zunächst nur für die blaublütige Mensch heit bestimmt zu sein scheint; denn der gewöhnliche Sterbliche hat weder die Zeit, solchen 6Zeheimnissen nachzugehen selbst seinen blauen Montag" weiß er ' nülicher anzulegen , noch die geistige Kraft der höheren Regionen; ihm wird dabei leicht blümerant" (das heißt bleu rnourant) zu Muthe! Und wenn er gar nichts versteht, so ist ihm nichts heilig, und er sagt kurz angebunden : mHa, so blau '." Der Plauderer. Philip und Leo M. Rappaport, ftd Vokaten, Zimmer 730 und 731 Lato Äuiloing. Neues Telephon 3345.
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Aus den Theatern. Die Vorstellungen während der crir Ivoche.
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Grand Stock Fompany, Sept. 17. bis 22. Lotta LintHicum als . , ' 3zxjipTlvLis99.
SaphoDramatisirungcn gänzlich ver schieden sein, sowohl in Sccnericen, als auch in dramatischen Effecten. Diese Version. enthält z. B. zwei Charaktere, welche in anderen Dramatisirungcn gänzlich fehlen. Im ersten Akt, der den Koltümball im Atelier Dcchelettcs vorstellt, trittt Le Grand, der Vater der Sapho auf, eine Charaltersigur, welche im ganzen Stück von gcwiffcr Bedeutung ist. Der zweite Akt zeigt die Wohnung von Fanny und Jean in der Nähe des Marne Waldes. Dieser Akt ist gründ verschieden von dem anderer Dramati' sirungcn. Im dritten Akt wird die Hcimath von Jean in Ehacauncuf dargcstellt. Der Alt soll der interessanteste des ganzen Stückes sein. Der vierte Alt versetzt den Zuschauer wiederum in die Wohnung Fannys und Jeans in der Nähe des Marne Waldes. Die Rollen find folgendermaßen vertheilt: Baron de Blaize I. Waldron Paul Techelette Hardee Kirkland Lee Lee (ein Chinese).... W. G. Williamson Caoudal Thomas Reynolds De Potter Frederick Wallace La Gournerie .' Grover Ecne Cesaire Louis Trohoss Jean Gaussin John Flood M. Hettema Thomas Reynolds Flamant . I. Waldron Vater Le Grand Alfred Fisher Mn:e. Hettema Frl. Kate Fletcher Divonne Agnes Mynard Francine Pearl Cogsmell Irene Ellen Gail AllgemcineThcorie: Jean nette Erouse. Kammer Musik: Hugh Mc Gibeny. Musikgeschichte: OliverWilliard Pierce. Guitarre: Eugene E. Noel. Mandoline: Eugene E. Noel. Banjo: Eugene E. Noel. In vergangener Saison besuchten 336 Schüler die Schule, darunter Schü ler aus Michigan, Illinois, Ohio, Tennefiee, Pennsylvania, California, Wisconsin, Missouri, West Virginia und Texas. Der unter Leitung von Frau Lena Anderson in voriger Saison neu er öffnete musikalische Kindergarten hat sich als ein großer Erfolg für die Schule erwiesen. Das Schellschmidt Konscr vatorium beginnt den. Unterricht am 17. September. Das Konscrva torium ist eines der ältesten der Stadt und ihm geht ein guter Ruf voraus. Das Lchrpersonal ist das Folgende : Piano Frl. Pauline Schellschmidt. Violine Frl. Bertha Schellschmidt, Adolph Schellschmidt und John Geiger. Cello und Harmonium John Geiger und Adolph Tchcllschmidt. Gesang John Geiger. Harfe Louise Schcüschmidt. Der Amphion Klub begann seine Proben am vergangenen Mittwoch unter Leitung seines neuen Dirigenten, Herrn Alexander Erncsiinoff. Für das erste Konzert soll Charlotte Maconda engagirt werden. Die Stuttgarter Neue Musikzeitung sagt in ihrer letzten Nummer: Amerika ist reich an schönen Fräuen stimmen. Die meisten davon werdrn in
,v:r ! j V T srtrfi-. l Vit) v,.oL& -h l 1 7' Mil v Jl: . 4 ' j - r; " S&rtri ::aA "i ! ' i . . . . z .' t , lyyü . , r -fc te- vÄ-4- Z' z z 'ö'Ä ! ' i ' ' - VV ? ' ',1 K t , V - j i u . .;. zi a-y,-v"-" "5 ws&t-'&?. t'f : X. J t . . .V . : 1 V ' hlZ. J' irfnV,,-? i - -JK i 7. iVx. A.V' m i c: ) t$ " , 1 v ' - v i v-' V'fc "-i s' . V. Robert Rosaire in 'tterd". (Park Theater.) - Europa ausgebildet. ' Eine von den wenigen Sängerinnen, die behaupten, nnr in Amerika ausgebildet worden zu sein und auf welche daher ihre Lands leute doppelt stolz sind, 'heißt Charlotta Maconda. . Tic hat eine prächtige Stimme und singt die berühmte Zauber flötcnanc mit dem dreimal gestrichenen F mit Leichtigkeit in der Originaltön art. Auch als Orarcricnsängerin leistet die sehr intelligente und hübsche Sänge rin Bedeutendes und Amerika nennt sie daher seinen "greatest Coloratura Soprano." Der Man n e rch or ist angenblicklich mit dem Proben für die Lieder des Auszeichnungsfestes beschäftigt, welches am nächsten Sonntag in der Männer chorhalle ' stattfindet. Frl. Ghirley Shumaler ist als Begleiterin des Man nerchors für die kommende Saison en gagirt worden.D a s ' Philharmonische Streichquartet nahm am ver gangenen Freitag seine regelmäßigen Proben wieder auf. Quartette von Rubinstein, Mendelssohn und Haydn werden im ersten Konzert gegeben. Der 'Musikverein veranstaltet am 30. Oktober sein erstes Konzert, in welchem folgende Kompositionen zur Ausführung gelangen: Orchester: Sakuntala Ouver türe" von Goldmark ; Walzer aus der Oper Eugen Onegin" von Tfchai kowski; Ballettmusik aus Heinrich VIII. von Samt Saens. S tre ichorchester: .Plauderei" von Gillet und Geliebt und Vergessen" von Miller Berghaus '' V- ';:f r . G c rn i sch ter Chor: Königin Waldliel?'"' von Meyer Albersleben ; Lotusblumr" von Schumann. 4 .
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Indianapolis cdcq&iiliskk-ie nnr jzr&sr. Errichtet ZM.' Scrbsttcrmm eröffnet 23. September. I o h n W. K e rn , L. 2. B. Präsident. Ulric Z. Wilev, A. M., L. L. D., Tcan. Fraucis M. Jnglcr. L. I. B.. Bicc.Präs. E. I. H ce b, Eckretär und Schatzmeister. Der beste Unterricht. : : Moderne Fazilitatcn. . Schreiben Sie wegen Näherem ode? sprechen Sie in unserer Office vor. 7989 Whcn Lcbäude, 28 N. Pennsylvania Str. Phones . INDIANAPOLIS COLLEGE OF LAW. Bereitet schnell vor für salarirte Stellen. Einzige Schule in Indianapolis sür verläßliche Geschiifts-Erzichnng . Stützt s:ch auf den Erfolg eines halben Iahrl'ndcrts. Größte, älteste, beste Anstalt im Staate 7" Verlangen Sie Einzelheiten. Indianapolis Business University, Unsere Schutzmarke seit ülc? V) Jahren, W11EN GEKJEUDE, Peiuisylvaiiiu S(. Tag- und Abend unterricht. ' I. Hccb, Präs.
m Zjciraihsorakcl. . Der Mocca dujtcte in den Schalen und der aromatische Rauch unserer Cigarren stieg in leichten Ringeln cm por uud erfüllte das Zimmer mit je nem gemüthlickem Hauch, der so recht zum traulichen Plaudern einladet Die junge Hausfrau erhob sich mit unmuthigem Lächeln vom Tische und sagte zu ihrem Gatten: So, Gaston. jetzt will ich Euch Beide allein lassen; nach so langer Zeit haben sich Freunde ja Allerlei an zuvertrauen ick will nicht stören." Und mit einem schalkhaftem Lächeln setzte sie, gegen mich gewendet, binzn: Und. Sie, Ehe und Weiberfeind, stören Sie meine ' Culturarbeit an Ihrem Freunde nicht." .Nun, Du scheinst mich ja in einen schönen Ruf gebracht zu haben," sagte ich in gut gespielter Entrüstung. Frei lich, bekehrte Bösewichte sind die eifrig sten Tugendprediger und die strengsten Richter. Ja, wer hatte das wohl von Dir gedacht! Doch, im Ernst, lieber Gaston, Du bist mir noch immer die Erzählung Deines Liebesromanes schul dig. Du kanst Dir gar nicht vorstellen, wie verblüfft ich war, als ich in London eines TageS die Karte erhielt: (5n.stQ de Fournaillis Yvette de Mont d'joly Verlobte. Ich gestehe, zunächst war ich wüthend auf Dich. Eo treulos Deine stolzen Grundsätze zu verleugnen auch unter zukricchen. allen guten und schlechten Witzen zum Trotze, die Du selbst in ähnlichen Fällen geleistet, ich hätte es nimmer für möglich gehalten. Ich war fast versucht anzunehmen, das Du einem mächtigen Zauber unterlcacn bist, und in der That, heute, seit ich Deine entzückende Gemahlin kenne, bin ich hiervon überzeugt und gebe Dir volle Absolution, döch nur unter der Bedingung, dan Du mir berichtest, wir Tu aus einem eifernden Saulus" ein gläubiger Paulus" geworden bist." Sehr anädig, lieber Rene. Der gütigen Anerkennung wegen, die Tu soeben meinem Geschmacke zolltest, will ich aber Teine Neugierde befriedigen und schließlich, wenn auch kein Roman, ein kleines Lustspiel ist unsere Liebes geschichte wohl gewesen." Ich hatte Pvette schon vor längerer Zeit im Hause ihres Oheimö,- des Ba ron de Jvinville kennen gelernt und ihr von allem Anfange an eifrig gehuldigt. doch stets ohne allzu böse Absichten. Bei der Hochzeit ihrer Cousine Blanche mit dem Marquis Rostang war ich ihr Kranzelherr und pricö das gütige Geschick, welches mir gestattete, einen gan zcn Abend an ihrer Seite zuzubringen. Hier war es, wo ich mein Herz unwidcrdringlich an Vvctte verlor. Sie war bezaubernder als je, und'das Hoch,;eits diner ging mir neben ihr wie im Fluge vorüber. Nach demselben vertheilte die junge Frau Blumen aus ihrem Bou quet an die anwesenden jungen Mäd chcn mit dem Wunsche, dieselben bald als Bräute begrüßen zu können. Als Jvette ihr Myrthenzweiglein in EmpfanA genommen hatte, sagte ich zu ihr: Wie schade, daß nchtauch wir Herren der Schöpfung mit einem ähnlichen Talisman bedacht werden." Z)vette lächelte schelmisch und sagte: Oh! Ich könnte Ihnen einen recht verläßlichen verrathen; doch derselbe wirkt nur bei jenen Männern, die ihn aus sreiem Willen in Emvsang nehmen und die Bedingungen des Zaubers genau zu erfüllen entschlossen sind. Wenn ich nicht ohnedies entschlossen wäre. Alles 'zu thun, was zur Gewinnung dieses Zaubers erforderlich ist, so würde die Neugierde. die Sie, mein gnädiges Fräulein in mir erweckten, mich huzu veranlassen. Doch bitte ich nur um die eine Gnade, lassen Sie mich den Talisman aus Ihren Händen empfan gen. Seien Sie mein Schicksal ! Nun wohl," sagte Yvette. Ich will Sie in die Einzelheiten dieses wunderbaren Orakels einweihen. Also hören Sie! Das Orakel hat den Zweck, Demjenigen, der es beiragt, den Namen seiner zukünftigen Gattin Fu nennen . . " O, ich weiv ganz gut,wcn ich zu heirathcn gedenke," wandte ich ein. Ich brauche wahrlich kein Orakel mehr, welches mir erst den Namen meiner An gebeteten verrathen soll." Diejenige, welche man heirathen will, ist nicht immer die, welche man dereinst wirklich heirathet,", lautete Zjvettes kurze und bündige Antwort. Ich seufzte leise. . " Also an's Werk," commandirte sie. Nehmen Sie ein Stückchen von dem Kuchen, von welchem die Braut genos sen hat, und geben Sie mir eine Karte von sich und einen Bleistift. Ich werde die Karte in fiebert Theile zerschneiden und auf sechs derselben je einen Frauen namen scdrciben.t e? siebente aber
bleibt leer. Di Hcitiin und.da? Stück von dem Hcch:eitö!uchen müssen Sie unter Ihr 5!opftissen legen und jeden Morgen, gleich nachdem Erwachen, eines herausnehmen. Der letzte Ich verstehe, der Letzte soll für mich der Erste sein. Aber was ist da wohl zu thun? Ich kann mich nicht auf sechs. Namen besinnen; ein Name sieht so unauslöschlich in mein Herz geschrieben, daß mir " O, das werde ich schon machen, unterbrach sie mich gewandt, dcnn das Orakel kann nur dann seine Wunder wirken, wenn die Zettel von einer ganz unparteiischen Person geschrieben wer den." So." sagte ich kleinlaut und be trachtete meine reizende Nachbarin, die sich eben anschickte, den ersten Zettel auszufüllen. Ter siebente Zettel enthält also den Namen Ihrer zukünftigen Gattin," sag te sie feierlich. Bleibt aber der leereZettel als letzter übrig, so bedeutet dies, daß Sie verdammt sind, als Hagestolz zu enden. Nun kommt aber noch eine Bedingung, welche unerläßlich ist, wenn Sie auf Erfolg rechnen wollen. Jeder Zettel muß unbesehen vernichtet werden und nur den letzten, bedeutungsvollen dürfen Sie lesen sonst schwindet der Zauber." Das sind ja furchtbar strenge Vorschriften, mein Fräulein," scherzte ich. Glauben .Sie nicht, daß es einem Manne Spaß machen würbe, zu hören, wem allen er glücklich entkommen ist?"' Das mag wohl sein." antwortete sie lachend, aber ick kann Ihnen nicht helfen. Sie müssen diese furchtbar strengen Vorschristen" erfüllen sonst ist Alles umsonst." Nun gut." sagte ich. ich will mich sügen. aber nur unter der Bedingung, daß Sie auch Ihren Namen aus einen der Zettel schreiben, mein Fräulein." Sollich das wirklich?" fragte sie unschlüssig. 3ch bitte Sie darum!" Und wiewohl es mittlerweise schon dunkel geworden war, muß sie doch Etwas in meinen Augen gelesen haben, das sie bewog, meiner Bitte zu willfahren. So sei es denn," sagte sie erröthend und verschloß die wundcrthätigen Kürtchen, sowie daö Stück Kuchen in ein Eouvert. Ich nahm den merkwürdigen Zauber in Empsang und erfüllte zetreulich alleBedingungen. Wer beschreibt mein freudiges Erstaunen, als ich den siebenten Zettel entsaltcte und den Namen Vvette darauf las. Sofort . ließ ich mein Pferd satteln und ritt in gestrecktem Galovp zu Zweitens Oheim, liefe mich bei ihr melden und zeigte, als sie in'S Zimmer trat, triumphirend den inhaltsreichen Zettel: Ihren Namen," rief ich, nennt das Orakel! O, machen Sie den Spruch wahr! Werden Sie mein Weib, theure, angebetete Vvette." Adettc sank erröthcnd in meine Arme und ward meine süße' Braut, bald meine herzige kleine Frau. Ich gedachte öfter des Zauber, den ich von ihrer Hand empfangen und der sich so glün zcnd bewährt hatte, und ein vergnügtesLächeln war ihre Antwort aus meine Lobpreisungen. Eines Tnges gestand ich ihr, daß ich auch' wenn das Orakel anders gesprochen hätte, immer ?)vette als den Namen meiner mir vom Schick-, sal erkorenen Braut genannt hätte. O! Unmöglich hätte das Orakel anders sprechen können." war7)vcttes Erwiderung. Närrchen. glaubst Tu denn gar so sest an solch' Zufallsspiel? Soll das Stückchen Hcchzeitskuchen wirklich so mächtig stin?" Nein."- kicherte der lose Schelm. Aber kein Zettel war leer und Jeder trug meinen Namen."
Schlußfolgerung. Richter (in einem Hochstapler - Proceß): Wie kamen Sie dazu, bin Angeklagten zu glauben, er sei ein auswärtiger Fürst?- Zeugin (schluchzend): Er hatte immer was im Krönchen." Iri der Schule. Lehrer: Denke Dir also 'mal. Heinrich: Deine Mutter legt hierhin vier Eicr. dorthin 5wei Eier .... Du lachst?" Ja! Da kennen Sie meine Mutter schlecht! Die kann gar keine Eier legen!" ModernerVorzug. Wirthin (zum Brautpaar, das die Wohnung besichtigt): Und dann haben Sie, wie Sie wohl schon an den Schildern unten sahen, mehrere Anwälte im Hause, wenn Sie sich einmal scheide.!' ' lassen wollen." Das Schlimmste. Arzt.' Der Zustand Ihrer Schwiegermutter ist bedenklich. Sie müssen sich aus's Schlimmste gefaßt machen." Schwie
gersohn: Ja ja! Hab' siton im ctet geahnt, daß die noch einMal da von kommt!" .
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