Indiana Tribüne, Volume 23, Number 360, Indianapolis, Marion County, 16 September 1900 — Page 3
Jndiana Tribüne, Sonntag, 16. September 1900. j"
Unter dem WlMWll Banner. ÄZoman aus fcna Goldlaudc Transvaal
Von Vruno Wagcncr Hamburg. (11. Fortsetzung und Schluß.) Er blickte einen Augenblick sinnend in Elisas finster zu Boden gekehrtes Besicht und schüttelte dann ernst das Hzupt. Sie hassen alles Englische und wollen keine Freundlichkeit aus meiner Hand?" fuhr er mit leiser Ironie fort. JVJttz Sie werden hoffentlich nichts dagegen haben, wenn ich Sie. mein Fräulein, und Ihren Bräutigam in Ihre Heimath entlasse gegen Ehrenwort, am Kampfe auch fernerhin nicht theilzunehmen?" Langsam erhob Elisa den zu Boden gesenkten Blick, und als sie dem milden Äuge begegnete, das wohlwollend in ihrem Antlitze las, da überkam es sie iif einmal mit Uebergewalt ein wildes Gefühl des Schmerzes zugleich und der Freude, und mit lautem Schluchzen beugte sie sich plötzlich über des Generals abgemagerte Rechte, und statt des Tankes stammelte sie nur: JDWn armes, armes Volk!" Ta faßte sie der General mit beiden Händen am Haupte und richtete sie auf. Einen Moment standen sie Auge in Auge, die Vertreter der beiden mit einander ringenden Völker, und fest und ruhZg maßen sie sich mit den Blicken. Jch ehre den tapferen Kampf auch am Feinde," sagte der General dann mit ruhiger Würde. Ihre Landsleute haben uns schwere Wunden geschlagen, und ich IjnU mit Bewunderung gesehen, was ein Volk vermag, das für seine Unabhängigkeit fickt. Ich hasse dieses Burenvolk nicht, und bedauere den lrieg. der so viele blutige Opfer fordert. Wenn Sie wieder bei den Ihren sind, lehren Sie Ihre Landsleute denken wie ich: nicht Haß und Kampf, sondern gemeinsame Arbeit in brüderlichem Handinhandgehen sollte die holländische und die britische Rasse verbinden. Nicht gegenseitige Vernichtung, sondern gegenseitiges Voneinanderleruen, das wird Südafrika das Heil bringen. Haben Sie verstanden, wie ich es meine? Nun, dann leben Sie wohl!" Mit militärischem Gruße war er gegangen, während Elisa noch immer überrascht dastand und ihm nachblickte. Zur selben Zeit sah man eine Reiterabtheilung von Süden her auf Ladysmith zusprengen. Jetzt war sie bei den englischen Vorposten angelangt. Lauter Jubel. Dann ging es weiter auf die Stadt zu. Und nun hatte man die im Dämmerlicht heransprengenden Reiter auch von der Stadt aus gesehen, und wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Kunde von dem Herannahen der Befreier. Da stürmten die Belagerten hinaus aus der Stadt, den Ankömmlingen entgegen. Mit Hurrahrufen umringten sie die Kommenden und nun ging es zur Stadt hinein. Auch General White war beim Heraustreten aus dem Krankenhause von dem Herannahen der Reitertruppe benachrich tigt worden. Mit schnellen Schritten ging er. gefolgt von seinem Stäbe, den Kommenden entgegen. Und nun kamen diese heran, nur dreihundert Reiter, aber doch die Verkündiger des Entsatzheeres. An ihrer Spitze ritt ein sonnengebräunter Officier, dem der Bart struppig das Antlitz umrahmte, Lord Dundonald, der mit den Natalcarabinieren und zwei Schwadronen regulärer Cavallerie den Truppen des Generals Buller voraufgestürmt war. Nun hielt Lord Dundonald vor dem Commandanten von Ladysmith. In straffer, militärischer Haltung erstattete er seine Meldung; dann ergriff er die dargebotene Hand des tapferen Vertheidigers der Stadt. Keiner sprach ein Wort; aber rund herum hatte sich die Menge gesammelt und jubelte laut. Da winkte General White mit der Hand, und als Alle erwarteten, daß er reden wollte, da stimmte er mit seiner rauhen Soldatenkehle die britische Nationalhymne nn, und Alle, die herumstanden, fielen mit ein, aber es waren schwache, zitternde Stimmen, die das Lied sangen, die Stimmen abgezehrter, fieberkranker, blasser Männer und Frauen aber sie Alle sangen mit: God sare tlie Queen!" Ein lachend schöner Morgen war e-, als am 1. März der Obercommandirende der britischen Nahl - Armee in die befreite Stadt einzog, nicht wie ein triumphirender Sieger, sondern wie ein einfacher Officier, der eine Jnspection vornehmen will. Unscheinbar im ausgeblichenen, abgetragenen Feldmantel, die Mütze tief in die Stirn gedrückt, kaum hervorstechend aus der ihn begleitenden Cavallerie, so zog General Buller in Ladysmith ein. Sorgenvoll wanderte sein Auge über die armseligen Gestalten hin, die in freudiger Erregung sich um seinPferd drängten, über die jammervoll elenden Frauen, die ihm mit mattem Jauchzen die Kinder entgegenhielten, über die zerlumpten Uniformen der Soldaten, die dielfach mit Binden um Kopf und Arm. gestützt auf ihre kräftigeren Genossen, herangehinkt waren, um den Befreier zu sehen. Walther Albrecht und Elisa hatten Urlaub erhalten, zum ersten Male, seit sie im Krankenhause als Gefangene auf Ehrenwort ihren Dienst thaten. Nun standen sie abseits und blickten auf den Einzug der englischen Truppen, und in den Herzen der beiden Verlobten regte sich schmerzvolles Weh. Wie hatten sie es sich anders vorgestellt, wenn General Joubert an der Spitze der Burenarmee einziehen würde als glorreicher Sieger in der gerechten Sache! Nun war Alles vergebens gewesen! Je sahen sie. wie General White s
an der Cplhe seiner Osf!c:ere dem Obercommandirenven entgegensprengte und schon von Weitem salutirend die Hand zum Helme erhob. Dann hielten sie nebeneinander; White ergriff die ihm entgegengestreckten Hände seines Vorgesetzten, und dabei zuckte es um Aug' und Mundwinkel des tapferen Mannes, der seines Landes Ehre bis zum letzten Augenblick gewahrt hatte. Elisa legte leise die Hand auf Albrechts Arm. Komm, wir wollen gehen sagte sie mit thränenerstickter Stimme. Wir gehören hier nicht her." Und sie gingen. Aber als sie wieder im Krankenhause über den von Sonnengluth erfüllten Corridor dahinschritten, sagte Elisa, ohne die Augen zu dem Geliebten zu erheben: Es war ein großer Anblick, als ob das Herz einem still stehen sollte. Und doch sind es die Feinde unseres Volkes, deren Heldenthum uns erschütterte." Und über Ladysmith lachte strahlend hell der blaue Himmel, und die Sonn? schien herab auf Frohe und Be trübte. Zwei Tage später erhielten Walther Albrecht und Elisa Meyer die Erlaubniß, die Stadt zu verlassen. Auf einem leichten zweirädrigen Karren, den Albrecht im Lager erstanden hatte, fuhren sie hinaus, die beiden Verlobten und Sam, dem man gestattet hatte, seinen Herrn zu begleiten. Köstliches Gefühl der Freiheit nach so langer Gefangenschaft! Ein englischer Arzt, derselbe, der auf demSchlachtfelde von Elandslaagte mit Elisa zusammengetroffen war. hatte sich ihnen angeschlossen und trabte zu Pferde neben dem Wagen her. um die Freigelassenen über die britischen Vorposten hinauszubringen. Auf der Straße nach Elandslaagte hin rollte der Wagen mitten durch die grünende Landschaft, die friedlich dalag, als habe hier nie der Krieg gewüthet. Nur ab und zu erinnerte ein Pferdecadaver am Wege oder ein von Granaten zersplitterter Baum an den Kampf, der so lange um Ladysmith getobt hatte. Klar und majestätisch erhob rechter Hand der Lombardskop sein rundliches Haupt zu den Wolken, die weißen Schwänen gleich vorüberzogen. Als man nach mehreren Stunden an einer Quelle Halt machte, um den Pferden Rast zu gönnen und ein einfaches Frühstück einzunehmen, zog der englische Arzt ein kleines Packet aus der Tasche und reichte es Albrecht mit vielsagendem Lächeln. Von einer Dame bin ich beauftragt, dieses hier Ihnen auszuhändigen," sagte er. Und als Albrecht das Päckchen öffnete, fiel ihm eine Photographie entgegen ein Mädchenbildniß und darunter stand geschrieben: Denken Sie ohne Groll an Ihre Alice Grey!" Ein Schächtelchen lag dabei, an Elisa adressirt. Es enthielt einen goldinen Fingerreif mit einem kostbaren Brillanten.' Tragen Sie den Ring zum Zeichen, daß Sie mir vergeben. Ich bedarf des Schmuckes nicht mehr; mein Leben soll in Zukunft ganz der Pflege der Kranken und Elenden gewidmet sein. Möge Ihnen Glück beschicken sein an der Seite des Mannes, der Sie liebt." So stand auf der Karte, die Alice beigefügt hatte. Der Abend dämmerte heran. Die britischen Vorposten waren längst hinter Albrecht und seiner Braut zurückgeblieben, und auch der freundliche Begleiter war nach herzlichem Abschiede umgekehrt. Vor ihnen lag der Engpaß, in' den die Straße sich jetzt beim Eintritt in die Biggarsberge verlor. Da tönte ihnen ein lautes, drohendes Halt!" entgegen. Im nächsten Augenblicke sahen sich die Wageninsassen von bärtigenGestalten umringt, und Elisas Herz schlug höher, als sie in der Sprache ihres Vol kes die Aufforderung vernahm, über Herkunft und Ziel der Fahrt Auskunft zu geben. Mit lautem Hurrah wurden Albrecht und Elisa begrüßt, als man sie erkannt hatte. Dann gab es ein Fragen von beiden Seiten; aber man hatte nicht lange Zeit, wenn man noch vor Nacht unter Dach und Fach kommen wollte. Mit Freuden hörte Albrecht, daß die Armee 'der TransvaalBuren die Kette der Biggarsberge besetzt halte, und daß unmittelbar hinter den Bergen das Hauptquartier des Commandanten Botha liege, der hier den Oberbefehl führte. So ging es denn weiter, während sich die Nacht immer tiefer über die Berge breitete. Endlich war das Zeltlager erreicht, und als der Wagen an einem helllodernden Wachtfeuer hielt, da sah Elisa eine hohe Gestalt nur halb beleuchtet von dem zuckenden Flammenschein am Wege stehen, eine höh? Gestalt, die ihr seltsam bekannt vorkam. Onkel Hans!" ricf sie. noch zweifclnd. Da drehte sich der weißbärtige Riese um. und im nächsten Augenblicke hatte sie sich an seine breite Brust gewarfen, und Onkel Hans wußte erst gar nicht, wie ihm geschah, als er ein warmes Lippenpaar auf Wangen und Mund verspürte. Dann aber streckte er auch seinem Neffen die breite Rechte hin und zog ihn an sich, und mit vor innerer Bewegung zitternder Stimme sagte er: Kinder, das '.st doch einmal eine Freude, wir können die Freude brauchen nach c.ll' dem Traurigen!" Und mit grimmigem Wetterleuchten in den Augen fügte er hinzu: Unser Vechtgeneral Cronje ist mit beinahe 4000 Mann gefangen." In diesem Augenblicke, da tiefe Trauer in Elisas und Albrechts Hkrz Einzug gehalten hatte, klangen plötzlich seltsam ernste Töne von einem ferner gelegenen Feuerkreise herüber, Gesang aus vielen Männerkehlen, rauh und kunstlos, aber machtvoll und in der Stille der Nachj :hdmmßvoll erhaben. Es war die feierliche getragene Weise
eines ChoralS, der- aus Wünictrtnx
Herzen sich gen Hmmel schwang, htn Herrn der Heerscharen anzuflehen um Hilfe in der Noth. Walthn Albrecht trat mit seiner Braut und Onkel Hans näher. Da sah er den Feldpredig:?, der bei dem Auszüge in Feindesland der Burenvorhut den Segen gespendet hatte, im Ccheine des Feuers stehen und um ihn herum kniete eine Schaar von Männern und Jünglingen und sang mit gefalteten Händen das fromme Lied. ' Onkel Hans sah auf den Priester und dann auf das junge Paar an seiner Seite. Dann sagte er: Was soll nun aus euch Beiden werden? Es will mir nicht gut scheinen, wenn ihr hier im Felde zusammenbleibt, ohne daß ein engeres Band euch verknüpft." Und als Elisa befangen den Blick senkte, fuhr Onkel Hans mit freundlichem Schmunzeln fort: Dein Vater wird für's Erste unerreichbar sein; ich selbst weiß nicht, wo er augenblicklich mit seiner Abtheilung steht, um den Engländern den Weg zu verlegen. Aber eins weiß ich, daß er sich freut, wenn ihr Beide ein Paar werdet. Und ich denke, ihr werdet den alten Onkel für voll ansehen, wenn er an euch Beiden Vaterstelle vertritt und euch zusammengibt als Mann und Weib." Dabei ergriff er Walthers und Elisas Hände und führte sie in den Kreis der Männer, die am Wachtfeuer lagerten, nachdem sie soeben den Choral be endet hatten. So traten die Drei vor den würdigen Prediger hin, und Onkel Hans wandte sich an ihn mit den Worten: Hier bringe ich euch Zwei, die ihre Treue bewährt haben für unser Volk und die Treue in der Liebe, Doctor Walther Albrecht und Elisa, Lucas Meyers Tochter. An des Vaters Stelle bitte ich euch, ihnen den Segen zu spenden, daß sie den Weg durch' Leben zusammen wandeln als treues Paar." Ringsherum drängten sich die bärtigen Krieger, und als der Prediger nun die Frage erst an Walther und dann an Elisa richtete, ob sie einander angehören wollten in steter Treue bis in den Tod, du spiegelten sich die lodernden Flammen des Feuers auf zwei glücklichen Gesichtern. Und fest und ohne Zagen antworteten sie Beide: Ja!" Der Priester erhob die Hände über die Häupter der Beiden. So segne euch der Herr," sagte er laut und feierlich. In diesen Tagen der Noth schließt Gott durch seines Predigers Hand euren Bund; Trauer lastet über unserem Lande und Volk; aber der Herr, der ein Gott der Gerechtigkeit ist, wird unsere gerechte Sache nicht ganz verlassen, und wenn er heute seine Hand von uns zieht, so sind seine Wege uns wohl verborgen, aber in Herrlichkeit wird er Alles hinausführen. Und darum aus Leid und Noth, da unsere Herzen bekümmert sind und unsere Zukunft dunkel, rufe ich euch zu: Freuet euch in dem Herrn allerwege, und abermals sage ich: Freuet euch!" Der Feldprediger hatte wie ein Seher gesprochen; bei den letzten Worte war der Mond aus den Wolken getre ten und hatte sein silbernes Zauberlicht über die nächtlich ruhende Erde gebreitet und an den Bergeshäuptern sein leuchtendes Diadem aufgehängt. Da wies der Prediger mit seiner Rechten hinauf gen Himmel, und ein Strahl der Verzückung brach aus seinem milden Greisenangesicht. Gott selbst sendet uns ein Zeichen, sein helles Licht ausWolkendunkel!" rief er laut. Und wenn alle Welt wider uns ist, aber unser Gott uns nicht verläßt, so wollen wir nicht verzagen. Wir bauen auf ihn, und er wird uns schirmen. Gott schütze Transvaal!" Und leise murmelnd wiederholten es die wettergebräunten Krieger im Kreise: Gott schütze Transvaal!" Walther Albrecht aber drückte seinem jungen Weibe stumm die Hand, und ein Jeder las in des Anderen Augen das heilige Gelöbniß: Treu bis in den Tod! Ende. Gedankensplitter.
Deinen Werth verräth dir leider Nicht das Loblied deiner Freunde, Nicht der Tadel deiner Feinde, Nur das Schweigen deiner Neider. Große gleichen einem Feuer, Wenn der Frost die Fenster ziert: Wer zu nah kommt, der verbrennt sich. Wer zu fern bleibt, der erfriert. Wie vieles heißen wir die Kinder flieh'n. Was unvermerkt wir ihnen anerzieh'n! Am blauen Himmel sieht mancher die Sonne nicht. Der froh ihr zujauchzt, wenn sie durck Wolken bricht. S ch m e r z l o s. An der Ladenthüre eines Raseurs steht: Hier wer. den schmerzlos Zähne gerissen!" Schusterbub (die Thür öffnend, schreit in den Laden hinein): Sie, können Sie nicht meiner Meisterin das Recept sagen, wie man schmerzlos Haare ausreißt? Die beste Specialität. Junger Mediziner: Wissen Sie. Hai College, ich werde Specialarzt für Augen oder Ohren oder irgend was, daZ bringt mehr ein. Weshalb machen Sie das nicht ebenso? . Aelterer Doctor: Thu' ich ja ich bin Specialarzt füt Millionäre. Keine Gelegenheit. A.: Es ist merkwürdig, wie unpraktisch manche gelehrten Leute sind! B.: Ja, das, ist wahr. Da ist z. V. der Professor Grübler. Der Mann hat sein Leben damit zugebracht, um neun bis zehn Sprachen zu lirnen, und schließlich heiratht er tsA Frau, die ihn ni zu Sixt
lonr' labt.
I Süßer Salat von Tomaten. Die Tomaten werden von der Schale befreit, in Scheiben geschnitten und-mit gutem Himbe:rsaft vermengt, wodurch sie -einen erdbeerähnlichen Geschmack erhalten. Kartoffeln mit Rührei. Frisch abgekochte Kartoffeln werden in Scheiben geschnitten und in Butter hellbraun gebraten. Nun hat man unterdessen vier bis sechs Eier mit etwas Salz, Pfeffer, gehacktem Schnittlauch und einigen Löffeln Rahm gut gequirlt und schüttet dies über die Kartoffeln, durchrührt leicht, so daß sich ein ordentliches Rührei bildet. Ist eine sehr kräftige und nahrhafte Speise und kann allein aufgegeben werden. L e b e r s u p p e (für etwa 6 Personen). Ein Viertel Pfund Rindsleber wird von denSehnen befreit, mit etwas Zwiebel ganz fein gewiegt und zu tHn hellbraunen Mehlschwitze (Einbrenne) gethan, in der die Leber eine Zeitlang dünstet. Dann wird die Brühe von ein Pfund Rindfleisch, mit Tomaten durch ein Sieb gerührt, dazu gegossen, mit der die Leber unter öfterm Umrühen tüchtig kochen muß. Zuletzt die Suppe durch ein Haarsieb gegossen, mit 1 2 Dottern und Rahm abgezogen und aufgetragen. Gefüllter Welschkohl. Recht feste, kleineKöpfe werden von den äußeren Blättern befreit, in zwei Hälften zertheilt, jedeHälste ausgehöhlt, mit Kalbfleischfarce gefüllt, mit einem Kohlblatt bedeckt und mit starkem Zwirn umwickelt. Dann schwitzt man gehackte Petersilie in gutem Fett oder Butter, legt die Köpfe hinein, gießt Fleischbrühe darüber und dünstet sie mit Salz und Pfeffer weich. Indeß macht man etwas Buttereinbrenn. gießt die Jus von dem Welschkohl hinzu, verdünnt sie. wenn es nöthig ist. noch mit einigen Löffeln Bouillon, befreit den Kopf von dem Zwirn und den Blättern, welche die Farce bedeckten, schneidet jede Hälfte nochmals auseinander, ordnete sie auf die Schüssel und übergießt sie mit der Sauce. Man bedarf hierzu keiner weiteren Fleischbeilage, Letzdenbraten. Ein größeres Stück Lungenbraten aus der Mitte wird sauber abgehäutet, gewaschen, gesalzen, dann sticht man Löcher in das Fleisch, steckt Stückchen Kernfett. Eitronenschalen und geschnittene Zwiebel in die Löcher, bringt das Fleisch in eine tiefe Porzellanschüssel, legt einige Lorbeerblätter, Thymian und Rosma, rin darauf, gießt mit Wasser vermischten, gekochten und wieder erkalteten Weinessig darüber. Drei Tage wendet man das Fleisch täglich in der Beize und brät es dann mit Butte: eine halbe Stunde bei starkem Feuer. Zur Sauce läßt man Butter in einer Kasscrole heiß werden, rostet einen Kochlöffel Mehl darin, 'vergieße mit Fleischbrühe, würzt mit gehackten Sar. dellcn, Kapern, i was Pfeffer, läßt tl gut verkochen und übergieße damit die Fleischschnitten. Italienischer Klops. Ro hes Kalbfleisch läßt man durch dik Fleischhackmaschine gehen, bis es recht fein ist. Dann wird es mit 3 4 ganzen Eiern, etwas in Milch geweichtem und dann wieder ausgedrücktem Weißbrod, Salz und Pfeffer durchge, knetet. Hierauf formt man flache Klopse daraus. Unterdeß läßt man gehackte spanische Zwiebeln mit etwas Butter in einem Tiegel hellbraun schwitzen, giebt Pfeffer und Salz und 3 Tassen Bouillon dazu. Sobald dies anfängt, zu kochen, giebt man die Klopse hinein und läßt sie darin langsam über schwachem Feuer bärni pfen. Man servirt dazu eine Tomaten, sau. Kartoffelwaffeln. Zu sol. chen nimmt man rohe geriebene Kar toffeln. thut Salz, Eier und etwas Mehl hinzu, bäckt sie im Waffeleisen braun und bestreicht sie beim Serviren mit etwas Butter. Uebrig gebliebene Waffeln schneidet man am anderen Margen in Stücke und brät sie in et was Fett schön knusperig, sie schmecken dann sehr schön zum Kaffee. Hecht mit Senfbutter. Nachdem der Fisch geschuppt, gesäubert und der Länge nach gespalten ist. schneidet man ihn in drei Finger breite Stücke, die man mit Salz bestreut und eine halbe Stunde beiseite stellt. Sodann wird er abgetrocknet und mit Butter, etwas Weißwein, zwei Eitro'nenscheiben. einigen geschälten Schalotten, einem Lorbeerblatt, einigen Pfefferkörnern und einem Bündlein Petersilie eine halbe Stunde über gelindem Feuer gedünstet. Nun vermischt man ein Viertel Pfund zerlassene geklärte Butter mit zwei Eßlöffeln feinemSenf und gießt diese Sauce bei dem Anrichten über den Hecht. E i n f a ch e S u p p e. Ein halbes Pfund rohe verschiedene Fleischabfälle schneidet man in Würfel, brüht einen halben Teller voll in Würfel geschnittene rohe Kartoffeln, sowie ebensoviel würfelig geschnittene Suvpenwurzeln mit heißem Wasser, thut sie zu. den Fleischabfällen, gibt etwa eine Unze Reis dazu, überfüllt alles mit einem 'Quart Wasser, gibt Salz daran und kocht die Suppe zwei Stunden. Zuletzt fügt man Fleischextrakt dazu, sowie ein wenig gestoßenen Pfeffer, bräunt ein wallnußaroßes Stückchen Butter mit einem halben Theelöffel Mehl an, gibt es ebenfalls in die Suppe und reibt etwas Ingwer und Muskatnuß da rü'ber. Vorsichtig. Er: Ich habe mich entschlossen, geliebte Irma, bei Deinem Vater schriftlich um Deine Hand anzuhalten! Wie denkst Du, daß, ich ihm am besten schreibe?" Sie (ängstlich): Ich glaube, lieber Gu stav, es wäre am besten, Du schrieb's! ihm anonvm!" . . .
Für Mc Küche.
Schwlesermutterscheu. i z?on Georg KieZler. Du bist wie eine Perle Von Glanz so wundermild, Ich trage tief im Herzen Seit Monden schon dein Bild. Du bist wie eine Perle Wie gerne denk' ich dein! Wie gerne möcht' ich heut' noch Der Perlenfischer fein! Du bist wie eine Perle; Doch weißt du, was mich stört? Daß auch der schönsten Perle Die Mutter zugehört!
Wie Hannl Gefreiter wurve. Humoreske von Rud. Lacher. Der Hanni eigentlich Johanne! Stadelmüller ist eine: jener intelli genten Menschen, die es fertig bringen, die größten Kartoffeln zu erzielen. Beim Militär, wo diese staatlich nicht hoch genug zu schätzende Eigenschaft weniger hoch veranschlagt wird, galt Hanni als dumm, sogar s .... ehr dumm nannte man ihn. Die Welt kennt Hanni längst, wenn auch nur per Renommee, denn dreiviertel aller im letzten Jahre gedruckten und nachgedruckten Kasernhofblüthen verdankt die undankbare Welt indirect unserem Hanni. Warum er aber Gefreiter wurde, das weiß sie nicht, das wissen nur drei Personen, nämlich der Herr Sekondelieutenant ?)., der Einjährige Meyer - Müller und meine Wenigkeit. Letztere verdankt dieses Geheimniß dem genannten Einjährigen, der es ihr der Wenigkeit neulich auf Wache erZählte. Wer es noch nicht wissen sollte, der sei hiermit ein für alle Mal davon in Kenntniß gesetzt, daß der Hanni nicht allein vier Waschbecken voll Erbsenbrei zu essen vermag, sondern, daß er auch ganz großartig pfeifen kann. Gegen Hanni's Pfiff ist der einer Lokomotive ein Zephir - Säuseln. Ihm verdankt Hanni die Knöpfe. Es war nämlich bei der BataillonsVorstellung. Alles war bisher tadellos ausgefallen und Excellenz wünschten nur noch ein lleines Gefecht zu sehen. Im Verlauf desselben sollte Hanni'S Zug ausgeschwärmt im Sprung vorgehen. Ein schneidiger Sprung wird ausgeführt. Auf das Eommando: Nieder!" versinkt der ganze Zug mit einem Schlag. In kerzengrader Linie liegt die ganze A!annschaft flach auf dem Boden. Seine Excellenz der General gallopirt heran. Er ist sichtlich zufrieden. Lieutenant 2). läßt ein Schnellfeuer eröffnen. Mit wahrer Wollust verknallen die Le.ute ihrePlatzPatronen. Gut!" ruft Seine Excellenz. Stopfen! Herr Lieutenant!" Lieutenant V. greift nach seiner Signalpfeife, er greift nochmals danach er wird blaß, dann roth. Grccher Mars! Er hat seine Signalpfeife vergessen. Dies alles ist nur eine, zehntel Sekunde; dennoch hat der Einjährige Meyer-Mlller, der neben dem Lieutenant liegt, sofort den Sachverhalt erfaßt und unter dem betäubenden Knattern der Schüsse schreit er seinem Nebenmann m's Ohr: .Hanni. pfeif! Ich zahl' a Maaß Bier!" Der General glaubt durch dasKnatlern der Schüsse nicht gehört worden zu sein, er reitet näher und ruft mit Donnerstimme: Stspfen! Herr Lieutenant!" Im selben Moment aber ertönt ein Pfiff, kurz, schrill, einfach hypnotisirend und wie durch Zauber schweigt das Feuer. Sehr gut, Herr Lieutenant! haben gute Lungen.' : Freut mich stets, wenn junge Officiee so kerngesund sind. Leute sind gut disciplinirt." Noch ist der Lieutenant Y. zu betäubt, von dem Eindruck, den seine wunderbare Rettung auf ihn ausgeübt, obwohl er gesehen, wie und duzch wen sie erfolgt. Nach der Kritik ruft der Eompagniechef seine Officiere, drückt ihnen sein Lob aus, besonders demLieutenant F., dessen Zug am besten vom ganzen Bataillon gearbeitet. Selbst das Pfeifen des Herrn - Lieutenant hatte Excellenz noch besonders erwähnt. Haben Sie noch etwas zu bemerken, mein lieber $.?" fragt der Eom paaniechef. als dieser stramm stehen bleibt, während die andern Herren abtreten. Möchte Herrn Hauptmann darauf aufmerksam machen, daß der Einjäh-rig-Freiwillige Meyer - Müller, sowie der Gemeine Stadelmüller sich in letzter Zeit besonders lobenswerth geführt haben." Schön, mein lieber ?)., sollen beide die Knöpfe kriegen!" Als am Ersten des nächsten Monats beim Dienstbefehl bekannt gegeben wurde, daß der Einjährige MeyerMüller und der Gemeine Stadelmüller zu Gefreiten befördert werden, da prägte sich ein Staunen auf aller Züge aus. Selbst der Feldwebel, der danach lechzte, zu wissen, wieso gerade diese zwei befördert werden, murmelte giftig: Ja, es geschehen noch Zeichen und Wunder!" Trotzdem aber weiß er nichts. Natürlich, wenn der Hanni selber nicht weiß, wie er zu den Knöpfeln" kam. wie soll's denn dann der Feldwebel wissen? Modern: Er: Liebe Frau, wir sind vollständig ruinirt. Es blei-. den uns nur noch einige Tausend Dol-, lars." Sie: Damit können wir aber doch noch recht gut in's Seebad gehen." AusderKaserne. Unterossizier A.: Der Rekrut Meier ist wohl außerordentlich dumm?" Unteroffizier B.: Das gerade nicht; er ist ein richtiges Normal - Rhinoceros."
ALBERT (Nachfslger von Fabrikant
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Keine Wocoladen eine Spezialität. Händler in geschälten und ungeschälten Nüssen. Bäcker, Groceristen, Sonntagsschulen, Vereine und Logen werden gebet
mir ihre Kundschaft 102 Sud Pennsylvania Straße, Standesgemäße Vorlage. Ihre Söhne, Herr (Xommer, zienrath, sollen ja sehr viel Talent zui Kunst haben! Womit beschäftigen Sie sie denn in ihren Mußestunden?" Ich lass' se zeichen de Bilderche von de Tausendmarkschein!" I m E i f e r. Jnstaltsgeistlicher: So, Huber, nun sind Sie entladn, gehen Sie in sich, bessern Sie sich, ziehen Sie den alten Adam aus, beginnen Sie ein neues Leben, daß Sie als ordentlicher Mensch wiederkommen." Neu Photographische Gallene j 150 Süd Illinois Straße. Der Unterzeichnete ladet die Teutsche, der Stadt und Umgegend zu einem Besuch, seiner Gallerte ein. , Gute Bilder garantirt. Preise niedrig Deutscher Photograph Alles reche blUzblanö in Küche und HauS zu haben, erfülli jede gute Hausfrau mit gerechtem Stolz. Das beste Mittel, alle Me, tallwaaren in kürzester Zeit und für die längste Dauer blitzblank und glän zend wie einen- Spiegel zu machen) ist die v. 8. METAL P0LISH PASTE, die von ter altbekannten und bewährte Firma GEORGE 7. HOFFMAN, 549 Ost Washington St, Indianapolis, Ind., hergestellt wird. Für Gastairthe ist, das abewährte Putz mittet von derselben Firma hergestellt,, zum Pu1?e ver Bark5lttures elc. elnsacy unentbehrlich und wer es einmal gebraucht hat. roird es stets Nieder holen. .Bar Keeper's Jriend", das Unentbehrliche, ist überall in Apotheken ztl haben. B 0 HU&feB praktischer Arzt. Zimmer 3 nd 9, CouMtrcial Block, Ecke Kentucky Ave. und Washingtonstraße 21K altel 232: nent 3053 unk 28i Eprechstundeu: 911 Bonn.; L-t Nachm.; ? 8Abd4 Dr. I. D. Eiitpatrick r ISelianMt Frauenkrankheiten und rankhei ten des ettums. HSOhiX 1t 9tffv erifi, 5n geheilt. Offlee: Harnt Bailftiag, 21 OstOdioStr. Ar. I. 206 Ost McCarty-Str. Sprechstunden? 8 bis 9 Uhr Vorm.; 2 bis 3 Uhr Nachm.'. 8 bis 9 Uhr Abds. ; Sonntags von 8 bis 9 Ubr Vorm. und 7 bis 8 Uhr Abends. Telephon 1446. WALTER FRANZ, Zahn-Arzt, No. V0X Ost Market-Straße, Cossin Block. Zimmer 43. Ofstftnnden: $12 Vm,; 1 5 3hn.; 7 bend. Sonntag von 10 Uhr Bm. In 2 Uhr Nm. 31 Süd Illinois Str. Thomas & Horine Eigenthümer. Lie besten Weine und Cigarren. Stets ein gutes Glas Bier. ßy Zuvorkommende und reelle Bedienung i ' W. GIERKE, Deutscher : : Buchbinder, 631 Süd 2Utre Str., (Hinterhau.) Herr S. Pinkpang. 17 Eüd AladamaSrrake nimmt 12: mich Bestellunaeu entzcgcn. IOIIII T7. nOLTZQAIin, Dcutschcr Adliolat, ginnt 1C03, Stevenson Oeböudz wcj(::n x:::4
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