Indiana Tribüne, Volume 23, Number 359, Indianapolis, Marion County, 15 September 1900 — Page 2
Jttdiana Tribnnc, Tmnftög, den 15. September HJUQ
Eine Hölle auf Erden.
' Lnsciute criii f?pcr?uza, toi rbAntrute!" $zlt de Hoffnung. ihr, die ihr eintretet!- Diese Worte. die in Dante's göttlicher Komödie die Pforte der Hölle kennzeichnen, würden im Sommer an den Eingängen zu der Stadt Auma im Territorium Arizcna wohl am Plae sein. Ein elendes Nest, aus einigen hundert einstöckigen Adobe und Bactsteingebäuden, die planloZ an den kahlen Ufern eines sepfrigrc, schmutzigen Flusses rerstreut liegen, überspannt von einem Himmel, der eine Hitze wie geschmolzenes V!ei euöströmt. da? ist Juma. wo vier Monate im Jahre. Tag für Tag, die Temperatur im schatten zwischen 105 und 125 Grad variirt. Und Huntlte' rcn Meilen nach jftx Richtung dehnt sich eine furchtbare Wüste vcn glühend heißem Sand und Gestein aus, in welcher nur verschie denc CactuZarten in bizarren Formen fortzukommen vermögen. Auma liegt in dem Herzen einer Region erloschener Wulcane, in der kahle Berge mit irostlosen Cannons abwechseln, und in deren Crte nur gistige Reptile gedeihen. schläfrig fließen die schmutzigen Wasser des Colorado durch die furchtbare Wüste dem Golfe von Califormen zu; soweit das Auge reicht, nichts als slühheißer Cand, auf Weitze in dünnen Schuhen kaum zu geben dermögen und selbst das Widerstands sä-; hiqe Vieh der Prairie bald verendet. ; Vcn grünender Vegetation findet man nur an den Eisenbahnstationen derkümmernde Spuren, denn die Sonnenstrahlen brennen ohne Unterlaß wie aus einem FeuerbaU herab. Daß von den wenigen Bewohnein jener UNwirthlichen Gegend viele in Folge der großen Hitze blind werden.'kann nicht Wunder nehmen. Daß diesem furchtbaren Klima zum Trotz in 7)uma, das im Ganzen Einwohner, davon etwa ein Drittel Mericaner, zählt, Amerikaner wohnen, ist auf die reichen Kupfer-, Silber-, Gold- und BleiMinen der Umgegend lzurückzusühren. Als im Jahre 1849 in Californien Gold entdeckt wurde, ließen sich in Fuma die ersten Amerikaner nieder, denn dort war viel Geld zu verdienen. In den Jahren 1850, 1851 und 1852 machten Tausende von Glücksjägern !mit Maulthier- und Ochsenwagen durch Tezas und Arizona die Ueberlandreise nach dem neuen Goldlande und alle überschritten den Colorado bei Yuma. das in Folge dieses Verkehrs ine gewisseBedeutung erhielt. Als aber im Jahre 1880 die Southern PacisicBahn ihren Schienenweg von Los Angeles durch Fuma nach El Paso und New Orleans baute, verfiel der Ort schnell, bis die Entdeckung reicher Erzlager ihm neues Leben verlieh; dies gilt namentlich seit den im Jahre 1888 gemachten Goldfunden, die zu den reichsten in Arizona gehören. Während in diesem Sommer viele Gegenden unseres Landes zeitweise unter einer veritabeln Gluthhitze zu leiden hatten, war die Temperatur m Fuma normal", d. b. für jene HöOenqegend. Wom 14. bis 30. Mai stieg das Quecksilber an jedem Nachmittag auf 93 bis 101 Grad, dann wurde es kühl", indem das Quecksilber nicht über 90 Grad in die Höhe ging. Vom 7. bis 25. Juni schwankte das Thermometer zwischen 105 und 113 Grad, bis die Eandwüste ordentlich durchhitzt war, und seitdem ist es zweimal auf 122 Grad gestiegen, während die durchschnittliche Nachmittags - Temperatur 115 Grad betrug; gegen 4 Uhr früh kühlte es sich bis auf 105 Grad ab. Aber die heißesten Tage der Saison smd noch nicht vorüber. Im verflössenen Jahre war der 26. August der heißeste Tag, mit 127 Grad, und noch im September gab es Tage mit 121 und Nächte mit 108 Grad. Der heißeste Tag, den die Records von Fuma aufweisen, war der lf. August 1896, als besonders glühende Winde aus der Wüste das Quecksilber von 110 Grad bei Sonnenaufgang auf 123 Grad um die Mittagsstunde und um 4 UhrNachmittags aus 129 Grad brachten. Daß die Backofentemperatur dem ganzen Leden in Juma ihre Signatur verleiht, ist wohl natürlich. Niemand arbeitet mehr, als absolut nothwendig ist. Während sechs Monate im Jahre steht Jeder mit dem Morgengrauen auf. Die Kauflädn werden geöffnet, die Wagenzüge für die Minen mit Waaren beladen, die Hausfrauen kochen die Speisen für den Tag und Mezicaner bringen in jedes Haus Fässer mit lauwarmem Wasser. Um 6 Uhr ist der größte Theil der Tagesarbeit gethan und um 8 Uhr herrscht überall tiefe Ruhe. Mit dicken hölzernen Läden werden die Fenster derbarrikadirt, d'e Geschäfte sind geschlossen und in'6 .Freie wagen sich nrr die gegen die Hite unempfindlichen Indianer. Um 6 Uhr Abends, wenn es sich bis aus 109 oder 112 Grad abgekühlt" hat, beginnt das Leben bon Neuem und nicht felten sind manch Geschäftshäuser bis 3 Uhr Morgens geöffnet. Während der -Sommermonate schläft Jedermann Männer. Frauen und Kinder im Freien. Auf der Straße, auf den stachen Oächern und den Vorhallen der Häuser befinden sich Lagerstätten, wo die schwitzende Menschheit, nur mit einem Leintuch bedeckt, im Schlafe Erquicküng zu finden hofft; die Kinder sind in ihrer Unschuld dabei nur von der azurnen Bläue des- Himmels bedeckt. Daß diese abnormen Temperarurverhältnisse von Iuma zu allerlei Wiken .Veranlassung gegeZen haben.
kann nicht überraschen: hier ein kleine? Pröbchen. Ein Bewohner von Iuma. der nach seinem Tode in die Hölle wandern sollte, fügte sich erebk?. in sein grausiges Schicksal, nur bat er als letzte Gnade um Vewilligung einer wollenen Tecke, da er sich nach seinen Erfahrungen im Leben in der Hölle zu erkälten fürchtete. ..
Tit Sängexknötchtn. 1 Auf dem internationalen medizinischen Ccngresse in Paris ist in der Abtheilung für Laryngologie eine krankhafte Erscheinung ausführlich vcn Au toritäten mehrerer Länder behandelt worden, die teil bescnderm Interesse für Sänger und Sängerinnen ist, sie hat in der Wissenschaft die etwas merkwürdige Bezeichnung der Sängerknöt-chen-oder Stimmbandknötchen erhalten. Zunächst besprach der Wiener Laryngologe Chiari die Beschaffenheit solcher Gebilde. -Sie sind rund oder etwas länglich und sitzen am, freien Rande der unteren Stimmbänder zewohnlich zu beiden Seiten. Die Farbe ist gelblich oder röthlichweiß, die Größe gleicht der eines Stecknadelknopfes. Sie geben nie in Geschwüre über, erleiden aber glücklicherweise nicht selten eine Rückbildung. Sie sind viel häufiger bei weiblicten als bei männlichen Personen beobachtet worden und bei Sängern und Sängerinnen wiederum sehr viel öfter, al bei andern Menschen. Sie entgehen durch starke Anstrengung der Stimme, vielleicht auch durch fehlerhaftcs Singen. Meist werden sie als eine Wucherung der oberflächlichen Faserschichten des Stimmbandes erklärt. Nach Professor Krause-Berlin werden sie lediglich durch den Mißbrauch des Stimmorgans beim Singen. nicht beim Sprechen hervorgerusen. Die durch sie veranlaßten Stö-rungen-bestehen darin, dah die Gesangsstimme in gewissen Lagen erschwert wird.weil das schadhaft gewordene, durch die verdickten Wucherungen stellenweise ersetzte elastische Gewebe die Hervorbringung des Piano und der Mittellage nicht mehr gestatte; eine fernere Folge ist der baldioe Eintritt von Ermüdung bei allen Gesangsleistungen. Der Sänger ist somit genöthigt. für die ausfallenden Register Ersatz zu schaffen, und er kann dies nur durch eine stärkere Anspannung der Stimmbänder erreichen, wobei jedoch der Ton begreiflicherweise an Schönheit und Weiche einbüßt. Er bekommt entweder einen kehlenden Klang, weil er zu sehr im Kehlkopf selbst erzeug! wird, oder der Brustton beginnt zu überwiegen, wodurch die Ausdr'cksfähigkeit beeinträchtig? wird. Ferner kommt es noch durch stärkere Spannung der Stimmbänder zur Bildung weiterer Berdickungen. zunächst an denSängerknötchen selbst, dann an denjenigen Stellen, die durch stärkere Reibung besonders mitgenommen werden. Als Behandlung empfiehlt Prof. Krause zunächst vejcnders uhe und Verbot des Singens. um die Knötchen zur Rückbildüng zu bringen. Wenn jedoch d2durch keine Beseitigung erzielt werden kann und das Interesse des Kranken die Wiederherstellung der Stimme aebieterisch fordert, so muß die OperZtion .eintreten, selbstverständlich unter möglichster Beschränkung auf die !l:inen Auswüchse selbst. Ausführlicher hat sich Dr. Capart aus Brüssel über die Behandlung der Sängerknötchcn ausgesprochen. Er unterscheidet eine hygienische, medikamentöse und operative. An eine Heilung durch bloße Ruhe glaubt er nicht, da diese wohl die Kehlkopfentzündung, nicht aber die Sängerknötchcn beseitigen könne. Unier medikamentöser Behandlung versteht er das Einblasen zusammenziehender und antiseptischer Pulver. Pinselungen mit Höllenstein, die Aetzungen mitIhromsäure alles wirksame, aber gefährliche Mittel, da sie über die Grenzender eigentlichen Erkrankung hinaus wirken - und Entzündungen herbeiführen. Als bestes Verfahren ist daher die operative Beseitigung der nötchen zu bezeichnen. Dafür ist die Benutzung stumpfer Pinceton nicht geeignet, die zuweilen viel herausnehmen und durch Beschädigung des Stimmbandcs die Singstimme für immer beeinträchtigen können. Eine galvanokaustischeBehandlung ist bescndeis geeignet, wenn die Knötchen so klein sind, daß man sie mit der Zange nicht zu fassen vermag. Neubildungen .sind immer möglich und müssen daher durch gesundheitliches Verhalten sorgfältig vermieden werden. Jnfolgedessen ist nach der Operation vollkommenes Stillschweigen und Vermeidung des Singens für mindestens einen Monat geboten, späterhin auch Wechsrl der Gesangsmethode, des Negisters und. wenn es sich um Umgebungen handelt, womöglich auch des Lehrers. Der Aufenthalt in Luftkurorten wie Ems und ähnlichen ist selbstverstLndlich von Vortheil. , Phosphor unter das Essen mischte der fast 60jährige Taglöhner Hilmsdörfer aus Bimpflingen in Württemberg seiner Tochter und deren drei unehelichen Kindern. Als Moiiv zu dieser That wird Eifersucht angegeben. Hilmsdörfer hat mit seiner eigenen Tochter in einem sträflichen Verhältniß gestanden, das n cht ohne Folgen geblieben ist und beschloß, sie zu todten, weil sie die Absicht hatte. in turier Qfit an fieirotivn- Natk? nnh I " 0 K) l " " " - "" Seilte; wurden verhaktet...,
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)M0. jyV"wW?N)ß ') Selilrn und Geifieöfähiaktttcu. Ob mit dem größeren Gehirn auch die geistigen Fähigkeiten wachsen, ist eine Frage, die cine genügende Aufilärung noch nicht gefunden hat. Während man bei manchen großen Gelehrten und anderen geistig Herdorragenden Menschen nach ihrem Tode ein auch der Masse nach besonders enttvZäeltes EsHirn festgestellt hat, fehlt es such nicht an g?gentbciligen Xeispielcn. Es kommt zweifellos nicht nur vor, daß geistig hochbcdeutende Menschen ein üehirn don verhältnißmäßig geringem Gewicht besitzen, sondern es ist auch mehrfach beobachtet worden, daß sehr schwere Gehirne ganz unbedeutenden oder degenerirtcn Personen zugehörten. Nun ist es aber eine ganz bekannte und sicheraesteUte Thatsache, daß die Entwickelung des Gehirns nach Größe und Gwicht in der Thierreihe mit der geistigen Entwickelung bis zum Menschen hin immer zugenommen hat, so daß ein gewisser Zusammenhang mit der zunehmenden geistigen Bedeutung doch wohl vorhanden sein muß. Der berühmte englische Biologe Ray Lanfester hat über die Bedeutung der größeren Gehirnmaffe eine bemerkenswerthe Theorie aufgestellt, die wenigstens ein gewisses Verständniß vermittelt. 2)er Gelehrte weist auf den beglaubigten Umstand hin, daß die ausgestorbenen Säugethiere, die während der erdgeschichtlichen Epoche des Tertiär lebte:, und ' in den Resten ihres Knochengerüstes erhalten sind, im Bergleich zu ihren noch jetzt lebenden Berwandten auffallend kleine Gehirne be. sessen haben müssen, was ja aus dei Form und dem Raumgehalt des Schädeis mit Bestimmtheit geschloffen werden kann. Ebenso hat der Mensch eis größeres Gehirn ds die menschenähnlichen Affen, deren Entwickelung in eine frühere Zeit und auf eine niedere Stufe zu verlegen ist. Worin besteht denn nun der Vortheil der größeren Gehirnmasse. und wie ist es zu erklären. daß sich das Gehirn innerhalb der Thiergruppen in der beschriebenen Art fortschreitend entwickelt hat? Um darüber in's Klare zu kommen, muß man festzustellen suchen, worin Hauptsächlich das Uebergewicht der mehr entwickelten Thiere gegenüber ibren ausgestorbenen Vettern und Vorfahren und worauf im Besonderen das geistige Plus des Menschen im Vergleich zum Assen zu finden ist. Lanlester sieht den Hauptunterschied, um es mit einem Worte auszudrücken, in der Lernfähigkeit. Der Mensch ist weniger von angeerbten Instinkten abhängig als ein Affe, und aus diesem Grunde kann er sich mehr individuell entwickeln, weil sein geistiger Standpunkt nicht bereits von den ererbten Eigenschaften in so hohem Maße ausgefüllt ist. Man könnte danach so weit gehen zu sagen, daß der Affe Verhältnißmäßig klüger geboren wird als der Mensch, weil auf ihn in höherem Maße die Fähigkeiten derEltern einfach durch Vererbung übertragen werden, während der Mensch erst durch die Sammlung eigener Erfahrung und durch sietiges Lernen auf die Höhe feiner EntWickelung gelangt und so die ererbten thierischen Instinkte durch eine höhere Gehirnthätigkeit ersetzt. Für den Kampf ums Dasein ist diese dem Menschen eigenthümliche Fähigkeit, das GeHirn individuell auszubilden, jedenfalls viel werthvoller, als es für das Th!er die gleichbleibenden, von den früheren Generationen überkommenenJnstinkie sein können. Somit findet Lankester die Bedeutung der größeren Gehirnmasse darin, daß sie ihrem Besitzer eine -größere (Zrziehungs- und Ausbildungsmöglichkeit ertheilt, und er sagt: Ist diese Vermuthung berechtigt, so dürfen wir den Schluß ziehen, daß in allen Klassen der Wirbelthiere und bei vielen niederen Thieren die stetigeTendenz vorhanden ist und gewesen ist, die Lernfähigkeit an die Stelle der nur ererbten Gehirnthätigeit. d. h. der Instinlte. ZU setzen und daß dies durch eine Vergrößerung der Hirnmasse errziÄt wird." , Brigantenromamik. ' Auf dem Berge Scöpparrone. in der italienischen Provinz Reggio. mehr als 2000 Fuß über dem Ä!eeresspiegel, hatte dieser Tage ein Redacteur des Forriere die Napoli" eineUnterredung mit dem berühmten" Briganten Giuseppe Musolino, der seit längerer'Zeit der Schrecken von ganz Kalabrien ist. Musolino ist ein schöner blonder Jüngling von sympathischem Aussehen, von der Sonne gebräunt, mit schwarzen, lehr lebhaften Auen. jft auf Intelli
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V ) S : w V U W V f N genz ichließen lassen; seine Hände sind mit Narben bedeckt. Er stellt sich als ein Opfer der irdischm Justiz hin und will nur deshalbRäuber geword:n sein, um sich an seinen Feinden rächen zu ILnnen. die ihn vor Jahren unschuldig in's Zuchthaus gebracht haben, aus dem er übrigens schon nach kurzer Zeit entflohen war. Er hat seitdem sein Rachewerk gründlich besorgt und eine ganze Anzahl seiner vermeinten Feinde in des bessere Jenseits hinübergeschiclt. Musolino erzählte dem Journalisten ein Interview mit einem Straßenräuber. 3000 Fuß über dem Mceresspiegel, ist doch sicher das Modernste vom Ä!olernen , daß er zwei junge, hübsche Schwestern habe, die fortwährend weinen und für ihn beten. Seine Schn?ester Grazia habe ihn auf dem Berge von Aspromonte besucht und ihn unter Thränen und Küssen gebeten, daß er sich nicht mehr von ihr trennen möge; sie wollte ihm folgen oder von seiner Hand getödtet werden. Um meine Rührung zu verbergen." sagte Musolino, mußte ich das Mädchen von mir stoßen, so daß sie zu Boden siel. Dann floh ich und habe seit damals keinen aus meiner Familie wiedergesehen. Ich erfuhr nur, daß mein Vater lange krank war." Musolino war bei dieser Erzählung tief erschüttert; seine Augen füllten sich mit Thränen, und er neigte. bitterlich weinend, das 5aupt. Bei dieser Gelegenheit öffnete sich der Hemdenschlitz vorn an seiner Brust, und der Journalist erblickte eine kleine silberne Schaumünze. Als er fragte, was diese Schaumünze darstelle, führte Musolino die Medaille mit frommem Augenaufschlag an die Lippen und sagte: Es ist die heilige Familie, die ich immer anrufe, wenn ich Hilfe l rauche. Der heilige Joseph steht mir bei in meinen Kämpfen mit der Polizei; er hilft mir bei der Flucht; er ist mein rettender Engel." Auf die Frage, ob er bei den vielen Mordthaten nicht Gewissensbisse fühle, erwiderte er im kalabresischen Dialect: In Teufels Namen, nein! Sie wollten mich wie einen Hund sterden lassen. Ich war unschuldig, und e suchten mich zu verdächtigen. Ich !enne keine Gewissensbisse. Ich bin nur betrübt darüber, daß ich hier und da einen Irrthum begangen und auch Unschuldige getödtet habe.- Was werden Sie thun, wenn Ihr Rachewerk beendigt sein wird?" fragte der neugierige Zeitungsmann. Auswandern werde ich," erwiderte der Räuber, und wenn das nicht sein kann, werde ich die Medaille küssen und mich mit einem Revolverschuß tödten. Lebendig sollen mick meine feinde nickt fanaen. Wenn sie mich doch fangen sollten, so habe ich hier noch etwas, um m:ch zu todten. Bei diesen Worten nahm er eine kleine lascbe mit Gift aus der Tasche. Dann erhob er"iich, legte die Flinte um die Schulter, schnallte den Gurte! fester, fleckte zwei hübsche Revolver und einen Dvlch hinein und verschwand. Boshaft. Junger Dichter: Ich muß wirklich heirathen!" Freund: Ja, ja, Du mußt endlich Deinen Le-
erirels verooppem: Polizisten,' C o n st a b l ? r und andere Sicherheitswächter bewachen, bis an die Zähne bewaffnet, das GerichtshauZ. das Gefängniß und die öffentlichen Gebäude in Morristown, Pa.. weil man befürchtet, daß Diebe in die Gebäude einzubrechen und darin fürchterlich zu Hausen beabsichtigen. Diese ungewöhnliche Vorsicht ist eine Folge der Entdeckung, daß Einbrecher, denen selbst das Heiligste nicht mehr heilig ist. sich gewaltsamen Zutritt zum Gerichtsgebäude verschafft und die große Metallglccke. welche seit 80 Iahren die Kuppel schmückte, gestoblen haben. Wahrscheinlich werden sie auch das Rathhaus demnächst ausplündern. Wenn sie dabei auch die Stadtbeamten mit stehlen, hat die Bevölkerung nichts dagegen einzuwenden. David Wholly und seine Haushälterin. Edith Bittenbender. in Shamokin. Pa.. hatten sich bereits des Oefteren durch ihre Trunk- undStreitsucht in unliebsamer Weise in derRachbarscbast bemerkbar gemacht, so daß sie verhastet werden sollten. Als Polizist Paine und Constabler Gottschalk am Hause anklopften, wurde plötzlich die Thüre aufgerissen und Wholly, fowie die Donna" begannen, mit Revolvern auf die Beamten zu schießen, welche das Feuer erwiderten, mit dem Resultat. daß David Wholly, von einer Kugel über dem Herzen auf den Tod verwundet. zusammenbrach., während die holde Edith", nachdem sie Psine in's Vein geschossen, verhaftet wurde. Gottschall trug auch einen Streifschuß am Halse davon.
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