Indiana Tribüne, Volume 23, Number 339, Indianapolis, Marion County, 27 August 1900 — Page 2

, I MnJHaalHHaaalllaaBaBalHHBaBB ! ,)(5xpansion" im Ltcucrzahlcn sie ' Me jährlichen Ausgaben, welche die j Regierung der Vereinigten Staaten bis ! zuin letzten Kriege hatte, gehen aus der ; untenstehenden Tabelle hervor: Ausgaben vom Jahre 1879 ?, bis zum Jahre 1889. ' Fiskaljahr. AuZgaoe. Trofiotlbft BkvötterurA. I 1879 ...t266M7,?8Z $5.46 1880 207,642,958 5.34 i 1881 . 260,712,888 5.08 i 1882 .... 257,981,440 4.91 i 1883 265.406.133 4.94 ' 1884 244,126,244 4.44 1885 260.226.535 4.63 1886 : 242,483,133 4.22 1857 267.932.18,) , 4.56 1838 267,924,801 . 4.46 ! Es betrugen also die jährlichen Ausgaben durchschnittlich $260,138,660. linier der Administration des Pra- , fidenten Harrison wuchsen die Ausga- , ben dadurck, daß man im Interesse der Trusts einen hohenEinsuhrzoll, welcher größere Verwaltungskosten verursachte, aufrecht erhalten wollte. . Ausgaben vom Jahre 1889 . bis zum Jahre 1839. , ZZLkaljahr. Ausgaben. Pro Ärff der Ltvöllrruug. 1889 ..... 5299,283.973 54.88 : 1890 318.040.711 5.07 1891 365,773,005 5.71 1892 345,023,330 5.27 : 1893 553.477.954 5.73 ; 1894 367.525.279 5.37 ; 1895 356,195,293 5.10 1896 352,179,440 4.93 1897 365.774,159 5.01 1898 443,368,582 5,92 Die jährlichen Ausgaben für diese , zehn Jahre betrugen also durchschnittlies) $359,692,113. Die Zunahme der Ausgaben für ; diese zehn Jahre über den vorhergegangenen Zeitabschnitt betrug in runden Zahlen $100,000,000. Die folgende Tabelle zeigt die fakti- . schen und wahrscheinlichen Ausgaben i für die Jahre 1899. 1900 und 1901. Ausgaben von'1899bis 1901. AnSgadk. Pro opf 1W 5605,072,170 57.96 1900 (Bewillig.) .. 674,981,022 ; 8.69 1901 (noch Schätz.) 758,729,458 " ö.54 Durch Vergleich der Kopfzahl mit der Summe der Regierungsausgaben - erhält man die Kosten im Verhältniß ' zur Bevölkerung, wie folgt: Präsident Haytö. ;r Ja. voller, Pr ftoff . 1878 ....'47,598,000 $4.98 : 1879 4866.000 5.46 ! 1880 50,155,783 1 5L4 : 1881 51316,000 t 5.08 PrSsidentArthn?. j 1882 52,495,000 ; 54.91 ; 1883 53,693,000 l 4.94 1884 54,911,000 : 4.44 1885 56,148,000 ' 4.63 Präsident Cleveland. 1886 57,404,000 54.22 1887 58.680,000 4.56 '. 1888 59.974.000 4.46 1889 61.289.000 ' 4.32 Präsident H a r r i s o n. 1890 62.622.250 55.07 1891 63,975,000 5.71 1892 65.516.000 1 5.27 1893 66,946,000 5.73 Präsident Cleve land. 1894 68.397.000 55.37 ; 1895 ,878,000 5.10 1893 71,390,000 i 4.93 1897 72,357,000 ' 5.01 PräsidentMcKinley. 1898 74,389,000 55.92 1899 76,011,000 , 7.96 1900 77.676,000 : 8.69 1901 79,500,000 9.54 Aus diesen statistischen Zusammenftellungen geht hervor.daß in den zwanzig Jähren vor Ausbruch des spanischen Krieges die normalen Ausgaben der Regierung hro Kopf ungefähr $5 betrugen. ah5nd Herr Hayes Clair in 2hippensburg. Pa., jüngst mit einem Freunde einen ' Spaziergang machte, trat er einer Schlange auf den Schwanz und das Reptil lief ihm in ia2 Hosenbein. Der Mann hielt die Schlange mit dem ZZuße fest und sein Freund paöte sie beim Halse, so daß sie rein Unheil anrichter konnte. Um den gefährlichen Eindringling los zu werden, mußte Herr Clair sich schließlich entkleiden. Dr. Rudolph Hessel, der deutsche Gelehrte, welcher seit Jahren die Aufsicht üker die Brüte - Teiche der Bundes - Fisch - Commission führte, ftarb im Emergency Hospital" in Washington, D. C., im Alter von 75 Jahren. Sein Tod war die Folge eines Hitzschlages, den er erlitten hatte. Dr. K Hessel war in Baden geboren, erhielt aber seine erste Erziehung in Frankreich. Er studirte später auf den Universitaten in Heidelberg und Straßbürg, wo er sich den Doctortitel erwarb. In Gemeinschaft mit Prof. Sebold unternahm r eine Weltreise zu wissenschaftlichen Zwecken, bis er schließlich nach Amerika kam, um die rbige Stellung zu übernehmen : DerinderNähtvonMaydille. Mich., ansäßige Farmer John Strube stellte Abends seine frisch gernolkene Milch in die Kühlkammer und begab sich selbst nach dem Postamt. Als er zurückkehrte, entdeckte er, daß da5 Dratgitter des Kühlraumes zerrissen und die Milch verschwunden war. Während er sich noch übe? diesen sonderbaren Diebstahl den Kopf zerbrach, siel sein Blick zufällig w den Obstgarien. wo ein riesiger Meister Peß gemüthlich sich niedergelassen hatte und gerade noch die Milch aus seinem Barte roischte. Nachbarn wurden alarmirt und eine allgemeine Jagd auf den Bän begann, jedoch erfolglos. Es war dies der erste Bär, der sich seit Jahren in ien. Gaeud verirrte, -

Vermiete bei Catastropye.

Im Allgemeinen ist nirgends so viel, wie hierzulande, bei Berichten über Catastrophen, wie Feuersbrünste, du senbahn- und Dampfer-Unfälle, von Vermißten die Rede, und nicht wenige dieser Vermißten verschwinden für immer; sie mögen umgekommen und ihre Leichen verbrannt oder fonstwie unauffindbar geworden fein, aber sie mögen sicb auch unter den Lebenden in neuer Rolle befinden, obwohl sie officiell todt" sind und vermuthlich diesen officiellen Tod selber herbeigeführt haben. Es gibt überall Menschen, und vielleicht unter unseren modernen Verhältnisten besonders viele, welche wegen Geschäfts-, Familien- oder sonstigen Verlegenheiten sehr gerne aus dem Leben, d. h. aus ihrem bisherigen, verschwinden, wenn sich eine bequeme Gelegenheit dazu bietet, und nach Ansicht vieler unserer Polizeibeamten machen sich bei jeder großen Brand-, Entglei-sungs-oder sonstigen hierfür geeigneten Catastrophe einzelne Männer, und wohl mitunter auch Frauenspersonen, unsichtbar und lassen sich zu den Vermißten und vermuthlich mit Umgekommenen" zählen, um an einem neuen Schauplatz wieder aufzutauchen und unter Fremden ein ganz neues Leben anzufangen, während Angehörige, Freunde und vielleicht Gläubiger sie als todt betrauern. Nirgendswo zwar fehlt es an Solchen, welche ein Interesse daran haben, ihre derzeitige Eziftenz auf solche Manier abzuschütteln; aber wahrscheinlich geht es damit in den meisten anderen Culturländern nicht so leicht wie in dem unsrigen. auch wenn die Catastrophen ebenso häufig sein sollten, denn bei einem genauen und stramm durchgeführten Einwoh-ner-und Gäste - Meldungssystem ist natürlicherweise die Ausbeutung derartiger Vorkommnisse zu dem vorstehenden Zweck beträchtlich erschwert. Wo dagegen die Polizei weit weniger ihre Nase in das Kommen und Gehen jedes Individuums steckt, da bleibt viel mehr Spielraum für osficiellenSelbstmord". Kein Wunder, daß derselbe weidlich ausgenutzt wird. Für Manche mag die Verführung hierzu eine sehr starke sein, und ihnen die Gelegenheit sozusagen auf dem Prasentirteller geboten werden. Es kann z. B. Jemand thatsächlich in eine Brandcataftrophe gerathen und nur durch gutes Glück und in einer ganz unauffälligen Weife entkommen fein. Er fühlt, daß geradesogut sein Leichnam mit anderen Opfern in den Trümmern liegen und von den Flammen verzehrt werden' könnte, ehe erreicht würde, und es blitzt in ihm der Gedanke auf, wirklich zu thun, als ob es so gegangen wäre, und sich damit drückenden oder unglückseligen VerHältnissen zu entziehen. Manche mögen sogar ihren Spaß bei dem Gedanken an den Schrecken oder an Gewisscnsbisse haben, welche sie vielleicht gewissen Angehörigen, mit denen sie in ewiger Fehde gelebt, damit gleichzeitig verursachen. (Hin und wieder bereuen sie vielleicht später ihren Schritt, erscheinen auf's Neue in der alten Perfönlichkeit und können sich an gar nichts mehr erinnern".) Anderen wiederum mag sich die Gelegenheit nicht geradezu aufdrängen, aber sie mögen ihr mit offenen Armen entgegenkommen! Ein großer Hotelbrand, ein Eisenbahn - Unglück, namentllch wenn ein Theil des Waggons nachher verbrennt, oder durch eine Brücke rn's Wasser gestürzt ist. und in vielen Fällen auch eine Schifsscatastrophe bieten vortreffliche Versenkungen", um darin zu verschwinden. Man mag nicht genau wissen, wo sich die vermißte Person zur Zeit gerade aufgehalten hat. aber die Umstände sprechen dafür, daß sie dem Schauplatz des betreffenden Unglücks fehr nahe war, und in solchen Fällen sind die Meisten nur zu geneigt, das Schlimmste anzunehmen. Sollte gar in den Trümmern irgend eine Kleinigkeit finden, welche dem Vermißten gehörte, dann ist so ziemlich jeder Zweifel beseitigt, auch wenn man niemals eine Spur von der Leiche finden sollte. Eine solche Kleinigkeit wegzuwerfen, damit sie gefunden werde, ist aber häusig sehr leicht. Mitunter mag der officielle Selbstmord, im Gefolge von Catastrophen, auch zu einem sehr positiven Zweck erfolgen, nämlich zur Befchwindelung von Lebensversicherungs - Gesellschaften cder Logen, und vielleicht im EinVerständniß mit Angehörigen. Doch kommt dies heute verhältnißmäßig sehr selten vor, denn die von Jenen zu beschwindelnden Gesellschaften oder Logen sind äußerst vorsichtig gegen dergleichen geworden und vor Allem äußeist ungläubig; sie lassen sich fast nie auf die Zahlung vonGeldern ein, wenn nicht die Leiche, die nachweislicheLeiche, thatsächlich gefunden wird, und das Processiren in folchen Fällen ist eine langweilige, kostspielige und ungewisse Sache! Mm es aber lediglich darauf ankommt, sich aus seinem bisherigen Leben geräuschlos zu verziehen, unter Benutzung eines großen Unglücks als spanische Wand", dem wird höchst selten die Geheimpolizei nachgeheht; sein altes Lebensbuch ist damit gewöhnlich für immer zugeklappt. Vorsätzliches Verschwinden ohne Verbindung mit einer großen Catastrophe, wenn auch unter dem Anschein eines privaten Unfalls, kommt freilich auch noch vor, erweckt aber fchon von vornherein Miß trauen und ist aus die Dauer recht unwo. ..

Indiana Tribüne, Montag, den 27. August 1900.

Versteigerte Vrüute. r Hin und wieder erzählen die Zeitunzzen von dem Verkauf" einer Ehegattin oder Braut in diesem oder jenem Staate der Union und behandeln ein solches Ereigniß als höchst ausnahmsweise Curiosität. Es gibt aber auch eine Gegend innerhalb der Ver. Staaten, wo dergleichen noch heute etwas ziemlich Gewöhnliches bildet und mit allem geschäftlichen Raffinement von den betreffenden Angehörigen betrieben wird. Das gilt wenigstens bezüglich der Bräute. Diese Gegend erstreckt sich über das Territorium Oklahoma und das Indianerterritorium, wo unter den rothhäutigen Stämmen viel' schöne Mädcren wachsen", hauptsächlich bei den Greeks. Choctaws, Chicasaws. Kiowas und Comanchen. (Die übrigens auf streng getrennten Reservationen leben.) Vemerkenswerth ist noch dabei der Umstand, daß die betreffenden Väter. welche ihre Töchter verkaufen oder vielmehr an den Meistbietenden versteigern, meistens verhältnißmäßig wohlhabend sind, Besitzer fruchtbaren Landes und bedeutender Viehhcerden. Aber sie wollen ihr Einkommen noch extra erhöhen sogar ohne Rücksicht auf Schädigung der Stammes - Jnteressen, indem' sie ihre Töchter möglichst gut an Solche verhandeln, die gewillt sind, auf einen solchen Handel einzugehen, oder ihn gar erstreben. Und an Solchen mangelt es in diesen Regionen nicht. Theilweise gehören dieseKäuser resp. Kauflustige, zur berüchtigten Classe der Squaw Men", also jeuer Weißen, welche eine Indianerin nur zu dem Zweck heirathen wollen, dadurch gesetzlich Stammesmitglieder" zu werden und damit Rechte, auf den Besitz von Land und Vieh der Indianer zu erhalten. Auf solche Weise können sie ein gutes Geschäft" mcchen. auch wenn sie die Braut geradezu gekauft haben sollten. Wie sich denken läßt, gehören diese auch nicht zu den ärmeren Squaw Men", können daher mcht gleich diesen von dem Gesetz erreicht werden, welches die Licenz zur Eingehung einer solchen Heirath auf $1000 beziffert und in der That fchon viele der wenig bemittelten Spekulanten abgeschreckt hat. Indeß sind es keineswegs immer weiße Speculanten. welche sich Jndianerbräute kaufen, sondern es sind auch, genug der bessergestellten Indianer felbft darunter, und manchen dieser, kommt eS auch nicht darauf an, dabei zum Polygamisten zu werden. So erzählt man, daß der Comanchenhäuptling Quanah Parker nicht weniger als acht Frauen auf dem Auktionsmarkt" gekauft habe und sich einen förmlichen Harem halte! Erst vor zehn Jahren fing er damals noch ein jungerKrieger mit der Begründung desselben an. Es war fogar Romantik dabei. Denn er verliebte sich sterblich in die reizende und wohlerzogene Too-Nocey. Ob feine Neigung wirklich erwidert wurde, ist nicht bekannt; darnach fragte man auch ncht lange, sondern die Maid wurde von ihrem Vater, welcher Parkers Bewerbungen stark begünstigte. angewiesen, sich nicht spröde gegen ihn zu verhalten, und sie gehorchte auch prompt. Damit hätte die Verbindung nunmehr geschlossen werden können; aber der Vater des Mädchens wollte möglichst viel herausschlagen. Er veranstaltete daher eine regelrechte Versteigerung, wobei er selber den Auctionator spielte, und der Mitbewerb war lebhast genug! Die Angebote fingen mit 50 Ponies an und stiegen rasch. Parker's eifrigster Mitbewerber war der Häuptlinz Few Tails. Aber Parker übertrumpfte alle die Andern und erstand die Braut für 500 Ponies. Das war mehr, als er überhaupt besaß; aber er verpflichtete sich, das Fehlende allmälig hinzuzufügen; und arbeitete so getreulich zur Abzahlung der schönen Too-Nocey, wie nur Jacob seinerzeit für seine Rahel gearbeitet haben kann. Als er dann wirklich das Oberhaupt seines Stammes wurde, kaufte er sich, wie gesagt, noch mehr Bräute, trotzdem seine Liebe für die Erste noch nicht erloschen war. Beiläufig bemerkt, wird für diese Mädchen meistens in Ponies bezahlt; ein Pony wird dabei zu etwa 510 gerechnet, und Too - Nocey wäre also für ungefähr 55000 versteigert worden. Das ist kein sehr seltener Fall; mitunter soll sogar ein noch etwas höherer Betrag erzielt worden sein. Es kommt auch sonst vor. daß der Vater der Braut den Käufer einen größeren oder geringeren Theil der Summe allmählich abarbeiten läßt. Doch thun dies nicht Alle. Die Osajes besonders lassen sich darauf nicht ein, sondern verlangen den ganzen Betrag sofort. Uebngens geht es auf den Hochzeiten dieses Stammes lustiger, als bei allen anderen her, obgleich das Menü hauptsächlich aus Hundefleisch in verschiedenen Zubereitungen besteht. Eines schrecklichen Todes ist die 23 Jahre alte Gutsbesitzerstochter Karoline Fenzl in Nonndorf bei Gars in Nieder - Oesterreich gestorben. Die Unglückliche wurde in der Nähe ihres Hauses von einer Fliege gestochen. Wie später ermittelt wurde, war diese Fliege auf einer todten Natter inficirt worden. Trotzdem sofort ärztliche Hilfe von Gars requirirt wurde, konnte der mit' großer Vehemenz fortschreitenden Blutvergiftung nicht mehr Einhalt geboten werden, und nach anderthalb Taaen mx .das Mädchen eine Leiche.

Zur Nordpol-Forschung. Wie ein unstillbares Sehnen erfüll! es die Brust kühner Männer, durch die furchtbaren Wüsten des Polareiscs zu dringen und mit der Erreichung des Nordpols den Sieg des menschlichen G-:istes über die starren Hindernisse der Natur zu verkünden. Nansen, der Norweger, hat einen Theil seines Lebens an diese Titanenarbeit gefetzt, ohne sie zu vollenden; Sfabiee, der Schwede, und seine Gefährten, haben das toll kühne Wagniß des Nordpolfluges aller Wahrjcheinlichteit nach mit dem Tode gebüßt. Und mit wie viel Glück der Herzog der Abruzzen, der das Wohlleben des italienischen Hosts mit den Gefahren und Entbehrungen einer Entdeckerreise zum Pde getauscht hat, sein stolzes Wagniß zu Ende führen wird, liegt in der Zukunft dun!e!em

Schovlze. Aber immer neue Glieder wachsen dieser glänzenden Kette von Helden der Wissenschaft. Vor wenigen Tagen hat ein deutscher Seemann, Ca-pitän-Lieutenant Bauendahl, von Homburg aus eine Expedition angetreten. welche den Zweck hat, den Nordpol resp, davor gelagertes Land zu erreichn und, falls letzteres angetroffen wird, dasselbe zu vermessen und zu erforschen. Ueber seine Pläne hat er vor feiner Abreise folgende Mittheilungen gemacht: Unter Berücksichtigung der weiter unten angegebenen Route, welche ich wähle, und der Fundorte der Polarbojen Andres halte ich es nicht sür ausgeschlonen, Spuren von der Andrschen Expedition zu finden. An dieser Expedition betheiligen sich außer mir noch ein Steuermann. Herr N. Dreßler, und fünf Matrosen. Das Fahrzeug, mit welchem ich die Ezvedition antrete, ist ein früheres Hochsee-ft'scher-Fahrzcug; ich habe den früheren Namen Matador" für dasselbe beibehalten. Eine Maschine hat dasselbe nicht. Die Größe desselben beträgt 44 Rcgister-Tonnen. Ich gedenke mit demselben nach dem .Packeis nördlich von Spitzbergen zu segeln, wobei ich Spitzbergen imOsten liegen lasse, dann an der Packeisgrenze in östlicher Richtung weiter zu steuern und dort nach offenen Wasserflächen oder Wasserrinnen zu suchen, welche ein Vordringen nach Norden mit dem Schiffe gestatten würden. Falls ich dieselben finde, beabsichtige ich. mit dem Schiffe soweit wie möglich nach Norden vorzudringen und. wenn mit dem Schiff nicht weiter zu kommen ist, dasselbe zu verlassen und aufzugeben und über das Eis nordwärts vorzudringen. Ist mittels des Schisses ein nennenswerther Fortschritt nach Norden oder ein Eindringen in das Packeis überhaupt ausgeschlössen, so würde ich das Schiff an einer geeigneten Stelle, vielleicht auf den Sieben Inseln, unterzubringen versuchen und mich mit Ausrüstung und Mannschaft direct auf das Packeis begeben, um von dort den Marfch nach Norden anzutreten. Welchen Rückweg ich wähle, ob nach Franz JosefZ-Land oder Grönland oder nach sonst einer Richtung wird von den Strom-, Eis-, und anderen Verhältnissen abhängen. Zur Wahl dieses fckgcs und dieser Art der Ausführung haben mich folgende Gründe bewogen: Die Versuche, die vor ca. 350 Jahren gemacht sind, um den Nordpol mittels emes Schiffes zu erreichen, sind bisher an den vorgelagerten Eismassen gescheitert oder daran, daß. wenn offenes Wasser ein weiteres Vordringen nach Norden gestatte! hätte, man das Schiff nicht risliren sondern sich dasselbe als Basis erhalten wollte. In das Packeis nordöstlich von Spitzbergen ist meines Wissens bisher noch keiner mit dem Schiff eingedrungen. Porry befand sind, als er 1827 seine berühmte Schlittenreise antrat, mit seinem Schiffe nördlich von Spitzbergen, dort, wo nach den verschiedenen Berichten der Rand des Packeises infolge Zusammenstoßens des Golfstromes mit dem Polarstrom besonders compact zu sein scheint. Es erscheint mir nun wohl möglich, daß weiter östlich infolge anderer Stromverhältnisse die Gelegenheit zum Eindringen mittels Schiffes günstiger sein kann. Sollte die Bewegungsfäh!gkeit der Erpedition nach dem Verlassen , des Schiffes aus irgend einem Grunde, V. infolge Erkrankung der Theilnehmer. aufhören, so würden wir gezwungen sein, eine Schollen fahrt anzutreten. Daß man auf einem Eisfelde sicher fahren kann, beweisen ja die Fahrten der Hansa"- und Polaris"-Männer, nur muß man genügend.Nahrungsmittel und Heizmaterial haben. Ich nehme beides für zwei Jahre mit. Wenn die Ausrüstung, d'ie wir mitschleppen müssen, infolge dessen im Anfang auch ca. 200 Centner wiegt, so hoffe ich, daß wir trotzdem doch nicht willenlose Passagiere einer Eisscholle werden, obenqenannten Fall ausgeschlossen, da die Art und Weise, wie ich diese schwere Last zu transportiren gedenke, vortheilhafter und bequemer sein dürfte, als sie irgend einer der bisherigen Polarfahrer angewendet Hai. Ich hoffe, damit auch bei unebemm Terrain vorvarts zu kommen und infolgedessen auch geographisch-wissenschaftliche Resultate zu erzielen. Einen gemeinsamen Tod suchten die KaufmannLux jr. und Fräulein Paula Winter aus Danzig. Ihre Leichen wurden in einem offenen Vavillon, dem Freundschaftstempel", der sich auf einer romantischen Höhe bei Zoppot befindet, erschossen neben einAntut flufaeftirtben. . - .

Thousandft Have Kidney Trouble and Dont Know it.

How To Find Out. Fill a bettle or common glass with your water and let it stand twenty-four hours; a sediment or settling indicates an unhealthy cenditien cf the ' kidneys; if it stains your linen it is evidence cf kidney trouble: tco frequent desire to pass it er pain in the back is also convincing proof that the kidneys and bladderare out of order. Tfhat to Do. There is comfort in the knowledge so eften expressed, that Dr. Kilmer's SwampRoct, the great kidney remedy fulfills every wish in curing rheumatism, pain in the bacH, kidneys, liver, bladder and every part cf the urinary passage. It corrects inability to hold water and sealding pain in passing it, er bad effects follcwing use cf liquor, wine or beer, and overcomes that unpleasant necessity cf being compelled to go often during the day, and to get up rr.any tirnes durin g the night. The mild and the extraordinary effect cf Swamp-Root is scon realized. It Stands the highest for its wenderful eures cf the most distr essin g cases. If you need a medioine you should have the best. Sold by druggists in 50c. and ZI. eizes. Ycumay have a sample bettle es this wonderful ciscovery and a bock that teils more about it, both sent absolutely free by mail, aoaress ur. ruinier cz. Hone of Swamp-Roct. Co., Binghamton, N. Y. When writing men tion reading this generous offer in this paper. Pilzzitchtenöt Ametseu. Die Nachforschung hat nicht selten die Erfahrung gemacht, daß merkwürdige Erscheinungen, die zunächst als besondere Naturwunder der TropenWelt und ferner Erdtheile geschildert wurden, in der Heimath beinahe ebenso gut zu beobachten smd ein ermuthigender Beweis sür jeden Liebhaber der Natur, der in seiner nächsten Um gebung noch immer Neues entdecken kann. Ein hübsches Beispiel diesem Art war die Entdeckung, daß die " in fast ganz Europa verbreitete schwarze Holzameise (Lajsiu suliginosus), dir größte Art ihrer Sippe, mit tropischen Ameisenfamilien ine höchst sonderbare Lebensgewohnheit theilt. Es finden sich nämlich in ihren Nestern Colonieen von. Pilzen, und zwar so ständig, daß man ihre Ansiedelung an den Wänden der Jnsectengebäude unmöglich als das Werk eines Zufalls betrachten kann. Dann bleibt aber kein anderer Schluß als die Annahme, daß die Ameisen das Wachsthum der Pilze in ihren Wohnungen entweder geradezu veranlassen oder in so hohem Maße begünstigen, daß der Pilz dieser Einladung stets willig gfolgt. Die Holzameise bezieht die Wände ihrer untrirdischen Räume mit Pflanzentheilchen, die sie vorher ge-. nügend zerkleinert hat und dann mit einer aus gewissen Drüen fließenden klebrigen Flüssigkeit zusammenpappt. Auf dieser merkwürdigen Tapete lassen sich nun regelmäßig Pilze in braunen Fäden, deren Gestalt einer Perlenschnür ähnlich sieht, nieder. Der Pilz ist sorgfältig untersucht worden und hat den Namen des ameisenfreundliehen Wandpilzes" (e.pto8prjura Wrvaecodilurli) erhalten. Er bedeckt die Kammerwände des Ameisenbaues wie mit einem sammtähnlichen Flaum, der aus langen haarähnlichen Wucherungen besteht. Der Botaniker Lagerheim hat neuerdings Culturen dieses Pilzes gezüchtet und seine eigenthümlichen Wachsthumsformcn unterfucht. Es ist nun die Frage, was die Ameisen mit diesen Pilzen anfangen, denn sie müssen doch irgend eine Liebhaberei für sie haben. Am nächsten würde die Vermuthung liegen, daß sie sich von seinen Fäden nähren, aber wahrscheinlich ist dies nicht der Fall, da sich die Holzameisen so reichlich Nahrung an Pflanzensamen und an kleinem Gethier zusammenschleppen, daß sie den Pilz kaum in erheblichem Maßc als Speise in Anspruch nehmen dürften. Lageiheim ist vielmehr zu der Annahme gelangt, daß der Pilz den Ameisen für ihre Tapete aus Pflanzen stückchen gleichsam den Kleister liefern muß indem die Drüsen der Ameisen nicht oenug Klebestoff dazu hergeben. Die Pilzwucherungen sondern einen jähen Schleim ob. der jedenfalls bedet,tend dazu beiträgt, die Pflnzenthcilchen. auf denen er wächst, zusamnienzukitlen. und die Wandungen der von den Ameisen bewohnten Räume zu verfestigen. Außerdem dürfte per eigenartige, vom Pilz gebildete Flaum den Ameisen d5.s Entlanalauscn und Emporkriechen an den steilen Wänden erleichtern. Nebenbei mögen sie wohl auch etwas von den Pilzsäden naschen, da man sie aelegentlich an ihren Wänden hat nagen sehen. Der Pilz zieht seinerseits von der Freundschaft mit den Ameisen den Vortheil, einen gedeckten Tisch zu finden, da ihm die von den Thieren herbeigeschlepptepn Pflanzentheilchen und der an ihnen sitzende Ameisenspeichel zur Nahrung dient olso eine für beide Theile recht nützliche Liebe. ' -JnderNähevonMonta-b a u r im Nassauischen wollen die Gelehrten eine uralte Stadt entdeckt haben, von der Größe der Stadt Koblenz. Auf Grund der bei den Ausgrabungen gewonnenen Fundstücke wurden die Ueberreste der Ansiedlung als altkeltische bestimmt, als eine in daS fünfte Jahrhundert v. Chr. hinaufreichende Wohnstätte, die zur HallftattPeriode gehört. . . '

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