Indiana Tribüne, Volume 23, Number 337, Indianapolis, Marion County, 26 August 1900 — Page 7

Women as Well as Men Are Made Miserable by Kidney Trouble.

Kidney trouble preys upon the mind. discourages and lessens ambition; beauty, vigor and cheeriumess soon disappear when the kidst? neys are out of Order Lh or diseased. jiyj Kidney trouble has pvSSiJ : become so prevalent i ii uiiuusnoiuncommon lforachild to be bo HL? afflicted with weak kio- - neys. If the child urinaies too often. if the urine scalds the flesh or if, when the child reaches an age when it should be able to control the passage. it is yet afflicted with bed-wetting, depend upon it. the cause of the difficulty is kidney trouble, and the first step should be towards the treatment of these important organs. This unpleasant trouble is due to a diseased condition of the kidneys and bladder and not to a habit as most people suppose. Women as well as men are made miserable with kidney and bladder trouble. and both need the same great remedy. The mild and the immediate effect of Swamp-Root is soon realized. It is sold by druggists. in fiftycent and one dollar sizes. Yqjj may have a sample bottle by mail free, also pamphlet teil- nom of swamp-noot. ing all about it. including many cf the thousands of testimonial letters received from sufferers cured. In writing Dr. Kilmer U Co.. Binghamton. N. Y. be suro and (mentioa this (aper. JJefdjäls-leflOieifcr von AiWQLiS. Lcbcnsvcrsichcrung. ?!rw Porf Life Insurance Company. . anlerg:r, Zp. Aq?nt, 2iX Indiana Trust Bilding. American Heimat" Lif: 'ns. Co.. 3 Cft War. sei Ztr. (r. B. Äartinrale, Prs. Capital $200,0jO. Pianos und D!usikalicn. Carlin . Senner, 59 Zt Market Str. Landwirtschaftliche Gcräthc u. Wag:'.! Holten W. B. Mfg. Co., 239 Cst Wash. H. T. Cond.' Imxlcmen! Co.. 27 N. Capitol Ave. Winter k Hummel, 221 53. Äashinglcu. r. fitsffrtnnrtri'tt f ftriTrfnVY juukiivuutiti V v""!"' Saggctt & Co., 13 Wft Gcorgia Str. Schnittwaarcn. Murphy. Hibden & Co.. 135 Z. Meridian. Rasens 4 (i'c:cc5 Co., 20G S. Meridian. GrundciMthum und Vcrsichcrnng. Cpann. Ichn Z. k Co.'. 80 Cjt Mark.t. Fcncrvcrslchcrunzsgcscllschaftcn. Jndicna Insurance Co., Chas. Schur:ra:i, Präs.; Tho:. B. Linn, cecrctär. Eisen- und Blcchwaarcn, GcwkZzr?. Layman & Carey Co., 111115 Z. Mcr.d. Lcdcr, TrciSricmcn, Packinatcrial. Hite. .'cazh.'r k Bclting Co.. 227 c. Meridian Str. Vundärztlich: Instrumente. 2). H. Aruiftreng k Co., 224 Z. Meri) ?n. Pn:np:n, Wasserleit!'.7,z, Fahrzeug'. Ccmstock & Cccnse Co., 371 Z. Meridian. Lbst lind Prodnftc Eommissioil. Cy.'rup k Co.. 2224 Z. Telaware Z:t. Jce Ercanl. Zurnes, N. '12 N. PennZylrania ZU. Bauliol;. Ccburn. 5enry. Eeorgia Str. Weißblech. Tanner & Sullivan. 216 3. Meridian Zix. PuyVaarkn.Fahnley k McCrca, 240 Z. Meridian Str. Bäckereien. The Parrctt & Tagart Bakery. Tel. 800. Pryce's Vakcry. 14 Ct South ZXi. H'itc, Hzndzchnhe etc. Hendrickson, efler & Co.. 131 Z. Meridian. Eisen- und Echmiccwaarcn. Vonncgut Hardirarc Co.. 12' 124 t Washington Ctr. Eisen und Stahl. ' 5c2iday, W. ?. Co., 107 S. Merttiau. Kutschen und Reparaturen. Äoddins. Irvin k Co.. 32 Cst Cecrzia Str. Spiele und Spiclwaarcn. Mayer. CharlcZ k Co., 29 W. Washing!on. Truggistcn (WhIlcsalc). Indianapolis Truq Co., 21 O. Marhland. Ward Brcs. Trug Co.. 120 S. Meridian. Eugen und Wcrkzcnge. E. C. Atkins & Co., 402410 S. JllinoiZ. Trust-t?omVagn!en. Jndiana Trust Co. k Sasety Vault. Safe Tcposit Vault?. Jleichers Cafe Teposit, 30 Ost Washington. Voxeö und auswärts. Samcnhändlcr. , Huntington k Page. 130 Oft Market. Schuhe und Sticfcl (Wholesale). - W. T. (Socptx Thoe Co.. 127 S. Meridian. 3c Hendricks. i'ance Co., 215 . Meridian. Banken. The Capital National Bank. 28 S. Meridian tr. M. B. 2Nlson, Pras, - 3'3. T. Churchman, stcfiirer. LeichenSestatter. Lrinfteiner Pros., 522 OftMarket Str. Farben, Oele und Glas. The A. Vurdsal Co.. 102 3. Merlan Str. Jnvianapolis Paint k Color Co.. 240243 Massachusetts Ase. ' ' Grocers (Wholesale). Geö. S;?tV, 297 8. Meridian Sir. Prinfmuttr. Ilu5".4 k'o' : ' ' 7 , cm . : v : rri. I t . .

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ZZiil.M. Cm Lärchen ron W. Ernst. lls JunA - Spielmanns Lieb ihm untrcu geworden, durchzog er die LanU, vzll scknerzlichcnSehnens und sang herzbetrüb:nde Weisen landaus, landein. Mit Fidcl und Bogen, Mein einziges Gut, So komin' ich gezogen. Ein fahrendes Blut. In Dörfern und Städtchen, So nah und so fern. Die lieblichsten Mädchen Sie hören mich gern. Sie lauschen den T'nen Mit ernstem Gesicht; Doch alle die Schönen Verstehen mich nicht.. Sie lohnen mein Singen , Mit Jubel und Scherz. Und hören nicht klingen Mein sehnendes Herz! So zieh' ich und spiele Von Lande zu Land; Es lauschen mir viele, Bin keinem bekannt: Wer mag sie erfassen, Die Schmerzmelodie? Verlassen, verlassen. Verlassen bin i!" Das war der Grundton seiner Lieder: Die Klage um ein verlorenes Glück und das Verlangen nach einer großen, reinen und treuen Liebe. Aber an eine solche Liebe wollte sein getäuschtes Herz nicht mehr glauben, und neben dem Schmerz erwachten immer mehr Groll und Verbitterung in seiner betrogenen Seele, und die dürsteten nach Rache; und weil er in der e i n e.n Geliebten die Krone des weiblichen Geschlechtes gesehen hatte, traf sein Groll mit ihr auch die ganze Mädchenwelt: denn wie die Eine, meinte er. sind sie alle, falsch und treulos. Es liegt eine wunderbare Zaubermacht in den Liedern der Sehnsucht, in den Melodien eines gebrochenen Herzens. Mit dämonischer Gewalt entfessein sie einen Sturm wildwogenderGefühle, vor allem in jugendlichen Mädchenherzen; und je unklarer ihnen der Sinn und die Quelle du leidenschaftlichen Worte und Töne ist, desto magischer und unwiderstehlicher werden die Holden davon angezogen; erst ist es ein grenzenloses Ätttleid, das ihre schimmernden Auge n-t Thränen erfüllt, dann pocht ihr H:rz in heißen Sehnsuchtsschlägen, dann jauchzt es auf und lacht und weint vor nie gekannte? Seligkeit, und dann taumelt es wie der Falter in das Licht, sich zu verzehren in flammend:? Liebe. Der milde Frühlingssonnenschein erweckt die zarten Blüthen, daß sie stille duften und in lieblichem Blühen das Auge erfreuen: so weckt eine sonnige heilige Liebe ein seliges Liebesleben. Wenn aber der wilde Sturmwind die Blüthen mit sich fortreißt, dann wirbeln sie dahin durch die Lüfte und sterben, so weckt die Leidenschaft einen rasenden Taumel, der ein unschuldiges Herz mit nie geahnter Wonne erfüllt: was ist die stille Lenzesliebe gegen dieses Stürmen und Wogen? Aber jene bringt dauerndes Glück, dieses Tod und Verderben: und doch! Das entflammte Herz jauchzt auch dem Untergang entgegen, als sei er die höchste Seligkeit. Bald merkte Jung - Spielmann den hinreißenden Zauber, den seine Sehnsuchtslieder auf der Mädchen Herzen ausübten, Augen, die bisher harmlos und klar geblickt hatten, leuchteten auf in einem neuen Glanz und ein Feuer loderte aus ihnen, das ihnen bisher fremd gewesen war. Knospende Busen begannen zu wogen, schwellende Lippen zuckten und glühten und in die Wangen der zartesten Unschuld stieg die heiße Röthe des Verlangens. Das erblickte Jung - Spielmann, und er freute sich seiner Macht, mit wilder, boshafter Freude .... Fern in Arabiens Märchenwäldern t?ar einst ein Vogel mit buntem Gefieder, dergleichen auf Erden nicht zu sehen. Vül-Bül war der Name des Wundervogels; das wunderbarste aber wzr sein Gesang, durch den er dieMenschen verzauberte. Es zogen viele Helden und Königssöhne aus, den Vogel zu gewinnen; aber keiner kehrte wieder. Denn wenn sie dem Baume sich nahten, in dessen Zweiget cr saß. hub er an ein Lied von solch rührender Sehnsucht zu singen, daß ihre ganze Seele davon gefangen genommen wurde; athemlos standen sie stille und lauschten. Und er sang, wie so einsam und verlassen er sei, und wie sein Herz sich sehne nach Ruhe, süßer Ruhe. Ach, daß nur eine: käme, der Mitleid mit mir hätte, und mir das eine Wörtlein zuriefe: Ruhe! Dann fände ich die selige Rast, nach der ich vergeblich begehre." Und Keiner war", der diesem Schrei des Verlangens widerstand und nicht erbarmunzsvoll das Wort gesprochen hätte: Ruhe!" Sobald aber dies Wörtlein ausgesprochen war, hatte der Vogel Blll-Vül Macht über den Sprech:r und verwandelte ihn in einen Baum. Und der Wald wuchs um den trügerischen Vogel her. Da kam einstmals eine Königstochter in den Wald, den Vogel zu fangen. Die hatte ein kaltes Herz und das Mitleid war ihr fremd. Da mochte der Voael Bül-Vül noch so rührend flehen, sein Sang erweichte ihr Herz nicht, das Zauberwort blieb unausgesprochen und Bül-Bül mußte in einen goldenen Käfig fliegen, darein das Mädchen ihn verschloß. Run war er ihr Gefangener und mußte ihr seine Geheimnisse deichten, so daß sie den ganzen Wald ver-

wünschen:? Prisen und Ritter entzaubern Ur.nund mit einem aewaltiaen

Hofstaat dankbare? Helden in ih? Reich zurückzog. So erzählen sich die Araber beim raubthierscheuchenden Lagerfeuer in der kühlen Wüstenoase sinnreiche Märchen. Jung-Spielmann hatte .Bül - BLls geheimnißvolle Macht erkannt und sich zu eigen gemacht. Er klagte in seinen Liedern, wie verlassen er sei, von keiner Schönen geliebt; er flehte um einen !,'isnungverheißenden Blick, sein sehnendes Herz zur Ruhe zu bringen. Und zaubermächtig wirkten seine Worte und Melodien, nicht minder seine seelenvollen Augen. Und die unschuldigsten Mädchenseelen und die weltgewandtesten Schönen, sie gaben sich dem Zauber gefangen. Ruhe!" sprachen ihre liebestrahlenden Augen, und dann waren sie ihm verfallen: er spielt: mit ihren Herzen, wie mit den seinen gespielt worden war; ein Zauberbann hielt sie an ihn gefesselt; sein Kuß durchströmte sie mit unbezähmbarem Verlangen und wenn er die Stunde genossen, zog er weiter: hoffnungslose Liebe weinte ihm nach, und die Herzen, die er gebrochen, konnten sein nicht vergessen und konnten ihm nicht fluchen. sie mußten ihn lieben und sterben. Und ein böser Ruf folgte ihm nach und eilte ihm voran durch alle Lande. Man warnte und hütete vor ihm alle Mädchenherzen; doch Alles umsonst: sein schlimme: Ruf erweckte ihre Neugie? und zog sie an. wie die Flamme den Falte?; nach ihm sehnten sich und ve?zeh?ten sich in Ve?langen auch die ihn nie g:sehen und seinen Liede?n noch nie gelauscht. Abe? eine wa?, die lachte. Sie wa? das schönste Mädchen in allen Reichen; weithin e?scholl de? Preis ihrer Reize, Königssöhne lagen ihr zu Füßen, Dichter und Sänger umschmachteten sie und erhoben ihren Namen zu unvergänglichem Ruhme. Sie aber spottete aller Huldigungen, Stolz hatte ihr Herz verhä?tet und die Blüthenkeime de? Liebe hatte de? F?ost maßlose? Eitelkeit vo? de? Zeit ve?nichtet, daß keine Gluth de? Welt sie zum Leben erwecken konnte. Jung-Spielmann aber dachte in seinem Herzen, auch dich will ich besiegen; erst dann will ich zufrieden sein, wenn auch die stolzeste der Schönen in schmachtendem Verlangen zu meinen Füßen sich windet. Und er trat vor sie hin und sang seine glühendsten Weisen und verfolgte sie mit verzehrenden Blicken. Aber hier war sein Zauber umsonst; sie verachtete sein Werben und spottete seiner sehnsüchtigen Verse; denn alle Leidenschaft vermag ein steinernes Herz nicht zu erwärmen, und alle Poesie erweicht es nicht. Und immer eifriger umwarb JungSpielmann die schönheitstrahlende Jungfrau, sein Stolz war verletzt, um seine Zaubermacht ward ihm bange; immer glühender sang er von seiner Liebe und sein Herz entzündete sich, da sein Begehren keine Befriedigung fand. Bül-Bül war im goldenen Käfig gefangen; er trieb nicht mehr sein Spiel mit schuldlosen Herzen er selber war ein Spiel der Leidenschaft geworden. Und die Kunde davon durcheilte die Lande und löst: überall den Bann, der die bezauberten Herzen gefangen hielt, wie der Frühlingswind die Quellen erlöst aus den Banden des Eises. Und als nun der Spielmann mit seiner verschmähten Liebe verzweifelnd von dannen zog, da sah er, wie Alle sich von ihm wandten und wie er ein Spott gewo?den. denen, die e? zuvo? in den Staub get?eten. Abe? das kümme?te ihn nicht meh?: fo?t t?ieb es ihn, fort, in der Einsamkeit sein Leid zu begraben. Müde und gebrochen erreichte er eines Abends dn Saum eines g?oßen Waldes. Wie lieblich sangen die Vögel! E? ho?chte hoch auf! Alte Liede? wu?den in ihm lebendig, wie ein Nebel ze??ann vo? seinem Geiste sein i??endes Leben und ve?gessene Bilde? eine? goldenen, ?einen Zeit nahmen seinen Sinn gefangen. E? dachte seines e?sten Liebs und de? seligen Stunde, da e? ih? goldenes Haa? zum e?sten Male du?ch das Dunkel des Waldes im Abendsonnenglanze hatte aufleuchten sehen. Eine unendliche Sehnsucht erfaßte sein Herz: noch einmal nur hätte er sie sehen mögen er wollte ih? Alles vergeben. Siehe, da leuchtete es so roth und golden in der Ferne, wie dazumal! Jung-Spielmann eilte dem Schimmer zu, und da sah er sein Lieb, bleich und abgehä?mt, abe? schöne? denn je: eine unendliche Milde leuchtete aus ihren trau?igew Augen. O. daß du zurückkehrtest!" seufzte die Holde. O, daß ich noch einmal dir sagen könnte, daß ich nur dich allein wahrhaftig liebte und noch liebe! Was du gethan in der weiten Welt, nachdem du von mir geschieden, was mir die boshafte Hexe erzählt ach! ich verdiente es tausendmal, das Alles kann dir mein Herz nicht mehr entfremden. Die Reue hat mein Leben verzehrt; nur einen Blick der Vergebung, nur einen Hauch des Mitleids von dir, so wollte ich Qttn sterben!" ; . Und nun hub sie an und begann zu singen, und sang mit himmlischer Stimme alle die Lieder, die einst ihre Eifersucht entflammt hatten, alle die Lieder, die sie einst in de? Hexenhütte Zn g?ausamer Lust gemo?det hatte, und die du?ch ihre Reue zu neuem Leben erweckt worden waren. Da brannte Jung-Spielmanns Herz und er eilte in ihre Arme. Vergib mir!" rief er ihr zu. Nu? du bist meine erste und meine letzte Liebe: wohl mir, daß ich erwacht bin aus unseligen Träumen!" Sie aber flüsterte bange: Ach! daß du mir vergeben könntest, was ich in herzloser Eifersucht an dir verschuldet; ich trage allein die ganze Last der Schuld, da ich deine Liebe in meinem Herzen ve?leumdete um de? schönen, unschuldigen Lied? wMen. nd mei.'

Te'eue di? b?ach. um i zu ve?de?ben. Und siehe, diese Liede? allein, erst ?ächend in wahnsinnige? Reue, dann tröstend in wehmüthigem Gedenken, haben mein Leben gefristet, bis ich dich wiederfand." Jung-Spielmann aber preßte sie an sein Herz, und ihre Lippen fanden sich in seligem Kuß. Im Hüttchen am Waldessaume lebte Jung-Spielmann mit seinem wiedergewonnenen Lieb. Es gab kein Heim landaus landein, da so viel Glück und reine Liebe wohnten. Nicht die Liebe dr Unschuld, der alle Stürme noch drohen, nicht die Liebe der Leidenschaft, die verblüht und verrauscht, sie hatten die Liebe gefundcm, die allen Gefahren trotzt, die Liebe, die allein beständig und treu bleiben kann in allem irdischen Wechsel, die höchste, die reinste von allen, die schuldve?gebende Liebe! t Zur lmkcn" Fang. Kaum ist es, nach Ueberwindung endloser Schwierigkeiten, der österreichischen Kronprinzessin - Wittwe Siesanie gelungen, an der Seite eines neuen, an Stand ihr unebenbürtigen Gatten ein wenig Glück und Entschädigung für lange, schmerzensreiche Jahre zu finden, da hat auch der öste??eichische Th?onfolge?, E?zhe?zog Franz Ferdinand, eine fogenannie morganatische Ehe geschlossen. Die Auserwählte feines Herzens ist, wie der Leser weiß, die Gräfin Zdenka Chotek. Freilich muß sich die schöne böhmische Comteß mit der Stellung einer morganatischen Frau, eine? Ehe zu? linken Hand" b:gnügen, wie man noch heute diese Verbindungen zu nennen pflegt, obschon de? Gebrauch der Fürsten solchen unebenbürtigen Lebensgefährtinnen thatsächlich vor dem Alta? statt de? Rechten die Linke zu reichen, längst in Wegfall gekommen ist. Derartige Ehen sind im Hause Habsburg, in dem eine besonders strenge Etikette ihre Disciplin ausübt, äußerst selten gewesen. Der Erste, der eine solche schloß, war Ferdinand, der zweite Sohn des gleichnamigen KaiserS, welcher sich 1557 heimlich mit der 5lugsbu?ger Patriziertochter Philippine Welser vc?mählte. Die Standesvorurtheile spielten damals noch eine ande?e, mächtigere Rolle als heute, und wenn die schöne Welserin" auch nicht ein so g?ausames Geschick e?fuh?, wie hunde?t Jah?e f?üher jene andere Äugsburgerin Agnes Bernauer, die ih?e heimliche Ehe mit dem baye?ischen Herzog Albrecht III. durch- einen schimpflichen Tod in Un Wellen der Donau büßen mußte, so stieß auch ihre Liebe auf Widerstand genug. De? Kaiser Fe?dinand I. ve?bannte seinen Sohn aus seine? Nähe und ve?söhnte sich mit ihm erst wiede?, als e? ve?sp?ach, seine Hei?ath geheim zu halten, und fü? sich und seine Nachkommen (seine beiden Söhne sta?ben kinde?los) auf die E?bfolge zu ve?zichten. Und wer weiß, ob der Kaiser diese Nachgiebigkeit gezeigt hätte, wenn es sich nicht um eine Tochter des alten, edlen Geschlechts der Welser gehandelt hätte, das seinem Bruder und Vorgänger Karl V. zusammen mit den Fugger zwölf Tonnen Goldes vorgeschossen hatte. Erst in diesem Jahrhundert schlössen wieder zwei öste??eichische E?zhe?z'öge Ehebündnisse unte? ih?em Range. E?zhe?zog Johann, de? spätere Reichsverweser, füh?te 1827 Anna Plochel, die Tochte? des Postmeisters von Aussee, heim, welche erst zur Freifrau von Brandhof", nach einem Bauerngute deS Erzherzogs, dann zur Gräfin von Meran" erhoben wurde, und E?zhe?zog Hein?ich, ein B?uderssohn Johannes, wählte sich 1868 eine Gefährtin in der Tänzerin Leopoldine Hofmann, die seitdem Baronin von Waideck" hieß und mit d? e? in seinem Bozene? Palais eine unget?übt glückliche Ehe füh?te. Sind morganatische Verbindungen gerade in neue? Zeit imme? häufiger gewo?den, so sind doch diejenigen Falle imme?hin ve?hältnißmäßig selten, daß regie?ende Fü?sten, ode? zu? Regierung be?ufene, solche eingehen, und wenn dies geschieht, so wa? de? Bet?ef sende, fast ausnahmslos, schon vorher verhei?athet und hat nun, Wittwe? geworden, da aus seiner ersten Ehe die Thronfolge gesichert ist, diejenigenRücksichten, welche diese sonst auferlegt, nicht mehr zu nehmen. Dies trifft auch auf die einzigen gegenwä?tig mo?ganatisch ve?mählten eu?opäischen Souveraine zu, die beide ih?e jetzigen Gattinnen den K?eisen de? Bühne entnommen haben, nämlich den He?zog von Sachsen - Meiningen, der, ehe er vor 23 Jahren die kunstsinnige Baronin Heldburg, die damals Ellen Franz hieß, ehelichte, bereits zwei Frauen v:?lo?en hatte, und auf den ?egierenden Fürsten Reuß jüngerer Linie, der bald nach dem Tode seiner ersten Gemahlin, der Herzogin Agnes von Württemberg, einem Mitglieds desGeraer Stadttheaters, das seitdem Frau von Saalburg heißt, die Hand zum Ehebunde bot. Alexander II. von Rußland trat ein Iah? und vier Wochen, nachdem seine Gemahlin, die Zarin Marie, gestorben war, mit de: Fürstin Catharina Dolgorowa. jetzt Fürstin Jurkewskaja, vo? den Traualta?, und Victor Emanuels II. von Italien Gattin, die öste??eickiiscke Cratact'rn Adelheid laz seit fünfzehn Jahren im Grabe, eft d:r Re Galantuomo die schöne Rosa Lereellone, ein echtes Kind des Volkcs, zu seinem Weibe erhob und ihr fü? sich und ihre Kinder den lieblich klingend:

. 5?amen einer Gräfin von Mirafiori und Fontanasreooa 'unoerolume und Frischquell" zu Deutsch all Morgengabe schenkte. Vor fünfzig Jahren spielte hinter den Coulissen der europäischen Politik eine ehemalige Balleteuse und Putzmacherin, die De- ! moiselle Rasmussen, eine nicht unbe1 deutende Rolle, nachdem sie als .Grä-

sin Dannen" die dritte Gemahlin des dänischen Königs Friedrich VII. geworden war, dessen erst: Ehe mit der Prinzessin Wilhelmine von Dänemark ebenso wie die zweite mit derPrinzessm Karoline von Strelitz mit einer Scheidung geendet hatte. Und ein Vorgänge? dieses Königs, F?iedrich IV. von Dänemark, schritt drei Wochen nach dem Tode seiner e?sten Frau, der Königin Louise, zu einer neuen Heiroth mix- der Gräfin Sofie Dorothea Reventlow, die den Titel einer Herzogin von Schleswig erhielt. Das klassische Beispiel einer Ehe zur linken Hand gab aber schon Philipp der Großmüthige von Hessen, indem er sich neben seiner rechtmäßigen Gemahlin, Christine von Sachsen, die seine rechte Hand besaß, Margarethe von der Saal zur Frau linker Hand" nahm, weshalb sie im Volke auch die linke Landgräfin" genannt wurde. Margarethe schenkte ihrem linkshändigen Gatten acht Kinder, die den Namen Grafen und Gräfinnen zu Dietz" führten und von denen sieben Söhne waren. Keiner von diesen setzte den Stamm fort. Sie. verschmähten," wie ein hessischer Chronist schreibt, die Ehe, aber nicht die Liebe, welche sie in der ausschweifendsten und selbst mit Frevelthaten vielfach bedeckten Weise gefröhnt hatten." Daran, daß fast alle in jungen Jah?en sta?ben, sah man einen Beweis dafü?. daß d? Elte?n Missethat an den Kinde?n ge?ochen we?de." Morganatische Verbindungen sind übrigens gerade im hessischen FürstenHause eine oft wiederkehrende Erscheinung. So vermählte sich der Großherzog Ludwig III. sechs Jahre nach dem Tode seiner Gemahlin Mathilde, einer Schwester des bayerischen Prinz - Regenten Luitpold. 1868 mit einem Mitgliede der Darmstädter Hofbühne, Fräulein Magdalene Appel, Baronin von Hochstaedten, die ihren Wittwensitz in Wiesbaden gewählt hat, und sein Neffe und Erbe Ludwig IV. erregte 1884 durch seine heimliche Trauung mit der geschiedenen Frau des russisehen Diplomaten von Kolemine, Gräsin Alexandrine Czapska, die allgemeine Aufmerksamkeit. Die Ehe wurde bekanntlich sehr bald annullirt, und die Gräfin Romrod" diesen Namen hatte sie vom Großherzog erhalten hat sich seitdem mit dem russischen Minister - Residenten in Marokko, Herrn von Bacheracht, wiedervermählt, noch heute eine schöne, gefeierte Frau. Das Publikum interessirt sich für derartige Heirathen zur linken Hand" immer außerordentlich, und nicht nur aus müßiger Neugier. Es wittert vielmehr hinter ihnen und meist mit Recht einen vorangegangenen Conflict zwischen der Liebe und der Pflicht, die hier allerdings oft auch nur ein Standesvorurtheil ist dieser Conflict, der fast Niemandem erspart bleibt und der darum der menschlichste, von allen ist. Im Gedächtnisse des Volkes prägen sich solche Begebenheiten oft auf lange Zeiten hinaus ein und dem Dichter dieten sie willkommenen Stoff. Wer hat z. V. nie von der hübschen Apothekerstochter Anna Föhse gehört, die der alte Dessauer", Fürst Leopold von Anhalt, nach langem Kampfe erst zu seinem rechtmäßigen Weibe machen konnte, nachdem der Kaiser sie zur Reichsfürstin erhoben und sie ebenbürtig erklärt hatte! ' Leopold? ältester Sohn Wilhelm Gustav folgte dem Beispiele des Vaters, aber erst auf dem Todtenbette wagte er es, diesem zu aestehen, daß er heimlich vermählt sei und seine Frau, die Brauerstochter

i Sophie Herre, ihm neun Kinder geschenkt habe. Sehr erbaut wird der -alte Haudegen bei diesem Geständnisse schwerlich gewesen sein, doch sorgte er treulich für die plötzlich auftauchende Enkelschaar und deren Mutter. Sie wurden zu Grafen von Anhalt" gemacht, und aus ihrer Reihe erhielt" Preußen mehrere tapfere Officiere. Von den Fllrstengeschlechtern Deutschlands dürfte, nach dem hessischen, das anhaltische das Stammhaus der zahlreichsten Ehen linken Hand entsprössenen Adelsfamilien sein, wie ja auch die Grafen Waldersee und Westarp ihren Ursprung aus ihm herleiten. Wenn vor zweihundert Jahren ein kleiner deutscher Duodezfürst ein simples Fräulein von" zum Eheweibe erko?, dann ?auften sich die Höflinge entsetzt die Allongepe??Lcken. Da ist man denn doch heutzutage etwas tole?anter. Allerdings Erzherzogin ist die Gattin des öster?eichischen Thronfolgers nicht geworden, denn die Choteks gehören nicht zu den ehemals reichsunmittelbaren Grafengeschlechtern. EineNtminiseenz. DieSchreckensnachrichten aus China rufen die Erinnerung an das Gemetzel wach, das vor dreißig Jahren, am 21 Juni 1870, in Tientsin stattfand. Dort wohnten in der eigentlichen Chimsenstadt, ' fern von den europäischen Concessionen, der französische Consul Fontanier, der Pater Chevrier vorn Orden der Lazarisitn und zehn mit Kranken und Waisenpflege beschäftigte Schwestern, zumeist französischer Abkunst. Die Schwestern hatten sich stets besonderer Beliebtheit bei den Eingeborenen erfreut. Da wurden Gerüchte verbreitet, daß von den Christen Menschenraub und Zauberei verübt werde; eine im Spital der Schwestern ausgebrochene Epidemie vermehrte den Argwohn; fremdenfeindliche Elemente, die von außen zuzogen, schürten ihn. Die Missionare erkannten die drohende Gefahr und warnten den französischen Consul; der russische Consl unterstützte sie in ihren Bemühungen, die rechtzeitige Uebersiedelung in die Europäerstadt zu veranlassen. Der Consul Fontanier aber verkannte - den Ernst der Lage und versäumte alle Maßregeln zu seiner und seinerLandsleute Rettung, bis es u spät war. Er

wurde ge!Ld!et, wahrend er bemüht war, mit dr Waffe in der Hand für seine Schutzbefohlenen einzutreten fast gleichzeitig starben der Pater und die Schwestern den Märtyrertod; von den Fremden, die sich außerdem noch am Schreckenstage in der Chinesenstadt aufhielten, retteten nur wenige ihr Leben, einige merkwürdigerweise dadurch, daß sie sich als Nichtfranzofen legitimirten und dann Schonung erfuhren. Alsbald nach dem Gemetzel griffen die chinesischen Behörden ein und machten mit Leichtigkeit der Bewegung ein Ende, so daß die zahlreichen in den Concessionen ansässigen Europäer mit dem Schreck davonkamen. Auf das Drängen der englischen und französischen Regierung wurden auch Strafen verhängt: zwanzig Mörder wurden enthauptet, andere eingekerkert, einige Mandarinen in die Verbannung geschickt. 250.000 Taels Entschädigung gezahlt die hochgestellten Anstifter der Bewegung gingen straflos aus.

Frauen und Sport. Die von Tag zu Tag größer werdende Leidenschaft der Frauen für sportliche Uebungen hat die Revue et Revue des Revues" auf den Gedanken gebracht, durch eine Rundfrage bei den hervo??agendsten Be?t?ete?innen de? F?auenwelt und bei den ma?kantesten Ve?tretern von Kunst und Wissenschaft festzustellen, was sich über die Betheiligung der Frauen an den verschiedensten Sports sagen läßt. Mehr geist?eichelnd" als geist?eich schreibt Ca?men Sylva: Ich gestatte den F?auen alle Spo?ts unse?e? Zeit, wenn die F?auen anmuthig und ?ührend bleiben wie Sakuntala, wenn sie den Unglücklichen Hilfe bringen wie die fromme Genoveva, wenn sie die Musik lieben wie die heilige Cäcilia, wenn sie ihre Kinder ebenso säugen wie Bianca von Castilien, wenn sie spinnen wie die Königin Bertha, wenn sie weben wie Penelope, wenn sie sticken wie f?ühe? die ?umänischen Fürstinnen, wenn sie Verwundete pflegen wie Florence Nightingale, wenn sie Verse machen, wie Margarethe von Navarra oder wie die Kaiserin Elisabeth von Oesterreich, wenn . . . Was den Muth der' Frauen betrifft, so braucht nur an die Jungfrau von Orleans erinnert zu werden oder an die Märtyrinnen und an die Mutter. Muth haben die Frauen jederzeit gezeigt, und sie brauchten keinen Sport, um die Welt von ihrem Muth zu überzeugen." Die Herzogin von Uzös findet, daß Chaiselongueweibchen" und Nippesfrauen" in unsere Zeit nicht mehr hineinpassen. Ich spreche nicht von den Courtisanen (vulgo Kokotten)", schreibt sie, für welche ich stets die größte Verachtung an den Tag gelegt habe. Ich bin Feministin, aber ich glaube es wenigstens im guten Sinne; je mehr man die Frau, die Hüterin des Hauses, erhöht, desto mehr erhöht man die Familie. Deshalb habe ich nichts dagegen. daß die Mütter, Gattinn.n. Schwestern und Töchter ihren Söhnen, Gatten, Brüde?n und Väte?n meh? ode? wenige? in den spo?tlichen Uebungen folgen. Wird wohl eine F?au, die allen Gefah?en kühl in's Auge schaut, einen Sohn gebären, der die Furcht kennt?" Die gelehrte Clemence Royer tritt mit warmen Worten dafür ein, daß die Frauen sich ebenso, ja noch mehr als der Mann bewegen sollen. Dadurch gewinnen sie an Kraft und selbst an Grazie, denn Grazie setzt die Ungezwungenheit der Bewegungen voraus. ' Man muß ein Ende machen mit den weichlichenOdalisken," schreibt sie, die die Tage auf dem Sopha liegend und von selbsterlebten Romanen träumend verbringen oder ihren hypochondrischen Launen nachhängen. Für die Frau wie für den Mann gilt das Wort: Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper", wenn unsere Rasse qualitativ und quantitativ gehoben werden soll." Marcel Pr6vost ist der Ansicht, daß die Frauen in der Zukunft dasselbe wie der Mann leisten werden m der Wissenschaft, in den Künsten, in körperlichen Uebungen und an Esprit." Emile Zola ist gleichfalls für eine Annäherung der beiden Geschlechter und für Frauensport. Eine vielsagende Erscheinung ist es, daß von den befragten Aerzten Pozzi, H6ricourt, Marx Nordau, Charcot usw. kein einziger für den Frauensport schwärmt. "Für H?ricourt giebt es keinen Sport, der nicht geeignet wäre, die Physiologie der Frau in gewissem Grade Gefahren auszusetzen. Dis Aerzte urtheilen eben nach positiven Erfahrungen, was die anderen Citirten sagen, ist doch meist nichts als Schwärrnerei. Nur solid. Hat Ihr Herr Sohn, der Astronom, schon einmal einen Kometen entdeckt?" Wie heißt Komet? Mein Emil nimmt vor's v leskop nur solide Himmelskörper." , Frech. Gräfin: Wie, Marie den Salon nennen Sie rein?" Stubenmädchen: Gnädige Frau, de Utu nen ist alles rein!" Wemdudas Maul gestopft, der wird es gegen dich aufreißen. Es sind meist gute Men ! schen. die zum besten gehalten werken. Chicago, Indianapolis & LeliSville R'Y. b fahrt 12:53 Borm 70 Norm , 11:50 Vorm 3:35 Nachm 4:kachm Avkunst 3:30 Borm , ? .55 Vorm 10:00 Sorm ..... 4";37 ?!achm 86 ie. igh Uglich. S 82 traft 3);ai. ,SgIich. S 88 Chicago Ex., xur Sonntag. D 80 Edt. & Mich. Eity Btft.. D. P. 10 Wovon Accom 85 Eincinnati Tcft.. ttglich. C.... 81 Faft Mail. Sglich. E 9 Mono Aom Q Eincinnati Lcft.. täglich. 1;. P, Si 3., 2 & 20. SU), un Noachdale. Abfahrt .. ii..' Im nfunj: 2:40 aA Chicago Expreß., IS (ftg, Stfufc ..

Dr. I. L. Kirfcpatrick r Ittanbtlt Frauenkrankheiten und Nrankhtl im des NectumS. HSmorrhoidt k Messcr und GanterlH tutig geheilt. Office: Hirne Bailding, 31 Ost OMo tr. WMljn-KMan. trfttfÄ M D'Ti-

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