Indiana Tribüne, Volume 23, Number 337, Indianapolis, Marion County, 26 August 1900 — Page 3
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niersarOfgen Kanner. Di'cnirrn aus dcm Coldlandc Transvaal. Von Bruno Wagcner Hamburg.
(8. Fortsetzung.) Jetzt sah Albrecht gerade gegenüber auf den Hügeln die britische Artillerie auffahren. Auf die feindliche Artilkrie!" rief er seinen Schützen zu. Da hüllte sich auch schon der Hügelrand in weiße Wolken. Der dumpfe Donner der schweren Geschütze dröhnte herüber; und in diesemAugenblick hörte Albrecht den fürchterlichen Krach einer Platzenden Granate in seiner Nähe. Sand spritzte ihm in's Gesicht, und als er sich umwandte, sah er, wie Graf Zeppelin mit beiden Armen hoch in die Luft griff und dann rückwärts taumelte. Mit einem Sprunge war Albrecht an seiner Seite. Zu spät! Mit zerschmettertem Haupte war der junge Offizier zu Boden gesunken, und als Albrecht ihn umfaßte, sah er, daß er einen Todten in den Armen hielt. Tief erschüttert ließ er den Gefallenen niedergleiten. So hatte seine Ahnung den Armen doch nicht betrogeu! Aber es war nicht Zeit für weichere Regungen. Schon winkte Oberst' Schiel Albrecht zu sich heran. , Reiten Sie sofort zum Commandanren Kock dort drüben bei der Eisenbabnbrücke. Wir müßten unverzüglich Verstärkung haben, sonst ist die Stellung hier nicht zu halten." Albrecht ritt, daß Sand und Steine stoben. In wenigen Minuten hatte er den Commandanten erreicht. Hoch aufgerichtet saß der greise Krieger auf seinem Rosse, und, während die Kugeln um ihn herumflogen und die Granaten des Feindes dicht neben ihm krepirten. las er mit lauter Stimme aus einer Bibel, die er mit beiden Händen vor sich hielt, einen Psalm, der Gott um Sieg anflehte. Albrecht stutzte, aber ohne Zögern unterbrach er den Betenden. Commandant, Albrecht Schiel braucht Verstärkung, oder wir müssen zurückweichen!" Unbedingt bleiben! Sagt ihm: unbedingt aushalten! ich habe keinen Mann, den ich ihm zur Verstärkung schicken könnte; aber ich habe dort droben einen Größeren, zu dem ich bete. Und wenn wir alle fallen, wir dürfen ien Feind nicht durchlassen. Seine Vereinigung mit den in Dundee kämpfenden Engländern muß verhindert werden." Und wieder hörte Albrecht, wie der Feldherr auf's neue seine Psalmen las. ' Tann aber drang das Hurrahschreien der vorstürmenden Engländer an sein Ohr; und nun hielt er neben Oberst Schiel und erstattete Bericht: Unbedingt aushalten!" Schiel biß die Zähne zusammen. Bleiben Sie an meiner Seite!" sagte er kurz. Tann richtete er sich in den Bügeln auf und hob sich im Sattel, daß ihn jeder sah: Geradeaus auf den Feind! Zur Attacke! Galopp! Hurrah!" Und vorwärts brauste sie, die kleine, tapfere, deutsche Sckaar. Schenkel an Schenkel neben dem Obersien ritt Albrecht. Ein wunderbares Gefühl überkam ihn plötzlich. ein wilder Drang, ein Ende zu machen, vorwärts, heran an den Feind. )?reinzuhauen mit dem blanken Stahl. Knatterndes Schützenfeuer empfing
die Anreitenden, die Sättel wurden 1 leer und immer kleiner der Haufe der Vorwärtsjagenden. Da sah Albrecht. wie Schiel im Sattel schwankte. In diesem Augenblick strauchelte Albrechts Pferd und gleich darauf lagen Roß und Reiter am Boden. Albrecht arbeitete sich unter dem von 'einer Granate getroffenen Pferde hervor. Er sah. wie seine Kameraden in wilder Flucht zurückjagten. Und nun entdeckte er Schiel, der halb bewußtlos am Boden lag, während das Blut in starkem Strome aus seinem zerschösseuen Oberschenkel floß. Aber schon stürmte dem Ungewitter gleich die feindliche Cavallerie zur Verfolgung der deutschen Freischärler heran; mit gesenkten Lanzen sah Albrecht die Ulanen daherstieben. An Flucht war nicht mehr zu denken. Mit der Linken packte Albrecht den Revolver. mit der Rechten den Säbel. Noch einen Augenblick kam ihm der Gedanke an Elisa. Aber nur einen Augenblick, dann krachte Albrechts Revolver der anreitenden Cavallerie entgegen. Jetzt sah er einen Pferdekopf unmittelbar vor sich. wieder knallte der Revolver, und nun traf ihn ein wuchtig?r Hieb. Die Sinne schwanten ihm. und über ihn hinweg brauste die irilde Jagd. Sam war von dem Strome der Fliehenden hinweggerissen worden. In sausendem Galopp immer das Handpferd Albrechts neben sich jagte er die Landstraße hinaus. rechts und links die Berge, und immer weiter ging der rasende Ritt. Bor. neben und. hinter dem Zulu s?renzten Freischärler einzeln und in Trupps. und hinter ihnen her ertönt: das Hurrahgeschrei der verfol5iden Ulanen. Endlich wurde der .Lärm schwächer. Sam hatte auf 'dem noch nicht im Gefecht gewesenen Pferde. mit.d:m er zweihundert Meter hinter den Kämpfenden gehalten hatte, einen Vorsprung vor den übrigen Flie-
. Hindun b:!i"-men. Und nun hatte er die Höhe x Biggarsberge hinter sich und erblickte die Zelte mit der Flagge vom rothen Kreuz. J E5 hatte den ganzen Tag über viel zu thun gegeben, da die Ambulanzwagen im Laufe des Gefechts schon eine große Anzahl von Verwundeten . herungeschafft hatten. Immer besorg- , ter waren W L7 in aller aeword:n.
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war der Kanonendonner, den man den ganzen Tag über gehört hatte, fast ganz verstummt, und über das Lager eines Schwerverwundeten hinwea sagte Onkel Hans mit einem Aufathmen der Erleichterung zu Elisa: Die Engländer scheinen zurückgeworfen zu sein. Jhr Geschütze stellen das Feuern ein." In dem Augenblicke hörten sie draußen Lärm und erregte Stimmen, und Elisa, die einen Moment ohne Beschäftigung war, schlug die Zeltthür zurück. Da stieß sie auf Sam. der gerade, von Aerzten und Krankenträgern umringt. Bericht erstattete. Es war Elisa, als wanke der Boden unter ihr; sie mußte sich mit der Hand am Zelte halten, und als nun Onkel Hans ebenfalls aus dem Zelte heraustrat, deutete sie wortlos auf Albrechts Diener und das ledige Pferd. Immer mehr Flüchtlinge stellten sich jetzt ein, und nun ordnete der Chefarzt die Entsendung von Verstärkungen des Krankenträger Personals auf das Schlachtfeld an. während er selbst mit einigen Aerzten vorauseilte. Jnzwischen hatten sich dichte Gewitterwolken über den Biggarsbergen zusammengezogen, und während Elisa an ihres Pathenonkels Seite auf dem Bock eines Zeltwagens saß, der, von Maulthieren gezogen, im Trabe die Landstraße nach Elandslaagte sun fuhr, blitzte und donnerte es x.. zsum ohne Unterlaß. Elisa achtete nicht darauf. Alle ihre Gedanken galten dem Einen, der nun wohl bleich und kalt unter Todten ein Todter da draußen lag, ohne Abschied von ihr. ohne ein letztes Liebeswort. Und plötzlich brach ein erlösender Thränenstrom aus ihren Augen, und wild aufschluchzend lehnte sie den Kopf an des weißbärtigm Mannes Schulter, und Onkel Hans beugte sich zu ihr herab und sagte leise: Du hast ihn lieb gehabt, den armen Jungen?" Die Nacht war vergangen. Spät noch war die Botschaft eingetroffen, daß, während bei Elandslaagte das kleine Häuflein Deutscher und Buren, jenen Spartanern des Leonidas gleich, mit ihren Leibern den Briten den Weg nach Dundee verlegt hatte, am Abend zuvor die Buren unter Lukas Meyer bei Dundee und Glencoe einen glänzenden Sieg erfochten hatten, daß der englische General Symons, schwer verwundet, gefangen und trotz des heutigen Erfolges der Engländer deren Einschließung in Ladysmith so gut wie vollzogen war. In Elizas Herz .aber hatte diese Botschaft keine Freude einziehen lassen. Still und mechanisch hatte sie in dem fliegenden Feldlazarett) ihren Dienst an den Krankenbetten gethan, und auch als ihr von einigen verwundeten Flüchtlingen bestätigt worden war, daß Walther Albrecht an Schiels Seite gefallen sei, da hatte sie nur stumm genickt. Es war ihr, als sei die Welt ringsum erstorben, seit sie ihn nicht mehr unter den Lebenden wußte, für dessen Liebe sie jetzt alles hingegeben hätte, da es zu spät war. Beim ersten Morgengrauen bat sie den Chefarzt um Urlaub. Ja, gehen Sie, mein liebes Kind," sagte er. indem er mit freundlichem Lächeln in ihr blasses Gesicht sah. Ruhen Sie sich nur ein paar Stunden aus; Sie haben mehr geleistet, als die meisten von uns allen." Nein. Herr Doctor," sagte Elisa. indem sie ihn bittend ansah, ich möchte hinaus auf's Schlachtfeld einen theuren Todten suchen." Der Arzt drückte ihr theilnahmsvoll die Hand. Gott mit Ihnen, mein armes Kind, und wenn Sie Begleituna wünschen, so nehmen Sie sich ein
paar von den Krankenträgern mit." In schnellem Ritte waren Elisa. Onkel Hans und Sam an die Stelle des Schlachtfeldes gelangt, wo der Reiterangriff der deutschen Freischar vor dem Shrapnell- und Gewehrfeuer der Engländer zersplittert war. Mit angstvollen Blicken spähte Elisa Amher. Da berührte der Zulu ihren Arm. Da Massa Doctors Pferd todt!" sagte er. Unwillkürlich schloß Elisa einen Au. genblick die Augen, als wollte sie sich vor dem Schrecklichen schützen, das sie nun gleich erblicken würde. Dann schaute sie hin; das Pferd lag da, starr und regungslos von dem Reiter aber sahen sie keine Spur. Emsig suchten sie die nächste Umgebung ab. Massas Säbel!" rief plötzlich der Zulu und hob die ihm wohlbekannte Waffe vom Boden auf. Zitternd stand Elisa; wo die Masse lag, mußte auch der gefunden werden, der sie geführt hatte. Einige todte Engländer.' ein Freischärler lagen in nächster Nähe, dieser mit dem Gesicht am Boden. Sam kehrte ihn um, aber Walther Albrecht war es nicht. Und auch. von Oberst Schiel, den der Zulu an Albrechts Seite gesehen hatte, war keine Spur zu finden. Eine englische Ambulanz, zwei Krankenträger und ein Arzt, kam vorbei. , Die mit dem rothen Kreuz geschmückten Diener am Liebeswerke grüßten sich achtungsvoll, obwohl sie zu den verschiedenen Kriegsparteien gehörten. Der englische Arzt trat heran und fragte höflich, ob er hier uaendwie behulfllch sein könne. Wir suchen einen theuren Freund," saate Elisa mit qfakter Stimme. - einen Offizier der deutschen Freischar. den man an Oberst Schiels Seite sal len sah." .Beruhiaen Sie sich, mein Fräulein." antwortete der Arzt und reichte Elisa die Hand. Oberst Schiel und ein deutscher Offizier, der an seiner Seite kämpfend fiel, befinden sich gefanaen in unseren Handen. Er lebt." entrang es sich Elisas Lippen. Er lebt!" Und überwältigt von der unerwar teten Freudenbotschaft fühlte sie plötzdie Spannung, welchen, mit der ste i r t- snftrnrtitnrtTT fitS ibl
aufrecht gehalten hatte. Es fTlmmerte ihr vor den Augen, und ohnmächtig sank sie in die Arme des schnell hinzugesprungenen Arztes. Als sie wieder zu sich kam. sah sie in das über sie aebeuate. wettergebräunte.
gutmüthige Gesicht des Arztes. Sie müssen sich schonen, liebes Kind," sagte er freundlich. Und vor Aufregungen müssen Sie sich hüten, darum merken Sie sich: ich selbst habe dem jungen Deutschen den ersten Verband anelegt: die Verwunduna Säbelhieb über den Kopf ist nicht gerade leicht, aber für eine kräftige Natur keines- . - c trrt . c wegs oeoenlllcy. zxiz weroen iyn wiederherstellen. aber auf eine kleine Trennungszeit müssenSie sich schon efaßt machen. Beten Sie für den Sieg der britischen Massen, damit der Krieg bald ein Ende nimmt und Mit ihm die Gefangenschaft Ihres Freundes!" In Elisas Seele aoer jubelte es: er lebt! er lebt! Und vergessen war alles, was zwischen ihnen gestanden hatte, vergessen m seligem Gluck. &o ritten sie über das Schlachtfeld zurück. Aber plötzlich hielt der Zulu seiyPserd an und wies auf eine Stelle, wo die Todten dicht gedrängt lagen. Und :i r. r.i. r.jcrp hui cuicmmuic icyic iuf iuic im Schleier über Elisas Glück! Da lag ein Todter den Säbel in der Faust und starrte sie an mit gläsernen Augen, Hendrik Ferreira. Uno Elisa druckte ihm die Augen zu und küßte ihn auf die kalte Stirn. XXIX Gefangen. Was war unterdessen aus Albrecht geworden? Wir hatten ihn verlassen, als die wilde Jaad der Ulanen über ihn hinweg ging, als Verwundete, die um Gnade baten, und Fliehende von den mörderischen Lanzen durchbohrt wurden und die englischen Soldaten mehr v i r c . . f ! L . cylacylern gucnen, oenn eijuinjcu Krieaern. Ein Glück war es für Albrecht gewesen, daß er wie ein Todter dalag, so daß er die Mordsucht der englischen Soldaten nicht reizte. So war der Abend gekommen, und das Schlachtfeld war von oen zuren vouig geräumt worden, während auch die Enaländer sich damit begnügten, den Fuß der westlich sich erhebenden Hügel und die Eisenbahn besetzt zu halten. TW nnTfnfritcfinrHn sitatotttfr 1 C WVHHIVHI(UV)V w. reaen. der aeaen Abend herniederging. hatte den Ambulanzen beider Parteien ihre Ausgabe außerordentlich erschwert. r 1 l l too lag vnorechl oenn ilunoernang im Freien. Die empfindliche Kälte der bereinaebrochenen Nacht und die Nässe weckten ihn endlich aus seiner Ohn macht. Er schlug die Augen auflohn zu willen wo er war. um . roujier, naaender Schmerz in der Stirn veranlaßte ihn, mit d Rechten zum Kopfe zu fahren. Aber der Arm sank schlaff herab, ohne die Bewegung ausführen zu können; ein Hustritt hatte die Muskeln gequetscht. Vorsichtig tastete Albrecht mit der unverletzten Linken nach der Stirn. Geronnenes Blut hatte seine Haare zusammen kleben lassen. Und nun auf einmal besann er sich auf das. was mit ihm geschehen war. Aber im nächsten Augenblicke schon wurde ihm von neuem schwarz vor den Augen. Als er wieder zu sich kam. hatte der rieselnde Regen ausgehört; Albrecht sah hoch über sich den dunklen Himmel, und ab und zu brach der Vollmond goldig hell aus den dahinjagenden Wolken. Albrecht versuchte, sich aufzurichlen; aber seine Kräfte reichten nicht aus; er wollte um Hülse rufen, doch die Zunge klebte ihm trocken am Gaumen; mit der Linken schöpfte er mühsam ein wenig Wasser aus einem Loche des Bodens neben sich und netzte die brennenden Lippen. Nun versuchte er seine Gedanken zu ordnen; aber sie verwirrten sich im nächsten Augenblicke; ihm war es, als sähe er Elisa vor sich, aber dann wieder war es der Mond, der hohnlachend auf ihn herabschaute. Jn-der Ferne huschten Lichter über das Schlachtfeld; das waren Ambulanzen, die nach Verwundeten suchten. Aber er konnte sich ihnen nicht bemerkbar machen; und dann wieder sah er ganz in der Nähe eine gebückte Gestalt, die sich bald hier, bald da zum Loden herabbeugte; und auf einmal hörte er einen markerschütternden Schrei, der ihm das Blut gerinnen machte. und eine dunkle Vorstellung. daß hier Hyänen des Schlachtselbe, Hyänen in menschlicher Gestalt, umberschlichen, stieg vor ihm auf. Dann umhüllte wieder ' wohlthätige Ohnmacht seine Sinne. Plötzlich wachte er auf. weil ihn Jema?d an den Schultern rütteltet Und nun sahen seine Augen in das Licht einer Blendlaterne, die voll auf sein Antlitz schien. Ein heiseres Lachen tönte an sein Ohr; ein teuflisch verzerrtes Gesicht beugte sich über ihn. Finde ich dich hier, Hund von einem Deutschen?" zischte ihm eine Stimme entgegen. Bessere Gelegenheit konnte sich nicht bieten, um Abrechnung zu halten. Erkennst du mich, den du um das blonde Weib betrogst, das ich begehrte? Du wirst sie nicht besitzen. du nicht das Weib, der Bruder nicht die Goldader! Warum war der Fant so dumm, mir zuvorkommen zu wollen? Ich hatte das Gold gefunden. warum drängte er 'sich mir in den Weg? Der den Kaffern erschlug, um das Geheimniß mit Niemand zu theilen, der muhte doch wohl mit dem Jungen fertig werden! Und nun bist du an d:r Reihe! Vrillantring am Finger? Warte, die Mühe, ihn vom Finger zu ziehen, sparen wir uns. ich nehme den Finner mit." Mit Grausen sah Albrecht, wie der Mulatte das Messer ansetzte und mit wildem Grinsen sich anschickte, das Glied von der Hand zu trennen. Albrecht biß die Zähne zusammen, , um nicht aufzuschreien Da horte er ir.;3
scharfen Knall und sah. tose derMord-
geselle mit einem Schrei das Messer allen ließ. Im nächsten Augenblicke prengten drei Reiter auf den am Boden liegenden Deutschen zu, während der Mulatte mit weiten Sätzen :m Dunkeln verichwand. Lebt da Jemand unter den Toden? hörte Albrecht auf englisch fragen. Er antwortete leise: Hierher! in verwundeter Offizier." Der Reiter sprang vom Pferde und trat herzu. Es war ein englischer Offizier, der mit einer Patrouille das Schlachtfeld beritt, um das Gesindel zu verscheuchen, das sein unheimliches Gewerbe im Schleier der Nacht betrieb. Der Offizier beugte sich zu Albrecht hinab. Ein Verwundeter! sagte er. Er ist ohnmachtig. Der Vollmond war in diesem Augenblicke ganz aus den Wolken getreten, und nun rief plötzlich der eme der beiden Soldaten, die den Offizier begleiteten: Eapitan, da ist noch Einer, und der Teufel soll mich holen, wenn das nicht Oberst Schiel ist, der verdammteDeutsche, der uns heute so viel zu schaffen machte." Der englische Offizier war neben den besinnungslos Daliegenden Obersten getreten. Todt," sagte er und nahm ehrfurchtsvoll den Helm vom Haupte. Die Soldaten waren ebenfalls von den Rossen gesprungen und umstanden den Dahingestreckten. Der Mann athmet noch, wagte der eine seinem Vorgesetzten zu widersprechen. Und der andere fügte hinzu: So em Schuß in s Bem brmat nicht gleich um die Ecke." Der Offizier rüttelte den Verwundeten am Arme, und jetzt schlug der Oberst die Augen auf. Wo bin ich?" fragte er leise. Achtungsvoll salutirte der Offizier: Als ein Held verwundet auf dem Schlachtfelde und kriegsgefangen in unseren Händen!" Und die Schlacht verloren? fragte Oberst Schiel schmerzlich. Und als der Offizier bejahend nickte, 'stöhnte der Verwundete leise, und em paar Thranen liefen ihm über die Wangen: Und ich gefangen in der ersten Schlacht!" Soldatenschicksal. Herr Oberst, sagte der Engländer, das demTapfersten zustoßen kann. Und abwebrend fügte er hinzu: Behalten Sie Ihren Degen, Kamerad. Sie mögen ihn in unseres Generals eigene Hände legen." Eine Ambulanz - Abtheilung, die einer der beiden Soldaten auf des Offizier Wink herbeigeholt hatte, war inzwischen herangekommen. Der sie führende Arzt untersuchte Schiels und dann Albrechts Wunden. Sie sind besser davongekommen. Herr Oberst." sagte er, als dieser junge Mann da. Aber Jugend hat L-ebenskrast. und hoffentlich sind Sie beide bald außer aller Gefahr." Dann wurden die beiden FreischarOffiziere als Gefangene zur Eisenbahn geschafft, um nach Ladysmith gebracht zu werden. XXIII. Vor Ladysmith. Nur wenige Stunden der Ruhe waren Elisa nach jenem Ritte über das Schlachtfeld vergönnt gewesen. Denn im Lazareth hatte man alle Hände nöthig, um die vielen Verwundeten zu verbinden und zu Pflegen. Am Abende aber gab es ein ernstes Schauspiel. In weitem Kreise umstanden die Kriger ein breites Grab, in langen Reihen lagen die Todten auf dem Rasen Engländer und Buren mit grünen Zweigen bedeckt. Mit entblößten Häuptern lauschte die Meng: andächtig den Gebetsworten des Feldgeistlichen. Dann erhob man die Gefallenen auf und bettete sie zur letzten Ruhe. Neben Elisa stand der alte Ferreira; aus seinen Augen tropfte es in den greisen Bart. Da fühlte er, wie eine weiche Mädchenhand sich um seine Rechte legte. Er sah sich nicht um; er drückte die Hand und hielt sie fest. Nun wölbte sich ein flacher Hügel über dem Grabe. Die Männer kehrten zurück in's Lager. Als fast alle gegangen waren, wandte sich auch Ferreira zum Gehen und Elisa mit ihm. Schweigend schritten sie nebeneinander her. Endlich blieb Ferreira stehen und sah in die Abendsonne, die im 'Westen über den Bergen zur Rüste ging. Er gedachte d?s Sohnes, der jener gleich in des Lebens Blüthe und -Kraft wie ein Held in's Grab gefunken war. Gottes Wege sind nicht immer unsere Wege." sagte der Alte zu seiner jungen Begleiterin. Wir glauben, das Rechte zu thun; aber Gott durchkreuzt unsere Pläne, wenn sie ihm nicht wohlgefällig sind. Es ist schwer für einen alten Mann, den Sohn vor ihm zu Grabe sinken zu sehen. Aber für's Vaterland zu fallen, ist keiner zu gut und Gott hat es nun einmal gewollt." Ein Gefühl ehrfurchtsvoller Liebe überwältigte Elisa. Sie legte ihre Arme um des Greisen Nacken und küßte ihn auf den Mund. Ferreira lächelte wehmüthig. Dein Vater hat uns vorgestern einen herrlichen Sieg errungen," sagte er. Während er fern von dir ist. darfst du schon in mir deinen Vater sehen, mein Kind, wenn auch der Sohn dahin ist, der dich zur Brautkammer führen sollte. Ich habe noch fünf Söhne, alle stark und gut. Nein, erschrick nicht. Elisa. ich trete nicht als Werber vor dich für einen anderen Sohn. Dir hat der Tod die Freiheit wiedergegeben, und wenn wir geirrt hatten, als wir glaubten. Gottes Willen zu erkennen, so ist es jetzt Zeit, unseren Irrthum wieder gut zu machen. Nicht wahr, Elisa?" Sie barg das Haupt an seiner Brust, als n so väterlich mild zu ihr sprach, und ein leisesSchluchzen durch-
bebte' ihren Körper ein seliges Schluchzen der Erlösung.' Du hast nicht aufgehört, den anderen zu lieben?" fragte Ferreira. So möge Gott ihm Gesundheit und Freiheit wiedergeben und euch beiden Glück,dir und ihm!" Immer fester zog sich der Ring der Belagerer von Tag zu Tage um Ladysmith, nachdem es den Resten der von Lukas Meyer bei Dundee und Glencoe geschlagenen Truppen unter Oberst Jule gelungen war, sich mit der Hauptmacht des Generals White in Ladysmith zu vereinigen. Im Osten, Norden und Westen hatten die vereinigten Truppen der TransvaalRepublik des Oranje-Freistaats unter Jouberts Commando die umliegenden Höhenzüge besetzt, und Tag für Tag trafen neue Geschütze ein, um von befestigten Positionen aus ihre Geschosse in die Stadt und das Lager der Engländer zu schleudern,' die mit etwa 9000 Mann den Belagerern Trotz boten. Schon aber rückte vom Westen Commandant Lukas Meyer heran, um sich auch südlich von Ladysmith wie einen Riegel vor die Rückzugslinie
der Engländer zu legen. Im Burenlager war trotz des Unglückstages von Elandslaagte die Zuverficht auf den endlichen Sieg gewachsen. Auch Elisa sah mit stillem Hoffen der Zukunft entgegen, wußte sie doch, daß der Geliebte am Leben sei und daß der Fall von Ladysmith ihm die Befreiung bringen mußte. Der Oktober ging seinem Ende zu,,' und die Sommergluth stieg von Tag zu Tag. Die Regengüsse, die fast täglich niedergingen, hatten die Luft mit tropischer Feuchtwärme überladen, und üppig grünte die ganze Natur. Nur des Nachts fiel das Thermometer schnell. Aber die Buren waren an die Schwankungen des Klimas gewöhnt, während die Engländer schwer darunter litten. Es war in später Nachtstunde, als Elisa ihren Dienst im Lazareth beendet hatte, das von Elandslaagte bis zu dcn Höhenzügen vorgeschoben worden war. die vom Nordosten her Ladysmith beherrschen. Im Burenlager war alles ruhig; nur die Holzfeuer flammten und wärmten die Schläfer. Elisa war einen Augenblick in die frische Nachtluft hinausgetreten, und ihre Blicke suchten in südwestlicher Richtung, wo in Dunkel gebettet in der Ebene am Fuße der Höhenzüge die Stadt liegen mußte, in der Elisa den Geliebten wußte. Eine dunkle Gestalt glitt lautlos an Elisas Seite. Das junge Mädchen fuhr erschreckt zusammen, als sie plötzlich eine Berührung ihres Armes fühlte. Nicht erschrecken!" hörte sie eine gedämpfte Stimme flüstern; und jetzt sah sie in- das vom abnehmenden Monde nur schwachbeleuchtete Gesicht eines Schwarzen. Sam kommen von Ladysmith," sagte der Zulu, denn er war es Sam bringen wichtige Nachricht." Ein freudiger Schreck durchfuhr Elisa. Du warst bei ihm? ' Du hast Doctor Albrecht gesprochen?" fragte sie hastig. Sam schüttelte den Kopf, dann fuhr er niedergeschlagen fort. Massa Doctor im Krankenhaus, Sam nicht dahingekommen. aber Sam hat gehört, wer Massa Doctor pflegt schöne Engländerin aus Johannesbürg, Tochter vonMassa Gray, Freundin von Massa Doctor." Elisa fühlte, wie ihr Herz zum Zersprinaen klopfte. Ein bitteres Gefühl des Neides und der Reue überkam sie. Den Platz, den sie selbst hätte ausfüllen mögen, mußte sie nun jener überlassen, die schon einmal ihr fast die Liebe Albrechts geraubt hatte! ffern von dem Geliebten weilte sie hier und an seinem Krankenbette Waltete Alice Gray! In seiner ungeübten Sprechweise, die aus Burenholländisch und Englisch gemischt war, erzählte Sam, wie er sich in's englische Lager begeben hatte, wo er sich als einen von den Buren verfolgten, den Engländern ergebenen Arbeiter aus den Johannesburger Minen aufgespielt hatte. Um das Märchen recht glaubwürdig erscheinen zu lassen, hatte er sich selbst eine leichte Verwundung beigebracht, die wie er den Engländern vorlog ihm von seinen Verfolgern zugefügt word.:n sein sollte. Der Streich war gelungen. Man hatte ihn als Spion in Sold genommen und war - mit seiner Überwachung sehr wenig vorsichtig gewesen. So hatte er sich zwei Tage in Ladysmith aufgehalten und war heute Abend heimlich entwichen. Elisa hatte nur unaufmerksam zugehört, solange der Schwarze von seinen Abenteuern erzählte. Ihre Gedanken drehten sich alle um den einen Punkt: Alice Gray an Walther Albrechts Krankenlager! Sollte sie ihn nun doch verlieren, jtzt, nachdem sie sich gelobt hatte, alles wieder gutzumachen? Wie behandelt man die Gesängenen in Ladysmith?" fragte sie hastig. Schlecht, sehr schlecht," antwortete Sam betrübt; und dann erzählte er der gespannt Zuhörenden, wie Commandant Kock. der verwundet in die Hände der Engländer gefallen war, nach vier Tagen nicht so sehr an seineu Wunden, als vielmehr an der schlechten Pflege zu Grunde gegangen sei; Oberst Schiel sei mit den meisten anderen Gefangenen aus der Schlacht bei Elandslaagte mit der Bahn nach Durban geschafft worden; Albrecht dagegen, dessen Verwundung einen Transport nicht zugelassen habe, sei in das aroke Krankenhaus gebracht worden. wo er es vielleicht etwas besser habe, als die anderen Gefangenen. Plötzlich aber unterbrach sich der Zulu in seiner Erzählung. Gespannt blickte er .nach südwestlicher Richtung und. ohne ein Wort ivt s:;:i, tzZ tx
mit dem Arme dorthin, wo eben eine Rakete hell am Himmel aufstieg. Was bedeutet das?" fragte Elisa beunruhigt. Sam beinahe vergessen! Engländer wollen heute Nacht Ausfall machen gerade hierher, , Sam alles gehört in Ladysmith ! Elisa unterbrach ihn. Und wir stehen hier und schwatzen! Schnell folge mir. Sam der Kriegsrath muß sofort davon erfahren." Als die Engländer, die bei Anbruch der Nacht in drei Colonnen unter den Obersten Gramword und Hamilton und dcm Reitergeneral French. dem Sieger von Elandslaagte. aus Ladysmith ausmarschirt waren, um die Buren vor Morgengrauen in ihren Stellungen zu überraschen, bis Rietfontcin gelangt waren, das am Fuße dcr von den Buren besetzten Höhen liegt, sahen sie sich plötzlich einem völlig vorbereiteten Feinde gegenüber. Von Hobbsrand. vom Lombardskoop und von allenAnhöhn ringsum wurde plötzlich ein mörderisches Feuer gegen sie eröffnet, ihre Kanonen gerie- . .r?. e:
lyen in emem ngpac in einen Hinterhalt, und die von den scheu gewordenen Maulthieren im Galopp die Straße entlang geschleppten Geschütze fielen den Buren in die Hände. Mit Todesmuth stritten die britischen Truppen, 'aber sie mußten zurück. Auf dem Hügel von Nicholsons Nek aber sahen sich die Trummer des Gloucester - Regiments und der irischen Füsiliere unter dem überwältigenden Feuer von den überragenden Berghöhen rmgsum gezwungen, die Wasfen zu strecken. Dreiundvierzig Offiziere und mehr als tausend cann s:elen als Gefangene in die Hände der Buren. Groß war der Jubel im Burenlager! Der unverhoffte glänzende Siea hatte die kühnsten Hoffnungen wachgerufen, kamen doch gleichzeitig von der Westgrenze des Oranje - Freistaats und vom Norden der englischen Kapcolonie verheißungsvolle Meldungen über das Vordringen der BurenArmee. Ueberall war der Krieg in Feindesland getragen, Maseklng und Kimberley, die englischen Hauptstädte im Westen, belagert und nun auch bei Ladysmith ein großartigerer Erfola errungen, als ihn sich die Kühnsten hatten träumen lassen. Und als nun wenige Tage spater im Suden von Ladysmith heftiger Kanonendonner ertönte und dann am späten Abend die Meldung, kam, daß Lukas Meyer einen verzweifelten Versuch der Englander, rn südlicher Richtung sich nach ,Pietermaritzburg durchzuschlagen. mit vollster Wucht zurückgeworfen hatte, da hob sich die Stimmung unter den Transvaalkriegern mehr und mehr. Und nun rückten die Buren auf der ganzen Linie vor. um den drei Meilen südlich von Ladysmith fließenden Tugela-Fluß an seinen steilen Ufern zu besetzen und dort den Engländern auf's neue entgegenzutreten. Und Elisa? Auch sie freute sich der Waffenerfolge ihres Volkes. Aber es war eine wehmüthig-stille Freude. Denn der Gedanke an den Einen, der in der belagerten Stadt im KrankenHause lag, wollte sie nicht verlassen. si ging sie hinaus auf den Berg, in dessen Schutze das Lazareth lag. in dem sie ihren ernsten Beruf ausübte. Dann stellte sie sich neben die große Kanone, die von den Buren die Befreierin" genannt worden war, so dicht es nur erlaubt war. Und wenn mit furchtbarem Krachen das Geschütz seine verderbenbringende Ladung hinabschleuderte auf die belagerte Stadt, dann achtete sie durch ein Fernroh? mit ängstlicher Spannung auf den Punkt, wo das Geschoß einschlug und im Zerplatzen Rauch und Staub aufwirbelte. Und wenn sie sah. daß die Flagge vom rothen Kreuz noch immer unberührt auf dem Krankenhause wehte, dann athmete Elisa erleichteri auf. Zwei Wochen waren wieder in's Land gegangen. Immer bleicher waren Elisas Wangen geworden, immer tiefer gesunken ihr Muth. Da fand sie eines Tages den treuen Zulu vor dem ' Lazareth ihrer harrend. Mit fliegenden Worten theilte er ihr mit. daß er wieder in Ladysmith gewesen und daß es ihm endlich gelungen sei. Albrecht am Fenster des Krankenhauses zu sehen. Ein freudiger Ausruf entrang sich Elisas Munde. Und er ist gesund, ist touU? hergestellt?" fragte sie eifrig. Massa sehr blaß und schwach." antwortete der Zulu. Und danri fügte er hinzu, daß die Engländerin aus Johannesburg neben Albrecht gestanden habe. Die Röthe der frohen Erregung wich von Elisas Wangen. Eine bangö Furcht ergriff ihr Herz. Wenn es nun der koketten Engländerin gelang, Albrechts Herz von neuem zu umstricken? Ein Kranker nimmt jede Freundlichkeit so dankbar auf und ist so wenig widerstandsfähig gegen Güte! Und was hinderte . ihn. sein Herz einer anderen zu schenken, da Elisa ihn von sich gewiesen hatte? Ein plötzlicher Entschluß stieg in ihrer Seele auf. Sam." sagt sie, du hast deinen Herrn lieb?" Ueber das freundliche Gesicht des Schwarzen glitt ein fröhliches Lachen. Dabei legte er die Hand auf's Herz. Gut. Sam! Du sollst jetzt deine Treue beweisen! Willst du mir helfen. Doctor Albrecht zu befreien?" Sam starrte sie verständnißlos an. Aber Elisa fuhr fort: Ich will meine Tracht und das rothe Kreuz ablegen. Als Mann verkleidet will ich mit dir gehen. Du sollst mich bis Ladysmith führen. Wir wollen versuchen, uns in. die Stadt zu schleichen und deinen Herrn aus dem Krankenhause zu entführen. Du surchtefi dich doch nicht?" . (Formung seist) .
Für die Köche.
Citronenkaltschale.- Ttn iz Pint Wasser löst man 7 Unzen -guaer. lyu: i iajche leichten Weiß- . wein oaran, ruyrt mit dem Rest eine - Wl j ... Linze yitqi glatt un5 gi5t d:ei nebst 4 Eigelb und einer Prise Sal, dazu. Man schlägt alles bte zum Kochen. IU..L rr rz r. r" r rr', - ' , yui nun u &uwzi lironenjast 'mv ! Eßlöffel Citronenzucker daran und ' äßt die Kaltschale gut abkühlen. KälberneVögel. Vom KalbZ. 'chlegel werden handbreite und doppelt 'o lange fingerdicke Stückchen .aba chnitten, geklopft und mit Gasi imh Pfeffer eingerieben. Dann wird Speck. Zwiebel und Petersilie fein gehackt, mit dieser Fülle die Flrischschnittcken bestrichen, zusammengerollt, und mit emem Faden zusammengebunden. Dann werden sie in einer Ksskroll? in Butter braun gebraten und mit etwas saurem vtahm und Fleischsuppe fertig gemacht. Selbstverständlich muß der Bindfaden vor dem Serviren entfernt werden. Löwenzahnsalat. ,hhr darf nur mit Essig und Oel. etwas Salz und Pfeffer anaericbtet werden. jede Salatsauce verdeckt seinen pikanen Geschmack. Eine kleme 5Zuaabe v Estragon ist jedoch erlaubt. Das Aus lesen und Waschen der zarten 'gebleicht len Älatter geschieht sorgfältigst, unv sind hierbei die stets härtlichen, grüngebliebenen Spiken zu entfernen. Mischen oder Garniren mit anden Salaten ist bei dem eigenthümlichen, feinen Geschmack des Löwenzabns nickt anzurathen. Ciersauce zu kalte Rindfleisch. Zwei harte Eierdotier werden durch ein aarneb aeschlagen und mit zwei rohen Dottern ode? auch ganzen Eiern gut verrührt. Man fügt sodann einen Theelöffel voll Mostrich, etwas Zwiebel, gewiegte Kapern, alz, Oel und so viel WelnettlZ hinzu, van es angenehm schmeckt. Das Rindfleisch wird in Scbeiben oderWürfel geschnitten und sodann hineingethan. Man kann das Gericht mit fnscher Petersilie. Endivien oder Blattsalat ausputzen. W i r s i n a lSavovenkobN. Die äußeren Blätter werden entfernt, dann schneidet man den Kopf durch, nimmt die Herzstengel und die dicken Rippen aus den Blättern und schneidet das Ue brige des Kopfes in kleine Stücke. Nachdem werden diese waschen und in vol lem, kochendem Wasser mit nicht zu vielem (salz bei raschem Feuer gar gekocht, auf einen Durckscklaa kokendes Wasser darüber gegossen, ausgedrückt und mit Fleischbrüh:, Muskatnuß und Butter gedämpft. Kaltes Roastbeef. Ein orötzere (stuck endenbraten vom viuib .. . salzt man, nachdem es von Fett und Knochen ausaeiost wurde, tücktia ein. bestreut es mit Pfeffer, wälzt es in Mehl, bestreicht es ringsherum mit Salaiol, stellt es nnt emem Stuck Butter in das sehr Heike Rohr, läßt es ir.e
halbe bis dreiviertel Stunden braten.X nimmt es aus der Brühe und schneidet vx es, wenn es kalt geworden, in dünne Scheiben. Dazu aibt man eine au5
passirten harten Eidottern.Senf, Essiz, 4jl, Qsalz und etwas Zucker gerührt:
sauce. Kohlsuppe. Man schmort zunächst eine Portion fein geschnitzelter Suppenwurzeln in etwas Butter oder ,
Kochfett gar, gibt langsam die genü -1 gende Portion Wasser und Unze Liebigs Fleischextract dazu und macht von einem Löffel Mehl eine kleine Schwitze, die man mit der Suppenbrühe klar rührt. Dann gibt man den in feine Streifen geschnittenen Kohl daran, w l t Prf- rfPif . . L mir oic seyr woyischmeaence upre, crie man noch aufs Salz geprüft hat, feriz ist. ooneniatate. l. Aon ab kochten Schnittbohnen, seien es fürn frische oder eingelegte, wird das 5cochWasser abgegossen. Tann rührt tnan, vier Eßlöffel bestes Provenceröli mit. Salz fünf Minuten lang, fügt eine kleine feingewiegte Zwiebel, dreiLöffel Weinessig. Salz und Pfeffet. be! und mengt den Salat sehr gut mit der Sauce. 2. Man kocht kleine weiße, trockene Bohnen, bis sie platzen' gießt sie ab und läßt sie erkalten. Dann rührt man die gleiche Sauce wie oben, fügt jedoch noch zwei Kaffeelöfftl voll Mostrich hinzu, mengt die Sauce mit, den Bohnen und richtet an. A p f e l k l ö ß e. Man schält. Aepfel und zerschneidet sie in kleine 'Mrsel. schüttet einen Suppenteller votf solcher: Apfelwürfel in eine Schüssel, fügt ei nige süße und einige bittere Mandeln, gestoßen oder fein gewiegt, hinzu, ebenso die auf Zucker abgeriebene Schal?einer halben Citrone, ein Viertel Pfd. gewaschene Korinthen, 3Z UnzenZucker. einen Theelöffel voll gestoßenen. Zimmt, ein Viertel Pfund Semmel, eineObertasse voll Milch. 2 Unzen geschmolzene Butter, vier bis fünf Eier, was man zu einem dicken Teige macht, dtr nach Be dürfniß mit noch etwas geriebene? Semmel gemengt wird. fall5 er nicht steif genuq sein sollte. Dann sticht msnmit dem Löffel Klöße aus. die man entweder in gesalzenem Wasser koch! und mit einer Weinsauce servirt. Man kann auch das Eiweiß der vier Eier Zi.u Schnee schlagen oder statt der geriebenen Semmel Z Quart Mehl zu den Klößen nebmen und sie mit braune? Butter auftragen, auch in zerrührtem Ei und geriebener Semmel umwenden und in beißem Schmal, backen, je na dem personlicken Belieben. D e s h a l b. A.: .Sie lieben di: Tage, wo Ihre Frau Wäsche hat.- B.7 .Ja. da bin ich ihr Gewäsche los." Kindlich. .Aber. Pepi. arti': Kinder stecken den Daumen nicht i:. den Mund!" .Welchen Finger d:7." Tante?- . .
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