Indiana Tribüne, Volume 23, Number 336, Indianapolis, Marion County, 25 August 1900 — Page 7
Jttdilma Tribüne, Samstag, den 5. August 10Q(h
4
Grlösto i -
Roman von M. E. Braddon. , . (Fortsetzung.) " Hat er leine Bestellung an mich hinierlasscn?" Nein, gnädiger Herr.- . Dann kann es sich uin Dinge von Wichtigkeit nicht handeln." lachte der Baron, die Zügel anziehend. (Sitte Nacht. Forbes." Wer kann der Fremde nur gewesen sein?" fragte Honcra. Ich begreife nicht, weshalb er Dir nach Erlenwald nachgekommen ist, und wie er wissen konnte, daß wir hier sind?" - Er mag es durch Zufall erfahren haben." Als der Phaeton des Barons von Bcckenham auf die Straße nach Norwood einbog, kam ein Gefährt, das ihm schon von Erlenwald an in ehrerbietiger Entfernung gefolgt war. dicht heran, u?d-dr Mann, der kutschirte, bat den FreHrrn, ihm den nächsten Weg nach Londxn zu zeigen. " Wollen Sie'nach der City oder nach Westend?" : Nach Westend i Dann können Sie nichts Besseres thun, als uns zu folgen." j Zehn Uhr war vorüber, als der Phaeton vor dem von Ingram be'wohnten Hause hielt, bis wohin auch der andere Wagen ihm gefolgt war. j Anton von Mellis erzählte demRitt'meiste? die Ereignisse des Tages und erwähnte dabei auch des Mannes, der ihn um den Weg nach London gefragt hatte. Sonderbarerweise schien dieser . .unbedeutende Vorfall den Rittmeister zu interessiren. Er erkundigte sich, wie :die beiden Männer ausgesehen hätten, -und wollte noch manches Andere wissen, was ebenso unwichtig schien. ) Sie folgten Dir also zur Stadt?" fragte er schließlich. I Ja, beinahe bis hier vor dasHaus." Glaubst Du nicht, daß sie einen bestimmten Grund hatten. Dir ?u foltyn?" Nein, ich kann mir keinen denken." j Von einer bestimmten Unruhz ge.quält, trat der Rittmeister auf den Balccn und blickte auf die stille Straße. -Wenige Schritte von dem Jngiamschen !Hause stand ein Mann. der. die Eigarre im Munde, an einem Laternenfahl lehnte und den BalcoirKbetrachstete. Bedächtig rauchte er seine Ci?garre zu Ende, warf den Stummel auf !das Pfaster und entfernte sich, als er .bemerkte, daß Ingram ihn beobachtete, aber der Rittmeister verließ seinen Wachtposten nicht, und etwa eine Viertelstunde später sah er denselben Mann ,von der anderen Seite der Straße her'anschleichen. Am anderen Morgen fuhren der Rittmeister und Mellis in 'einer Droschke nach dem Standesamt, wo der Baron den Erlaubnißschein in Empfang nahm, sich mit Honora, der 'Wittwe Georg Lamberts. Tochter des Bankiers Rupert Hämden, trauen zu lassen. Von dort aus begaben sich die beiden Herren nach einer zwischen Waarenmagazinen und Schuppen versteckten Kirche, wo Anton von Mellis dem Küster Mittheilung machte, daß am nächsten Tage auf Grund der be- . h'ördlichen Erlaubniß eine Trauung in dem kleinen Gctteshause vollzogen werden sollte. Zur -festgesetzten Stund? fand die Trauung itati, deren zeugen Rupert Hamden, Stephan von Ingram und Lucie waren. Das zum zweiten Male verbundene Paar fuhr unmittelbar von der Kirche nach dem Bahnhof, um mit dem nächsten Zuge nach Hause zurückzukehren, wie der Rittmeister ihm gerathen hatte. Sollten Dir aus dem auf Deinem Grund und Boden begangenem Verbrechen neue Ungelegenheiten entstehen." sagte Ingram, 'so ist es für Dich und auch für Honora besser, wenn Ihr an Ort und Stelle seid. In einigen Tagen komme ich zu Euch und bringe Lucie mit." 13. C a p i t e l. Horaz Oliven war nach London zurückgekehrt, nachdem er seine unbedeutende Rolle in der Tragödie in Mellishos gespielt, und hatte in einem bescheidenen Wirthshaus Wohnung gencmmen, verfolgt von dem Gedanken, der ihn seit seinem Besuche in dem Hause feiner Nichte quälte. Er wiederholte sich beständig, daß man ihn zwingen werde, alles zu erzählen, was er von den Vorgängen jener unseligen Nacht .wußte, wann er den Park betreten, was er dort gesehen und gehört hatte, bis man ihm entlockt, daß er kaum eine Viertelstunde, ehe der Pistolenschuß abgefeuert, Zeuge einer verzweifelten Scene zwischen seiner Nichte und dem Ermordeten gewesen war, einer Scene, in der sie, ihrem glühenden Haß und ihrer tiefen Verachtung gegen ihrenBegleiter Ausdruck gegeben hatte. Trotz seiner Furcht, den Männern des Gesetzes in die Hände zu fallen und von ihnen gezwungen zu werden, das Geheimniß seiner Nichte preiszugeben, konnte er dem Verlangen nicht widerstehen, nach dem Schauplatz des Mo?des zurückzukehren. Er wollte sich vergewisser, was bei der gerichtlichen Leichenschau vorgefallen war, und ob seine Flucht Argwohn erweckt hatte, auch wünschte er seine Nichte im hellen Tageslichte wiederzusehen. An demselben Morgen, an dem die stilleTrau ung in der kleinen Citykirche stattgefunden batte. eilte Cavitön Oliven nach
:em Bahnhof, um sich eine Fahrkarte nach Doncaster zu lösen, wo er das genaue Ergebniß der Todtenschau in Erfahrung zu bringen suchen wollte, um beurtheilen zu können, ob dem Kinde seiner Schwester irgendwelche Gefahren drohten. DerAbend dämmerte bereits, als der Capitän das Städtchen erreichte, dem er vor wenigen Tagen entflohen war. Um keinem Menschen zu begegnen, der sich auf ihn besinnen könnte, nahm er in einem kleinen Wirthshaus am äußersten Ende des Ortes Quartier. Hier war es öde genug, daß der Seemann chne Furcht in das Schankzimmer eintreten und sich sein Abendessen bestellen konnte. Er setzte sich an das Fenster, lüftete den Vorhang, der die unteren Scheiben bedeckte, und sah auf die menfchenleere Straße hinaus. Nur hier und da schimmerten noch Lichter aus den Kaufläden. Horaz Oliven, der seit dem Morgen' nichts gegessen hatte, verzehrte das ihm vorgesetzte Mahl mit wahrem HeißHunger, warf sich auf ein Sopha und schlief ein. Er mochte bereits länger als eine Stunde geschnarcht haben, als ihn laute Stimmen und erstickender Tabaksqualm in seiner Nähe weckten. Die Augen öffnend, wurde er von dem hellen Gaslicht geblendet, das von der Decke des Zimmers niederflammte, so daß er die Anwesenden kaum zu unterscheiden vermochte. Ich will noch nicht aufstehen," dachte er, und thun, als ob ich noch schliefe, vielleicht erzählen sie etwas von der unglücklichen Geschichte." Es waren nur drei Personen im Zimmer, der Wirth und zwei sehr schäbig gekleidete Fremde, die des Schläfers nicht achteten. - Der Wirth erkundigte sich bei seinen Gästen, ob sie nichts Neues über den Mord in Mellis gehört hätten. In der heutigenZeitung steht." fuhr er fort, ohne.l ine Antwort abzuwarten, daß es den Anzchein habe, als ob Jemand im Schlosse selbst den Mord begangen habe, und wie merkwürdig es wäre, daß der Mann, der so viel zu der Auffindung der Leiche beigetragen, bei der gerichtlichen Todtenschau gefehlt hatte, und nichts geschehen wäre, ihn herbeizuschaffen." Der ältere der beiden Fremden, der erst vor wenigen Stunden in Doncaster angekommen war, bat den Wirth, ihm" die ganze Geschichte zu erzählen, und hörte mit gespannter Aufmerksamkeit zu. Ich habe diesen Georg Lambert gekannt," äußerte der Fremde gleichmüthig. Wirklich!" rief der Wirth, die Augen weit aufreißend. Ja, ich habe ihn so genau gekannt, wie meine eigene Mutter, und als ich vorigen Sonntag von dem Mord las, war ich ganz starr vor Erstaunen. Ja, ja. ich habe ihn gekannt und unter recht merkwürdigen Umständen." Wenn Sie keinen Grund haben, über die Sache zu schweigen," sagte der Wirtb, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie uns etwas über den armen Menschen mittheilten."' Der Fremde rieb sich nachdenklich das Kinn. Er fühlte sich offenbar geschmeichelt, plötzlich zu einer Person von Wichtigkeit zu werden. Dieser Mensch war kein Anderer, als Mathias Harrison, der Hundehändler. Honoras alter Bekannter, der ihr Geheimniß so gut auszubeuten verstanden hatte. Horaz Oliven richtete sich auf. Die Unter, Haltung inieress'.rte ihn zu sehr, als da er sich noch länger schlafend stellen konnte. Er gab sich den Anschein, eben erst zu erwachen. Die sonderbaren Umständen, unter welchen ich Georg Lambert kennen lernte," begann der Hundehändler, standen in Verbindung mit einer schönen, schwarzäugigen Frau, der mein Freund nicht im geringsten gewachsen war." Dem Capitän wurde es seltsam un behaglich zu Muthe. Gegen mich war sie immer seh? gut," fuhr der Hundehändler fort, und an jedem Ersten des Vierteljahr res habe ich Ursache, ihr dankbar zu sein." Inzwischen war noch ein anderer Mann ins Zimmer getreten, ein buckliaer, bleicherKerl, der sich in dieSöankstube schlich, als habe er kein Recht, sich darin aufzuhalten, und sich geräuschlos an einen Tisch setzte. Der Capitän erinnerte sich des widerwärtigen Menschen. Er hatte ihn durch das Fenster in dem Zimmer Lamberts gesehen, als dessen Leiche dorthin gebracht wurde, doch war nicht anzunehmen, daß Horaz Oliven damals von dem Schwachsinnigen bemerkt worden war. Ist as nicht der Tom vom MellisHof?" rief der Wirth. Der wird uns alles über den Mord erzählen können. Wir haben gerade von dem Morde gesprechen, Tom.Tom Rack rieb sich mit seinen plumpen Händen den Kopf und blickte verstöhlen forschend auf jeden der Anwesenden. Die Leute scheinen von nichts Anderem zu reden," brummte er. 's war schon schlimm genu.i im Dorf, bei uns, aber hier in Doncaster ist es noch ärger." Bleiben Sie n Ux Stadt. Tom?" fragte der Wirth, ein alter Bekannter des tückischen Menschen. Ja, seit der Geschichte drüben bin ich ohne Stelle. Sie wissen doch, deß ich von dem Orte, wo ich von Kindesbeinen an gelebt habe, weggejagt word:n bin. und auch von wem. N.a,.thut
nichts ein Glas Bier können Sie mir immer bringen, so viel Geld habe ich schon noch." Die Zeitungen machen ein gehör!ges Aufheben über den Mord. Tom", sagte der Wirth. Ich glaube bestimmt, es wird noch eine zweite Untersuchung geben." Auf dem fast immer ausdruckslosen Gesicht Toms zeigte sich auch jetzt nur stumpfe Gleichgiltigkeit. ,Die Blätter." fuhr der Wirth fort, machen Anspielungen darauf, daß der Mord von jemandem im Hause verübt sein müsse, von jemandem, der Lambert genauer kannte und mehr Ursache hatte, ihm einen Groll nachzutragen, als Fremde. Sie. Tom, haben bei ihm gewohnt und Gelegenheit gehabt, mehr zu sehen und zu hören, als andere. Na, was denken Sie nun von der Sache." Die Zeitungen sind doch klüger als ich." knurrte Tom; ick denke gerade das,. was sie denken, 's ist jemand aus dem Schlosse gewesen, der seinen guten Grund hatte, den Ermordeten zu hassen." Ein unmerkliches Schaudern überrieselte Tom, als er Lamberts erwähnte. Und wer, meinen Sie, hatteUrsache, ihm zu zürnen?" fragte der Wirth. Gab es einen Streit zwischen ihm und dem Baron?" Ich habe nie ein böses Wort zwischen ihm und dem Baron gehört." Wer sonst konnte etwas gegen ihn haben?" Wer war's, der spät in der Nacht zu ihm in's Zimmer kam?" flüsterte Tom. Wer konnte nicht Worte finden,, die schlecht genug für ihn waren? Wer hat ihm einen Brief geschrieben, ich habe den Brief jetzt und will ihn auch behalten, und verlangte, c: sollte um die Zeit im Park sein, gerade in der Nacht, wo er ermordet wurde? Wer ist im Dunkeln mit ihm zusammengetroffen, wie andere ebenso gut erzählen könnten, wie ich?" Niemand antwortete. 'Mit offenem Munde starrten die Männer einander an. Horaz Oliven umklammerte seine Stuhllehne mit kaum unterdrückter Wuth. Wer war es, der nach der Untersuchung vor dem Krcnanwalt aus seinem eigenen Hause entfloh und sich versteckte?" flüsterte Tom. Wer furchtete sich, in seiner eigenen Wohnung zu bleiben, und fuhr nach London, ohne einer Menschenseele etwas davon zu sagen? Wer war's, der am Morgen des Verbrechens unter den Waffen ihres Mannes herumwirthschaftete, wie noch andere gesehen haben, als ich, und vor dem Untersuchungsrichter beschwören werden, wenn die Zeit dazu da ist?" Wieder erfolgte keine Antwort. Capitän Oliven vermochte sich kaum zu beherrschen, aber er fchwieg. in der ErWartung, er werde noch mehr zu hören bekommen. Sie sprachen vorhin von einer schwarzäugigen Person," wendete sich Tom Rack zu dem ' Hundehändler. War sie vielleicht die Frau Lamberts?" Harrison zuckte zusammen. - Er dachte einige Augenblicke nach, ehe er antwortete. Ja, wenigstens behauptete er, sie wäre seine Frau," erwiderte er endlich. Und sie stand weit über ihm und hatte so viel Geld,- daß sie gar. nicht wußte, was sie damit ansanoen soü:?, wie?" Der tzundehändler starrte den FraLanden an. Sie scheinen zu wissen, wer sie war," sagte er argwöhnisch. Ja, ich glaube es zu wissen." flüsterte Tom Rack. Sie ist die Tochter des Londoner Bankiers Rupert Hamden und heirathete unseren Baron, während ihr erster Mann noch am Leben'war. Und dem, der jetzt todt ch. schrieb sie in der Nacht, wo er ermordet wurde, einen Brief und forderte ihn auf, mit ihr im Park zusammenzutreffen." Capitän Oliven, schleuderte seinen Stuhl zur Seite. Mit einem Sprunge stand er vor Tom, packte ihn an der Kehle, einen Tisch und einen Haufen klirrendei Biergläser umwerfend. Das ist eine Lüge", brüllte der Capitän.. Du elender Wicht, und Du weißt, daß es eine Lüge ist! Nimm Dich in Acht, daß ich Dir nicht die Knochen imLeibe zerbreche, Du Schuft, denn Du sprichst von meiner Nichte, dem einzigen Kinde meiner versiorbenen Schwester." Es ist keine Lüge." keuchte Tom störrisch. Ich habe gesagt, ich hätte den Brief, und Sie sollen ihn sehen, wenn Sie mich loslassen." Der Capitän gab das Halstuch Toms frei, hielt ihn aber noch amNockkragen fest. Wollen Sie den Brief sehen?" fragte Tom. Ja." Tom durchwühlte seine Taschen und brachte endlich einen schmutzigen Papierstreifen zum Vorschein. Es war der Zettel, den Honora an Lambert geschrieben und den der Ermordete, nachdem er ihn gelesen, achtlos weggeworsen, Tom, aber aufgehoben und eingesteckt hatte. Er wollte das kostbare Schriftstück nicht aus den Händen geben, hielt es aber dem Capitän vor die Augen. Verblüfft starrte Horaz Oliven den Zettel an. Wie kann ich wissen, ob meine Nichte das geschrieben hat?" rief er. Natürlich, bat sie es schrieben.
aber jetzt mochte ich Sie bitten, mich loszulassen. Wie konnte ich ahnen, daß Sie ihr Onkel sind. Ich will der Frau Baronin nichts zu Leide thun, durchaus nicht, obgleich sie mir garnicht gewogen ist. Bei der Untersuchung hab" ich nicht eine Silbe gegen sie vorgebracht, obgleich ich das alles hätte erzählen können, was ich jetzt erzählte. Aber wenn die Leute mich mit ihren Fragen über den Verstorbenen quälen, als ob ich alles von der Geschichte haarklein wissen müßte, steht's mir. denke ich, frei, zu sagen, was mir paßt." Ich gehe auf der Stelle zu dem Baron, um ihm alles zu erzählen, was Sie gesagt haben. Sie Hallunke." Nur zu", kicherte Tom boshaft. Sie werden ihm wohl nichts Neues melden."
14. Capitel. Anton von Mellis und seine Frau kehrten in das Heim zurück, in dem sie einst so glücklich gewesen waren, aber der herrliche Landsitz konnte ihnen noch nicht wieder so lieb und angenehm sein, wie er es ihnen vor Lamberts Ankunft und dem Trauerspiel war, das dem Dienst jenesMenschen ein so jähesEnde bereitete. Die Erinnerung an den Sturm, der ihr ganzes Glück zu begraben drohte, war noch zu neu und zu lebhaft, als daß sie sich schon wieder ganz sicher fühlen konnten. , Die Beerdigung des Ermordeten hatte noch nicht stattgefunden, und es war dem Baron wie Honora eine peinliche Vorstellung, daß der Todte in seinem Sarge noch immer in dem Psörtnerhäuschen stand. Wird nicht morgen das Begräbniß stattfinden?" fragte Honora. Ja, morgen Vormittag." (Fortsetzung folgt.) A u chinLarosse,W i s.. i st das Lümmelglöcklein" eingeführt worden. Der dortige Stadtrath hat eine Ordinanz angenommen, laut der Kinfcer unter 16 Jahren um 9 Uhr Abends von der Straße sein müssen. . Ueber 1000 Menschen soll Capt. Fred. Jerome, der dieser Tage in San Francisco starb, das Leben gerettet haben. Der Verstorbene stammte aus dem südlichen England und erreichte ein Alter von 77 Jahren. Tragisch geendet hat in Binghampton, N. I., eine junge Ehe. Die löjährige Wittwe Beatrice E.Finn hat sich erschossen, nachdem ihr 18jähriger Gatte schon vor Monatsfrist Selbstmord begangen hatte. . 9)ic Aeim Theorie. Eine wichtige Entdeckung. Durch Erneuerung des Cyfiems werde faft alle Krankheiten geheilt. ?S n?!rd in diesen Tagen viel über Pilz, gesprochen und doch ist dies kein müßiges e rede. Das Mikroskop enthüllte die Thatsache, daß viele Krankheiten durch einen be sonderen Keim oder Pil hervorgerufen wer den. Ein eingehenderes Studium und. ftofc schunaen zum Zwecke der Entdeckung eine! Mittels, welches diese Pilze au3 dem Eyste. entfernen würde, haben vor Kurzem ergeben, daß es nothwendig .sei, das Ernstem zu crneuern und daS Blut durch die Beseitigung der Pilze zu reinigen, um die Heilung dieser Krankheiten zu erzielen. Es stellte sich herauS, daß Dr. Key's Renovator das vollkommenste Heilmittel für alle diese Krankheit? ist, daS bis jetzt entdeckt wurde. Es erneuert daS ganze Eysieul, reinigt daS Blut, bereis chert dasselbe, belebt das System und verleiht dem ganzen Körper neues Leben und verjungte Kraft. Um die ivunderbaren Ergeb nisse beim Gebrauche von Dr. Kay's Nenooator in allen solchen Krankheiten vor Augen zu führen, geben wir folgenden Auszug auS einem Briefe von Frau E. A. AdamS,6. und Martha Str., Omaha, Neb.: .In Beantroortung Ihrer Anfrage, welchen .Erfolg ich mit Dr. Kay's Renovator hatte, theile ich Ihnen mit, daß ich große Linderung fand und nun gesund bin. In erster Linie hatte ' die Grippe und eS dauerte geraume Zeit, ,e dieselbe zu weichen schien; dann trat Malaria ein und ich nahm hinreichend Ehinin ein, u den Tod einer Person zu bewirken, verspürte aber keine Linderung, bis ich Dr. Kau'S Renovator gebrauchte. Ich litt an Unverdaulichreit, starkem Kopfweh und hatte Schwindelanfälle, und es war als ob feurige ftäoen und kleine Sterne vor meinen Augen gaukelten. Es freut mich, berichten zu tönnen, daß ich nach dem Gebrauche einer Schachtel Ihres örenovators große 'Besse rung wahrnahm und gesund wurde, ehe die zweite Schachtel zu Ende war, worauf diese mißlichen Uebel Dank Ihrem Nensoator gänzlich ausblieben. Ich kann nicht umhin, denselben der leidenden Menschheit zu empfehlen." Er ist das beste bestehende Hiil Mittel, weil er alle Krankheiten heilt, bei welchen sogar alle anderen Mittel vergeblich angewandt wurden, wie: Unverdaulichkeit, Le-b:r-und Nieren-Krankheiten, jVerstopfung, Kopfschmerz, Magenbeschmerden. Geschwüre, Ausschlag, Schwäche, Niedergeschlagenheit, Schwindel, Frauenkrankheiten, Drüsenvergrötzerunq, Sodbrennen, unreines Blut, Schlaflosigkeit, Galligkeit, Verdauungsbe,'chwerden, Mattigkeit, Malaria, geistige Ab gestumpftheit, Rheumatismus, : Neuralgia, Nervenschwäche, Schlagfluß, Beulen, Salzstufe, Skropheln j:. Er hat eine wunderbare Wirkung auf den Magen, Leber und Einaeweide; er steigert den Appetit, fördert die Verdauung und heilt alle Störungen dieser Theile. Er schms.fi ngenehm, ist leicht zu nehmen, vollkommen sicher und nie dem Ma gen widerlich. Er ist in Form von Zeltchen, aus roncentrirten Ertracten zusammenaefetzt und enthält zwei, bis viermal mehr Dosen alk die flüssigen Arzneien, welch: für denlelben Pr:is verkauft werden. Dr. Kay'S Renovator ist nnn bei fast allen Apothekern zu haben. Preis 25c und $1. Sollte Ihr Apotheker denselben nicht vorräthtg haben, dann sende man den Betrag und schreibe an die Dr. 23. I. Kau Medical Eo. (Westliche Ofsice), 620 südl. 16. Str., Omaha, Neb., worrauf Ihnen derselbe prompt per Poft und zwar portofrei zugeschickt wird. Diese Firma veröffentlicht serner Dr. Kay's Hand Book of Valuable Recelpts and a Tre&tise on Diseases," welche Broschüre nach Einsen, vung Ihrer Adresse und.Angade dieser Zeitung Ihnen gratis zugeschickt wird. Viele Leute schätzen deren Werth aus fünf VollarS. Man versäume nicht, seine Adresse einzusen den, denn diese Broschüre ist unentbehrlich. .i?'ft kikRovator iib wlzt c;3
Täglicher Marktbericht.
Biehmarkt. Indianapolis Union Viehhöfe, 25. Aug. R indv ieh. Auserlesene bis prima Stiere, 1350 Pfd. und aufwärts $5.50 5.82$ Gute bis mittlere Stiere 1350 Psd. und aufwärts 5.10 6.50 Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 Pfd 5.00 5.50 Gute bis mittlere 1150 bis 13,00 Pfd. Stiere.... 4.7.5 5.10 Mittlere öis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd.... 4.50 5.00 Gute bis gewühlte Rinder. 4.25 5.00 Mittlere bis gute Rinder. 3.65 4.401 Gewöhnliche leichte Rinder 3.00 3.50 Gute bis gewählte Kühe.. 3.75 4.40 Mittlere bis gute Kühe.. 3.40 3.60 Gewöhnliche alte Kühe.. 4.75 3.00 Kälber. 4.00 5.75 Schwere Kälber 3.00 5.00 Prima bis fancy Export Bullen 3.90 4.25 Gute bis gewählte Schläch tcr Bullen 3.50 3.75 Gewöhnliche bis gutcBullcn 2.75 3.35 Gute Kühe mit Kalb $35 56 GcwöhnlichcKühe mit Kalb 15 30 Schweine. Gute bis gewählte, mittlere und schwere $5.35 5.40 Gemischte. schw.Packing 5.25 5.35 Gute bis gewählte leichte 5.35 5.42$ Gewöhnliche leichte 5.30 5.35 Pigs 4.50 5.40 Roughs 4.75 5.15 Schafe. Spring Lambs $5.25 5.75 Gute bis gewählte Schafe 3.00 4.25 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 3.25 3.75 Gute bis gewählte Jähr linge 4.50 4.75 Gewöhnliche bis mittlere Jährlinge 3.25 3.75 Ordinäre bis gute Schafe 2.50 3.25 Böcke, per 100 Pfd 2.00 3.00 Früchte und Gemüse. Früchte. Pfirsiche, $1.25 per Crate, 6 Körben; 60c 65c für $,Bushel Korb. Tomatocs, einheimische, 30c per Bushcl. Citronen, $5 für 300; 5.50 sür 360. Aepfcl, neue, 50c-75 per Bufhel Box. Feigen, 12$c-15c. Bananen, 1.50-1.75 per Bunch. Datteln, Persische 5c-6c per Pfund. Kolusnüsse, 3.50-4.00 per Hundert. Ananas, 3.50 per Case 30-36. Rothe Pflaumen, 4.00 per 24 Qt. Cafe. Cantcloupes, 75c per Crate; südliche Jndiana 25c per Korb; Dcckers Littcl Gcms 25c per Korb. Trauben, per Crate von 6 Körben $1. Birnen, hiesige, 75c per Bushcl. Wassermelonen, $10 per Hundert. Neue Gemüse. Kraut, 25c per Faß. Radieschen, 15c per Dutzend Bunches. Zwiebeln, 8c per Dutzend Bunches; Neue Beluda 2.00 per Crate; Reue Louisiana $4 per Faß. Rothe Rüben, 15c per Dutzend. Gelbe Rüben, 75c per Dutzend Bun ches. Gurken, 20c per Dutzend. Neue Kartoffeln, 1.15 per Faß. Sommer-Cclcry, 15c per ll. Bunch. Korn, 3c per Dutzend. Alte Gemüse. . Parsnips, 1.25 per Faß. Squafhes, $18-22 per Tonne. Kartoffeln, Burbanks und runde weiß 53c per Bufhel. Zum Versandt bereit 5c mehr. Zwiebeln, Gelbe Denvers 50c per Bufhel, rothe Globe 75c; weiße. Globe $2 per Faß. Weiße Rüben, Ungewaschene 1.251.50 per Faß; gewaschene 1.50-1.75; Canada Rutabagas 1.10-1.25 per Faß. Rothe Rüben, $1.25 per Faß. Geräuchertes Fleisch. . Sugar Cured Schinken Erste Quali tät: 20-18 Pfund ; 15 Pfund 12c; 12-10 Pfund 12zc; Zweite Qualität 20-18 Pfund ; 15 Pfund lizc; 12 Pfund 12c; 10 Pfund 12c. Californische Schinken 6 bis 8 Pfund 8fc; 10 bis 12 Pfund 8c; 12 bis 14 Pfund. Frühstück Speck Klarer English Cured 14c; gewählter Sugar Curcd 13zc: 6-7 Pfund im Durchschnitt 12; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt 11c; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, 11c; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, llc. Speck, Engl. Gewählter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, llc; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt, 10Ac. Speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 9c; Klare Seiten, 30 bis 40 Psd. im Durchschnitt, c; Klare Seiten, 20 bis 30 Pfd., 9c; Klare Bellies, 25 bis 30 Pfd.. c; 18 bis 22 Pfd., 10c; 14 bis 16 Pfd., 10c; Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., 9c; Rücken 12 bis 16 Pfd., 94c; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., 10c. .Schultern, Engl. Cured 10 bis 20 Pfund im Durchschnitt, c; 16 Pfund im Durchschnitt, 9c; 10 bis 12 Pfund Sie.
Gedörrtes Rindfleisch, Schinken' reg Sets, 13c; Außenseiten 104c; Innen seiten 15c; Knöchel 15c. Schmalz, in Tierces, 1. Qualität 8c; 2. Qualität 8c; 3. Qualität 8ic Gepöckeltes Schweinefleisch, Knochen loses Fancy Pig $17.75; Klares Bcan 17.25; Family 16.25; Short Clear 15.75; Rumpf 15.75. Würste, Geräucherte Bratwurst 7jc; Frankfurter lr, Wicnerwurft 7c; Knackwurst 7c; Bologna in Därmen 6c, in Tuch 6c.
Butter, Eier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, frische, 12c Eier, 10c per Dutzend. Hühner 7c, Spring Chickens 7c Pfd. Turkcy Hennen 6c, junge Hähne 5c, alte Hähne 4c; Enten 5-8c; Gänse wer den verkauft zu 3.75-4.25 per Dtzd. Getreide. Weizen-No. 2 rother 74c auf den Geleisen, 74c von der Mühle ; No. 3 rother 70-72c; August 74c auf den Geleisen; Wagenweizcn 74c. Korn-No. 1 weiß 41c; No. 2 weiß 455c; No. 3 weiß 41Ac; No. 4 weiß 38-40c; No. 2 weiß gemischt 40; No. 3 weiß gemischt 40c; No. 4 weiß gemischt 37Z-39?c; No. 2 gelb41jc; No. 3 gelb 41c; No. 4 gelb 38i-40c; No. 2 gemischt 40c; No. 3 gemischt 40c; No. 4 gemischt 37f-39fc; a Kolben 41c Hafcr-No. 2 weißer 24c; No. 3 weißer 23c; No. 2 gemischter 21c; No. Ä gemischter 20c Heu-altes No. 1 Timothy 13.0014.00; neues No. 1 Timothy $11.50--$12.50; altes No. 2 Timothy $12.0012.50; neues No. 2 Timothy 11.0011.50. Groeeries. Zucker Dominoes 6.67c; Stückzucker 6.82c; pulversirter 6.52c; XHX pul verisirter 6.57c; Standard granulirter 6.42c; feiner granulirter 6.42c; granu lirter in 5 Pfund Säcken 6.52c; granu lirter in 5 Pfund Cartons 6.52c; extra feiner granulirter 6.52c; Cubcs 6.57c; Mold A 6.67c; Confcctioners' A 6.22c? 1 Columbia A-Kcystone A 6.07c; 2 Windsor A-American A 6.04c; 3 Ridgc wood A-Ccntcnnial A. 6.07c; 4 Phönix A-California A 6.02c; 5 Empire AFranllin B 5.97c; 6 Ideal Extra Gol den C-Keystone B 5.87c; 7 Windsor Extra C-American B 5.77c; 8 Ridge wood extra C-Ccntennial B 5.72c; 9 gelber extra C-Calisornia B 5.67c; 10 gelber C-Franklin extra C 5.62c; 11 gelbcr-Keystone extra C. 5.57c; 12 gclbcr-Amcrican extra C 5.52c; 13 gel bcr-Centcnnial extra C 5.52c; 14 gelber -California extra C 5.52c; 15 gelber 5.52c; 16 gelber 5.52c. Kaffee. Folgendes sind die Indianapolis Preise : Gcwöhnl. bis guter 12c-18c; prima bis gewählter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden. Rio 23-26; Java 28-31c. In Packetcn: Ariosa $12.75, Lion 11.75, Jerse 12.75, Caracas 12.25, Dillworth's 12.75, Dutch Java Blcnd 16.50, Mail Pouch 11.75, Gates Blended JÄva 11.75. Kase. - Engros Verkaufspreise, Jmportirter Schweizcrkäfe 27c per Pfund; einhei mifcher Schweizcrkäse 17c; Wisconsin Cream Käse 10c-12c; New York Ched dars 12e; einheimischer Limburger 12c: Brick 13c. Sämereien. Kaufpreise: ' Klcefamen, Rother, $4-$4.25; eng lischer, je nach Qualität $4-4.50; Al syke 5-7.00; Alsalfa 5.50-6.00 per Bufhel. -Timothy $1.20-$1.30. Detailpreise : Klccsamcn, alter, prima, $4.75? neuer $5.00. ' Timothy, gewählter $1.50; prima $1.45. Blue Gras, Fancy Kcntucky $1.25 per Bushel; extra reines 65-75c per Bushcl. Kohlen. Tvwe Yt Tonne Anthracit? $7.00 3.65 Pittsburg 4.25 2.25 Kanawha 4.25 2.25 Winifrede 4.25 2.25 Raymond City 4.25 2.25 Jackson 4.25 2.25 Brazil Block 3.25 1.80 Island City Lump u. Egg 3.00 1.65 Jndiana Lump 3.00 1.65 Island City Domcstic Nut 2.75 1.50 Mine Run 2.75 1.50 Slack 2.00 1.15 Bloßburg 5.00 2.65 Rauchlose .-. 4.50 2.40 Lump Coke 11c per Bushel. $3 per 25 Bushel. Zerkleinerter Coke 12c per Bushel. $3 per 25 Bushel. WoÄe. Folgendes sind die Preise für Wagen ladungen : Ungewaschene mittelmäßige Wolle 19-20c; feine Merino 15-17e; unge reinigte, von 2c tis 5c weniger; zuberge ' . ... , cv' j - . . m b.ll
