Indiana Tribüne, Volume 23, Number 336, Indianapolis, Marion County, 25 August 1900 — Page 5

Jndiana Tribune, Tamstag, den 25. August 1900.

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Tie Pariserin im Bade.

Die Weltaussiellllug hat die mon dainen Pariserinnen : langer als sonst im Sommer' in der 'Hauptstadt zurück gehalten. Sie laben alle Freuden der Ausstellung ausgekostet, sie haben ihre Neugier befriedigt und seltsame Gkrichte in cosmopolitischen Restaurants kennen gelernt; sie haben die ezotisn Attractions" der Ausstellung besucht und auf allen osficiellen und privaten Festen getanzt; jetzt aber suchen sie endlich die wohlverdiente Ruhe an den gastlichen Küsten Frankreichs. Die fashionablen Badeort beleben sich. Die Fremden, die jetzt nach Paris kommen, werden die Welt des Tour Paris- so gut wie ausgestorben finden. Auch mit dem Aufenthalt im Bade sind für die elegante Pariserin große Toilettensorgen verknüpft, die denen für die Vergnügungen der Großstadt nicht nachstehen. Die großen Panse: Confectionshäuser wetteifern darin, reizende Neuheiten für die Badesaison herzustellen. Entzückende seideneMorgenröcke & la Lola Füller mit rosaund 'malvenfarbenen Carreaus oder mit blaßblauen und strohfarbenen Linien aus weißem Grunde mit seidenem Besatz sind besonders beliebt. Dann folgt die Toilette, die vor dem Bade oder beim'Morgenspaziergang getragen wird. Die Toilette. desFrühspazierganges ist besonders elegant. Costüme aus Leinenside ersetzen die in voriger Saison liebten Piqui-s. Die gestickten Chemisetles können unter dein kurzen Bolero genügend bewundert lverden. Am beliebtesten sind schmale Cammetstreisen als Besatz des Costüms. Schwarzer Sammet spielt überhaupt eine führende Rolle in der diesjährigen Mode. Ueberall au hellen Kleidern und Bluinenhüten contrastirt der schwarze oder marineblaue rammet mit den glänzenden hellen Farben. Ein coketter Marquisenhut". oder ein Dreimaster mit verschwenderischem Blumenschmuck und Federn, weiße Handschuhe. Schuhe aus grauem oder weißem Rehleder und ein eleganter Sonnenschirm vervollständigen das Eostüm. Das Badecostüm ist eins der schwierigsten Probleme für die elegante Mondaine. In diesem Jahre scheint man besonderen Luxus darin zu entfalten. Roth ist die Modefarbe. wird für zu indiscret gehalten. Die Badeanzüge haben Kragen in allen Formen; das Corsage ist gewöhnlich mit geschickt vertheilten Litzen, phantastischen - Verschnürungen .und am häufigsten mit zahlreichen aus Tuch geschnittenen und farbig bestickten Ära dessen, die auf weißen Grund gesetzt werden, geschmückt. Aermel fehlen überhaupt. Der fehr lange Rock fällt über die Knie und verdeckt die PluderHosen völlig oder läßt sie wenigstens nur errathen. Ein Gürtel aus paffendem Stoff, der mit denselben Ornamenten bedeckt ist wie das Corsage. markirt die Taille, und ein Tuch aus wasserdichter Seide gibt eine entzückende Kopfbekleidung. Die Mode. Strümpfe zum Baden zu tragen, ist gegenwärtig ganz allgemein. Raiürlich sind sie in entsprechender Farbe zum Badeanzug. Um die Füße sind die doppelten Schnüre der Sandalen, aus weißem Segeltuch geschnitten mit Korksohlen, die die Füße gegen die Krabben und den Sand schützen. Einige kühne Mondainen, die sich der Schönheit ihrer Körperlinien voll bewußt sind, tragen auch ein eng anschließendes Badecostüm mit kurzer Taille in Empirestil und aus einem Stück mit den Kickerbockers". Das Costüm ist hübsch und leicht, aber es hat doch etwas clownartiges, wenn seine elegante Trägerin die Situation ' nicht rettet. Handschuhe werden jetzt nur selten im Bade getragen Ein sehr smarter Baiseanzug ist aus dunkelrothem Serge oder Caschmir.. Der Anzug ist aus einem Stück mit flachen Falten, die mit weißer Seide eingefaßt sind. Zwischen jeder Falte sind unten am Rock ausgeschnittene Applikationen von weißem Caschmir angebracht, die. eine Art Guipure bilden. Der obere Theil am Hals mit breitem Ausschnitt hat einen Revers in Guipure, daunter befindet sich eine Weste, die amHals mitSpitzenstreifen besetzt ist. Die kurzen Puffärmel sind auch mit Guivure besetzt, die über die Arme sällt. Für den unangenehmen Weg aus dem Wasser zur Cabine, oder umgekehrt, ' hat die Industrie wahre Wunderwerke von Bademänteln geschaffen. Sie find meistens aus dem sogen. Cometenstosf" in prächtigen Farben mit Capuze und verschwenderischem Besatz. Nach dem Bade oder dem Spaziergang kommt zum Lunch, der auf dem Zimmer eingenommen wird, das d8liabille" an die Reihe. Sehr smart ist ein solches aus blaßrosa Seidenmousseline mit Spitzenapplicationen, darüber ein Mantel von alter Seide mit gestickten Blumen undSpitzen, der vorn offen ist. Ein himmelblaues - dhalrille" ist aus Crepe r Chinin; der untere Theil ist mit Guipurecrustationen besetzt. Die Nachmittags- und Abendtoiletten sind in Weiß bevorzugt. Eine Toilette aus weißem Chinacrepp, die mit großen Mohnblumen bemalt ist, ist soeben von einem großenPariser Confections Hause für die Soirsen im Kurhause fertiggestellt worden. Der Besatz ist aus Luxenil-Guip,:re, rnit gemalten Blumen. Das Corsage hat Boleroform, ist hinten offen und geht vorn über eine Chemisette von weißem ge faltetem Mousseline. Kragen und Gürtel sind auZ smaragdgrünem Mohair. ... . . r-:, .

Kurirt. ' Humoreske von Ä'.iZiard'Backz Eine auserwählte, sehr gemüthliche Gesellschaft tafelte heute beim Geheintn Kommerzienrath Ulrich Henischel und seiner Gattin. - Er, ein noch jugendlicher Mann, sie immer noch hübsch und lieb aussehend. Eigentlich wollten der Silberstrauß bei ihm und der Silberkranz auf ihrem Haupte noch gar nicht recht passen, allein an der Thatsache, vor 25 Jahren den kirchlichen Segen empfangen zu haben, ließ sich eben so wenig ändern, wie 'das zweite Faktum der Anwesenheit Don zwei Schwiegersöhnen nebst verschiedenen Kindern. - ' Sag' mal, Ulrichs wandte sich der zur Beschaulichkeit oerdämmie- Major von Aldegg an seinen Jugendfreund,' .warum erfreust Du uns regelmäßig an Deinem Hochzeitstage mit Schnepsen, dies muß eine ' Bedeutung haden?" Thut's auch, 's der Erinnerung we- " gen. Heraus mit der Sprache pst Ruhe! Hochverehrte Festgenossen, bitte, ein klein wenig Ruhe, der Jubelgr Pardon -Vater wünscht eine Geschichte zu erzählen." Mäuschenstille! Auf unserer grünen Hochzeit." begann lächelnd der Jubilar, Aennchen." wandte er sich an seine Gattin. ..Du gestattest hoffentlich diese kleine Plauderei aus der Schule?" Frau Anna schaute ihren Eheliebsten zweifelnd an. Gern", mengte sie, doch was ist eigentlich so Wunderbares an der Sache?" Der Kommerzienrath ergriff z'ärtlich die Hand der Gattin, nickte ihr zu und erklärte, zur Tafelrunde gewendet: Mein trautes Aennchen .kennt die Geschichte nämlich erst zur Hälfte, aber heute nach 25 Jahren ist Alles verjährt, und ich eryalte für meinen Streich Generalablaß. nicht so, Schatz?" - Die Frau nickte ihm liebevoll GeWährung zu, und er begann: Von Jugend auf habe ich den Bo-' gen geführt nach Jägerart", kann ich mit unserm großen Dichter sagen, und nach schwerer Geistesarbeit in Gottes freier Natur durch das edle Waidwerk mich neu gekräftigt. Eines Tages auf dem Herbstzuge zeigte sich Diana besonders huldvoll und stolz, mit drei Schnepfen geschmückt, kehrte ich heim. Aennchen", rief ich meiner harrenden Gattin froh entgegen, denke Dir. drei und was für welche! Sieh bloß die schmackhaften Langgesichter an da, mein Kind, ins Kühle damit. Ich ziehe mich um. Du brauchst kaum zu warten." Nach kurzerFrist erschien ich zum Abendessen und spendirte aus Freude ob des Schnepfenkleeblattes eine Flasche Lieblingssekt, und als um 9 Uhr eineDrahtung die Anzeige des Besuches eines Jugendfreundes, brachte, glaube ich, noch eine. Wir freuten uns recht sehr auf den lieben Karl. Der Tag der Ankunft rückte schnell heran., und da r mit dem Zuge 3 Uhr 30 MinutenNach, mittags eintreffen mußte, knappte ich mir die Comptoirzeit ab.setzte mich in's Fuhrwerk, und ließ bei meinem Hause halten. Ich stürzte hinauf, eilte direkt zur Küche, wo ein bewährte Kütotum das Szepter schwang, und rief: Hanne. alte, gute Hanna, daß die Schnepfen nur nicht mißraten . Du weißt doch. Otto mag sie über Alles gern." Hanne blickte mich verächtlich an. Schnepfen, Schnepfen", knurrte sie hervor, die jiebt's nich. die die, sind futschikaw für heute." Hanna !" Na ja, und ob, et is nich anders!" Dann, liebe Hanna", erklärte ich, bestelle meiner Frau. Otto und ich erwarteten sie Punkt 4 Uhr bei Hiller." Ich stürmte hinweg, empfing meinen Freund auf dem Potsdamer Bahnhof und verschleppte ihn direkt zu Hiller. wo meine Frail uns strahlend vor Freude bereits erwartete sie speist nämlich noch heute lebensgern dort. Das Menu behagte uns nicht, ich componirte eine vortreffliche Speisenfolge und ließ eztra für Jeden eine Schnepfe einlegen, nachdem ich mit dem Chzf das Nähere verabredet hatte. Was soll ich nun noch weiter sagen? Alles verlief vortrefflich, und mein liebes Aennchen entzückte mich ganz besonders durch ihr öfteres . köstlich, köstlich" beim Vertilgen der Langgcsichtigen. de-

ren Bekanntschaft sie. nebenbei gesagt zum ersten Mal: machte. Dcnn zedoch änderte sich ihr Wesen, die Fröhlichkeit schlug in's Stumme, sie saß nachdentlich. ja. sie seufzte einmal heimlich. Ich forschte besorgt in ihren Zügen, allein sie lächelte mich, dies merkend, tapfer an. Ober, die Rechnung," befahl ich als mein Freund einen Augenblick aufgestanden war. Ich rechnete laut zusammen. Beim Vermerk: 3 Schnepfen (a 10 gleich 30 Mark", schielte ich nach meiner Ehegattin. Sie erblich und starrte geöffneten Auges auf die Nöte.' 30 Mark", hauchte sie yervor 'o Gott!" Ja, Liebchen, die Dinger sind jetzt nicht ganz billig, doch bei solcher Veranlassung " ' Als wir uns trennten und Otto in seinem Zimmer verschwand, fragte meine Frau nochmals, ob also Dienstag wirklich wieder Schnepfen gespeist werden sollten?" ' Aber, herzliebes Kind", versetzte ich etwas ungeduldig. Du hast . ja drei hängen, oder . beabsichtigst. Du'-' etwa wieder, ein Attentat . -mit -auf'e-

schwitztem Kalbsbraten auf uns zu ma. chen?" Nein, nein, nein, nein!" versicherte sie erschrocken, hüllte sich dann aber in Schweigen und gab nur durch Seufzer im Schlafen eine große , Seelenbewegung kund. - " ' - Am Dienstag brachte das Geschäft eine Unmasse Arbeit, und ich traf erst kurz vor Tische zu Hause ein. Mein Weibchen trug eine sonnige Freundlichkeit zur Schau, und dies , würzte mir besonders das Mahl.. Die Schnepfen erwiesen sich über alle Begriffe erha. ben.' wie Freund Otto ganz enthusias mirt sich ausdrückte, und wirklich, sie machten derKochkunft meiner Jrau alle Ehre., , . . , . ,? Otto war abgereist Wir. saßen allein am Theetisch und'., lasen' Zeitungen. Anna seufzte immer.' ich wurde nervös und'warf ihr strafende Blicke 'zu. Da huschte sie um den Tisch herum und barg ihr Köpfchen, tief aufschluchzend, an meiner LSrust. . Ulrich Männchen. ich will es nie wieder thun.- Ein finsterer Gedanke stieg in mir auf. Ha. also doch! Also die Schnepfen wieder verkauft und in ihrer Seelenangst bei Hiller neue erstanden ein rentables Geschäft!" Der Jubilar machte eine Pause und wandte sich dann 'lächelnd an seine Frau: Nun könntest Du eigentlich weiter berichten." Mein liebes Männchen", begann sie schelmisch, hatte- richtig geahnt, die Schnepfen aren mir für das Stück mit zwei Mark bezahlt worden, und ich vernahm mit Freude den Klang von zween Thalern in meiner Börse. Was sollten wir auch mit Schnepfen, Kalbsbraten mundete viel besser! Später bei Hiller gelangte ich freilich zu anderer Ansicht, und man kann sich meinen Schreck vorstellen, als mein Gatte erklärte, am Dienstag d e selbsterlegten Schnepfen speisen zu wollen. Also anderen Tages sofort zvr Händ. lerfrau und Schnepfen gekauft. Hier. Mutter Harnisch", rief ich. sind Ihre sechs Mark, bitte meine Schnepfen zurück." Die Frau guckte mich mehr als erstaunt an, lachte darauf, daß ihr die Seiten zitterten und brachte endlich mit Mühe heraus: Nee, nee, Madameken, nee. so wat jiebt's nich.' det wär'n n' feines Jeschäft! 4,50 pro Vogel, Ma. dameken. darunter nich die Langschnäbel sind jetzt mäcktig im Preise!" Endlich fand eine Einigung statt, ich entrichtete 12 Mark und zog triunphirend ab. hatte aber doch keine 10 Mark pro Stück anlegen brauchen. Freilich arbeitete meine .Wirthschaftskasse eine Zeit, lang .mit' Unterbilanz, allein eine sparsame Hausfrau weiß sich zu helfen. ' Dann aber packte mich die Reue, auch Aerger stIte sich ein und ich erkannte, durch falsche Sparsamkeit und das Begehren, meine Wirthschaftskasse zu stärken Nebhühnererlös lag auch schon darin nicht richtig gehandelt zu haben. Mein Gatte mußte sicherlich den, Sachverhalt geahnt haben, deshalb das Diner bei Hiller mit Schnepfen (F Zehn Mark. Ich beichtete darum reuig und erhielt Absolution. Aber, Männchen", wandte sich die Jubelbraut direkt an ihn. was blieb mir denn an der Sache noch verborgen?" . Herr Ulrich schmunzelte behaglich und' erzählte schalkhast:, 'Mit Hiller stand ich. in Abrechnung für von mir empfangenes 'Wild, und. er ging auf mein Verlangen, den Preis der Schnepfe auf zehn Mark festzusetzen, des Ukes wegen vn. In Wirklichkeit aber kosteten sie gar nichts!" ' . Ungeheure Heiterkeit herrschte ob dieses Bekenntnisses an der Tafelrunde. dieSilberbraut aber lachte am meisten, strafte ihren Gatten durch einen zärtlichen Kuß und versicherte: Die Zehn, markpille hatte gewirkt, ich war ein für allemal kurirt!" . Der GrilleneirkuS.

Zu den eigenthümlichsten Belustigungen der Chinesen gehört der Grillensport. Die Grillen werden dazu mittels eines sinnreich construirten Apparates einer Art Drahtglocke auZ ihren Löchern hervorgelockt und gefangen. Nachdem man sie eine, Weile in kleinen Käfigen gefüttert und die durch den Fang etwas eingeschüchterten Thiere wieder zu Kräften gebracht hat. wird der Tag des Kampfes bekannt gegeben. Es finden sich dazu alleGrillenbesitzer .zusammen. Die Kämpfer kommen aus ihren Käfigen .in einen neuen Apparat, eine Art Arena, und hier gehen sie nun aufeinander los. Die Zu schauer" nehmen an der Schlacht den regsten 'Antheil. Mit aufmerksamenMienen sieben die bezopften Herren um den Kampfvlatz ' und beobachten das aufregende 'Schauspiel. Die ..Grille, welche einen Gegner in denSand streckie, respertive ihr Besitzer ernten reichen Applaus.-- Besiegte sie mehrere' ihrer Widersacher, so steigt ihr Ruhm wie bei uns der 'eines Rennpferdes, .solche Thiere werden auch hoch,' , ja" oftmals mit Taufenden bezahlt. We.bei unfern' Pferderennen werdenäuch ,in Cbina bei den' Grillenkämpfen. 'Wetten geschlossen und mancher Chinese hat dabei schon sein Hab und Gut.'ja'den Rock vom Leibe verspielt. Auf 'dem Markt in Peking haben -die -Grillen-Händler ihren eignen Stand In gan?en Schaaren sitzen sie dori'und halten ihre Waare feil. v.vAuch' die Wahrheit kann deö Schein! nicht entbehren, wenn sie ltt' det Welt fortkommen will. . .

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