Indiana Tribüne, Volume 23, Number 335, Indianapolis, Marion County, 24 August 1900 — Page 7

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rlöjZ ; Scir.an vcn Vk. G. Braddon. (Fortsetzung.) "'"Ich habe ein weise Wahl getroffen und werde sie nie bereuen." konnte er sich mit alle? Aufrichtigkeit sagen. Der Salon war nur matt erleuchtet, denn Honora hatte die Gasflamme niedergeschraubt. Sie wagte nicht, Ingram in's Gesicht zu blicken. Ihr Besuch überrascht mich so sehr, liebe Hcnora begann der Rittmeister, ciaß ich kaum weiß, ob ich mich freuen "iiarf, Sie bei uns zu fehen. Ich fürchte. 's muß etwas Unangenehmes vorge- , fallen sein, was Sie veranlaßte, allein zu reisen. Ist Anton vielleicht krank. x der 'O Stephan." unterbrach ihn Honora mit gramdurchwühltem Gesicht, ich komme zu Ihnen, weil Sie gut und ehrenhaft sind und ich in meinem Unglück Ihrer Hilfe. Ihres Rathes bedarf. J , .--.iiljCU ClUUU u;ic lUillilC. -r- j... ..n:jii. rt. i : . In welcher Angelegenheit soll ich Ihnen rathen und helfen? Sagen Sie 'mir nur, weshalbSie gekommen, allein gekommen sind." Ich verlange Ihre Hilfe'- in d?r schwersten Krisis meine Lebens, Steschern, und deshalb muß ich aufrichtig gegen Sie sein, muß ich Ihnen das erzählen, was über meine Lippen zu bringen ich vor zwei Iahren lieber gestarben wäre. Sie erinnern sich des ' 'Abends, an dem Sie Erlenwald ver'ließen? f trh mrh T?trrprp? S in (Sriff V V V14-V )f V& V . TiOTCI." Das Geheimniß, das uns damals trennte, war das große Geheimniß meines Lebens, das Geheimniß meines Ungehorsams und von meines Vaters Kummer. Sie -forderten mich auf, ' Ihnen Rech?nZchaft von dem Jahr zu . geben, das in der Geschichte meines '.jungen Lebens fehlte. Ich konnte es nicht, mein Stolz empörte sich gegen diese Demüthigung. Hätten Sie selbst entdeckt, was geschehen wur, so würde ich nimmer den Versuch gemacht haben, die schmachvolle Wahrheit zu leugnen, ; aber mit meinen eigenen. Lipvn die ab- ' scheuliche Geschichte zu erzählen, wäre mir unmöglich gewesen; jetzt aber, wo sie doch von Mund zu Munbe geht, kann ich es über mich gewinnen. Ihnen alles mitzutheilen. Als ich das Lespardsche Institut verließ, entfloh ich, um meines Vaters Reitknecht zu heirathen!" Honora.!" Ingram sank in dennächsten Sessel , , und starrt: die junge Frau bestürzt an. Ach, Stephan, wie hätte ich Ihnen das gestehen können! Wie frll ich Ihnen jetzt .erklären, weshalb ich diesen wahnsinnigen Schritt, that, das Glück meiner Jugend ernichtete.uridSchmach und Kummer über meinen Vater, brachte? Ich , habe nicht edimal die .Entschuldigung einer --romantischen Liebe zu diesem Manne für -mich. Nur die seichte Bewunderung feiges schönen Gesichtes und seines flotten Wesens -trieb mich ir.' Verderben, iiz hatte sich bei mir .einzuschmeicheln jLtnd eine .gewisse Vertraulichkeit in unsrem Ver'kehr herbeizuführen gewußt. Er wo? '.mein ständig Begleiter, wenn ich aus.ritt, und ba! hatte er mir seine Ge-..-schichte erzäblt. Doch weshaw sollte ich Sie damit .langweilen! Er war .natürlich ein verkappter Pril:z, der Sohn eines vornehmen, einst sehr reij&tn Mannes, Äer durch allerlei Un glücksfälle Hab unv Gut ..verloren hatte. Und ich glaubte ihm. Wie sollte . ich auch Zweife! in seine Worte ptzen! ; Ich .hatte immer in einer Atmosphäre : der .Wahrheit gelebt, Unverschämtheit ' hielt ich für gute Erziehung und vornehmes Wesen, 'tonn der Schurke, der öief.rr. der Welt '.umhergekommen. uar, 'hatte'sich eine gewisse Gewandtheit cn .geeigwt. Ich begreife meini Verblen--.'dung. meinen Wahnsinn .von danrn's -.nicht nhr." Ait.?, arm: Honora!" .scgte Insgram oal innigen Mieids. Mein Vater fand -einiae Briefe, die Lambert mir geschrieben hatte, und j entdeckte, 'aß ich mich mn seiner.i Reit-'' Znecht verübt hatte. Als ich von mei 5e.ni Spazierritt naÄ Hase lax?, gab ; es sinen -sichtbaren Auftritt zwischen ' mit und -rieinem Buter. Ich war roahsinnig und schlecht gttug, mein Venehm?n j vertheidigen .und meinen Vater der ,Fngherzigse:t anzuklagen. Am rüchsten 2age brachte tx mich nach PariZ. Ich ielt mich Zr gausam behaus und fühlte mich sehr unbehaglich in ir Erziehungsaustalt. Lambert. der rir nach Paris abgereist war, verfolgte mich mit seinen Briefen Er spulte um einen hohen Einsatz und gewann. Ich entfloh aus dem Institut, und acht Stunden nach - einer Flucht wurde ich in Dover mit Lambert getraut. Schon eine Woche später waren alle meweJllusionen über diesen Menschen verschwunden. Ich entdeckte, daß ich das Opfer eines gelb gierizrn Schurken geworden war, der mich nur dazu benutzen wollte, von meinem Vater Geld zu erpressen. Eine Zeit lang unterwarf ich mich seinen Befehlen, und mein Vater bezahlte, bezahlte die Thorheit seiner Tochter sehr theuer, weigerte sich aber, den Mann zu empfangen, den ich geheirathet hatte, tötx mich wieder bei'sich aufzunehmen, ehe ich mich von Lambert getrennt Üälit. Er bot ihm . ein .gnstandigeZ

inlommen an. unter ver Ledwgung, daß er nach Australien auswandere und auf jeden Verkehr mit mir verzichte. doch Lambert wollte darauf nicht eingehen. So verstrich ungefähr em Jahr, als ich eine Entdeckung machte, die meinen Haß gegen den Betrüger zur Unerträglichkeit steigerte. Wir reisten im südlichen Frankreich; überall, wohin wir kamen, spielte Lambert mit dem Gelde meines Vaters den großen Herrn, als mir von einer Frau, die meine Geschichte kannte und mich bemitleidete. die Augen über die NichtsWürdigkeit meines Mannes in ihrem ganzen Umfang geöffnet wurocn. Ohne Zögern hatte ich meinen Entschluß gefaßt. Ich schrieb Lambert. daß mir Dinge zur Kenntniß gekommen wären, die mich berechtigten, mich gesetzlich von ihm zu befreien; wenn ich darauf verzichtete, geschehe es nur um meines Vaters. nicht um seinetwillen. Zugleich versprach ich ihm, ihn von Zeit zu Zeit mit Geld zu versorgen, so lange er mich nicht belästige und mein Geheimniß bewahre. Ich sagte ihm ferner, daß ich ihn gern den Verbindungen überließe, die er sich erwählt hätte, und verließ unsern Gasthof in einer Weise, die ihn verhinderte, eine Spur des Weges aufzufinden. den ich genommen hatte. In Paris hielt ich mich einige Tage auf, um eine Antwort meines Vaters abzuwarten, dem ich geschrieben hatte.Lambert wäre gestorben. Vielleicht war das di-. größte Sünde meines Lebens, obgleich ich glaubte, weise und barmherzig zu handeln daß ich durch diese Täuschung meinem Vater die Ruhe . des Gemüthes wiedergebe. Er würde 'nie wieder glücklich geworden sein, so lange er Lambert noch am Leben glaubte. Jetzt werden Sie alles begreifen. Stephan," schloß sie schwer' wüthig. Entsinnen Sie sich noch jenes Morgens in Brighton?" Ja und jenes Zeitungsblattes mit dem blauangestrichenen Bericht, von dem Bericht über den Tod des Jockeys." Jener Bericht war falsch, Stephan. Georg Lambert wurde nicht getödtct." Ingram. erblaßte bis in die Lippen. Er begann etwas von dem Bedrängniß zu ahnen, Sie Honora zu ihm ge.führt hatte. .Wie. -er llebte damals noch?" .fraqte er. .Ja. bis vorgestern Nacht." Aber wo ist er die ganze Zeit über -aewesen?".

Währender letzten zehn Tcme auf 'dem Gute Mellis'." Und nun erzählte sie ihm die.fchauerliche Geschichte von dem Morde, von dem die Londoner Blatter noch mchts erwähnt hatten. Und ihm mit einem ernsten, .flehenden Blick in's Gesicht fehend. wie einem Bruder, bat sie ihn. ihr in dieser entsetzlichen Stunde der Noth zu rathen und zu helfen. An mich und mein Glück 'denken Sie dabei nicht, sagte sie. nur om das, was für Anton 'am besten ist. Ich bin zu jedem Opfer bereit, unterwerfe mich allem, um meine Schuld gegen r&n zu sühnen." Ingram, erwiderte kein Wort. In Nachdenken veoren, wog er verschikdenen Thatsachen gegen eiunder ad. Zu Gesulzl-aukerungen dlied ihm jetzt keine Zeit. Die Brauen finster über den, kalten, grauen Augen zisammengezogen, den Kopf vornübe? geneigt, ging er im Zimmer auf und ab. Jan? viele Leute wissen um das Geheimn:ß, Honora? fragte er endlich. .Das kann.'ich 2iicht sagen, aber ich suchte, es wird fchon überall herum sei?," .erwiderte Honora, sich schaurernd der Unverschämtheit Tom Racks erinnernd. Mir' wurde das Borgefalücne voieinem. ehemaligen StaLdiener Äntons, einem Menschen erzählt, der mich infolge einer empfangenen Strafe grimmig. haf.t. Haben Sie eine Ahnung, weriesen Lambert erschossen haben kann? N.in, nicht die geringste." Auch keinen Verdocht?" .Nein." ?ng?am ging nock-emiae Mal: rath5os duich's Zimmer, drnn eilte er zur Thür rmd rief: ,''Merne liebe Lueie, frmm zu Deiner Eousine." Eine Minüte spätersftand Lucie cn ver Seite ihres Mannes. Ach. Stephan, wie.lcinge hast Du .mich warwi lassen." flüsterte sie. Was .ist Honora?" Geh zu 'ihr und tröste'si- erwiderte ernst, sie hat chwereu Kummer, .Ql'er quäle sl? nicht mit Frcgen. Sie wird bei uns "wohneu, so .la-ige sie in London bleibt' Ein unbestimmtes Vefühlin Angst und Grauen füllte Jngrcnns Gemüch. Er ahnte, da neues Unheil Honera bedrohe. Langsam suchte er sein genes Zimmer auf, .um ungestört zu überlegen. Lucze warf sichihrer Cousine tn die Brust Vnd weinte mit ih?. Welches Leid Honora so unerwartet und urgeladen alZ Gast in ihr Hcru5 geführt hatte, wzßte sie nicht, sie wußte nrr, daß die Arme Kummer hatte und $3 ihr schönes Vorrecht war, ihr ewe Zuflucht und Trost zu gewähren. Zum ersten Male In ihremLeben nahm" Lucie der verwöhnten Cousine gegenüber ine solche Stellung ein. ! 11. Capitel. Früh am. nächsten Morgen ging der Rittmeister aus, um an Anton von Mellis zu telegraphnen, er möchte ungesäumt nach Lrndon kommen, er werde Honora in seinem Hause finden. Auf dm HfiinttAae cm einem. bekannten

Jndicma Tribüttc, rcitaa,

Kaffeehause vorüberkommend, fiel ihm eine feurige, braune Stute auf. die sich sehr unruhig vor dem hübschen Jagdwagen geoerdete, an den ste gespannt war. .Ruhia. Salome " rief die Stimme eines Mannes, der jetzt an der offenen Thür des Gasthofes erschien und auf das Gefährt zuschritt. Iinaram hatte auten Grund, neyen zu bleiben, denn der Herr roar kein An- . . . rwvt v -s . er derer als Anton von Meuis. bleiches Gesicht von einer schlaflosen Nacht zeugte. Gerade wollte er den Wagen besteigen, als sein alter Freund ihm auf die Schulter klopfte. . Das trifft sich sehr glücklich. ÄNton rief Ingram. Eben habe ich an Dich telegraphnt". Der Baron starrte ihn verblüfft an. Halte mich nicht aus, bat er. n zwei oder drei Tagen bin ich wieder zurück, dann werde ich bei Dir vorsprechen. .Jetzt muß ich nach Erlenwald. Du brauchst nicht nach Erlenwald, Anton. Deine Frau ist hier Wie?". Honora ist bei uns, komm mit Heller Sonnenschein leuchtete in Antons Gesicht auf. Honora hier, bei Euch?" rief er entzückt. Sie hätte nichts Klügeres thun können, als Dich aufsuchen, nachdem sie so thöricht gewesen war, an mir zu zweifeln." Sie kam zu mir, damit ich ihr rathe, was sie zu thun habe, um Dein Glück zu sichern, nur Dein Glück, Anton, nicht ihr eigenes." Und Du hast ihr gesagt " Ich habe ihr nichts gesagt, mein Lieber. Dir aber sage ich. geh' morgen mit Deinem Anwalt zum Gericht ,fur Ehefachen, laß Dir eine Heirathserlaubniß ausstellen und Dich in irgend einer kleinen Kirche der City mit Honora zum zweiten Male trauen." Honora war sehr früh aufgestanden. Ihr fieberhafter, oft unterbrochener Schlaf hatte sie wenig gestärkt. Den müden, heißen Kopf an das Fenster cc lehnt, blickte sie hoffnungslos auf die sonntäglich leere Straße. Ich werde mich Stephans Entscheidung unterwerfen." wiederholte sie sich immer von neuem. Wenn er mi sagt, daß es für Anton crm besten sein wirb. sich von mir zu trennen, will ich auf Nimmerwiedersehen von ihm scheiden und meinen Vater bitten, mit mir in die Ferne zu ziehen Lucie war inzwischen gekommen, sie zum Frühstück abzuholen. Die beiden Freundinnen hatten sich eben nn den Tisch gesetzt, als Jit Schritte im Vorzimmer hörten und die Thür etwas ungestüm geöffnet wurde.. Im nachsten Augenblick 'inhte Honora in An tons Armen und schluchzte cn feiner treuen Brust. Meine geliebte Honora!" rief er, mit seiner breiten Hand ihr dunkles Haar glättend. Wie konntest Du mir das thun, wie konntest .Du em so schweres Unrecht n mir begeben? Hast Du mich in unserer glücklichen Ehe Nicht besser kennen gelernt? ' Ich kam. mir Stephans Rath zu erbitten, Anton." erwiderte sie ernst, und rch will mich streng an sein? Ent scheidung halten, -,wi? grausam sie mir auch erscheinen mag Ingram beobachtete lächelnd die Glücklichen. Er fühlt? s:ch sehr zufrieden mit der Rolle, die ihm in diesem häuslichen TramL zugesallen war. Sie verlangten meinen Rath, Honora," sagte er, und ich will ihn gern geben." sagte er. .Lassen ,S die Vergangenheit todt sein mit dem Manne, der gestern gestorben ist. Ueber die Zukunft haben Sie .nicht zu bestimmen, die gehört Anton Noch ehe das Frühstück zuEnde war. wurden dem Hausherrn die. Zeitungen gebracht. Während Anton sich' leise -mit Honora unterhielt, versteckte sich Ingram hinter fernem riesigen Mor"genblatt und las einen Artikel, der ihm zuerst in die Augen gefallen war, einen kurzen Bericht überen Mord und die gerichtliche Todtenschau in Mellis. der ,ramit schloß, daß man bereits eine Spur aufgefund:n habe, die höchst wahrscheinlich zu der baldigen ' EntDeckung. des Mörders Zührcn wü'He. 12. C a p iü e I. 'Kurz nach dem Frühstück fuhr Antivn mit Honora nach Erlenwald. Es war nothwendig, daß 9hipe?t Hamden die Geschichte von dem Tode Lamberts aus dem Munde der eigenen Kinder höre, ehe er durch die ungenauen Darstellungen der Blätter erschreckt wurde. An der Seite des Mannes sitzend, dessen Liebe -die schwersten Prüfungen überdauert hatte, fühlte Honoia sich namenlos glücklich, glücklich, daß die fnistere Mauer, die' sie getrennt hatte, niedergerissen war und sie einem wahrhaft geeinigten Leben entgegensahen. Anton ;v?n Mellis, zärtlich und fÄrsorglich iait immer, forderte keine ErZlärung Don ihr ind verlangte nichts über die Vergangenheit zu erfahren, er war zufrieden in 'dem Glauben, daß der Irrthum, und die Thorheit ihrer Jugend mit dem Ermordeten begraber. werden sollten. Honow bat den Vater, sich mit ihr in sein Arbeitszimmers rückzuziehen. Ich habe allein mit Dir zu sprelhen begann sie. aber Anton weiß lles, was ich Dir' zu sagen habe. Es gibt keine Geheimnisse mehr zwischen un5 Es war eine peinliche Geschichte, die HoniM ihrem Vater zu erzähl hatte, denn sie mußte ihm bekennen, daß sie ihn getäuscht, als sie nach ihrer Trennung von öambert nach Erlenwald tw rü'ckaelommeu.A!ii...

den 24. Zlugnst 1900.

Ich habe Dir die Unwahrheit gesagt. Papa gestand sie, als ich Dir erzählte, daß mein Mann gestorben sei, doch täuschte ich Dich nur, um Dir Angst und Kummer zu ersparen. Wcnige Monate nach meiner Heimkehr wurde mir einZeitungsblatt zugeschickt, das den Tod Georg Lamberts meldete, doch war der Bericht falsch, denn der Unselige war nur schwer verletzt und durch die Kunst der deutschen Aerzte geheilt worden, und als ich Anton heirathete, lebte mein erster Mann noch Rupert Hamden stieß einen Schrei der Verzweiflung aus, aber Honora kniete neben ihm nieder, umschlang ihn mit ihren Arm:n, ihn beruhigend und tröstend. Jetzt ZK alles überstanden sagte sie,, alles. Lambert ist todt. Wie er starb, erzähle ich Dir später. Anton weiß Alles, wir lassen uns von neuem trauen. Stephan versichert, das sei nothwendig, da unsere Ehe bisher keine rechtmäßige war. Das Unglück hat sich endlich erschöpft, theuerster Papa. Fortan gibt es für uns alle nur Liebe, Frieden und Eintracht Honora erzählte dem Vater dann auch noch, wie Lambert feinen Tod gefunden hatte, und daß sie um die Zeit, wo der Mord begangen wurde, zufällig im Park gewesen sei und den Schuß gehört habe. Der alte Herr fühlte sich keineswegs beruhigt. Der Meuchelmord im Bereiche des Heimwesens .seiner Tochter beängstigte ihn. Während Honora auf dem Scpha im Wohnzimmer schlummte, ging er mit Anton von Mellis auf der Terrasse auf und ab, um nach den näheren Umständen des Verbrechens zu forschen, doch das Wenige, das der Schwiegersohn davon wußte, hellte das Dunkel nicht auf. Haben Sie irgend eine Ahnung, wer ''nen Beweggrund gehabt haben konnte, diesen Menschen aus dem Wege zu räumen?" Der Baron zuckte die Achseln. Dieselbe Frage war schon so oft an ihn gerichtet worden, und immer hatte er die gleiche Antwort geben müssen, Nein, er wußte Niemand, der einen solchen Beweqgrund haben konnte." Hatte der Mensch Geld bei sich?" fragte Hamden. Viel kann es kaum gewesen sein.' Wenn ich n:cht irre, war er seh? lange stellungslos, ehe er zu mir kam. Keineswegs würde es sich der Mühe gelohnt haen, ihn zu berauben." Dem Bankier sielen die zweitausend Pfund ein. die rr 'seiner Tochter gegeben hatte. Was hatte 'sie mit dem Gelde gemacht? Hatte sie schon gewußt, daß Lambert in ihrer Nähe lebte, als sie das Geld verlangte, und hatte sie es für ihn aebraucht? 'In ihrem flüchtigen Bericht über den Mord hatte sie nichts davon erwärmt, und wie konnte er den peinlichen Gegenstand berühren? Weshalb sollte er sich nicht mit ihrer Versicheruna beanüqen, daß nun alles überwunden sei? Der Bankier und seine Kinder verlebten einen ruhigen Tag miteinander Honora war von den überstandenen Aufregungen vollständig erschöpft und laz fast d?ü gczen Nachmittag in tte fem Schlummer auf dem Sopha, während Anton neben ihr faß und ihren Schlaf bewachte. Als Honora erwachte, fielen ihre Blicke zuerst auf. ihn. den zärtlichsten und besten der Menschen, wie sie sich ss oft wiederholte. Seine Auges ruhten liebevoll cuf ihrem Gesicht. Mein theurer Anton," rief sie. den Kopf aus den Kissen erhebend, wie glücklich werden wir jetzt miteinandn fein. Wird unser Seelenfrieden jemals wieder gestört werden? Kann der Himmel so grausam sein, neue Prüfungcn über uns zu verhängen?" O nein, mein Engel, wir dürfen das Beste hoffen, und wir wollen alles thun, uns unseres Glückes würdig zu machen Nach einem heiteren Mahle, das Vater und Kinder gemeinschaftlich eingenommen hatte.l. fuhr der Wagen vor, der sie nach London zurückbringen sollte. .Mit inniger Umarmung verabschiedet? sich Honora von dem alten Herrn. ' Sie 'kommen doch nach der Stadt, unserer Trauung beizuwohnen?" sagte Anton leise zu seinem Schwiegervater. Ingram wn'd alles Nöthign besorgen, sie wird in einer kleinen, entlegenen Kirche drr City stattfinden.' Niemand wird etwas 'davon erfahren, und wir kehren dann in allerStille nach MellisHof zurück. Nur Pfarrer Roß und Dr. Hüse? wissen etwas von der Entdeckung der Trauungsurkunde, und sie -" Sich der boshaften Bemerkungen .Frau von Walters erinnernd, hielt er plötzlich inne. Auch sie kannte das Geheimniß. Aber auf welche Weise hatte sie es erfahren? Weder der Pfarrer noch Dr. Hüser hatten es ihr erzählt, berde waren Ehrenmänner, die ihm unverbrüchliches Schweigen gelobt. Bor dem Thore des Schlosses trat der Thorwart dem Baron entgegen. Was gibt es. Forbes?" erkundigte sich der Baron, der dern Mann ansah, daß er ihm eiwas zu sagen hatte Nichts Besonderes, gnädiger Herr. Heute Nachmittag kamen zwei Fremde in einem Wagen an und der Eine wollte wissen, ob der Herr Baron und die gnädige Frau hier wären, und wann Sie Erlenwald wieder verließen, und als ich ihm sagte, Sie würden vor Abend nicht abreisen, meinte er. es wäre gut, er wolle die Herrschaften nicht stören, er werde sie schon ein anderes Mal svrecben. . (Fortsetzung folgt.)

'äglicher Marktbericht.

Vichmarkt. Indianapolis Union Viehhöfe, 24. Rindvieh. Auserlesene bis prima Stiere, 1350 Psd. und aufwärts.. $5.40 Gute bis mittlere Stiere ,1350 Pfd. und aufwärts 5.00 Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 Pfd 4.90 Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Psd. Stiere 4.75 Mittlere öis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd 4.50 Gute bis gewählte Rinder. 4.25 Mittlere bis gute Rinder. 3.65 Gewöhnliche leichte Rinder 3.00 Aug. 5.75 5.40 5.35 5.10 5.00 5.00 4.40 3.50 4.35 3.60 3.00 6.25 5.00 4.25 3.75 3.85 56 30 Gute bis gewühlte Kühe.. 3.75 Mittlere bis gute Kühe.. 3.40 Gewöhnliche alte Kühe.. 4.75 Kälber 4.00 Schwere Kälber 3.00 Prima bis fancy Export Bullen 3.90 Gute bis gewählte Schläch tcr Bullen 3.50 Gewöhnliche bis guteBullcn 3.75 Gute Kuhe mit Kalb. . .. $35 GcwöhnlichcKühe mit Kalb 15 S ö w e i n e. V Gute bis gewählte, mitt , lere und schwere 5.30 5.374 5.30 5.40 5.25 5.40 5.15 Gemischten. schl?.Packiug 5.25 Gute bis gewählte leichte 5.35 Gewöhnliche leichte 5.15 Pigs 4.00 Roughs 4.75 Schafe. Spring Lambs $5.25 Gute bis gewählte Schafe 3.00 Gewöhnliche bis mittlere Lümmer 3.25 Gitte bis gewählte Jährlinge 4.50 Gewöhnliche bis mittlere Jährlinge 3.25 Ordinäre bis gute Schafe 2.50 Böcke, per 100 Psd 2.00 5.75 4.25 3.75 5.00 3.75 3.25 3.00 Fruchte und Gemüse. Früchte.' Pfirsiche, $1.25 per Crate, 6 Körben; 60c 65c für H Äushel Korb. ' Tonurtoes, einheimische, 30c per Bushel. Orangen, California NavIs 4.00. Citronen., $o für 300; 5.50 für 360. Aepfel, neue, 50c-75 per Bushel Btir. Feigen, 12c-15c. Bananen. 1.50-1.75 pr Bunch. Datteln, Persische 5c-6c per Pfund. Kokusnüsse. 3.50-4.00 per 5undcrt. Ananas. 3.50 per Case 30-36. Rothe Pflaumen, 4.00 per 24 Qt. Case. Canteloupcs, 75c per Crate; südliche . Jndiana 25c per Korb; Dcckcrs Littcl Gems .25c per Korb. Trauben, per Crate -von 6 Körben $1. Heidelbeeren. 1.75 per 16 Qt. Case. Birnen, hiesige, 75c per Bushel. Wassermelonen, $10 per Hundert. . Neue Gemüse. Kraut, 25c per Faß. Radieschen, 15c per Dutzend Bunches. Zwiebeln, 8c per Dutzend Bunches; Neue BeriMlda 2.00 per Crate; Neue Louisiana $4 per Fan. Rothe Rüben, 15c per Dutzend. Gelbe Rüben, 75c per Dutzend Bun ches. Gurken, 20c per Dutzend. Neue Kartoffeln, 1.15 per Faß. SommerCelery, 15c per kl. Bunch. Korn, 3c per Dutzend. AlteGcrnüse. Parsnips, 1.25 per Faß. Squashes, $18-22 per Tonne. Kartoffeln, Burbants und runde weiß 53c per Bushel. Zum Versandt bereit 5c mehr. Zwiebeln, Gelbe Denvers 50c per Bushel, rothe Globe 75c; weiße Globe $2 per Faß. Weiße Rüben, Ungewaschene 1.251.50 per Faß; gewaschene 1.50-1.75; Canada Rutabagas 1.10-1.25 perFaß. Rothe Rüben, $1.25 per Faß. , Geräuchertes Fleisch. , Sugar Cured Schinken Erste Quali tät: 20-18 Pfund ;. 15 Pfund 12c: 12-10 Pfund 12$c; Zweite Qualität 20-18 Pfund ; 15 Pfund llc; 12 Pfund 12c;' 10 Pfund 12c. Californische Schinken 6 bis 8 Pfund 8c; 10 bis 12 Pfund 8Zc; 12 bis 14 Pfund. Frühstück Speck Klarer English Curcd 14c; gewählter Sugar Cured 13zc; 6-7 Pfund im Durchschnitt 12c; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt 11c; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, 11c; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, llc. Speck, Engl. Gewählter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, lljc; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt, 10c. Speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 9c; Klare Seiten, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, e; Klare Seiten, 20' bis 30 Pfd., 9Zc; Klare Bellies, 25 bis 30 Pfd., c; 18 bis 22 Pfd., 10c; 14 bis 16 Pfd., 10ic; Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., 9c; Rücken 12 bis 16 Pfd., 94c; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., 10c. , Schultern, Engl. Cured 10 bis 20 Pfund im Durchschnitt, c; 16 Pfund

im Durchschnitt, 9jc; 10 bis 12 Pfund 9Sc. Gedörrtes Rindfleisch, Schinken, reg. ( Sets, 13c; Außenseiten 10c; Innen seilen 15c; Knöchel 15c. Schmalz, in Ticrccs,' 1. Qualität LZc; 2. Qualität 8Zc; 3. Qualität 8c. Gcpöckcltes Schweinefleisch, Knochen loses Fancy Pig $17.75; Klares Bean ' 17.25; Family 16.25; Short Clcar 15.75; Rumpf 15.75. . Würste, Geräucherte Bratwurst 7c; Frankfurter 7Zc; Wicncrwurst 7c; Knackwurst 7c; Bologna in Därmen 6c, in Tuch 6c.

Butter, Eier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, frische, 12c Eier, 10c per Dutzend. Hühner 7c, Spring Chickens 7c Pfd. Turkcy Hennen 6c, junge Hähne 5c, alte Hähne 4c; Enten 5 8c; Gänse wer den verkauft zu 3.75-4.25 per Dtzd. ' Getreide. Weizen-No. 2 rother 73c. auf den Geleisen, 73c. von der Mühle ; No. 3 rother 69-71c; August 73c auf den Geleisen; Wagcnweizcn 73c. Korn-Ro. 1 weiß 41c; No. 2 weiß 44c; No. 3 weiß 41c; No. 4 weiß 3840c; No. 2 weiß gemischt 40Zc; No. 3 weiß gemischt 40Zc; No. 4 weiß gemischt 37Z-39c; No. 2 gelb 41c; No. 3 gelb 41ic; No. 4 gelb 38j-40jc; No. 2 gemischt 40Zc; No. 3 gemischt 40c; No. 4 gemischt 37-39fc; an Kolben 41c . 5afer-No. 2 weißer 24c; No. Z weißer 23c; No. 2 gemischter 2Uc; No. 3 gemischter 20c Heu-altes No. 1 Himothy 13.0014.00; neues No. 1 Timothy $11.50--$12.50; altes No. 2 Timothy $12.00-" 12.50; neues No. 2, Timothy 11.0011.50. Groceries. Zucker Dominocs 6.67c; Stückzucker 6.82c;. pulversirtcr 6.52c; XXXX pul verisirter 6.57c; Standard granulirter 6.42c; seiner granulirter 6.42c; granu lirter in 5 Pfund Säcken 6.52c; granu lirter in 5 Pfund Cartons 6.52c; extra feiner granulirter 6.52c; Cubcs 6.57c; Mold Ä 6.67c; Confectioncrs' A 6.22c; 1 Columbia A-Kcystone A 6.07c; 2 Windsor A-American A 6.04c; 3 Ridge wood A-Centcnnial A. 6.07c; 4 Phönix A-California A 6.02c; 5 Empire AFranklin B 5.97c; 6 Ideal Extra Gol den C-Kevstone B 5.87c: 7 Windsor j Extra C-American B 5.77c; 8 Ridge wood extra C-Ccntcnnial B' 5.72c; 9 gelber extra C-California B 5.67c; 10, gelber C-Jranklin extra C 5.62c; 11 gelber-Keystone extra C. 5.57c; 12 gclbcr-American extra C 5.52c; 13 gel ber-Ccntenuial extra C 5.52c; 14 gelber -California extra C 5.52c; 15 gelber 5.52c; 16 gelber 5.52c. . 5kassee. Folgendessind die Indianapolis Preise : Gewöhn!, bis guter 12c-18c; prima bis gewählter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-31c. In Packetcn: , Ariosa $12.75, Lion 11.75, Jerser. 12.75', Caracas 12.25. Dillwortb's 12.75, Tutch Java Blend 16.50. Mail Pouch 11.75, Gates Blended Java 11.75. kiase. Engros Verkaufspreise, Jmportirter Schweizerkäsd 27c per Pfund; einhei Mischer Schweizerkäse 17c; Wisconsin Cream Käse 10c-12c; New York Ched dars 12c; einheimischer Limburger 12c; Brick 13c. Sämereien. Kaufpreise: Klccsamcn,' Rother, $4-$4.25; eng lischer, je nach Qualität $4-4.50; Al syke 5-7.00; Alfalfa 5.50-6.00 per Bushel. Timothy $1.20-$1.30. Detail.Preise : Klccsamen, alter, prima, $4.75; neuer $5.00-. Timothy, gewählter $1.50; prima $1.45. .Blue Gras, FancyKentucky $1.25 per Bushel; extra reines 65-75c per Bushel. 5lohlen. Tenne lA Tonne Anthracits $7.00 3.65 Pittsburg 4.25 2.25 Kanawha 4.25 2.25 Winifrede 4.25 2.25 Raymond City... 4.25 2.25 Jackson ..... 4.25 2.25 Brazil Block 3.25 1.80 Island City Lump u. Egg 3.00 1.65 Jndiana Lump 3.00 1.65 Island City Domestic Nut 2.75 1.50 Mine Run 2.75 1.50 Slack 2.00 1.15 Bloßburg 5.00 2.65 Rauchlose 4.50 2.40 Lump Coke 11c per Bushel. $3 per 25 Bushel. Zerkleinerter Coke 12c per Bushel. $3 per 25 Bushel. Wolle. Folgendes sind die Preise für Wagen ladungen : Ungewaschene mittelmäßige Wolle 19-20c; feine Merino 15-17c; unge reinigte von 3c bis öc weniger; zuberze wafchene 28-30c.