Indiana Tribüne, Volume 23, Number 335, Indianapolis, Marion County, 24 August 1900 — Page 2
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udiattaTMe ' 2 Jndiana Tribune, Freitag, August 15)00.
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tzzs Die Kriegsstcuern.
D KreasÜeuern. deren tönlrei 'rjimg unter der Verwaltung des Com,missärs der Vinnensteuern steht, und jb mit den Steuern, welche unter dem lten Steuergesetz eingenommen werden, in einen Topf kommen, belaufen sich nun aus etwa 5150.000.000.00 per Jay?, wie aus der folgenden Tabelle zu ersehen ist: . Vinnensteuern eingenommen wähttnd der letzten zehn Fiscäljahre: Fiskaljahr endigend: Einnahmen. 60. Juni 189 ...$142,594,696 57 80. Juni 1891 146,035,415 97 0. Juni 1892 153,857,544 35 SO. Juni 1893 161,004,989 67 30. Ju 1894 147,168,449 70 80. Juni 1895 143,246,077 75 30. Juni 1896 146,830,615 C6 SO. Juni 1897 146,619,593 47 80. Juni 1898 170,866,819 36 30. Juni 1890 273,594,696 57 Die Einnahmen für das am 30. Juni 1898 endigende Fiscaljahr wa?en etwas größer in Folge des am 13. Juni dieses Jcchres angenommenen Lriegssteuergesetzes. , Die Einnahmen für das nächste Fiscaljahr, das am 30. Juni 1899 endete, stiegen rn Folge der Kriegssteuern auf $273,437,161.00. Die öffentlichen Abschätzungen für 1900 belaufen sich auf Z290.000.000 und für 1901 auf Z300.000.000. Daraus geht hervor, daß die Kriegssteuern ungefähr $150,000,000 per Jahr betragen. Nun laßt uns einmal sehen, wie biese Steuern sich vertheilen. Nachfolgende Tabelle zeigt den Bejrag der Binnensteuern, die unter dem Kriegs fteuergesetz vom 13. Juni 1898 bis zum 31. März 1900 eingenommen Wurden: Beftkuerte -Vegenftände: Cigarren Zigaretten Schnupsiabak .'. Kau- und Rauchtabak Händler in Rohtabak Händler in fertigem Tabak. (Zigarren - Fabrikanten.... Tabak - Fabrikanten Verschiedenes auf Tabak bezüglich Eingenommene Beträqe: $5,202,091 00 '2,442,020 53 1.641,281 51 27,070,113 79 127,170 79 30,037 50 446,724 8s) 1 39,183 57 773,175 30 56,930,631 83 Gegotzrene iiqueure . Weitere Einnahmen Branntweine auZ aus den Lagerhäusern Gemischtes Mehl Banquiers, deren Kapital 525,000 nicht übersteigt.. Banquiers, deren Kapital mehr wie $25,000 beträgt Villardräume Makler inStocks und Bonds Handelsmakler Zollmakler.' Hfandmatler Kegelbahnen Circuffe Andere Ausstellungen Theater, Museen und Concerthallen Legate Schedule A Schedule B Cxcise Steuer auf BruttoEinnahmen 197,936 13 14,154 75 712,426 19 6,066,155 02 . 583,443 08 559,356 13 277,016 66 j 11,860 52 71,750 33 I 90.626 46 28.929 11 143,759 50 97.729 39 2.896,306 81 66,781,776 80 8,693,31 17 1,463,547 69 5: Total $183,405,292 45 Diese Tabelle zeigt, daß die Hauptsächlichsten Quellen, von welchen die Kriegssteuer eingenommen wird, fol- . gende sind: . . 1. Gegohrene Liqueure (Vier). : 2. Tabak. 1 3. Gegenstände bezeichnet als A. und V. Andererseits erscheint es, daß für das Jahr 1899 die Vermehrung in den Steuern über 1893 folgende waren: Gegohrene Liqueure.- .$29,129,137 Tabak 16,262.685 Cchedules A. und B 43,043,401 .Obige Aufstellung zeigt nicht nur die Ungeheuerlichkeit derKriegssteuer, sonUin auch, daß diese hauptsächlich cuf die Armen entfallen, daß die Armen die Kriegssteuern bezahlen, während die Reichen im allgemeinen davon derschont bleibe?. ' Bier und Tabak werden von ixn Akjnen consumirt. und der Consument ist derjenige, der die Kriegssteuern bezahlt. Die Steuern, die unter Schedule A. und B. einbegriffen stnd, 'werden also hauptsächlich von den arbeitenden Mas'sen getragen. Patent-Medizinen werden von denselben gebraucht. Der Empfänger und nicht die Corporationen zahlen die -Steuermarken für die Versendung von Frachtgütern, Telegrammen und E?ör.vacZeten. Ein Mieths- ' vertrag für eine kleine Wohnung wird gerade so besteuert, wie der Miethvertrag für ein herrschaftliches Haus. Ein Bankcheck für fünf Dollars wird gerade so besteuert, wie ein Check für eine Millicn Dollars, und ein Frachtbrief für ein Faß Kartoffeln zahlt genau denselden Betrag, wie ein Frachtbrief für eine ganze Wagenladung. Die reichen Leute werden in einem kleinen Maße durch die Besteuerung der Legate. Banlkapital. Bonds, etc. getroffen, was aber zusammen kaum $8,000,000 per Jahr ausmachen kann. Telephongesellschasten zahlen eine kleine Steuer, ebenso Petroleum- und Zucker ,- Raffinerien etc.. aber es gibt kein Gesetz, das die reichen Corporationen verhindern kann, ihre Preise zu erHöhen und dadurch die Steuerlast auf die Consumentm abzuwälzen. Selbst die Steuer auf Legate kann vermieden werden, indem die Reichen . ihr Vermögen vor ihrem Tode vertheilen. Es geht also daraus hervor, daß nur 'ungefähr 6 Procent der Kriegs steuein von der kapitalistischen Klasse getragen - wttden. Nach dem Census der Ber. Staaten,' ?der am 24. Januar 189o veroffentllcht ßuxfc, besitzen ReiSer die nju y
Procent der Veolkerutig ausma'chin, 71 Procent des ganzen Reichthums. Es geht daraus hervor, daß die wenigen Reichen, die mehr wie zwei DrUtel des ganzen Reichthums besitzen, nur ein sechzehnte! b3 Kriegssteuern zahlen, während die Mittel- und die arbettende Klasse, die 91 Proeent der Be dölkerung ausmacht und weniger wie ein Drittel des Natienalreichthums be sitzen, fünfzehn-sechzehntel der Kriegssteuerlast zu tragen haben. Unnöthige Besteuerung ist Tyrannei und Räuberei zu gleicher Zeit, und die Records beweisen, daß die republikanische Administration sich dieses großenVerbrechens schuldig gemacht hat.
Der Geist des Militarismus. Der alte General Wheeler von Alabania ist bereits lange mit Sack und Pack in das Lager, der eztumsten Imp.erialisten übergegangen. Man braucht sich also nicht zu wundern, wenn er auch in diesem Sinne Reden hält, mit dem ganzen Feuer seines Enthusizsmus, um welchen ihn mancher Jüngere beneiden könnte. Seine Aeußerungen sind deshalb gerade geeignet, auf jüngere Leute mit leicht entzündlichen Gemüthern zu wirken, die durch kräftige Schlagwcrte wie Weltmachtstellung, führende Stelle unter den civilisirten Rationen, Culturmlssion der -Utr. Staaten zu fanqen sind. Die Bedeutung solcher Reden, wie z. B. General Wheeler vorgestern eine vor den Studenten der Universität Chicago gehalten hat, ist daher nicht zu unterschätzen, um so weniger, als sie gleichzeitig charakteristisch ist für den Geist des Militarismus. der so schnell an Verbreitung gewinnt. Vor allen Dingen müssen wir uns gegen die Behauptung wenden, daß wir j e tzt eine Weltmachtstellung einnehmen und dauernd eine große, stets schlagfertige Armee unterhalten müssen, um diese Stellung wahren zu können. Es liegt diesem Gedankengang eine direkte Unwahrheit zu Grunde. Wenn ein junger Student in. seinem Feuereifer Derartiges sagt, so 'kann man es verstehen und verzeihen. Aber ein Mann wie General Wheeler sollte wissen, daß die Ver. Staaten eine Weltmachtstellung im besten und schönsten Sinne des Wortes lange vor dem spanischen Krieg besessen haben und zurBehauptung dieser Stellung einer großen stehenden Armee nicht bedurften. Die Ver. Staaten sind nicht erst jetzt, seit dem spanischen Krieg und durch die Erwerbung der Philippinen, zur Weltmacht' geworden sie waren es bereits 'ein Jahrhundert lang, fast vom ersten Tage ihres Bestehens an. Oder ist es vielleicht nicht eine Weltmacht, wenn die Ver. Staaten einfach, gestützt auf die Wucht, welche ihre geographische Lage und ihre innere Geschlossenheit jedem ihrerWünsche verleihen, etwas wie die MonroeDoktrin der ganzen Welt diktiren und durchführen können, ohne große Armee? Der Besitz von weit entfernten Colonien nimmt uns Kenngrößen Vortheil, den wir unserer geographischen Lage und Geschlossenheit zu verdanken hatten, gibt uns wunde Punkte und zwingt uns, zu deren Schutz die Rüstung einer gewaltigen stehenden Armee anzulegen, die wir uns bisher ersparen konnten. 1 , Unsere Weltmachtstellung ist durch b?n Besitz der Colonien nicht gestärkt, noch viel weniger gegründet worden. Wir sind dadurch jedoch den Händeln der andern Mächte näher gerückt worden. auswärtige Verwicklungen spielen plötzlich eine ganz andere Rolle in unserem politischen Leben, als früher, und daraus ziehen Leute wie General Wheeler den Schluß, daß wir erst jetzt zur Weltmacht geworden sind. Wer darunter nur versteht, daß man stetZ bereit sein muß, mit aller Welt anzubinden, daß Kunst und Wissenschaft, friedliches Streben nach vorwärts auf allen Gebieten menschlichen Lebens verächtlich beiseite geschoben werden müssen, wer in einer großen stehenden Ar mee das einzige Heil sieht der allerdings hat Recht. Damit hält aber auch sofort der Militarismus mit seinen äußersten Conscquenzen seinen Einzug und davor möge ein gütiges Geschick die Ver. Staaten bewahren. Des amerikanischen Volkes . Ausbeutung durch die Trusts. Die Trusts beherrschen die Herstellung von Stahl und Eisen in den Vereinigten Staaten und pressen aus den Consumenten im eigenen Lande heraus, was sie nur irNmer für ihre Artikel bekommen können. Dahingegen, wenn sie ihre Fabrikate in das Ausland verkaufen, verkaufen sie dieselben zu einem niedrigeren Preise, als zu welchem der Fabrikant im Auslande solche in den Handel bringen könnte. Beispielsweise verlangen die Trusts von dem Consumenten in Amerika für runden Draht $3.05 für , 100 Pfund, während sie denselben in. England für $2.50 verkaufen; für Stacheldraht verlangen sie $3.80" hierzulande und $2.39 im Auslande. Drahtnägel werden hier mit $3.33 für 100 Pfund verkauft und in England mit $2.25. Eisenblech kostet in den Vereinigten Staaten $2.70 während der Käufer in England nur $2.07 zahlt. Auf diese Art und Weise plündert fcci Trust das Volk in Amerika aus.
Sie Kosten der Pariser Wctt-Auö stcllung.
. Wie viel kostet die WeltOLZsielluna. welchen Werth stellt sie dar? ' Diese Rechenaufgabe fucht ein Pariser Correspondent wie folgt zu lösen: Durch Gutscheine sind 69 Millionen aufgebracht worden, Stadt und Staat haben 40 Millionen zugeschossen. Die einzelnen Ministerien und staatlichen Verwaltungen, ebenso die Siabi Paris sind ebenfalls Aussteller, sie haben dafür zusammen 20 Millionen ausgegeben, ihre sonstigen durch die Ausfiellung verursachten Ausgaben eingerechriet. Macht zusammen 328 Millionen.. Die auswärtigen Regierungen ca. 40 haben sich sehr ungleiche Äosten auferlegt, von 100.000 Francs bis, zu 7 und selbst 8 Millionen: Wi6fach haben Nachbewilligungen stattgefunden. Zusammen kommen mmdestens 80 Millionen heraus, das macht insgesammt mehr als 200 Millionen. Die 56.000 Aussteller haben sehr ungleiche Ausgaben. Nach allen Wahrnehmungen müssen auf jeden der 56,000 Aussteller durchschnittlich mindestens 4000 Francs Auslagen gerechnet werden. wodurch 224 Millionen herauskommen. Selbst wenn man 250 Millionen ansetzt, bleibt man eher noch hinter der Wirklichkeit zurück. Somit stehen wir schon auf 450 Millionen. Der Werth der ausgestellten Gegenstände ist am schwersten, auch nur annähernd, zu berechnen. An Schmuck und Edelsteinen, Gold- und Silberarbeiten hat Paris allein für mindestens 50 Millionen ausgestellt. Für Uhren und Bronzen, die Massen Webestoffe jeglicher Gattung, die Kurzwaaren. Glas und Crystall, an Möbeln. Elfenbeinschnitzereien und verwandten Gegenständen. Clavieren und Musikinstrumenten sirfd allein für Paris 30 Millionen, eher mehr, zu verzeschnen. In der sibirisch-hochasiatischen Abtheilung auf dem Trocadero zählen die kostbaren Thierfelle und Pelze, die bis 25.000 Francs das Stück bezahlt werden, nach Tausenden, ovn Edelsteinen, dem Schatz des Chans von Buchara, und Anderm zu schweigen. In einer Abtheilung der englischen Siedelländer befindet sich ein riesiger Schaukasten, dessen Herstellung 750.000 Francs kostete. Zwei andere Schaukästen kosteten zusammen wohl ebensoviel.. Natürlich ist der Inhalt dieser drei Schaukästen sicher nicht weniger werth. Im japanischen Haus, ebenfalls auf dem Trocadero, befindet sich eine reiche Sammlung alter Kunstwerke und Kostbarkeiten, die ganz unschätzbar sind. Hiernach ist es keine Uebertreibung, den Werth sämmtlicher ausgestellten Gegenstände auf 600 Millionen anzusetzen. Damit haben wir die Milliarde überschritten, stehen auf 1050 Millionen und sind noch nicht zu' Ende. Für die auf Theilscheine gegründeten Gesellschaften zum Betrieb von Theatern und Schaustellungen wurden schon vor sechs Monaten 53 Millionen zusammengerechnet, ohne daß auf Vollständigkeit hätte Anspruch erhoben werden können. Dazu eine Menge von einzelnen ode', durch Theilhaker gegründeter Unternehmungen. 100 Millionen für die in und neben der Weltausstellung angesiedelten Schaustellungen und Theater jeder Gattung sind daher-ganz angemessen. Und wenn die Summe zu hcch gegriffen sein sollte, wollen wir die Wirthshäuser und Schankstätten nur zu 50 Millionen ansetzen. Es sind ihrer fast 500 (genau 287 Wirthshäuser und 20i Schankstätten) in Ausstellung selbst und noch einige Schock rund herum, die von früher her ' bestehenden nich! einbegriffen. Wir stehen also jetzt auf 1200 Millionen. Sollten sich noch ei nige Lücken in dieser runden Summe finden, so können die kleinen Kaufbu den aller Art, zusammen wohl 2000, die 250 Zeitungs- und DrucksachenKioske, sowie die Rollstühle und cn dere kleine Unternehmungen sie stopfen. Die Verwaltung ferner kann die Tageskosten mit den 12 bis 15 Millionen Bodenpacht bestreiten. welche Theater. Schaustellungen, Wirthshäuser usw. ihr erlegen mußten. Kurz, die 1200 Millionen sind nach den zuverlässigsten Aufschlüssen und Wahrnehmungen vollauf gerechtfertigt. . , Neue Art Baumaterial. Seit undenklicher Zeit macht man Backsteine aus Lehm und ist bisher auch leidlich zufrieden damit gewesen. Vor Kurzem ist jedoch eine neue Zusammensetzung hierfür aufgekommen. Dieselbe besteht größtentheils aus QuarzSand, welcher mit etwas Kalk gebunden wird. Bei ihrer Herstellung wird diese Zusammensetzung dem Einfluß von Dampf mit Hochdruck unterworsen. Gelingt es, vollkommene Backsteine aus dieser Masse zu erhalten, so hat man. wie l scheint, damit besseres Baumaterial gewonnen, als aus Lehm. Leider zeigte sich jedoch, daß diese Backsteine nicht von gleichmäßiger Qualität Und diejenigen, welche man bei feuchtem und kalten Wetter, bergestellt hatte, ioeniger gut waren. Indeß hat jetzt ein anderer Erfinder, wie versichert wird, auch ein Mittel gefunden, den Grad don Feuchtigkeit, welche in die Masse dringen kann, unter Controlle zu halten. Man weiß von diesem Verfahren bis jetzt, nur, daß ein Theil desselben in einem so gut wie luftleeren Raume vor sich geht. Der Erfolg soll nichts zu wünschen übrig lassen, so daß lauter harte, Wasser- und säurefeste Backsteine gewonnen werden;
Zlui) eine Tichter-Laufbahn.
Jninem Pauper - Grab zu Cosfelulle, Kansas. liegen die Gebeine eines Mannes, der als Stromer im Gefängniß gestorben ist und als Dichter sowie als Erweckunasprediger eine beträchtliche Berühmtheit erlangt hat, leider auch w .anderen, weniger ehrenwerthen Rollen. Sein Dichterruhm aber ist es, welcher .manche Kreise jetzt veranlaßt, sich seiner zu erinnern, obwohl dieser Ruhm mit auf einer einzigen Sonntagsschvl -.Hymne beruht. dem vielgesungemn Liede There's a Light in the Window for Thee, Brother." . Es ist jedenfalls ein sehr bemerkenswerthes Leben in auf- und absteigender Linie, über welchem sich jenes Ar-men-Grab schloß. Rev. Edward Dunbar dies war der poetische Abenteurer mit dem widerspruchsvollen Charakter war aus dem Staat Massachusetts' gebürtig, begann aber schon früh, sich von der heimathlichen Scholle los zu machen und sich weithin über Land und Meer herumzutreiben. Seine Wiege hatte zu New Bedford gestanden und als kleiner Junge arbeitete er in einer FabriZ; seine Mutter wohnte gerade am Fuß der Straße, in welcher sich diese Fabrik befand, und da seine Arbeit ihn stets bis nach Einbruch der Dunkelheit festhielt, so siebte die sorgsame Mutter jeden Abend ein Licht in's Fenster, um seine Schritte heimwärts zu leiten. Denn mit- der sonstigen Beleuchtung dorthin war es damals sehrarmselig bestellt. Doch die mütterliche Liebe konnte den Knaben nicht daheim festhalten; es trieb ihn in die Ferne gar mächtig hinaus, und eines Tages lief er einfach davon, ohne Ade zu sagen. Drei Jahre lang fuhr er als Schiffsjunge und Matrose auf verschiedenen Meeren herum. Seine Mutter verging fast vor Gram. Schließlich erkrankte sie auf den Tod. Sie sprach unaufhorlich von ihrem Edward, und als sie die unmittelbare. Nähe des Todes fühlte, sprach sie zu den Umstehenden: Saat Edward, daß ich ein Licht für ihn in das Fenster des Himmels gestellt habe". Dies waren ihre letzten Worte, und sie blieben unvergessen. Als der verlorene Sohn nach Jahren wieder einmal nach dem Ort seiner Geburt kam, und jene letzten Worte seiner sterbenden Mutter ihm mitgetheilt wurden, hatten sie eine tief erschütternde Wirkung auf ihn: er wurde von diesem Augenblick an ein anderer Mensch, gab sein Abenteurer-Leben auf und erschien als Prediger wieder in der Oeffentlichkeit. Jene Worte aber machten ihn auch zum Dichter und inspirirten das Lied, das zum Herzen ging, weil es vom Herzen kam: Im Fenster leuchtet ein Licht für Dich!" Rev. Dunbar erlangte bald ein?n großen Ruf als Kanzelr.'dner. Er rerheirathete sich und wurde der Vater von fünf Kinder. Da welch' ein Rückfall! Eines Sonntag morgens war der gefeierte Prediger verschwur.den und hatte Weib und Kinder schnöde im Stich gelassen. Nach einiger Zeit tauchte er im fernen Westen wieder auf, ebenfalls als Prediger, und hatte großen Erfolg mit Erwcckungs - Gottesdiensten. Hunderte wurden in seinen Versammlungen bekehrt. Sein böses Verhängniß wollt! es, daß eine dieser Convertiten, Frl. Eunice Belle Lewis. eine schöne junge Dame und reiche Erbin, sich in ihn verliebte, und er strandete an dieser Klippe auf's Neue, denn sie war zu verlockend für ihn. Das Mädchen heirathete ihn gegen den lebhaften Widerstand ihrer Angehörigen. So wurde Rev. Dunbar auch zum Bigamisten. Die Anverwandten seiner Punzen Frau söhnten sich niemals mit der Verbindung aus; denn ein schwerer Verdacht beunruhigte sie fortwährend, und sie fanden bei gründlichenNachforschungen über die Vergangenheit des hinreißenden Erweckungs - Predigers diestn Verdacht nur zu begründet! Während Dunbar 1867 zu Leavenwcrth eine Reihe Erweckungs - Versammlungen hielt, wurde er unter der Anklage der Vielweiberei in Haft genommen, nach Minneapolis gebracht von wo seine Gattin No. 2 gekommen war und zu 3 Jahren und 3 Monaten Zuchthaus verurtheilt. Die Frau erwirkte eine Scheidung von ihm, und der Anwalt, welcher das Scheidungsdecret vcrmittelt hatte, heirathete sie selber. Eines späten Abends im Frühling 1890 erschien Dunbar als zerlumvter Vagabund im Gefängniß zu Coffeyville und flehte um ein Unterkonmen. Es wurde ihm nicht versagt; am nachsten Tag aber starb er. Das Licht, das Mutterliebe .ihm einst entzündete, hatte ihm schon lange nicht mehr geleuchtet, 'denn er selber hatte es derdunkelt. Papiere, welche man an der Leiche fand, enthüllten seine Persönlichkeit und zeigte, daß er fast über die ganzen Ver. Staaten hin gestromert war. Sein Graö wurde beinahe vergessen, in neuester Zejt jedoch haben einige Kirchenleute- um jenes Liedes willen eine kleine mormorne Gedenktafel dort angebracht. jl' In Waiden, N. Y.. hat die Firma W. I. Embler und Sohn, deren Fabrik abgebrannt ist. die Gemeinde auf $4000 Schadenersatz verklagt. Die. klägerische Partei behauptet, das Gebäude hätte gerettet werden können, wenn die Wasserleitung des Ortes sich in leistungsfähigem Zustande befunden Me.
The Eminent Kidney and Bladder Specialist.
tht Discorerer es Swastp-Soot at Work in Eis Labcratory. There is a disease prevailing in this country most dangerous because so deceptive. Many sudden deaths are caused by it beart dizease, pneumonia, heart faüure or apcplexy are often the result of kidney disease. lf kidney trouble is allowed to advance the kidney-poisoned blood will attack the vital organs, er the kidneys thsmselves break down and waste away celi by celL Then the richness of the blood the albumen leaks out and the sufferer has Bright's Disease, the worst form of kidney trouble. Dr. Kilmer's Swamp-Root the new.discovery is the true specif ie for kidney. bladder and urinary troubles. 1t has cured thousands of apparently hcpeless cases, after all other efforts have failed. At oruggists in ftfty-cent and dollar sizes. A sample bottle sent free by mail, also a book telling about SwampRoot and its wonderful eures. Address Dr. Kilmer & Co., Bingharr.ton, N. Y. and mention this paper. XU schnupfende Welt. Ohne großen Klimbim auftretend, ist die Schnupftabaks-Jndustrie bei uns im Lauf der. Jahre zu einem wichtigen einheimischen Geschäft geworden, das viel größere Dimensionen angenommen hat, als Manche vermuthen mögen. Es gibt Städte in unserem Westen, deren monatlicher Schnupftabaks - Verbrauch auf je 25.000 Pfund oder -mehr geschätzt wird, und man will wissen, daß im Ganzen in den Ver. Staaten während eines Jahres rund 400 Millionen Pfund producirt würden, und zwar über 50 verschiedeneGattungen, welche zum guten Theil ersolgreiche Nachahmungen ausländischer Marken bilden! Ein Theil der amerikanischen Production geht in Nachbarländer; aber trotzdem muß, wenn Obiges auch nur annähernd stimmen sollte, in unserem Lande ein colossaler Bedarf nach diesem Nerven-Anreger und unter Umständen Nerven - Zerstörer vorHanden sein. In der That verlautet, daß eine ganze Menge Personen beider Geschlechter bei uns heimlich schnppfen. ebenso wie es viele heimliche Trinker und Trinkerinnen gibt. Ein hervorragender Schnupftabaks - Händler versichert, ohne natürlich auf Einzelheiten einzugehen, daß es in einer Reihe westlicher Städte eine ganze Anzahl Damen - Schnupfclubs gebe, welche ihre Schnupf v Partien ebenso gut hälten, wie unter anderen Umständen Theeund sonstige Partien gegeben werdcn. nur mit völligem Ausschluß der Oeffentlichkeit. Damit ' sind keineswegs Tevölkerungs - Elemente von ausländischer Herkunft gemeint; denn Diese, soweit sie dem Schnupftabak ergeben sind, genießen ihn fast ausnahmslos öffentlich. Sogar gewisse, früher nur in tropischen Gegenden vorkommende Bräuche .in Verbindung mit dem Schnupfen sollen weit nach Norden gedrungen sein, darunter auch öipiu?snuff" nämlich das zu bloßem Genutz erfolgende Reiben von Schnupftabak auf Zahnfleisch mit einem selbstbereiteUn Bürstchen. Bei mexikanischen Soldaten. Anläßlich de: Kämpfe mit 7)aquiund Maya - Indianern ist das mexikanische Heer in den letzten Monaten wieder etwas mehr in den Vordergründ des Interesses getreten. Beobachter mezikanifchen MilitärlagerLebens versichern, , daß der dortige Militärdienst in den letzten zehn Iahren bedeutende Fortschritte gemacht und ein solches Lager nicht . mehr so starke Ähnlichkeit-mit einem Zigeunerlager habe. Immerhin zeigt sich da noch Manches, was den an andere Heeresd:rhältnisse Gewöhnten eigenthümlich genug anmuthen mag.- Von militärischer Strammheit- ist noch immer nicht sehr viel zu sehen. Die unteren Klassen mezikanischer Soldaten nehmen vielfach ihre Frauen oder Geliebten. nebst Kindern und einem möglichst großen Theil des Hausrathes in den Felddienst mit, sogar Hunde, Katzen, Papageien u. s. w.! Die betreffenden Frauen, meist mit einem kurzen Hemd bekleidet, die' Aermel hoch aufgeschürzt oder nicht einmal bis zum Ellenbogen 'reichend, eine Art Turban - Binde um den Kopf geschlungen, deren Enden über die Schultern fallen, und gewöhnlich barfuß, folgen ihren Männern überallbin und besorgen nicht nur die Koch - Arbeiten im Lager, sondern pflegen auch Verwundete und Kranke mit großer Geduld. Sie helfen den Soldaten, mit Wenigem auszukom men: das muß er freilich sowieso, denn die Löhnung ist sehr niedrig, und der Steuer - Betrag wird allemal sofort davon abgezogen. ' Merkwürdig genug sieht es 'auch aus, wenn mexikanische Infanteristen von der Hüfte aus feuern, statt das Gewehr .en die Schulter zu lesen. .
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