Indiana Tribüne, Volume 23, Number 334, Indianapolis, Marion County, 23 August 1900 — Page 2
Jndiana Tribune, 1ottttcrfta cn 23. Tlngust 1900
Die Freiheits-Partei für Bryan. Die Anti Jmperialistm haben auf
Skhrem Convent in Indianapolis U l schlosst, kein drittesTiäet auszustellen. !und Wm.J. Bryan 'zu nterstützen. I Die Stimmung des Condrnts wird tdielleicht am Besten gekennzeichnet durch kdie folgenden einfachen und geraden kWc?5e Gamaliel Bradford's von Boston:, ß Di?fe Wahl' wird nicht durch die Zeitungen, nicht durch die Politiker kvnd nicht durch die Kapitalipea ent l schiebn Enden, sondern durch das jfitoH. Wenn wir McKinley schlagen k wollen, müssen wir Alle unstn ganze fund unetheilte Kraft zu Gunsten '.Bryan's einsetzen. Wenn den Präsidentenstuhl einnimmt, werden toix bei j der Adminiftratisn einigenEinfluß hafcen; wir werden im Stande sein vl fagr, daß wir rwn Anfang an zu ihm : hielten. j Ich glaube, daß McKinley's Niederlage vor Allem ins Auge zu fassen, j die Erw'ählung Wm. I. Bryan's aber Ebenso wichtig ist. Vor v::? Jahren l habe ich nicht für ihn gestimmt; ich bin i ein starker Anhänger der Goldwähi rung und glaube, daß seine Stellung .'zur Geldfrage eine irrthümliche ist, ; aber ich glaube auch, daß er es von j Grund aus ernst, ehrlich und aufrichtig meint. 5 Jch glaube, daß er vollständig recht und logisch handelte, als er die RatifiKation des Friedensvertrages mit Spas nien befürwortete, und gerade das war : s, was mich zrst zu dem Entschluß : brachte, für ihn zu stimmen. Ich glaube j nicht, daß vor ihm einPräsidentschafts- ! Kandidat je den Muth hatte, einem Konvent zu sagen, daß, wenn in die , Platform nicht ein gewisses Etwas . 'aufgenommen würde, was er (der Candidat) für richtig halte, man sich nach ' einem anderen Kandidaten umsehen I'?nüsse. . So einen Mann will ich im Präüdentenstuh! sehen. Seit Ltncolns Zei- , ten, glaube ich. ist keine Rede gehalten ' worden, wie die Bryan's hier vor acht Tagen. (Bryan's Annahmerede. Die j Red.) Nichts Unklares, keine Zweideutigkeit darin; man erfährt genau, . was er thun würde. Ebenso fest, wie , an meine Religion, glaube ich daran, : daß das Volk, wenn es im November ' an den Stimmkaften geht, ein über- : wältigendesZeugniß für Wm. JLryan oblegen wird." : Der ehrwürdige frühere Gouverneur und Bundes - Senator von Massachusetts und Grants Finanzminister, einer der Gründer der republikanischen .Partei, Herr George S. Boutwell, der den permanenten Vorsitz im 'Eonvent führte, schloß seine mächtige und ergreifende. Rede gegen den JmperialiSmus wie folgt: ; Wie kann die Niederlage der Admi- ' nistration bewerkstelligt werden? Als ich jung war, habe ich aus meiner Ge.ssnnung keinen Hehl gemacht. Ich ver- ' ließ die demokratische Partei, als sie sich ber Hkverei in die Arme warf. ''Jetzt, ist meinem Aller verlasse ich die Republikanische Partei, nunste sich despotischen und tyrannischen Äeweggrünl r i w j r czn Ousgeneseri yai. cy rjaij cic republikanische Partei in's Leben rufen damals eine Partei der Gerechtig- . .keit, der Grundsätze und der Ehrlich- ' keit. Ich halte sie jetzt für eine Partei der UngerechHgkeit und des Despotismus, und will helfen, sie zu zerstören. And wie? (s gibt nur ein praktisches ' Mittel, und Sie wissen, welches! . Ich bin fürB'ryan! Ich bin für Bryan trotz dessen, was er bezüg- . jich des Umlaufgeldes und der Finantzen glaubt. Bei dieser Frage, für welche wir die ernste Aufmerksamkeit des Landes fordern, handelt es sich für die Republik um Leben oder Tod. Sollen wir in einem so kritischen Augenblick uns mit der Erwägung aufhalten, ob Silber einen höheren oder geringeren Werth haben sollte, als es hat? Sollte im Falle von Bryan's Erwählung von der nächsten Administration ein Fehler begangen werden, so lernn das Volk ihn in vier oder acht Jahren verbessern; das Land wird darüber nicht zu Grunde gehen. Verliert das Umlaufsgeld an Werth, so können wir denselben wieder heben. Es, ver- ' schlechtere sich während des Bürgerkrieges und wir haben es nachher auf seinen früheren Werth gebracht. Ist man von einem Manne nicht hintergangen worden, und er verspricht, recht zu thun, so kann Niemanden ein 2adel treffen, wenn er ihn erprobt. Mir gegenüber sieht Herr Bryan in dieser Lage. Selbst seine Feinde haben gegen ihn als Mann nichts zu sagen. Hier in dieser Stadt hat das vollgültige Versprechen gegeben, die Politik verfolgen zu wollen, die wir befürworten. Ich bin geneigt, ihm zu trauen. Blicke ich auf die andere Seite, so hat Präsident McKinley Verschiedenes versprechen und dann Verschiidenes gethan, was mit seinen Versprechungen nicht übereinstimmt. Aber er verpflichtet sich jetzt, eine Politik zu verfolgen, die wir verdämmen; stimmen wir für ihn, so heißt das, ihn in dieser Politik unterstützen, und wir haoen dann kein Recht, uns zu ' beschweren. Ich glaube, daß Bryan ebenso ehrlich von dem Vorsatze beseelt ist. dies Land auö seiner Erniedrigung und seiner Politik des Imperialismus zu ziehen, wie irgend Einer in dieser Versammlung. Deshalb bin ich weigstens jDafür, Herrn Bryan zu jmte
stutzen, trotzd! er nn D'rnZr glaubt, in denen ich ihm nicht beipflichten kann. Wir werden in unserer 'Platfor eine Planke gegen die Administration und ich hoffe, eine Emp fehlung zu Gunsten Bryan's haben. Im nächsten März werden wir, wie ich aufrichtig boffe, eine Inauguration haben, gefolgt von einet Politik, welche die Truppen, aus den Philippinen zurückbringt, die Sterberolle und die Abschlachtung des Volkes in jenem fernen Lande verhindert, und dann drei junge Republiken auf ihre Füße stelU, welche sich ihres Ursprungs durch die Politik des amerikanischenVolkes rühmen werden, das sie aus der age tyrannischer Unterdrückung gehoben und ihnen die Gelegenheit gegeben hat, sich selbst zu regieren, dieFrüchte ihres Fleißes selbst ra genießen, und für sich selbst zu ent--scheiden, welche Wege sie einschlagen wollen. Der Beschluß der Anti - Jmperialisten, keinen dritten Candidaten aufzustellen, ist ein Beschluß des gesunden Menschenverstandes. Denn dieser dritte Candidat könnte nicht gewählt, und also durch ihn nichts erreicht werden. Wer die imperialistische Politik Mc Kinley's und der republikanischen Partei als die größte augenblicklich unserem Lande drohende Gefahr erkennt, und jeder sorgfältig wägende Bürger muß zu dieser Erwägung gelangen, handelt nur folgerichtig, wenn er alle anderen Bedenken über Bord wirft,
und voll und rückhaltslos für Wm. I. Bryan. den erklärten Gegner des Imperialismus,' eintritt. anna'& Sargen. Wie es heißt, bereitet Herrn Mark Hanna, der die Herkulesarbeit übernommen hat, McKinley wieder zum Präsidenten zu wählen, der -zroße Abfall einer großen Anzahl yervorragender republikanischerStaatsmänner und Führer von McKinley große Sorge. Zu den hervorragenden Republikanern, welche im Jahre 1896 McKinley thatkräftig unterstützten, und jetzt als Gegner seiner Wiederwahl auftreten, gehören: Karl Schurz, früherer Senator von Missouri und Minister des Innern im Cabinet von Präsident Hayes; George S. Boutwell, früherer Gouverneur von Massachusetts, republikanischer Rationalabgeordneter und Senator jenes Staates, und Finanzminister im Cadinet von U. S. GrantzGeo. L. Wellington, jetziger republikanischer Senator von Maryland; John B. Henderscn, früherer republikanischer Senator von Missouri. Verfasser des dreizehnten Verfassungszusatzes und Vorsitzender des republikanischen National - Convents von '188-1; Joseph S. Fowler, früherer republikanischer Senator von Tennessee; Gen. Lew Wallach Verfassei von Ben Hur, und auf Ernennung des Präsidenten Garfield Gesandter in Konstantinopel; Webster Davis. bis vor Kurzem Hilfssecretär des Innern unter Präsident McKinley; Henry N. Johnson, früher republilaniscöer Natlonal - Abgeordneter von Ind'iana; William A. Croffut. Schriftsteller. Redacteur, Washingtoner Correspondent; Gen. William Birney von Washington, Sohn des berühmten Freiheitsmannes I. G. Äirney. Advokat und Schriftsteller; Hy. F. Keenan, Washingtoner und Pariser Correspondent für mehrere angesehene Zeitungen und Verfasser mehrerer sociale Probleme behandelnder Novellen. i" Der Vusfalo Courier", der diese sehr unvollständige Liste von Männern von nationalem Ruf aufstellt, welche gegen die Wiederwahl McKinleys sind, weist nach, daß alle diese bedeutenden Männer ihre Abneigung gegen McKinley mit seiner gefährlichen imperialistischen Politik begründen. - Die republikanische Presse und die republikanischen Campagneleiter haben wahrlich Ursache genug, sich schwere Sorgen zu machen, wenn so vieleMänner von nationalem Ruf von ihrer Partei abfallen und McKinley und seiner imperialistischen Politik den Rücken kehren. . (Syracuse Telegramm.) ccr 2 Die koreanischen Staatsmänner Juan und An, die Häupter der unter japanischem Einfluß inscenirten Reformbewegung, die ihr sicheres Asyl in Japan, wie es scheint im Vertrauen auf die Versprechungen koreanischer Emissäre, verlassen hatten, wurden in ihrer H'eimath den schrecklichsten Foltern unterworfen und sodann hingerichtet. Obwohl der javanische Gesandte gegen die Verhaftu? der beiden Staatsmänner protestirle .und auch vom König das Versprechen erhalten hatte, daß die Beiden nicht der Folter unterworfen werden sollten, kümmerie sich der Polizeichef nicht um die Zusage. Die beiden Gefangenen, welchen man beide Hände brach und bxt Füße verbrannte, wurden in schrecklichster Weise gepeitscht. Die Folter dauerte sieben Tage worauf Richter und Staatsanwalt vom König die Bestätigung des von ihnen über die Staatsmänner derhängten Todesurtheils verlangten. Obgleich der König dieses Urtheil aus Furcht vor dem japanischen Gesandten formell nicht zu bestätigen wagte, begab sich der Polizeipräsident um 3 Uhr Morgens in die Zelle der halbtodten Gefangenen und ließ sie in seiner Gegenwart erwürgen. So enden Staatsmänner imernen. Osten.. . .
Taö Jcppcttn'sche 'ftschiss.
Anläßlich du wenia günstigen Kritik. welche dem Luftschiff .des Grafen Zeppelin zu Theil geworden ist. hat du Erfinder .eine längere Erklärung veröffentlicht, die besonders deshalb bemerkenswerth ist, weil sie die hohen Erwartungen, die allzu überschwängliche Bewunderer nn die neue Ersindüng knüpften, auf ein erheblich bescheidendes Maß zurückführt. Wir gebeu nachstehend die Sätze wieder, in denen Graf Zeppelin feine Ziele fchildert und einige besonders laut erhobene Vorwürfe seiner Gegner zurückweist. Graf Zeppelin schreibt: Mein Ziel wird doch vielfach derlannt. Man unterstellt mir Absichten. die ich niemals gehabt habe. Hch .will Nicht ein Vehikel schaffen, das das Rad oder das Ruderschifs ersetzen oder der Eisenbahn und den Dampfbooten Entlastung bringen soll, und es liegt mir fern, mit dem Fesselballon in Wettbewerb bei der Aufklärung innerhalb seines Sehkreises zu treten. Das Alles sind Aufgaben, die vielleicht einmal mit Flugapparaten und Flugmaschinen erfüllt werden, für welche aber die gewaltigen Ballonfahrzeuge nicht taugen. Ich erstrebe, ein Fahrzeug zu schaffen, das im Stande ist, gerade dorthin ,u aeben, wohin mit keinem anderen Transportmittel oder wenigst:s nicht ' ebenso schnell oder ebenso sicher zu gelangen ist, und wohin zu kommen doch von höchstem Werth wäre; z. B. nach noch unbefahrenen Küsten oder Binnenländern zu ihrer Erforschung oder Zum Zwecke der Postoerbindung; nach Meeren, wo Schiffe aufzusuchen sind, sind, in geradester Linie über Land und Wasser hinweg; von einer Flottenstation oder von einer Armee zur anderen behufs Verbringung von Personen.Befehlen und dergleichen; weiterhin zur Beobachtung feindlicher Gefchwader oder über feindliches Land zur Erkundung strategischer Vorgänge, wie Armirung von Festungen. Ansammlung und Bewegung von Armeen oder dergleichen (also nicht taktischer Vorgänge in der Nähe der kämpfendcn Truppen) und Meldung nicht erst bei ! Rucklehr, sondern schon durch TaubenPost und Signale, von Kiautschou nach Peking u. s. w. Der Weg für solche Fahrzeuge kann nur durch die Lust gehen. Es können keine Lustfahrzeuge sein, die der Maschinenkraft bedürfen, um schwebend zu bleiben, denn diese müssen herunter, wenn die Maschine versagt. Es giebt keine Maschinen, die nie, wenigstens vorübergehend, versagen. Ein Heruntergehen, wäre es auch das ruhigste Herabschweben, auf das weite Meer, auf das Gelände, wo Gebäude, Bäume, Steilhänge das Fahrzeug zum Kippen bringen, auf feindliches Gebiet, wird in den meisten Fällen verhängnißvoll werden. Sie können die Aufgaben, die ich für meine Fahrzeuge gedacht Haie, überhaupt nur durch Ballonschiffe, mit mindestens zwei von einander unabhängigen Triebwerken, gelöst werden, welche betriebfähig bleiben, bis eine zu stoppende Maschine wieder in Gang kommt, nud noch schwebend, wenn einmal beide Maschinen gleichzeitia, aussetzen sollten. Meine Fahrzeuge müssen' mindestens mehrere Tage sahren können, ohne neue Proviant-. Be-triebsmateriäl-und Gasaufnahme. Sie müssen schnell genug sein, um an einer für den nützlichen Gebrauch ausreichenden Zahl von Tagen auch in der Richtunggegen den Wind verwendbar zu fein. Ihre Festigkeit muß für die Beanspruchungen beim Betrieb, Auflassung und Landen unter normalen Verhältnissen genügen. Auch gegen Entzündungsgefahr mujj ausreichende Sicherkeit vorhanden sein. Das unter Festhaltung dieser Anforderungen erbaute Fahrzeug hat zwar bei seinem ersten Aufstieg seine Geschwindigkeit wegen des Bruchs der Laufgewichtskurbel. welcher zu beständigem Wechsel im Vor- und Rückwärtslauf und' zu baldigem Abstieg nöthigte, nicht zein können, wohl aber dargethan, daß es den übrigen Anforderungen in hinlänglichem Maße entspricht. Ob mein Fahrzeug eine für den praktischen Gebrauch ausreichende Geschwindigkeit besitzt, werden die ferneren Versuche erweisen. Die viel gctadelte Größe des Fahrzeuges zwang sich aus den zu stellenden Anforderungen und bei den zur Zeit des Entwerfens als bereits erprobt vorhandenen technischen Mitteln von selbst auf.' Man hat meine Fahrzeuge häufig für fchwerfällig gehalten, weil sie nicht von ver Stelle zu bringen sind, wenn ihre Gasfüllung entwichen ist. Schiffe sind das auch nicht, nachdem sie voll Wasser gelaufen. Man wird in jene ebenso Gas bringen müssen, wie diese auspumpen, um sie flott zu machen. Der Transport zerlegter Luftschiffe ist leicht.' Gegenüber den Aufgaben, welche meine Fahrzeuge zu lösen haben werden, kommen die Kosten kaum in Betracht. Die vorstehenden Ausführungen dürften die Ueberzeugung begründen, daß mein Luftfahrzeug, selbst wenn es demnächst wider Erwarten noch keine ganz befriedigende Schnelligkeit erweisen sollte, doch sicher gezeigt hat, wie es möglich ist, Fahrzeuge zu bauen, welche die großen für sie gedachten Aufgaben zu erfüllen vermögen." Bewiesen. Ja. 's Leben ist schwer," sagte der Cohn zu seiner Frau, da wog seine Tochter Sarah 2A0 Mund. . " . . i j L
Ungastlich für Neger. - Nicht nur in den .-eigentlichen Südstaaten kommt es zu erbitterten Rassenkämpfen zwischen den Meißen uird den Negern; solche Conflikte fehlen auch nicht nördlich vom Ohio und besonders in manchen Gegenden .in den südlichen Counties des Staates Jndiana ist jeder Äeger proscribirt. Erst in neuester Zeit ist im County Spen:er einem Rassenckrieg dadurch ein Ende gemacht worden, daß alle Neger dasselbe verließen, bis auf zwei, die Pch als Untersuchungszefangene im Gefängniß zu Rockport befanden. Weiden die beiden dunkelnEhrenmänner verurtheilt. dann erfolgt ihr Transport aus dem County auf Kosten des Staates; undernfalls werden sie sans faon über den Ohio nach Kentucky geschafft und wehe ihnen, falls sie zurückkehren sollten. Die Antipathie der weißen Bewohner des südlichen Jndiana ist von jeher eine ihrer berechtigten Eigenthümlichkeiten" geWesen. Die Lage dieses Landestheiles Qm nördlichen Ufer des Ohio würde von Natur eine starkeBesiedelung durch Neger aus Kentucky begünstigen, aber die Mehrzahl der dortigen Weiße will von den farbigen Menschenbrüdern nichts wissen und solche Neger, die dem rrherrschenden Vorurtheil Trotz bo-
ii nannten bald zu ihrem Schaden, das. .'ort ihres Bleibens nicht war. Das bnty Washington, das an den Ohio stößt, war eines der ersten Counties im Staate, das jeden Neger auf die Proscriptionsliste setzte. Zu Beginn des Bürgerkrieges ließen sich dort mehrere Neger nieder und im Laufe einer verhältnißmäßig kurzen Zeit hatten sie ein prosperirendes Gemeinwesen mitKirche und Schule in's Leben gerufen. Zu Mitgliedern desselben gehörten Männer, welche seiner Zeit unter der Negerbevölkerung des ganzen Landes eine große Rolle spielten, wie der Politiker James Roberts, der erste farbige Bundessenator Henry R. Revels und andere mihr. Unter den Bürgern jenes Gemeinwesens zeichnete sich ein gewisser John Williams durch hohe Intelligenz sowie rastlosen Fleiß aus und brachte es zu einem bedeutenden Wohlstand. Eines -Tages nun wurde Williams ermordet aufgefunden und bald darauf fiel ein anderer angesehener Neger Namens Aleck White von MörderHand. Beide Morde wurden den Negern zur Last gelegt und die Folge davon war, daß alle Angehörigen dieser Rasse mit Gewalt vertrieben wurden. Seit dem Jahre 1866 besteht ein ungeschriebenes Gesetz im County Washington. dem zufolge dort kein Neger geduldet wird, und als einstmals die Weißen John Bayne und Josiah Smedley trotzdem Negerdienstboten mietheten, wurden sie von dem wüthenden Volk gezwungen, dieselbm schleunigst fortzuschicken. In Crawford County gibt es nur einen einzigen Neger, Onkel" Arch Alton, und dieser wird nur geduldet, weil er alt, blindlnd taub .ist. Onkel" Arch kam vor vielen Jahren als Sklave mit seinem Herrn nach Indiana und trotz derEmancipation ist er bei diesem geblieben. Jahre lang durfte er sich freilich nicht weit vom Hause seines Herrn entfernen, aber allmälig gewöhnten sich auch die grimmigsten Negerhasser an den harmlosen Darkey", dem jetzt Niemand mehr etwas in den Weg legt. Vor längerer Zeit machte ein unternehmender MuIatte den verwegenen Versuch, sich m Lcavenworth, dem Sitz der Countybehörde, als Barbier niederzulassen. Kaum hatte er aber sein tonsorial 8tudio" eingerichtet, als er von einem Bürgercomite aufgefordert wurde, sich unverzügliche davonzumachen. Der dunkelhäutige Figaro berief sich auf seine Rechte als amerikanischer Bürger und blieb, bis er eines schönen Moraens seine ganze Einrichtung den Ohio hinunterschwimmen sah. Nun ging auch er, um nicht wieder zu kehren. Auf alle Neger, die auf den zwischen Pittsbürg und New Orleans fahrenden Dampfern als Deckarbeiter beschäftigt sind, bringt der Name der Stadt Leavenworth die Wirkung eines ZauberWortes hervor. Ein Capitän darf einem widerspenstigen Neger nur zu drohen, ihn in Lcavenworth an's Land setzen zu wollen, und das schlimmste Rauhbein wird gefügig, denn es heißt allgemein, daß die Bewohner der Stadt einem jeden Neger das rechte Bein an den linken Arm binden und ihn dann in den Strom werfen. Eine interessanteJllustration zu demNegerproblem im südlichen Jndiana liefert Fountain City (früher Newport genannt) in Wayne County. Dieser Ort bildete früher die Hauptstation von Levi Coffin's Untergrundbahn", mittels welcher die Abolitionisten zahlreichenSklaven zur Freiheit verhalfen. Schon vor dem Kriege wurde von Negerfreunden dort eine Negercolonie angelegt unddieselbe prosperirte in hohem Maße, so lange sie sich der Fürsorge der Abolitionisten erfreute. Als aber die Letzteren mit der Sklavenemancipation das Interesse an der Colonie verloren, veräußerten die Neger nach und nach ihr Besitzthum und sie verzogen allmälig. so daß heute in dem einst blühenden Ort nicht mehr als ein halbes Dutzend Ncgerfamilien zu finden sind. In dem Bergmannsorte . Camphausen erstach der Bergmann Johann Küpper aus Fischbach den Bergmann Joseph Spang aus Dudweiler, nachdem er ihm vor einer Wirthschaft aufgelauert hatte. Der Getödtete war unverbeirnthet: der Thäter wurde verhak iti,' - -
The Eminent Kidney and Bladder Specialist,
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säe Discoyerer ol Swamo-Root at Work In Eis Laboratory. There is a äisease prevailing in this country most dangerou? because so deceptive. Many sudden ceaths are caused by it heart disease, pneumonia, heart failure or apoplexy are eften the result of kidney disease. If kidney trouble is allowed to advance the kidney-poisened blood will attack the vital organs. or the kidneys themseives break down and waste away cell by cell, Then the nchness of the blood the albumen leaks out and the sufferer has Bright's Disease, the worst form of kidney trouble. Dr. Kilmer's Swamp-Root the new discovery is the true specific for kidney, bladder and urinary troubles. It has cured thousands of apparently hopeless cases, aller all other efforts have failed. At cruggists in fifty-cent and doüar siies. A sample bottle sent free by mail, also a book telling about SwampRoot and its wonderful eures. Address Dr. Kilmer & Co., Binghamton, N. Y. and mentioa this paper. Jackson'S AttentatS.Aventeuer. In unseren attentatsschwangeren Tagen Hat sich natürlich auch wieder die Aufmerksamkeit auf Mord - Aschläge gelenkt, welche gegen Präsidenten der Ver. Staaten unternommen wurden. Man würde irren, wenn man das Attentat aus Lincoln für das erste seiner Art in unserem Lande Halten wollte. Mindestens eines kommt noch lange vorher, abgesehen von etlichen Versuchen, auf dem Wege von Duellforderungen amerikanische Staatsmänner aus dem Wege zu räumen. Dieses erste wirkliche Attentat auf einen amerikanischen Präsidenten galt dem viel angefeindeten General Jackson; es ist fast vollständig in Verschollenheit gerathen und möge daher kurz -in Erinnerung gebracht sein. Am 30. März 1835, alsJackson dem Leichenbegängniß für das CongreßMitglied Warren R. Davis beiwohnte und im Leichenzug sich der östlichen Front des Bundescapitols näherte, wo er eine Kutsche besteigen sollte, trat ein gewisser Richard Lawrence auf ihn zu und zückte nur wenige Fuß von ihm ein Pistöl. Das Zündhütchen explodirte auch, aber die Ladung ging nicht los. Lawrence warf das Schießeisen sofort weg und zog ein anderes, das aber gleichfalls versagte. Jackson, der sich zur Zeit am Arme des SchatzamtsSecretärs Woodbury befand, stürzte sich mit erhobenemStock auf den Attentäter. Dieser wurde , indeß vom Marine - Lieutenant Gedney niedergeschlagen. Die Freunde des Präsidenten suchten, diesen zurückzuhalten; er aber rief: Laßt mich doch gehen, ich fürchte mich vor Keinem, mich können sie doch nicht tödten!" Er beruhigte sich jedoch endlich. Lawrence wurde als Gefangener abgeführt. Im Proceß benahm er sich fehr ähnlich, wie Guiteau, indem er die Verhandlungen fortwährend unterbrach. Es wurde eine Commission ernannt, um seinen Geisteszustand zu untersuchen, und die Doctoren Cousin und Sewell berichteten, daß es bei ihm im Oberstübchen rappele. Er wurde dann in ein Irrenhaus gebracht, wo er noch viele Jahre lebte. Manche glaubten, daß gewisse politische Gegner Jackson's in dieGeschichte verwickelt seien. War doch Aehnliches anscheinend auch bei einem Duell der Fall gewesen, das Jackson mit einem notorischen Tuellbold und Todtschießer zu bestehen hatte; Letzterer, von dem man stark vermuthete, daß er gedungen worden sei. hatte den Job" allerdings mit seinem Leben zu bezahlen. Im obigen Fall jedoch konnte die ProceßVerhandlung nicht das Geringste enthüllen, was zur Annahme von Mit-, schuldigen berechtigt hätte, obwohl Jackson selber diese Annahme begünstigt zu haben scheint. Uebrigens konnte er von Glück sagen, daß er mit dem Leben davongekommen war; denn beid: Pistolen des Attentäters waren stark geladen, und als man sie hinterher wirklich abfeuerte, schlugen dieKugeln durch mehrere Zoll Bretterwerk. Schon etwa zwei Jahre vorher hatte einmal ein entlassener und vergeblich um Wied:ranstllung eingekommener Flottenofsizier Namens Randolph einen thätlichen Angriff auf Jackso versucht, aber seine Waffe waren blos seine Fäuste. 1 F i n'G-e müthsmensch. A.: Ich werde zu dick, kann aber kein Mittel finden, meine Corpulenz loszuwerden." B.: Ich habe gehört.Sorgen magern ab.- A.: Ja. ich habe aber keine Sorgen." 23.: Na, wenn ich Ihnen behilflich sein kann: pumpen Sie mir 1000 Mark." Benützt. Dame (zu ihrem Mann): .Du weißt, ich bin morgen Hauptzeugin bei einer Verhandlung, kaufe mir einen neuen Hut, es könnte zur Sprache .kommen, daß ich, als, die That geschah, denselben Hut hatte, und Du wirst mich doch nicht öffentlich bla rnire.n..ollen!" .. .
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