Indiana Tribüne, Volume 23, Number 332, Indianapolis, Marion County, 21 August 1900 — Page 2
: 2 Jndiana Tribüne, Dienstag, den 21 Angnst 190(h
Jndiana Tribüne, Dienstazz, den 31, Anzzust 1900.
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Gallon für Hfeardeitcn.
LHr großen Crfolae der Wasserbaui?d)i:if unserer Zeit beruhen bekanntlich darauf, daß die Arbeiten unterhalb des Wasserspiegels mit Hilfe sogenannte? Caissons vorgenommen werden. Diese Caissons verkörpern im Grunde nichts anderes als die sogenannten Taucher--glocken. Das Prinzip der Taucherglocke besteht bekanntlich darin, daß in in offenes Gefäß, das mit der Oeffriung nach unten in das Wasser eingetaucht NTird. infolge der im Gefäß eingeschlossenen Luft das Wasser nicht eindringen kann. Der Versuch im Kleinen ist leicht mit i&Ise eines Wasserglases anzustellen, das man mit der Öffnung nach unten in eine yesüllic Waschschüssel eintaucht. Das Wasser dringt hierbei nur um ein Geringes in das eingetauchte Glas ein, während der übrige Theil des eingetauchten Gefäßes mit Lust gefüllt bleibt. Aller, dings ist die in dem Gesäße eingeschlossene Luft comprimirt und zwar üspricht der Compressionsgrad der Tiefe des Randes des eingetauchten Gesäßes unterhalb des Wasserniveaus. Taucht nian ein Gesäß eirna 33 Fuß tief ein, so ist die eingeschlossene Luft um eine Atmosphäre comprimirt, der Luftdruck innerhalb des Gefäßes beträgt also 2 Atmosphären. Wird das Gefäß ca. 6 Fuß tief eingetaucht, so beträgt der Luftdruck innerhalb des Gefäßes 3 Atmosphären u. f. f. Von dieser Thatsache wird . bei der Verwendung der sog. Taucherglocke Gebrauch gernacht. Hat man auf dem Grunde eines GeWassers, auf dem Meeresgrunde größere Arbeiten zu verrichten, so versenkt man Gefäße, die man Caissons nennt, und die cms widerstandsfähigem Schmiedeeisen hergestellt sid, in das Wasser und zwar mir der Oeffnung nach unten. Diese Gefäße communiciren mit dern Raume oberhalb des Wasserniveaus durch Zwischenräume in der Weise, daß über dem eigentlichen Caisson ein Kasten aufgebaut ist. der bis über das Wasserniveau hinausragt. Dieser Hilfskasten ist sowohl gegen die Außenluft als auch gegen den eigentlichcn Caisson durch luftdichte Klappen abgeschlossen. Soll nun der eigentliche Caisson betreten werden, so begibt sich der Arbeiter zunächst in den Vorräum. Hinter sich schließt er sorgfält!g die Klappe gegen die Außenluft ab. Mit Hilfe von Luftpumpen wird nun die Luft in diesem Vorraum auf denjenigen Grad comprimirt. der dem Verdichtungsgrade der Luft im eigentlichen Caisson . entspricht. Sowie die Lust im Vorraumc genügend clmprimirt ist, läht sich die nach unten führende Einsteigeklappe des Caissons leicht Lfsnen, während sie vorher der Neberdruck der Luft im Caisson dicht und fest geschlossen gehalten hatte. Der Arbeiter kann nun in den Caisson einsteigen und auf dem Grunde des Wassers seine Arbeit vollführen. Ratürlich muß dazu der Caisson sich vollständig dicht auf den Grund ansetzen oder bis zu einem gewissen Grade in den Grund eindringen. Damit nicht durch irgend eine Zufälligkeit Wasser in den Caisson eindringen kann. , wird mit Hilfe von Luftpumpen der Luftdruck in dem.Caisson etwas über den normalen Grad erhöht. Selbstverständlich muß auch die verbrauchte Luft fortdauernd durch Zufuhr frischer Lust erneuert werden, was um so nothwendiger ist. da das Arbeiten in comprimirter Luft außerordentlich ermüdend und anstrengend ist. Mit Hilfe solcher Caissons sind alle die großartigen wasserbautechnischen Arbeiten, das Fundiren von Brückenpseilern, der Bau von Kaimauern, die Anlage von Stauwehren in Flüssen und Canälen etc. etc. vollführt worden. Die Caissons versagen aber, wenn es sich darum handelt. Reparaturen unter Wasser an senkrechten oder schrägen Mauern etc. auszuführen. Und doch sind solche Arbeiten außerordentlich ost erforderlich. Bei Reparaturen in Cauälen. Schleusen und dgl. hilft man sich in Uz Art. , daß man das ganze Wasser abläßt. Wenn aber schon bei Canälen etc. diese Methode nicht sehr vortheilhaft ist. da während der Reparatur die ganze-Schifffahrt stocken muß, so ist sie ganz unausführbar in SeeHäfen, da sich das Meeresnivcau nicht nach Belieben erniedrigen läßt. Um ouch hier jederzeit und ohne Störung nderer Interessen Arbeiten ausführen zu können, hat Herr Charauraud ein Caisson constrüirt der Arbeiten auch auch an senkrechten oder schrägen Wänden gestattet. Derartige Caissons sind mit vollem Erfolge zuerst bei Reparaturarbeiten im Hafen von Calais zur Anwendung gekommen. Es handelte sich dort um die Reparatur einer Kai-Mauer, die ein wenig ausgebogen ist. Der Construkteur verfuhr nun in der folgenden Weise. Er erbaute ein Caisson von flaschenförmiger GestaU. dessen senkrechte Wandung genau nach der Krümmung .der KaiMauer gebogen war. Die Breitenausdehnung war so bemessen, daß der Caisson vollständig die ausgeschwemmte Lücke in der Kai-Maucr überdeckte. Mit Hilfe eines starken Krahnes wurde nun der Caisson auf den Hafengründ hinabgelassen. Zunächst wurde auf dem Grunde eine genügende Dichhing zwischen der Caissonwand und dem Grunde hergestellt, was in derselben Weise geschah, wie man sonst Caissons anwendet, sodann wurd an dem oberen Theil der Kai-Mauer voll-
ständige Dichtung zwischen ihr und der Eaissonwandung hergestellt. Nachdem dies erreicht war. wurde das Wasser, das sich in der Höhlung zwischen Caissonwand und Kai-Mauer befand, ausgepumpt, sodaß nuumehr diese Höhlung selbst eine Art Caisson darstellte, das in derselben Weis.' betreten werden konnt:, wie ein eigentliches Caisson, auch die Einführung von ArbeitsMaterial, Steinen, Cement etc. vollzog sich in genau derselben Weise, wie bei den Caissons, mit denen Fundirungs arbeiten ausgeführt werden.
Amerikanischer Mais in Pariö. Onkel Sam's Domäne kann mit Fug und Recht ein Maisland jar excellence genannt werden, denn in den Vereinigten Staaten werden durchschnittlich an 200 Millionen Bushels im Jahr geerntet. Trotz des im geheuren heimischen Confums bleibt von diesem gewaltigen Quantum noch sehr viel für den Ezport übrig, allein das Ausland ist kein enthusiastische: Maiskäufer, da man dort die ebenso ausgezeichnete wie vielseitige Berwendbarkeit von Mais als Nahrungsmittel für Menschen noch nicht erkannt hat. Um in dieser Hinsicht Propaganda zu machen, hat die Bundes - Regierung mit thatkräftiger Unterstützung mehrerer Fabrikanten von Maispräparaten auf der Welt - Ausstellung in Paris ein Restaurant etablirt, in welchem ausschließlich Speisen, die aus solchen hergestellt sind, servirt werden, und zwar kostenfrei. Um die Einrichtung dieser ..Maisküche" hat sich in hervorragender Weise der frühere BundesGesandte in Dänemark, Col. Clark E. Carr aus Galesburg. Jll., verdient gemacht, der schon während seiner Thätigkeit als solcher in Kopenhagen für den Maisconsum eine Propaganda der That" begann. Auf sein Betreiben wurde damals vom Ackerbau-Minister Rusk dcr AgentÄW. Snow nach Tänemark gesandt, um das Volk über den Werth des Mais als Nahrungsmittel zu unterrichten. Er bracht: nicht unbedeutende Quantitäten von Maispräparaten aller Arten mit und diese Proben wurden gratis vertheilt. Des Ferneren bemühte sich der -Agent. Köche großer Hotels für Maisspeisen zu interessiren, und zwar unterwies er zuerst den Koch in seinem eigenen Hotel in der Zubereitung besonders schmackhafter Eerichte. Als nach einiger Zeit der Koch hierin eine genügendeGefchicklichkeit erlangt hatte, veranstaltete Col. Carr ein Gastmahl für die bedeutendsten Geschäftsleute, Militär - Intendanten. Vorsteher großer Etaölisscments u. s. w., um diese Männer mit den ausgezeichneten Eigenschaften der Maispräparate als Nahrungsmittel bekannt zu machen. Die Gäste waren überrascht und in kurzer Zeit wurden die ersten hundert Barrels bestellt. So hat sich unser Mais allmälig in den skandinavischen Ländern eingebürgert und es steht zu erwarten, daß der Absatz dorthin im Laufe der Zeit b:deu tende Dimensionen erreichen wird. Diese guten Erfolge veranlaßten die Bundesregierung, diePropaganda auch auf andere Länder auszudehnen und schließlich auf der Welt - Ausstellung in Paris eine Maisküche" zu etabliren. Bei der Agitation zu Gunsten des Maisconsums mußte übrigens mit großer Ucberlegung vorgegangen werden. Mais in seinen verschiedenen Formen liefert ein ausgezeichnetes und dabei billiges Nahrungsmittel, er sollte also gerade unter den großen Massen ausgedehnte Verwendung finden. Trotzdem aber dürfte man den Mais nicht die Nahrung der Armen nennen, denn dadurch wären gerade diese mißtrauisch gemacht worden; es erschien geboten, zuerst die wohlhabenden Klassen für das neue Manna" zu interessiren. und das Uebrige dem Nachahmungstrieb zu überlassen. Für diesen Zweck war wohl nichts geeigneter als die Welt - Ausstellung und da sich eine Anzahl der größten Fabrikanten von Maispräparaten erbot, die zu etablirende Maisküche unentgeltlich mit Vorräthen zu versorgen (die Regierung bezahlt die Fracht), nahm der Ausstel. lungs - Commissär Peck die Einrichtung der Küche" in die Hand. Er engagirte den Cheskoch eines der größten Pariser Hotels, um die feineren Maisgerichte zuzubereiten, und aus unserem Süden kam eine erfahrene Negerköchin als Tante Jemima", welche die auf den Pflanzungen populären Kuchen, Pasteten u. f. w. herzustellen hat. In dieser Maisküche" werden jetzt Tag für Tag über 50 verschiedene Maisgerichte servirt und an diesen regalircn sich täglich mindestens 2000 Repräsentanten aller Nationen der Welt. AlleS wird unentgeltlich servirt. ja die AufWärter dürfen nicht einmal Trinkgelder annehmen. Auf der Speisekarte der Maisküche- findet man eine Abwechslung, die nichts zu wünschen übrig läßt. Da gibt es delicate Suppen aus frischen Maisconserven, oder Hominy, Maispastetchen, Kuchen der verschiedensten Art u. s. w. Daß von den vielen Tausenden, welche dort zum ersten Male den amerikanischen Mais als Nahrungsmittel kennen lernen, gar manche demselben Geschn,ack abgewin nen und in Zukunft Mc'ispräparate kaufen werden, kann wohl keinem Zweifel unterliegen. Unter den Besuchern der Maisküche- finden sich namentlich viele Franzosen sowie Eng lander und von den Orientalen sind die Japaner am zahlreichsten.
Erntcscgen-unö Fakire.
Des Lebens ungemischte Freude warc keinem Irdischen zu Theil", singt der Dichter, und dasmüssen jetzt oder nächstdem auch die biederen Kansaser Landliute wieder 'erfahren. Freilich ist auch diese bittere Erfahrung nicht ohne ihre wenn nicht gerade freudige, so doch spaßhafte Seiten. Siii einigen Jahren ist der Sonnen-blumcn-Staat nicht mehr in nennenswerthem Grade von jener leichtfingerigen, glattzüngigen, juwelenfunkelnden Brüderschaft heimgesucht gewesen, welche sonst zu den Haupt-Attractio-nen aller seiner landwirtschaftlichen Jahrmärkte gehörten, und welche man hierzulande mit Vorliebe unter dem Namen Fakire" zusammenfaßt. Der grobe Deutsche wäre versucht, sie einfach Schwindelhuber" zu nennen, während der Franzose für diese Sorte unterhaltender und geld-einsackender Schwerenöther den besonderen Namen blagneurs" hat. Nun, die Rose hat unier jedern Namen den gleichen Geruch. Längere Zeit hatten sich, wie gesagt, diese .zweibeinigen Heuschrecken in Kansas ziemlich dünne gemacht, aber dieses -Jahr scheinen sie wieder schaarenweise, das Herz von kühnen Hoffnungen geschwellt, in den Staat zu strömen. . ' Denn Kansas hat heuer ine der größten Meizenernten. wenn nicht die größte, in seiner Geschichte und der Weizen kann auch verhältnißmäßig gut verkauft werden, da die Ernte nicht einmal im eigenen Lande überall fo pi ausgefallen ist. Im Hoosier-Staat ! z. V. hat die sogenannte Hessenfliege j den Weizen stark geschädigt, sodaß ein Eztra-Vorrath aus Nachbarstaaten importirt werden muß. Während in Jndiana diesmal ein Gesammt-Ertrag von weniger als 4 Millionen Dollars vom Weizen erwartet wird, schätzt man den Verkaufs-Ertrag vom Kansaser Weizen Heuer auf 60 Millionen! Und die Glücksspiel-, Patentmedizin- und sonstige Spekulanten rechnen darauf, einen bedeutenden Theil hiervon in ihre Taschen zu leiten und sich damit einen behaglichen Winter zu machen. Ob ihre Rechnung diesmal ebenso gut stimmt, wie früher, bleibt abzuwarten. Jedenfalls sind sie ungeheuer zuversichtlich, und im Gegensatz zu vielen Anderen behaupten sie, daß man ,den Farmer sehr leicht von seinem irgendwie entbehrlichen Geld trennen könne. wenn man es nur richtig anzupacken wisse! Ueberall zwar in der Welt, wo es Jahrmärkte gibt, treiben auch Fakire ihr Wesen, aber nirgends so toll, wie in unserem Westen, soweit im wörtlichen Sinne der Weizen blüht. Das Weizenernte-Geld ist dasjenige, hinter welchem diese SchwindelSchwerenöther vor Allem her sind. Daher strömen sie stets in größter Menge dahin, wo die Weizenernte am reichsten ausgefallen ist. Die CountyJahrmärkte in den Farmstaaten werden im Spätsommer und im Frühherbst abgehalten, nachdem der Weizen eingeheimst und das Geld für dxnselben meistens schon flüssig ist. Das Welschkorn-Geld und das HornviehGeld kommen erst später, und der Farmer hat bessere Gelegenheit, dasselbe zu sparen, soweit nicht etwa der Buch-Agent und der KlavierverZäufer es noch abknöpfen. Als vor mehreren Iahren der Kansaser Buhm zusammenbrach, da hatten auch die Fakire" schlechte Zeiten. Sie vertheilten sich deshalb mehr über den mittleren Westen, und was sie nicht in Scheffeln nehmen konnten, das. mußten sie eben in Löffeln nehmen. Und manchmal schlugen sie, wie Einer von dieser ehrenwerthen Zunft jüngst auf derReise nach dem Sonnenblumenstaat kaltlächelnd bemerkte, nicht einmal ihr Fahrgeld heraus. Dieses Jahr aber wollen sie auch hier wieder reiche Ernte- im Kaw-Thal auf Kosten der fleißigen Bebauer des Bodens machen Es sollen mehrere Tausend dieser Individuen theils in Kansas schon eingetrosfen. theils unterwegs sein, Jeder mit einer vollständigen Liste der landwirthschaftlichen Jahrmärkte bewaffnet. Auf manchen'Bahnzügen hat man diese Brüder geradezu bataillonsweise bemerkt. Sie haben ein so scharfes Auge für die Ernte-Berichte, wie etwa Wall Street Spekulanten für die Angaben der Dun'schen Handelsagentur. Manche führen Karten, Würfel und andere Paraphernalien" mit sich, Andere verlassen sich auf ihren bloßen Witz. Sogar die olil brick" Bauernfänger spuken noch unter ihnen umher, gcr nicht zu reden von den Berkäufern allerlei curioser 'Salben und Getränke, die ihr Publikum mit dem Verschlingen brennender Baumwolle u. s. w. unterhalten. Wen sein G:ld in der Tasche irgendwie juckt, der kalte sich von diesen amüsanten Gesellschaftern fern und beschaffe sich feinen Vorrath an Witzen und Schwanken billiger! Die heilige Hermandad kann diese aalglatten Herrschaften selten am Schlafittich nehmen, dafür stehen diese .zu früh auf". Gleichzeitig mit dem Zuzug dieser eutelschnelder nach Kansas werden dieselben natürlich anderswo seltener, und namentlich County-Jahrmärkte in Illinois und Jndiana entbehren gar manch: ihrer Neben-Attractionen. Und sie können sich dazu, gratuliren. Denn in vielen dieser Counties waren die Jahrmärkte in den letzten paar Jahren fast nur noch Glücksspieler- und Gim-pel-Stelldicheins geworden, was auch zu häufigen Keilereien mehr oder wem aer bedenklichen Characicrö führte.
Jetzt scheint ein mehr ordnungSmäß'gcs Wesen in diese landwinhfchaftlichen Feste zu kommen, die solideren Schaustellungen und Unterhaltungen kommen mehr zu Wort, und man wird finden,- daß es auch ohne jene Attractionen" geht. Und in Kansas wird man sich wohl früher oder später auch noch von dem hypnotischen Einfluß der letzteren befreien, hoffentlich ohne neue trübe Zeiten. nnectirte Flöhe. . Bis jetzt waren die Ver. Staaten nicht gerade als Flohland" bekannt, abgesehen von Flchgattungen, welche manche Thiere angreifen. Das Flohgezücht. welches den Menschen selbst heimsuchte, spielte nur an wenigen Orten, wo viele direct vom Emigrantenschiff gekommene Einwanderer vcrkehrten, eine nennenswerthe Rolle. Aber es scheint damit jetzt anders zu werden, und die besagten importirten" Flöhe erscheinen noch recht harmlos im Vergleich zu einer nderen Sorte, die im Gefolge des spanischen Krieges da und dort eingeschleppt worden ist. Zu den schlimmsten Plagen des tropischen und halbtropischen Amerika, namentlich aber der westindischen Inseln Cuba. Porto Rico u. s. w.. gehört eine sehr kleine, aber recht bösartige Gattung Flöhe, in der englischsprechengen Welt als Jiggers" bekannt. Viele unserer uniformirten Landeslinder, die vor Santiago de Cuba lagen, können davon ein Lied singen. Ein echter Eingeborener des tropischen und subtropischen Amerika, begann dieserFloh nackweislich im Jahre 1872, mittels gewisser Schiffe, resp, des Ballastes derselben, sich auch nach entfernten Erdtheilen zu verbreiten, und nach den letzten Berichten hat er die Runde um dieWelt schon halb vollendet, und er ist es u. A. auch, der deutschen Soldaten in Ostafrika manchmal arg zusetzt. Jrz sandigem und öligem Boden besonders vermehrt er sich allenthalben, wo er Fuß gefaßt hat, ungeheuer. Die Ter. Staaten aber hatte er bis vor einem oder zwei Jahren verschont. Das Weibchen dieses Thierchens verursacht das meiste Unheil. Es bohrt sich mit dem Kopf in die Menschenhaut ein meistens in die Füße, die es am ehesten erreichen kann und legt eine Menge Eier ab. Daraus entwickeln sich entzündliche, schwärende Munden, die immer mehr schmerzen und in manchen Fällen sogar allgemeine Blutvergiftung verursacht haben! Hohes Schuhwerk und Reiben von Perubalsam" in das Strumpfwerk gelten als die besten Schutzmittel. Hoffentlich gelingt es, die Verbreitung dieser Vlao.e in den Ver. Staaten auf einem Minimum herabzuhalten.
TelegrapYendraht'DiebSwctt. In unserer Zit der Arbeitstheilung" braucht man sich nicht darüber zu wundern, daß sich auch unter den Spitzbuben immer mehr Specialitäten oder Specialisten herausbilden. Die nachstehende Sorte Diebs - Specialisten macht sich erst seit etwa einem Jahre bei uns in besonderem Maße bemerklich, hat aber den Telegraphen-Ge-sellschaften in verschiedenen westlichen Städten schon vieles Kopfzerbrechen verursacht. Sie cperirt mit Vorliebe da, wo die Stadt-Distrikte groß und zugleich spärlich besiedelt sind, weshalb es für die Hüter des Gesetzes, welche zum Schutz dieser Distrikte bestellt sind, sehr schwer fällt, das Gebiet vollständig zu decken. Das sind die TelegraphendrahtDiebe. In der ersten Zeit, als diese Diebsklasse auskam, verlegte sie sich auf das systematische Stehlen neuen Drahtes aus den Lagerhäusern. In einem Fall sollen nahezu 5000 Fuß Kupferdraht auf einmal gestohlen worden sein! Doch wurden dieselben glücklich beim Trödler wiedererlangt. Noch beständig kommen solche Fälle vor, daneben aber werden verhältnißmäßig häufig die Drähte zwischen Nacht und Morgen direkt an den Telegraphenstangen abgeschnitten! Dann stockt die Verbindung, und wenn nicht gleichzeitig elementare Ereignisse für eine Unterbrechung der Verbindung günstig gewesen sind, läßt sich meist mit Bestimmtheit annehmen, daß wieder solche Diebe an der Arbeit waren. Sie besorgen die Geschichte gewöhnlich ganz fachgemäß, und offenbar mit den Instrumenten, welche auch von den Drähtespannern beim legitimen Abnehmen der Drähte angewendet werden. Dies hat zu dem Verdacht geführt, daß die Diebe meistens ehemalige Drähte spanner seien, oder daß unter einer Partie von Zwei oder Drei, die einen solchen Diebstahl ausführen, sich wenigstens ein entlassener Drähtespanner befinde. Das Publikum, welches sie etwa an der Arbeit sieht, hält sie auch .für reguläre Angestellte, und mitunter haben sie es sogar verstanden, sich der heiligen Hermandad gegenüber für solche auszugeber?, vorübergehend wenigstens. Wie es scheint, wird mit der Zeit immer mehr System in diese Diebereien und die Veräußerung des gestohlenen Drahtes gebracht, dessen Werth bekanntlich seit etlichen Monaten bedeutend gestiegen ist. An 4000 Anarchisten soll eZ, nach der Mittheilung eines Wissenden im westlichen Pennsylvania geben. . - -
The Eminent Kidney , and Bladder Specialist.
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sie Dircorerer cf Swanip-Root at Werk in Eis Latcratory. There is a cireare prevailing in this coaniry niest cangercus because so deceptive. Many sudden deaths are cauc-ed by it heart disease. pneumenia, heart failure or apoplexy are often th result of kidney disease. lf kidney troubJe is allowed to advance the kidney-poisened blood will attack the vital orgar.s. or the kidneys thernselves break down and waste avay cell by cell. Then the richr.ess of the tlcod the jüburr.en leaks out and the sufferer has Eright's Disease, the worst form of kidney trouble. Dr. Kümer's Swamp-Root the new diseevery is the true specific f or kidney, bladder and urinary trcubles. It has cured thousands cf apparently hcpeless cases, after all other efforts have failed. At cruggists in fity-cent and collar sizes. A sample bottte sent free by ir.ail, also a beok teliing about SwampRcot and its wonderful eures. Address Cr. Kilmer & Co., Einghasntcn, N. Y. and r.cntioa this paper. Lerweiblichtcr Beruf. Ju diesem Fall soll nicht etwa von einein Veruf die Rede sein, in welchen viele Frauen eingedrungen sind, scndern vielmehr von einem solchen, der durch seine Kunden start rerweiblicht ist: nämlich von der Schrieiderei als besonderem Kunsthandwerk, nicht zu verwechseln mit der fabrikmäßigen Herstellung fertiger Kleider. Vor verhältnißinäßig kurzer Zeit noch war das auerkannte SchneiderHandwerk bei uns nicht nur ein Handwerk von Männer::, sondern auch für Männer. Die Angehörigen dieses Verufes behaupten auch, daß Frauen nieTnals wirkliche Schneider werden könnten, wenigstens nicht für die Handwerksmaßige grundlegende Arbeit denn die Dreßinakers" werden' von ihnen nicht zur Zunft gerechnet aber es scheint auch ein iurrner größerer Mangel an männlichen Vertretern d'.eses Handwerks stch einzustellen. Man klagt, daß immer weniger junge Manner bei uns dasselbe ergreifen wollten, und außer oer allgemeinen Avneigung des jungen Amerikanerthums gegen ein Handwerk an sich, welches mühsame Aufmerksamkeit auch im Kleinsten erfordert, wird als wichtiger Crund eb:n jener Umstand gelteno gemacht, daß das s andwerk verweiolicht" sei. Die Zahl der Männer, we!che stch ertra bestellte Kleider m2ch:n lassen, wird zusehends geringer, während die Zahl der Eva-töchter. w:!ce sich, und zwar bei Männern, kltic:i bestellen, in gewissen Kreisen sehr bedeutend guZenommcn h-ai. Viele Tausende von Männern geben längst nicht m:hr das Geld aus, das ein eigens bestellte? Anzug kostet; die Frauen aber, soweit sie es sich einigermaßen leisten tonnen, stellen im Allgemeinen ihren Kleider - Etat" immer noch ziemlich hoch. Die ganze Entwickelung der Handwerks - Schneiderei für die Frauenwelt ist erst etwa 15 Jahre alt (abgesehen von Neitkleidern für einen kleinen Kreis), ist aber ein mächtiger Factor geworden. Fast alle Versuche von Merchant Tailors" in unserem Lande, durch Errichtung besondcrerSchulen, mit freiern Unterricht und Preis vertheilungen, das Interesse für dieses Handwerk neu zu wäcn. sind fehlgeschlagen. Eines entsetzlichen Tode 3 ist der in einem Leihsiall zu War.ne. Pa., beschäftigte John Melten gestorben. Er siel durch eine Luke und wurde besinnungslos nach dem Hospiial in Lrrn Mawr gebracht. Tort schwoll sein Körper von Sekunde zu Sekunde auf, bis der Tod eintrat. Drei durch den Fall gebrochene Rippen waren nämlich in des Unglücklichen Lunge eingedrungen und fungirten bei jedem Athemzuge alZ eine Art Pumpenventil, das mit Gewalt die Lust in den Körper preßte. Ein vielversprechender Taugenichts ist der 14 Jahre alte Willie Donan im Townsbip Mt. Forest bei Bay City. Mich. Der Junge war zur Strafe von feiner Mutter in ein Zimmer gesperrt worden und diese begab sich später in den Garten. Dcr Bengel fand in dem Zimmer eine alte Flinte, die noch mit Schrot geladen war. Diese richtete er durch das Fcnsier auf seine im Garten beschäftigte Mutter, drückte los und traf letztere mit einigen Schrctkörnern im Gesicht und am Hals. An der.Mesaba Range ist während der letzten vier Wochen eine neue Ortschaft entstanden, welche den Name? Sharon erhielt. Dieselbe liegt neun Meilen östlich von Hibbing. Vor einem Monat war dort noch kein Baum gefällt. Heute stehen auf dem Platze ein dreistöckiger Gasthof. fünf Wirthschaften, einige Geschäftshäuser und eine ganze Reihe von Wohnhäusern. Wie ein Pilz schoß die neue Ortschaft in's Dasein, als die Sharon Mining Co. von Sharon, Pa., mit den Vorarleiten für die Betriebseröffnung ihrer icben Erzminen beainnen liek.
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