Indiana Tribüne, Volume 23, Number 330, Indianapolis, Marion County, 19 August 1900 — Page 7

Y

v

Unter dem v . .

mersarvlgcn Banner. 'Roman aus dcm voldlaudc Transvaal. Von Bruno Wagencr, Hamburg. 1 tfcriKiiJig.j .Und das alles, we'il es öer Goldst gier der englischen Spekulanten ge-

j laut, wett ein ganzes 5011 -rucylss gei mug list, solche Verantwortung -vor kGo!t auf sich zu'läben, um Herrschaft.

( , 'Reichthun:. . irdisches Gut zu gewinnen. Es ist edeloon Ihnen, HerrIDoctor, . -und dabei -reicht? sie ihm 'die Hand, .WdaB Sie 'Ihr Leben -einsetzen 'für -eine Sache, die 'Jhnrn 'fremd ist und

f der Sie nur 'der Qnechtigkeit -willen I 'dienen." beugte 'sich '.übe: 'die Hand, sie zu Mffen.

Gott inoge Sie ichutzen, sagte Elisa leise Da sah er ihr mit "innigem Blick in's Antlitz, .und sie erbebte in ihrem Herzen, als er leise fragte: Darf ich dem Bewußtsein, daß ich Ihnen, mehr -r rf 0 C l ! mn als ein iyremeer, caß uns em feste-

ymn vccuawuwr zugiciu iwa) ; Predigers Stimme, langsam.

T m" auscexen in oen genvem Ton, und.aus

lainpT, zua.i au icq geren in f Wffum Tt

res Band zusammenkettet, als ein . Priesters Mund. und nun griff flüchuges Kennen und Gernmögen?" itx Commandant selbst die viersilbige Sie unterbrach ihn. indem sie ihm Standane, die Züg.l wurden angedie zitternde Hand entzog: Ich bin lntn, und wie di Männer dahin r e. r c . . " .0 '

stolz darauf, hre Freundin fern ;u dürfen. Herr Dcctor." Xrruv.K-n? flTMir nTTn m?"

!( ff (J vr4 v v tt ' drang er in sie. ), Elisa, Sic müs-

V.. V W ..V ( .4 IMyhll jUVhl v. tM7 i'a Nicht verbergen konnte, daß Sie mir mehr sind als eine Freundin, daß Sie mir das Reinste, das Höchste, daii Heiligste auf dieser Erde sind, spn fd InrrnH trrnihtrt r.irf mr& irh . daß ich to liebe. M 3n EI: llsls wollt Elisas Herzen schrie es laut aus, ?llte es sich aus ihre Lippe i V,Tftrn Vfi Tifi 'Vtfft mpfir Tä iffi luiihit 0 ..V -f v, v dir sagen kann." Aber sie kämpfte es nieder. Ihre Stimme klang wie tu Korben, als sie leise flüsterte:' Zürnen Sie mir nicht, mein Ueber Freund. Ich bin Hendrik Ferreisras Braut!" j Er war gegangen. Sie aber lag ;auf den Knieen, und die Stirn hatte 'sie aus die Bil geprent. d?e aus dem iStuhle lag. Keine Tbräne! Und toit wollte ihr des Herz zerbrechen. Sie hatte gesiegt verzichtet! I 1 XIX. s In Feindes Land. i Alarm! Langgezogne Hornsignale ! tönten durch das Burenlaaer: in j Trupps und einzeln jagten die Reiter i zu den Sammelplätzen; Ordonnan- ; zen galoppirten durch die Lagerreiben und plötzlich erhob sich an allen " ( knden der weiten Lagerstatt lauter Iubelruf und pflanzte- sich fort von Abtheilung zu Abtheilung. Orloa! Orloa!" brauste es durch z die Reihen. Der Krieg ist da! Es fg:ht über die Grenze!" 5 .uiu oberer juiiene (V i w V ri rnr hielt Albrecht i unter den Commandanten und Feldkornetts der Burentruppen, die sich vor General Jouberts Hauptquartier um ? den Obe:befehlshab:r schaarten. Mit ruhigem Ernst im Antlitze war Joubert mitten unter ihnen erschienen: Mynheers," sagte er mit seiner s klaren, weithin schallenden Stimme, fdcr Augenblick, ist gekommen, auf den !wir alle hier gewartet haben. Der Krieg ist da!" Er winkte mit der Hand, als er die 'Bewegung der Umstehenden bemerkte. Richt jubeln. Brüder," wehrte er ab, nicht jubeln in solchem schweren Augcnblicke! Wir haben diesen Krieg -nicht gesucht. wir ziehen nicht in's Feld wie Männer, die nichts zu verlie- ! ren baren. Ich habe viel gebetet, und ? von Tausenden unter euch sind viele . Gebete aufgestiegen zum Throne Gol'tes, datz er diesen Krieg abwende, Aber England verlangt unser Blut. Unsere Zugeständnis, unsere Gecete waren vergebens. Und wenn wir l ihnen die Füße waschen wollten, - es : hülfe uns nichts. Transvaal soll ' unterjocht werden! Wenn Gott im ' Himmel es beschlossen hat. so mag es : sein. Aber Gott' hat uns den Muth ' und die Kraft gegeben, ehe wir unterliegen, doch zu kämpfen. Und fo sei . es denn! Bis zum 11. Oktober, bis : heute war England Frist gegeben, seine Truppen von unseren Grenzen zurück- - zuziehen, damit auch wir den Frieden ,' hielten. England hat nicht einmal ge- ' antwortet. Das ist der Krieg! Und ' nun. Mynheers, ihr kennt eure Aufgaben! Roch heute Nacht überschrei- - ten wir die Grenze. Latzt uns zu Gott ' um den Sieg flehen. Gott mit uns!" Albrecht hatte Befehl erhalten, mit der Vorhut übe: die Grenze zu gehen und sich dann wieder mit der inzwischen auf Feweastle vorrückenden deutschen Freischar zu vereinigen. Noch einmal blickte er zurück auf das stille weiße Haus mit dem braunen Dache, das unter ' den Weiden hervorlugte. Da sah er den jungen Ferreira aus der Thür treten, und mit hastigem Ruck zog er die Zügel an, daß sein RoJ sich bäumte. Dann drückte er dem Thiere di: Sporen in die Weichen und jagte vorwärts der abrückenden Reit:rschaar nach, die als erste zur Grenze ging. Am Fenster aber pnd an derselben stelle, wie am Tage zuvor, da AlörcSts Glück zerbrach. mit, blasscm Antlitz' Elisa. Sie hatte die Hände gefaltet und betete leise: Gott schirme ihn und laß ihn gesund bleibcn!" Aber ihre Gedanken galtcn nicht dem jungen Hendrik Ferreira, dessen Weib sie norden sollte. - Hoch thürmten ftci an der östlichen Transvaal - G:?nz5 die mächtigen Lergkeael auf. Düster und vom Lick-te der Sterne und des im Anfange - des frSUr r'rM.' rf Iv-rn nnhni r.r ui;it, vivliCt) t.:.;.Vtil lU.

jin oen .yervarragenden Spitzen malt versilbert lag der .Engpatz von Lengs 'nek, vor.der berittenen Schaar, die -fielt , auf das Eingangsthor in FeindeÄaird lostrabte. Jetztkielt der Führer umd winkte !N?it. der .Hand. Um ihn .im .Halbkreise sammelte, sich die Abthei.lung. Das Benrer von Transiraal : mit dem Oranze- Band an seiner Spitze geschmückt, als Zeichen der Btt'brüderung mit dem Nachbarstaate flci iterte im kühlen Zachtwinde. Und nun :ritt:in.die Mitte rFoint in hageier Mann, dem das Sllberhaar um die Stirn wehte, wählend der schwarZk 'Talar sich im Wwde bauschte.' 2)ie Häupter, entblößt .sich, und in der er.hobencn Hand die Äibel haltend, rief der Prediger laut Segen Gottes cherab auf die Wafsm Transvaals. Mit andächtiger Shrfurcht sah Walther Albrecht auf '.den Priester und fcie Menge, die seinen Worten lauschte. Mutzte nicht ein solches Volk, das sc fci den Kampf zog, ünbesieglich sein? lind in seinem Herzen betete auch Albrecht zum Gott der Schlachten: Latz mich sterben, Herr, 'für dieses

harhehen Volkes Freiheit! , ' attl unfj- sach tM desFeld mit fin den SattelitrrH fwrTtsfi zpraSen Txt -Äle 'des QkbiitS nt 1 ' ;acb. Ein kurz Seaen noch aus ritten, klang laut im Echo wieder von den Bergen chr brausender Choralgei sang. So zogen sie ein in Feindes Land. Walther Albrecht gab seinem Roffe die Sporen und trabt: dem kleinen Vortrupp nach, den er bald eingeholt hatte. Schweigend schloß er sich den zwanzig Burensöhnen an, die die Spitze bildeten. Etwa fünfzehn Schritte blieb er hinter ihnen zurück,' um ungestört seinen Gedanken nachhängen zu können. In dem unsicheren Sternenlichte nahmen die Bergwände zu beiden Seiten, die ragenden Felsblocke, die verkrüppelten . , Akazienstämme ungeheure Größe an. Gespenst.'rhaft rauschte ein Gießbach mit weißem Schaum über den Anhang in einen engen Schlund herab. Und die in düstere Schatten gehüllte Umgebung paßte zu Albrechts Gedanken. In seinem Herzen sah es leer und ode aus. seit die Geliebte mit grau-, samer Hand den schönen Traum zerstört hatte der bisher sein stilles Glück gebildet hatte. Alle die kleinen Einzelheiten in .seinem Verkehr mit Elisa traten ihm wieder lebhaft vor die Seele. Er sah sie vor sich, wie sie in mädchenbafter Reinheit vor ihm gestanden hatte, als er sie im Stalle i beim Striegeln seines Pferdes überDrascht hatte. Er dachte jener weihe- , vollen Stunde, da sie Handels Largo ! gespielt und sich in einem ganz neuen. i poesieverklärten Lichte ihm gezeigt hatte. Und nun waren alle die . Wünsche vorbei, die sich für ihn an Elisa geknüpft hatten. erloschen die Hoffnung aus ein Gluck, das er sich so schön ausgemalt. Albrechts Pserd stolperte ab und zu über das Steingeröll, das dn Boden bedeckte. Rein mechanisch zog er den Zügel an, um dem Thiere einen Halt zu geben. Aber seine Gedanken weilten fern von hier, und der Schmerz, ier in seiner Seele fraß, ließ ihn seine Umgebung vergessen. Warum hatte Elisa ihn nicht früher ahnen lassen, daß sie ihr Herz berits vergeben hatte? Wie vielen Kummer hätte sie ihm damit erspart! Hatte sie denn wirklich nicht gemerkt, wie tief fein Lieben gewurzelt war? War sie so achtlos oej wescn? Er konnte sich das alles nur ! auf eine Art erklären: sie liebte den j jungen Ferrcira so heiß, so hingebend. datz die ganze übrige Welt für sie j neben dieser Liebe verblaßte, daß j sie nicht sah und hörte, wie ein treue j Herz sür sie schlug und nun verbluten ! mutzte an der Wunde, die sie ihm beigebracht hatte. Der Hufschlag eines qaloppirenden Pserdes drang an Albrechts Ohr. Ein Reiter flog gleich einem dunklen Schatten an ihm vorüber eine Ordonnanz, die bei d:m Führer des Vortrupps einen Befehl brachte. Richtig, die Reiter an der Spitze ließen ihre Pferde in kurzen Trab fallen, während .der Ueberbringer des Befehls umkehrte, um zur Hauptabtheilung der Avantgarde zurückzureiten. Jetzt begegnete er sich mit Albrecht und hielt sein Roß an, um es dann dicht an des Deutschen Seite zu lenken. ein niedriges Roß, zu dessen beiden Flanken die Beine des hochgewachsenen Reiters lang herabhingen. ' Albrecht erkannte ihn es war Hendrik Ferreira. Keinem anderen wäre der junge Deutsche Offizier weniger gern begegn net. Aber was hatte Ferreira ihm gethan? Er. ahnte vielleicht gar nicht einmal, was in dem Manne vorging, dem er seine Begleitung so ungebeten aufdrängte. Schlechtes Reiten bei dem matten Lichte." sagte Ferreira brummig. Der ganze. Feldzug kann mir gestohlen wer.rii Verteufelt langweilige Geschichte das. besonders wenn man lieber heute als morgen , Heireihen möchte , ..Ihr habt Euch mit Lukas Meyers Tochter verlobt, wie ich höre." sagte Albrecht und bemühte sich, seinen Worten einen unbefangenen Klang . zu geben. Meinen Glückwunsch dazu!" Ihr kennt Elisa?" fragte Hendrik zurück.' Ach. natürlich, Ihr habt ja den Bruder als Arzt behandelt! Sagt selbst, Freund, kann rcan sich ein hübscheres Mädel denken? Knochen wie, ein junger Löwe, Wuchs wie eine Palme, Augen wie ein Springbock. Zähne wie Elfenbein und Zöpfe wie Gold!" Er lachte fröhlich auf. Nur einen Fehler hat sie: sie ist zu gescheidt für ein Mädchen, bildet sich ein, mehr zu verstehen als ein' Mann.

e

v aoer das wnv man ihr Qbgewöhnen, wenn man verheiralhet .jst. Meint Ihr nicht auch?" Ich meine, datz der Mcnn froh sein soll, der dieses Mädchen zar Frau bekommt ganz so, wie sie ist," sagte : Albrecht kühl, aber doch in Ho ernstem Tone, daß Hendrik Ferrerra ihn er!s staunt von der Seite ansah. Aber , des jungen Buren Gemüth Mzr viel zu arglos, um Verdacht zu Wopsen. Freut mich, daß sie Euch -auch gefällt," rief er mit freudig-swlzem Aus.druck. Soll mir lieb sein, nverm Ihr .uns später einmal auf unZerer "Farm besucht. Und nun lebt wohl, Myn!heer Doctor. Ich habe noch Aufträge cn'den Commandanten auszurichten." 'Der Hufschlag seines Pfttdes war langst verklungen, als Albrecht -noch immer düst:: und schtoeigend 'durch die NaÄt dahinritt. Ihn hatte Gespräch mit dem jungen Auren tief cu regt. Das also war Elisas künftiger Gatte! Vor diesem unbedeutenden, gleich, einem grotzen Kinde sorglos seines WegeZ dahinwandelnden Manne, der den edlen Kern in Elisas Wesen nie erkennen, geschweige denn verstehen würde, vor diesem hatte er zurücktretn müssen! War Elisa wirklich so blind, um nicht die Überlegenheit zu sühlen, d.ie sie ihrem Verlobten gegenüber besaß? Konnte sie sich an seine? Seite jemols glücklich sühlen? Und wie glücklich würde Albrecht sie gemächt haben! Ans Händen hätte er sie tragen wollen; und nun Alles vorbei! Er stöhnte laut auf. Was wollte er noch auf dieser Welt, die für ihn keinen Sonnenschein mehr bot? Sterben! Sterben! Das war' sein heißester Wunsch. Und leise sagte er vor sich hin: Willst du mir gnädig sein. Gott, so lenke des Feindes erste Kugel hierher in dieses zerrissene verzweifelnde Herz." Reun Tage später, am Freitag, den 20. Oktober 1899, ' trabten zwei Reiter vorsichtig ausspähend die vom Regen durchweichte Landstraße an den Biggarsbergen herab zum Thale des Sonntag - Flusses. Hundert Schritte hinter ihnen folgte eine kleine Abtheilung be-waffneter Freischärler. Jetzt hielten die Reiter, und der eine wies mit der Rechten auf die weißen Hauser, die jenseits des Flusses am Thalrande sich deutlich vom grauen. Steingeröll abhoben. Elandslaagte. wenn unsere Berechnung des Weges nicht falsch ist." sagte er. Und richtig, da drüben haben wir ja auch die Eisenbahn. Dann können wir also hier .die Feldwache einrichten und unsere Vorposten bis zum anderen Flußufer vorschieben." Der andere spähte mit dem Fernroh? nach der Richtung der Eisenbahn. Jetzt ließ er das Glas sinken. Sehen Sie dort. Kamerad," sagte er schnell. Ein Eisenbahnzug aus der Richtung von Ladysmith!" Wahrhaftig, Sie haben recht! ' Der Feind hält die Verbindung mit Dundee noch für passirbar. Er kann nicht wissen, daß wir heute morgen die Brücke bei Waschbank gesprengt haben. Das ist. ja eine hocherfreuliche Melduna. die wir dem Obersten Schiel zu macben haben. Ten Zug müssen wir selbstverständlich abschneiden." Graf Zeppelin, denn er war es. der zuletzt gesprochen hatte. riß sein Pferd herum, um zur Abtheilung zurückzujagen, während Walther Albrecht weiter beobachtete. In der That, der Zug war nach Dundee bestimmt; ohne die geringsten Vorsichtsmaßregeln fuhr er über die Brücke, die den SonntagFluß überspannte, und verschwand jetzt hinter den links gelegenen Hügeln. Albrecht winkte mit dem Hute, und auf das verabredete Zeichen sprengte die Abtheilung mit Zeppelin an der Spitze heran. Wir müssen sofort die. Schienen auf der Brücke aufreißen," schlug Albrecht vor. Dann können wir den j Zug.- wenn er beiWaschbank den Ueber- ! cang zerstört gesunden bat und zurückj kehrt, hier festhalten, bis Verstärkung sur uns eingetroffen ist. Die Reiter es mosten ihrer'fünfzehn sein jagten zu Thal; und nun galt es. emsig zu arbeiten. Mit Hand- ! beilen und den nöthigsten Werkzeugen war man versehen; so gelang es denn, in kaum einer Stunde, die Schienen auf eine Strecke von zwanzig Metern hin aufzureißen. Und jetzt sah man von weitem auch den zurückkehrenden Zug .herankommen. Die Freischärler hatten ihre Pferde in einiger Entfernung hinter einemHügelvorfprunge zurückgelassen' und lagen jetzt mit den Büchsen im Anschlage 'dicht neben den Geleisen im Hinterhalt. Jetzt bemerkte man auf dem Zuge die Zerstörung der Schienen und hielt an. Da krachten auch schon mehrere Schüsse von der Seite her, und im nächsten Augenblicke erschien auf der Locomolive ein Mann, der mit einem weißen Tuche winkte. - - Der Zug war genommen, als Oberst Schiel an der Spitze von vierhundert Reitern dazukam. Nun ging es an die Durchsuchung des Zuges. Lustiges Hurrahgeschrei ertönte, als man. entdeckte, datz er vollgeladen war mit Flaschen besten Champagners, Cognak und mit Fässern voll Whiskey. Zur Siegesfeier V für ' General Symons Truppen in Dundee."' sagte der Locomot.vführer mit sauer-süßcm j Lächeln. - . j Tiefe Bestürzung malte sich auf den j Gesichtern der umherstehenden Frei- ; schärler. ..Zur Siegesfeier? Da irrt j Ihr Euch wohl, Mann!" sagt? Schiel; ! aber man merkte ihm an, daß er seiner ! Sache nicht sicher war. ' Der-Lokomotivführer fühlte, datz er Oberwasser hatte, und wurde gespräj chig: am Morgen habe General White : in Ladysmith die Offiziere versammelt ' und eine Depesche verlesen.- die er in ! der Nacht erhalten hatte, daß Com- . mandantLucas Meyer nicht weit von Dundee mit einer kleinen Abtheilung ! stehkund daß man i.hn heute AU schla-

zndiana Tribüne, Sonntag, den 19 Altgnft 1900

gen hoste; in der sicheren Aussicht cincs Sieges habe der General den Trupvcn in Dundee diesen Zug voll Licbksgaben gesandt. Sin ??ut'5s"Seläcyter erscholl ringsum; die Peinliche Spannung hatte sich in erfreulicher. Weise gelöst, und) mit dem engli,scken Siege war es vorläufig noch nichts. Ueber des Locvmotivführers Gesucht .zog die Röthe de? Beschämung. Acrgerlich sagte er: Lnchen Sie nW zu früh, meine Herren! An der Waschimik - Brücke, die Ihre verdammten Weiter gesprengt hatten, hörten wir derrUich den Kanonendonner von Dundee. In diesem Augenblicke sind Lulas Meyers Truppen sicher schon vernichtet." , Auf alle Fälle bleiben wir hier." entschied der Oberst. Die Serbindüng zwischen Ladysmith und Dundee darf unter keinen Umständen wieder hergestellt werden. Dis Brücke hier mutz sofort gesprcngr werden, und dann wollen wir dafür sorgen, daß hier Niemand durchkommt!" Whisky. Cognak und Champagner Glossen in Strömen in den Fluß, denn .Oberst Schiel hatte den Truppen nur .cir. geringes Quantum freigegeben. 'Bald dröhnte auch der furchtbare Knall der Dynamit - Ezploston, als bis Brücke in die Luft flog. Und nun tarn die Nacht heran, die die Reiter nefcn ihren Pferden ruhend verbrachien. . Nach einer kalten Nacht erwachte Albrecht fröstelnd, als die Sonne eben mit den ersten Strahlen der Berge Gipfel glühend erröthen ließ. Graf Zeppelin saß 'schon am verglimmenden Feuer, das män des Nachts der empfindlichen Kälte wegen unterhalten hatte. Lächelnd reichte er Albrecht die Hand. .. ' Wir werden heute die Feuertaufe erhalten." sagte er. Wünsche Ihnen Glück dazu, Kamerad! Und denken Sie an Ihr Versprechen, meine arme Mutter zu grüßen. Denn sehen Sie, mir ist's so gewiß, wie nur eine Ueberzeugung es sein kann, daß ich den heutigen Abend nicht ' erlebe.. Aber wir wollen unseren deutschen Soldatenrühm zu Ehren bringen bis zum letzten Athemzuge." Albrecht war ausgesprungen und hatte den Säbel umgegürtet. In seinen Augen flackerte ein unheimliches Feuer. Nein, Kamerad, Sie werden leben, hoffe ich. Aber wenn 'Gott für mich eine Kugel übrig hat, ich bin bereit!" XX. Herzensnöthe. An jenem Tage, da Walthcr Albrecht von Elisa gegangen, war dieses Weh im Herzen. an jenem Tage hatte Elisa lange noch auf den Knieen gelegen und mit ihrem Gott gerungen. Ach, es war ja tausendmal schwerer gewesen, als sie es sich vorgestellt hatte, da fest zu bleiben und zu verzichten, wo das Herz nach Liebe, nach Glück begehrte! Als Albrecht damals vor ihr gestanden hatte, das Haupt gebeugt unter dem furchtbaren Schlage, bleich und starr wie wenn des Todes Hand ihn gestreift hätte, da hatte sie mit sich ringen müssen, datz sie dem heißen Gefühle nicht folgte. Hl sie trieb, ihm an den Hals zu fliegen. ihm zu fagen: Verzeihe mir, ich kann ja nicht anders! Für dich thue ich es ja, wenn ich meinem Herzen Schweigen gebiete, für dich allein, dem ich nicht ein bleiernes Gewicht an den Füßen fein will.. das ihm den freien Schritt hemmt, für dich allein, dem ich die bitterste Qual bereite und den ich doch so unaussprechlich liebe." Aber sie hatte sich bezwungen. 'Sie hatte ihn gehen lassen in seinem Schmerz. Aber Gott hatte ihr die Ruhe nicht gegeben, die das Bewußtsein einer edlen That zu bringen pflegt. Und so hatte Frau Joubert, die mütterliche Freundin, unter deren Schutze sie im Lager weilte, das arme Mädchen gefunden. ' niedergebrochen, aber gefaßt, gefaßt wie eine Verzweifelte, der kein Weg mehr bleibt als der geradeaus durch Leid und Weh. Tante 'Joubert hatte nicht viel Fragen gestellt; sie wußte wohl, datz man die schwersten Schlachten einsam und still im Herzenskämmerlein schlägt und keinen hereinblicken läßt in den verborgenen Schrein der wunden Brust. Leise hatte sie Elisas Blondhaar gestreichelt, mit der harten knorpligen Hand so unendlich zart, wie nur Frauen es können, wenn sie eines anderen Menschen Weh ganz verstehen und mitfühlen. Und Elisa war unter der liebkosenden Bewegung aus ihrer Erstarrung erwacht und hatte sich der Frau in die Arme geworfen und geweint wie ein armes, verirrte Kind. Sie war sich klar geworden über das, was ihr zu thun übrig blieb. Vor sich selbst mußte sic sich sichern, und darum wollte ' sie keinen Tag mehr zögern, um die Entscheidung herbeizuführen. Willst du Ohm Ferreira bitten lassen, datz er zu mir komme?" hatte sie die, mütterliche Freundin leise gefragt. Und diefe hatte mit kräftigem Drucke die eiskalte Mädchenhand ergriffen und nur geantwortet: Ich wußte, datz du den rechten Weg. finden würdest. Elisa! . . Und dann war der alle Ferreira gekommen,, der tapfere Held vom Ama-juba-Berge. und sie hatte ihn gebeten, am Tische Platz zu nehmen,' wo die Lampe stand, während sie selbst' sich weiter zurück setzte, daß ihr Antlitz beschattet , war. Mit tonloser Stimme hatte sie zu erzählen begonnen, wie sie Albrecht kennen gelernt hatte auf der einsamen Farm, wie beim ersten Blicke die Liebe eingezogen war in ihr junge5 unberührtes Herz. Ihr . war es gewesen, als scheine die Sonne heller und als leuchte der Himmel im strahlanden Blau, seither ihxtn Wia ae-

ixcnn-'rs:: lchi ijcrtc str schweigend gelrttm, uls er -von ihr gegangen war, damals als er ihr das Leben gerettet. !dvch ihres Herzens Frieden mit sich fort genommen hatte. Aber dann waren die Tage Zu Johannes bürg gekommen, die Tage an des Bru'ders Krankenbette und jener Tag, da tx ihr ehrlich beichtete, was zwischen ihm und Ali vorgefallen war. . Da war ihrem Herzen die selige Gewißheit aufgegangen, datz sie ihm mehr sei, als jene andere, von der er sich losgerissen hatte. Und rnitten hinein in ihres Herzens stiller Glück hatte man vlötz-. lich mit rauher Hand gegriffen: der alte Ferreira hatte für seinen Sohn um sie geworben Bis dahin ' war Elisa wie in einem wonnigen, seligen Traume dahingegangen wie in einem Traume, der kein Ende nehmen sollte. Und nun sah sie sich zu einer Entscheidung gedrängt. Zum erstenmale hatte sie sich gefragst: bist du das Mädchen, das Walther Albrecht glücklich machen, ihm eine, würdig: Gefährtin für's Leben sein könnte? Mit Zittern und Zagen war sie vor der Antwort zurückgebebt. Aber der Zweifel war einmal in ihrer Seele aufgestiegen, und er ließ ihr keine Ruhe mehr. Und nun war der Tag. da sie sich entscheiden mutzte, fchneller gekommen, als .sie geahnt hatte. Und sie hatte sich entschieden, hatte mit eigener Hand ihr Glück vernichtet! Bis dahin hatte Elisa ruhig und ohne Stocken erzählt,- gerade als spräche sie von einer Fremden und nicht von ihr selbst. Und nun erhob sie sich und trat dicht an den alten Ferreira heran. Da sah sie. datz in den Augen des Helden eine Thräne schimmerte. Und Ettsa beugte sich über des ehrwürdigen Greises Hand und führte sie an die Lippen. Dann sagte sie ernst: Ihr wißt nun alles. Ohm Ferreira. Nicht mit einer Lüge im Herzen wollte ich Eures Sohnes Weib werden. Die Liebe, die ich sür den einen in der Brust trage, kann ich dem anderen nicht schenken. Aber Treue will ich .ihm geloben und den Gehorsam des Weibes, wenn Ihr selbst mir sagt, datz ich recht gehandelt habe. In Eure Hände. Ohm. lege ich mein Schicksal. Was Ihr mir sagt, das will ich thun. Gott gebe, daß Ihr uns Allen zum Guten rathet. . Sie war vor ihm in die Kniee gefunken und sah dem Alten in die jugendfrisch leuchtenden, blauen Augen. und eine Ruhe kam über sie, als müsse sie nun geborgen sein. 'Segnend legte Ferreira beide Hände auf Elisas Scheitel. Mein armes Mädchen," sagte er mitleidsvoll, du hast es schwerer, als wir Alten es zumeist hatten, denen die Väter die Wahl trafen, ohne datz die Kinder murrten. 'Aber dein Herz hat dich wohl geleitet. Siehe, Elisa, was wäre das sür ein Leben geworden für dich, das einfache Burenkind, an' der Seite jenes Mannes? Nein! Bleibe ruhig! Ich glaube diYs, datz er dich lieb hat, wie du ihn. Aber zum Leben gehört mehr als Liebe.- Was habt ihr Gemeinsames, das euch den. gleichen Pfad'fchreiten lätzt? Ihn wird es

eines Tages wieder nach Europa zieyen. )enn was vieier iym, oem gelehrten Manne, unser Land? Und du sage, mein Kind, könntest du jemals unser schönes Transvaal vergessen, die Farm deiner Eltern, die weite - Grasebene und die blauen Berge? Nein! du hast das Rechte gethan. Weine nicht, mein Kind! Diese Schmerzen werden dir im Himmel angerechnet werden, und wenn du älter geworden bist und dein Herz ruhiger, dann wirst du selbst einsehen, datz du wohl gethan hast. Und mein Hendrik? Der Junge mützte stolz sein auf solch ein tapferes Mädchen! Und ich als sein Vater habe dich lieb gewonnen in dieser Stunde., als wärest auch du mir ein Kind. Latz mich meine Werbung wiederholen. Werde meines Sohnes Weib! Er ist brav und ehrlich. stark und treu; du mutzt ihn dir ziehen, wie du ihn haben willst. Aber um eins bitte ich dich: Wir wollen ihm nichts sogen von dem, was du mir anvertraut hast. Denn sieh . solch' em junger Mann weitz das nicht zu würdigen; er will mit keinem anderen theilen, und er würde dir und sich das Leben schwer machen. Ich will ihn morgen, wenn wir hinausrücken in's Feld, zu dir schicken, dann magst du ihm beim Abschied den Brautkutz geben. Und wenn wir heimkehren, ist Hochzeit!" Sie hatten sich beide erhoben. In stummem Einverständnitz drückten sie sich die Hand. Dann ging der Alte. Elisa aber trat an's Fenster und ritz' die Flügel desselben weit auf, daß ihr der kühle Nachtwind 'die Stirne umwehte. Sie weinte nicht. Sie starrte hinaus in die Finsterniß. Und leise flüsterten ihre Lippen: Nun ist alles, alles aus." . Am. nächsten Tage hatte sie dem jungen Hendrik ihr Jawort gege-' ben; und dann hatte sie vom Fenster aus noch einmal Den gesehen, den sie von sich gewiesen hatte. Und als sein Rotz ihn, davongetragen, hatte, den ihres Herzens innigste" Gebete begleiteten. da war sie an des Alltags Arki ten herangegangen, als fei nichts geschehen. stiS und ernst. Aber nicht wie sonst so oft hatte sie leise vor sich hingesungen, nicht wie sonst hatte sie dem Himmel zugelacht ' in fröhlicher Jugendlust, sie war eine andere geworden, gereift im Schmerz. ' Inzwischen wurde das Hauptlager weiter in Feindesland hinein vorgeschoben. Die englischen Truppen waren zurückgewichen, und in Newcastle hatten die Buren ihr erstes röteres Lazareth eingerichtet. Aber es gab ! noch wenig zu thun, und Eliza sehnte sich nach Arbeit, die alle Gedanken in Anspruch nahm. So hatte sie denn gebeten, mit den fließenden jveldlaza-

rethen den vorrückenden Truppen folgen zu dürfen, die sich bei den Biggarsbergen zusammengezogen hatten, um sich wie ein Keil zwischen die engUschen Streitkräfte zu schieben. So war der 20. Oktober gekommen, derselbe Tag. an dem die deutsche Freischar beiElandslaagte das erste Scharrnützel hatte. Das Feldlazarerh, das schon am Tage vorher bei Zelting an der Landstraße nach Ladysmith gewesen war. hatte Befehl bekommen, bis dicht an den Nordhang der Biggarsberge vorzugehen. Elisastand neben ihremPathcnonkel Hans Albrecht, der sehr wider seinen Willen zum Commandeur des Ambulanz - Trains gemacht worden war, vor einem der Zelte mit der Flagge des rothen Kreuzes und sah, wie t die Truppen vorbeizogen, kräftige Reitergestalten in Zügen zu fünfzig bis hundert Mann. Ein Reitergeschwader folgte dem anderen; in festem Tritt marschirte die Infanterie der deutschen Freischar vorbei. Und Onkel Hans tauschte bald mit dem einen, bald mit dem .anderen der Vorüberziehenden kurze Worte der Begrützung. Auch Hendrik Ferreira war unter den Vorbeireitenden. Als er Elisa erblickte, sprengte er auf sie zu und lüftete den Hut. Wer wird so'blatz sein, wenn der Schatz in's Feld zieht?" rief er lustig. Hoffentlich treffen wir nun endlich mit dem Feinde - zusammen. Unsere Flinten rosten ein, wenn's nicht bald losgeht" Er reichte ihr vom Sattel aus die Hand. Auf Wiedersehen. Elisa, nach dem Siege!" dann sprengte er weiter. Onkel Hans lietz einen prüfenden Blick über Elisa gleiten. Da wandte sie sich schnell ab und eilte in's Zelt zu rück. Die Nacht kam. Aber Elisa fand keinen Schlaf. Ruhelos lag sie auf dem harten Stroh, das man ihr in einer besonderen Abtheilung des Zeltes ausgeschotet hatte. Noch am späten Abend war die Meldung gekommen, datz Oberst Schiel bei Elandslaagte einen Eisenbahnzug genommen hatte. Würde der Feind daraufhin am folgenden Tage angreifen? Elisas sieberheitze Stirn zermarterte sich bei dem Gedanken, datz Walther Albrecht vielleicht schon gm nächsten Morgen den feindlichen Kugeln entgegenging ohne ein Zeichen der Liebe von ihr. ohne ein letztes Abschiedswort. Und was mutzte er von ihr denken? Ob er sie für gewissenlos hielt. für ein herzloses Weib, das mit der heiligen Liebe des Mannes sein Spiel getrieben hatte? Mit offenen Augen lag sie da. und der Schlaf floh ihre Lider. Nie vorher war ihr mit so grauenhafter Deutlichkeit der Gedanke an den Abschied auf ewig vor Augen getreten. Wenn Albrecht nun fiel, ja, wenn er vielleicht gar den Tod suchte, da sein Glück zertrümmert war, mutzte sie sich nicht Vorwürfe machen ihr ganzes Leben lang, datz sie ihn. in .Verzweiflung hatte , von sich gehen lassen? War es denn recht gewesen, wie sie gehandelt? Hatte sie sich nicht selbst getäuscht, sich das Riesenschild einer Pflicht ausgeklügelt, die ihr grotz schien und die sie sich auferlegte, weil sie ihr Schmerz bereitete. und die vielleicht doch gar nicht ihre Pflicht gewesen war? Der Morgen nahte, als endlich ihre Augen sich schlössen. Aber kein erquickender Schlaf war ihr befchieden Mit einem lauten Schrei fuhr sie aus bangen Träumen auf. Der kalte Schweitz perlte ihr von der Stirn. Sie fühlte sich wie zerschlagen, und grauenhaft stand ihr das Traumbild vor der Seele, das sie zuletzt erschreckt hatte. Auf öder Wahlstatt hatte sie einen Todten liegen gesehen, einsam und verlassen; und als sie auf ihn zugeschritten war. da hatte er die Augen geöff-' net und sie angestarrt, und das rothe Blut aus seines Herzens Wunde hatte aufs neue zu fließen begonnen. Sie aber hatte eine Stimme gehört, hohl und dumpf,' als käme sie aus dem Grabe. Ich bin dahingegangen, weil du mich verstoßen hast."

XXI. Elandslaagte. Es roch nach Pulverdampf im Thale des Sonntagsflusses.' Vom frühen Morgen an hatte der Kampf getobt. Die Buren, die unter dem tapferen Haudegen Jan Kock den Abhang der Biggarsberge und die davor sich zu Thal senkende Ebene besetzt gehalten hatten, sahen sich immer stärkeren herandringenden englischen Abtheilungen gegenüber.. Vor Ladysmith her hatte die Eisenbahn mit zahlreichen Zügen Bataillone, Schwadronen und Batte. rien gebracht, und jetzt vor Nachmittag standen dreitausend Engländer mit sechzehn Geschützen den kaum tausend Mann starkem Buren gegenüber, deren zwei Kanonen unablässig den Anstürmenden entgegendonnerten. Die Cavallerie des deutschen Freicorps unter Oberst Schiel sollte jetzt auf dem linken Flügel vorrücken, da, wo westlich von . der Landstraße ' die Fußtruppen der Freischar im heftigsten Feuergefecht lagen und unter des Grafen Zeppelin und Albrechts Führung stritten. Hoch aufgerichtet' stand Zeppelin in den Reihen feiner schießenden Leute. Ihn Zümmerten die Kugeln nicht,' die um ihn herumsausten. Wie einer, der den Tod nicht fürchtet, stand er und wies mit dem Säbel in der Rechten nach der Richtung.' aus der soeben neue Colonnen des eindeZ he.ranitü?mten. . . ' (Fortsetzung folgt.) , . - . - m m Niedagewesen. Und was hat sich Außerordentliches in Eurem l?tzten Kaffeekränzchen zugetragen?" Wir haben unsere größte Feindin tcdtgeschwiegen!" Mucho's Cigarrenladen befindet sich in Nc. 399 Ost Washington Str.

Txix die Kucke.

. -Suppe h la S o l f e r i n o. ev " rje. . f jung, ginne, in liag toince zer- -schnitten Bohnen, neue Kartoffeln, kleine Karotten, sowie junge grüne Erbsen werden jedes für sich in Butter, weich gedünstet ctx in Wasser gekocht , und in ein wenig Fleischbrühe heitz erhalten. Inzwischen verkocht man fräs tige Fleischbrühe mit einigen Löffeln Tomatenpüree, gehackter Petersilie, Sellerieblätter und Kerbel, legt die Gemüse hinein und richtet die Suppe, über gerösteten Semmelwürfeln an. GedünsteteWienerSchnitz l. . Aus dem besten Tbeile einerKalbskeule werden ZiveifingerdickeStückchen geschnitten, diese scharf geklopft und mit etwas Salz und Pfefser eingerieben. . ' Dies wird in eine Kasserolle in reichliche Butter gelegt, in welcher - sich würfelig geschnittene Zwiebel und kleine Speckwürfel besinden. Das Fleisch wird oben mit feinem Weizenmehl und geriebener Semmel bestreut und zugedeckt gedünstet bis es auf beiden Seiten gelb ist. Nun werden die Schnitzel mit Citronensaft beträufelt, dann schwach gesalzene ?vfrHtf,fcrüfe löffelweise . J l " II I s i? I und das Gericht, noch gut zugedeckt, so lange gedünstet, bis das Fleisch weich ist. Zwetschenkuchen. Hierzu kann man sowohl geriebenen Teig als auch Butterteig nehmen. Mon rollt einen Boden aus, macht einen Rand darauf.-'den man mit Eigelb bestreicht, streut auf den Boden zerstoßene Maccaroni. legt die ausgesteinten halben Zwetschgen recht nahe aneinander auf den Kuchenboden, bestreut sie reichlichmit Zucker und Zimmt und backt den Kuchen in ziemlich heißem Ofen gut aus. Roastbeef. Ein saftiges Ripvenstück. welches gehörig abgehangen, wird in eine Pfanne, in welcher die Butter siedend ist, gebracht, und unter sehr fleißigem Begietzen in einer seh? heißen Herdplatte schnell gebraten. Das Fleisch darf nicht ganz durchzebraten sein, sondern mutz inwendig noch ganz röthlich aussehen und beim Schneiden, mutz ein röthlicher Saft berausfließen. Man verziert die Schüssel, auf welcher das Roastbeefangerichtet wird, mit schmorten Rzxi toffeln. Pilzen oder Zwiebeln. GebackeneKartoffelnmit Eiern. Gesottene Kartoffeln werden in Scheiben geschnitten, Butter irg einer Pfanne heitz gemacht und die) zerschnittenen Kartoffeln mit SalF hinein gethan und zugedeckt. Nun zerklopfe man vier Eier und schütte ein Pint Milch dazu; gieße dies über die Kartoffeln und lasse sie bei aelindem Feuer backen, damit sie am Bien gelb werden. Alsdann kehre man iz auf eine Platte um, thue noch ein wenig Butter in die Pfanne und lege die Kartoffeln wieder darein, bis sie auch auf dieser Seite gelb sind. Pökelzunge zum Aufschneiden. Die 10 bis 12 Tage in der Salzlacke gelegene. Rindszunge klopft man fest, setzt sie mit Wasser, etwas Zwiebel und Pfefferkörnern zu und lätzt sic zwei Stunden rechen.' Dann nimmt man sie au- dem Sud, schält alle Häute ab und läßt sie noch anderthalb Stunden sieden, dann preßt man sie zwischen zwei Brettchen, beschwert obenauf mit einem Stahl ode? Stein, schneidet, erkaltet, dünne Spalten davon, ordnet sie wie den Kalbsbraten auf eine Bratenschüssel und verziert mit bandnudelartig geschnittenem, zur Hälfte roth gefärbten Meerrettig. Gries - Mehlspeise mit A e p f e l n. Feiner Gries wird in X Quart kochende Milch und 2 Unzen Butter gequellt. Nun läßt man den Gries abkühlen und rührt dann 12 Eidotier, ein' Viertel Pfund Zucker, dieabgeriebene Schale einer halben Citrone und den steifen Schnee der zwölf Eiweiß? dazu. Alsdann wird der Boden einer gut gebutterten Form mit halbgar gedämpften, geschälten und vom Kernhaus befreiten Aepfeln, die man mit Öbst-Gelee oder Marmelade gefüllt hat, dicht belegt, dann schüttet man die Griesmasse darüber, bestreut sie oben mit Zucker und Zimmet und bäckt die Speise langsam eine Stunde. Gefüllter Salat. Man wäscht, den Kopfsalat recht rein und läßt ihn dann in kochendem Wasser einmal aufwellen, kühlt ihn in kaltem Wasser ab, legt alle Blät! auf einem Küchenbrett auseinander, schneidet die. mittelsien gelben Blätter aus den Salatköpfen,' drückt sie gut aus und hackt sie mit etwas Zwiebeln klein. Diesen gehackten Salat mutz man in hinlänglicher Butter schwitzen l?.ssen und 46 Eier dazuthun und dies zusammen zu einem harten Rührei machen. Diese Masse wird abermals fein gewiegt, mit vier Eidottern zusammen gerührt, mit in Milch aufgeweichter, gut ausgedrückte? Semmel verbunden und diese Masse mit Salz und etwas Muskatblüthe 'gewürzt. Alsdann thut man von dieser Fülle in einen jeden auszehöhlten Salatkopf, legt die Blätter wieder ordentlich darüber, setzt die gefüllten Salatköpfe dicht in eine Kasserole,. füllt diese mit gute? Fleischbrühe und läßt die Salatlcpfe in der Kasserole eine Stunde, kochen. Zuletzt macht man die noob rorhanrer.e Bruh: mit -eincm Stück-Butter von Eigröße, in welcher Mehl geknetet wurde, feimig und reicht das wohlschmeckende Gericht entweder ohne Beilage oder mit geräucherjem Lachs. Schenken, feiner Wurst u. i w.-. Rücksichtsvoll. Bettle? (auf einem belebten Platz zu einen?, vorübergehenden Herrn, von dem er kein Almosen -erhalten): Tanke tausendmal!" Herr: Warum bedanken Sie sich, ich habe Ihnen doch nichts geschenkt?" Lettler: Ich wollte Sie nur vor de?! andern Herrschaften nicht blamiren!" ,

. v. i -i : , 4 A

v V .7v

A