Indiana Tribüne, Volume 23, Number 330, Indianapolis, Marion County, 19 August 1900 — Page 2
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o Jndiana Tribüne, Sonntag, den 19 August 1900,
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, Schulmeister. . . r .. VuS dem HollSndisSen von K. KobolSky.' ! Leise und melodisch Uang das Ud'agio.Von Beethoven durch die mit Vlumenduft geschwängerte Luft. Einfam warmes um diese Zeit auf dem Dorfplatz, kaum txn paar Hühner und Enten suchten nach Nahrung. Alle Bauern befanden sich bei ihrer Arbeit, nur der einsame'Mann in dem Gartenhäuschen, das hinter einer dichten Fliederhecke borgen lag. hielt Ruhetag. . In vollen Büscheln hing die Clemalis. über seinem Haupt. Jasmin und Flieder dufteten um ihn; seine Augen .folgten den Schwalben, die am Hause hin und her flogen, und seine Hände entlockten der Violine liebliche Töne. Die untergehende Sonne färbte die Dächer roth und bestrahlte das VogelZauer des kleinen Finken. Das Vögelthen hatte dem jüngsten Bruder des einsamen Mannes gehört, der es jährelang eingeschlossen gehalten. Als sein junger Herr starb, hatte der Bruder dem Thierchen die Freiheit qeben wollen. Er hatte das Bauer geöffnet, der kleine Fink war pfeilschnell herauszeflogen, aber, durch die lange Gefangenfchaft entkräftet, auf den Erdboden c.efallen. Danach hatte er sich wieder cuf gerichtet, aon geängstigt durch das Sonnenlicht und die unbegrenzte Weite Zvar der Vogel um ihn hin-, her- und zurückgeflattert, fo daß er aus Furcht, er möchte eine Beute der Katze werden, ihn wieder eingefangen und in das Bauer gefetzt hatte. Nun saß er wieder in seinem Gefängniß und ließ sein zufricdenes pinf, pink" hören. Seine Träume von blauer Luft und Freiheit ihatte er vergessen. Solch ein Tag war es gewesen, als vor langen Jahren sein Vater, der Schullehrer des Dorfes, ihn in diesem Gartenhäuschen aufgesucht hatte. Er war damals noch ein Jüngling, voll von Idealen und Träumen, und sein Vater war an dem Tage zu ihm gelominen, um ihm mitzutheilen, daß die Ideale Wirklichkeit werden sollten. Er konnte sich der Musik widmen. . Nach B.! Ueber -die Grenze! Er durchlebte wieder alle Empfindungen. 2)ie ihn damals bestürmten. Was er sich eigentlich vorgestellt hatte, konnte er sich jetzt schwer erklären, die Wirklichkeit hätte die Vorstellungen von damals verdrängt. Er erinnerte sich, daß er zuerst seinen Vater und dann seine Geige umarmt hatte. Eine Bedingung war an seinen Weaaang geknüpft: er mußte, sobald er das Älter dazu erreicht hatte, sein Lebrer - Examen machen. Er versprach Alles, nur um sein Ideal erreichen zu können. Aber er wollte Wort halten, er besaß ein stark entwickeltes Pflichtgefühl. Du wirst es bereuen, daß Du Dein 'Geld für solchen Unsinn ausgiebst", hatte seine Mutter zu ihrem Manne csagt. Sie war eine etwas beschränkteFrau, die übrigens gut für den Haushalt sorgte, aber ihren Mann in seinen höheren Interessen nicht verstand. v Dei Junge ist gerade wie sein Vaier", sagte sie zu den Bauersfrauen, wenn sie des Abends mit ihnen vor dem Hause stand, um zu schwatzen; den ganzen Tag ist er mit seinen Gedanken wo anders und hat bloß seine Geige im Kopf." - Er war fortgezogen als die Rosen trn Ueberfluß blüthen und dufteten. , Fortgegangen aus dem sonnigen Garitn voll Blumen und Grün und Obstbäumen, wo er in dem Häuschen, von der Clematis umrankt, so oft gespielt hätte. Sein Vater gab ihm das Geleit bis zur Fähre. Die lärmende Knaben- . 7chaar aus dem Dorfe hatte er zurück- ' gehalten, um ungestört von seinem ; Sohne Abschied nehmen zu können. : Die Bauernmädchen mit ihren Wasch- ' körben auf dem Kopfe riefen ihm ein fröhliches Lebewohl nach, während sie n ihm vorüber nach dem Fluß eilten. . Blutroth ging die Sonne jenseits des Wassers unter. ? Das leise Rauschen ' der Pappeln : klang wie eine Begleitung den Worten ; feines Vaters. Seine Augen waren auf das gegenüberliegende Ufer gerichtet. 'Unvergeßlich blieb ihm dusEeräusch des Wassers, das Säuseln der Bäume, das fröhliche Lachen der Mädchen und der Klang von seines Vaters Stimme I an diesem Abend. Er, verstand kaum die Worte, erhörte nurdie liebe Stimme. Zit ihm die-Pforte seiner Träume ; oufsch So ging er.' fuhr über den Fluß, und sollte, seinen Vater nie wiedersehen. Unwillkürlich war der einsameMann in dem Gartenhäuschen aufgestanden; s zog ihn unwiderstehlich zum Flusse hm. Er hatte selten Jett zum Traumen und zum Müßiggang, doch heuteAbend . - ft. .flJC. -1, O lt l roar es iqm uiunogua?, ciroas zu igun. ! fE tnAti frei t CVftti mm aTiavt iiui jtvii iit uyuu ouul tilu Male frei! Das Bauer, in dem er gegefangen gesessen hatte, stand offen! Aber was sollte er mit seiner Freiheit anfangen? Jahrelange Einschließung hatte ihn ungeschickt gemacht, seine 7?luqel aelähmt. Die G-oohnheit -besitzt eine sonderbare Anziehungskraft für den Menschen; selbst das Unangenehme, an .ras wir uns gewohnt haben, vermissen wie ungern. Er begab sich nach dem Fluß und streckte sich, weit entfernt von den laUjCUVCtl, lUi.llU.U ÜUU('UlllA,l, 1U das Gras. Die untergehende Sonne schien ihm gerade in das Gesicht; er hatte die Sonne immer gern gehabt und ihre Strahlen blendeten ihnnrcht. Damals war er weiter oewandert. JkaMW. IvAhI4an iltN4utnnAn ' über den Fluß, dem L?nde sein:reh7! sucht entgegen. Er hatte schwer geateilet. Sein Ejaxcn war gut abgelaufen. Danach konnte er sich ganz der Musik widmen. Seine Lehrer lobtm ihn, sie erwarteten viel von ihm, als er plötzlich nach Hause gerufen wurde, da sein Vater krank geworden war.- Er hatte sein Torf seither nicht wieder.t;?-
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jehen. da er das Gelv zum Treffen nicht besaß. Nrm eilte er nach Hause. Seinen Vater fand er todt vor. .Wenn Du hier bleibst, kannst , Du Hilfslehrer werben, der jetzige rückt in die Stelle Deines Vaters, und da er unverheirathet ist, kann er bei Deiner Mutter wohnen, sie braucht dann das Haus nicht zu verlassen. - Um Deines Vaters willen wollen wir Euch gern entgegenkommen Er begriff die Worte des Bürgermeisters. eines reichen Bauern, nich: sogleich. Er sollte hier bleiben! Und seine Geige? Und das Versprechen seines Va-, ters? Man wiederholte ihm die Worte. Er begann zu verstehen. - Eure Mutter kann sonst nicht leben. die kleinen Brüder und Schwestern . . . Außerdem. Geld, um länger in B. zu bleiben, habt Ihr nicht. Euer Vater mußte schwer arbeiten, um Alles für Euch bezahlen zu können." Er stürzte hinaus, an den Fluß, mit' heißem Auge nach dem Lande seiner Träume schauend. Sollte er nie wieder über das Wasser kommen? Gewiß, wenn die kleinen Brüder und Schwestern rersorgt sind, dann bist Du wieder frei!" Alles in ihm kam in Aufruhr. Er schrie und weinte vor Wuth und Herzeleid und begrub sein Haupt in das nasse Gras. Stundenlang lag er so. Allerlei Pläne entstanden in seinem verwirrten Gehirn. Er wollte seine Mutter bitten, mit ihm nach B. zu ziehen . . . Nein, das würde sie nicht thun, nach dem fremden Lande ... Er wollte in V. Geigenstunden geben und das Geld an seine Mutter senden ... Er begriff aber, daß es unausführbar war. Was er in B. verdienen konnte, hatte er selbst nöthig, wenn er nicht vor Hunger und Elend umkommen sollte . . . Wie er auch nachgrübelte und überlegte, nirgends fand sich ein Ausweg. Endlich 'faßte er sich etwas, schleppte sich nach Hause und schloß sich in seine Kammer ein. Am folgenden Morgen war sein Beschluß gefaßt. Sein fester Wille unb sein Pflichtgefühl hatten den Sieg davongetragen. Er ist immer so hartnäckig gewesen wie sein. Vater", hatte seine Mutter oft geklagt; was er sich einmal vorgenommen hat, davon bringt ihn keiner zurück." Er blieb und nahm die Stelle an. Er arbeitete von Moraens bis Abends und sorgt: für seine Mutter, Brüder und Schwestern und hatte keine Seit, an seine verlerenen Ideale zu denken. Dein Aufenthalt in B. hat so viel gekostet, Du mußt nun. den Anderen etwas gönnen", hielt seine Mutter ihm oft vor. Und er gönnte ihnen Alles. Er klagte nicht über sein Loos. Ein paar Mal hatte er das Vertrauen gesucht, aber die Worte bewahrheiteten sich : . Ach. der Welt klag' Dein Lei : Nicht zu laut, nicht zu lang. In seinen wenigen freien Stunden ging er an den Fluß. Dort, zenseits des Ufers sah er ganz in der 'Ferne die Umrisse des ersten Städtchens an der Grenze. Dann bildete er sich ein, daß es B. wäre und er zauberte sich seinenAufenthalt dort vor den Geist, den Umgang mit seinen Kameraden, mit seinen Lehrern, die ihn alle verstanden. Er sah die erleuchteten Straßen mit den zahllosen Menschen, die Straßen, welche er passiren mußte, wenn er Abends nach Hause ging; er sah wieder sein kaltes Dachkämmerchen. in welchem er die Kälte nicht fühlte. Und wenn er so stundenlang träumend dagelegen, die Wirklichkeit vergessend und sich frei wähnend, machte ihn die Kälte zusammenschauern und trieb ihn nach Hause.
Jetzt waren alle Brüder und Schwestern versorgt. Heute Morgen war seine jüngste Schwester getraut worden. Sie zog nach einem benachbarten Dorf und ihre Mutter ging Mit, um , bei ihr zu wohnen. Er hatte in den Jahren tüchtig gearbeitet, und war erster Lehrer geworden. Nun war er allein! Nun war er frei! Doch wozu diente ihm jetzt die Freiheit? Lang lag er im Grase, bis es dunkel wurde; dann ging er in, sein Bauer zurück. Noch spät am Abend' saßen die Dorfbewohn vor den Thüren der Häuser und hörten auf die schwermüthigen Töne-eines Nokturno von Ehopin. Sie haben ihn ganz allein gelajsen." sagte ein alter Bauer, sie haben ihn ausgepreßt und nun werfen sie ihn weg." Er war immer ein Träumer", n widerte eine alte Frau, er sprach wemg, er wird sie, nicht vermissen." Mich dünkt doch, daß sie nicht gut gethan haben; doch er wird nicht so unglücklich sein, er ist ein braverMann und hat seine Pflicht gethan," antwortete der Alte. Gute Nacht, die Violine schweiat Sein Fall. Lieber Freund ich habe gar Niemand auf der W?l!. deinen Vater, keine Mutter, keine Schwester, keinen Bruder, keine Tante das einzige, was mir aeblieben ist. ist die halbe Million Erbtheil." Sehen Sie. rerchrtes Fräulein, in eine solche Familie hineinzuheirathen. war immer mein sehnlichster Wunsch gewesen!"" . - '3 ch l a ii. Liessen: ,X Manschen, nicht wahr, .der Grpapa darf mir immer den Leberthran geben, nicht wahr?" Mama: Ja. warum denn?" Lieschen: Ja. weißt Tu, der Großpapa zittert so mit der Han', daß fast gar nichts vom Leberthran drin bleibt." - ,
Der Stier. von Jsabella Kaiser. Gemach, als ginge es zur Weide, traten die beiden Stiere in die Arena. Es waren zwei friedfertige. ahnungK' lose Gesellen, schwarz mit weiß gezeichneter Stiru. Ein Jubelruf der Menge umfing sie Da hoben sie die Köpfe, langsam. Galt das ihnen? Um sie herum wimmelte es von dunklen, beweglichen Pünktchen. Die dicht besetzten Stufen des Amphitheaters ragten bis zum .tiefblauen Himmel hinan. Das also waren Menschen! Die Stiere kannten nur ihre Hüter, droben auf den Bergen; es waren zwei wohlgesittete Stiere, die, nicht einer halbwilden Rasse entstammten. Sie beschnupperten den Sand. Es roch nicht nach Grünfutter. Das war kein Weideland. Was sollten sie hier?. Ruhig zogen sie weiter, im weiten Kreis. Die Fährte wollte nicht enden. Hinterrücks kam ein Fechter heran und stach mit seiner Lanze den Stier in die Schulter. Er schlug mit dem Schwanz um sich, als gelte es eine Schnake zu vertreiben. Der Angriff wiederholte sich. Da drehte sich der Siier jäh um, um das Mückenheer in
die Flucht zu schlagen. Da stand er einemManne gegenüber und vertrauend ging er rasch auf ihn zu, um sich seiner Führung zu überlassen; der würde sie wohl mit seinem Stachel zur Weid treiben. Doch der Mann duckte sich, nahm einen raschen Anlauf und schwang sich behende über dce Barriöre, schütz suchend. Der Stier stutzte. Närrischer Kauz, als. ob er sich vor mir fürchte!" Mittlerweile hatte man im EircuZ einen gewaltigen Eisenkäfig aufgestellt. Man suchte die Stiere dahin zu jageu. Sie traten freiwillig ein und maßen die Stäbe mit den Hörnern ab. Plötzlich ging ein Zittern durch ihre Nüstern: Rothwildgeruch! Auf sammeitweichen Pfoten kam ein Thier hereingeschlichen. Was war das? Der Stier ging ihm nach, vorsichtig prüfend: wahrlich, eine Löwin. Beiden mißfiel die Gesellschaft. Sie trauten einander nicht. Doch warteten sie gegenseitig' den Angriff ab, um sich zu wehren. ! Gefahrwitternd, den Schwanz eingezogen, kauerte die Löwin im äußersten Winkel und legte lauernd die Schnauze, dumpf knurrend, auf die Vordertatzen nieder. Breitbeinig, protzig, stellten sich die Stiere vor ihr auf und glotzten sie an mit weiten Augen. Das Thier, das fremde, imponirte ihnen, als ahnten sie, daß es irgendwo an Nubiens Küste KLnigin sei. Die Löwin zwinkerte mit den listig halbverschlossenen Lidern und knurrte verächtlich. Ein Beben lief durch ihren nacktg'schorenen Leib. Stolz und Schrecken stritten in ihr. angesichts des rohen, unwürdigen Gegners. Und sie hob ein langgedehntes Brüllen an. Es klang wie ein mächtiger Protest gegen diese ihr aufgedrungene Gemeinscyaft, ein majestätisches Ablehnen des Unterganges durch einen Bullen, ein markdurchdringendes Sehnen nach den hohen, schützenden Gräsern der Dschungeln. Der Stier spannte den Nacken, hob das Haupt und brüllte mit. Durch die langen gesenkten Wimpern schwebten seine träumerischen Blicke weit über die Arena und den menschengefüllten Circus hinaus zur Ginsterhaide, wo der Mistral sein Wesen trieb und wo seine Brüder bis zur Wampe durch die hohen Farren wateten. Das stumpfsinnige Publikum nahm dieses gemeinsame Brüllen für eine Kriegserklärung an. Ein Schrei war's nach Frieden und Freiheit! Die Menge harrte mit Spannung des kommenden Kampfes. Das sollie ein Gaudium werden, wenn die wüthende Löwin mit einem Satze dem Stier auf den Rücken sprang und ihm in's Genick biß. Wenn dann der schmerzenstolle Bulle die Gegnerin wie eir.en Ball in die Luft schleuderte und auf seinen Hörnern kunstgerecht aufspießte. Hei, ja! Hei! Das konnte famos werden: ein Götterschauspiel! Doch klang keine Drohung aus dem Brüllen, nur ein? dämmernde Ahnung des Spieles, das man mit ihm treiben wollte, ein wachsendes Mißbehagen der verkannten, irregeleiteten Thiere, ein brüllendes: Warum? Das thatenlose Brüllen dauerte der vergnügungssüchtigen Menge zu lange. Ein Pfeifeu ging durch die oberstm Reihen, hetzende Zurufe schallten herab. Hetzt sie treibt sie! Drauf, drauf! Los! Da eilten die Fechter herbei, ' die Piqueurs mit der Lanze und stachen die faulen Gesellen aus ihrer unheimlichen Ruhe. Die Chulos steckten den Stieren -Wurfspieße in den Nacken und warfen Feuerbrände in den Käfig. Das verfing nicht. ,Die geplagten Thiere schössen bitterböse Blicke nach ihren Peinigern und fielen nicht übereinander her, in gemeinsamer Wuth gegen den gemeinsamen Feind, der außerhalb des Käfigs auf sie los wüthtte. Ti wehrlose Löwin, mit versengter Mähne: und wunden Pfoten, kroch schwerfällig in eine andere Ecke.. Die leiden Stiere rannten mit vorüber geneigcm Haupt auf dk eiserne Umzäunung und wetzten ihre Hörner an den Stöben ab. Immer enger zog man den Kreis um I sie k.er, feurige Banderillos wurden den I Stieln auf öe'n Äiückl äevNanzt. j Schüsse trachten. ! Johkn. Geschrei, Zuruft hetzten di widerspenstigen Thier. Tie Li.'win ! verhielt sich vollkommen apathisch, sie ! hatte nur wi: abwehrend ihre Pranke ' erhoben und dachte langsam ihr Haup: zähnefletschend gegen ihre Angreifer, als wollte .sie. saaen:.'Er.därm.li.che
Wichte,'ich bandle mit iVinem Sl7r Än, ich kämpft nur mit meinesgleichen. Was soll die Gauklerei?" Die Stiere rannten umher und machten vor der Löwin achtungsvoll Kehrt: .Was geht uns die Löwin an! Wir wollen zur Weide. Platz da gebt Raum!" Die Thiere langweilten sich und das Publikum auch. Wie die Löwin in ihrem Winkel verharrte, schleiften sie
die Knechte in ihren Behälter zurück, rissen den Käfig nieder und jagten die Stiere in die Arena. Die Wuth der in ihren blutgierigen Wünschen getäuschten Menge wurde zur Raserei. Nieder mit den feigen Memmen!" Rohe, wilde Gesellen brachen durch die zerstörte Barriere und rasten hinter den Stieren her mit Schirmen und Stöcken und blinkenden Messern. Andere folgten und wie ein überschwemmter Strom rollte der Pöbel in die Arena, um die Bestien zu züchtigen, die sie um ihr gutes Vergnügen, um ihr gutes Geld geprellt. Blut wollten sie. Kampf und Todtschlag! Sie warfen verrätherisch Stöcke zwischen die Beine der Thiere, so daß der eine Bulle in die Knie brach. Ta stürzten sich die Wüthenden auf ihn und warfen ihn um. daß er, alle Biere von sich streckend, wehrlos im Sande kollerte. Verreck', faule Best!" Messer fielen auf ihn, Stöcke drangen in " seine Eingeweide, Füße zerstampften ihn. Ein Wehegeheul entfuhr dem gemartertcn Thiere. Ter andere Stier ver.nahm das Todesbrüllen, er sah die Hiebe, die auf die Flanken seines Kameraden niedersausten, und ein jähcr Entschluß schoß durch den Kopf des Breltstirnigen. Fliehen! In raftnd:r Flucht vor diesen wuthstoUen Henkern und diesem schmählichen Tode, und wie der Hauptfechter ihm in den' Weg trat mit der rothseidenen Muleta, entging er mit einem kühnen Satze dem Schwerte des Espadas und stürzte durch die Bresche mitten in's Menschengewühl, nach links und rechts ausschlagend und sich den Weg bahnend mit seinen Hörnern. - Ein wirres Durcheinander. Hilfeschreien. Jammern eine Panik entstand. Alles drängte den Ausgangen zu. Nun, da hatten sie Aufregung und Blut um das liebe Geld. Der Stier wartete ihnen auf. Der Sticr that seine Schuldigkeit. Alles wich vor ihm, wie geweht vor einem Wirbelwind Alles, was ihm wehrte, wurde zertreten. Er wollte zur Weide! Das tolle Spiel war ihm zu bunt, er floh d!e verhaßte rothe Fahne, die ihn zur Wildheit trieb dort leuchtete der blau: südliche Himmel, er floh das Schmerzensgebrüll des niedergemetzelten Kameraden, im Weideland rauschte das Meer im Dünensand. Was fragte er nach Menschen! Er hatte ein Recht, sein Leben als Stier zu fristen, sie konnten ihn ja an den Pflug spannen, er war jung und stark, sie konnten ihn unter das Joch zwingen, er war demüthig und treu und gern stampfte er durch die braune Stolle, mit dampfenden Nüst:rn durch die dampfende junge Erde. Und wurde er eines Tages unbrauchbar, so bot er die breite Stirn dem Gnadenstoß und ehrlich getroffen zwischen den Augen ging er den Weg der todten Hecrden. Plötzlich brach er in's Freie. Frische Luft zog durch seine geblähten Nüstern. Vor ihm her flohen Menschen hinter ihm her vernahm er das Stampfen und Jagen der Verfolger. Sie fahndeten nach ihm. Schüsse krachten, Kugeln flogen. Jäh wandte er sich um, stellte sich mit gespreizten Leinen in angreifende Stellung und bot seinen Feinden den Kampf an. Sie stoben nach allen Richtungen auseinander und fcuertcn dann meuchlings ihre Waffen auf ihn ab. Er schüttelte sich getroffen und stürzte vorwäns mit verzweifelnder Schnelligkeit zur Weide! Und sollte er verenden! 'Durch die Gassen, wo sein Trampeln auf dem Pflaster dumpf verhallte. In der Ferne winkte grünes Land! Er floh wie besessen, setzte über Grä-ben.-Der wohlige Duft blühender Gräser wehte ihm entgegen und er spannte seine Muskeln und eilte dem sonnensatten Futter zu. An einer Wegbiegung stutzte er: Da lg ein schlafendes Hirtenkind im Grase ausgestreckt, inmitten einer Schaar grasender Kühe. Der Stier hielt inne, ein dunkles Verständniß irrlichterte durch seine erweiterten Pupillen: das Kind weidete, seine" Heerde. Schon bog er um die schlafende Gruppe und gemächlich im trunkenen Genießen stampfte er durch das hohe Gras, wälzte sich in den säuselnden Aehren. badete sich im kühlen Gras re:n vom Staub der Gassen, von den Schmähungen der Menschen, vom Circussand. Er ließ sich auf ein Knie nieder, entkräftet durch den rasenden Lauf, und die Erde färbte sich roth', wo er sich niederließ. . Am Wieftnsaum wurden Menschen sichtbar; eine aufgeregte, lärmende Horde. Der Stier wich ihnen r.icht cus.' Er war daheim auf der Weide. Er fiM' nur 'schwerfällig auf urü bot dem Feind: die Stirn. 'Da würd: er niedergeschossen. Mit einem gurgelnden Aechzcn sank er in den blühenden Wiescnklce. Ter Stier war todt, akx das Th'er, die grausame Bestie, lebte im Menschen weiter. ' ,. EZ gibt Menschen, die stctZ nur für andere klug sind. I e. l a u t e r Tir Jemand seine. Theilnahme bezeugt, um so w?n:ger lauter pflegt sie zu sein. DerArgwobn hält es für Schadenfreude, wenn sich Jemand vor Kälte die &ände rjict.
In 5er pagove.
Von I. Claretie. Mitte Februar erhielt unser General aus Tuyett'Quan böse Nachrichten. Die Chinesen hatten dort die kleine Gar nison des (Zommandanten Domine ein geschlossen und machten Tag für Tag Angriff? auf die Citadelle. Nach einem furchtbaren, anstrengenden. Marfche zum Entsatze unserer Tapfern standen wir Ende Februar nur noch 8 Kilometcr von Tuyen Quan. Kein Feind war zu sehen. , Plötzlich, am 2. März, als die tcnkinesischcn Hilfstruppcn- bis an die Arme in hohes Gestrüpp .und Buschwerk eingedrungen waren, crhal ten sie einen wahren Hagel von Kugeln und sehen Tigerkatzen gleich die Schwarzflaggen- sich auf die Berwundeten stürzen, um ihnen den Kopf ab zuschneiden Wir sind in Vuoc, gegenüber den wahrhast furchtbaren und mit vielem Geschick von dem alten General Liuh-Vinch-Pbuoc ausgcworsencn festen Stellungen. Zwischen uns und TuxenQuan befindet sich das HeerVun-Nams, Mchtige Soldaten, von denen viele gc schworen haben, lieber u sterben, o'.s zurückzuweichen, und die sich zum Zci chen dieser Absicht ein rothe Kreuz auf die Stirn eintätowircn ließen. Diese Fanatiker müssen wir zunächst vertreiden oder vernichten, ehe wir der Garnisvn Hilfe bringen können. Voran! Leute, voran! Taran! ta. ran! taran! tarataratata, tarataratata!" Das leise Commando zum Chargiren wird gegeben. Zweimal greist die Marineinfanterie und ein Bataillon meiner Turlos die Chinesen an.. Zweimal treiben die Chinesen sie zurück. Man ist nur noch zweihundert Meter vom Feinde entfernt, als die Nacht hereinbricht. Zweihundert Meter. Und ver Regen füllt! Die Leute stöhnen in dem Buschwerk. Man zündet, um die Verwundeten zu bergen, fcuchtgcwordcne Zündhölzer an... Welch' furcht bare Nacht dicstr kalte Regen diese Feinde in der Nähe, die fortwährend schießen, das Geräusch der Kugeln das sind Eindrücke, die man nie vergaßt. Ich hatte mich so nahe an die chincsischen Linien, geschlichen, daß ich die Schwarzflaggen sprechen hörte. . Plöi)lich eine Salve und dann rollt mir eine Masie zu Füßen. Ich bücke mich und vermuthe ein Sprenggeschoß Ader es war ein Kopf, der adgeschnittcne Kopf eines französischen Bauernbur schen, den die Chinesen uns als Tro hung und Warnung schickten. In maß loser, stummer Wuth erwartete ich mit einem wilden Eesühl nach Rache den Morgen. Endlich brach der trübe, graue Märzmorgen an, der uns so furchtbare Verluste dringen sollte Voran! Algerier! Voran! , Die Freunde harren Eurer! Und nun zum Sturm! Zum Sturm aus die chinesischen Verschanzunqcn! Es handelt sich darum, den Klauen dieser Gelbgesichtcr die Velagerten zu entrei sien. die in banger Sorge auf unsere Truppen warteten. Zum Sturme! Ha, wie sie voranstürmten, meine afritonischen Kinder mit den himmelblauen Uniformen! Die Kugeln pfeifen, die Kanonen brüllen. Voran! Voran! Schon sind die Turkcs in den Schanzen, stürzen sich auf die Freiwilligen mit dem rothen 5!rcuz auf bcr Stirn, erdrosseln die Chinesen, wüthen wie Wöl fe unter den Schwarzflaggen, die sich wie Löwen vertheidigen Niemals habe ich früher noch später wieder eine Erdscholle so von Blut durchtränkt g sehen! Nachdem die Verschanzunqcn gcnomwen sind, verfolgen meine Schützen die .Himmlischen" und entreißen ihnen ih re Fahnen mit .dem Todtnkopf Meinen Leuten voranstürmend, mit dem Revolrer in der Hand, trieb ich die flie hende Horde vor mir l er. Auf halbem Wege machte ein Haufe der Schwarzflaggen, bei einer Art verlassenen Pagode Halt und eröffnete, da sie mich nur von wenigen Soldaten begleitet sah, ein heftiges Feuer, um uns den Weg abzuschneiden. Meine Turkos waren rasend vor Wuth. Wir drangen in den graZbedecktcn Hof, der vor ftder Pagode liegt, dann in drei Sprüngen in die Pagode selbst, aus der die Schüsse sielen. An der Pagode befindet sich keine Thür, wir sahen nur ein schwar zes Loch, das von den Kugeln gerissen ist. Wir traten ein. Eine Salre tödtet mir zur Seite drei Mann, und ich dringe fast allein in diese lackirte und vergoldete Zufluchtsstätte, in deren Hintcrgrund uns die Schwarzflaggen, wuthschäumcnden Ebern gleich, erwarten. Ich werde immer dieses Schauspiel vor Augen sehen: Die Leichen auf dem Boden, die Säulen mit den vergoldeten Inschriften und den bizarren Zeichnungen von Grimassen schneidenden Göttern und lebenden Wesen, dann den gs nz grünen Gott, den unsere Sol daten den Teufel nannten, die bcwaffneten und schießenden Eelbgesichter und endlich im Hintergründe mitten unter diesen bemalten Götzenbildern und an die rothen Wände gelehnten Schwarz flaggen eine Statue Buddhas, die ganz von rothem Golde, unter den Strahlen der Sonne blitzte. Eine Kugel schlug durch meinen wei'ßcn Tropenhelm, und wir fünf Leute, die wir in die Pagode gedrungen warcn, wurden gezwungen, zurückzuwei. chen. da wir von den Chinesen umzingclt waren, die aus allen Cckcn und Enden hinter den Götzenbildern hervor mit eigenthümlichem Knurren auf uns eindrangen. und einem meine? Turkos den Kopf mit dem Säbel abschlugen, der gefahrdrohend um unsere Köpfe biin. Es gelang un?, auS dieser vernichten )cn Pagode, die buchstäblich Menschen den ausser, zu entl Immen und uns hinter lencn Schü.cnaradcnzu kine.l ausgcwo: retten. Wir crqsiten nun ein lebhas tes ?"cuev auf öii Vurschen und zwangen sie durch cinike wolilgczielte Schüsse zur eiligen Fluchl, Aber bei dicscn Ii st i gen l'elbacsichtirn mufe man immer
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Warten wir noch einen Augenblick! rief ich meinen TurkcZ zu. die sich fchpn Hinter den Schützengräben Hervorwagten. Wieder mußte ich an o cn Buddha denken, der srcbcn ganz friedlich dem Morden zugesehen hatte: Wcnn sie nur nicht den Buddha mitge ncmmcn haben!" Kaum hatte ich das gesagt, als ein Helles.' kindliches Lachen zu meiner Seite sich hören ließ. Ciner meiner Tuikos, 25 Jahre alt und schön wie eine antike Dronzcstatue, richtete sich in die Höhe und sagte zu mir: Mein Caitän, Tu willst den Buddha haben? Tu sollst ihn haben!" - Während ich ihm noch zurief: Mo hamcd! Mohamcd! Ich verbiete Dir ! " lief er fchon davon und wand sich wie eine Katze durch das dunkle !o der Pagode. Ich folgte ihm und rief auch die beiden anderen Afrikaner herbei. Ich hatte Recht mit der Annahme, daß die Pagode nicht leer sei. Um den goldenen Buddha standen vier oder fünf (Gelbgesichtcr, Freiwillige ?)un Na.ns mit di,'m roih:n K?cuz, von denm, die gcschwcrcn hatten, lieber zu sterben als zu fliehen hoch ausgerichtet, w.c Tcggen, denen man die Beute cnt reisen w'.ll. Mohamcd war auf ne zugelaufen. Nachdem er sein C'.'wchr ao,icstucrt, drehte er es um und lies', den Kolb?n wuätig auf die Schädel der Kerle nicocrfausen Aber -nach wenigen Augenblicken hatte aucb ihm schon der scharfe Säbel den Kopf voll ständig abrasirt und vor uns lag der zuckende Stumpf lötzlich ging eine erschreckende, b än liche und doch heroische Sache ror sick. Aus dem Hausen todter Chinesen erhob sich ein .'esen, ein blut'unger, halb naa'ter "Himmlischer", mit cinim Ba jonnctstich in der Brust. In Strömen floß das Blut au- der klaffenden Wun de. Mit der rechten Hand klammerte er stch an da-5 Picdestal Buddbas. während seine krampfhaft gcfcdloncne Linke uns mit einem langen, fichelsörmig g-krümmten, blutbefleckten Messer bedrohte. In glühender Inbrunst umarmte er das große Bild aus Gold, das ironisch über der blutigen Umgebung strahlte, und in dem Augenblick, da einer meiner Turkos sich näherte, um ihn zurückzustoßen. stieß drr kleine Chinese einen gellenden chrci au? und warf sich zwischen Buddha und den Turko. Ä,'uth nd Schrecken malte i:ch auf den: ccifcni Gesichte äl, und während '035 Blut seiner nnoc das rothe Ciolc der St-Jtu? üüfrricicitr. schwänz e: ät er dem Kovf des Turko dos l'icHr, das tncücicht soeben Mo:;c.i::ö-bei: Sjifc getcdtet hatte. Vllcr der Algerier iViWc mit schnei lein :ir.D a.?wa!:ia.7Z?: clrß dcZ ajo r.riis ten kleinen 'JJjinescn an den So ckcl der Statue, iv'.c man einen Küfer jr einem Brettchen cuifii'iekt. und da ösliij.t des .Himmlischen" sei unter Nlizcm Röcheln auf die Füfc Buddha ;uri:ck. Seine Liopcn aber suchten beim iet;teil S.-uizer oie Süße Buddlzaö, um ihnen einen Kuß aufzudrücken .... N r i" g u n d F r i e d e n. Lieutenant: Wenn nur ein Krieg ausbraehe. daß einen die Gläubiger in Frieden ließen." Manche Wohlthäter haben so feste Prineipien, daß sie armen Leuten, denen sie begegnni. nichts geben, weil sie noch.ärmercn.beLcanen Zönnteu. Ie'derkon s e i n em Stand, punkte. Hutmacher (liest in de? Zeitung): Während der Fastnachts. tage machten stch drei Burschen dak Vergnügen, allen Paffanten' die Hute einzutreiben." Sott, was brav: Jungens Tic Hände sollte man ihnen kunen." 'Die drei Lokale. Erste? Student:- Wohnst Tu jetzt ane nehm?" Zweiter Student: ..Oh fainos! Ich habe fünf Minuten bis zur Kneipe, nicht ganz eine Viertelstunde in's Versatzamt und eine gute Stunde auf die Universität." Probates JJl'üttl 2cnf Tir nur, meine Irau sieht den ganzen Tag in den Spiegel!" Tcr .Häßliche: ,.Xa hab' ich meiner bald abewchut!" Wie so dcnn Ter Häßl'e: ..Ich habe mich immer neben
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